Antiepileptika mit Mikronährstoffmedizin unterstützen

Wie Vitamine und Mineralstoffe die Nebenwirkungen von Epilepsie-Medikamenten lindern können

Antiepileptika schützen vor epileptischen Anfällen – allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Knochenschwäche, Leberschäden, Hautausschlag oder Haarausfall sind typische Begleiterscheinungen langjähriger Antiepileptika-Einnahme. Lesen Sie hier, wie Sie diese Nebenwirkungen mit Vitaminen, Spurenelementen und anderen Stoffen vermindern können.

Verschiedene Antiepileptika
Lesen Sie hier, wie Sie diese Nebenwirkungen mit Vitaminen, Spurenelementen und anderen Stoffen vermindern können. Bild: Attila Barabas/iStock/Getty Images Plus

Antiepileptika: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

Wie wirken Antiepileptika?

Antiepileptika sind laut Definition Medikamente, die Menschen mit Epilepsie vor epileptischen Anfällen schützen oder diese im Akutfall beenden sollen. Bei einem epileptischen Anfall treten auf bestimmte Reize immer wieder überstarke Erregungen von Nervenzellen auf. Antiepileptika hemmen diese Übererregung der Nervenzellen oder fördern dämpfende Botenstoffe:

  • Dämpfen der Nervensignale: Die Nervenzellen erzeugen elektrische Signale. Wenn diese Signale unkontrolliert sind, kommt es zu epileptischen Anfällen. Einige Antiepileptika fördern die Kontrolle der Nervensignale. Dazu gehören die Wirkstoffe Carbamazepin, Phenytoin, Valproinsäure und Lamotrigin.
  • Bessere Wirkung dämpfender Botenstoffe: Einige Wirkstoffe verstärken die Wirkung des dämpfenden Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA), indem sie zum Beispiel seinen Abbau verhindern oder an seine Rezeptoren binden. Dazu zählt der Wirkstoff Vigabatrin und die Gruppe der Barbiturate, Benzodiazepine und Benzodiazepine.

Einige Wirkstoffe haben mehr als eine Wirkung.

Antiepileptika werden in Form von Tabletten eingenommen, meist über längere Zeit. In der Regel vermindert oder verhindert die Dauertherapie die Entstehung von epileptischen Anfällen.

Einsatzgebiete von Antiepileptika

Antiepileptika werden hauptsächlich zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Daneben werden sie verwendet, wenn das Gehirn oder Nerven gereizt sind – zum Beispiel bei Fieber, nach Operationen, bei Nervenschmerzen, Alkoholentzug oder Migräne.

Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass Antiepileptika mit dem Wirkstoff Pregabalin gegen Angststörungen helfen.

Nebenwirkungen: Antiepileptika verursachen oft Hautauschlag oder Osteoporose

Es gibt verschiedene Antiepileptika, die jeweils bestimmte Vor- und Nachteile haben, sodass sich auch die Nebenwirkungen unterscheiden. Eine Liste der Nebenwirkungen Ihres Präparates finden Sie auf dem Beipackzettel.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören: Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall, Depressionen, Osteoporose, Blutarmut, Herzrhythmusstörungen, Verdauungsstörungen und Hautentzündungen. Als sehr belastend erleben die Betroffenen Haarausfall, Hautausschläge, Erektionsstörungen und sexuelle Unlust.

Zwar entwickeln Forscher laufend neue Medikamente, Antiepileptika ohne Nebenwirkungen gibt es jedoch noch nicht. Einige der Nebenwirkungen lassen sich aber mithilfe der Mikronährstoffmedizin durch Vitamine, Mineralstoffe oder andere Stoffe abmildern. So unterstützt zum Beispiel Vitamin D die Knochengesundheit und wirkt so einer Osteoporose entgegen.

Auch verändern Antiepileptika den Spiegel verschiedener Biomarker im Körper: Sie lassen unter anderem den Cholesterin- und Homocysteinspiegel ansteigen – beides sind Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Atherosklerose. Auch hohen Cholesterin- und Homocysteinspiegeln kann im Rahmen der Mikronährstoffmedizin entgegengewirkt werden. Eine seltene vererbte Form der Epilepsie ist die Vitamin-B6-abhängige Epilepsie, die mit Vitamin-B6-Präparaten behandelt wird.

Mikronährstoffe können bei Antiepileptika-Einnahme Folgendes bewirken:

  • Vitamin D verbessert den Knochenstoffwechsel.
  • Folsäure, Vitamin B6 und B12 senken den Homocysteinspiegel und vermutlich damit auch das Risiko für Folgeerkrankungen.
  • Biotin mildert vermutlich Haarausfall und Hautausschlag durch Epilepsie-Medikamente.
  • Vitamin B1 könnte epileptischen Anfällen vorbeugen.
  • Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress, der durch einige Antiepileptika ausgelöst wird.
  • L-Carnitin ist bei Valproinsäure und Lebererkrankungen wichtig.
  • Vitamin K schützt bei Epilepsie sowohl die Mutter als auch das Kind bei Geburten vor Blutungen.
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Nebenwirkungen vermeiden und Wirkung sicherstellen

Vitamin D verbessert den Knochenstoffwechsel

Hintergrund und Wirkweise

Menschen, die für längere Zeit Antiepileptika einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für Knochenschäden und Knochenbrüche. Eine der Ursachen ist, dass die Antiepileptika den Vitamin-D-Haushalt und die Calciumverwertung stören. Vitamin D braucht der Körper, um Calcium in den Knochen einzulagern. Calcium ist für die Festigkeit des Knochens verantwortlich.

Beobachtende Studien haben die schädliche Wirkung von Antiepileptika auf die Knochengesundheit belegt: Besonders betroffen sind Patienten, die die Wirkstoffe Carbamazepin, Levetiracetam und Valproateinnehmen oder die mit mehreren Wirkstoffen als Kombination behandelt werden.

Vitamin-D-Präparate wiederum können sehr wahrscheinlich die Knochengesundheit bei Antiepileptika-Einnahme verbessern, darauf weisen erste Studien hin. Forscher empfehlen daher Epileptikern, auf eine optimale Vitamin-D-Versorgung zu achten und die Werte im Blut regelmäßig kontrollieren zu lassen: Etwa 40 bis 50 Prozent der Betroffenen, die Antiepileptika einnehmen, haben einen Vitamin-D-Mangel.

Info

Vitamin D könnte noch mehr Wirkungen haben. Es gibt einzelne Hinweise darauf, dass Vitamin D die Häufigkeit epileptischer Anfälle vermindert. Bisher ist dies aber noch nicht klar bewiesen. Auch auf Herzrhythmusstörungen bei Epilepsie könnte Vitamin D positiv wirken, das zeigt eine erste Studie.

Vergleich zweier Knochen
Etwa 40 bis 50 Prozent der Betroffenen, die Antiepileptika einnehmen, haben einen Vitamin-D-Mangel. Bild: ttsz/iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Um Antiepileptika-Nebenwirkungen wie Knochenschwäche und Knochenbrüchen vorzubeugen, sind täglich 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D vorgeschlagen. Das Ziel ist es, einen bestehenden Mangel auszugleichen und eine dauerhaft optimale Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten. Aus diesem Grund sind die Dosierungsangaben nur grobe Richtwerte: Sie können auch niedriger oder für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum höher sein.

Die korrekte Dosierung richtet sich nach dem individuellen Vitamin-D-Status. Alles zur richtigen Vitamin-D-Dosierung erfahren Sie hier. Vitamin-D-Präparate gibt es in Form von Kapseln, Tabletten oder Öl. Sie sollten zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, da Fett aus der Nahrung die Aufnahme im Darm fördert.

Tipp

Zusätzlich sollten Calcium und Vitamin K nicht fehlen, da sie den knochenaufbauenden Effekt von Vitamin D unterstützen. Hierzu wird empfohlen, täglich 600 Milligramm Calcium und 100 Mikrogramm Vitamin K einzunehmen.

Vitamin-D-Status im Labor bestimmen

Ärzte empfehlen Betroffenen, die Antiepileptika einnehmen, ihren Vitamin-D-Status regelmäßig überprüfen zu lassen – idealerweise alle sechs Monate. Im Rahmen einer Blutuntersuchung wird der Spiegel der Vitamin-D-Transportform 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol) im Serum bestimmt. Für eine optimale Versorgung sollte der Vitamin-D-Spiegel im Blut zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Vitamin D und Calcium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Entwässerungsmedikamente aus der Wirkstoffgruppe der Thiazide, zum Beispiel Hydrochlorothiazid (HCT), Indapamid und Xipamid, verringern die Calciumausscheidung über die Nieren. Wenn dann Vitamin D den Calciumspiegel im Blut zusätzlich erhöht, kann es zu einer Überversorgung kommen. In diesem Fall muss der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert werden.

Bei Nierenerkrankungen dürfen Vitamin-D- und Calciumpräparate nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, weil die Gefahr besteht, dass es zu einem Calciumüberschuss kommt. Aus dem gleichen Grund sollten Vitamin D oder Calcium auch nicht bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Beck) eingenommen werden.

Folsäure, Vitamin B6 und B12 senken erhöhte Homocysteinspiegel

Hintergrund und Wirkweise

B-Vitamine werden im Stoffwechsel an vielen Stellen gebraucht. Zum Beispiel entgiften sie Homocystein. Homocystein ist ein schädliches Stoffwechselprodukt, das durch den Abbau von Eiweiß im Körper entsteht. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure wandeln Homocystein wieder in brauchbare, ungiftige Bausteine um.

Antiepileptika beeinträchtigen die Aufnahme und Verwertung von Folsäure und Vitamin B12. Dadurch sind bei vielen Epilepsie-Patienten die Homocysteinwerte erhöht, das zeigen beobachtende Studien. Es wird vermutet,

  • dass dies zu Folgeerkrankungen wie Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) und eingeschränkter geistiger Leistungskraft sowie Blutarmut führt;
  • dass hohe Homocysteinwerte und ein VitaminB6-Mangel beteiligt sind, wenn die Epilepsie nicht auf die Behandlung anspricht.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Einnahme von Folsäure, Vitamin B6 und B12 die Nebenwirkungen abmildern können, die durch erhöhte Homocysteinspiegel infolge der Antiepileptika entstehen. Vollständig gesichert sind diese Erkenntnisse jedoch noch nicht.

Neben der Homocystein-senkenden Wirkung haben Folsäure und Vitamin B12 noch andere positive Effekte, zum Beispiel auf die Zellteilung: Dadurch wird die Blutbildung und Organregeneration gefördert. Eine Studie zeigt, dass die einmonatige Einnahme von täglich 1.000 Mikrogramm Folsäure die durch Antiepileptika verursachten Leberschäden verringerte.

 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure bei Antiepileptika-Einnahme

Um Nebenwirkungen durch Antiepileptika zu minimieren, empfehlen Mikronährstoff-Mediziner täglich 5 Milligramm Vitamin B6, 500 Mikrogramm Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin sowie 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure. Sinnvoll ist die Einnahme zur Mahlzeit: Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen.

Bei Folsäure ist die Form 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) besser als andere Formen. Epilepsie-Patienten leiden häufiger an einer genetischen Eigenart: Sie können Folsäure nicht aktivieren. Aktivierte Folsäure als 5-MTHF umgeht dieses Problem. Vitamin B6 (Pyridoxin) sollte außerdem als Pyridoxalphosphat (PLP oder P5P) zugeführt werden. Manche Patienten sprachen nur auf Pyridoxalphosphat an.

