Migräne: hilfreiche Vitamine und Mineralstoffe

Wie Mikronährstoffe die Häufigkeit und Stärke von Migräneanfällen senken

Migräne ist neben Spannungskopfschmerzen eine der häufigsten Formen von Kopfschmerzen. Die Erkrankung tritt schubweise in Form von Migräneattacken auf. Kopfschmerzen können das Leben der Betroffenen stark einschränken. Lesen Sie hier, wie man mit Mikronährstoffen die Häufigkeit und Stärke der Migräneanfälle reduzieren und die Wirkung von Schmerzmitteln unterstützen kann.

Frau mit schmerzverzerrtem Gesicht
Patienten mit Migräne leiden unter pulsierenden Schmerzen, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Die Ursachen für die Entstehung einer Migräne sind vielfältig. Bild: Poike/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Ursachen der Migräne

Zu den Ursachen von Migräne gibt es verschiedene Theorien. Dabei ist wahrscheinlich mehr als ein einzelner Vorgang beteiligt:

  • Bei einem Migräneanfall ändert sich die Durchblutung im Gehirn. Die Blutgefäße verengen sich zunächst, später sind sie zu sehr geweitet.
  • Die Durchlässigkeit der Gefäße erhöht sich. Es treten entzündliche Botenstoffe aus und es kommt zu einer entzündlichen Schwellung.
  • Durch die Entzündung werden die Schmerzrezeptoren in Hirnhäuten und Blutgefäßen gereizt.
  • Migränepatienten reagieren sehr empfindlich auf Reize wie Lärm und Licht. Das Gehirn wird dabei mit Botenstoffen überschwemmt.

All diesen Vorgängen scheint eine erbliche Veranlagung zugrunde zu liegen. Migräne hat also eine genetische Mitursache und tritt familiär gehäuft auf.

Bei der Entstehung von Migräne vermuten Mediziner außerdem eine Störung der Zellkraftwerke, der Mitochondrien. Die mitochondriale Fehlfunktion führt zu einem Energiemangel, wodurch das Gehirn sehr anfällig für Migräne wird: Die Reizschwelle sinkt. Licht und Lärm lösen dann leicht Migräne aus.

Auch erhöhte Homocysteinspiegel können Ursache einer Migräne sein: Homocystein ist ein Zellgift. Ist der Abbau gestört, reichert es sich im Blut an und schädigt die Gefäße.

Zudem gibt es verschiedene Auslöser (Trigger), die einen Migräneanfall fördern. Dazu zählen:

  • Stress, Schlafmangel oder Reizüberflutung
  • Änderungen im Lebensrhythmus
  • Medikamenteneinnahmen
  • bestimmte Wetterlagen, zum Beispiel Sonne oder Föhnwind (Migränewetter)
  • bei einigen Menschen: Nahrungsmittel wie Zucker, Schokolade oder Käse
  • bei Frauen: hormonelle Schwankungen vor Beginn der Periode (PMS), bei Einnahme der Antibabypille sowie in der Pubertät und den Wechseljahren

Symptome bei Migräne

Oft kündigt sich eine Migräneattacke schon Stunden bis Tage im Voraus an, zum Beispiel mit Müdigkeit oder Gereiztheit. Die drei wichtigsten Symptome sind:

  • pulsierende oder klopfende Schmerzen
  • einseitiger Kopfschmerz
  • verstärkte Schmerzen bei Bewegung

In einigen Fällen entwickeln sich Begleitsymptome wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Appetitlosigkeit bis hin zu Übelkeit und Erbrechen.

Info

Wer unter einem leichten Dauerkopfschmerz leidet, hat vermutlich keine Migräne, sondern Spannungskopfschmerzen. Spannungskopfschmerzen fühlen sich an, als sei ein Band eng um den Kopf gebunden; sie werden als dumpf und drückend wahrgenommen.

Eine Sonderform ist Migräne mit Aura. Dabei breitet sich eine elektrische Welle über das Gehirn aus und führt zu Sinnesstörungen. Es kommt dann vor der eigentlichen Migräne zu Sehstörungen (Flimmern, Doppeltsehen, Zick-Zack-Linien oder Lichtblitze) oder zu Gesichtsfeldausfällen. Bei diesen Ausfällen sieht man nicht alle Regionen des Sehfeldes gleich gut. Auch Taubheitsgefühle und Kribbeln an der Haut können auftreten. In seltenen Fällen beobachtet man Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen.

Von einer Migräne mit Aura unterscheidet man die Augenmigräne. Bei dieser seltenen Form treten die Sehstörungen begleitend zu den Kopfschmerzen auf und nicht vorher. Sehr selten werden die Sehstörungen nicht oder nur geringfügig von Schmerzen begleitet.

Migräne kann zu einer chronischen Krankheit werden. Man spricht von chronischer Migräne, wenn die Migräneattacken mindestens drei Monate an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten und diese Häufigkeit mindestens über drei Monate besteht.

Zurück zum Anfang

Ziele der Behandlung

Wie wird Migräne klassisch behandelt?

Frau schläft im Bett im Dunklen
Bei einem Migräneanfall helfen Ruhe, Liegen in einem abgedunkelten Raum und Schlaf. Bild: Wavebreakmedia /iStock/Getty Images Plus

Meist kommt eine Kombination medikamentöser und nicht medikamentöser Therapien zum Einsatz. Ziel ist es, die Zahl der Migräneattacken zu vermindern und deren Symptome zu lindern. Eine Heilung der Migräne ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht möglich. Sie kann sich aber bessern, wenn sich zum Beispiel die Lebensumstände ändern (Pubertät oder Wechseljahre).

Bei leichter bis mittelschwerer Migräne werden klassische Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure eingesetzt.

Bei schweren Migräneattacken kommen Triptane als Migränemittel zum Einsatz. Sie beeinflussen die Weite der Hirngefäße und damit den Blutdurchfluss. Mittel der Wahl sind die Wirkstoffe Almotriptan, Sumatriptan und Naratriptan.

Tipp

Migränemittel und Schmerzmittel dürfen nicht dauerhaft genommen werden, sonst lösen sie selbst Kopfschmerzen aus. Um die Übersicht zu bewahren, sollte man ein Kopfschmerztagebuch führen und die Medikamenteneinnahme eintragen. Ein Tagebuch hilft außerdem dabei, die individuellen Auslöser zu finden.

Bei einem akuten Anfall helfen Ruhe, Liegen in einem abgedunkelten Raum, kalte Kompressen und Schlaf. Auch Pfefferminzöl an den Schläfen wird als angenehm empfunden.

Vorbeugen: Die nicht medikamentöse Behandlung setzt auf die Vermeidung der Auslöser (Triggerfaktoren). Es gibt auch eine Reihe von Medikamenten, die in schweren Fällen Migräne vorbeugen können. Wenden Sie sich dazu an Ihren Arzt.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Unterstützend zur klassischen Behandlung kann die Mikronährstoffmedizin helfen. Die Einnahme bestimmter Vitamine und Mineralstoffe verbessert die Wirkung von Schmerzmitteln. Darüber hinaus kann die Häufigkeit und Stärke der Migräneattacken reduziert werden.

Eine Fehlfunktion der Mitochondrien wird als Migräneursache diskutiert. Dagegen setzen Mikronährstoff-Experten vor allem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 ein. Diese Mikronährstoffe stärken die Mitochondrien.

Pflanzliche Extrakte aus MutterkrautGinkgo und Ingwer wirken vorbeugend und schmerzlindernd bei Migräne. Darüber hinaus hat Koffein leicht schmerzlindernde Eigenschaften, wenn es mit anderen Wirkstoffen kombiniert wird.

Bestimmte Vitamine der B-Gruppe (Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure) helfen, das Stoffwechselgift Homocystein abzubauen. Dieses wird als Auslöser für Migräne diskutiert.

Zurück zum Anfang

Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin B2 für die Energieproduktion der Nerven

Wirkweise von Vitamin B2

Laut einer Hypothese funktionieren bei Migräne die Zellkraftwerke (Mitochondrien) nicht korrekt. Ein Energiemangel ist die Folge. Vitamin B2 hilft in den Mitochondrien bei der Energieproduktion.

Zudem reduziert Vitamin B2 oxidativen Stress und Entzündungen der Nerven. Oxidativer Stress würde zu Schäden an den Zellen führen.

Die Studien an Erwachsenen und Jugendlichen deuten in der Mehrheit darauf hin, dass Vitamin B2 die Energieproduktion der Zellen verbessert und dadurch bei Migräne positiv wirkt:

  • Es beugte Migräneattacken vor und verringerte die Häufigkeit der Attacken.
  • Es verminderte die Stärke und Dauer einer Migräneattacke.

Die Nebenwirkungen von Vitamin B2 waren gering. Daher ist Vitamin B2 in jedem Fall einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin B2

Mikronährstoff-Experten empfehlen Vitamin B2 bei Migräne meist zusammen mit anderen Mikronährstoffen wie Magnesium und Mutterkraut. Dann ist eine Dosierung von 25 bis 50 Milligramm Vitamin B2 pro Tag ratsam.

In Studien erwies sich bei Migräne aber auch eine Dosierung zwischen 200 und 400 Milligramm Vitamin B2 pro Tag als wirksam, wenn das Vitamin allein eingenommen wurde. Deshalb empfehlen Mikronährstoff-Experten auch manchmal eine höhere Dosierung. Dies sollte jedoch abgesprochen sein – vor allem, wenn die Einnahme für längere Zeit erfolgt.

Idealerweise sollte Vitamin B2 über den Tag verteilt zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Dies verbessert die Verträglichkeit.

Vitamin B2: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen

Vitamin B2 zeigte selbst in einer 200-fachen Dosierung des Tagesbedarfs keine negativen Auswirkungen. Schwangere und Stillende sollten die Einnahme dieser Menge allerdings mit ihrem Arzt besprechen. Über die Sicherheit einer dauerhaft hohen Einnahme in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor.

Menschen mit beginnender Linsentrübung (Grauer Star) sollten Vitamin B2 in der empfohlenen hohen Dosierung mit Antioxidantien kombinieren. Es könnte zusammen mit UV-Licht die Linsentrübung verstärken. Daneben ist ein Schutz der Augen vor UV-Licht wichtig.

Vitamin B6, B12 und Folsäure senken erhöhtes Homocystein

Wirkweise von Vitamin B6, B12 und Folsäure

Illustration von Blutgefäßen
Homocystein aktiviert Schmerzreize im Gehirn, wodurch es vermehrt zu einem Migräneanfall kommen kann. Bild: man_at_mouse /iStock/Getty Images Plus

Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt, das immer in den Zellen anfällt. Wenn ausreichend B-Vitamine verfügbar sind, wird es schnell abgebaut. Ist das nicht der Fall, reichert es sich im Blut an (Hyperhomocysteinämie). Homocystein erweitert und schädigt die Gefäße im Gehirn und aktiviert Schmerzreize in den Nerven. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Migräneneigung.

In einer hochwertigen Studie bekamen Migränepatienten mit erhöhtem Homocysteinspiegel sechs Monate lang entweder einen Komplex der Vitamine B6, B12 und Folsäure oder ein Scheinmedikament verabreicht. In der Vitamingruppe verringerten sich der Homocysteinspiegel und die Häufigkeit der Anfälle. In der Kontrollgruppe gab es keine Änderung. Weitere Studien bestätigten dieses Ergebnis.

Dosierung von B-Vitaminen und Einnahmeempfehlung

Meist empfehlen Mikronährstoff-Experten ein Kombinationspräparat mit weiteren vorbeugenden Mikronährstoffen. Dann fällt die Dosierung geringer aus als teilweise in Studien eingesetzt wurde – zum Beispiel 200 bis 400 Mikrogramm Folsäure, 2 bis 5 Milligramm Vitamin B6 und 5 bis 10 Mikrogramm Vitamin B12. B-Vitamine sollten für eine gute Verträglichkeit zum Essen eingenommen werden.

Expertenwissen

Viele Menschen können Folsäure und Folate nicht richtig verwerten: Jeder Zweite bildet die aktive Wirkform 5-Methyltetrahydrofolat nicht ausreichend, da das benötigte Enzym nicht richtig funktioniert. Schuld daran ist eine Genveränderung. Das hat zur Folge, dass trotz ausreichender Zufuhr der Folatspiegel im Blut niedrig bleibt. Man kann diesen Gendefekt umgehen, indem man direkt die aktive Wirkform 5-Methyltetrahydrofolsäure einnimmt.

Homocysteinspiegel im Labor bestimmen

Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

B-Vitamine: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Vitamin B6, B12 und Folsäure sollten in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel in höherer Dosis eingenommen werden. Zur Sicherheit einer langfristigen hoch dosierten Einnahme liegen keine ausreichenden Nachweise vor.

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin B12 nur in Form von Methylcobalamin einnehmen. Es gibt Hinweise, dass die Form Cyanocobalamin in hohen Dosen für Nierenpatienten schädlich ist.

Bei Krebs sollte die Ergänzung von Folsäure über 200 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein. Eine Rücksprache gilt auch für hoch dosiertes Vitamin B12. Eine gute Versorgung kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen können dauerhaft hohe Dosierungen das Fortschreiten von Darm- und Prostatakrebs jedoch auch begünstigen oder bei Krebsvorstufen die Entwicklung von Krebs fördern.

Folsäure kann die Wirkung bestimmter Antibiotika vermindern. Dazu gehören beispielsweise Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®).

Magnesium für die Signale im Gehirn

Wirkweise von Magnesium

Magnesium ist für viele Prozesse in den Nervenzellen wichtig: Es beeinflusst die Signale der Nerven und die Funktion verschiedener Botenstoffe. Bei der Migräne mit Aura überrollt vor dem Anfall eine elektrische Welle das Gehirn. Ein Magnesiummangel scheint eine Rolle bei der Entstehung dieser Welle zu spielen.

Magnesium nimmt außerdem Einfluss auf die Durchblutung des Gehirns. Auch dies ist relevant, da bei Migräne häufig die Gehirndurchblutung gestört ist. Zudem wirkt Magnesium schmerzlindernd: Es blockiert Schmerzrezeptoren und damit den Schmerzreiz.

Einige Studien deuten darauf hin, dass ein Magnesiummangel bei Migränepatienten häufiger auftritt als bei Gesunden. Man vermutet einen genetischen Defekt als Ursache, der die Magnesiumaufnahme behindert oder eine erhöhte Ausscheidung aufgrund von Stress.

Magnesiummangel führt zu Migräne: Eine Studie mit 80 Teilnehmern untersuchte die Magnesiumwerte im Blut während einer Migräneattacke und dazwischen. Die Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang hin: Die Wahrscheinlichkeit eines Migräneanfalls erhöhte sich deutlich, wenn der Magnesiumspiegel unter dem Normwert lag.

Magnesium hilft, Migräne zu lindern: Eine Auswertung von 21 Studien kommt zu dem Schluss, dass Magnesium die Häufigkeit und die Stärke einer Migräneattacke senken kann. Magnesium wurde in den Studien sowohl in die Vene als auch über Kapseln oder Tabletten verabreicht.

Die verfügbaren Studien lassen vermuten, dass Magnesium auch als vorbeugende Behandlung von Migräne wirksam und sicher sein dürfte. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt Magnesium als wahrscheinlich vorbeugendes Mittel für leichtere Formen der Migräne.

Expertenwissen

Die Ergebnisse der Studien sind allerdings nicht immer übereinstimmend. Vermutlich, weil sowohl Patienten mit Magnesiummangel als auch Patienten ohne Mangel an diesen Studien teilnahmen. Dadurch könnte das Ergebnis verfälscht worden sein. Um den Nutzen einer Magnesiumeinnahme im Vorfeld zu prüfen, kann man vor der Behandlung auf Magnesiummangel testen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Migräne zur Vorbeugung zwischen 300 und 800 Milligramm Magnesium pro Tag. Bei einem Migräneanfall kann Magnesium für die Zeit der Migräneattacke auch höher dosiert werden, zum Beispiel 1.000 Milligramm.

Magnesium ist auch während der Schwangerschaft geeignet, wenn eine Vorbeugung notwendig sein sollte. Das stellt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft fest.

Je nach individueller Empfindlichkeit kann bei Dosierungen von mehr als 300 Milligramm Magnesium Durchfall auftreten. Diese Nebenwirkung fällt geringer aus, wenn man Magnesium in mehreren Portionen über den Tag verteilt.

Laborwerte für Magnesium

Damit bei Migräne eine bessere Wirkung erzielt wird, kann es sinnvoll sein, den Magnesiumspiegel im Blut beim Arzt überprüfen zu lassen. Um einen Mangel festzustellen, wird im Labor der Magnesiumspiegel im Vollblut bestimmt. Es enthält neben dem Blutserum auch alle roten Blutzellen. Das ist wichtig, da auch bei einem normalen Serum-Magnesiumspiegel die Zellen mit Magnesium unterversorgt sein können. Der normale Magnesiumwert im Vollblut liegt zwischen 1,38 und 1,50 Millimol pro Liter.

Magnesium: zu beachten bei Nierenerkrankungen, Antibiotikaeinnahme und Osteoporose-Medikamenten

Bei chronischen Nierenerkrankungen kann Magnesium aufgrund einer Funktionsstörung nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden. Bei diesen Patienten kann es zu einem Magnesiumüberschuss kommen. Sie sollten eine Einnahme vorher mit dem Arzt besprechen.

Magnesium sollte nicht zusammen mit bestimmten Antibiotika eingenommen werden. Sie behindern sich wechselseitig bei der Aufnahme im Körper. Betroffen sind Aminoglykosid-Antibiotika (wie Gentamycin mit Gencin®), Tetracycline (wie Doxycyclin mit Doxakne®) und Gyrasehemmer (wie Moxifloxacin mit Avalox®).

Gleiches gilt für Osteoporose-Medikamente aus der Gruppe der Bisphosphonate mit Wirkstoffen wie Alendronat (Fosamax®), Clodronat (Bonefos®) oder Etidronat (Jenapharm®).

Coenzym Q10 schützt Nervenzellen

Wirkweise von Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist an der Energieproduktion in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, beteiligt. Es verbessert, ebenso wie Vitamin B2, den Energiestoffwechsel. Forscher vermuten, dass bei Migränepatienten der Energiestoffwechsel im Gehirn beeinträchtigt ist (mitochondriale Fehlfunktion). Darüber hinaus hat Coenzym Q10 antioxidative Eigenschaften und schützt die Zellen vor Schäden durch oxidativen Stress.

In einer Studie erhielten Migränepatienten 150 Milligramm Coenzym Q10 täglich über drei Monate. Die Häufigkeit von Migränekopfschmerzen verringerte sich um die Hälfte. Ob die Patienten eine Aura hatten oder nicht, spielte dabei keine Rolle.

Eine Studie mit 1.550 Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 22 Jahren wies bei einem Großteil der jungen Patienten einen Mangel an Coenzym Q10 auf. Nach dem Ausgleich des Mangels mit Coenzym Q10 besserte sich die Erkrankung.

Die Kanadische Kopfschmerzgesellschaft stellt fest, dass Coenzym Q10 aufgrund der Datenlage bei Migräne eine sinnvolle Maßnahme ist. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft führt Coenzym Q10 noch als Mittel zweiter Wahl. Es kann immer dann eingesetzt werden, wenn andere Mittel nicht wirken oder nicht verwendet werden können.  

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Coenzym Q10

Die Dosierungsempfehlungen für Coenzym Q10 reichen von 100 bis 400 Milligramm pro Tag. In den meisten Fällen verringerten 100 bis 300 Milligramm Coenzym Q10 täglich nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Stärke von Migräneanfällen.

Coenzym Q10 sollte zu den Mahlzeiten genommen werden, da das Fett aus Lebensmitteln die Aufnahme im Darm verbessert.

Coenzym Q10: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Es liegen noch nicht genügend Daten für Schwangere und Stillende vor. Höhere Mengen über 30 Milligramm sollten daher nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt genommen werden. Auch bei Kindern ist Coenzym Q10 nicht ausreichend getestet.

Coenzym Q10 kann den Blutzuckerspiegel verringern. Deshalb sind bei Diabetes engmaschige Blutzuckermessungen notwendig, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Coenzym Q10 kann bereits bei geringen Dosen von 30 bis 100 Milligramm die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Betroffen sind sogenannte Cumarine mit den Wirkstoffen Warfarin (Coumadin®) und Phenprocoumon (Marcumar®, Falithrom®, Phenpro®). Die kombinierte Einnahme sollte daher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Omega-3-Fettsäuren lindern Schmerzen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Die Umhüllungen (Membranen) der Nervenzellen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren. Sie beeinflussen nicht nur die Signalleitung, sondern auch den Stoffwechsel. Omega-3-Fettsäuren sind auch der Grundstoff für schmerzlindernde und antientzündliche Botenstoffe, weshalb sie bei Migräne hilfreich sein können. Bei Migräne werden entzündliche Vorgänge in den Blutgefäßen und Nerven für die Schmerzen verantwortlich gemacht.

Eine Studie zeigte, dass nach der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren die Häufigkeit der Kopfschmerztage pro Monat um bis zu 80 Prozent zurückging. Eine andere Studie gibt Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren auch die Schmerzen bei Migräneattacken reduzieren können.

Eine Auswertung mehrerer Studien (Metastudie) kommt zu dem Ergebnis, dass die Omega-3-Aufnahme die Dauer von Migräneattacken reduziert. Ob sie auch die Häufigkeit der Anfälle reduziert, ist noch strittig. Weitere hochwertige Studien sind erforderlich, um die offenen Fragen zu klären. Möglicherweise ist die Ausgangsversorgung mit Omega-3-Fettsäuren verantwortlich für die widersprüchlichen Ergebnisse.


Lachs und Krabben auf einem Holzbrett serviert.
Omega-3-Fettsäuren können Migräneattacken vorbeugen. Sie sind unter anderem in Fisch enthalten, können jedoch auch in Kapselform eingenommen werden. Bild: AlexPro9500 /iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung für Omega-3-Fettsäuren

Zur Vorbeugung von Migräneattacken empfehlen Mikronährstoff-Experten pro Tag 1.500 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren. Der Bedarf kann einfach über eine fischreiche Ernährung gedeckt werden. Wer keinen Fisch mag oder aufgrund der Schadstoffbelastung keinen Fisch essen möchte, kann die Fettsäuren in Kapselform einnehmen. Diese enthalten gereinigtes Fischöl. Als pflanzliche Alternative gibt es auch Algenöl.

Präparate mit Omega-3-Fettsäuren sollten zum Essen eingenommen werden, damit sie vom Darm aus gut ins Blut gelangen.

Tipp

Entscheidend für die Wirkung ist das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Denn Omega-6-Fettsäuren haben eine gegenteilige Wirkung. Sie fördern Entzündung und Schmerz. Daher sollte man die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren reduzieren (zum Beispiel Fleisch oder Eier).

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Menschen mit einer akuten Lebererkrankung sowie einer akuten Gallen- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung sollten keine Omega-3-Fettsäuren einnehmen.

Möglicherweise senken Omega-3-Fettsäuren den Blutzucker. Daher sollten Diabetiker, die Medikamente einnehmen, ihre Blutzuckerwerte zu Beginn der Einnahme häufiger kontrollieren, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Eventuell ist eine Anpassung der Medikamentendosierung nötig.

Besprechen Sie vor einer Operation mit einem Arzt, ob Sie Omega-3-Fettsäuren absetzen oder die Dosierung reduzieren sollten. Auch bei einer Blutgerinnungsstörung oder bestimmten Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) ist eine Rücksprache erforderlich. Bei Vorhofflimmern sollten Omega-3-Fettsäuren tendenziell unter 1.000 Milligramm dosiert werden.

Omega-3-Fettsäuren könnten ab einer Dosis von 1.000 Milligramm pro Tag außerdem die Wirkung blutverdünnender Medikamente verstärken; dazu zählen etwa Cumarin-Derivate (Marcumar® und Coumadin®), Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Heparin (Clexane®) und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban (Eliquis®). Deshalb sollte man vorher mit dem Arzt sprechen. Er kann abwägen, ob gegebenenfalls die Dosis der Medikamente gesenkt wird.

Mutterkraut hemmt Entzündungen und beugt Migräne vor

Wirkweise von Mutterkraut

Mutterkraut, auch Fieberkraut genannt, ist eine traditionelle Heilpflanze. Schon früh wurde es bei Kopfschmerzen und Fieber eingesetzt. Heute wird vermutet, dass Mutterkraut das Auftreten von Migräne vermindern kann. Die Inhaltsstoffe (Parthenolide) hemmen Entzündungsreaktionen, welche durch entzündliche Botenstoffe wie Prostaglandin oder Histamin entstehen.

Eine hochwertige Studie gibt Hinweise darauf, dass eine Behandlung mit Mutterkraut Migräne vorbeugen kann. Auch die Anzahl der Migräneanfälle verringerte sich bei den Teilnehmern. Mit dem Vergleichsmedikament war kein Effekt sichtbar.

Die Wirksamkeit konnte in einigen, aber nicht in allen Studien bestätigt werden. Dies könnte auf Schwankungen des Wirkstoffgehaltes in den verwendeten Mutterkraut-Extrakten zurückzuführen sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Mutterkraut

Flasche mit ätherischen Ölen und frischen Kamillenblüten auf weißem Hintergrund
Mutterkraut hemmt Entzündungsreaktionen und hilft demnach bei Kopfschmerzen. Bild: kolesnikovserg/iStock/Getty Images Plus

Bei Migräne werden 100 bis 300 Milligramm Mutterkraut-Extrakt empfohlen. Der Extrakt sollte standardisiert sein und 0,2 bis 0,4 Prozent Parthenolide enthalten. Dies entspricht 0,2 bis 1,2 Milligramm Parthenolide am Tag.

Kapseln oder Tabletten können zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Da es noch keine Langzeitstudien gibt, sollte Mutterkraut vorsichtshalber ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als vier Monate angewendet werden. Nach einer langfristigen Einnahme kann es nach dem Absetzen zu einem sogenannten „Mutterkraut-Syndrom“ kommen. Dabei treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Müdigkeit auf.

Mutterkraut: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

Mutterkraut sollte nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Das Kraut wirkt menstruationsregulierend und kann zur Ablösung der Plazenta führen.

Bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung können Probleme durch eine lange Anwendung nicht ganz ausgeschlossen werden. Mutterkraut hemmt die Bildung bestimmter Botenstoffe, die für den Blutfluss im Herzen zuständig sind (Prostaglandine). Betroffene sollten daher vorsichtshalber mit dem Arzt sprechen. Auch bei Bluthochdruck ist Vorsicht geboten.

Mutterkraut kann die Blutgerinnung hemmen. Zur Sicherheit sollten Personen, die unter einer Störung der Blutgerinnung leiden, Mutterkraut-Präparate nicht einnehmen. Auch sollten Präparate zwei Wochen vor einer geplanten Operation abgesetzt werden.

Wegen der Wirkung auf die Blutgerinnung sollte Mutterkraut nicht ohne Wissen des Arztes mit blutverdünnenden Medikamenten kombiniert werden. Beispiele sind Acetylsalicylsäure (Aspirin®, Alka-Seltzer®) oder Warfarin (Coumadin®).

Ginkgo verbessert die Durchblutung

Wirkweise von Ginkgo

Ginkgo wird oft bei Krankheiten eingesetzt, bei denen Durchblutungsstörungen eine Rolle spielen. Dazu gehört Migräne, aber auch Tinnitus oder Schwindel. Die wirksamen Stoffe befinden sich in den Ginkgoblättern.

Expertenwissen

Der Inhaltsstoff Ginkgolid B ist ein natürlicher Hemmer des Plättchenaktivierungsfaktors (PAF). Vor einem Migräneanfall wird PAF ins Blut ausgeschüttet. Er verursacht Entzündungen und eine Reizung der Nerven. Ginkgolid B dämpft außerdem die Nervenerregung im Gehirn, indem es die Wirkung des Botenstoffs Glutamat reguliert. Dieser Stoff ist an der Erregungswelle beteiligt, welche die Aura auslöst.

Ginkgo kommt daher als Mittel zur Behandlung von Migräne mit und ohne Aura infrage. In Studien wurden vor allem Kombinationspräparate mit Ginkgo, Coenzym Q10 und Vitamin B2 getestet:

  • Eine Stichprobe mit 30 jungen Patienten, die an Migräne ohne Aura litten, legte eine Wirkung nahe. Das Kombinationsprodukt mit Ginkgolid B verringerte die Häufigkeit und schwächte die Schmerzen bei Migräneanfällen ab.
  • Auch bei Patienten mit Aura zeigte sich in Studien eine deutliche Verbesserung. 25 Patienten nahmen zu Beginn einer Aura ein Präparat aus 60 Milligramm Ginkgoliden sowie 11 Milligramm Coenzym Q10 und 8,7 Milligramm Vitamin B2. Die Dauer der Aura verringerte sich, teilweise verschwanden auch die Schmerzen. Insgesamt zeigte sich eine Besserung der neurologischen Symptome einer Aura, wie Sehstörungen.

Verschiedene Studien bestätigen diese Beobachtungen. Größer angelegte Studien müssen jedoch noch mehr Daten liefern, damit dies als Beweis für alle Migränepatienten gelten kann.

Fläschchen und Gingko Blätter auf Pulver
Ginkgolide können wirksam gegen Migräne sein. Es gibt die Extrakte als Tabletten oder Kapseln. Bild: joannawnuk /iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Ginkgo

In Studien erhielten die Teilnehmer zwischen 60 und 80 Milligramm Ginkgolide in Kombination mit Coenzym Q10 und Vitamin B2. Diese Menge zeigte sich dabei als wirksam gegen Migräne. Mikronährstoff-Experten empfehlen meist Ginkgo-Extrakt – zum Beispiel 50 bis 100 Milligramm.

Ginkgo-Extrakte gibt es als Tabletten oder Kapseln. Sie sollten zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Sie sind dann besser verträglich. Achten Sie auf hochwertige Präparate mit einem geringen Anteil der schädlichen Ginkgolsäure unter 0,0005 Prozent. Tees sollten dagegen nicht verwendet werden, sie enthalten oft hohe Mengen der Ginkgolsäure.

Ginkgo: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme von Ginkgo verzichten. Es liegen keine ausreichenden Studien vor.

Ginkgo-Extrakt kann die Wirkung blutverdünnender Medikamente verstärken und sollte nicht mit ihnen kombiniert werden. Beispiele sind Warfarin (Coumadin®), Clopidogrel (Plavix®) oder nicht steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen (Ibuflam® und Neuralgin®) und Diclofenac (Combaren® und Monoflam®) oder Acetylsalicylsäure (Aspirin®).

Ginkgo könnte den Blutzucker und Blutdruck senken. Vor allem, wenn Medikamente eingenommen werden, sollten die Werte engmaschig gemessen werden, damit sie nicht zu stark abfallen. Das gilt beispielsweise für den Blutdrucksenker Hydrochlorothiazid (Disalunil® oder Esidrix®).

Auch sollte Ginkgo nicht mit Psychopharmaka genommen werden, welche die Wirkung des Botenstoffs Serotonin beeinflussen. Dazu zählen Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (Citalopram (wie Cipramil®)) und Monoaminoxidasehemmer (Beispiel Moclobemid (wie Amira®)). Gleiches gilt für Monoaminoxidasehemmer die bei Parkinson eingesetzt werden wie Selegilin (zum Beispiel Selepark®). Daneben sind Wechselwirkungen mit Beruhigungsmitteln (wie Diazepam (Valium®)) und Antiepileptika (Carbamazepin (Tegretal®)) möglich.

Ingwer verringert Schmerzen und Übelkeit

Wirkweise von Ingwer

Ingwer wirkt entzündungshemmend und kann dadurch Migräneschmerzen lindern, wie eine erste hochwertige Studie zeigte: Bei 100 Migränepatienten wurde die Wirkung von 250 Milligramm Ingwerpulver mit 50 Milligramm des Migränemedikaments Sumatriptan verglichen. Beide waren ähnlich wirksam: Zwei Stunden nach der Einnahme der Präparate nahm die Schwere der Kopfschmerzen deutlich ab. Ingwer zeigte jedoch weniger Nebenwirkungen als Sumatriptan.

In einer anderen Studie mit 60 Teilnehmern untersuchten Forscher Ingwer in Kombination mit Mutterkraut. Auch dabei wurde eine schmerzlindernde Wirkung bei Migräneanfällen beobachtet. Weitere Studien sind wünschenswert, um zu beurteilen, bei welchen Patienten Ingwer die Schmerzen lindern kann.

Darüber hinaus hilft Ingwer gegen Übelkeit bei Migräne: Bei Migräne werden in kurzer Zeit zu viele Nervenbotenstoffe freigesetzt, insbesondere Serotonin. Das Gehirn reagiert auf diese übermäßige Freisetzung mit Übelkeit und Erbrechen. Ingwer blockiert bestimmte Rezeptoren, die auf Serotonin reagieren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung für Ingwer

Ingwertee mit frischem Ingwer auf grauem Untergrund
Ingwer wirkt entzündungshemmend und kann dadurch Migräneschmerzen lindern. Bild: 5second /iStock/Getty Images Plus

Ingwer kann zu therapeutischen Zwecken als Tee eingenommen werden. Dieser ist als Teemischung oder in Filterbeuteln erhältlich. Ingwer-Extrakt gibt es außerdem in Form von Tabletten und Kapseln. Sie lassen sich besser dosieren, weshalb sie in der Mikronährstoffmedizin auch bevorzugt empfohlen werden. Zudem sind Kapseln gut geeignet, wenn man den Geschmack von Ingwer nicht mag.

In der Studie erhielten die Teilnehmer 250 Milligramm Ingwerpulver (mit etwa 2,5 Milligramm Gingerolen). Gegen Schmerzen werden deshalb zwischen 250 und 1.500 Milligramm Ingwerpulver eingesetzt. Dies entspricht einem Gingerol-Gehalt von 2 bis maximal 20 Milligramm. Bei Übelkeit können zwischen 500 und 1.000 Milligramm Ingwerpulver helfen.

Oft empfehlen Mikronährstoff-Experten einen Extrakt. Bei einem Extrakt sind die Wirkstoffe in konzentrierter Form enthalten, sodass man eine geringere Menge einnehmen muss. Bei Ingwer-Extrakt verwendet man bei Schmerzen und Übelkeit zwischen 50 und 150 Milligramm (Gingerol-Gehalt von 2 bis 20 Milligramm).

Ingwer: zu beachten in der Schwangerschaft sowie bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Da Ingwer eine wehenfördernde Wirkung haben kann, sollten Schwangere individuell mit ihrem Arzt besprechen, ob eine Einnahme möglich ist. Erste Studienergebnisse lassen noch keine generelle Empfehlung zu.

Zur Sicherheit sollten Personen mit Herzrhythmusstörungen auf Ingwerpräparate verzichten. In Einzelfällen beobachteten Forscher Herzrhythmusstörungen oder Herz-Kreislauf-Symptome nach der Einnahme.

Ingwer hat eine galletreibende Wirkung. Dies kann bei Gallensteinen zu Koliken führen.

Ingwer senkt möglicherweise den Blutzucker. Diabetiker, die Medikamente nehmen, sollten dann ihren Blutzuckerspiegel engmaschig überprüfen. Bei Bedarf kann die Dosis in Rücksprache mit dem Arzt angepasst werden.

Ingwer könnte die Aufnahme einiger Arzneistoffe erhöhen, den Abbau in der Leber verändern sowie die Ausscheidung bremsen. Die Wirkung von Medikamenten könnte daher verstärkt oder abgeschwächt werden. So könnte Ingwer die Wirkung des Antibiotikums Metronidazol (wie Clont® und Arilin®) erhöhen oder die des Immunsuppressivums Ciclosporin (wie Cicloral® und Immunosporin®) vermindern. Sprechen Sie daher eine Ergänzung mit dem Arzt oder Apotheker ab.

Ingwer wirkt blutverdünnend. Deshalb sollte der Extrakt nicht mit Blutgerinnungshemmern eingenommen werden, ohne dass der Blutgerinnungswert kontrolliert wird. Betroffen sind Wirkstoffe wie Warfarin, Phenprocoumon oder Acetylsalicylsäure (ASS).

Kann Koffein die Wirkung von schmerzlindernden Mikronährstoffen verbessern?

Wirkweise von Koffein

Koffein wird schon lange als Zusatz in Schmerzmitteln angewendet. Es verengt zu stark erweiterte Blutgefäße bei einem Migräneanfall. Zudem unterdrückt es die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen und setzt die Wahrnehmung von Schmerzen herab. Außerdem wirkt Koffein anregend, sodass man sich leistungsfähiger fühlt.

Laut ersten Studien kann Koffein Schmerzen bei Migräne sowie andere Kopfschmerzen leicht verringern. Allerdings gibt es auch Studien, die keinen Effekt nachweisen können. Die meisten Forscher untersuchten den Effekt von Koffein auf die Wirkung von Schmerzmedikamenten. Laut Übersichtsarbeiten verstärkt und beschleunigt die Koffeineinnahme die Schmerzstillung. Dadurch konnte man die Dosis des Schmerzmittels um fast die Hälfte senken. Dies gilt für Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure. Denkbar ist auch, dass Koffein die Wirkung anderer schmerzlindernder Mikronährstoffe unterstützt. Dazu liegen jedoch noch keine Studien vor.

Insgesamt gibt es gute Hinweise, dass Koffein die Wirkung von Schmerzmitteln bei Migräne verstärkt. Die alleinige Wirkung von Koffein gegen Schmerzen ist schwächer und weniger gut untersucht.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Koffein

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einem Migräneanfall eine Dosierung von 60 bis 150 Milligramm Koffein pro Tag. Diese Koffeinmenge ist in ein bis zwei Tassen Kaffee sowie schwarzem oder grünem Tee enthalten. Als Hausmittel hat sich in der Praxis ein ungesüßter Espresso mit dem Saft einer halben Zitrone bewährt. Vitamin C aus der Zitrone unterstützt die schmerzlindernde Wirkung. Die Koffeinmenge in Getränken kann jedoch erheblich schwanken. Mikronährstoff-Experten raten deshalb zu Präparaten mit einer genau definierten Koffeinmenge.

Nehmen Sie Koffein zur besseren Verträglichkeit zu einer Mahlzeit ein. Da Koffein den Harnfluss erhöht, sollte während einer Einnahme ausreichend Wasser getrunken werden.

Koffein sollte bei Migräne nur im Akutfall eingenommen werden. Eine Daueranwendung wird nicht empfohlen. In einigen Studien berichteten Teilnehmer von Nebenwirkungen und Entzugssymptomen bei einer langen Anwendung. Die Einnahme sollte daher nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche erfolgen.

Info

In manchen Fällen kann Koffein auch das Gegenteil bewirken: Eine Überdosis führt zu Übererregbarkeit der Nerven und kann den Schmerz verstärken. Für einige Betroffene ist Kaffee deshalb ein „Triggerfaktor“ für eine Migräneattacke. Darüber hinaus kann sowohl die Abgewöhnung von Koffein als auch der Schmerzmittelentzug zu Kopfschmerzen führen. Offensichtlich verschlimmert Koffein das Auftreten von Medikamenten-Induziertem Kopfschmerz aber nicht. Menschen, die zu Koffein- oder Koffeinentzug-Kopfschmerzen neigen, sollten auf Koffein verzichten.

Koffein: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenten

Schwangere und Stillende sollten keine Koffeinpräparate einnehmen. Eine Dosis von 200 Milligramm täglich erhöht das Risiko für Fehl- und Frühgeburten und ein zu geringes Geburtsgewicht. 

Die Koffeinwirkung kann durch zugrunde liegende Erkrankungen verändert oder verstärkt werden. Sprechen Sie die Einnahme von Koffein über Tabletten zur Sicherheit mir Ihrem Arzt ab, wenn Sie folgende Erkrankungen haben: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Lebererkrankungen (Leberzirrhose), Nierenschwäche, Angstzustände, eine Schilddrüsenüberfunktion oder Schlafstörungen. 

Bei Typ-2-Diabetikern können Mengen über 250 Milligramm Koffein eine Unterzuckerung nach dem Essen auslösen. Sie sollten engmaschig den Blutzucker überwachen.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung am Tag bei Migräne

 

Vitamine

Vitamin B2

25 bis 50 Milligramm (mg)

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12

5 bis 10 Mikrogramm (µg)

Folsäure (als direkt verwertbare Form)

200 bis 400 Mikrogramm

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

Vorbeugung: 300 bis 800 Milligramm

Akutfall: bis zu 1.300 Milligramm

  
 

Pflanzenstoffe

Mutterkraut-Extrakt

100 bis 300 Milligramm

(mit 0,2 bis 1,2 Milligramm Parthenolide)

Ginkgolide

60 bis 80 Milligramm (oder 50 bis 100 Milligramm Ginkgo-Extrakt)

Ingwer

Akutfall:

Pulver: 250 bis 1.500 Milligramm (2 bis 20 Milligramm Gingerole)

Extrakt: 50 bis 150 Milligramm (2 bis 20 Milligramm Gingerole)

  
 

Sonstige Nährstoffe

Coenzym Q10

100 bis 300 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.500 bis 2.000 Milligramm

Koffein

Akutfall: 60 bis 150 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Migräne

 

Normalwerte

Homocystein (Plasma)

unter 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Magnesium

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l) (Vollblut) oder 0,8 bis 1,1 Millimol pro Liter (Serum)

Zurück zum Anfang

Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Coenzym Q 10 bei Betablockern

Mittel der ersten Wahl bei der Vorbeugung von Migräne sind die Betablocker Propranolol und Metoprolol. 100 Milligramm Coenzym Q10 könnten deren Wirkung verbessern. Das kann gegebenenfalls den Bedarf der Arzneimittel verringern.

Sinnvoll ist bei Betablockern ebenfalls eine Ergänzung mit Vitamin B2 und Magnesium (400 beziehungsweise 600 Milligramm über den Tag verteilt). Auch sie könnten die Wirkung und den vorbeugenden Effekt von Betablockern bei Migräne unterstützen.

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Betablockern

Coenzym Q10

100 Milligramm (mg)

Vitamin B2

400 Milligramm

Magnesium

600 Milligramm

Zusammenfassung

Patienten mit Migräne leiden unter pulsierenden Schmerzen, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Es gibt zahlreiche Ursachen für Migräne. Viele davon sind noch nicht endgültig erforscht. Die Migräne selbst gilt bis heute als nicht heilbar, ihre Symptome können aber gut behandelt werden. Die Mikronährstoffmedizin bietet gute Möglichkeiten.

Vitamin B2 beugt Migräneattacken vor und kann deren Häufigkeit, Stärke und Dauer mindern. Es unterstützt zudem andere Migränebehandlungen. Vitamin B6, B12 und Folsäure können den Homocysteinspiegel senken und dürften die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren. Bei hohem Homocysteinspiegel steigt die Neigung zu Migräne an.

Patienten mit Migräne leiden außerdem häufig unter einem Magnesiummangel. Magnesium kann sehr wahrscheinlich die Stärke und Häufigkeit der Attacken mindern. Auch Coenzym Q10 senkt die Häufigkeit von Migräneattacken. Es unterstützt vermutlich auch die Wirkung von Betablockern, die zur Migränevorbeugung eingesetzt werden.

Omega-3-Fettsäuren reduzieren die Dauer der Schmerzen bei Migräneattacken spürbar. Gleiches könnte für pflanzliche Mittel wie Ginkgo und Ingwer gelten. Ingwer wird darüber hinaus bei Migräne mit Übelkeit eingesetzt. Koffein dürfte die Wirkung von Schmerzmitteln gegen Migräne unterstützen.

Eine weitere Pflanze, die bei Migräne helfen kann, ist Mutterkraut. Es gibt Hinweise darauf, dass die enthaltenen Wirkstoffe Migräne vorbeugen.

Zurück zum Anfang

Verzeichnis der Studien und Quellen

Allais, G. et al. (2013): The efficacy of ginkgolide B in the acute treatment of migraine aura: an open preliminary trial. Neurol Sci. 2013 May;34 Suppl 1:S161-3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23695070, abgerufen am: 23.02.2018.

Anbaraki, A. et al. (2016): Preventive role of lens antioxidant defense mechanism against riboflavin-mediated sunlight damaging of lens crystallins. Int J Biol Macromol 2016 Oct;91:895-904. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27316765/, abgerufen am: 20.07.2022.

Anbaraki, A. et al. (2018): Structural and functional alteration of human αA-crystallin after exposure to full spectrum solar radiation and preventive role of lens antioxidants. Int J Biol Macromol 2018 Oct 15;118(Pt A):1120-30. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29964111/, abgerufen am: 20.07.2022.

Askari, G. et al. (2017): The effects of folic acid and pyridoxine supplementation on characteristics of migraine attacks in migraine patients with aura: A double-blind, randomized placebo-controlled, clinical trial. Nutrition. 2017 Jun;38:74-79. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28526386, abgerufen am: 19.02.2018.

Assarzadegan, F. et al. (2016): Serum concentration of magnesium as an independent risk factor in migraine attacks: a matched case-control study and review of the literature. Int Clin Psychopharmacol. 31(5):287-92. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27140442, abgerufen am: 20.02.2018.

Aue, K. (2008): Vitamin B6 mischt kräftig im Stoffwechsel mit. Deutsche Apothekerzeitung 14/2008. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2008/daz-14-2008/vitamin-b6-mischt-kraeftig-im-stoffwechsel-mit, abgerufen am: 18.03.2018.

Banerjee, S. et al. (2017): Magnesium as an Alternative or Adjunct to Opioids for Migraine and Chronic Pain: A Review of the Clinical Effectiveness and Guidelines. Ottawa (ON): Canadian Agency for Drugs and Technologies in Health; 2017 Apr. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29334449, abgerufen am: 20.02.2018.

Biesalski, H.-K. (2016): Vitamine und Minerale. Indikation, Diagnostik, Therapie. Georg Thieme Verlag Stuttgart New York.

Biesalski, H.-K. et al. (2010): Ernährungsmedizin. 4. Aufl. Georg Thieme Verlag Stuttgart.

Cady, R.K. et al. (2011): A double-blind placebo-controlled pilot study of sublingual feverfew and ginger (LipiGesic™ M) in the treatment of migraine. Headache. 2011 Jul-Aug;51(7):1078-86. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21631494, abgerufen am: 23.02.2018.

Cardoso, D. R. et al. (2012): Riboflavin as a photosensitizer. Effects on human health and food quality. Food Funct 2012 May;3(5):487-502. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22406738/, abgerufen am: 20.07.2022.

Chermat, R. et al. (1997): Interactions of Ginkgo biloba Extract (EGb 761), Diazepam and Ethyl β-Carboline-3-Carboxylate on Social Behavior of the Rat,Pharmacology Biochemistry and Behavior 1997;56(2):333-9. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0091305796002985, abgerufen am: 20.07.2022.

Chiu, H.Y. et al. (2016): Effects of Intravenous and Oral Magnesium on Reducing Migraine: A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials. Pain Physician. 19(1):E97-112. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26752497, abgerufen am: 20.02.2018.

Colombo, B. et al. (2014): Riboflavin and migraine: the bridge over troubled mitochondria. Neurol Sci. 2014 May;35 Suppl 1:141-4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24867851, abgerufen am: 19.02.2018.

Dahri, M. et al. (2018): Oral coenzyme Q10 supplementation in patients with migraine: Effects on clinical features and inflammatory markers. Nutr Neurosci. 2018 Jan 3:1-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29298622, abgerufen am: 20.02.2018.

D’Andrea, G. et al. (2009): Efficacy of Ginkgolide B in the prophylaxis of migraine with aura. Neurol Sci. 2009 May;30 Suppl 1:S121-4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19415441, abgerufen am: 23.02.2018.

Dalla Volta, G. et al. (2015): P026. Pilot study on the use of coenzyme Q10 in a group of patients with episodic migraine without aura. J Headache Pain. 16(Suppl 1):A186. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4759389, abgerufen am: 20.02.2018.

Derry, C.J. et al. (2014): Caffeine as an analgesic adjuvant for acute pain in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2014 Dec 11;2014(12):CD009281. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25502052/, abgerufen am: 21.07.2020.

Diamond, B. J. & Bailey, M. R. (2013): Ginkgo biloba: indications, mechanisms, and safety. Psychiatr Clin North Am 2013 Mar;36(1):73-83. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23538078/, abgerufen am: 20.07.2022.

Diener, H.C. et al. (2005): Efficacy and safety of 6.25 mg t.i.d. feverfew CO2-extract (MIG-99) in migraine prevention-a randomized, double-blind, multicentre, placebo-controlled study. Cephalalgia. 2005 Nov;25(11):1031-41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16232154, abgerufen am: 22.02.2018.

Ding. M. et al. (2013): The effectiveness and safety of ginger for pregnancy-induced nausea and vomiting: a systematic review. Women Birth. 2013 Mar;26(1):e26-30. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22951628, abgerufen am: 12.04.2018.

Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft e.V.: Online-Informationen.  http://www.dmkg.de/, abgerufen am: 16.02.2018.

Diener, E.H. et al. (2015): The fixed combination of acetylsalicylic acid, paracetamol and caffeine is more effective than single substances and dual combination for the treatment of headache: a multicentre, randomized, double-blind, single-dose, placebo-controlled parallel group study. Cephalalgia. 2005 Oct;25(10):776-87. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16162254/, abgerufen am: 21.07.2020.

Edwards, A. M. & Silva, E. (2001): Effect of visible light on selected enzymes, vitamins and amino acids. J Photochem Photobiol B 2001 Oct;63(1-3):126-31. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11684459/, abgerufen am: 20.07.2022.

Espinosa Jovél et al. (2017): Caffeine and headache: specific remarks. Neurología (English Edition) 2017, Aug;32(6):394-398. https://www.elsevier.es/en-revista-neurologia-english-edition--495-articulo-caffeine-headache-specific-remarks-S2173580817300858, abgerufen am 23.07.2020.

Ferro, E.C. et al. (2012). The combined effect of acupuncture and Tanacetum parthenium on quality of life in women with headache: randomised study. Acupunct Med 2012 Dec;30(4):252-7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22961605, abgerufen am: 22.02.2018.

Gesundheitsinformation.de (2022): Spannungskopfschmerzen, Hrsg: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), 2022 Jul 13. https://www.gesundheitsinformation.de/spannungskopfschmerzen.html, abgerufen am: 20.07.2022.

Gröber, U. (2009): Vitamin B2 zur Prophylaxe von Migräneattacken. Deutsche Apothekerzeitung 48/2009. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2009/daz-48-2009/vitamin-b2-zur-prophylaxevon-migraeneattacken, abgerufen am: 18.03.2018.

Gröber, U. (2011): Mikronährstoffe. Metabolic Tuning – Prävention – Therapie. 3. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart.

Gröber, U. (2014): Arzneimittel und Mikronährstoffe – Medikationsorientierte Supplementierung. 3. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

Gröber, U. (2014): Arzneimittel als Mikronährstoff-Räuber: Was Ihr Arzt und Apotheker Ihnen sagen sollten. 1. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

Guilbot, A. et al. (2017): A combination of coenzyme Q10, feverfew and magnesium for migraine prophylaxis: a prospective observational study. BMC Complement Altern Med. 2017; 17: 433. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5577764/, abgerufen am: 22.02.2018.

Haag, G. et al. (2009): Selbstmedikation bei Migräne und beim Kopfschmerz vom Spannungstyp. Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Nervenheilkunde, Heft 6, S. 382-397. http://www.dmkg.de/files/dmkg.de/patienten/migraene%20und%20spannungskopfschmerz.pdf, abgerufen am: 16.02.2018.

Heitmann, K. et al. (2013): Safety of ginger use in pregnancy: results from a large population-based cohort study. Eur J Clin Pharmacol. 2013 Feb;69(2):269-77. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22706624, abgerufen am: 12.04.2018.

Hershey, A.D. et al. (2007): Coenzyme Q10 deficiency and response to supplementation in pediatric and adolescent migraine. Headache. 2007 Jan;47(1):73-80. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17355497, abgerufen am: 20.02.2018.

Köseoglu, E. et al. (2008): The effects of magnesium prophylaxis in migraine without aura. Magnes Res. 2008 Jun;21(2):101-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18705538, abgerufen am: 20.02.2018.

Laska, E.M. et al. (1984): Caffeine as an analgesic adjuvant. JAMA. 1984 Apr 6;251(13):1711-8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/6366275/, abgerufen am: 23.07.2020.

Lea, R. et al. (2009): The effects of vitamin supplementation and MTHFR (C677T) genotype on homocysteine-lowering and migraine disability. Pharmacogenet Genomics. 2009 Jun;19(6):422-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19384265, abgerufen am: 19.02.2018.

Lee, J.M. et al. (2016): Caffeine discontinuation improves acute migraine treatment: a prospective clinic-based study. J Headache Pain. 2016; 17(1): 71. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4975726/, abgerufen am: 23.07.2020.

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Therapie der Migräne. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 030-057. https://www.dgn.org/leitlinien/2298-ll-55-2012-therapie-der-migraene, abgerufen am: 16.02.2018.

Lipton, R.B. et al. (2017): Caffeine in the management of patients with headache. J Headache Pain. 2017; 18(1): 107. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5655397

Lösche W. et al. (1987): An extract of feverfew inhibits interactions of human platelets with collagen substrates. Thromb Res. 1987(48):511–8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3441902, abgerufen am: 22.02.2018.

Luckner, A. et al. (2018): Magnesium in Migraine Prophylaxis-Is There an Evidence-Based Rationale? A Systematic Review. Headache. 2018 Feb;58(2):199-209. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29131326, abgerufen am: 20.02.2018.

Maghbooli, M. et al. (2014): Comparison between the efficacy of ginger and sumatriptan in the ablative treatment of the common migraine. Phytother Res. 2014 Mar;28(3):412-5. www.academia.edu/25652577/Comparison_Between_the_Efficacy_of_Ginger_and_Sumatriptan_in_the_Ablative_Treatment_of_the_Common_Migraine, abgerufen am: 23.02.2018.

Maghsoumi-Norouzabad, L. et al. (2017): Effects of omega-3 fatty acids on the frequency, severity, and duration of migraine attacks: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Nutr Neurosci. 2017 Jun 30:1-10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28665211, abgerufen am: 22.02.2018.

Maizels, M. et al. (2004): A combination of riboflavin, magnesium, and feverfew for migraine prophylaxis: a randomized trial. Headache. 2004 Oct;44(9):885-90. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15447697, abgerufen am: 19.02.2018.

Marashly, E.T., et al. (2017): Riboflavin Has Neuroprotective Potential: Focus on Parkinson's Disease and Migraine. Front Neurol. 2017 Jul 20;8:333. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28775706, abgerufen am: 19.02.2018.

Mauskop A. (2012): Nonmedication, alternative, and complementary treatments for migraine. Continuum 18(4):796-806. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22868542, abgerufen am: 20.02.2018.

Mauskop A. (2012): Why all migraine patients should be treated with magnesium. J Neural Transm (Vienna). 2012 May;119(5):575-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22426836, Abgerufen am: 20.02.2018.

Menon, S. et al. (2015): Effects of dietary folate intake on migraine disability and frequency. Headache. 2015 Feb;55(2):301-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25598270, abgerufen am: 19.02.2018.

Pardon, M. C. et al. (2000): In vivo regulation of cerebral monoamine oxidase activity in senescent controls and chronically stressed mice by long-term treatment with Ginkgo biloba extract (EGb 761). Mech Ageing Dev 2000 Feb 15;113(3):157-68. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10714935/, abgerufen am: 20.07.2022.

Silberstein, S. D. (2021): Spannungskopfschmerzen, 2021 Jul. https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/st%C3%B6rungen-der-hirn-,-r%C3%BCckenmarks-und-nervenfunktion/kopfschmerzen/spannungskopfschmerzen, abgerufen am: 20.07.2022.

Pareek, A. et al. (2011): Feverfew (Tanacetum parthenium L.): A systematic review. Pharmacogn Rev. 2011 Jan-Jun; 5(9): 103–110. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3210009/#sec1-2title, abgerufen am: 22.02.2018.

Peroutka, S.J. et al. (2004): Efficacy of diclofenac sodium softgel 100 mg with or without caffeine 100 mg in migraine without aura: a randomized, double-blind, crossover study. Headache. 2004 Feb;44(2):136-41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14756851, abgerufen am: 23.07.2020.

Pizza, V. et al. (2012): Migraine and Genetic Polymorphisms: An Overview. Open Neurol J. 2012; 6: 65–70. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3434423/, abgerufen am: 16.03.2018.

Pringsheim, T. et al. (2012): Canadian Headache Society guideline for migraine prophylaxis. Can J Neurol Sci. 2012 Mar;39(2 Suppl 2):S1-59. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22683887, abgerufen am: 16.03.2018.

Ramsden, C.E. et al. (2013): Targeted alteration of dietary n-3 and n-6 fatty acids for the treatment of chronic headaches: A randomized trial. Pain. 2013 Nov; 154(11): 10.1016/j.pain.2013.07.028. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3850757/, abgerufen am: 22.02.2018.

Rozen, T.D. et al. (2002): Open label trial of coenzyme Q10 as a migraine preventive. Cephalalgia. 2002 Mar;22(2):137-41. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11972582, abgerufen am: 20.02.2018.

Sadeghi, O., et al. (2015): Effects of pyridoxine supplementation on severity, frequency and duration of migraine attacks in migraine patients with aura: A double-blind randomized clinical trial study in Iran. Iran J Neurol. 2015 Apr 4;14(2):74-80. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26056551, abgerufen am: 19.02.2018.

Sadeghi, O. et al. (2015): The relationship between different fatty acids intake and frequency of migraine attacks. Iran J Nurs Midwifery Res. 2015 May-Jun;20(3):334-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26120333, abgerufen am: 22.02.2018.

Salehi, M. et al. (2018): The rs4846049 polymorphism in the 3'UTR region of the MTHFR gene increases the migraine susceptibility in an Iranian population. J Pain Res. 2018 Jan 5;11:145-149. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29379315, abgerufen am: 16.03.2018.

Sandor, P.S. et al. (2005): Efficacy of coenzyme Q10 in migraine prophylaxis: a randomized controlled trial. Neurology. 2005 Feb 22;64(4):713-5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15728298, abgerufen am: 20.02.2018.

Schooltink, H. (2013): Fehler in den Kraftwerken der Zelle. Pharmazeutische Zeitung 25/2013. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46982, abgerufen am: 18.03.2018.

Schulte-Löbbert, M.: Prophylaktisch gegen Migräne. https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=951, abgerufen am: 22.02.2018.

Shaik, M.M. et al. (2015): Vitamin Supplementation as Possible Prophylactic Treatment against Migraine with Aura and Menstrual Migraine. BioMed Research International Volume 2015 (2015), Article ID 469529. www.hindawi.com/journals/bmri/2015/469529/, abgerufen am: 19.02.2018.

Shoeibi, A. et al. (2017): Effectiveness of coenzyme Q10 in prophylactic treatment of migraine headache: an open-label, add-on, controlled trial. Acta Neurol Belg. 2017 Mar;117(1):103-109. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27670440, abgerufen am: 20.02.2018.

Sloley, B. D. et al. (2000): Identification of kaempferol as a monoamine oxidase inhibitor and potential Neuroprotectant in extracts of Ginkgo biloba leaves. J Pharm Pharmacol 2000 Apr;52(4):451-9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10813558/, abgerufen am: 20.07.2022.

Soares A.A. et al. (2017): A double- blind, randomized, and placebo-controlled clinical trial with omega-3 polyunsaturated fatty acids (OPFA ɷ-3) for the prevention of migraine in chronic migraine patients using amitriptyline. Nutr Neurosci. 2017 Jan 5:1-5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28056704, abgerufen am: 22.02.2018.

Spector, A. et al. (1993): The prevention of cataract caused by oxidative stress in cultured rat lenses. II. Early effects of photochemical stress and recovery. Exp Eye Res 1993 Dec;57(6):659-67. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8150019/, abgerufen am: 20.07.2022.

Srivatsa, S. et al. (2020): Contact lens assisted corneal cross linking in thin ectatic corneas - A review. Indian J Ophthalmol 2020;68(12):2773-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7856986/, abgerufen am: 20.07.2022.

Stanasiere, J. et al. (2018): How Safe Is Ginger Rhizome for Decreasing Nausea and Vomiting in Women during Early Pregnancy? Foods. 2018 Apr 1;7(4). pii: E50. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29614764, abgerufen am: 12.04.2018.

Temple, J.L. et al. (2017): The Safety of Ingested Caffeine: A Comprehensive Review. Front Psychiatry. 2017 May 26;8:80. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28603504/, abgerufen am: 23.07.2020.

Thakur, K. et al. (2017): Riboflavin and health: A review of recent human research. Crit Rev Food Sci Nutr 2017 Nov 22;57(17):3650-60. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27029320/, abgerufen am: 20.07.2022.

Thompson, D.F. et al. (2017): Prophylaxis of migraine headaches with riboflavin: A systematic review. J Clin Pharm Ther. 2017 Aug;42(4):394-403. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28485121, abgerufen am: 19.02.2018.

Usai, S. et al. (2011): Gingkolide B as migraine preventive treatment in young age: results at 1-year follow-up. Neurol Sci. 2011 May;32 Suppl 1:S197-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21533745, abgerufen am: 23.02.2018.

Varma, S. D. et al. (2011): Role of ultraviolet irradiation and oxidative stress in cataract formation-medical prevention by nutritional antioxidants and metabolic agonists. Eye Contact Lens 2011;37(4):233-45. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3181157/, abgerufen am: 20.07.2022.

Viljoen, E. et al. (2014): A systematic review and meta-analysis of the effect and safety of ginger in the treatment of pregnancy-associated nausea and vomiting. Nutr J. 2014 Mar 19;13:20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24642205, abgerufen am: 12.04.2018.

White, H. L. et al. (1996): Extracts of Ginkgo biloba leaves inhibit monoamine oxidase. Life Sci 1996;58(16):1315-21. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8614288/, abgerufen am: 20.07.2022.

Wider, B. et al. (2015): Feverfew for preventing migraine. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015, Issue 4. Art. No.: CD002286. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD002286.pub3/abstract, abgerufen am: 22.02.2018.

Wollensak, G. et al. (2003): Riboflavin/ultraviolet-a-induced collagen crosslinking for the treatment of keratoconus. Am J Ophthalmol 2003 May;135(5):620-7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12719068/, abgerufen am: 20.07.2022.

Yoshimoto, S. et al. (2020): Riboflavin Plays a Pivotal Role in the UVA-Induced Cytotoxicity of Fibroblasts as a Key Molecule in the Production of H2O2 by UVA Radiation in Collaboration with Amino Acids and Vitamins. Int J Mol Sci 2020 Jan 15;21(2):554. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31952279/, abgerufen am: 20.07.2022.

Zhang, W.Y. (2001): A benefit-risk assessment of caffeine as an analgesic adjuvant. Drug Saf. 2001;24(15):1127-42. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11772146/, abgerufen am: 21.07.2020.

Weitere interessante Artikel auf VitaminDoctor.com: