Amiodaron-Nebenwirkungen mit Mikronährstoff-Medizin mildern

Wie Vitamine, Antioxidantien und L-Carnitin Nebenwirkungen von Amiodaron reduzieren

Stethoskop liegt auf einer Abbildung eines EKG
Amiodaron ist ein Herzmedikament zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Mit dem Wirkstoff Amiodaron kann es bei einigen Menschen zu unangenehmen Nebenwirkungen und einer Mangelversorgung mit wichtigen Mikronährstoffen kommen. Bild: Vi_L/iStock/Getty Images Plus

Amiodaron ist ein Herzmedikament zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Der Wirkstoff Amiodaron kann bei einigen Menschen zu unangenehmen Nebenwirkungen und einer Mangelversorgung mit wichtigen Mikronährstoffen führen. Mithilfe der Mikronährstoff-Medizin ist es möglich, einige dieser Nebenwirkungen zu lindern. Erfahren Sie hier mehr dazu, welche Vitamine, Antioxidantien und anderen Stoffe besonders wichtig sind.

Amiodaron: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

Wie wirkt Amiodaron?

Amiodaron ist ein Medikamentenwirkstoff zur Behandlung bestimmter Herzrhythmusstörungen. Er gehört zu der Gruppe der Antiarrhythmika. Um Blut weiterzubefördern, schlägt das Herz in einem bestimmten Rhythmus. Dabei sind elektrische Signale die Taktgeber. Bei Herzrhythmusstörungen sind diese allerdings gestört. Der Wirkstoff Amiodaron normalisiert die elektrischen Signale wieder, sodass das Herz nicht zu schnell schlägt.

Beispielmedikamente sind Cordarex®, Amiohexal® und Amiogamma®. Der Wirkstoff kommt in Arzneimitteln als Amiodaronhydrochlorid vor und ist in der Regel in Tablettenform erhältlich.

Info

Amiodaron ist fettlöslich und reichert sich daher im Fettgewebe und in Geweben mit einem hohen Fettgehalt an (wie zum Beispiel der Leber). Innerhalb der Zellen ist Amiodaron in den Energiekraftwerken (Mitochondrien) zu finden. Nach Absetzen des Medikaments dauert es einige Wochen, bis der Wirkstoff aus dem Körper ausgeschieden worden ist.

Einsatzgebiete von Amiodaron

Amiodaron wird bei verschiedenen Herzerkrankungen eingesetzt. Dazu gehören folgende Indikationen:

  • Herzrhythmusstörungen mit auftretendem Herzrasen
  • Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörung, bei der ein andauernder unregelmäßiger und oft sehr schneller Herzschlag auftritt) 
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz), bei der andere Medikamente nicht ausreichend wirken

Nebenwirkungen: Amiodaron kann einen Mikronährstoffmangel verursachen

Augenärztin untersucht älteren Patienten
Die Schäden an den Organen könnten durch oxidativen Stress verursacht werden, den Amiodaron bewirkt. Bild: Darunechka/iStock/Getty Images Plus

Amiodaron stört durch seinen hohen Jodanteil häufig die Schilddrüse. Es kann zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Amiodaron-induzierte Hyperthyreose) kommen. Dabei sind die Bildung und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen erhöht. Bei einigen Patienten kann die hohe Jodmenge auch das Gegenteil bewirken: Die Bildung der Schilddrüsenhormone ist blockiert (Amiodaron-induzierte Schilddrüsenunterfunktion).

Bei langer Einnahme von Amiodaron treten auch Nebenwirkungen an anderen Organen auf: 

  • Augen: Amiodaron reagiert mit Fettmolekülen, die sich in der Hornhaut des Auges einlagern. Sehstörungen sind die Folgen.
  • Leber: Es kann zu Leberfunktionsstörungen, Leberversagen oder Leberzirrhose kommen.
  • Haut: Amiodaron macht die Haut lichtempfindlich und kann zu Sonnenbrand führen.
  • Lunge: Eine Schädigung der Lunge zeigt sich durch Husten, Fieber, Kurzatmigkeit oder eine Lungenentzündung.
  • Nerven: Nervenschäden äußern sich durch Gefühlsstörungen (Polyneuropathie) mit Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen sowie Muskelschwäche.
  • Herz: Amiodaron kann negativ auf den Herzschlag wirken mit langsamem Puls oder einer sehr seltenen Veränderung des Herzschlags (verlängertes QT-Intervall). Das kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.
  • Magen-Darm-Trakt: Die Störung äußert sich durch Übelkeit oder Bauchschmerzen.

