Chronische Entzündungen im Darm: Wie Nährstoffe helfen

Mikronährstoffmedizin bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind gekennzeichnet durch wiederkehrende Entzündungen, die zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfällen führen. Die zwei wichtigsten sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Ziel der Behandlung ist es, diese Entzündungen einzudämmen und die Zeit ohne Beschwerden so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Dies ist nicht nur mit Medikamenten möglich – auch bestimmte Nährstoffe helfen dabei. Lesen Sie, welche das sind und wie man sie in der Mikronährstoffmedizin optimal einsetzt.

Ursachen und Symptome

Anatomisch dargestellter Körper mit gekennzeichnetem Dünndarm
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind gekennzeichnet durch wiederkehrende Entzündungen. Dabei gibt es die beiden Hauptformen Colitis ulcerosa (im Enddarm) und Morbus Crohn (im Dünndarm). Bild: Nerthuz/iStock/Getty Images Plus

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) handelt es sich um wiederkehrende Entzündungen im Darm. Sie führen unter anderem zu Blähungen, Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und Durchfällen oder Verstopfungen. Folgen sind Nährstoffmängel durch eine gestörte Verdauung und Erkrankungen wie Darmfisteln oder Darmkrebs.

Die Gründe sind bis heute nicht bekannt. Wissenschaftler vermuten, dass die Darmbarriere gestört ist: Natürliche Bakterien aus dem Darm dringen in die Darmschleimhaut ein, aktivieren das Immunsystem und führen zu Entzündungen. Wahrscheinlich spielen die Genetik und Umweltfaktoren wie die Ernährung ebenfalls eine Rolle.

Expertenwissen

Früher vermuteten Wissenschaftler auch, dass es sich bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen um eine Autoimmunerkrankung handelt. Dies gilt allerdings als überholt. Bei einer Autoimmunerkrankung bildet der Körper Antikörper gegen das eigene Darmgewebe.

Es gibt zwei Hauptformen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen:

Colitis ulcerosa: Nur der letzte Teil des Darms, der Enddarm, ist von den wiederkehrenden Entzündungen betroffen.

Morbus Crohn: Die Entzündungen treten meist zwischen Dünndarm und Dickdarm auf. Sie können allerdings auch im gesamten Magen-Darm-Trakt vorkommen – das heißt, auch im Mund oder in der Speiseröhre.

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Ziele der Behandlung

Wie werden chronisch-entzündliche Darmerkrankungen klassisch behandelt?

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gelten als nicht heilbar. Daher können alle Behandlungen nur die Schwere und Häufigkeit der Symptome lindern. Die Erkrankungen verlaufen in der Regel schubweise: Es gibt Zeiten ohne Beschwerden und Zeiten mit. Deshalb ist es das Hauptziel der Therapie, die beschwerdefreien Zeiten möglichst lange aufrechtzuerhalten und akute Entzündungen zu lindern.

Während eines Schubes verschreiben Ärzte meist Entzündungshemmer in Form von Tabletten oder Zäpfchen. Eingesetzte Medikamentenwirkstoffe sind Aminosalicylate wie Mesalazin und Sulfasalazin (zum Beispiel Salofalk®, Pentasa® oder Azulfidine®). Einige dieser Medikamente werden auch zur Vorbeugung eines Schubes eingesetzt.

Ein schwerer Schub wird oft mit Medikamenten behandelt, die das Immunsystem unterdrücken wie Cortison (Glucocorticoide) oder Immunsuppressiva. Zu den Glucocorticoiden zählen die Wirkstoffe Prednison (wie Decortin® und Rectodelt®), Dexamethason (zum Beispiel Dexabene®) oder Budesonid (Budecort® oder Budenofalk®). Häufig eingesetzte Immunsuppressiva sind Azathioprin (Imurek®) und Ciclosporin (Cicloral®). Diese Medikamente werden aufgrund ihrer Nebenwirkungen allerdings nicht dauerhaft eingesetzt.

Helfen Medikamente nicht, müssen im späteren Verlauf manchmal chirurgische Eingriffe erfolgen. Dabei entfernen Ärzte die befallenen Darmabschnitte.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Haferflocken-Brei mit Obst in einer Schüssel auf einem Tisch
Ballaststoffe und Probiotika sind hilfreich dabei, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Bild: Arx0nt/iStock/Getty Images Plus

Auch die Mikronährstoffmedizin hat das oberste Ziel, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die beschwerdefreien Zeiten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Hilfreich dabei sind nützliche Bakterien – sogenannte Probiotika – und bestimmte Ballaststoffe. Entzündungshemmende Nährstoffe dämmen zudem aufkommende Darmentzündungen ein. Da beide Erkrankungen durch Entzündungen geprägt sind, unterscheidet die Mikronährstofftherapie nicht zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Das zweitwichtigste Ziel ist es, einen Nährstoffmangel zu vermeiden: Durch den entzündeten Darm können Vitamine und Mineralstoffe nicht ausreichend aufgenommen werden. Fast allen Patienten fehlen einer oder mehrere Nährstoffe. Mikronährstoffmediziner raten deshalb immer zu einem Mikronährstoffpräparat, das alle Vitamine und Mineralstoffe enthält. Besonders kritisch sind Vitamin D, B-Vitamine, Calcium, Magnesium, Zink, Selen und Kalium. Auch ein Eisenmangel kommt häufig vor. Eine Unterversorgung kann zu Komplikationen führen.

Info

Nicht nur die Erkrankungen selbst verursachen Mängel, auch die Medikamente stören den Mikronährstoffhaushalt – besonders, wenn Sie sie über einen langen Zeitraum einnehmen. Alles über Medikamente lesen Sie hier.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Resistente Stärke – Nahrung für den Darm

Wirkweise

Das Besondere an resistenter Stärke ist: Sie wird durch Verdauungsenzyme nicht gespalten und gelangt in den Dickdarm. Resistente Stärke gehört deshalb zu den Ballaststoffen. Im Dickdarm bauen die Darmbakterien sie ab. Die daraus entstandenen Substanzen wirken entzündungshemmend und können die Beschwerden bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn abschwächen. Zudem dienen die Substanzen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung.

Expertenwissen

Das Hauptprodukt der bakteriellen Fermentation im Dickdarm ist die kurzkettige Fettsäure Butyrat. Sie wirkt stark entzündungshemmend und dient den Darmschleimhautzellen als Hauptenergiequelle. Zudem senken kurzkettige Fettsäuren den pH-Wert im Darm. Ein geringerer pH-Wert wirkt sich günstig auf die Zusammensetzung der Darmflora aus: Betroffene mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben oft eine gestörte Darmflora, bei der krankmachende Bakterien überwiegen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen profitieren von täglich 20 bis 30 Gramm resistenter Stärke.

Um anfängliche Blähungen zu vermeiden, sollten Sie mit der Einnahme Schritt für Schritt beginnen: Beim Abbau der resistenten Stärke durch die Darmbakterien entstehen Gase, die zu Blähungen führen. Beginnen Sie daher mit einer geringeren Menge, bis sich der Darm daran gewöhnt hat – zum Beispiel 10 Gramm über den gesamten Tag verteilt. Vertragen Sie die Menge, können Sie die Dosis schrittweise auf 20 bis 30 Gramm steigern.

Nützliche Bakterien sorgen für eine gesunde Darmflora

Wirkweise

Untersuchungen zeigen, dass Betroffene eine gestörte Darmflora haben, die vermutlich an der Entstehung (Pathogenese) der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beteiligt ist. Nützliche Bakterien (Probiotika) verdrängen krankmachende Keime im Darm und stellen so eine gesunde Darmflora und Darmbarriere her. Auch regulieren Probiotika das Immunsystem und schwächen entzündliche Reaktionen ab.

Deshalb sind nützliche Darmbakterien ein wesentlicher Bestandteil der Mikronährstofftherapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Hierzu zählen hauptsächlich Milchsäurebakterien (Laktobazillen) und Bifidobakterien.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Illustration menschlicher Darmbakterien
Bestimmte Bakterien haben förderliche Effekte für eine beschwerdenfreie Zeit. Bild: ClaudioVentrella/iStock/Getty Images Plus

Vor allem Colitis-ulcerosa-Patienten profitieren in der beschwerdefreien Zeit von nützlichen Bakterien: Studien zeigen, dass sich die beschwerdefreie Zeit verlängern ließ und auch der typische Gewichtsverlust verhindert werden konnte. Auch wirkte der Medikamentenwirkstoff Mesalazin kombiniert mit Laktobazillen und Bifidobakterien besser als ohne sie.

Tipp

Achten Sie darauf, dass folgende Bakterien enthalten sind: L. plantarum, L. acidophilus, L. delbrueckii subsp. Bulgaricus, B. longum, B. breve und Streptococcus thermophilus – oder alternativ Escherichia coli Nissle 1917. Für diese Bakterien wurden in Studien förderliche Effekte nachgewiesen.

Ein gutes Probiotikum sollte eine Bakterienmenge von mindestens 10 Milliarden koloniebildenden Einheiten (KBE) haben. Besprechen Sie die Einnahme von nützlichen Bakterien idealerweise mit einem Mikronährstoffmediziner: Bei einem stark geschwächten Immunsystem, direkt nach einer Operation oder einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung ist zum Beispiel davon abzuraten.

Stuhluntersuchung

Um die Zusammensetzung der Darmflora zu untersuchen, kann eine Stuhluntersuchung durchgeführt werden. Dazu muss eine Stuhlprobe in ein Labor geschickt werden. Wichtig ist allerdings, dass Sie die Anweisungen vom Arzt oder Labor genau einhalten: Kommt die Stuhlprobe zum Beispiel zu lange mit Sauerstoff in Kontakt, vermehren sich bestimmte Bakterien stark. Das Ergebnis wird verfälscht.

Der Test erfasst krankmachende Keime wie Salmonellen, Campylobacter, Yersienien, oder Shigellen. Auch die nützlichen Bifidobakterien und Lactobazillen werden bestimmt. Weitere Keime sind E. coli, Enterokokken, Clostridien oder der Hefepilz Candida albicans. Die Normwerte gibt das Labor immer an.

Auch der pH-Wert im Darm ist wichtig: Ist er zu hoch – das heißt, der Darm ist nicht sauer genug – vermehren sich weniger günstige Bakterien schnell. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen.

Vitamin D reguliert Entzündungsbotenstoffe

Wirkweise

Ein Vitamin-D-Mangel ist bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weit verbreitet: Patienten mit Colitis ulcerosa haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko. Dabei ist Vitamin D für sie besonders wichtig: Es reguliert Entzündungsbotenstoffe und kann dadurch überschießende Entzündungen verhindern.

Zwar sind sich Wissenschaftler noch uneinig darüber, wie weit Vitamin D an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beteiligt ist, einige medizinische Studien geben allerdings Hinweise, dass Vitamin D Entzündungen verringert: Hatten Probanden geringere Vitamin-D-Werte, waren die Entzündungen der Darmschleimhaut schwerer. Nahmen sie dagegen Vitamin D ein, sanken Entzündungsmarker.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die richtige Vitamin-D-Dosierung richtet sich im Idealfall immer nach den Blutwerten. Je nach Vitamin-D-Spiegel sind bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen mindestens 2.000 Internationale Einheiten nötig. Oft setzen Ärzte mehr ein, um einen Mangel auszugleichen. Alles über eine ideale Vitamin-D-Dosierung erfahren Sie im Artikel zu Vitamin D.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Das bedeutet, es kann nur zusammen mit Fett aus der Mahlzeit im Darm aufgenommen werden. Nehmen Sie Vitamin D daher immer zum Essen ein.

Laboruntersuchungen

Da Betroffene sehr häufig einen Vitamin-D-Mangel haben, empfiehlt es sich in jedem Fall, den Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen. Im Labor wird eine Vitamin-D-Form bestimmt, die im Blut zirkuliert – das 25-(OH)-Vitamin D. Dazu wird Blutserum verwendet, die Blutflüssigkeit ohne die Blutzellen.

Expertenwissen

Optimalerweise sollten die Vitamin-D-Werte im Blut zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) liegen – oder zwischen 100 und 150 Nanomol pro Liter (nmol/l).

Omega-3-Fettsäuren – ein Muss bei entzündlichen Erkrankungen

Wirkweise

Omega-3 Kapseln
Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende Wirkung und können demnach die Entzündungsprozesse im Darm abschwächen. Bild: tashka2000/iStock/Getty Images Plus

Bei Erkrankungen, die mit Entzündungen einhergehen, empfehlen Mikronährstoffmediziner fast immer Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Krill oder Algen. Der Körper stellt aus ihnen entzündungshemmende Botenstoffe her. Gleichzeitig wird verhindert, dass entzündungsfördernde Stoffe entstehen. Erste medizinische Studien deuten darauf hin, dass die Omega-3-Fettsäuren Entzündungsprozesse im Darm abschwächen und bei einigen Betroffenen sogar die beschwerdefreie Zeit verlängern können.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Täglich sind 2.000 Milligramm sinnvoll, um Entzündungen im Körper abzuschwächen. Achten Sie dabei auf einen möglichst hohen Anteil an EPA (Eicosapentaensäure): EPA wirkt am stärksten entzündungshemmend.

Omega-3-Fettsäuren sollten zum Essen eingenommen werden: Zusammen mit Fett aus der Mahlzeit gelangen sie besser aus dem Darm in das Blut.

Tipp

Besonders bei Fischöl-Präparaten ist es wichtig, auf eine gute Qualität zu achten: Hochwertige Präparate unterlaufen verschiedene Reinigungsprozesse, damit Schadstoffe und andere unerwünschte Rückstände entfernt werden. Solche Rückstände können dazu führen, dass Omega-3-Fettsäuren zerstört werden und die Körperzellen schädigen. Weitere Informationen über hochwertige Präparate finden Sie hier.

Blutuntersuchung: der Omega-3-Index

Der Omega-3-Index gibt Aufschluss darüber, wie gut die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist. Die Bestimmung ist bei entzündlichen Erkrankungen grundsätzlich sinnvoll.

Der Omega-3-Index wird im Blut untersucht. Dabei wird der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen gemessen und in Prozent ausgerechnet. Liegt der Omega-3-Index über acht Prozent, ist die Versorgung sehr gut. Bei einem Index von unter vier Prozent ist man dagegen schlecht versorgt.

Die Omega-3-Versorgung kann aber auch durch andere Kenngrößen erfasst werden. Alles über die Bestimmung lesen Sie hier.

Zu beachten bei Einnahme von Blutgerinnungshemmern und vor Operationen

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, können sie ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung der Blutgerinnungshemmer verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt: Er kann die Blutgerinnungszeit (Quick-Wert) kontrollieren und die Dosis der Medikamente senken, wenn nötig.

Zu den Blutverdünnern zählen Cumarin-Derivate (wie Marcumar®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Heparin (Clexane®) und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®).

Steht eine Operation an, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie die Omega-3-Fettsäuren besser absetzen oder die Dosierung reduzieren sollten. Einige Ärzte empfehlen, ein bis zwei Wochen vor der Operation auf Omega-3-Präparate zu verzichten.

Pflanzenstoffe verlängern die beschwerdefreie Zeit

Wirkweise von Curcumin, Rutin und Quercetin

Bestimme Pflanzenstoffe gelangen zu einem großen Teil in den Dickdarm. Dort hemmen sie Entzündungen und stärken die Zellverbindungen der Darmschleimhaut. Zudem nutzen Darmbakterien die Pflanzenstoffe als Nahrungsquelle, was die Zusammensetzung der Darmflora günstig beeinflusst. Sinnvoll bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind vor allem Curcumin aus Kurkuma, Rutin und Quercetin.

Curcumin verringert bei Patienten mit Morbus Crohn verschiedene Entzündungszeichen. Medizinische Studien zeigen auch, dass die Medikamentenwirkstoffe Mesalazin oder Sulfasalazin die beschwerdefreie Zeit zusammen mit Curcumin besser aufrechterhalten können als mit einem Placebo (einem wirkungslosen Ersatz). Studien mit einem Placebo sind in der Forschung ein starker Hinweis für eine Wirkung.

Kurkuma-Gewürz als Pulver in einer Schale und als Wurzel danebenliegend
Curcumin, das aus Kurkuma gewonnen wird, verringert verschiedene Entzündungszeichen. Bild: bit245/iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoffmediziner empfehlen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen grundsätzlich eine Ernährung, die reich ist an Obst und Gemüse: Mindestens 300 Milligramm bestimmter Pflanzenstoffe (Flavonoide, zum Beispiel Rutin und Quercetin) am Tag wirkten besser auf die Darmbarriere und Entzündungen als nur 10 Milligramm Pflanzenstoffe.

Um die Wirkung der Medikamentenwirkstoffe Mesalazin oder Sulfasalazin zu unterstützen, empfehlen Mikronährstoffmediziner pro Tag 1.500 bis 2.000 Milligramm Curcumin.

Zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit

Zu Curcumin, Rutin und Quercetin liegen bisher keine ausreichenden Untersuchungen in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Daher sollten die Pflanzenstoffe vorsichtshalber nicht eingesetzt werden oder nur in Rücksprache mit dem Arzt.

Die Zufuhr über Lebensmittel ist allerdings unbedenklich. Sind Sie schwanger und leiden an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, essen Sie viel Obst und Gemüse. Curcumin stammt aus dem Gewürz Kurkuma, während Rutin und Quercetin zum Beispiel in Tee, Beeren, Zwiebeln, Kapern, Schnittlauch und Äpfeln zu finden sind.

Glutamin stärkt die Darmbarriere

Wirkweise

Ein Löffel mit Protein, BCAA und Kreatin und Omega-3 Kapseln auf einem Brett
Die Einnahme von Glutamin verhindert, dass Darmbakterien die Darmbarriere überwinden. Bild: vefimov/iStock/Getty Images Plus

Die Aminosäure Glutamin dient den Zellen der Dünndarmschleimhaut als Nahrung. Sie ist wichtig für die Zellteilung und somit für eine gesunde Darmbarriere. Ein Glutaminmangel führt zu einer gesteigerten Durchlässigkeit der Dünndarmschleimhaut: Krankheitserreger aber auch Darmbakterien gelangen so in das Blut und können die chronischen Entzündungen auslösen oder verstärken.

Die Einnahme von Glutamin verhindert, dass Darmbakterien die Darmbarriere überwinden. In einer ersten medizinischen Studie senkte Glutamin die Durchlässigkeit des Darms bei 60 Prozent der Studienteilnehmer mit Morbus Crohn.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Gerade bei sehr schweren Verläufen oder Komplikationen wie Gewichtsverlust empfehlen Ärzte die Ergänzung von Glutamin. Sinnvoll sind 4.000 bis 9.000 Milligramm pro Tag, aufgeteilt in mehrere Portionen.

Glutamin sollte am besten zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Andere Aminosäuren aus der Nahrung können die Verwertung von Glutamin senken.

Zellschäden mit Antioxidanzien verhindern

Wirkweise

Chronische Entzündungen steigern die Produktion freier Radikale, die oxidativen Stress verursachen. Diese freien Radikale zerstören wiederum weitere Zellen der Darmschleimhaut und begünstigen, dass die Erkrankung voranschreitet.

Ein Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidanzien ist bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa wichtig: Antioxidanzien fangen freie Radikale und machen sie unschädlich. Zu den wichtigsten Antioxidanzien zählen die Vitamine A, C und E, die Mineralstoffe Zink und Selen und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie senken nachweislich die Belastung mit freien Radikalen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Info

Zink ist zudem notwendig für Reparaturvorgänge und die Zellteilung im Darm.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Achten Sie darauf, dass mindestens der Tagesbedarf an Antioxidanzien gedeckt ist, zum Beispiel mit 800 Mikrogramm Vitamin A, 100 Milligramm Vitamin C, 50 bis 30 Milligramm Vitamin E, 10 bis 20 Milligramm Zink und 100 Mikrogramm Selen. Bei einem starken Selenmangel können auch höhere Dosierungen notwendig sein. Alles über Selen erfahren Sie hier.

Es ist sinnvoll, ein Präparat zu wählen, das möglichst viele verschiedene Antioxidanzien enthält: Antioxidanzien wirken auf unterschiedliche Arten und unterstützen sich gegenseitig. Zum Beispiel wird Vitamin C benötigt, damit sich Vitamin E wieder erholen kann, nachdem es ein freies Radikal abgefangen hat.

Vitamin A: zu beachten in der Schwangerschaft

Vitamin A sollte in der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen eingenommen werden – zum Beispiel bei einem nachgewiesenen Mangel und auch nur unter ärztlicher Kontrolle: Vitamin A kann ab einer Menge von 3.000 Mikrogramm am Tag zu Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Diese Menge ist schnell erreicht, zum Beispiel durch Leberwurst oder angereicherte Fruchtsäfte.

Besser ist es, in der Schwangerschaft auf die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin zurückzugreifen. Beta-Carotin wird vom Körper nur bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt und schädigt das ungeborene Kind nicht.

B-Vitamine für Reparaturvorgänge im Darm

Wirkweise

Natürliche Produkte, wie Fleisch, Avocado, Eier
B-Vitamine sind am Energiestoffwechsel beteiligt und dienen zudem zum Abbau von zellschädigendem Homocystein. Bild: samael334/iStock/Getty Images Plus

B-Vitamine sind Voraussetzung für eine gesunde Darmschleimhaut: Sie sind am Energiestoffwechsel beteiligt und notwendig für die Teilung von Zellen und somit für Reparaturvorgänge im Darm.

Darüber hinaus braucht der Körper B-Vitamine zum Abbau von zellschädigendem Homocystein. Eine Beobachtungsstudie belegt, dass 60 Prozent der an Morbus Crohn Erkrankten einen zu hohen Homocysteinwert im Blut haben (Hyperhomocysteinämie). Forscher diskutieren, ob Homocystein zur Entwicklung von Darmkrebs beiträgt als Folge der chronischen Entzündung im Darm.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Achten Sie darauf, dass Sie den Bedarf an B-Vitaminen decken – zum Beispiel mit 3 bis 5 Milligramm Vitamin B1 und B2, 150 Mikrogramm Biotin, 40 bis 50 Milligramm Niacin und 20 bis 30 Milligramm Pantothensäure.

Speziell zur Senkung von Homocystein empfehlen Mikronährstoffmediziner meist 250 bis 500 Mikrogramm Vitamin B12, 400 bis 600 Mikrogramm Folsäure und 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6.

Tipp

Über die Hälfte der Menschen haben einen Gendefekt und können Folsäure zur Senkung von Homocystein nicht richtig verwerten: Bei ihnen ist ein Enzym vermindert, das Folsäure in seine aktive Form umwandelt. Greifen Sie daher zu Folsäurepräparten mit der aktiven Form 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). So umgehen Sie diesen Gendefekt.

Homocysteinwerte überprüfen lassen

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kann es sinnvoll sein, die Homocysteinwerte im Blut überprüfen zu lassen. Homocystein wird meist im Blutplasma bestimmt, dem flüssigen Teil des Blutes ohne Blutzellen. Normale Werte im Blutplasma liegen unter 10 Mikromol pro Liter.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen pro Tag

Vitamine

Vitamin D

mindestens 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin A

800 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

100 Milligramm (mg)

Vitamin E

50 bis 30 Milligramm

Vitamin B1

3 bis 5 Milligramm

Vitamin B2

3 bis 5 Milligramm

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm

Vitamin B12

250 bis 500 Mikrogramm

Folsäure

400 bis 600 Mikrogramm, als aktive Form 5-MTHF

Biotin

150 Mikrogramm

Niacin

40 bis 50 Milligramm

Pantothensäure

20 bis 30 Milligramm

Mineralstoffe

Zink

10 bis 20 Milligramm

Selen

100 Mikrogramm

Pflanzenstoffe

Curcumin

1.500 bis 2.000 Milligramm

Flavonoide, zum Beispiel Rutin und Quercetin

mindestens 300 Milligramm

Sonstige Nährstoffe

Resistente Stärke

20 bis 30 Gramm (g)

Lactobazillen und Bifidobakterien oder E. coli Nissle 1917

mindestens 10 Milliarden koloniebildende Einheiten (KBE)

Omega-3-Fettsäuren

2.000 Milligramm (mit möglichst hohem EPA-Gehalt)

Tipp

Fast alle Betroffene haben einen Mikronährstoffmangel. Deshalb empfehlen Ärzte immer ein Präparat, das alle Vitamine und Mineralstoffe enthält. Neben den Nährstoffen in der Tabelle sind Vitamin K, Eisen, Calcium, Magnesium und Kalium ebenfalls wichtig.

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Normalwerte

Stuhluntersuchung

Zusammensetzung der Darmflora: je nach Labor

pH-Wert: zwischen 6 und 7

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent (besser über 8 Prozent)

Homocystein

unter 10 Mikromol pro Liter (µmol/l)

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Aminosalicylate verringern Folsäurespiegel im Blut

Die Medikamentenwirkstoffe Mesalazin und Sulfasalazin (zum Beispiel Salofalk®, Pentasa® oder Azulfidine®) können einen Mangel an Folsäure verursachen. Sie setzen die Folsäureaufnahme im Darm herab, da sie ein Enzym hemmen, das für dessen Spaltung benötigt wird.

Besonders wenn Sulfasalazin regelmäßig eingenommen wird, ist die begleitende Einnahme von täglich 800 Mikrogramm Folsäure sinnvoll.

Info

Gerade Frauen mit Kinderwunsch müssen auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure achten: Der Körper benötigt Folsäure für die Bildung des Nervensystems. Ein Mangel führt zu Fehlbildungen, zum Beispiel zum „offenen Rücken“.

Glucocorticoide (Kortison) stören den Knochenstoffwechsel

Glucocorticoide hemmen die Calciumaufnahme im Darm und sorgen so dafür, dass den Knochen ihr wichtigster Baustein fehlt. Dadurch steigt das Risiko für Osteoporose, insbesondere unter Dauertherapie. Zu den Medikamenten zählen die Wirkstoffe Prednison (wie Decortin® und Rectodelt®), Dexamethason (zum Beispiel Dexabene®) oder Budesonid (Budecort® oder Budenofalk®).

Eine Studie mit einer Laufzeit von fünf Jahren zeigte, dass Calcium und Vitamin D die Knochendichte bei Betroffenen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verbessern. Neben Calcium sollten daher auch Vitamin D und unbedingt Vitamin K2 Bestandteil der begleitenden Mikronährstoffmedizin sein: Vitamin D regelt die Calciumaufnahme im Darm, während Vitamin K2 dafür sorgt, dass das Calcium aus dem Blut in den Knochen eingelagert wird. Sinnvoll sind täglich 1.000 Milligramm Calcium und 150 Mikrogramm Vitamin K2. Bei Vitamin D sollten es mindestens 2.000 Internationale Einheiten sein. Am besten wird die richtige Dosierung über einen Labortest bestimmt.

Zudem steigern Glucocorticoide die Ausscheidung von Vitamin C, Magnesium und Zink. Achten Sie daher darauf, den erhöhten Bedarf zu decken – zum Beispiel mit 200 bis 500 Milligramm Vitamin C, 300 Milligramm Magnesium und 10 bis 20 Milligramm Zink am Tag.

Immunsuppressiva als Vitamin- und Mineralstoffräuber

Häufig eingesetzte Immunsuppressiva sind Azathioprin (Imurek®) und Ciclosporin (Cicloral®): Azathioprin stört die Verwertung der B-Vitamine. Betroffen sind besonders Folsäure und Vitamin B12. Mikronährstoffexperten empfehlen deshalb 200 bis 800 Mikrogramm Folsäure am Tag und bei einem Vitamin-B12-Mangel 500 Mikrogramm Vitamin B12.

Der Medikamentenwirkstoff Ciclosporin steigert dagegen die Ausscheidung von Magnesium. Um den gesteigerten Bedarf auszugleichen, empfehlen Mikronährstoffmediziner 300 Milligramm Magnesium am Tag. Omega-3-Fettsäuren verringern zudem Nebenwirkungen von Ciclosporin: Ciclosporin kann die Nieren schädigen, Bluthochdruck verursachen oder die Blutfettwerte ansteigen lassen. Sinnvoll sind täglich bis zu 3.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren mit einem hohen EPA-Anteil.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung bei CED pro Tag

Aminosalicylate (Mesalazin und Sulfasalazin)

Folsäure

800 Mikrogramm (µg), als aktive Form 5-MTHF

Glucocorticoide (Kortison)

Calcium

1.000 Milligramm (mg)

Vitamin D

2.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K2

150 Mikrogramm

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm

Magnesium

300 Milligramm

Zink

10 bis 20 Milligramm

Immunsuppressiva

Azathioprin

Folsäure

200 bis 800 Mikrogramm, als aktive Form 5-MTHF

Vitamin B12

500 Mikrogramm

Ciclosporin

Magnesium

300 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

bis zu 3.000 Milligramm (mit hohem EPA-Anteil)

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Zusammenfassung

Chronische Entzündungen schädigen die Darmschleimhaut. Grund ist wahrscheinlich eine gestörte Darmbarriere gegenüber den eigenen Darmbakterien. Ziel der Mikronährstoffmedizin ist es, die Entzündungen zu lindern und den Darm zu stärken, sodass die beschwerdefreie Zeit so lange wie möglich anhält.

Resistente Stärke und nützliche Darmbakterien (Probiotika) sorgen für eine gesunde Darmflora und eine starke Darmbarriere. Vitamin D reguliert dagegen das Immunsystem, während die langkettigen Omega-3-Fettsäuren – vor allem EPA – direkt entzündungshemmend wirken. Pflanzenstoffe wie Curcumin und Flavonoide (Rutin und Quercetin) lindern ebenfalls Entzündungen und unterstützen die Medikamente bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Glutamin liefert den Darmzellen Energie, wohingegen Antioxidanzien und B-Vitamine weitere Zellschäden im Darm verhindern.

Mikronährstoffmediziner empfehlen fast immer ein Multivitaminpräparat, da es Betroffenen sehr oft an verschiedenen Mikronährstoffen gleichzeitig fehlt: Die Entzündungen im Darm schränken die Nährstoffaufnahme ein. Zudem können Medikamente weitere Mikronährstoffmängel verursachen.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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Benjamin, J. et al. (2012): Glutamine and whey protein improve intestinal permeability and morphology in patients with Crohn's disease: a randomized controlled trial. Dig Dis Sci. 2012 Apr;57(4):1000-12. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22038507, abgerufen am: 26.09.2017.

Biesaklsi, H.-K. (2016): Vitamine und Minerale. Indikation, Diagnostik, Therapie. Georg Thieme Verlag Stuttgart New York.

Böhm, S. K. & Kruis, W. (2009): Probiotika zur Prophylaxe und Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen, in: Bischoff, S. C. (Hrsg.): Probiotika, Präbiotika und Synbiotika. 1. Aufl. Georg Thieme Verlag: Stuttgart, New York.

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