Erhöhte Cholesterinwerte natürlich behandeln mit Vitaminen

Wie bestimmte Mikronährstoffe Cholesterin natürlich senken und die Entstehung von Folgeerkrankungen vermeiden

Cholesterinsenker zählen zu den am meisten verordneten Medikamenten. Doch was viele nicht wissen: Sind die Cholesterinwerte erhöht (Hypercholesterinämie), lassen sich diese auch natürlich senken. Bestimmte Vitamine und andere Nährstoffe erhöhen die Ausscheidung von Cholesterin oder hemmen dessen Produktion – oder schützen die Blutgefäße vor den Folgen von zu hohem Cholesterin. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Nährstoffe als natürliche Cholesterinsenker wirken.

Ursachen und Symptome

Es gibt verschiedene Gründe für erhöhte Cholesterinwerte (Hypercholesterinämie). Die häufigste Ursache für zu hohes Cholesterin ist eine Kombination aus einem ungesunden Lebensstil und erblichen Faktoren: Der Körper produziert zu viel eigenes Cholesterin. Kommt dann noch eine ungesunde Ernährung mit viel Fett, wenig Vollkornprodukten, viel Alkohol oder Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel dazu, steigen die Blutwerte an. Dies macht 60 bis 70 Prozent der Fälle aus.

Aber auch andere Erkrankungen wie Diabetes und Schilddrüsenunterfunktion können zu erhöhten Cholesterinwerten führen. Zudem gibt es auch Formen, die nur erblich bedingt sind: Durch Veränderungen am Erbgut kann der Körper Cholesterin zum Beispiel nicht abbauen. Dann leiden Betroffene bereits sehr früh an den Folgen wie einem Herzinfarkt.

Info

Die Cholesterinwerte sollten bei einem gesunden Erwachsenen bei etwa 200 Milligramm pro Deziliter Blut liegen, das LDL-Cholesterin bei circa 115. Bei der Beurteilung eines zu hohen Cholesterinwerts ist vor allem der Spiegel an schädlichem LDL-Cholesterin wichtig.

Bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen liegen die Werte bestenfalls darunter: Die Cholesterinspiegel von Menschen mit Diabetes oder einer Erkrankung von Herz oder Blutgefäßen (wie Herzinfarkt) sollten deutlich niedriger sein. Der Cholesterinwert liegt im Optimalfall unter 150 und das LDL-Cholesterin bei weniger als 70 Milligramm pro Deziliter. So lauten die Empfehlungen der deutschen Herzstiftung. Die deutsche Herzstiftung hat das Ziel, über verschiedene Erkrankungen von Herz und Kreislauf aufzuklären, zum Beispiel über erhöhte Cholesterinwerte und deren Ursachen.

Auf den ersten Blick sind zu hohe Cholesterinspiegel nicht sichtbar. Denn ist das (LDL-)Cholesterin erhöht, treten meistens keine Symptome auf. Nur eine Laboruntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Blutfettwerte erhöht sind. Sind die Cholesterinspiegel dauerhaft zu hoch, kann dies  Folgen haben: Vor allem das schlechte LDL-Cholesterin lagert sich in den Blutgefäßen ab und verursacht Schäden an den Gefäßwänden. Bleibt der LDL-Wert langfristig erhöht, werden die Gefäße immer enger und eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) tritt auf. Hinzu kommt, dass das gute gefäßschützende HDL-Cholesterin meist zu niedrig ist. Folgeerkrankungen sind: Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. 

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Ziele der Behandlung

Wie werden erhöhte Cholesterinspiegel klassisch behandelt?

Erhöhte Cholesterinwerte werden meist medikamentös behandelt. In Deutschland verordnen Ärzte hauptsächlich Statine: 9 von 10 Menschen, die blutfettsenkende Medikamente einnehmen, nehmen Statine ein. Dazu zählen Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin, Rosuvastatin oder Simvastatin.
Andere cholesterinsenkende Medikamente sind Fibrate, zum Beispiel Bezafibrat und Fenofibrat oder das Anionenaustauscherharz Colestyramin.

Füße stehen auf einer Körperwaage
Bei Übergewicht und erhöhten Cholesterinwerten kann eine Gewichtsreduzierung den Cholesterinwert schon senken. Bild: Rostislav_Sedlacek/iStock/Getty Images Plus

Tipp

Ärzte empfehlen bei zusätzlichem Übergewicht, unbedingt abzunehmen: Eine Gewichtsabnahme verringert die Bildung von Cholesterin in der Leber und damit die Werte im Blut.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Ernährung bestimmt die Cholesterinwerte maßgeblich. Doch nicht nur die Energiezufuhr hat einen Einfluss auf die Cholesterinwerte: Auch die Zusammensetzung der Mikronährstoffe trägt wesentlich dazu bei, den Cholesterinspiegel im Griff zu halten. Bestimmte Mikronährstoffe senken direkt erhöhte Cholesterinwerte und verringern gleichzeitig das Risiko für Folgeerkrankungen – darunter Arterienverkalkung, Bluthochdruck oder Herzinfarkt. 

Die wichtigsten Nährstoffe für einen niedrigen Cholesterinspiegel und gesunde Gefäße sind:  

Info

Auch fermentierter roter Reis (Rotschimmelreis) ist für seine cholesterinsenkende Wirkung bekannt. Dafür verantwortlich ist der Stoff Monacolin K, der die körpereigene Cholesterinproduktion auf die gleiche Weise hemmt wie ein Statin. In Studien waren 10 bis 20 Milligramm Monacolin K täglich wirksam. 

Die Einnahme von rotem Reis sollte jedoch unbedingt mit einem Arzt in der Sprechstunde abgeklärt werden, da er genauso wirkt wie cholesterinsenkende Medikamente. Roter Reis kann deshalb auch die gleichen Nebenwirkungen verursachen. Viele Mikronährstoff-Experten empfehlen ihn deshalb nicht. Roter Reis hat keine Vorteile gegenüber Statinen. 

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Glucomannan reduziert die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln

Wirkweise von Glucomannan

Glucomannan ist ein spezieller Ballaststoff aus der Konjac-Wurzel. Er quillt im Verdauungstrakt mit Wasser stark auf, sodass sich ein Gel bildet. Dies hat positive Auswirkungen: 

  • Glucomannan verlangsamt die Magenentleerung, sodass die Nährstoffverwertung günstig beeinflusst wird und man länger satt ist. Zum Beispiel steigen die Insulinspiegel durch Glucomannan weniger stark an. Insulin fördert die körpereigene Bildung von Cholesterin. 
  • Das im Dünndarm entstandene Gel hemmt die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln. 
  • Im Dickdarm entstehen aus Glucomannan durch die Darmbakterien bestimmte kurzkettige Fettsäuren, die wahrscheinlich einen regulierenden Effekt auf die Bildung von Cholesterin in der Leber haben. 

In zwei Studienauswertungen ermittelten Forscher eine Senkung des LDL-Cholesterins von 10 Prozent beziehungsweise von 16 Milligramm pro Deziliter. Auch das Gesamt-Cholesterin nahm ab. Glucomannan kann auf natürliche Weise dabei helfen, hohes Cholesterin zu senken.  

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Glucomannan

Grundsätzlich wird bei zu hohen Cholesterinspiegeln zu einer ballaststoffreichen Ernährung geraten. Die empfohlene Dosierung von Glucomannan zur Cholesterinsenkung beträgt 2.000 bis 4.000 Milligramm pro Tag. Glucomannan sollte am besten über den Tag verteilt zum Essen eingenommen werden, zum Beispiel morgens, mittags und abends jeweils 1.000 Milligramm.  

Wichtig ist, dazu ausreichend zu trinken, damit Glucomannan im Magen aufquellen kann – am besten sind ein bis zwei Gläser Wasser pro Einnahme. Ballaststoffe wirken nur bei regelmäßiger Aufnahme cholesterinsenkend. 

Glucomannan: zu beachten bei Medikamenteneinnahme, Erkrankungen und in der Schwangerschaft oder Stillzeit

Glucomannan kann durch die Gelbildung im Darm die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen. Dadurch können geringere Wirkstoffmengen im Blut ankommen. Deshalb wird ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden empfohlen. 

Patienten mit Diabetes, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten bei der Einnahme von Glucomannan häufiger ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Glucomannan senkt den Blutzuckerspiegel. Eine Unterzuckerung kann auftreten. Zu den Diabetes-Medikamenten zählen zum Beispiel Metformin, Glitazone und Sulfonylharnstoffe. 

Menschen mit einem Darmverschluss sollten wegen der quellenden Wirkung von Glucomannan von einer Einnahme absehen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Ergänzung mit dem Arzt besprochen werden. 

Cholesterinspiegel mit Hafer-Ballaststoffen natürlich senken

Wirkweise von Hafer-Beta-Glucan

Eine Holzschüssel mit Haferflocken
In Haferflocken steckt eine hohe Konzentration an Beta-Glucan. Dieser Ballaststoff hilft, auf natürliche Weise den Cholesterinwert zu senken. Bild: Vladislav Nosick/iStock/Getty Images Plus

Im Darm bindet sich der Ballaststoff Beta-Glucan an Gallensäuren und sorgt dafür, dass Gallensäuren ausgeschieden werden. Das Gute für den Cholesterinspiegel ist dabei: Gallensäuren werden aus Cholesterin hergestellt. Scheidet der Körper die Gallensäuren also mithilfe der Beta-Glucane vermehrt aus, müssen sie wieder neu aus Cholesterin hergestellt werden. Dazu wird das Cholesterin aus dem Blut genommen – der Cholesterinspiegel sinkt auf natürliche Weise.  

Beta-Glucane sind eine bestimmte Gruppe der Ballaststoffe, die vor allem in den Randschichten des Haferkorns vorkommen.  

Viele hochwertige Studien zeigen, dass so die Gesamtcholesterinwerte durchschnittlich um knapp 12 Milligramm pro Deziliter gesenkt werden und die LDL-Werte um fast 10 Milligramm pro Deziliter. Im Vergleich zum Ausgangswert sind dies zwischen 5 und 10 Prozent. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Hafer-Beta-Glucan

Um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken, sollten pro Tag mindestens 3.000 Milligramm (3 Gramm) Beta-Glucane aufgenommen werden. Wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr. Die benötigte Menge steckt ungefähr in 80 Gramm Haferflocken. Auch 40 Gramm Haferkleie liefern diese Menge und helfen, Cholesterin zu senken.


Tipp

Möchten Sie nicht jeden Tag eine große Portion Haferbrei (80 Gramm Haferflocken) essen, gibt es spezielle Beta-Glucan-Präparate. Diese können gut in Joghurt, Müsli oder Getränke gerührt werden.

Hafer-Beta-Glucan: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Lösliche Ballaststoffe wie Hafer-Beta-Glucane können die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen, da sie im Darm ein Gel bilden. Dadurch können geringere Wirkstoffmengen im Blut ankommen. Deshalb wird ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden empfohlen. 

Zöliakie-Patienten müssen bei Hafer-Beta-Glucanen aufpassen. Hafer enthält geringe Mengen Gluten. Einige Betroffene vertragen Hafer problemlos. Bei anderen verursacht er jedoch Beschwerden. Wenn Sie an Zöliakie leiden und Hafer-Beta-Glucane einnehmen möchten, sprechen Sie vorher zur Sicherheit mit Ihrem Arzt. 

Menschen mit einem Darmverschluss sollten Hafer-Beta-Glucane nicht einnehmen.  

Artischocken-Extrakt verringert vermutlich die Cholesterinproduktion

Wirkweise von Artischocken-Extrakt

Artischocken liegen auf Tisch
Ein Artischocken-Extrakt wirkt zweifach positiv. Er senkt nicht nur das LDL-Cholesterin, sondern steigert auch das gute HDL-Cholesterin. Bild: JuanCi/iStock/Getty Images Plus

Forscher vermuten, dass die Inhaltsstoffe der Artischockenblätter die Neubildung von Cholesterin in der Leber herabsetzen. Zudem regen Artischockenblätter das Abfließen der Gallenflüssigkeit an: In der Gallenflüssigkeit sind Gallensäuren enthalten, die aus Cholesterin gebildet werden. So kann Artischocken-Extrakt die cholesterinsenkende Wirkung anderer Nährstoffe ideal unterstützen und dabei helfen, das schädliche LDL-Cholesterin zu senken.

Mehrere Übersichtsarbeiten zeigen, dass Artischocken-Extrakt die Blutfette senken kann. Es kam vor allem zu einem günstigen Effekt auf das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Vergleich zu Scheinmedikamenten.

Tipp

Es gibt Hinweise, dass sich grüner Tee ebenfalls günstig auf zu hohe Cholesterinwerte auswirkt: Tranken übergewichtige Menschen regelmäßig grünen Tee, hatten sie geringere Cholesterinwerte. Möglicherweise hemmen die enthaltenen Catechine ebenfalls die Produktion von Cholesterin.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Artischocken-Extrakt

Um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken, sind 400 bis 600 Milligramm Artischocken-Extrakt pro Tag notwendig. Idealerweise sollte Artischocken-Extrakt vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch wird zusätzlich ein verdauungsfördernder Effekt erreicht. 

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist einen hochwertigen Extrakt statt pulverisierten Artischockenblättern: In Extrakten liegen die wirksamen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form vor. 

Zu beachten bei Gallensteinen, in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Blutgerinnungshemmer-Einnahme

Personen, bei denen Gallensteine festgestellt worden sind, sollten besser auf Artischocken-Extrakt verzichten: Da die wirksamen Inhaltsstoffe die Ausschüttung der Gallenflüssigkeit anregen, kann es zu einem Verschluss der Gallengänge und zu einer Gallenkolik kommen. 

Auch Schwangere und Stillende sollten vorsichtshalber keinen Artischocken-Extrakt einnehmen oder dies mit dem Arzt besprechen. Es gibt noch nicht ausreichend Studien, in denen Artischocken-Extrakt für Schwangere und Stillende untersucht wurde.

Artischocken-Extrakt kann die Wirksamkeit von Blutgerinnungshemmern vom Cumarin-Typ abschwächen. Nehmen Sie solche Blutverdünner ein, ist Rücksprache mit dem Arzt erforderlich: Ihr Arzt kann regelmäßig den sogenannten Quick-Wert (Prothrombinzeit) überprüfen und so feststellen, ob die Wirkung der Medikamente gehemmt ist. Hierzu zählen Medikamente mit den Wirkstoffen Phenprocoumon und Warfarin.

Pflanzenstoffe aus roten Trauben senken „gefährliches“ LDL-Cholesterin

Wirkweise von OPC und Resveratrol

Wichtige Pflanzenstoffe in roten Trauben sind oligomere Proanthocyanidine (OPC) und Resveratrol. Beide Stoffe wirken günstig auf die Blutgefäße und damit auf das Herz-Kreislauf-System:  

Eine erste hochwertige Studie deutet darauf hin, dass OPC und Resveratrol den Cholesterinspiegel regulieren können: Nahmen Teilnehmer Traubenkern-Extrakt mit beiden Pflanzenstoffen ein, sanken die Werte leicht. Allerdings zeigen nicht alle Untersuchungen einen solchen Effekt.  

Auch wenn der cholesterinsenkende Effekt eher gering ist, dürfte die Reduktion des „gefährlichen“ oxidierten LDL-Cholesterins die Gefäße trotzdem schützen. Durch verändertes (oxidiertes) LDL-Cholesterin kommt es in den Gefäßen zu Ablagerungen und Entzündungen. Dabei scheint die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von OPC und Resveratrol sehr wichtig zu sein: Teilnehmer einer Vorstudie hatten um 20 Prozent geringere Werte an „gefährlichem“ oxidiertem Cholesterin, wenn sie Resveratrol einnahmen. Eine ähnliche Wirkung haben OPC. OPC und Resveratrol können daher wahrscheinlich die Gefäße schützen und das Risiko für Arterienverkalkung oder Herzinfarkt herabsetzen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von OPC und Resveratrol

Um Veränderungen des LDL-Cholesterins zu verhindern und die Gefäße zu schützen, empfehlen Mikronährstoff-Experten die Einnahme von 100 bis 200 Milligramm OPC sowie 10 bis 20 Milligramm Resveratrol. OPC und Resveratrol gibt es zum Beispiel in Form von Traubenkern-Extrakt zu kaufen. Experten empfehlen ein Präparat, auf dem der Gehalt der Pflanzenstoffe ausgelobt ist. 

Für eine gute Verträglichkeit ist es ratsam, OPC und Resveratrol zum Essen einzunehmen. Allerdings sollte die Mahlzeit dann möglichst wenig Eiweiß enthalten. Eiweiße setzen die Aufnahme von OPC im Darm herab.

OPC und Resveratrol: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und in der Schwangerschaft und Stillzeit

OPC und Resveratrol haben Einfluss auf die Blutgerinnung. Es ist deshalb möglich, dass die beiden Pflanzenstoffe die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken. Sprechen Sie die Einnahme deshalb mit dem Arzt in der Sprechstunde ab. Der Arzt kann zum Beispiel die Gerinnungswerte kontrollieren. Zu den betroffenen Medikamenten zählen zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Clopidogrel, Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Dalteparin, Heparin und Warfarin.

Zur Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Studien vor. Eine Einnahme von OPC- und Resveratrol-Präparaten sollte daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. 

Entstehen erhöhte Cholesterinwerte durch einen Vitamin-D-Mangel?

Wirkweise von Vitamin D

Zwar ist noch nicht klar, ob die Einnahme von Vitamin D erhöhte Cholesterinwerte gezielt senkt; ein Zusammenhang zwischen einer guten Vitamin-D-Versorgung und niedrigen Cholesterinspiegeln zeigte sich aber bereits in mehreren medizinischen Studien: Hatten die Studienteilnehmer höhere Vitamin-D-Gehalte im Blut (über 30 Nanogramm pro Milliliter), waren auch ihre Cholesterinwerte im Durchschnitt niedriger als bei Personen mit einem Vitamin-D-Mangel.

Vitamin D ist darüber hinaus beteiligt an der Steuerung des Blutdrucks und wichtig für den Herzmuskel. Auf diese Weise verringern gut gefüllte Vitamin-D-Speicher die Folgen zu hoher Cholesterinspiegel. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Im Optimalfall richtet sich die Vitamin-D-Dosierung nach den Vitamin-D-Werten im Blut: Nur so kann ein Mangel wirksam ausgeglichen werden. Alle Informationen zur richtigen Dosierung bei einem Mangel finden Sie im Artikel zu Vitamin D.

Sind Ihnen Ihre Vitamin-D-Werte nicht bekannt, können pro Tag zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten sinnvoll sein, um den Cholesterinstoffwechsel positiv zu unterstützen.

Am besten nimmt man Vitamin D zu den Mahlzeiten ein: Es ist ein fettlösliches Vitamin und kann im Darm nur richtig aufgenommen werden, wenn Fett vorhanden ist. Geringe Mengen Fett aus Lebensmitteln reichen schon aus.


Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Bei erhöhten Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel im Blut messen zu lassen: Nur so kann ein möglicher Vitamin-D-Mangel wirksam ausgeglichen werden.

Im Labor wird eine Vitamin-D-Form bestimmt, die im Blut zirkuliert – das sogenannte 25-(OH)-Vitamin D. Dazu wird Blutserum verwendet, die Blutflüssigkeit ohne die Blutzellen.

Optimale Vitamin-D-Werte im Blutserum liegen zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter oder zwischen 100 und 150 Nanomol pro Liter.

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Nierenpatienten haben einen gestörten Mineralstoffhaushalt. Sie haben manchmal zu hohe Calciumspiegel. Da Vitamin D die Calciumaufnahme im Darm fördert, können die Calciumspiegel im Blut zu stark ansteigen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht eingenommen werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut, die unter Vitamin-D-Zufuhr weiter steigen könnten.

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide mit den Wirkstoffen Hydrochlorothiazid, Xipamid und Indapamid senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Da auch Vitamin D den Calciumspiegel hochtreibt, darf Vitamin D zusammen mit Thiaziden nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird.

Phospholipide verhindern wahrscheinlich die Cholesterinaufnahme im Darm

Wirkweise von Phospholipiden

Glaskaraffe mit Sonneblumenöl mit einer Sonnenblume und Sonnenblumenkernen auf einem Tisch
In Sonnenblumenöl sind verschiedene Phospholipide enthalten. Diese sollen die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln im Darm verhindern können. Bild: tashka2000/iStock/Getty Images Plus

Es wird vermutet, dass bestimmte fettähnliche Stoffe (Phospholipide) die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln im Darm verhindern können. 

Expertenwissen

Phospholipide bilden im Darm mit Wasser und anderen Fetten wahrscheinlich übergroße Micellen (bestimmte Moleküle zum Transport von Fetten), die das Cholesterin aus der Nahrung einschließen. Dadurch wird Cholesterin schlechter oder gar nicht aufgenommen.

Zudem beeinflusst Phosphatidylcholin wahrscheinlich Enzyme des Fettstoffwechsels und die Substanz Cholin ist am Transport der Fette im Blut beteiligt. Dadurch könnte das „schlechte“ LDL-Cholesterin sinken sowie das „gute“ HDL-Cholesterin steigen. HDL-Cholesterin verursacht keine Arterienverkalkung – im Gegensatz zu LDL-Cholesterin. Der bedeutendste Stoff ist Phosphatidylcholin (Lecithin), das zum Beispiel in Soja oder Frühstückseiern vorkommt. 

Vorstudien zeigen, dass Phosphatidylcholin die Cholesterinwerte verbessern kann: Insbesondere sank das schlechte LDL-Cholesterin, während das gute HDL-Cholesterin anstieg. Phospholipide könnten also einen wichtigen Beitrag leisten, um Cholesterin natürlich zu senken. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Phospholipiden

Pro Tag sind zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Phosphatidylcholin nötig, um den Cholesterinspiegel zu senken. Phosphatidylcholin sollte zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, damit es die Cholesterinaufnahme direkt herabsetzt.

Generell ist es bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll, eine dauerhafte Einnahme von Phosphatidylcholin mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten abzusprechen. Bei manchen Menschen ist die Darmflora entgleist. Dann erzeugen Darmbakterien theoretisch aus Phosphatidylcholin die Substanz TMAO (Trimethylamin-N-oxid). Ist TMAO über viele Jahre hinweg im Blut erhöht, könnte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt oder Diabetes weiter steigern. Allerdings zeigt eine Übersichtsarbeit noch keinen direkten Zusammenhang zwischen Phosphatidylcholin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Arzt kann den Verlauf der Erkrankungen kontrollieren und ausschließen, dass sie sich verschlimmern.

Tipp

Phosphatidylcholin wird häufig aus Soja gewonnen. Bei einer Sojaallergie ist dies ungeeignet. Allerdings gibt es auch andere Quellen: Achten Sie bei einer Sojaallergie auf Phosphatidylcholin aus Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Phosphatidylcholin: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme sowie Erkrankungen

Da zur Anwendung von Phosphatidylcholin (Lecithin) in der Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte es vorsichtshalber nicht eingenommen werden oder nur unter Rücksprache mit dem Arzt.

Wechselwirkungen zwischen blutgerinnungshemmenden Medikamenten vom Cumarin-Typ und Phosphatidylcholin können nicht ausgeschlossen werden. Dazu zählen zum Beispiel die Wirkstoffe Phenprocoumon und Warfarin. Die Einnahme sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Der Arzt kann die Blutgerinnung kontrollieren.

Personen mit Nierenerkrankungen sollten kein Phosphatidylcholin einnehmen. Beim Abbau von Cholin entstehen Stoffe, die den Körper schädigen, wenn sie nicht ausgeschieden werden.

Auch Krebspatienten sollten zur Sicherheit kein hoch dosiertes Phosphatidylcholin einnehmen. Bei Krebszellen kann der Stoffwechsel von Phosphatidylcholin verändert sein. Wie sich eine Zufuhr von Phosphatidylcholin über die normale Ernährung hinaus auswirkt, ist nicht untersucht.

Antioxidantien schützen Blutgefäße vor den Folgen erhöhter Cholesterinwerte

Wirkweise von Antioxidantien

Antioxidantien schützen die Blutgefäße bei erhöhten Cholesterinwerten: Vor allem das „schlechte“ LDL-Cholesterin kann im Blut oxidieren. Das bedeutet, es wird durch freie Radikale geschädigt und lagert sich allmählich in die Wände der Blutgefäße ein. Dieser Prozess ist die Hauptursache für Ablagerungen in den Blutgefäßen, der Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Die Folge ist zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.

Zu den gefäßschützenden Antioxidantien zählen Vitamin  C und Vitamin E, die Mineralstoffe Zink und Selen, sowie Coenzym Q10. Ob diese Nährstoffe zusätzlich auch einen hohen Cholesterinwert senken können, muss noch untersucht werden. Für einige sind die Daten jedoch vielversprechend:

  • Coenzym Q10: Durch eine Studienauswertung zeigten Forscher, dass durch Coenzym Q10 die Gesamtcholesterinspiegel sinken können. Die Teilnehmer waren bereits von einer koronaren Herzkrankheit betroffen.
  • Vitamin C: Die Ergänzung von hoch dosiertem Vitamin C (500 Milligramm) könnte vor allem den LDL-Wert senken. Zu dem Ergebnis kamen weitere Forscher mit ihrer Studienauswertung.
  • Vitamin E: Vor allem für eine spezielle Vitamin-E-Untergruppe – die Tocotrienole – gibt es Hinweise, dass sie erhöhte Cholesterinwerte senkt. Dies wurde bei 50 bis 200 Milligramm Tocotrienolen pro Tag beobachtet.

Zwar sind die Daten insgesamt noch widersprüchlich, bei zu hohen Cholesterinwerten wird aber generell eine Ernährung empfohlen, die reich an Antioxidantien ist. So könnten die Gefäße vor den Folgen erhöhter Cholesterinspiegel geschützt werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Antioxidantien sollten am besten in Kombination miteinander eingenommen werden: So schützen sie die Gefäße am wirksamsten. Außerdem unterstützen sie sich gegenseitig: Vitamin C wird benötigt, damit sich Vitamin E wieder erholen kann, nachdem es ein freies Radikal unschädlich gemacht hat.

Sinnvoll sind pro Tag 80 bis 200 Milligramm Vitamin C, 20 bis 40 Milligramm Vitamin E, 10 bis 15 Milligramm Zink, 50 bis 70 Mikrogramm Selen und 50 bis 100 Milligramm Coenzym Q10.

Insbesondere fettlösliche Antioxidantien wie Vitamin E müssen zum Essen eingenommen werden, da sie nur gemeinsam mit Fett aus einer Mahlzeit in das Blut gelangen.

Reagenzglas mit Blut in einer Hand
Der antioxidative Status kann durch eine Laboruntersuchung im Blut bestimmt werden. Bild: utah778/iStock/Getty Images Plus

Bestimmung des oxidierten LDLs und antioxidativen Status

Bei erhöhten Cholesterinwerten kann das schädigende oxidierte LDL-Cholesterin im Blut bestimmt werden. Mikronährstoffmediziner empfehlen diese Blutuntersuchung, da sich so feststellen lässt, ob die Blutgefäße schon durch Ablagerungen geschädigt sind (Arterienverkalkung).

Zudem kann der antioxidative Status bestimmt werden. Er gibt Aufschluss darüber, ob das Verhältnis zwischen freien Radikalen und Antioxidanzien im Körper ausgeglichen ist. Er wird im Blut bestimmt.

Info

Je nach Labor und Untersuchungsmethode werden unterschiedliche Normalwerte für den antioxidativen Status angegeben. Deshalb zählen die Normalwerte, die das Labor vorgibt. Das oxidierte LDL-Cholesterin sollte immer möglichst niedrig sein.

Antioxidantien: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung des Blutkrebsmedikaments Bortezomib herab. Es sollte deshalb während einer solchen Therapie nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollte es bei krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Zum Thema Coenzym Q10 zusammen mit Blutgerinnungshemmern sollten Sie sich in der Sprechstunde eines Arztes beraten lassen. Coenzym Q10 kann die Wirkung der Medikamente herabsetzen. Dazu gehören sogenannte Cumarine mit den Medikamentenwirkstoffen Phenprocoumon und Warfarin.

Zink kann Antibiotika und Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate) binden, was sie unwirksam macht. Deshalb empfiehlt sich ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden. Dazu gehören beispielsweise die Antibiotika Ciprofloxacin, Enoxacin und Tetracyclin sowie die Bisphosphonate Alendronat und Clodronat.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollten Zink und Selen nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink und Selen nicht richtig ausscheiden, die Blutspiegel würden zu hoch werden.

B-Vitamine unterstützen die Gefäßgesundheit und die Cholesterinsenkung

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine werden benötigt für den Abbau von Homocystein, das sich bei einem Vitaminmangel im Blut anreichern würde. Homocystein ist ein Zellgift, das zum Beispiel Blutgefäße schädigt und mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht wird – so auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hohe Homocysteinwerte steigern das Risiko für erhöhte Blutfettwerte, wie einen erhöhten Cholesterinwert, sowie für Bluthochdruck und letztendlich Arteriosklerose.  

Um Blutgefäße nicht zusätzlich zu belasten, sollte deshalb bei erhöhten Cholesterinwerten unbedingt auf die Zufuhr von homocysteinsenkenden B-Vitaminen geachtet werden, damit kein Mangel entsteht.

Expertenwissen

Vermutlich sind B-Vitamine auch direkt am Cholesterinstoffwechsel beteiligt: Einige Studien zeigen, dass ein geringer Vitamin-B12-Status in Zusammenhang steht mit höheren Cholesterinwerten. In menschlichen Fettzellen führte ein Vitamin-B12-Mangel zur gesteigerten Aktivierung bestimmter Gene, die wiederum für eine vermehrte Cholesterinproduktion verantwortlich sind.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Für eine gute Versorgung mit B-Vitaminen empfehlen Mikronährstoff-Experten vor allem 2 bis 5 Milligramm Vitamin B6, 25 bis 50 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin) sowie 300 bis 600 Mikrogramm Folsäure. Bei bereits erhöhten Homocysteinwerten kann die Dosierung in Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten auch höher sein. B-Vitamine nimmt man für eine gute Verträglichkeit am besten zum Essen ein.

Idealerweise sollte die aktive Form von Folsäure eingenommen werden. Ungefähr die Hälfte aller Menschen kann aufgrund einer Genveränderung Folsäure schlechter oder sogar gar nicht in die vom Körper benötigte aktive Form umwandeln. Diesen Gendefekt können Sie umgehen, indem Sie Folsäure als aktive Form einnehmen, sogenanntes 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). 

Homocysteinwerte überprüfen lassen

Gerade bei erhöhten Cholesterinwerten empfiehlt es sich, auch die Homocysteinwerte im Blut überprüfen zu lassen, damit die Blutgefäße nicht zusätzlich durch erhöhtes Homocystein geschädigt werden.

Homocystein wird meist im Blutplasma bestimmt, dem flüssigen Teil des Blutes ohne Blutzellen. Normale Werte im Blutplasma liegen unter 10 Mikromol pro Liter.

B-Vitamine: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Die Vitamine B6 und B12 sollten hoch dosiert in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel eingenommen werden. Besprechen Sie das Thema mit Ihrem Arzt.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und einem Herzinfarkt ist die Gabe kombinierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken B-Vitamine hier negativ. Hohe Dosen an Vitamin B6 (40 bis 50 Milligramm pro Tag), Vitamin B12 (60 bis 400 Mikrogramm pro Tag) und Folsäure (800 bis 1.200 Mikrogramm pro Tag) sollten dann vermieden werden.

Vitamin B12 sollten Nierenpatienten nicht in Form von Cyanocobalamin einsetzen, sondern als Methylcobalamin. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten vermutlich hoch dosiert schädlich.

Eine gute Folsäureversorgung kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen kann dauerhaft hoch dosierte Folsäure jedoch auch das Fortschreiten von Krebs begünstigen oder bei Krebsvorstufen die Entwicklung von Krebs fördern. Daher sollte bei Krebs die Ergänzung von Folsäure über 200 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein. Eine Rücksprache gilt bei Krebs auch für Vitamin B12.

Gegen Infektionskrankheiten werden Medikamente mit den Wirkstoffen Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin eingesetzt. Folsäure vermindert die Wirkung dieser Arzneistoffe.

Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhter Cholesterinwerte

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Kapseln und Flasche in Händen
Omega-Fettsäuren aus Fisch- oder Leinöl verhindern Ablagerungen in den Blutgefäßen. Diese gibt es in Kapselform. Bild: FotoDuets/iStock/Getty Images Plus

Eine Empfehlung bei erhöhten Cholesterinwerten ist es, gesättigte Fette aus zum Beispiel Fleisch, Wurst und Käse zu senken und, im Gegensatz dazu, die Zufuhr an mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu erhöhen –  zum Beispiel aus Leinöl oder Fischöl.

Omega-Fettsäuren aus Fisch- oder Leinöl sind an der Weitstellung der Blutgefäße beteiligt und verhindern Ablagerungen in den Blutgefäßen. Insgesamt machen sie das Blut flüssiger und senken so das Risiko von Folgeerkrankungen durch zu hohe Cholesterinwerte. Zudem verringern sie erhöhte Entzündungswerte im Blut, die ebenfalls ein Risikofaktor für weitere Erkrankungen sind – darunter das C-reaktive Protein (CRP) oder die Lipoprotein-assoziierten Phospholipase A2 (Lp-PLA2).

Besonders wirksam sind Fischölkapseln, wenn zu erhöhten Cholesterinwerten auch noch erhöhte Triglyceridwerte dazu kommen. Triglyceride sind eine andere Fettgruppe im Blut. Alles zur Senkung erhöhter Triglyceridspiegel mit Mikronährstoffen lesen Sie hier.

Expertenwissen

Lp-PLA2 ist ein Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie kommt in den Gefäßwänden in Entzündungszellen vor – besonders im Kern von atherosklerostischen Plaques – und wirkt entzündungsfördernd. Die Bestimmung von Lp-PLA2 ist empfehlenswert, da sie ein zuverlässiger Risikomarker für Entzündungsprozesse in den Gefäßen ist und damit einhergehende instabilen Plaques.

Omega-3-Fettsäuren: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei zu hohen Cholesterinwerten werden zwischen 1.500 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren täglich empfohlen. Optimal ist ein hoher Anteil an der Omega-3-Fettsäure EPA (Eicosapentaensäure), zum Beispiel mit mindestens 800 Milligramm. EPA wirkt stark entzündungshemmend.

Omega-3-Fettsäuren sollten zusammen mit dem Essen eingenommen werden, da sie so am besten aus dem Darm ins Blut gelangen.

Tipp

Besonders bei Fischöl-Präparaten ist es wichtig, auf eine gute Qualität zu achten: Hochwertige Präparate unterlaufen bestimmte Reinigungsprozesse, damit Schadstoffe und andere unerwünschte Rückstände entfernt werden. Solche Rückstände können dazu führen, dass Omega-3-Fettsäuren zerstört werden und die Körperzellen schädigen

Der Omega-3-Index zeigt, wie gut die Omega-3-Versorgung ist

Der Omega-3-Index gibt Aufschluss darüber, wie gut die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist. Die Blutuntersuchung ist besonders sinnvoll, wenn zu erhöhten Cholesterinwerten noch andere Risikofaktoren hinzukommen, zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck oder Probleme mit dem Herzen.

Der Omega-3-Index wird im Blut untersucht. Dabei wird der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen gemessen und in Prozent ausgerechnet. Liegt der Omega-3-Index über 8 Prozent, ist die Versorgung sehr gut. Bei einem Index von unter 4 Prozent ist man dagegen schlecht versorgt und hat ein gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei der Einnahme von Blutverdünnern, bei Erkrankungen und vor Operationen

Da Omega-3-Fettsäuren ab 1.000 Milligramm pro Tag die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und blutverdünnend wirken, sollte bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ein Arzt hinzugezogen werden. Möglicherweise muss die Dosierung der Medikamente angepasst werden, damit keine unerwünschten Wechselwirkungen auftreten. 

Zu Blutverdünnern zählen Cumarin-Derivate und Warfarin, aber auch Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin und die sogenannten neuen oralen Antikoagulanzien: Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.

Bei plötzlich auftretenden Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren in jedem Fall zuvor mit dem Arzt abklären.

Steht eine Operation an, empfehlen Ärzte ihren Patienten, Omega-3-Fettsäuren ein bis zwei Wochen vorher abzusetzen, damit während der Operation keine starken Blutungen auftreten. Danach können sie wieder bedenkenlos eingenommen werden.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei erhöhten Cholesterinwerten

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) ggf. auch je nach Spiegel

Vitamin E

20 bis 40 Milligramm (mg)

Vitamin C

80 bis 200 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12 (als Methylcobalamin)

25 bis 50 Mikrogramm (µg)

Folsäure (als direkt verwertbares 5-MTHF)

300 bis 600 Mikrogramm

Mineralstoffe

Zink

10 bis 15 Milligramm

Selen

50 bis 70 Mikrogramm

Ballast-und Pflanzenstoffe

Glucomannan

2.000 bis 4.000 Milligramm

Hafer-Beta-Glucan

mindestens 3.000 Milligramm

Artischocken-Extrakt

400 bis 600 Milligramm

Traubenkern-OPC 

100 bis 200 Milligramm 

Resveratrol 

10 bis 20 Milligramm 

Sonstige

Phosphatidylcholin

1.000 bis 2.000 Milligramm

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.500 bis 2.000 Milligramm mit besonders hohem EPA-Anteil (mindestens 800 Milligramm)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei erhöhten Cholesterinwerten

Normalwerte 
Vitamin D40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder 100 bis 150 Nanomol pro Liter (nmol/l)
Gesamt-Antioxidazien-Status (Serum)1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter (mmol/l)
Homocystein (Plasma)unter 10 Mikromol pro Liter (µmol/l)
Omega-3-Index5 bis 8 Prozent (besser über 8 Prozent)
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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Statine: Coenzym Q10 und Vitamin D verringern Muskelschmerzen

Die häufigste Nebenwirkung der Statine sind Muskelschmerzen. Sie sind auch der Hauptgrund, warum viele Menschen die Statine wieder absetzen. Allerdings lassen sich diese Nebenwirkungen mit Coenzym Q10 und Vitamin D gut verringern: Pro Tag werden 100 bis 300 Milligramm Coenzym Q10 und 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D empfohlen. Alles über Coenzym Q10, Vitamin D und Statine lesen Sie hier.

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Zudem sind ausreichend gefüllte Vitamin-D-Speicher Voraussetzung für die Statinwirkung: Gemeinsam mit Vitamin D senkte das Statin die Cholesterinwerte um bis zu 22 Milligramm pro Deziliter stärker als alleine.

Oft verordnete Statine sind: Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin, Rosuvastatin oder Simvastatin.

Fibrate steigern den Homocysteinspiegel

Cholesterinsenkende Medikamente der Fibrate, zum Beispiel Bezafibrat und Fenofibrat, erhöhen Homocysteingehalte im Blut. Homocystein wirkt allerdings zellschädigend und sollte deshalb niedrig gehalten werden. Für den Abbau von Homocystein sind B-Vitamine notwendig: Wirksam sind 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6, 400 bis 600 Mikrogramm Folsäure (als aktive Form 5-MTHF) und 250 bis 500 Mikrogramm Vitamin B12.
Zudem verringern Fibrate die Blutspiegel von Coenzym Q10 und Vitamin E, wie Studien zeigen. Zum Ausgleich sollten 100 bis 200 Milligramm Coenzym Q10 und bis zu 150 Milligramm Vitamin E eingenommen werden.

Anionenaustauscherharze verursachen einen Mangel an fettlöslichen Nährstoffen

Anionenaustauscherharze wie Colestyramin senken Cholesterinspiegel, indem sie die Fettverdauung stören. Insbesondere bei langer Einnahme dieser Cholesterinsenker kann es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und anderen Nährstoffen kommen. Hierzu zählen die Vitamine A, D, E und K sowie Carotinoide. Zudem ist die Aufnahme von Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C, Magnesium und Zink reduziert.

Um einen Mangel zu vermeiden, sind besonders vitaminreiche Lebensmittel sinnvoll – gute Lebensmittelquellen finden Sie in Artikeln zu den einzelnen Vitaminen – oder fettlösliche Vitamine in Form eines Multimikronährstoffpräparats. Achten Sie darauf, dass das Präparat mindestens die empfohlene Zufuhr abdeckt: 400 Mikrogramm Vitamin A, 1.000 Internationale Einheiten Vitamin D, 13 Milligramm Vitamin E und 75 Mikrogramm Vitamin K – idealerweise aus K1 und K2.

Info

Das Mikronährstoffpräparat sollte entweder eine Stunde vor oder vier Stunden nach den Medikamenten eingenommen werden, damit es die Aufnahme der Mikronährstoffe nicht direkt herabsetzt.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei cholesterinsenkenden Medikamenten

Statine
Coenyzm Q10100 bis 300 Milligramm (mg)
Vitamin D1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) oder je nach Vitamin-D-Spiegel
Fibrate
Vitamin B65 bis 15 Milligramm
Vitamin B12 (optimalerweise als aktives Methylcobalamin)250 bis 500 Mikrogramm (µg)
Folsäure (als direkt verwertbare Form)400 bis 600 Mikrogramm
Coenzym Q10100 bis 200 Milligramm
Vitamin Ebis zu 150 Milligramm
Anionenaustauscherharze
Vitamin A400 Mikrogramm
Vitamin D1.000 Internationale Einheiten
Vitamin E13 Milligramm
Vitamin K75 Mikrogramm (idealerweise aus K1 und K2)
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Zusammenfassung

Mögliche Ursachen für zu hohes Cholesterin sind unter anderem eine sehr zucker- und fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Ist das Cholesterin zu hoch, treten zu Beginn keine Beschwerden auf. Zeigt der Cholesterinspiegel jedoch dauerhaft zu hohe Werte, wird es gefährlich: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Wichtig ist es vor allem, einen hohen LDL-Wert zu senken.

Erhöhte Cholesterinwerte lassen sich im Rahmen der Mikronährstoffmedizin natürlich senken: Vor allem Ballaststoffe wie Glucomannan aus Konjac-Wurzel und Beta-Glucane aus Hafer sowie Pflanzenstoffe aus Artischockenblättern verringern das Cholesterin im Blut. Darüber hinaus senken OPC und Resveratrol aus roten Trauben oxidiertes LDL-Cholesterin. Dieses Cholesterin ist der Grund, weshalb es zur Arterienverkalkung kommt. Vitamin D und bestimmte fettähnliche Substanzen (Phospholipide) unterstützen die Cholesterinsenkung zusätzlich.

Antioxidantien, B-Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren schützen die Blutgefäße vor den Schäden durch erhöhte Cholesterinwerte und sollten daher auch Bestandteil der Mikronährstofftherapie sein. Ob sie auch hohe Cholesterinwerte senken können, muss noch genauer untersucht werden.

Erhöhtes Cholesterin zu senken, ist nicht immer ohne Statine möglich. Statine verursachen jedoch Nebenwirkungen: Sehr häufig sind zum Beispiel Muskelschmerzen, die sich wirksam durch Coenzym Q10 und Vitamin D reduzieren oder verhindern lassen. Fibrate erhöhen dagegen den Homocysteinspiegel, weshalb unbedingt auf die Zufuhr von B-Vitaminen geachtet werden muss, während Anionenaustauscherharze einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen verursachen können.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

 

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