Die Schäden an den Organen könnten durch oxidativen Stress verursacht werden, den Amiodaron bewirkt. Außerdem schädigt es die Zellkraftwerke (Mitochondrien). Damit ist auch die Energiegewinnung der Organe beeinträchtigt. Zu den unerwünschten Wirkungen von Amiodaron gehört auch ein Mangel an verschiedenen Nährstoffen wie Vitamin A und höchstwahrscheinlich auch Coenzym Q10.

Im Rahmen der Mikronährstoff-Medizin können einige der Nebenwirkungen gelindert werden:

  • Vitamin A gleicht Vitamin-A-Verluste aus und kann dadurch Mangelerscheinungen wie raue Haut und Sehstörungen vorbeugen.
  • Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress durch Amiodaron.
  • L-Carnitin ist wichtig für die Energiegewinnung in den Mitochondrien des Herzens.
Zurück zum Anfang

Nebenwirkungen vermeiden

Durch Amiodaron ausgelösten Vitamin-A-Mangel ausgleichen

Wirkweise von Vitamin A

Amiodaron stört den Stoffwechsel von Vitamin A. Im Tierversuch hemmte die Einnahme von Amiodaron die Aufnahme, den Transport und die Speicherung von Vitamin A deutlich. Dies kann einen Mangel an Vitamin A auslösen. Studien an Menschen gibt es allerdings noch nicht.

Vitamin A benötigt der Körper für das Zellwachstum, die Augengesundheit sowie für normale Haut- und Schleimhäute. Auch für ein intaktes Immunsystem spielt es eine wichtige Rolle, da es bei der Abwehr von Krankheitserregern hilft.

Spürbar wird ein Vitamin-A-Mangel anfangs durch Appetitverlust und Müdigkeit. Später sind Symptome wie trockene und raue Haut, spröde Nägel sowie frühzeitiges Ergrauen der Haare typisch. Daneben trocknen meist die Augen aus und das Hell-Dunkel-Sehen ist beeinträchtigt. Personen mit einem Vitamin-A-Mangel sind besonders anfällig für Infekte.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin A

Buchstabe A aus Karotten
Bei Amiodaron-Einnahme ist es vermutlich sinnvoll, auf die Vitamin-A-Zufuhr zu achten. Eine zusätzliche Einnahme von bis zu 400 Mikrogramm Vitamin A dürfte einen Mangel verhindern. Bild: Yuliya_M/iStock/Thinkstock

Bei der Einnahme von Amiodaron ist es vermutlich sinnvoll, auf die Vitamin-A-Zufuhr zu achten. Eine zusätzliche Einnahme von bis zu 400 Mikrogramm Vitamin A dürfte einen Mangel verhindern. Höhere Dosierungen sollten mit einem Arzt abgesprochen werden.

Vitamin A kann auch als Vorstufe in Form von Beta-Carotin eingenommen werden, denn der Körper kann es in Vitamin A umwandeln. Sinnvoll ist dann eine Dosierung von bis zu 15 Milligramm Beta-Carotin pro Tag. 1 Mikrogramm Vitamin A (Retinol) entspricht dabei 6 Mikrogramm Beta-Carotin.

Vitamin A und Beta-Carotin sind fettlöslich und sollten deshalb zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Das Fett aus dem Essen verbessert die Aufnahme im Darm.

Vitamin A im Labor bestimmen lassen

Vitamin A wird vom Arzt im Blutserum gemessen. Blutserum ist der flüssige Teil des Blutes. Normalwerte liegen bei Frauen zwischen 40 bis 70 Mikrogramm pro Deziliter und bei Männern zwischen 42,5 und 83 Mikrogramm pro Deziliter. Weitere Informationen dazu finden Sie im Artikel zu Vitamin A.

Vitamin A: zu beachten bei Schwangerschaft, Nierenerkrankungen und Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft kann eine Überdosierung von Vitamin A zu Wachstumsstörungen und Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Daher sollten Schwangere Vitamin A nicht zusätzlich über Vitaminpräparate einnehmen. Sie können auf die Vorstufe Beta-Carotin zurückgreifen. Der Körper wandelt Beta-Carotin nur in der Menge um, wie es benötigt wird. Eine Überdosierung ist so nicht möglich.

Auch bei Menschen mit Nierenschwäche kann es zu einer Überdosierung von Vitamin A kommen. Sie sollten keine Vitamin-A-Präparate einnehmen.

Cholesterinsenker aus der Gruppe der Anionenaustauscher wie Cholestyramin (wie zum Beispiel Lipocol®) und Colestipol (Colestid®) sowie der Fettblocker Orlistat (Orlistat Hexal®) sollten nicht gleichzeitig mit Vitamin A eingenommen werden. Die genannten Mittel behindern die Aufnahme von Vitamin A. Halten Sie einen Einnahmeabstand von zwei Stunden ein.

