Schuppenflechte mit Mikronährstoffmedizin in den Griff bekommen

Bestimmte Nährstoffe hemmen die Entzündung, unterstützen die Hautgesundheit und machen Medikamente verträglicher

Schuppenflechte ist eine chronische Entzündungserkrankung der Haut. Sie kann aber auch andere Organe betreffen. Schuppenflechte kennzeichnet sich durch vermehrte Schuppung der Haut, die mit Rötung und starkem Juckreiz einhergeht. Man kann sie nicht heilen, aber ihre Symptome lindern, die Regeneration der Haut beschleunigen und die beschwerdefreie Zeit verlängern. Hierbei können bestimmte Mikronährstoffe helfen. Lesen Sie, welche Mikronährstoffe das sind und wie sie gezielt eingesetzt werden können.

Frau kratzt sich am Kopf
Schuppenflechte äußert sich durch Schuppung der Haut. Die Erkrankung tritt meist in Schüben auf und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen ein. Bild: triocean/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter Schuppenflechte und wie entsteht sie?

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt oft im Jugendalter auf, bleibt danach ein Leben lang bestehen und verläuft meist in unterschiedlich stark ausgeprägten Schüben. Ansteckend ist Schuppenflechte nicht. Die Erkrankung wird von den Betroffenen oft als sehr belastend empfunden.

Die Ursache ist noch nicht vollständig geklärt: Erbliche Veranlagung, Übergewicht, Stoffwechselkrankheiten, Rauchen, Alkoholkonsum, wenig körperliche Bewegung kommen ebenso als Auslöser für Schuppenflechte infrage wie psychischer Stress. Auch ein Mangel an Antioxidantien kann die Entstehung der Krankheit ursächlich beeinflussen. Zudem kann ein Schub der Schuppenflechte durch Medikamente begünstigt werden – zum Beispiel durch Blutdrucksenker (Betablocker), Antidepressiva und Antibiotika mit Tetrazyklin als Wirkstoff.

Im Rahmen der Schuppenflechte-Entstehung werden zu viele Zellen auf der Oberhaut gebildet. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunkrankheit: Das Immunsystem kann nicht zwischen körpereigenen und körperfremden Zellen unterscheiden und greift sie an – in diesem Fall sind die hornbildenden Zellen der Haut (Keratinozyten) betroffen. Durch die Autoimmunreaktion ist der normale Zellteilungszyklus dieser Hautzellen beschleunigt. Das bedeutet, die Hautzellen sterben schneller ab und der Körper stößt sie als silbrige Schuppen ab.

Folge sind entzündete Hautstellen, die bis zu handtellergroß sein können und durch begrenzte Rötungen gekennzeichnet sind. Die Patienten leiden an Juckreiz, trockner Haut und Schmerzen an den betroffenen Stellen. Häufig betroffen sind beanspruchte Hautregionen wie Ellenbogen und Kniescheibe. Die Schuppenflechte kann aber auch die Kopfhaut, das Gesicht und alle anderen Körperteile befallen.

Illustration der Hautschichten bei Schuppenflechte
Bei Schuppenflechte werden durch ein fehlgesteuertes Immunsystem zu viele Zellen auf der Haut gebildet. Die Hautzellen sterben dann ab und werden als Schuppen abgestoßen. Bild: solar22/iStock/Getty Images Plus

Entzündliche Folgekrankheiten der Schuppenflechte

Schuppenflechte gehört nicht zu den reinen Hauterkrankungen. Die aktiven Entzündungsbotenstoffe können auch zu anderen Krankheiten führen: Jeder fünfte Schuppenflechte-Betroffene erkrankt an einer Psoriasis-Arthritis. Das ist eine entzündlich verlaufende Folgekrankheit, die die Gelenke betrifft.

Schuppenflechte-Patienten haben zudem ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutgerinnsel (Thrombose), Arteriosklerose, Bluthochdruck und Folgekrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Außerdem kommt es oft zum metabolischen Syndrom: Das ist ein Sammelbegriff für Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Werten an Cholesterin und Triglyceriden.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Schuppenflechte klassisch behandelt?

Frau trägt Salbe auf
Zur Behandlung einer Schuppenflechte kommen meist Salben oder Cremes zum Einsatz. Sie enthalten Wirkstoffe, die das überaktive Immunsystem bremsen und die vermehrte Zellteilung hemmen. Bild: Marina Vol/iStock/Getty Images Plus

Schuppenflechte ist nicht heilbar. Die Therapie zielt darauf ab, die Auslöser eines Schubes zu minimieren: Betroffene sollten zum Beispiel Stress ebenso wie Verletzungen der Haut, Sonnenbrand, Kratzen und Druck durch zu enge Kleidung vermeiden. Die Basis der Schuppenflechte-Therapie sind fetthaltige Cremes, Salben und Lotionen. Um die Feuchtigkeit besser speichern zu können, sollten zusätzlich harnstoffhaltige Produkte eingesetzt werden.

Die weitere Schuppenflechte-Behandlung ist von den Symptomen abhängig. Ist die Schuppenflechte leicht ausgeprägt, kann Folgendes zum Einsatz kommen:

  • Lasertherapie: Laserstrahlen können Hautveränderungen reduzieren oder entfernen.
  • Dithranol (Herstellung in der Apotheke): Der Wirkstoff hemmt die vermehrte Zellteilung. Er wird in Form von Creme oder Salbe eingesetzt.
  • Tazaroten: Der Wirkstoff wirkt entzündungshemmend und hemmt das Zellwachstum sowie die Zellbildung. Das Medikament ist als Gel oder Creme erhältlich.
  • Cortison (Glucocorticoide): Glucocorticoide blockieren Entzündungsbotenstoffe und hemmen deren Wirkung auf die Haut. Wirkstoffe wie Prednison, Dexamethason und Budesonid kommen bei einem leichten Schub in Form von Salben und Tabletten zum Einsatz.
  • Calcineurin-Hemmer: Wirkstoffe dieser Medikamentengruppe hemmen die Aktivierung des Immunsystems. Sie werden als Creme angewendet.
  • Teer: Eine Creme mit Teer aus Steinkohle lindert Entzündungen und wirkt Juckreiz entgegen.
  • Vitamin D: Vitamin D wird innerlich und äußerlich zur Entzündungslinderung eingesetzt.

Ein mittelschwerer  bis  schwerer Krankheitsverlauf der Schuppenflechte wird nicht nur äußerlich behandelt, auch kommen Tabletten oder Kapseln gegen das überaktive Immunsystem zum Einsatz:

  • Acitrectin wirkt entzündungshemmend und normalisiert das Wachstum sowie die Ausbildung der Hautzellen. Der Wirkstoff bremst auch die Geschwindigkeit der Zellteilung und lockert die Hornhautschicht auf.
  • Ciclosporin gehört zu den Calcineurin-Hemmern und unterdrückt überschießende Abwehrreaktionen des Immunsystems.
  • Fumarsäureester hemmen Entzündungen sowie die unkontrollierte Vermehrung der Hautzellen.
  • Methotrexat hemmt das Immunsystem und unterdrückt das Zellwachstum. Methotrexat ist auch als Injektion (Spritze) erhältlich.

Bei rheumatoider Arthritis als Folgeerkrankung kann der Wirkstoff Sulfasalazin eingesetzt werden.

Zusätzlich werden bei mittelschwerer und schwerer Schuppenflechte Lichttherapien und Bäder angewendet: Salzwasser- und Solebäder lindern die Beschwerden. Eine Lichttherapie (Fototherapie) hemmt die Teilungsgeschwindigkeit der Hautzellen. Allerdings kommt es dabei zur Entstehung von freien Radikalen und vorzeitiger Hautalterung. Zusätzlich können Psychotherapie und Entspannungsübungen angewendet werden, um mit der seelischen Belastung durch die Erkrankung besser umgehen zu können.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin hat das Ziel, durch bestimmte Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren und Probiotika Entzündungen zu bekämpfen, Entzündungsschäden zu reduzieren und die Wundheilung zu fördern. Die klassische Schuppenflechte-Behandlung kann daher wirksam unterstützt werden – zum Teil sind Mikronährstoffe wie Vitamin D auch bereits Bestandteil der klassischen Schuppenflechte-Behandlung.

Bewährt haben sich folgende Nährstoffe:

Zudem können durch bestimmte Mikronährstoffe einige Nebenwirkungen der klassischen Medikamentenwirkstoffe gelindert werden.

Tipp

Bei Schuppenflechte wird eine entzündungshemmende Ernährung empfohlen. Sinnvoll ist eine mediterrane Kost. Sie beinhaltet Fisch und Nüsse, viel Gemüse und Obst, aber wenig Fleisch, wenig gesättigte Fettsäuren und Zucker. Bei Übergewicht ist Abnehmen sinnvoll.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin D für eine starke Hautbarriere und gegen Entzündungen

Wirkweise von Vitamin D

Über der Hand eines Arztes schwebt das Wort Vitamin D
Ein Vitamin-D-Mangel sollte bei Schuppenflechte ausgeglichen werden. Der Vitamin-D-Wert im Blut kann beim Arzt überprüft werden. Vitamin D reguliert das Immunsystem und hemmt Entzündungen. Bild: Ankabala/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D kann durch Sonnenstrahlen in der Haut gebildet werden. Es hat eine Schlüsselrolle für die Gesunderhaltung der Haut, indem es ihre Barrierefunktion stärkt und das Immunsystem reguliert: Vitamin D hemmt die übermäßige Bildung von Immunzellen, die Entzündungen verursachen. Zudem bremst Vitamin D das schnelle Wachstum der hornbildenden Hautzellen (Keratinozyten). Fehlt Vitamin D, kann es zu überschießenden Immunreaktionen kommen und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wird begünstigt. Eine Übersichtsarbeit mehrerer Beobachtungsstudien verdeutlicht das und zeigt, dass Menschen mit Schuppenflechte geringere Vitamin-D-Werte haben als Gesunde.

Es scheint einen Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Versorgung und der Schwere der Erkrankung zu geben. Ein Vitamin-D-Mangel sollte daher unbedingt vermieden werden, auch um Folgeerkrankungen vorzubeugen – zum Beispiel ist Vitamin D auch für die Regulation des Blutdrucks wichtig. War der Vitamin-D-Spiegel im Normalbereich, konnten hochwertige Studien allerdings keine Verbesserung der Schuppenflechte-Symptome durch die Einnahme von Vitamin D beobachten. Deshalb vermuten Forscher, dass besonders Betroffene mit einem Mangel von einer Vitamin-D-Einnahme profitieren können.

Die offizielle Behandlungsleitline rät, Vitamin-D-haltige Cremes oder Salben auf betroffene Hautstellen aufzutragen, um die Heilung zu fördern. Oft wird auch eine Kombination von Vitamin-D-Präparaten und Cortison empfohlen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Bei Schuppenflechte wird eine Dosierung von 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D täglich empfohlen. Da bei einem Mangel auch höhere Dosierungen nötig sein können, empfehlen Ärzte die Kontrolle der Vitamin-D-Werte im Blut. Die ideale Dosierung richtet sich nach den Blutwerten.

Vitamin D ist fettlöslich und sollte daher immer mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Es ist in Form von Tabletten, Kapseln und als flüssiges Öl erhältlich.

Info

Um einen Mangel auszugleichen, ist Vitamin D3 vermutlich wirksamer als Vitamin D2. Das zeigen erste Studien. Vitamin D3 ist die Form, die auch in der Haut selbst gebildet wird.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Bei Schuppenflechte sollte regelmäßig der Vitamin-D-Spiegel überprüft werden, um einen Mangel zu vermeiden. Sinnvoll ist die Bestimmung zweimal im Jahr.

Der Vitamin-D-Spiegel wird in der Blutflüssigkeit (Blutserum) bestimmt. Dabei misst das Labor die Transportform Calcidiol (25-OH-Vitamin D). Ein optimaler Wert sollte zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Vitamin D: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Bestimmte Entwässerungsmittel (Thiaziddiuretika) können die Calciumspiegel im Blut erhöhen. Betroffen sind Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid (HCT), Indapamid und Xipamid. Da auch Vitamin D die Calciumspiegel im Blut erhöht, sollte Vitamin D nur mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig vom Arzt kontrolliert wird.

Ein Anstieg des Calciumspiegels kann auch eine Folge kranker Nieren sein, denn sie scheiden Calcium schlechter aus. Bei einer Nierenkrankheit oder bei calciumhaltigen Nierensteinen sollte Vitamin D nur nach einer Beratung durch einen Arzt eingenommen werden. Dieser muss regelmäßig die Calciumwerte überwachen.

Betroffene mit der Bindegewebserkrankung Morbus Boeck (Sarkoidose) sollten kein Vitamin D einnehmen: Die Erkrankung führt oft zu einem erhöhten Calciumspiegel im Blut.

Omega-3-Fettsäuren verbessern das Hautbild durch weniger Entzündungen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Kapseln
Mikronährstoff-Experten empfehlen meist Fischöl-Kapseln, da Fisch reich an der entzündungshemmenden Fettsäure EPA ist. Für Veganer und Vegetarier gibt es jedoch auch Algenöl. Für Veganer und Vegetarier gibt es jedoch auch Algenöl

Omega-3-Fettsäuren lindern Entzündungen, indem sie die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen unterdrücken. Sie bilden außerdem Stoffe, welche Entzündungen aktiv stoppen. Zu den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren gehört vor allem Eicosapentaensäure (EPA), zum Beispiel aus Fisch. Wichtig für die Entzündungslinderung ist das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren. Besonders aus der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure werden vermehrt entzündungsfördernde Stoffe hergestellt. Arachidonsäure kommt zum Beispiel in Fleisch vor.

Ein Laborversuch zeigt, dass die Zellen bei Schuppenflechte-Patienten mehr entzündungsfördernde Stoffe aus Arachidonsäure herstellen als die Zellen von Gesunden. Erste Studien mit Betroffenen geben Hinweise, dass Omega-3-Fettsäuren die Produktion von Entzündungsstoffen aus Arachidonsäure hemmen können. 

Schuppenflechte-Patienten können von Omega-3-Präparaten profitieren: Durch die Einnahme wurde der Juckreiz, die Hautrötung und das Ausmaß der Beschwerden gelindert – so das Ergebnis einer Übersichtsarbeit mit zehn Studien. In einer hochwertigen Studie sowie einer weiteren kleinen hochwertigen Studie wurde die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl mit Sojabohnenöl verglichen. Beides wurde direkt über die Venen gegeben. Betroffene, die Fischöl erhielten, hatten nach zwei Wochen weniger Beschwerden wie Hautrötungen und die Entzündungswerte im Blut gingen zurück. Auch die Teilnehmer einer kleinen hochwertigen Studie, in der Fischöl mit Olivenöl verglichen wurde, litten durch die Fischöl-Einnahme weniger an Hautrötungen.

Es gibt jedoch auch Studien, in denen keine Wirkung nachgewiesen wurde. Diese Studien sind aber in der Unterzahl. Forscher fordern die Durchführung weiterer großer Studien, um herauszufinden, warum die Betroffenen unterschiedlich ansprechen. Insgesamt sind die Wirkweisen von Omega-3-Fettsäuren bei vielen entzündlichen Krankheiten wie Arthrose und Arteriosklerose gut untersucht. Sie können darüber hinaus möglichen Folgeerkrankungen der Schuppenflechte wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Mikronährstoffmedizin.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Bei Schuppenflechte empfehlen Mikronährstoff-Mediziner die Ergänzung von 1.500 bis 2.500 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag. Bei schweren Formen werden auch bis zu 4.000 Milligramm pro Tag empfohlen. Wichtig ist ein Präparat mit einem hohen Gehalt an EPA, da EPA stark entzündungshemmend wirkt – mindestens 1.200 Milligramm EPA pro Tag. EPA kommt zum Beispiel in Fischöl vor.

Fischölkapseln sollten immer mit den Mahlzeiten eingenommen werden. So können die Fettsäuren gut vom Darm in das Blut transportiert werden. Für eine optimale Wirkung müssen Omega-3-Fettsäuren über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Tipp

Fischölpräparate sollten immer qualitativ hochwertig sein. Kaufen Sie daher nur speziell gereinigte Präparate oder solche, die von Natur aus rein sind (zum Beispiel aus Krillöl oder aus Fischen, die am Anfang der Nahrungskette stehen, etwa Sardellen). Gereinigte Fischöle sind frei von Schadstoffrückständen.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei Schuppenflechte kann es sinnvoll sein, den Versorgungsstatus mit Omega-3-Fettsäuren zu kennen. Dazu kann der Omega-3-Index bestimmt werden. Hierbei ermittelt ein Labor in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) die Menge der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in Prozent. Optimal ist ein Omega-3-Index von 8 bis 11 Prozent.

Zusätzlich kann das Verhältnis von Arachidonsäure (entzündungsfördernd) und EPA (entzündungshemmend) ermittelt werden. Das Ergebnis sollte 4 oder weniger betragen.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Wenn plötzlich eine Erkrankung der Leber, der Niere oder eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenblase auftritt, sollten keine Präparate mit Omega-3-Fettsäuren eingenommen werden.

Omega-3-Fettsäuren setzen in hohen Dosierungen ab 1.000 Milligramm die Blutgerinnung herab. Sie sollen daher nur in Absprache mit einem Arzt bei gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Heparin eingenommen werden. Der Arzt kann die Blutgerinnung (INR- oder Quick Wert) kontrollieren. Ist eine Operation geplant, sollten die Omega-3-Fettsäuren etwa zwei Wochen vor dem Eingriff abgesetzt werden. Grund ist die gerinnungshemmende Wirkung.

Antioxidative Vitamine und Pflanzenstoffe schützen vor freien Radikalen

Wirkweise von Antioxidantien

Antioxidantien fangen freie Radikale ab und schützen das Gewebe vor Schädigungen. Bei entzündlichen Erkrankungen wie Schuppenflechte werden vermehrt freie Radikale gebildet, die oxidativen Stress auslösen und die Zellen zerstören. Bei den Betroffenen sind die zerstörerischen Folgen von oxidativem Stress deshalb oft erhöht. Das lässt sich zum Beispiel im Blut messen. Eine gute Versorgung mit Antioxidantien über die Ernährung könnte diesen Umstand umkehren, das Risiko für das Auftreten von Schuppenflechte reduzieren und die Beschwerden der Betroffenen lindern.

Besonders Vitamin C nimmt als Antioxidans eine wichtige Rolle ein. Eine Beobachtungsstudie zeigt, dass der Vitamin-C-Spiegel in der Haut bei Schuppenflechte-Betroffenen niedriger ist als der von gesunden Menschen. Die Ergänzung von Vitamin C kann einen möglichen Mangel ausgleichen. Neben Vitamin C wirken auch Vitamin E, Coenzym Q10, Pinienrinden-Extrakt, Resveratrol und Alpha-Liponsäure gegen oxidativen Stress. Letztere trägt zudem zur Regeneration von Vitamin C und E bei.

Pinienrinden-Extrakt könnte Beschwerden wie Hautrötung und Schuppenbildung der Betroffenen lindern. Das galt auch für Vitamin E und Coenzym Q10, zusammen mit Selen – so die Ergebnisse verschiedener vorläufiger Studien. Eine erste Studie zeigt außerdem, dass die Kombination von Coenzym Q10, Alpha-Liponsäure, Vitamin E und Resveratrol zusammen mit Krillöl und Selen vor allem Schuppenflechte-Patienten mit metabolischem Syndrom helfen könnte, indem es die Blutfettwerte senkt.

Da oxidativer Stress als Folge von Entzündungen auftritt, sollte ein Mangel an Antioxidantien bei Schuppenflechte auf jeden Fall vermieden und auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden. Weitere Studien müssen nun zeigen, inwieweit sie bei der Behandlung von Schuppenflechte wirksam sind.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Lebensmittel die reich an Antioxidantien sind
Antioxidantien-Präparate sollten möglichst viele verschiedene Antioxidantien enthalten, da Antioxidantien in Lebensmitteln auch immer als „Mischung“ vorkommen. Bild: seb_ra/iStock/Getty Images Plus

Antioxidantien sind besonders wirksam, wenn sie miteinander kombiniert werden. Deshalb wird bei Schuppenflechte ein Kombinationspräparat mit möglichst vielen verschiedenen Antioxidantien empfohlen. Sinnvoll sind pro Tag zum Beispiel: 250 Milligramm Vitamin C, 15 bis 30 Milligramm Vitamin E, 50 Milligramm Coenzym Q10, 200 Milligramm Alpha-Liponsäure, 150 Milligramm Pinienrinden-Extrakt und 500 Milligramm Resveratrol.

Antioxidative Vitamine und Pflanzenstoffe sollten zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Das verbessert zum einen die Verträglichkeit, zum anderen die Aufnahme im Darm: Besonders fettlösliche Antioxidantien wie Vitamin E und Coenzym Q10 benötigen für die Aufnahme Fett aus der Mahlzeit. Alpha-Liponsäure sollte dagegen auf nüchternen Magen eingenommen werden. Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen verringern die Verfügbarkeit von Alpha-Liponsäure für den Körper.

Antioxidantien im Labor bestimmen lassen

Es gibt verschiedene Tests, um den Status an Antioxidantien bestimmen zu lassen. Dies kann bei Schuppenflechte sinnvoll sein. Die Bestimmungen unterscheiden sich je nach Labor. Daher gilt der Normalwert des jeweiligen Labors.

Antioxidantien: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und in der Schwangerschaft

Zur Anwendung von Pinienrindenextrakt und Resveratrol in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Daher sollte die Einnahme mit dem Arzt kritisch abgewogen werden.

Resveratrol und Pinienrindenextrakt vermindern die Blutgerinnung. Es ist möglich, dass sich dadurch die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärkt. Halten Sie deshalb Rücksprache mit Ihrem Arzt. Er kann bei Bedarf die Dosierung des Blutverdünners anpassen. Zu den Blutverdünnern zählen zum Beispiel Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel, Heparin und Warfarin.

Coenzym Q10 kann bereits bei geringen Dosen von 30 bis 100 Milligramm die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Betroffen sind sogenannte Cumarine mit den Wirkstoffen Warfarin und Phenprocoumon. Die Einnahme sollte daher in diesen Fällen mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wird Pinienrindenextrakt gleichzeitig mit blutzuckersenkenden Medikamenten eingenommen, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Hierzu zählen unter anderem Metformin und Sulfonylharnstoffe wie Glibenclamid. Auch Coenzym Q10 kann den Blutzuckerspiegel verringern. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und eine Absprache mit dem Arzt ist empfehlenswert. Eventuell muss die Dosierung der Medikamente angepasst werden.

Selen und Zink schützen die Zellen und regulieren das Immunsystem

Wirkweise von Selen und Zink

Selen und Zink sind Mineralstoffe, die vor durch freie Radikale ausgelösten oxidativen Schäden schützen. Freie Radikale fördern das Entzündungsgeschehen und steigern die Entzündungsschäden. Daher könnten diese Mineralstoffe Entzündungen bei Schuppenflechte bremsen: Selen und Zink sind Bestandteile der körpereigenen antioxidativen Enzyme. Bei Schuppenflechte-Betroffenen sind diese Enzyme in den roten Blutkörperchen im Vergleich zu Gesunden oft erniedrigt. Selen reguliert darüber hinaus das Immunsystem und kann Ausschüttung und Wirkung von Entzündungsbotenstoffen hemmen. Zink verhindert, dass Immunzellen an den Entzündungsherd wandern oder die Haut auf Fremdstoffe reagiert. Außerdem hemmt es die Freisetzung von Botenstoffen, die Schmerzen auslösen.

Einige Schuppenflechte-Betroffene weisen niedrige Selenspiegel auf, andere jedoch nicht. Bisher konnte nicht bestätigt werden, dass die alleinige Ergänzung von Selen bei Schuppenflechte helfen kann. Eine vorläufige Studie zeigt sogar, dass Selen zur Aufrechterhaltung eines entzündungsfördernden Stoffes beitragen könnte, der bei Schuppenflechte-Patienten erhöht ist. Wurde Selen aber kombiniert mit Coenzym Q10 und Vitamin E eingenommen, zeigten sich deutliche Verbesserungen der Symptome – so das Ergebnis einer Vorstudie. Das lässt vermuten, dass niedrig dosierte Kombinationsprodukte besser wirken.

Auch die Rolle von Zink ist noch nicht klar: Studien, in denen Daten zum Zinkspiegel bei Schuppenflechte-Patienten ausgewertet wurden, liefern Hinweise, dass sich viel Zink in den entzündeten Hautstellen sammelt. Das könnte darauf hindeuten, dass für die Reparatur der Hautzellen viel Zink aufgebraucht wird. Dadurch kann ein Mehrbedarf an Zink entstehen. Ob Zink die Symptome bei akuter Schuppenflechte lindern kann, ist aber noch unklar. Bei Gelenkentzündungen durch Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis) reduzierte sich durch die Zink-Einnahme der Bedarf an Schmerzmitteln und es wurde ein Rückgang der Entzündungen beobachtet – so das Ergebnis einer Vorstudie.

Die Ergänzung von Selen und Zink – besonders in Kombination mit anderen Antioxidantien – kann bei Schuppenflechte versucht werden. Sie ist nebenwirkungsarm und preisgünstig. Vor allem zur unterstützenden Behandlung der Gelenkentzündungen (Schuppenflechten-Rheuma) empfehlen offizielle Fachkommissionen bereits die Einnahme von Selen und Zink.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Selen und Zink

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Schuppenflechte die Einnahme von 50 bis 100 Mikrogramm Selen. Sinnvoll ist die Bestimmung des Selenstatus im Blut, da bei einem Mangel für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum auch höhere Mengen sinnvoll sein können. Zink sollte in einer täglichen Dosierung von 10 bis 20 Milligramm eingenommen werden.

Präparate mit Selen und Zink sollten mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen.

Tipp

Achten Sie bei Kombinationspräparaten mit Vitamin C auf die Verbindung Natriumselenat: Denn Selen in Form von Natriumselenit und Vitamin C sollten nicht zeitgleich eingenommen werden. Durch Vitamin C wird Natriumselenit in eine Form umgewandelt, die der Körper nicht aufnehmen kann.

Selen im Labor bestimmen lassen

Patientin bekommt Blut abgenommen
Bei Schuppenflechte ist es sinnvoll, den Selenspiegel beim Arzt überprüfen zu lassen. Dazu nimmt er Blut ab, da Selen idealerweise vom Labor im Vollblut gemessen wird. Vollblut enthält die Blutzellen, im Gegensatz zum Blutserum. Bild: Tero Vesalainen/iStock/Getty Images Plus

Bei regelmäßiger Einnahme von Selen sollte der Selenspiegel im Blut kontrolliert werden. Zum einen lässt sich so ein Mangel feststellen, zum anderen kann Selen in hoher Menge (über 300 Mikrogramm) auf Dauer auch überdosiert werden. Der Selenspiegel wird idealerweise im Vollblut gemessen, um eine Aussage über die langfristige Selenversorgung zu erhalten. Von einer optimalen Selenversorgung wird bei Werten zwischen 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter Vollblut gesprochen.

Selen und Zink: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwache oder kranke Nieren können Selen und Zink nicht gut ausscheiden. Die Einnahme von Präparaten sollte deshalb bei Nierenerkrankungen immer mit dem Arzt besprochen werden. Der Arzt kann zum Beispiel den Selenspiegel im Blut überwachen. Zink kann sich an bestimmte Medikamentenwirkstoffe binden und sie unwirksam machen. Zink sollte daher mindestens zwei Stunden zeitversetzt mit den Medikamenten eingenommen werden. Es handelt sich um:

  • Antibiotika wie Gyrasehemmer: Ciprofloxacin, Enoxacin und Ofloxacin sowie Tetrazykline: Tetracyclin, Doxycyclin und Minocyclin
  • Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate) wie Alendronat und Etidronat

Gamma-Linolensäure erhöht die Feuchtigkeit der Haut

Wirkweise von Gamma-Linolensäure

Gamma-Linolensäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die aus Borretschöl oder Nachtkerzenöl gewonnen wird. Vermutlich hemmt sie die Bildung von Entzündungsbotenstoffen bei Schuppenflechte. Außerdem fördert Gamma-Linolensäure die Elastizität der Haut und hemmt einen Feuchtigkeitsverlust.

Info

Gamma-Linolensäure zählt zwar zu den Omega-6-Fettsäuren, allerdings wirkt sie nicht wie Arachidonsäure direkt entzündungsfördernd.

In einer Vorstudie profitierten über 80 Prozent der Teilnehmer von der Ergänzung von Omega-6-Fettsäuren (Gamma-Linolensäure zusammen mit Linolsäure) und Omega-3-Fettsäuren: Die Symptome der Schuppenflechte gingen mehr oder weniger stark zurück. Es gibt aber auch Patienten, die auf die Fettsäuren nicht ansprechen. Eine unterstützende Behandlung mit Gamma-Linolensäure ist aufgrund der geringen Nebenwirkungen einen Versuch wert. Bei anderen Hauterkrankungen wie Neurodermitis ist der Einsatz von Borretschöl und Nachtkerzenöl bereits vielversprechend.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Gamma-Linolensäure

Eine Borretsch-Pflanze
Gamma-Linolensäure wird aus Borretsch gewonnen. Die Pflanze ist auch als Gewürzpflanze bekannt. Bild: al_ter/iStock/Getty Images Plus

Versuchsweise können täglich 1.000 bis 2.500 Milligramm Gamma-Linolensäure ergänzt werden, zum Beispiel in Kapselform. Geeignet sind Präparate mit Borretsch- und Nachtkerzenöl. Gamma-Linolensäure sollte mit den Mahlzeiten eingenommen werden, da Fettsäuren nur mit Fett aus der Mahlzeit im Darm gut aufgenommen werden.

Gamma-Linolensäure im Labor bestimmen lassen

Die Versorgung mit Omega-6-Fettsäuren wird durch eine Blutuntersuchung gemessen. Pro Liter Blut sollte der Wert 4 Milligramm oder mehr betragen. Von einer optimalen Versorgung mit Gamma-Linolensäure wird bei Werten zwischen 10 bis 30 Milligramm pro Liter Blut gesprochen.

Gamma-Linolensäure: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme von Borretsch- oder Nachtkerzenöl mit einem Arzt abgesprochen sein. Es fehlen noch Untersuchungen zur Unbedenklichkeit.

Bei der Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen oder blutverdünnend wirken, sind Wechselwirkungen mit Gamma-Linolensäure nicht ausgeschlossen. Sicherheitshalber sollten Patienten, die Gerinnungshemmer oder Blutverdünner einnehmen, die Blutgerinnung (Quick-Wert, INR) durch den Arzt regelmäßig kontrollieren lassen. Betroffen sind etwa Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Heparin.

Bei Epilepsie könnten größere Mengen Gamma-Linolensäure die Beschwerden verschlechtern. Gamma-Linolensäure sollte daher nicht eingenommen werden. Auch bei Medikamenten, die Epilepsie begünstigen können, ist Vorsicht geboten. Dies ist bei einigen Wirkstoffen gegen Schizophrenie der Fall – zum Beispiel bei Phenothiazinen wie Chlorpromazin.

Probiotika stärken die Haut über den Darm

Wirkweise von Probiotika

Zwischen der Haut und dem Darm besteht eine enge Verbindung. Die Zusammensetzung der Darmflora von Schuppenflechte-Patienten zeigt im Vergleich zu der von Gesunden typische Veränderungen: Sie haben zum Beispiel weniger Bakterien der Art Akkermansia muciniphila. Störungen der Darmflora führen wiederum zu einer geschädigten Darmbarriere. Dann dringen Fremdstoffe in den Körper ein. Eine geschädigte Darmbarriere steht vermutlich mit der Entstehung von Schuppenflechte in Zusammenhang. Die genauen Mechanismen müssen aber noch erforscht werden. Auch gibt es zwischen Schuppenflechte und Erkrankungen mit einer gestörten Darmflora einige Parallelen: Manche Schuppenflechte-Patienten leiden zum Beispiel auch an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) oder Zöliakie.

Probiotika können eine gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen und dadurch die Darmbarriere stärken. Laut Definition sind Probiotika lebende Bakterien mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Zudem können sie das Immunsystem regulieren und Entzündungen eindämmen.

Eine kleine hochwertige Studie ergab, dass die Entzündungswerte im Blut bei Schuppenflechte-Patienten durch die Einnahme von Probiotika zurückgingen. Auch die Hautempfindlichkeit der Betroffenen nahm durch Probiotika ab, während die Barrierefunktion der Haut erhöht wurde – so das Ergebnis einer weiteren hochwertigen Studie. Getestet wurden die Bakterien Bifidobacteria infantis und Lactobacillus paracasei. Dass Probiotika die Symptome der Schuppenflechte lindern können, ist daher möglich und einen Anwendungsversuch wert. Um die Wirkung gut zu beweisen, sind allerdings noch weitere und groß angelegte Studien nötig.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Mikronährstoff-Experten empfehlen Schuppenflechte-Patienten die Einnahme von 10 bis 20 Milliarden (10 bis 20 x 109) Bakterien täglich. Die Bakterien-Menge wird als koloniebildende Einheit (KBE) auf den Präparaten angegeben. Meist wird eine Kombination aus verschiedenen Bifidobakterien und Laktobazillen empfohlen, da durch ein breites Spektrum an Bakterien die Überlebenswahrscheinlichkeit im Darm am größten ist. Die Einnahmedauer ist über einen längeren Zeitraum nötig, am besten für zwölf Wochen oder länger.

Probiotika sollten mit den Mahlzeiten oder mit viel Wasser eingenommen werden. So haben die Bakterien eine bessere Chance, den sauren Magensaft zu überleben und den Darm zu erreichen. Sie sind in Form von Pulver und Kapseln erhältlich. Es gibt auch Präparate mit magensaftresistenten Kapseln.

Tipp

Präbiotika können die Behandlung mit Probiotika sinnvoll ergänzen: Präbiotika sind Ballaststoffe wie resistente Stärke oder resistente Dextrine, die für den Menschen unverdaulich sind. Für einige Bakterienarten im Darm sind sie jedoch die ideale Nahrung, sodass sie sich vermehren können. In der Folge ändern sich die Bakterienverhältnisse vorteilhaft.

Probiotika: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Personen mit Histaminintoleranz können möglicherweise verstärkte Beschwerden durch einige Probiotika bekommen. Die Arten Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus, Lactobacillus reuteri, Lactococcus lactis und Enterococcus faecium stehen im Verdacht, Histamin im Darm zu bilden.

Sehr schwache Patienten, die ein unterdrücktes Immunsystem haben, sollten auf Probiotika verzichten. Auch bei einem zentralen Venenzugang, Erkrankungen der Herzklappen und dem Kurzdarmsyndrom sollten keine Probiotika angewendet werden.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Schuppenflechte

 

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

(abhängig vom Vitamin-D-Spiegel)

Vitamin C

250 Milligramm (mg)

Vitamin E

15 bis 30 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Selen

50 bis 100 Mikrogramm (µg)

(abhängig vom Selenspiegel)

Zink

10 bis 20 Milligramm

  
 

Pflanzenstoffe

Pinienrinden-Extrakt

150 Milligramm

Resveratrol

500 Milligramm

  
 

Sonstige Nährstoffe

Omega-3-Fettsäuren

1.500 bis 2.500 Milligramm

(mit mindestens 1.200 Milligramm EPA)

Coenzym Q10

50 Milligramm

Alpha-Liponsäure

200 Milligramm

Gamma-Linolensäure

1.000 bis 2.500 Milligramm

Probiotika (Laktobazillen und Bifidobakterien)

10 bis 20 x 109 koloniebildende Einheiten (KBE)

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Schuppenflechte

 

Optimalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Omega-3-Fettsäuren:

Omega-3-Index

Verhältnis Arachidonsäure zu EPA

 

über 8 Prozent (%)

unter 4

Antioxidantien

je nach Labor

Selen (Vollblut)

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Gamma-Linolensäure

über 4 Milligramm pro Liter (mg/l)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Ciclosporin: Nebenwirkungen lindern

Ciclosporin wird zur Unterdrückung des überschießenden Immunsystems eingesetzt, steigert aber die Ausscheidung von Magnesium. Die Einnahme von täglich 300 Milligramm kann einem Mangel vorbeugen. Das Medikament verursacht zudem Nebenwirkungen: Es kann die Nieren schädigen, Bluthochdruck verursachen und die Blutfettwerte erhöhen. Um den Nebenwirkungen entgegenzuwirken, ist eine Ergänzung von bis zu 3.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag sinnvoll. Produkte sollten einen hohen EPA-Anteil haben.

Cortison kann einen Vitamin- und Mineralstoffmangel auslösen

Cortison, genauer Glucocorticoide mit Wirkstoffen wie Prednison, Dexamethason und Budesonid lindern akute Entzündungen. Wenn sie als Tabletten eingenommen werden, reduzieren sie jedoch die Aufnahme von Calcium im Darm und fördern die Freisetzung von Calcium aus den Knochen. So können Glucocorticoide die Entstehung von Osteoporose begünstigen. Daher sollten täglich 1.000 Milligramm Calcium ergänzt werden.

Für gesunde Knochen sind außerdem Vitamin D und Vitamin K (vor allem K2) wichtig. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb auch, 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D und 150 Mikrogramm Vitamin K2 zu ergänzen.

Bei der Einnahme von Cortison werden außerdem Vitamin C, Magnesium und Zink verstärkt ausgeschieden. Die tägliche Ergänzung von 200 bis 500 Milligramm Vitamin C, 300 Milligramm Magnesium und 10 bis 20 Milligramm Zink können einem Mangel vorbeugen.

Methotrexat: Folsäuremangel ausgleichen und Nebenwirkungen lindern

Methotrexatist ein Medikamentenwirkstoff, der das Immunsystem hemmt und in hohen Dosierungen das Zellwachstum reduziert. Die Medikamente wirken als Gegenspieler von Folsäure. Folsäure ist wiederum unverzichtbar für das Zellwachstum.

Folsäure bei Methotrexat ist wichtig, um einen möglichen Mangel durch das Medikament auszugleichen. Eine Auswertung mehrerer Studien zeigt darüber hinaus, dass die Einnahme von Folsäure bei Patienten mit rheumatoider Arthritis Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden lindern konnte. Die Einnahme von bis zu 1.000 Mikrogramm Folsäure täglich wird deshalb empfohlen.

Expertenwissen

Bei hohen Folsäure-Dosierungen von 5.000 Mikrogramm (µg) wurden Wirkungseinschränkungen beobachtet.

Die chemische Formel für das Vitamin B9
Die Wirkstoffe Methotrexat und Sulfasalazin können einen Folsäuremangel verursachen. Deshalb sollte bei der Schuppenflechte-Therapie mit diesen Medikamenten auf die Versorgung mit Folsäure geachtet werden. Bild: Ekaterina79/iStock/Getty Images Plus

Sulfasalazin kann einen Folsäuremangel auslösen

Sulfasalazin hemmt Entzündungen. Der Wirkstoff wird bei Schuppenflechte vor allem eingesetzt, um Gelenkentzündungen zu lindern. Allerdings kann Sulfasalazin einen Folsäuremangel auslösen, indem es die Aufnahme im Darm hemmt. So kann unter anderem die Entstehung einer Blutarmut (Anämie) begünstigt werden. Die tägliche Einnahme von 800 Mikrogramm Folsäure kann einem Mangel bei Sulfasalazin-Einnahme vorbeugen.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Medikamenten

Ciclosporin

 

Magnesium

300 Milligramm (mg)

Omega-3-Fettsäuren

bis 3.000 Milligramm

  

Cortison (Glucocorticoide)

 

Calcium

1.000 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K2

150 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm

Magnesium

300 Milligramm

Zink

10 bis 20 Milligramm

  

Methotrexat

 

Folsäure

bis 1.000 Mikrogramm

  

Sulfasalazin

 

Folsäure

800 Mikrogramm

 

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Zusammenfassung

Bei Schuppenflechte ist die Haut chronisch entzündet. Die Krankheit kann sich aber auch im Körper ausbreiten und zu Folgeerkrankungen führen. Zu den Symptomen von Schuppenflechte gehören Schuppen der Hautoberfläche und Juckreiz.

In der Mikronährstoffmedizin wird Vitamin D als Vorbeugemaßnahme gegen Folgekrankheiten eingesetzt. Vitamin D reguliert das Immunsystem und kann dadurch Entzündungsbotenstoffe eindämmen. Auch Omega-3-Fettsäuren (vor allem EPA) senken die Entzündungswerte im Blut. Den oxidativen Stress bei Schuppenflechte können Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10, Alpha-Liponsäure, Pinienrinden-Extrakt und Resveratrol mildern. Vermutlich kann so Folgeschäden vorgebeugt werden. Auch die Mineralstoffe Selen und Zink schützen die Hautzellen vor oxidativem Stress. Die Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure verbessert die Elastizität der Haut, während Probiotika die Darmflora stärken, was sich wiederum förderlich auf die Hautgesundheit auswirken kann.

Je nachdem, wie stark die Entzündungen und Symptome der Schuppenflechte ausgeprägt sind, kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz. Wenn Ciclosporin eingenommen wird, sollten Magnesium und Omega-3-Fettsäuren ergänzt werden. Bei der Einnahme von Cortison steigt der Bedarf an Calcium, Vitamin D, Vitamin K2 sowie Vitamin C, Magnesium und Zink. Die Einnahme von Folsäure kann die Nebenwirkung von Methotrexat lindern. Wird Sulfasalazin eingenommen, steigt der Folsäurebedarf.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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