Muskelkrämpfe lindern mit Mikronährstoffmedizin

Lesen Sie hier, wie Sie mit den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen die Balance zwischen Spannung und Entspannung der Muskeln wiederfinden

Es passiert, wenn die Betroffenen am wenigsten damit rechnen. Man liegt entspannt im Bett und plötzlich spielt die Wade verrückt: ein Muskelkrampf. Die Schmerzen sind stechend, ziehend und können sich bis zur Bewegungsunfähigkeit steigern. Besonders unangenehm: Die unkontrollierbaren Krämpfe können auch nachts auftreten, die Schlafqualität leidet erheblich. Lesen Sie hier, was Sie tun können und wie der Einsatz der Mikronährstoffmedizin dabei helfen kann.

Illustration eines Wadenkrampfes
Muskelkrämpfe können an jedem Muskel auftreten. Häufig ist jedoch die Wadenmuskulatur betroffen. Der Muskel zieht sich zusammen, kann sich jedoch anschließend nicht wieder entspannen. Bild: horillaz/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter Muskelkrämpfen?

Ein gesunder Muskel muss sich nach der Anspannung (Kontraktion) wieder entspannen können. Gelingt das nicht, entwickelt sich eine schmerzhafte Verkrampfung, bei der der Muskel über Sekunden bis Minuten steinhart bleibt. Theoretisch kann das an jedem Muskel passieren. Meistens jedoch betrifft die entgleiste Muskelkontraktion die Wadenmuskulatur oder andere Muskeln am Bein wie am Schienbein sowie am Fuß.

Häufig treten Muskelkrämpfe abends oder nachts auf – wie der nächtliche Wadenkrampf. Betroffen sind vor allem ältere Menschen oder Schwangere. Auch Sportler wie Läufer können beim Sport plötzliche Krämpfe bekommen, zum Beispiel an der Oberschenkelmuskulatur.

Muskelkrämpfe: Was sind die Ursachen?

Es ist nicht immer leicht, den Auslöser für Muskelkrämpfe (medizinisch „Crampus“) zu finden. Die Ursachen sind vielfältig – angefangen von einer Fehl- oder Überbelastung der Skelettmuskulatur über eine einseitige Ernährung bis hin zu Nervenerkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Grundsätzlich spielen bei der Entstehung von Muskelkrämpfen folgende Aspekte eine Rolle:

  1. Energieversorgung der Muskelzellen: Muskeln brauchen viel Energie. Dafür müssen die Nährstoffe aus der Nahrung in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) „verbrannt“ werden. Die Energieversorgung der Muskeln kann somit an zwei Stellen ins Stocken geraten: Es können die Nährstoffe fehlen oder eine gestörte Energiegewinnung kann der Auslöser sein.
  2. Signalübertragung von den Nerven- zu den Muskelzellen: Es herrscht ein komplexes Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln. Signale müssen von den Nervenzellen an die Muskelzellen geleitet werden. Dazu sind Mineralstoffe (Elektrolyte) wichtig. Fehlen sie, wirkt sich das ungünstig auf das muskuläre Gleichgewicht aus und Muskeln können verkrampfen.

Info

Was sind Elektrolyte? Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium liegen im Körper als geladene Teilchen (Ionen) vor. Weil sie für die elektrischen Signale zuständig sind, heißen sie auch „Elektrolyte“. Elektrolyte sorgen dafür, dass Nervensignale weitergeleitet werden. Sie sind darüber hinaus für die Flüssigkeitsverteilung im Körper wichtig. Ein Flüssigkeitsmangel kann allerdings auch den Elektrolythaushalt stören. Elektrolyte gehen zum Beispiel durch Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen verloren. Ein Elektrolytmangel kann auch durch Medikamente ausgelöst werden: Als Nebenwirkung können Mineralstoffe ausgeschwemmt oder schlechter aufgenommen werden.

Frau massiert ihren Fuß
Viele kennen Muskelkrämpfe als nächtliche Wadenkrämpfe. Sie können jedoch auch Anzeichen einer Erkrankung sein. Treten sie immer wieder auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bild: Staras/iStock/Getty Images Plus

Muskelkrämpfe als Krankheitssymptom

Muskelkrämpfe können ein Hinweis auf eine Erkrankung sein, zum Beispiel: 

  • Durchblutungsstörungen im Zusammenhang mit Arteriosklerose, mit Venenschwäche oder mit einem Blutgerinnsel (Thrombosen)
  • Anämie (Blutarmut), zum Beispiel durch einen Eisenmangel
  • hormonelle Veränderungen, zum Beispiel bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder während der Schwangerschaft und Wechseljahre
  • Diabetes
  • Fibromyalgie (Muskelkrämpfe können am ganzen Körper auftreten)
  • Nervenerkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose (MS)
  • verengter Wirbelkanal oder Bandscheibenvorfall
  • vererbte Muskelerkrankungen

Muskelkrämpfe an den Rippen können zum Beispiel auf eine Entzündung der Gallenblase hindeuten. Bei Muskelkrämpfen in den Händen, Armen oder mit Atemnot kann eine Erkrankung der Nebenschilddrüse vorliegen. Auch die Psychosomatik sollte bedacht werden: Ängste und chronischer Stress können Muskelverspannungen bis hin zu Krämpfen auslösen.

Muskelkrämpfe als Nebenwirkung von Medikamenten

können auch als Nebenwirkung einiger Medikamente auftreten. Beispiele sind:

  • Antibabypille
  • Antibiotika wie Antodox®
  • Medikamente gegen Osteoporose wie Fosamax® und Tevanate®
  • Entwässerungsmedikamente (Diuretika wie Esidrix®)
  • Bluthochdruckmittel wie Beloc-Zok®
  • Cholesterinsenker wie Mevalotin® und Pravagamma®
  • Medikamente zur Behandlung von Brustkrebs (Tamoxifen wie Kessar®, Tamokadin®)
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Ziele der Behandlung

Wie werden Muskelkrämpfe klassisch behandelt?

Wenn die Muskelkrämpfe nur ab und zu an den Beinen auftreten, reicht es in manchen Fällen, einige Verhaltenstipps zu beherzigen:

  • Trinken Sie ausreichend, verzichten Sie möglichst auf Alkohol und schränken Sie Ihren Salzkonsum ein.
  • Vermeiden Sie ein Auskühlen der Muskulatur.
  • Wärmen Sie sich vor dem Sport gut auf, steigern Sie die Intensität nur langsam und vermeiden Sie eine Überanstrengung.
  • Dehnen Sie die betroffenen Muskeln regelmäßig. Das funktioniert besonders gut, indem Sie den „Gegenspieler“ des verkrampften Muskels anspannen – im Fall des Wadenmuskels wäre das der vordere Schienenbeinmuskel.
  • Wählen Sie eine Schlafposition, bei der Sie alle Muskeln gut entspannen können.

Tipp

Ein altes Hausmittel gegen Muskelkrämpfe ist Gurkenwasser. Gemeint ist die Flüssigkeit, in die saure Gurken eingelegt sind. Manchen Betroffenen hilft ein abendlicher Schluck davon.

Treten Muskelkrämpfe immer wieder auf, sollten die Symptome ernst genommen und ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt insbesondere, wenn Lähmungserscheinungen hinzukommen. Mögliche Grunderkrankungen müssen ausgeschlossen oder entsprechend behandelt werden. Sind psychische Erkrankungen die Ursache, kann auch eine Psychotherapie zum Einsatz kommen.

Liegt keine weitere Erkrankung vor, kann ein Arzt zu einem Physiotherapeuten raten, der dem Patienten spezielle Übungen für die betroffenen Muskeln erklärt. Darüber hinaus wird gegen Muskelkrämpfe vor allem Magnesium verordnet. Dies deckt sich mit der Mikronährstoffmedizin; auch die Behandlungsleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sieht das vor.

Bei starken Muskelkrämpfen werden Medikamente mit Chininsulfat (zum Beispiel Limptar N®) verordnet. Da eine langjährige Behandlung mit Chinin allerdings das Sterberisiko erhöhen kann, sollte es nur in schweren Fällen, zeitlich begrenzt und streng kontrolliert eingenommen werden – keinesfalls jedoch vorsorglich (prophylaktisch).

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin setzt bei der Energieversorgung des Muskels an, wenn es um die Behandlung von Muskelkrämpfen geht. Außerdem kann durch die richtigen Mikronährstoffe die Reizverarbeitung in den Muskelfasern harmonisiert werden. Bestimmte Mineralstoffe helfen, die Muskeln zu entspannen und beugen krampfartigen Schmerzen vor. Doch auch Vitamine können bei Muskelkrämpfen unterstützen.

Folgende Mineralstoffe und Vitamine sind wichtig:

  • Magnesium entspannt die Muskulatur.
  • B-Vitamine stärken die Nervenzellen und sichern die Energieversorgung.
  • Vitamin E sorgt für optimalen Zellschutz.
  • Calcium schafft die Grundlage für Muskelfunktionen.
  • Kalium harmonisiert die Nervenimpulse.
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Behandlung mit Mikronährstoffen

Magnesium für entspannte Muskeln

Wirkweise von Magnesium

Für unsere Muskulatur ist Magnesium in mehrfacher Hinsicht unverzichtbar: Magnesium entspannt die Muskeln. Ein Magnesiummangel ist eine häufige Ursache von Muskelproblemen und kann sich durch Muskelschwäche, Zittern, Zuckungen oder Krämpfe äußern. Außerdem kurbelt Magnesium den Energiestoffwechsel in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) an, sodass den Muskeln die Energie zur Verfügung steht. Magnesium unterstützt auch die Weiterleitung von Nervenimpulsen indem es die Zellmembranen stabilisiert.

Trotz der bekannten Zusammenhänge konnte aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden, inwieweit sich Muskelkrämpfe mit Magnesium behandeln lassen. Magnesium scheint aber vor allem Schwangeren zu nützen, die unter nächtlichen Wadenkrämpfen leiden. Dies stellte sich bei einer Auswertung mehrerer Studien heraus. Krampflösend wirkt Magnesium auch bei Menstruationsbeschwerden mit Bauch- und Rückenschmerzen, wie eine kleine hochwertige Studie zeigt.

Ob Magnesium Muskelkrämpfen auch bei anderen Personengruppen entgegenwirken kann, muss noch weiter untersucht werden. Magnesium wird jedoch in den offiziellen Behandlungsleitlinien empfohlen. Eine Einnahme sollte bei Muskelkrämpfen daher versucht werden. Magnesium hat keine problematischen Nebenwirkungen.

Info

Forscher untersuchen auch, welchen Effekt Magnesium bei der schweren Gehirn- und Rückenmarkserkrankung ALS (amyotrophe Lateralsklerose) hat. Bei ALS werden die Nervenzellen geschädigt, die für die Bewegungen der Muskeln verantwortlich sind. Es kommt zu schmerzhaften Muskelkrämpfen und zu einer stetig abnehmenden Funktion der Muskulatur.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Muskel- und Wadenkrämpfen 300 bis 600 Milligramm Magnesium täglich. Wenn Sie einen empfindlichen Darm haben, sollten Sie höhere Dosen ab 300 Milligramm über den Tag verteilt zu sich nehmen. Magnesium kann leichte Durchfälle verursachen.

Um die Verträglichkeit zu verbessern, nehmen Sie Magnesium zu den Mahlzeiten ein. Zudem verbessert Eiweiß aus den Lebensmitteln die Aufnahme im Darm. Dauerhaft sollten ohne ärztlichen Rat nicht mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag genommen werden.

Expertenwissen

Achten Sie auf Präparate, die basische Magnesiumverbindungen enthalten. Muskelkrämpfe könnten mit einer Übersäuerung zusammenhängen. Basische Verbindungen sind zum Beispiel Magnesiumcitrat oder Magnesiumbisglycinat.

Mehrere Magnesiumkapseln
Magnesium wird in den offiziellen Leitlinien zur Behandlung von Muskelkrämpfen empfohlen. Geeignet sind Präparate mir organischen Magnesiumverbindungen und ohne Zusatzstoffe wie Aromastoffe. Bild: Dmitrii Khvan /iStock/Getty Images Plus

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Um zu erfahren, ob ein Magnesiummangel vorliegt, können die Blutwerte kontrolliert werden. Der Magnesiumspiegel wird idealerweise im Vollblut bestimmt. Im Gegensatz zum Blutserum enthält Vollblut auch die roten Blutkörperchen. Dies ist wichtig, weil Magnesium überwiegend in den Blutkörperchen vorliegt. Als normal gelten Werte von 1,38 bis 1,5 Millimol pro Liter. Ein Wert unter 1,38 Millimol pro Liter deutet auf einen Mangel hin.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet und sie so unwirksam macht. Halten Sie deshalb einen Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden ein. Dazu zählen Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline) sowie Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate):

  • Gyrasehemmer: Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®), Levofloxacin (zum Beispiel Tavanic®), Moxifloxacin (zum Beispiel Avalox®), Norfloxacin (zum Beispiel Bactracid®, Norfluxx®) und Ofloxacin (zum Beispiel Floxal®, Tarivid®)
  • Tetrazykline: Tetracyclin (zum Beispiel Achromycin®, Supramycin®, Tefilin®), Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®, Vibramycin®), Minocyclin (zum Beispiel Aknosan®, Skinocyclin®)
  • Bisphosphonate: Alendronat (zum Beispiel Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (zum Beispiel Bonefos®), Etidronat (zum Beispiel Didronel®), Ibandronat (Bondronat®), Pamidronat (Aredia®), Risedronat (Actonel®) und Tiludronat (Skelid®)

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden, es könnte sich im Blut anreichern.

B-Vitamine schleusen Energie in die Zellen

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine werden dafür gebraucht, um aus Kohlenhydraten und Fett, Energie zu gewinnen. Besonders die Vitamine B1 und B2 dienen als Schrittmacher im Energiestoffwechsel der Zellen. Fehlen B-Vitamine bekommen die Zellen nicht genug Energie. Muskelkrämpfe sind eine mögliche Folge.

Abgesehen von einigen vielversprechenden Hinweisen aus Vorstudien, ist die Wirksamkeit von B-Vitaminen zur Behandlung von Muskelkrämpfen noch nicht in hochwertigen Studien untersucht worden. Besonders Senioren mit nächtlichen Wadenkrämpfe können aber von B-Vitaminen profitieren: In einer kleinen hochwertigen Studie nahmen die Beinkrämpfe durch die Einnahme von B-Vitaminen bei fast allen Studienteilnehmern ab. Zudem könnten die Beinkrämpfe von Schwangeren durch B-Vitamine gelindert werden: In einer ersten Studie waren die Beschwerden der Frauen, die B-Vitamine einnahmen, geringer als die der Frauen, die keine einnahmen. Bei Unterleibskrämpfen im Zusammenhang mit der Menstruation kann vor allem Vitamin B1 wirksam sein. Das zeigt eine hochwertige Studie an Mädchen und jungen Frauen.

Auch wenn die Wirksamkeit von B-Vitaminen bei Muskelkrämpfen noch nicht ausreichend bewiesen ist, sollte grundsätzlich auf eine optimale Versorgung mit den wichtigsten B-Vitaminen geachtet werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Bei Muskelkrämpfen empfehlen Mikronährstoff-Experten meist ein Kombinationspräparat mit allen B-Vitaminen. B-Vitamine arbeiten im Stoffwechsel eng zusammen und ein Mangel eines einzelnen B-Vitamins liegt selten vor. Sinnvoll sind folgende Dosierungen:

  • Vitamin B1: 2 bis 10 Milligramm
  • Vitamin B2: 2 bis 10 Milligramm
  • Vitamin B6: 2 bis 5 Milligramm
  • Vitamin B12: bis zu 250 Mikrogramm
  • Folsäure: 200 bis 400 Mikrogramm

Für eine bessere Magenverträglichkeit sollten Kapseln oder Tabletten zu einer Mahlzeit eingenommen werden. 

B-Vitamine: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Die B-Vitamine sollten in hoher Dosierung in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem Frauenarzt eingenommen werden.

Personen mit Nierenerkrankungen dürfen Vitamin B12 nur in Form von Methylcobalamin, nicht als Cyanocobalamin einnehmen. Denn es gibt Hinweise darauf, dass Cyanocobalamin in hohen Dosen für Nierenpatienten schädlich ist.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt ist die Gabe kombinierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken B-Vitamine hier negativ. Hohe Dosen an Vitamin B6 (40 bis 50 Milligramm pro Tag) und Vitamin B12 (60 bis 400 Mikrogramm pro Tag) sollten dann vermieden werden.

Vitamin E und C für den Schutz der Muskelzellen

Wirkweise von Vitamin E und C

Frau kauft Gemüse ein
Antioxidantien kommen zahlreich in Obst und Gemüse vor. Bei regelmäßigen Muskelkrämpfen muss deshalb auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Bild: industryview/iStock/Getty Images Plus

Als ein wichtigstes Antioxidans schützen Vitamin E und C die Körperzellen vor Angriffen durch freie Radikale: Sie fangen freie Radikale ab und tragen somit zum Zellschutz bei. Vitamin E wirkt zudem gegen Entzündungen und kann Schmerzen lindern. Für die Muskelzellen bedeutet das ein verbessertes Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung. Besonders Menschen, die intensiv Sport treiben, sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien über die Ernährung achten.

Wichtig ist Vitamin E auch für Nierenpatienten, die in regelmäßigen Abständen eine Blutwäsche (Dialyse) benötigen. Laut einer hochwertigen Studie reduzierte Vitamin E die Muskelkrämpfe bei den Betroffenen um knapp die Hälfte. In Kombination mit Vitamin C konnte die Wirksamkeit noch gesteigert werden: Die Krämpfe nahmen nahezu vollständig ab. Damit war Vitamin E ähnlich effektiv wie der Wirkstoff Chinin, hat aber nicht dessen gefährliche Nebenwirkungen. Auch bei Krämpfen in der Schwangerschaft könnte Vitamin E hilfreich sein. Eine erste Studie zeigt, dass die Dauer und Intensität der Beschwerden durch Vitamin E abnahmen.

Ob Vitamin E allen Menschen mit Muskelkrämpfen helfen kann, muss noch weiter untersucht werden. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse ist eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, bei Muskelkrämpfen jedoch zu empfehlen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin E und C

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Muskelkrämpfen täglich zwischen 20 und 30 Milligramm Vitamin E in Kombination mit 250 Milligramm Vitamin C. In Studien wurden auch höhere Vitamin-E-Dosierungen erfolgreich eingesetzt: bis 400 Milligramm Vitamin E pro Tag. Ohne ärztlichen Rat sollte eine Dosierung von 50 Milligramm jedoch nicht überschritten werden.

Nehmen Sie Vitamin E am besten zu einer Mahlzeit ein, damit es im Darm besser aufgenommen werden kann. Die Einnahme zur Mahlzeit verbessert auch die Verträglichkeit von Vitamin C.

Tipp

Achten Sie auf Präparate, die Vitamin E als Komplex aus Tocopherolen und Tocotrienolen enthalten, da Vitamin E so auch natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommt. Die meisten Präparate enthalten nur eine Form – nämlich Alpha-Tocopherol, da es in der Herstellung günstiger ist.

Vitamin E und Vitamin C: zu beachten bei Medikamenteneinnahme, Rauchern und Erkrankungen

In hoher Dosierung (über 50 Milligramm) kann Vitamin E die Blutungsneigung verstärken – das Blut gerinnt schlechter. Dieses ist in zwei Fällen wichtig:

  • Wenn Sie Blutverdünner einnehmen: Betroffene Wirkstoffe sind Phenprocoumon (Falithrom®, Marcumar®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (Aspirin®) und Edoxaban (Lixiana®). Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt.
  • Wenn eine Operation ansteht: Etwa zwei Wochen vor einem operativen Eingriff sollte Vitamin E nicht mehr eingenommen werden.

Raucher sollten Dosierungen ab 50 Milligramm Vitamin E vermeiden. Untersuchungen haben gezeigt, dass höhere Dosierungen in seltenen Fällen eine Gehirnblutung auslösen können. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Deshalb sollen Raucher bis zur Klärung kein hoch dosiertes Vitamin E als Alpha-Tocopherol einnehmen, vor allem nicht in Kombination mit Beta-Carotin. Auch hoch dosiertes Beta-Carotin erhöht vermutlich das Lungenkrebsrisiko.

Bei einem Vitamin-K-Mangel zusammen mit einer schwerwiegenden Verdauungsstörung sollte der Mangel zuerst ausgeglichen werden, bevor Vitamin E eingenommen wird. Ein Vitamin-K-Mangel führt zu einer erhöhten Blutungsneigung.

Vitamin C kann zu Wechselwirkungen mit dem Wirkstoff Bortezomib (zum Beispiel Velcade®) führen, der in der Krebstherapie eingesetzt wird: Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung herab und sollte während einer solchen Therapie nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Calcium macht Muskelfunktionen erst möglich

Wirkweise von Calcium

Grafiken für Magnesium und Calcium ziehen an einem Seil
Für die Anspannung des Muskels müssen Calcium und Magnesium im richtigen Verhältnis vorliegen. Kommt es bei nur einen Mineralstoff zum Mangel können Muskelkrämpfe die Folge sein. Bild: Nastco/iStock/Thinkstock

Calcium spielt bei der Muskelarbeit eine zentrale Rolle: Es ermöglicht der Muskelzelle Spannung und Entspannung. Wenn ein Nervenimpuls eingeht, wird Calcium im Zellinneren freigesetzt, um die Muskelkontraktion auszulösen. Zur Entspannung des Muskels muss Calcium dann wieder in seine Lagerstätten im Zellinneren zurückgepumpt werden. Bei einem Calciummangel wird der Muskel übererregbar, sodass er zu Verspannungen neigt.

Menschen mit einer schlechten Calciumversorgung klagen über Missempfindungen, Taubheitsgefühle, Kribbeln in Fingern und Zehen sowie Muskelkrämpfen. Wenn die Muskelkrämpfe trotz Magnesium immer wiederkehren, sollte daher auch an einen möglichen Calciummangel gedacht werden. Risikogruppen für einen Calciummangel sind Jugendliche, stillende Mütter, Senioren, aber auch Veganer und Menschen mit einer Laktoseintoleranz.

Da Calcium eine wichtige Voraussetzung für eine entspannte Muskulatur ist, sollte auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden, um Muskelkrämpfe zu vermeiden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Calcium

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Muskelkrämpfen 500 bis 1.000 Milligramm Calcium pro Tag. Dabei sollte eine Einzeldosis auf 500 Milligramm begrenzt sein. So kann der Körper den Wirkstoff besser aufnehmen. Höhere Dosierungen sollten dann über den Tag verteilt werden. Die Einnahme sollte dabei zu den Mahlzeiten erfolgen.

Tipp

Sinnvoll sind Kombinationspräparate, die auch Vitamin D und K2 enthalten. So unterstützen Sie auch Ihre Knochen: Vitamin D benötigt der Körper, damit Calcium im Darm gut aufgenommen werden kann, und Vitamin K2, damit Calcium in die Knochen eingelagert wird.

Calcium im Labor bestimmen lassen

Ein Calciummangel ist nicht auf den ersten Blick erkennbar: Steht dem Körper zu wenig Calcium zur Verfügung, löst er Calcium aus den Knochen, um den Bedarf zu decken. Dadurch treten zunächst zwar keine Beschwerden auf, aber die Knochendichte nimmt im Laufe der Zeit ab.

Calcium lässt sich im Blutplasma bestimmen. Normale Werte liegen zwischen 2,2 und 2,65 Millimol pro Liter. Um eine mögliche Unterversorgung mit Calcium aufzudecken, ist allerdings eine Knochendichtemessung (DXA) aussagekräftiger. Sie zeigt, ob bereits Calcium aus den Knochen herausgelöst worden ist.

Tipp

Da die Calciumaufnahme maßgeblich an die Vitamin-D-Versorgung gekoppelt ist, kann es sinnvoll sein, per Blutuntersuchung einen Vitamin-D-Mangel auszuschließen. Näheres dazu erfahren Sie im Text zu Vitamin D.

Calcium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Calcium kann die Aufnahme verschiedener Medikamente verringern: Bei bestimmten Antibiotika wie Tetrazyklinen (Tetracyclin®, Doxycylin®, Cefurax® oder Amoxilan®), Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin) wie Eltroxin®, Euthyrox®, Tirosint® sowie Osteoporosemitteln (Bisphosphonaten) wie Fosamax®, Tevanate® oder Bonefos® sollte unbedingt ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Bestimme Entwässerungsmedikamente (Diuretika) steigern die Calciumspiegel im Blut und sollten nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt mit Calciumpräparaten kombiniert werden. Dazu zählen Thiazide wie Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®) und Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®).

Personen, die regelmäßig calciumhaltige Mittel gegen Sodbrennen (zum Beispiel Anatzida mit Calciumcarbonat wie Rennie®) einnehmen, sollten auf eine zusätzliche Einnahme von Calcium verzichten. Es droht ein Milch-Alkali-Syndrom mit zu hohen Calciumwerten im Blut.

Personen mit Nierenschwäche sollten Calcium nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen: Geschwächte Nieren können Calcium schlechter ausscheiden. Auch bei calciumhaltigen Nierensteinen ist Vorsicht geboten: Calcium (und Vitamin D) kann bei einigen Menschen die Neubildung von Nierensteinen begünstigen. Vor der Einnahme von Calcium sollte deshalb ein Arzt gefragt werden. Er kann zum Beispiel die Calciumausscheidung über die Niere messen.

Calcium sollte bei zu hohen Calciumwerten (Hypercalcämie) nicht eingenommen werden. Das kommt zum Beispiel vor bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüse (zum Beispiel bei Nebenschilddrüsentumoren), bei Knochenmetastasen und Knochenmarkkrebs (Multiples Myelom). Auch bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose sollte kein Calcium aus Präparaten ergänzt werden: Betroffene haben bereits erhöhte Calciumspiegel.

Kalium reguliert die Empfindlichkeit von Nerven und Muskeln

Wirkweise von Kalium

Kalium ist von immenser Bedeutung für den Zellstoffwechsel und damit auch für die Leistung unserer Nerven und Muskeln. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Kalium kann dazu führen, dass die elektrischen Reize in den Nervenbahnen nicht korrekt weitergeleitet werden. Der Körper reagiert dann mit einer erhöhten Empfindlichkeit von Nerven- und Muskelzellen. Dadurch steigt die Krampfneigung. Weitere mögliche Symptome eines Kaliummangels sind Muskelschwäche, Müdigkeit und Blutzuckerabfall, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck und Verstopfung. Bei Muskelkrämpfen sollte deshalb auch an die Kaliumversorgung gedacht werden.

Kalium geht zum Beispiel durch starkes Schwitzen oder Durchfall verloren. Auch bestimmte Medikamente wie Entwässerungsmedikamente (Schleifen- und Thiaziddiuretika) oder ein starker Alkoholkonsum können sich ungünstig auf den Kaliumhaushalt auswirken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kalium

Bei Muskelkrämpfen, die trotz Magnesiumeinnahme bestehen bleiben, empfehlen Mikronährstoff-Mediziner, den Kaliumhaushalt überprüfen zu lassen und auf eine kaliumreiche Ernährung zu achten. Kalium kommt zum Beispiel in Bananen oder getrockneten Aprikosen vor.

Liegt ein nachgewiesener Kaliummangel vor, beträgt die empfohlene Dosierung meist 2.000 Milligramm am Tag. Dosierungen über 500 Milligramm Kalium sollten in mehrere Portionen über den Tag aufgeteilt werden. Sprechen Sie Dosierungen ab 500 Milligramm Kalium am Tag mit Ihrem Arzt ab, da Kalium überdosiert werden kann. Nehmen Sie Kalium zur besseren Verträglichkeit zu den Mahlzeiten ein.

Kalium im Labor bestimmen lassen

Ein Kalium-Bluttest
Bei Muskelkrämpfen muss auch an die Versorgung mit Kalium gedacht werden. Ein Mangel kann zu Krämpfen führen - deshalb sollte der Kaliumwert im Blut überprüft werden. Bild: jarun011/iStock /Getty Images Plus

Vor der Einnahme eines Kaliumpräparates sollte die Kaliumversorgung überprüft werden. Bereits geringe Abweichungen von der Norm können schwerwiegende Folgen wie Herzrhythmusstörungen haben. Die Kaliumwerte werden im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmt. Normal sind Werte zwischen 3,6 und 4,8 Millimol pro Liter.

Expertenwissen

Um eine differenzierte Diagnose stellen zu können, sollten neben Kalium weitere Elektrolyte (Natrium, Calcium, Magnesium) sowie der pH-Wert des Blutes für den Säure-Basen-Haushalt erfasst werden. Ergänzend kann die Chloridausscheidung über die Nieren gemessen werden.

Kalium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Blutdrucksenker können den Kaliumspiegel erhöhen. Deshalb sollten keinesfalls zusätzliche Kaliumpräparate eingenommen werden. Betroffen sind ACE-Hemmer mit Wirkstoffen wie Ramipril (zum Beispiel RamiLich®) und Lisinopril (zum Beispiel LisiLich®) sowie AT1-Blocker mit den Wirkstoffen Amlodipin (zum Beispiel Norvasc®) und Candesartan (zum Beispiel Atacand® oder Blopresid®).

Um einen Kaliumüberschuss zu vermeiden, sollten Sie auch auf Kaliumpräparate verzichten, wenn Sie sogenannte kaliumsparende Diuretika wie Spironolacton (Aldactone®, Jenaspiron®), Triamteren (Diucomb®, Triampur Comb®) oder Amilorid (Diaphal®, Diursan®) einnehmen.

Wenn Sie mit Herzglycosiden (Herzmedikament) behandelt werden, sollten Sie die zusätzliche Einnahme von Kalium vermeiden. Kalium schwächt die Wirksamkeit dieser Medikamente ab. Betroffen sind Wirkstoffe wie Digitoxin (zum Beispiel Digimed® oder Digimerck®) und Digoxin (zum Beispiel Digacin® oder Lanicor®).

Nierenerkrankungen können die Kaliumwerte ebenfalls in die Höhe treiben. Bei einer Nierenschwäche muss der Kaliumspiegel daher regelmäßig überwacht werden. Sprechen Sie eine Einnahme von Kalium in jedem Fall mit Ihrem Arzt ab.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Muskelkrämpfen

 

Vitamine

Vitamin B1

2 bis 10 Milligramm (mg)

Vitamin B2

2 bis 10 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12

bis zu 250 Mikrogramm (μg)

Folsäure

200 bis 400 Mikrogramm

Vitamin E

20 bis 30 Milligramm in Rücksprache mit dem Arzt: bis 400 Milligramm

Vitamin C

250 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

300 bis 600 Milligramm

Calcium

500 bis 1.000 Milligramm

Kalium

kaliumreiche Ernährung bei nachgewiesenem Mangel und in Rücksprache mit dem Arzt: 2.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Muskelkrämpfen

 

Normalwerte

Magnesium (Vollblut)

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Calcium

2,2 und 2,65 Millimol pro Liter

Kalium

3,6 bis 4,8 Millimol pro Liter

 

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Zusammenfassung

Muskelkrämpfe können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Ein „gemeinsamer Nenner“ ist dabei nach Einschätzung von Mikronährstoff-Experten eine unzureichende Energieversorgung der Muskelzellen sowie Störungen bei der Reizweiterleitung in den Nervenbahnen. Beides kann zu übererregten Muskelzellen führen, die im schmerzhaften Krampf verharren. Dadurch wird die Versorgung mit Energie noch zusätzlich behindert.

Mit wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium und Kalium kommen der Energiestoffwechsel und die Zellsignale ins Gleichgewicht, Nerven und Muskeln beruhigen und entspannen sich. Auch B-Vitamine helfen, die Energiequellen aus der Nahrung, also Kohlenhydrate und Fette, besser verfügbar zu machen. Ergänzend sorgen Antioxidantien wie Vitamin E und C für gesunde Zellen, indem sie gefährliche freie Radikale abfangen.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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