Antioxidantien zum Schutz der Mitochondrien

Wirkweise von Antioxidantien

Antioxidantien fangen freie Radikale ab und reduzieren somit oxidativen Stress. Bekannte Vertreter sind Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10, N-Acetylcystein oder Quercetin. Coenzym Q10 ist außerdem für das störungsfreie Funktionieren der Energiekraftwerke der Zellen (Mitochondrien) unentbehrlich. Der Stoff sorgt dafür, dass die Mitochondrien genügend Energie produzieren können. Das ist zum Beispiel für den Herzmuskel besonders wichtig, da er ohne Unterbrechung arbeiten muss.

Info

Patienten mit chronischer Herzschwäche oder koronaren Herzkrankheiten können besonders von der Einnahme von Coenzym Q10 profitieren.

Personen, die an einer durch Amiodaron ausgelösten Schilddrüsenüberfunktion litten, wiesen in einer klinischen Studie niedrigere Coenzym-Q10-Spiegel auf als gesunde Menschen. Die Schilddrüse ist das Gaspedal des Körpers. Bei einer Überfunktion wird besonders viel Energie verbraucht.

Möglicherweise ist oxidativer Stress in die Entstehung von Amiodaron-Nebenwirkungen involviert: Eine Tierstudie legt nahe, dass oxidativer Stress zum Beispiel zu Nervenschäden (Polyneuropathie) führt. Eine indirekte Schädigung von Herz, Leber, Lunge, Milz und Immunsystem wird ebenfalls diskutiert. Tierversuche zeigen einen positiven Effekt von Antioxidantien auf folgende Organe:

  • Herzschäden, die durch Amiodaron ausgelöst werden, lassen sich möglicherweise mit einer spezifisch zusammengestellten Nährstoffmischung aus Vitamin C, Selen, Kupfer, Mangan, Quercetin, grünem Tee, NAcetylcystein sowie den Aminosäuren Lysin, Prolin und Arginin verhindern. Darauf deutet ein Versuch mit Mäusen hin. 
  • Die Leberschädlichkeit von Amiodaron kann durch die Einnahme von Vitamin E und NAcetylcystein gesenkt werden: Sie schützen die Leber und ihre Mitochondrien. Dies zeigen Studien mit Ratten.
  • Immunsystem: In einem Laborversuch senkte Amiodaron in tierischen Immunzellen den Gehalt des wichtigsten Antioxidans Glutathion und verursachte Schäden am Erbgut. Vitamin Ckonnte diese schädlichen Wirkungen verhindern.

Forscher diskutieren, ob die Gabe von Antioxidantien bei Amiodaron sinnvoll ist, um die Nebenwirkungen abzumildern und vorzubeugen. Dies könnte eine Möglichkeit sein, Amiodaron bei mehr Patienten einzusetzen. Bisher ist die Anwendung des Medikaments aufgrund seiner Nebenwirkungen begrenzt. Studien am Menschen gibt es allerdings noch nicht. Aufgrund der positiven Ergebnisse aus den Tierstudien könnten Studien am Menschen aber Erfolg versprechend sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Im Rahmen der Mikronährstoff-Medizin empfiehlt sich ein niedrig dosiertes Multi-Mikronährstoff-Präparat, das eine breite Mischung verschiedener Antioxidantien enthält, mit zum Beispiel:

  • 20 bis 30 Milligramm Vitamin E
  • 250 bis 500 Milligramm Vitamin C
  • 50 bis 100 Mikrogramm Selen
  • 50 bis 100 Milligramm Coenzym Q10

Die Antioxidantien Vitamin C und E ergänzen sich gegenseitig. Daher sollten die beiden Vitamine miteinander kombiniert werden. Vitamin C regeneriert Vitamin E, nachdem Vitamin E freie Radikale abgefangen hat. Bei Kombinationen verschiedener Antioxidantien sind die Dosierungen aufeinander abgestimmt. Sie können daher niedriger dosiert sein.

Info

Bei einem Multivitaminpräparat mit Vitamin C und Selen sollte Selen nicht in Form von Natriumselenit enthalten sein, sondern in Form von Natriumselenat. Natriumselenit wird von Vitamin C in eine Form umgewandelt, die nicht aufgenommen werden kann. Bei Natriumselenat ist das nicht der Fall.  

Die Einnahme des Multi-Mikronährstoff-Präparats sollte zu oder direkt nach den Mahlzeiten erfolgen, da zum Beispiel Vitamin E zusammen mit Fett aus der Mahlzeit am besten aufgenommen wird.

Antioxidativen Status und Selen im Labor bestimmen lassen

Um den Behandlungserfolg zu überwachen, ist es ratsam, regelmäßig den antioxidativen Status im Blut vom Arzt überprüfen zu lassen. Normalwerte liegen im Bereich von 1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter. Zu beachten ist, dass Werte und Einheiten je nach Labor und Methode sehr unterschiedlich sein können. Darum zählen nur die Angaben aus dem jeweiligen Labor.

Zudem ist es sinnvoll, die Selenwerte im Blut bestimmen zu lassen. Die Messung des Selengehalts im Vollblut spiegelt die Langzeitversorgung wider. Der Normalbereich liegt zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Liter.

Antioxidantien: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollte Selen nicht zusätzlich über Präparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Selen nicht richtig ausscheiden, die Blutspiegel könnten zu stark ansteigen.

L-Carnitin für die Energiegewinnung in den Mitochondrien

Wirkweise von L-Carnitin

Abbildung einer Mitochondrie
L-Carnitin transportiert Fettsäuren in die Energiekraftwerke der Zellen (Mitochondrien). Dort werden die Fettsäuren in Energie umgewandelt. Zusätzlich wirkt L-Carnitin auch antioxidativ. Bild: iLexx/iStock/Getty Images Plus

L-Carnitin transportiert Fettsäuren in die Energiekraftwerke der Zellen (Mitochondrien). Dort werden die Fettsäuren in Energie umgewandelt. Zusätzlich wirkt L-Carnitin auch antioxidativ.

In einer Laborstudie mit menschlichen Lungenzellen löste die Gabe von Amiodaron Schäden an den Mitochondrien aus und führte zum Absterben der Zellen. Nachdem L-Carnitin beziehungsweise L-Acetyl-Carnitin hinzugegeben worden war, traten die schädlichen Effekte von Amiodaron nicht mehr auf.

Bei einer unzureichenden Versorgung mit L-Carnitin sammeln sich schädliche (toxische) Stoffwechselzwischenprodukte in der Zelle an und es kommt zur Störung des Energiestoffwechsels. Ein Mangel an L-Carnitin kann Herzrhythmusstörungen begünstigen. Weitere Anzeichen eines Mangels sind Abgeschlagenheit, Kräfteverfall und Müdigkeit.

Die Vorversuche im Labor verliefen Erfolg versprechend. Am Menschen ist die Kombination Amiodaron und Carnitin noch nicht getestet. Eine unterstützende Wirkung für die Mitochondrien wird aber bei Amiodaron-Therapie vermutet.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Carnitin

Mikronährstoff-Mediziner empfehlen eine tägliche Dosierung von 200 bis 500 Milligramm L-Carnitin bei Einnahme von Amiodaron. Die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit ist sinnvoll, da es bei leerem Magen zu Magenproblemen kommen kann.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei Amiodaron-Einnahme

 

Vitamine

Vitamin A

oder

Beta-Carotin

bis 400 Mikrogramm (µg)

 

bis zu 15 Milligramm (mg)

Vitamin E

20 bis 30 Milligramm

Vitamin C

250 bis 500 Milligramm

  
 

Spurenelemente

Selen

50 bis 100 Mikrogramm

  
 

Sonstige Stoffe

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

L-Carnitin

200 bis 500 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Amiodaron-Einnahme

Vitamin A

Frauen: 40 bis 70 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl)

Männer: 42,5 bis 83 Mikrogramm pro Deziliter

Antioxidativer Status

1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter (mmol/l)

Selen

120 und 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

 

Zurück zum Anfang
Responsive In-Article

Zusammenfassung

Amiodaron ist ein Medikamentenwirkstoff zur Behandlung verschiedener Herzrhythmusstörungen. Zu den Nebenwirkungen zählt unter anderem die Störung des Vitamin-A-Stoffwechsels, woraus ein Mangel an diesem lebenswichtigen Vitamin resultieren kann. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin A kann dem entgegenwirken.

Möglicherweise ist oxidativer Stress in die Entstehung von weiteren Amiodaron-Nebenwirkungen wie Leber- und Lungenschäden involviert. Es gibt Hinweise, dass die gemeinsame Gabe von Antioxidantien und Amiodaron sinnvoll ist, um oxidativen Stress und den schädlichen Effekten des Medikaments vorzubeugen. Zu diesen Antioxidantien gehören zum Beispiel Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10.

L-Carnitin ist für die Energiegewinnung unverzichtbar und kann womöglich die giftigen Effekte von Amiodaron auf die Mitochondrien reduzieren.

Zurück zum Anfang

Verzeichnis der Studien und Quellen

Anke Weißenborn, et al. (2018): Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y, abgerufen am: 29.10.2018.

Anke Weißenborn, et al. (2018): Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. Journal of Consumer Protection and Food Safety, 2018, Volume 13, Issue 1, pp 25–39. https://link.springer.com/article/10.1007/s00003-017-1140-y, abgerufen am: 29.10.2018.

Bundesinstitut für Risikobewertung (1995): Schwangere sollten weiterhin auf den Verzehr von Leber verzichten. https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/1995/20/schwangere_sollten_weiterhin_auf_den_verzehr_von_leber_verzichten-775.html, abgerufen am: 13.12.2018.

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (2012): Leitlinien für das Management von Vorhofflimmern. https://leitlinien.dgk.org/files/2012_Pocket-Leitlinien_Vorhofflimmern.pdf, abgerufen am: 22.10.2018.

Gröber, U. (2018): Arzneimittel und Mikronährstoffe – Medikationsorientierte Supplementierung. 4. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

Kahaly, et al. (2007): Amiodaron und Schilddrüsendysfunktion. Dtsch Arztebl 2007; 104(51-52). https://www.aerzteblatt.de/archiv/58371/Amiodaron-und-Schilddruesendysfunktion, abgerufen am: 22.10.2018.

Lüllmann, et al. (2015): Taschenatlas Pharmakologie. Georg Thieme Verlag KG

Mancini A, et al. (1989): Evaluation of metabolic status in amiodarone-induced thyroid disorders: plasma coenzyme Q10 determination. J Endocrinol Invest. 1989 Sep;12(8):511-6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2592737, abgerufen am: 23.10.2018.

Mohamed Samir A. Zaki, Refaat A. Eid (2009): Role of Vitamin-E on Rat Liver-amiodarone: An Ultrastructural Study. Saudi J Gastroenterol. 2009 Apr; 15(2): 104–110. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2702968/, abgerufen am: 06.12.2018.

Niimi N, et al. (2016): Involvement of oxidative stress and impaired lysosomal degradation in amiodarone-induced schwannopathy. Eur J Neurosci. 2016 Jul;44(1):1723-33. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27152884, abgerufen am: 22.10.2018.

Roomi MW, et al. (2014): Prevention of amiodarone-induced cardiac toxicity in male BALB/c mice by a nutrient mixture. Exp Ther Med. 2014 Apr;7(4):987-989. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24669263, abgerufen am: 23.10.2018.

S. Cekic, et al. (2011): The effect of vitamin C on amiodarone-induced toxicity in rat thymocytes. Central European Journal of Medicine, February 2011, Volume 6, Issue 1, pp 58–63. https://link.springer.com/article/10.2478/s11536-010-0050-5, abgerufen am: 23.10.2018.

Sarma JS, et al. (1997): Role of Oxidative Stress in Amiodarone-induced Toxicity. J Cardiovasc Pharmacol Ther. 1997 Jan;2(1):53-60. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10684442, abgerufen am: 06.12.2018.

Schindler R, et al. (2005): A comparative study on the effects of oral amiodarone and trimeprazine, two in vitro retinyl ester hydrolase inhibitors, on the metabolic availability of vitamin A in rats. Br J Nutr. 2005 Nov;94(5):675-83. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16277768, abgerufen am: 18.10.2018.

Serviddio G, et al. (2011): Mitochondrial oxidative stress and respiratory chain dysfunction account for liver toxicity during amiodarone but not dronedarone administration. Free Radic Biol Med. 2011 Dec 15;51(12):2234-42. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21971348, abgerufen am: 06.12.2018.

Varsha Shete, Loredana Quadro (2013): Mammalian Metabolism of β-Carotene: Gaps in Knowledge. Nutrients. 2013 Dec; 5(12): 4849–4868. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3875911/, abgerufen am: 22.10.2018.

Vereckei A. (2015): The role of oxidative stress in amiodaron toxicity, in left ventricular dysfunction of hypertensive patients and in heart failure with preserved ejection fraction. Orv Hetil. 2015 Nov 22;156(47):1921-5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26568108, abgerufen am: 18.10.2018.

Yano T, et al. (2008): Combined treatment with L-carnitine and a pan-caspase inhibitor effectively reverses amiodarone-induced injury in cultured human lung epithelial cells. 2008 Apr;13(4):543-52. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18307045, abgerufen am: 25.10.2018.


Zurück zum Anfang

Weitere interessante Artikel auf VitaminDoctor.com: