Darmflora-Störungen behandeln

Wie die Mikronährstoffmedizin das Gleichgewicht im Dickdarm wiederherstellt

Unser Dickdarm ist von unzähligen Mikroorganismen besiedelt, vor allem von Bakterien. Diese werden in ihrer Gesamtheit als Darmflora bezeichnet. Darmbakterien übernehmen wichtige Stoffwechselaufgaben und unterstützen das Immunsystem. Überwiegen schädliche oder krank machende Bakterien, gerät der Darm aus dem Gleichgewicht. Dann spricht man von einer Darmflora-Störung oder Dysbiose. Symptome wie Verdauungsstörungen, zum Beispiel Durchfall oder Verstopfung, aber auch Müdigkeit und Kopfschmerzen können die Folge sein. Erfahren Sie, wie die Mikronährstoffmedizin die Darmflora im Dickdarm wieder in Balance bringt und wie sie die gesundheitsfördernden Bakterien bei ihren Aufgaben unterstützen kann.

Ärztin hält ein Tablet mit einer Grafik eines Darms
Bei einer Darmflorastörung ist das Verhältnis zwischen gesundheitsförderlichen und krankmachenden Bakterien im Dickdarm gestört. Bild: Natali_Mis/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter einer Dysbiose?

Der Verdauungstrakt, vor allem der Dickdarm, ist von einer Vielzahl an Kleinstlebewesen (Mikroorganismen) besiedelt, in erster Linie Bakterien. Aus diesen mehr als 100 Billionen Mikroorganismen besteht unsere Darmflora (Mikrobiom). Sie bewahrt den Darm vor Infektionen, unterstützt das Immunsystem, produziert kurzkettige Fettsäuren sowie Vitamine und sorgt für einen optimalen pH-Wert. Überwiegen krank machende Bakterien in der Darmflora, gerät diese aus dem Gleichgewicht und kann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Man spricht dann von einer Dysbiose (Ungleichgewicht).

Ursachen einer Darmflora-Störung

Die Darmflora ist ein empfindliches System, das durch unterschiedliche Faktoren aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann – zum Beispiel durch:

  • Infektionen durch Bakterien: Durchfallbakterien oder der Magenkeim Helicobacter pylori reizen die Darmschleimhaut.
  • falsche Ernährung: Eine fett- und zuckerreiche  Ernährung  fördert das Wachstum ungesunder Bakterien.
  • Stress: Auch durch körperlichen und seelischen  Stress  wird die Darmflora beeinflusst. Schädliche Bakterien haben leichteres Spiel.
  • Nahrungsmittelintoleranzen: Unverträglichkeiten gegenüber Fruktose, Gluten und Laktose können Entzündungen hervorrufen und so das Gleichgewicht der Darmflora stören.
  • Alkohol reizt die Zellen des Magen- und Darmtrakts. Er fördert die Produktion verschiedener Entzündungsfaktoren und schadet den gesunden Darmbakterien.
  • Umweltgifte: Quecksilber und Blei können über die Nahrung aufgenommen werden und eine Dysbiose begünstigen.
  • Medikamente: Die Einnahme von Antibiotika tötet nicht nur die krank machenden, sondern auch die gesundheitsfördernden Bakterien ab. Je breiter das Wirkspektrum und je länger die Therapiedauer ist, desto stärker schädigen Antibiotika die Darmflora. Auch andere Medikamente wie Abführmittel und die Anti-Baby-Pille können das Gleichgewicht stören.

Symptome der Darmflora-Störung

Eine Darmflora-Störung äußert sich meist durch einen Blähbauch, oft verbunden mit Blähungen oder Verdauungsstörungen, Völlegefühl und Übelkeit. Auch Durchfall und Verstopfung treten häufig auf. Die Dysbiose kann aber nicht nur die Verdauung stören. Es kann auch zu Beschwerden wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen kommen. Menschen mit Darmflora-Störungen sind darüber hinaus anfälliger für Infekte.

Folgen einer Darmflora-Störung

Illustartion verschiedener Bakterien
Zu den gesundheitsfördernden „guten“ Bakterien gehören zum Beispiel Bifidobakterien und Laktobazillen. Auch E. Coli gehört dazu, obwohl er oft mit Lebensmittelvergiftungen in Verbindung gebracht wird. Aber eigentlich sind die meisten E. coli-Stämme harmlos und Teil unserer natürlichen Darmflora. Bild: Bezvershenko/iStock/Getty Images Plus

Die Darmflora bestimmt, welche Nahrungsbestandteile und andere Stoffe für unser Immunsystem harmlos oder gefährlich sind. Bei einer Fehlbesiedelung kann das Immunsystem entweder sehr sensibel oder zu wenig reagieren. Dadurch kann es eigentlich harmlose Zellen angreifen – was sich in Autoimmunkrankheiten äußern kann – oder es kann zu Infektionen kommen. Durch die Dysbiose ändert sich langfristig auch die Darmschleimhaut: Sie wird durchlässig und Giftstoffe können nicht mehr abgewehrt werden. Die Darmschleimhaut ist eine wichtige Barriere, die das Körperinnere von der Außenwelt abtrennt.

Verschiedene Erkrankungen können in Zusammenhang mit einer Darmflora-Störung stehen. Allerdings ist bisher nicht klar, ob eine Dysbiose Ursache oder Folge dieser Krankheiten ist. Beispiele sind:

Zudem wird bei folgenden Erkrankungen eine Verbindung zur Darmflora vermutet: Multiple Sklerose, Depressionen, Migräne, Krebs, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Welchen Einfluss der Darm auf die Entstehung dieser Krankheiten hat, wird derzeit intensiv erforscht.

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Ziele der Behandlung

Wie wird die Darmflora-Störung klassisch behandelt?

Eine klassische Therapie für Darmflora-Störungen gibt es derzeit nicht, ebenso fehlen Behandlungsleitlinien. Grundsätzlich gilt es, schädliche Einflüsse zu vermeiden. Da zum Beispiel eine Antibiotika-Einnahme die Zusammensetzung der Darmflora massiv verändert, müssen das Risiko und der Nutzen kritisch hinterfragt werden.

Auch die Ernährung beeinflusst die Darmflora, weshalb eine ausgewogene Ernährung wichtig ist. Vorteilhaft sind ballaststoffreiche Lebensmittel sowie wenig Zucker und sehr fettreiche Mahlzeiten. Stark blähende Lebensmittel (zum Beispiel Kohl) und Alkohol sollten vermieden werden. Eine Ernährungsberatung und ein abgestimmter Ernährungsplan können die Behandlung unterstützen.

Manchmal wird eine Darmsanierung zur Therapie einer gestörten Darmflora empfohlen. Da hierfür keine aussagekräftigen Studienergebnisse zum Erfolg der Behandlung vorliegen, wird diese allerdings nicht von den Krankenkassen bezahlt. Bei einer Darmsanierung werden unterschiedliche Methoden angewandt – wie eine Darmreinigung über Einläufe sowie Fastenkuren.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Lebensmittel die reich an Ballaststoffen sind
Ballaststoffe wie resistente Stärke aus Mais dienen den Darmbakterien als Nahrung. Sie sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Mikronährstoffmedizin bei einer Darmflorastörung. Bild: robynmac/iStock/Getty Images Plus

Bestimmte Stoffe können die Darmschleimhaut unterstützen und damit die Darmbarriere und die Immunabwehr stärken. Dies bringt den Darm wieder ins Gleichgewicht und verdrängt die schlechten Darmbakterien. In der Mikronährstoffmedizin hat sich Folgendes bewährt:

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Resistente Stärke dient Darmbakterien als Nahrung

Wirkweise von resistenter Stärke

Resistente Stärke ist ein Ballaststoff, der nicht verdaut werden kann. Für unsere Darmbakterien ist er jedoch sehr wichtig: Sie können daraus kurzkettige Fettsäuren herstellen, die den Zellen im Dickdarm Energie liefern. Insbesondere die kurzkettige Buttersäure (Butyrat) wirkt entzündungshemmend. Darüber hinaus senken kurzkettige Fettsäuren den pH-Wert und stellen somit optimale Bedingungen für eine gesundheitsfördernde Darmflora her. Eine erste Studie bestätigt die Wirkung: Wurde die Ernährung um resistente Stärke ergänzt, veränderte sich die Bakterienzusammensetzung im Darm positiv.

Möglicherweise kann die Einnahme von resistenter Stärke auch die Heilung von Durchfallerkrankungen unterstützen: In einer ersten Studie mit 183 Kindern im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren konnte die Gabe von resistenter Stärke die Dauer des Durchfalls deutlich verkürzen im Vergleich zur Standardtherapie. Auch eine weitere Vorstudie an Erwachsenen mit wässrigenDurchfällen belegt das: Im Vergleich zu einer Zuckerlösung konnte resistente Stärke die Dauer der Durchfälle um 55 Prozent senken und das Stuhlgewicht (und damit auch die verlorene Wassermenge) bereits nach 12 Stunden verringern.

Resistente Stärke: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei einer Störung der Darmflora im Dickdarm empfehlen Mikronährstoff-Experten bis zu 25 Gramm resistente Stärke täglich. Nehmen Sie resistente Stärke (zum Beispiel in Form von Pulver) über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten ein – zum Beispiel dreimal täglich jeweils 8 Gramm. Begleitend dazu ist es wichtig, viel zu trinken.

Tipp

Zu Beginn der Einnahme kann resistente Stärke Blähungen verursachen. Empfehlenswert ist es, mit der Einnahme langsam zu beginnen, bis sich der Darm an eine höhere Ballaststoffzufuhr gewöhnt hat. Sinnvoll sind zum Beispiel zuerst 8 Gramm für den ganzen Tag. Wenn resistente Stärke vertragen wird, kann die Dosis erhöht werden.

Probiotika können helfen, das Ungleichgewicht zu beheben

Wirkweise von Probiotika

Zu den Probiotika zählen lebende, gesundheitsfördernde Bakterien, zum Beispiel Milchsäurebakterien.Nach der Einnahme von Probiotika siedeln sie sich im Dickdarm an und haben gesundheitsfördernde Effekte: Zum Beispiel konkurrieren Probiotika mit schlechten Bakterien um Nährstoffe und beeinflussen so die Zusammensetzung der Darmflora positiv. Probiotika unterstützen auch das Immunsystem und helfen dem Körper, sich gegen Krankheitserreger zu wehren, indem sie die Produktion schützender Antikörper ankurbeln. Außerdem wird die Barriere des Darms gestärkt und verhindert, dass schädliche Stoffe durch die Darmschleimhaut in den Körper eindringen können.

In einer ersten Studie an 60 Erwachsenen mit Reizdarmsyndrom reduzierten sich Blähungen und Schmerzen nach einer Kur mit Lactobacillus plantarum. Eine Besserung belegt auch eine hochwertige Studie an Reizdarm-Patienten, die eine probiotische Mixtur aus Laktobazillen, Bifidobakterien undStreptococcus thermophilus erhielten. Die Probiotika-Einnahme war nicht nur mit einer Linderung der Beschwerden verbunden, sondern auch mit einer Stabilisierung der Darmflora-Zusammensetzung. Ebenso ging in einer Vorstudie mit gesunden Teilnehmern die Ergänzung von Laktobazillen und Bifidobakterien mit einer Vermehrung nützlicher und einer Senkung schädlicher Bakterien einher.

Probiotika wurden auch im Zusammenhang mit einer Antibiotika-Einnahme untersucht. Eine Übersichtsarbeit mehrerer Studien ergab, dass Antibiotika-bedingte Durchfälle durch Probiotika seltener auftraten. Bakterienarten wie Lactobacillus rhamnosus und Saccharomyces boulardii waren dabei besonders effektiv.

Illustration von Bakterien
Die Ergänzung von probiotischen Bakterien hilft, die gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es konnten in Studien zum Beispiel Blähungen, Durchfall und Schmerzen reduziert werden. Bild: Rost-9D/iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, müssen Probiotika täglich über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Damit die guten Bakterien im Dickdarm ankommen, sollten die Präparate mindestens eine Milliarde Keime enthalten (1 x 109 koloniebildenden Einheiten). In einer ersten Studie an Reizdarm-Patienten wurde eine Dosierung von 50 Millionen (5 × 107) eingesetzt.

Mikronährstoff-Mediziner empfehlen für eine gute Wirkung aber meist mehr – zum Beispiel mindestens 10 Milliarden Keime (10 x 109). Zudem raten sie meist zu einem Kombinationspräparat mit verschiedenen Laktobazillen und Bifidobakterien. Es wird vermutet, dass sie sich in ihrer Wirkung ergänzen und die Überlebenswahrscheinlichkeit im Dickdarm so am größten ist.

Probiotika gibt es in Form von Pulver oder Kapseln. Optimal ist die Wirkung, wenn Sie Probiotika zu einer leichten Mahlzeit einnehmen. So können die Keime den Magen schnell passieren und werden durch die Magensäure nicht zu sehr geschädigt.

Tipp

Auch Joghurt und Käse enthalten lebende Bakterien, jedoch häufig nicht in ausreichender Menge. Die Menge ist abhängig von der Zubereitung und Lagerungsdauer. Auch wenn eine hochwertige Studie zeigt, dass ein probiotischer Joghurt generell wirksam war, empfehlen Mikronährstoff-Mediziner meist ein Präparat mit einer genau definierten Keimanzahl.

Probiotika: zu beachten bei Erkrankungen

Einige probiotische Bakterien bilden möglicherweise Histamin im Darm. Dazu zählen: Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus, Lactobacillus reuteri, Lactococcus lactis und Enterococcus faecium. Daher kann eine Probiotika-Einnahme bei einer Histaminintoleranz Beschwerden hervorrufen.

Sehr geschwächte Patienten mit unterdrücktem Immunsystem, Personen mit zentralen Venenzugängen (zum Beispiel bei Chemotherapie), Herzklappenerkrankungen und Kurzdarmsyndrom sollten keine Probiotika einnehmen.

Omega-3-Fettsäuren wirken Entzündungen entgegen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren lindern Entzündungen: Der Körper kann aus Omega-3-Fettsäuren, vor allem aus Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), Stoffe herstellen, die antientzündlich wirken. Gleichzeitig hemmen sie die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen.

Beobachtungsstudien zeigen, dass eine gestörte Darmflora mit chronischen Entzündungsprozessen und Stoffwechselstörungen in Verbindung stehen. Diese können zu Erkrankungen wie Fettleibigkeit (Adipositas) oder Diabetes führen.Omega-3-Fettsäuren haben sich generell bei entzündungsbedingten Erkrankungen bewährt: In teils hochwertigen Studien hatten Omega-3-Fettsäuren eine positive Wirkung bei rheumatoider Arthritis und bei Verkalkungen der Blutgefäße. Auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen könnten sie helfen.

Eventuell haben Omega-3-Fettsäuren auch einen förderlichen Effekt auf die Darmflora und liefern – wie Ballaststoffe – unverdauliche Bestandteile, die den guten Bakterien als Nahrung dienen. In ersten Studien ließ sich eine Abnahme des Darmbakteriums Faecalibacterium durch Omega-3-Fettsäuren beobachten, das zum Beispiel bei Reizdarm-Patienten erhöht ist. Gleichzeitig stieg die Zahl an Bakterien, die entzündungshemmende kurzkettige Fettsäuren produzieren. Dieser Anstieg wird auch durch eine weitere Vorstudie verdeutlicht. Die Ergebnisse sind vielversprechend, müssen aber durch weitere Studien untermauert werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Bei entzündungsbedingten Erkrankungen empfehlen Mikronährstoff-Experten täglich 1.000 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren – idealerweise aus Fisch- oder Krillöl, da es EPA und DHA enthält. Achten Sie dabei auf einen höheren Gehalt an EPA (zum Beispiel 1.400 Milligramm), da EPA stark entzündungshemmend wirkt. 

Omega-3-Fettsäuren wirken am besten, wenn die Einnahme mit etwas Fett aus der Mahlzeit ergänzt wird. Nehmen Sie die Präparate deshalb zu einer Mahlzeit ein.

Tipp

Bei Omega-3-Präparaten gibt es große Qualitätsunterschiede: Achten Sie auf Präparate, die gereinigt wurden. Sie sind frei von Schadstoffen und unerwünschten Rückständen.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Ob Sie gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgt sind, erfahren Sie durch den Omega-3-Index. Dabei misst das Labor den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Omega-3-Index wird in Prozent angegeben und sollte optimalerweise über 8 liegen. Dies bedeutet, dass 8 von 100 Fettsäuren in den roten Blutzellen hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Einnahme von Blutverdünnern, Erkrankungen und vor Operationen

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, könnten sie ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt: Er kann die Blutgerinnungszeit (Quick-Wert) regelmäßig kontrollieren. Zu den Blutverdünnern zählen:

  • Cumarin-Derivate (wie Phenprocoumon und Warfarin)
  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Heparin
  • neue orale Antikoagulanzien: Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban

Bei akuten Leber- oder Nierenerkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben oder sich einer Operation unterziehen müssen, sollten Sie die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zuvor mit dem Arzt abklären. Einige Ärzte empfehlen, ein bis zwei Wochen vor der Operation auf Omega-3-Präparate zu verzichten.

Glutamin für eine starke Darmbarriere

Wirkweise von Glutamin

Die Aminosäure Glutamin ist der Hauptenergielieferant für Zellen im Dünndarm. Es gibt aber auch Hinweise, dass die Zellen im Dickdarm Glutamin als Energielieferant nutzen können. Außerdem reguliert Glutamin spezielle Eiweiße, die die Darmwand versiegeln. Dadurch stärkt es die Darmbarriere. Zudem kann Glutamin die Signalwege entzündlicher Prozesse unterbrechen. Insbesondere bei einem „löchrigen Darm“ (Leaky-Gut-Syndrom) scheint die Ergänzung von Glutamin vielversprechend. Erste Studien belegen, dass sich nach der Einnahme von Glutamin die Darmbarriere verbesserte – zum Beispiel bei Kindern und schwerkranken Personen.

Eine Störung der Darmflora steht vermutlich mit dem Auftreten von Übergewicht in Verbindung. In einer Vorstudie erhielten übergewichtige Teilnehmer 30.000 Milligramm Glutamin täglich. Dies konnte bereits nach zwei Wochen das Verhältnis der Darmbakterien Firmicutes und Bakteroidetes positiv verändern. Bei normalgewichtigen Menschen sind Bacteroidetes in der Überzahl, bei übergewichtigen Personen Firmicutes.

Info

Die Bakterienzusammensetzung beeinflusst direkt den Energiestoffwechsel: Durch ein Überangebot an Firmicutes kann die Nahrung vermutlich besser aufgespalten und verwertet werden, man nimmt leichter zu. Glutamin könnte also nicht nur helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sondern auch indirekt Übergewicht reduzieren.

Die chemische Formel für Glutamin
Glutamin ist eine Aminosäure, die die Darmbarriere stärkt. Glutamin reguliert spezielle Eiweiße, die die Darmwand abdichten. Bild: Zerbor/iStock/Getty Images Plus, Bulgnn/iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlungen von Glutamin

Die empfohlene Dosis zur Stärkung der Darmbarriere beträgt 5.000 bis 15.000 Milligramm Glutamin täglich. Glutamin ist in Form von Kapseln oder Pulver erhältlich. Am besten verwertet der Körper Glutamin, wenn er es in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt zur Verfügung hat. Verteilen Sie die Gesamtdosis daher über den Tag. Ideal ist die Einnahme eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten: So hat Glutamin genügend Vorsprung, bevor andere Aminosäuren aus der Nahrung seine Aufnahme im Darm verringern.

Glutamin: zu beachten bei Erkrankungen

Bei Störungen der Nieren- und Leberfunktion sollte kein Glutamin eingesetzt werden. Wird Glutamin abgebaut, entsteht Stickstoff (Ammonium), der wiederum entgiftet werden muss. Bei Störungen der Nieren- und Leberfunktion ist die Entgiftung jedoch beeinträchtigt.

Flavonoide beeinflussen möglicherweise die Darmflora und hemmen Entzündungen

Wirkweise von Flavonoiden

Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe. Die gesundheitsfördernden Wirkungen von Pflanzenstoffen sind teilweise gut untersucht. Über ihren Effekt auf die Zusammensetzung der Darmbakterien und über die wechselseitige Beziehung zwischen Darmflora und Flavonoiden ist bisher jedoch nur wenig bekannt. Flavonoide beeinflussen möglicherweise nicht nur die Zusammensetzung der Darmflora, auch beeinflusst die Darmflora die Verfügbarkeit und Aktivität von Flavonoiden. Darmbakterien wandeln bestimmte Flavonoide zum Beispiel in andere Substanzen um.

Zellversuche belegen den Effekt der Flavonoide auf das in der Darmflora enthaltene Bifidobacterium adolescentis: Flavonoide könnten Nahrung für das Darmbakterium liefern und so sein Wachstum fördern und dessen entzündungshemmende Aktivität steigern. In einer ersten Studie an Menschen wirkte sich eine Flavonoid-reiche Ernährung positiv auf die Darmbarriere, die Stoffwechselaktivität der Darmflora und das Entzündungsgeschehen im Darm aus. Dabei wurden 340 Milligramm Flavonoide pro 1.000 Kilokalorien zugeführt.

Wichtige Flavonoide für den Darm sind Rutin und Quercetin. Die Darmflora wandelt Rutin in Quercetin um. Beide Flavonoide haben eine antientzündliche Wirkung und könnten bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Tierversuche belegen dies bereits. Studien an Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gibt es jedoch noch nicht. Inwieweit Flavonoide die Zusammensetzung der Darmflora beim Menschen beeinflussen können und bei entzündlichen Darmerkrankungen helfen, muss also weiter untersucht werden. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften ist die Einnahme jedoch einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Flavonoiden

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer Darmflora-Störung grundsätzlich eine Ernährung, die reich ist an Flavonoiden – das bedeutet viel Obst und Gemüse. Zur Ergänzung können auch Präparate mit Rutin und Quercetin hilfreich sein. Sinnvoll sind zum Beispiel 150 Milligramm Rutin und 150 Milligramm Quercetin zusammen mit einer Mahlzeit.

Flavonoide: zu beachten bei Erkrankungen

Da Rutin und Quercetin über die Leber und Nieren ausgeschieden werden, ist bei schweren Erkrankungen dieser Organe Vorsicht geboten. Nehmen Sie in diesen Fällen ohne ärztlichen Rat keine Präparate mit Rutin und Quercetin ein.

Auch bei Wassereinlagerungen infolge von Herzerkrankungen ist die Einnahme von Rutin nicht angezeigt.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung am Tag bei Darmflora-Störung

 

Probiotika und Ballaststoffe

Probiotika mit Laktobazillen und Bifidobakterien

10 Milliarden (10 x 109) koloniebildende Einheiten (KBE)

Resistente Stärke

25 Gramm (g)

  
 

Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm (mg) mit hohem EPA-Gehalt (zum Beispiel 1.400 Milligramm EPA)

  
 

Aminosäuren

Glutamin

5.000 bis 15.000 Milligramm

  
 

Pflanzenstoffe

Flavonoide

zum Beispiel 150 Milligramm Quercetin und 150 Milligramm Rutin

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Darmflora-Störung

 

Optimalwerte

Omega-3-Index

über 8 Prozent (%)

 

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Zusammenfassung

Eine gesunde Darmflora ist Voraussetzung für unsere Gesundheit. Liegt ein Ungleichgewicht von nützlichen zu schädlichen Bakterien vor, spricht man von einer Darmflora-Störung (Dysbiose). Es kann zu unterschiedlichen Symptomen wie Blähbauch, Durchfall und Müdigkeit kommen. Eine Darmflora-Störung steht außerdem mit verschiedenen Erkrankungen wie dem Leaky-Gut-Syndrom, Diabetes mellitus, Depressionen und Übergewicht in Verbindung.

Die Mikronährstoffmedizin kann helfen, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hierbei haben sich vor allem Probiotika bewährt. Probiotika sind gesundheitsfördernde Bakterien wie Laktobazillen. Sie siedeln sich im Darm an und konkurrieren mit schädlichen Bakterien um Nährstoffe. Ballaststoffe, wie resistente Stärke, unterstützen die nützlichen Bakterien und liefern ihnen Energie.

Zudem wirken Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend und können möglicherweise auch die Zusammensetzung der Darmflora günstig beeinflussen. Glutamin ist ein wichtiger Nährstoff für die Darmzellen und hilft dabei, den Darm abzudichten und den Körper vor Giftstoffen zu schützen. Flavonoide, wie Quercetin und Rutin, könnten darüber hinaus die Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen unterstützen.

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