Info

Achtung: Dosieren Sie Folsäure bei Epilepsie nicht höher als 800 Mikrogramm pro Tag, da hohe Mengen Folsäure unter Umständen auch epileptische Anfälle begünstigen können. Bei Vitamin B6 gilt ebenfalls Vorsicht. Dosierungen über 5 Milligramm können die Wirkung von Epilepsiemedikamenten wie Phenobarbital und Phenytoin verringern

Homocystein im Labor bestimmen lassen

Bei Einnahme von Antiepileptika wird empfohlen, den Homocysteinspiegel überprüfen zu lassen. Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Das ist die Blutflüssigkeit ohne die Zellen. Als normal gilt ein Wert zwischen 5 und 9 Mikromol pro Liter.

Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Medikamenteneinnahme

Schwangere Frauen mit Epilepsie sollten eine Dosierung von 400 Milligramm Folsäure nicht überschreiten. Es ist noch nicht genau bekannt, wie sich eine höhere Dosierung auf die Entwicklung von Epilepsie beim Kind auswirkt. Auch sollten schwangere und stillende Frauen hoch dosiertes Vitamin B6 und B12 nur in Rücksprache mit dem Frauenarzt einnehmen.

Folsäure kann die Wirkung bestimmter Antibiotika mit den Wirkstoffen Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin herabsetzten. Achten Sie daher auf einen Abstand von zwei bis drei Stunden zwischen der Einnahme von Antibiotika und Folsäurepräparaten.

Biotin mildert Haarausfall und Hautausschlag bei Antiepileptika-Einnahme

Hintergrund und Wirkweise

Eine Frau hält eine Bürste mit vielen Haaren
Größere und hochwertige Studien müssen diese Hoffnung noch überprüfen. Nicht geprüft ist außerdem, ob alle Epilepsie-Medikamente dadurch verträglicher werden. Bild: ipopba/iStock/Getty Images Plus

Antiepileptika können die Aufnahme von Biotin im Darm stören. Zusätzlich beeinträchtigen sie den Biotin-Stoffwechsel und steigern dessen Abbau, sodass das Vitamin für den Körper nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht. Es wird davon ausgegangen, dass Nebenwirkungen wie Hautentzündungen und Haarausfall durch einen Biotinmangel entstehen. Das gilt insbesondere für die Antiepileptika-Wirkstoffe Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin und Primidon. Diskutiert wird ebenfalls, ob ein Biotinmangel die Epilepsiesymptome verstärkt.

Biotinpräparate könnten diese Mangelerscheinungen ausgleichen. Eine erste Vorstudie zeigt, dass sich bei Epilepsie-Patienten, die Antiepileptika mit dem Wirkstoff Valproinsäure einnahmen, Nebenwirkungen wie Hautausschlag und Haarausfall verbesserten. Die Patienten bekamen hoch dosiertes Biotin (10.000 Mikrogramm pro Tag). Größere und hochwertige Studien müssen diese Wirkung noch überprüfen. Nicht geprüft ist außerdem, ob alle Epilepsie-Medikamente dadurch verträglicher werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Biotin

Um einen durch die Einnahme von Epilepsie-Medikamenten verursachten Biotinmangel auszugleichen, empfehlen Ärzte zwischen 500 und 5.000 Mikrogramm Biotin. Mengen über 180 Mikrogramm Biotin täglich sollten mit dem Arzt abgesprochen werden. Ist der Mangel ausgeglichen, reicht eine langfristige Dosierung von 30 bis 60 Mikrogramm.

Die Einnahme von Biotinpräparaten zusammen mit einer Mahlzeit verbessert die Verträglichkeit für den Magen. Die Gesamtmenge sollte dabei über den Tag verteilt werden.

Vitamin B1 kann epileptischen Anfällen vorbeugen

Hintergrund und Wirkweise

Epilepsie-Medikamente können die Aufnahme und Verwertung von Vitamin B1 im Körper stören, wodurch es leicht zu einem Mangel kommt. Vitamin B1 spielt bei der Produktion verschiedener Botenstoffe eine wichtige Rolle und ist für die Hirn- und Nervenfunktion unentbehrlich. Erste Beobachtungen lassen vermuten, dass ein Vitamin-B1-Mangel die Nervenfunktionen beeinträchtigt und die Schwelle für Epilepsieanfälle herabsetzt. Das bedeutet, es kommt bei einem Mangel möglicherweise früher zu epileptischen Anfällen.

Eine erste kleine Studie belegt, dass Vitamin-B1-Präparate die geistige Leistung von Epileptikern verbessern. Die Patienten wurden mit Antiepileptika mit den Wirkstoffen Phenytoin mit oder ohne Phenobarbital behandelt. Hochwertige Studien müssen noch zeigen, wie viele Patienten ansprechen und ob alle Epilepsiemedikamente damit kombiniert werden können.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin B1

Um einen durch die Einnahme von Antiepileptika ausgelösten Vitamin-B1-Mangel zu vermeiden, wird eine Dosierung von 10 bis 50 Milligramm Vitamin B1 empfohlen. Sinnvoll ist die Einnahme zur Mahlzeit, da dies die Verträglichkeit für den Magen verbessert.

Tipp

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist ein Präparat, das eine Mischung an B-Vitaminen enthält (Vitamin-B-Komplex). Sie arbeiten im Stoffwechsel eng zusammen und ein Mangel an B-Vitaminen tritt meist auch kombiniert auf.

Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress durch Antiepileptika

Hintergrund und Wirkweise

Lebensmittel die Antioxidantien enthalten
Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass ein Mangel an dem Spurenelement Selen den Verlauf einer Epilepsie ungünstig beeinflusst . Auch Zink kann als Antioxidans möglicherweise epileptischen Anfällen vorbeugen. Bild: marilyna/iStock/Getty Images Plus

Antiepileptika, wie Valprionsäure, Carbamazepin oder Phenobarbital, erzeugen oxidative Verbindungen, die wiederum die Zellen schädigen. Können diese Verbindungen nicht durch Antioxidantien unschädlich gemacht werden, spricht man von oxidativem Stress. Insbesondere die Gehirnzellen reagieren empfindlich darauf. So beeinflusst oxidativer Stress eine Reihe von nervenbedingten Erkrankungen, wie zum Beispiel Epilepsie, Parkinson und Alzheimer. Vitamine und Mineralstoffe wirken als Antioxidantien und helfen, schädigende Sauerstoffverbindungen abzufangen. Zu den wichtigen Antioxidantien gehört zum Beispiel Vitamin E:

In einer ersten Studie an Epilepsie-Patienten zeigte sich, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin-E-Präparaten die antioxidative Schutzkraft des Körpers normalisierte. In der Gruppe mit dem Scheinmedikament blieben die Blutwerte unbeeinflusst. Außerdem wird vermutet, dass Vitamin E (270 Milligramm täglich) die Häufigkeit epileptischer Anfälle im Vergleich zum Scheinpräparat verringert. Eine andere hochwertige Studie konnte dieses Ergebnis jedoch nicht bestätigen. Weitere Studien müssen Vitamin E nun an noch mehr Patienten überprüfen.

Neben Vitamin E spielen noch weitere Antioxidantien wie Coenzym Q10 und Vitamin C zum Schutz der Nervenzellen eine Rolle. Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass ein Mangel an dem Spurenelement Selen den Verlauf einer Epilepsie ungünstig beeinflusst. Auch Zink kann als Antioxidans möglicherweise epileptischen Anfällen vorbeugen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Mikronährstoff-Mediziner empfehlen, im Rahmen der Behandlung mit Epilepsie-Medikamenten zusätzlich Antioxidantien einzunehmen:

  • Vitamin E: 270 Milligramm pro Tag. Ohne ärztlichen Rat können bis zu 50 Milligramm Vitamin E eingenommen werden.
  • Vitamin C: 200 bis 500 Milligramm pro Tag. Es sollte täglich über mehrere Portionen eingenommen werden, das verbessert die Aufnahme. Bei Magenproblemen und Sodbrennen kann auf basisches Calciumascorbat ausgewichen werden.
  • Selen: 50 bis 100 Mikrogramm pro Tag. Selen sollte in Form von Natriumselenat eingesetzt werden und nicht als Selenomethionin. Es kann besser dosiert werden. Natriumselenat kann außerdem auch aufgenommen werden, wenn es mit Vitamin C gemischt wird. Natriumselenit dagegen wird durch Vitamin C inaktiviert.
  • Zink: 15 Milligramm pro Tag. Achten Sie bei Zinkeinnahme auf Ihre Symptome. Es gibt Hinweise aus Tier- und Laborversuchen, dass Zink epileptische Anfälle auslösen könnte, wenn es zu hoch dosiert wird.

Empfehlenswert ist ein Kombinationsprodukt, da die Antioxidantien in ihrer Wirkung voneinander abhängen und sich gegenseitig ergänzen. Vitamin E braucht zum Beispiel Vitamin C, um sich zu regenerieren, nachdem es freie Radikale abgefangen hat. Daher sollte die Vitamin-E-Einnahme immer mit Vitamin C kombiniert werden. In Kombinationsprodukten sind die Wirkstoffe aufeinander abgestimmt. Daher können die Einzelwirkstoffe geringer dosiert sein.

Alle diese Mineralstoffe und Vitamine sollten zu den Mahlzeiten aufgenommen werden. Das verbessert Verträglichkeit und Aufnahme.

Oxidativen Stress und Selen im Labor bestimmen lassen

Antiepileptika lösen je nach Wirkstoff unterschiedlich hohe Belastungen an oxidativem Stress aus. Daher kann es sinnvoll sein, diesen anhand der Blutwerte zu kontrollieren. Jedes Labor hat eigene Methoden, um oxidativen Stress festzustellen. Darum zählen hier die jeweiligen Angaben des Labors.

Optimalerweise sollten vor der Behandlung mit Selen die Blutwerte überprüft werden. Die Messung von Selen kann sowohl aus dem Blutserum als auch aus dem Vollblut erfolgen. Der Serumwert gibt die aktuelle Selenversorgung an, der Vollblutwert zeigt die Langzeitversorgung. Die Messung im Vollblut ist aussagekräftiger, da die Werte weniger stark schwanken. Normal sind dabei Werte von 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter.

Antioxidantien: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Vitamin E: Raucher sollten wegen der Gefahr möglicher Hirnblutungen und einem erhöhten Lungenkrebsrisiko kein hoch dosiertes Vitamin E als Alpha-Tocopherol (über 50 Milligramm) einnehmen, vor allem nicht zusammen mit hoch dosiertem Beta-Carotin (über 15 Milligramm).

Personen, die Blutgerinnungshemmer mit Wirkstoffen wie Phenprocoumon oder Warfarin einnehmen, sollten vor dem Einsatz hoch dosierter Vitamin-E-Präparate mit ihrem Arzt sprechen und die Blutwerte engmaschig kontrollieren lassen. Da Vitamin E das Blutungsrisiko erhöht, muss es zwei Wochen vor einer Operation abgesetzt werden.

Zink: Zink bindet Antibiotika mit Wirkstoffen wie Ciprofloxacin oder Tetracyclin sowie Arzneimittel gegen Osteoporose, die zum Beispiel die Wirkstoffe Alendronat oder Ibandronat enthalten. Nehmen Sie Osteoporose-Medikamente oder Antibiotika immer zeitversetzt zu Zinkpräparaten ein, mit einem Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden.

L-Carnitin beugt im Zusammenhang mit Valproinsäure Leberschäden vor

Hintergrund und Wirkweise

Der Wirkstoff Valproinsäure verursacht niedrige Carnitinwerte, da er vermutlich die Ausscheidung steigert. Ein Carnitinmangel führt wiederum zu hohen Ammoniumwerten. Ammonium ist für die Nervenzellen schädlich. Ein Carnitinmangel führt zu Beschwerden wie Müdigkeit, Muskelschwäche oder Erkrankungen des Herzmuskels.

Auf eine ausreichende Carnitinversorgung muss vor allem bei folgenden Patienten geachtet werden, bei denen die Gefahr für einen Mangel erhöht ist:

  • EpilepsiePatienten mit Leberschäden und Risiko für Leberschäden durch Valproinsäure
  • Patienten mit Nierenschäden, Dialysepatienten
  • Patienten mit zu hohen Ammoniumwerten
  • Kinder (bis 15 Jahre) und alte Patienten
  • Patienten, die zur Symptomkontrolle eine ketogene Diät verfolgen oder sich vegetarisch oder vegan ernähren
  • Patienten, bei denen Valproinsäure versehentlich überdosiert worden ist

Ersten Berichten zufolge kann die Gabe von L-Carnitin über die Venen die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Leberschäden durch Valproinsäure verbessern. Studien, die zeigen, dass die Einnahme von Carnitinpräparaten einen ähnlichen Effekt hat, müssen noch durchgeführt werden. Da einige Berichte über ein besseres Wohlbefinden durch L-Carnitin-Präparate vorliegen, kann die Einnahme begleitend zu Valproinsäure versucht werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Carnitin

Menschen mit Epilepsie wird bei Valproinsäure-Einnahme empfohlen, L-Carnitin-Präparate einzunehmen. Dabei ist eine Dosierung von 25 bis 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für Kinder sinnvoll (maximal 2.000 Milligramm pro Tag). Für Erwachsene eignet sich eine Dosierung von 500 bis 3.000 Milligramm pro Tag.

Die Gesamtdosis sollte über den Tag verteilt werden, am besten zusammen mit einer Mahlzeit. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen.

L-Carnitin: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Da L-Carnitin bei Diabetikern die Zuckerwerte verbessern kann, könnte es bei gleichzeitiger Einnahme mit blutzuckersenkenden Medikamenten zu einer Unterzuckerung kommen. Zu den Medikamenten zählen Metformin und Sulfonylharnstoffe (wie Glibenclamid).

L-Carnitin kann in sehr seltenen Fällen die Wirkung von Blutgerinnungshemmern vom Cumarin-Typ (Vitamin-K-Antagonisten) verstärken. Dazu zählen zum Beispiel Phenprocoumon und Warfarin. Die kombinierte Einnahme sollte deshalb mit dem Arzt abgesprochen werden. Der Arzt kann den Gerinnungsfaktor (INR-Wert) kontrollieren.

Menschen mit Funktionsstörungen der Niere (chronische Niereninsuffizienz) sollten die Einnahme von hoch dosierten L-Carnitin-Präparaten (über 1.000 Milligramm) mit dem Arzt absprechen. Zwar zeigen betroffene Patienten häufig einen Mangel an L-Carnitin, die Langzeiteinnahme wurde bei Nierenpatienten allerdings noch nicht ausreichend untersucht.

Vitamin K schützt Neugeborene vor Blutungen

Hintergrund und Wirkweise

Chemische Formel für Vitamin K
Da Vitamin K auch für die gesunde Knochenbildung wichtig ist, sollten Menschen, die Epilepsie-Medikamente einnehmen, auch außerhalb der Schwangerschaft Vitamin K einnehmen. Bild: makaule/iStock/Thinkstock

Bei Frauen mit Epilepsie können Antiepileptika in der Schwangerschaft das Neugeborene in Gefahr bringen. Denn Epilepsie-Medikamente mit den Wirkstoffen Phenytoin und Carbamazepin fördern den Abbau von Vitamin K. Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung. Bei einem Vitamin-K-Mangel kann es bei Neugeborenen zu Blutungen kommen. Deshalb erhalten Neugeborene nach der Geburt Vitamin K (Vitamin-K-Prophylaxe). Bei Kindern von Müttern mit Epilepsie ist dies dann besonders wichtig.

Laut der Empfehlung reicht eine Vitamin-K-Gabe am Tag der Geburt und am Tag danach für das Neugeborene von Epilepsie-Patientinnen in der Regel aus. Die bisherigen Studien lassen vermuten, dass das Blutungsrisiko nicht sehr hoch ist im Vergleich zu gesunden Frauen. Die Blutgerinnung wird außerdem im Normalfall überwacht. Zusätzlich können schwangere Frauen mit Epilepsie aber im letzten Monat der Schwangerschaft Vitamin K einnehmen.

Da Vitamin K auch für die gesunde Knochenbildung wichtig ist, sollten Menschen, die Epilepsie-Medikamente einnehmen, auch außerhalb der Schwangerschaft Vitamin K einnehmen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin K

Bei der Behandlung mit Antiepileptika sind Mengen von 100 bis 500 Mikrogramm Vitamin K pro Tag sinnvoll. Dosierungen über 100 Mikrogramm pro Tag sollten ohne ärztlichen Rat nicht dauerhaft eingenommen werden. Da Vitamin K ein fettlösliches Vitamin ist, sollte es zur besseren Aufnahme im Darm zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Tipp

Achten Sie auf Präparate, die auch Vitamin K2 enthalten. Vitamin K2 bleibt länger im Blut und kann deshalb die Wirkung an den Knochen besser entfalten.

Vitamin K: zu beachten bei Medikamenteneinnahme

Vitamin K kann die Wirkung bestimmter Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Hierzu zählen sogenannte Cumarine (Vitamin-K-Antagonisten) mit den Wirkstoffen Phenprocoumon sowie Warfarin. Falls Sie diese Medikamente einnehmen, klären Sie eine mögliche Einnahme von Vitamin-K-Präparaten mit Ihrem Arzt ab. Er kann die Blutgerinnung überwachen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei Antiepileptika-Einnahme

 

Vitamine

Vitamin D

4.000 Internationale Einheiten (IE)

Folsäure

400 bis 800 Mikrogramm (µg)

Vitamin B6

bis zu 5 Milligramm (mg)

Vitamin B12

500 Mikrogramm

Biotin

500 bis 5.000 Mikrogramm

Vitamin B1

10 bis 50 Milligramm

Vitamin E

50 Milligramm

(in Rücksprache mit dem Arzt 270 Milligramm)

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm

Vitamin K

100 Mikrogramm

  
 

Mineralstoffe

Calcium

600 Milligramm

Zink

15 Milligramm

Selen

50 bis 100 Mikrogramm

  
 

Sonstige Stoffe

L-Carnitin

25 bis 100 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) Körpergewicht

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Antiepileptika-Einnahme

 

Normalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Homocystein (Blutplasma)

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Selen (Vollblut)

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

 

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Zusammenfassung

Antiepileptika wirken gegen epileptische Anfälle, beeinflussen jedoch noch weitere Bereiche des Körpers. Häufige Nebenwirkungen der Arzneimittel sind Osteoporose, Leberschäden, Hautausschlag oder Haarausfall.

Vitamine, Spurenelemente und andere Stoffe können die Nebenwirkungen von Antiepileptika verringern. Vitamin D und Vitamin K verbessern den Knochenstoffwechsel. Folsäure, Vitamin B6 und B12 senken den durch Antiepileptika erhöhten Homocysteinspiegel und möglicherweise auch Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Biotin könnte Nebenwirkungen wie Haarausfall und Hautausschlag abmildern. Vitamin B1 dürfte epileptischen Anfällen vorbeugen und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.

Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, Zink und Selen schützen vor oxidativem Stress, der bei der Behandlung mit Antiepileptika verstärkt auftreten kann. L-Carnitin hilft bei dem Wirkstoff Valproinsäure gegen Müdigkeit und hohe Ammoniumwerte. Vitamin K sorgt bei Schwangeren für die Blutgerinnung von Mutter und Kind. Für den Knochenstoffwechsel ist Vitamin K aber auch bei allen Epileptikern wichtig.   

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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