Durchfall behandeln mit probiotischen Bakterien und Hefen

Wie die Mikronährstoffmedizin Durchfall natürlich behandeln und die Entstehung von Mineralstoffmängeln vermeiden kann

Durchfall zählt zu den häufigsten Gründen, aus denen Menschen ihren Hausarzt aufsuchen: Allerdings ist bei Durchfall nicht immer eine Behandlung mit Medikamenten nötig, dennoch kann die Mikronährstoffmedizin einen wertvollen Beitrag hierzu leisten. Sie unterstützt die Heilung und dämpft die Folgen besonders von andauerndem chronischen Durchfall. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick, mit welchen Nährstoffen Sie bei Durchfall eine besonders gute Wirkung erzielen können.

Person fasst sich an den Bauch im Badezimmer
Durchfall zählt zu den häufigsten Gründen, aus denen Menschen ihren Hausarzt aufsuchen. Von Durchfall sprechen Mediziner, wenn Erwachsene mehr als dreimal pro Tag Stuhlgang haben und der Stuhl dabei ungeformt, also dünn oder sogar flüssig ist. Bild: seksan mongkhonkhamsao/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist Durchfall und wie äußert er sich?

Von Durchfall sprechen Mediziner, wenn Erwachsene mehr als dreimal pro Tag Stuhlgang haben und der Stuhl dabei ungeformt, also dünn oder sogar flüssig ist. Oft ist bei Durchfall auch die Stuhlmenge erhöht. Abhängig von der Ursache können weitere Beschwerden wie Bauchschmerzen, Fieber, Blähungen, Übelkeit oder Erbrechen hinzukommen.

Je nach Verlauf unterscheiden Ärzte zwischen akuten Durchfällen, die nur wenige Tage andauern, und chronischen Durchfällen. Chronische Durchfälle halten länger als 14 Tage an und erfordern in der Regel eine genaue Abklärung durch den Arzt. Bei allen Durchfällen, die länger als drei Tage andauern, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Vor allem bei Babys, Kleinkindern und älteren Menschen ist bei Durchfall besondere Vorsicht geboten: Der starke Verlust von Wasser und Mineralstoffen kann den Körper austrocknen und den Kreislauf extrem belasten. In schweren Fällen kommt es hierdurch zu einem Blutdruckabfall, Kreislaufschwäche und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma.

Tipp

Ärztlichen Rat sollten Sie auch dann einholen, wenn Durchfall mit Fieber über 38 °C besteht oder Sie Blut im Stuhl bemerken. Zudem kann ein Durchfall für Menschen gefährlich werden, die täglich Medikamente einnehmen. Diese werden im Darm nicht mehr vollständig aufgenommen und können dadurch nicht mehr so gut wirken. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt, was Sie bei der Medikamenteneinnahme während eines Durchfalls beachten müssen.

Welche Ursachen hat Durchfall?

Illustration von Viren im menschlichen Darm
Lebensmittelvergiftungen oder Magen-Darm-Infekte, die zu akuten Durchfällen führen, werden durch bestimmte Bakterien, Viren oder Darmpilze hervorgerufen. Bild: man_at_mouse/iStock/Getty Images Plus

Zu den wichtigsten Gründen für akute Durchfälle zählen Lebensmittelvergiftungen und Magen-Darm-Infekte (Magen-Darm-Grippe). Diese werden durch bestimmte Bakterien, Viren oder Darmpilze hervorgerufen. Bei bakteriellen Infekten können die Beschwerden entweder durch den Erreger selbst ausgelöst werden oder durch seine Giftstoffe (Toxine). Die Giftstoffe können in der Darmschleimhaut eine Entzündung auslösen und die Funktion des Darms beeinträchtigen.

Tipp

Um eine Lebensmittelvergiftung zu verhindern, sollten Sie Obst und Gemüse gründlich waschen und tierische Lebensmittel wie Eier oder Geflügel durchgaren. Die meisten Keime werden bei Temperaturen von 70 bis 100 °C abgetötet. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Milch und Fleisch sollten durchgängig kühl gelagert werden.

Auch einige Medikamente, wie zum Beispiel Chemotherapeutika oder Antibiotika, stören die Darmflora. Daneben bringen psychische Faktoren wie Aufregung, Angst und Stress oft die Verdauung auf Touren.

Hinter chronischen Durchfällen verbergen sich oft Lebensmittelunverträglichkeiten. Hierzu zählt zum Beispiel die Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) und Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz). Organische Erkrankungen, die Durchfälle auslösen können, sind zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, Darmkrebs, eine Schilddrüsenüberfunktion oder das Reizdarmsyndrom.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Durchfall klassisch behandelt?

Reis in einer Glasschale und Zwieback
Es empfiehlt sich eine darmschonende, fettarme Ernährung mit stopfenden Lebensmitteln wie Reis, Bananen oder Zwieback. Bild: Martin Keiler/nortongo/iStock/Getty Images Plus

Wichtigstes Ziel der Behandlung von Durchfall ist es, den Flüssigkeits- und Salzhaushalt (Elektrolyte) wieder zu normalisieren und die akuten Beschwerden zu lindern.

Achten Sie deshalb darauf, genug zu trinken. Besonders geeignet sind leicht gezuckerte Tees und verdünnte Fruchtsäfte. Reine Fruchtsäfte und Limonaden können aufgrund des hohen Zuckergehalts die Beschwerden verstärken und sind deshalb ungeeignet. Auch Leitungswasser ist aufgrund des sehr geringen Gehalts an Salzen nicht zu empfehlen. Sinnvoll sind gesalzene Suppen und Salzgebäck. Insgesamt empfiehlt sich eine darmschonende, fettarme Ernährung mit stopfenden Lebensmitteln wie Reis, Bananen oder Zwieback.

Bei starkem Durchfall verordnen Ärzte auch Medikamente:

  • Peristaltikhemmer verringern die gesteigerte Darmtätigkeit und lindern dadurch den Stuhldrang. Dazu zählt vor allem der Wirkstoff Loperamid (zum Beispiel Imodium® akut, Lopedium®,Loperamid STADA®).
  • Antiemetika kommen zum Einsatz, wenn Durchfall mit Erbrechen auftritt. Sie wirken gegen Übelkeit und Brechreiz. Zu den Antiemetika zählen Wirkstoffe wie Dimenhydrinat (zum Beispiel Vomex A®, Dimenhydrinat AL), Domperidon (zum Beispiel Domperidon-TEVA®, Motilium®) oder Metoclopramid (zum Beispiel Gastronerton®, MCP-HEXAL®).
  • Antibiotika sind bei Durchfall nur in bestimmten Situationen sinnvoll, zum Beispiel bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder bei blutigen Durchfällen. Voraussetzung ist, dass der Durchfall durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen wird, da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken.

Tipp

Achten Sie auf ausreichende Hygiene: Die Krankheitserreger sind oft sehr ansteckend. Hierzu gehört vor allem das Händewaschen nach jedem Toilettenbesuch, vor dem Zubereiten von Mahlzeiten und nach dem Kontakt mit Gegenständen, die mit dem Erreger belastet sein könnten (zum Beispiel Windeln, Türklinken, Waschbecken).

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Auch die Mikronährstoffmedizin normalisiert den Flüssigkeits- und Salzhaushalt und lindert die Beschwerden einer Durchfallerkrankung:

  • Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Zink helfen dabei, die massiven Salzverluste auszugleichen.
  • Gesundheitsfördernde Darmbakterien (Probiotika) und ihre Nahrungsstoffe (Präbiotika) bauen die gestörte Darmflora wieder auf.
  • Bestimmte Heilpflanzen und ihre Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Kamille, Quercetin, Rutin, Grüntee-Extrakt oder Curcumin, wirken Entzündungen im gereizten Darm entgegen, schützen den Darm vor oxidativem Stress und stärken zudem das Immunsystem.

Besonders bei chronischem Durchfall muss zudem ein Vitamin- und Mineralstoffmangel vermieden werden. Mikronährstoffmediziner empfehlen dann meist ein Multipräparat, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält – zum Beispiel alle B-Vitamine; aber auch Vitamine, die für das Immunsystem wichtig sind wie Vitamin C und D.


Behandlung mit Mikronährstoffen

Probiotika bringen die Darmflora ins Lot

Wirkweise von Probiotika

Illustration von Bakterien
Der Darm beherbergt viele Bakterien, die in ihrer Gesamtheit als Darmflora bezeichnet werden. Durchfall ist häufig die Folge einer gestörten Darmflora. Bild: ClaudioVentrella/iStock/Getty Images Plus

Der Darm beherbergt viele Mikroorganismen wie Bakterien, die in ihrer Gesamtheit als Darmflora bezeichnet werden. Durchfall ist häufig die Folge einer gestörten Darmflora.

Probiotika regulieren die Darmflora. Sie enthalten bestimmte lebensfähige Mikroorganismen, zum Beispiel Milchsäurebakterien (Lactobacillus) oder Hefepilze (zum Beispiel Saccharomyces boulardii). Diese können sich im Darm ansiedeln und helfen, die gestörte Darmflora wieder ins Lot zu bringen: Sie stärken die Immunantwort, bewirken die Abwehr fremder Bakterien und fördern Gesundheit und Dichtigkeit der Darmwand. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin empfiehlt deshalb bei akutem Durchfall den Einsatz von Probiotika. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen die positive Wirkung:

Akuter, infektiöser Durchfall: Mehrere große hochwertige Übersichtsarbeiten, in denen die Daten von wissenschaftlichen Studien ausgewertet werden, kommt zu dem Ergebnis, dass Probiotika die Dauer des akuten Durchfalls um einen Tag verkürzen. Auch die Anzahl der Stuhlgänge reduzierte sich nach kurzer Zeit. Kinder mit einer akuten Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) profitierten außerdem von verkürzten Krankenhausaufenthalten.

Vorbeugung: Sind Reisedurchfall oder infektiöser Durchfall absehbar, empfiehlt sich ein vorbeugender Einsatz von Probiotika. Eine Übersicht der verfügbaren Studien kommt zu dem Schluss, dass Probiotika das Auftreten von Reisedurchfall um sechs bis 21 Prozent reduzieren. Das Gesamtrisiko für Durchfälle unterschiedlicher Ursachen sank um 34 Prozent.

Nicht infektiöser Durchfall: Auch Menschen, die bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder beim Reizdarmsyndrom an Durchfall leiden, profitieren vermutlich von Probiotika: Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass eine Behandlung mit Probiotika die Barrierefunktion des Darms verbessern und die Beschwerden lindern kann. Es sind jedoch weitere hochwertige Studien erforderlich, um diese Wirkung zu bestätigen.

Da bei der Anwendung von Probiotika kaum Nebenwirkungen auftreten, gilt die Anwendung sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen als sehr sicher.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Damit genügend Bakterien lebend im Darm ankommen, sind gewisse Mengen notwendig. Zur Behandlung und Vorbeugung von Durchfällen empfehlen Ärzte deshalb täglich mindestens eine Milliarde (109), besser 10 bis 20 Milliarden (2 x 1010) Bakterien. Sie werden als koloniebildende Einheiten (KBE) angegeben. Besonders sinnvoll sind Laktobazillen, Bifidobakterien, Escherichia coli und der Hefepilze Saccharomyces boulardii.

Nehmen Sie Probiotika am besten zu den Mahlzeiten oder zusammen mit viel Flüssigkeit ein. Tabletten oder Kapseln können Sie mit etwas Wasser zu sich nehmen, pulverförmige Produkte mischen Sie mit Wasser, Milch oder Joghurt. Wichtig ist, dass die Bakterien über einen längeren Zeitraum zugeführt werden. Weitere Tipps und Einnahmeempfehlungen finden Sie unter Probiotika.

Zu beachten bei Erkrankungen und Antibiotikaeinnahme

Sehr geschwächte Patienten mit unterdrücktem Immunsystem, Personen mit zentralen Venenzugängen, Herzklappenerkrankungen oder Kurzdarmsyndrom sowie Frühgeborene sollten keine Probiotika bekommen.

Müssen Sie Antibiotika einnehmen, sollte ein zeitlicher Abstand von zwei Stunden eingehalten werden: Antibiotika töten nicht nur krankmachende Bakterien, sondern auch die nützlichen Darmbakterien.

Nüsse, Äpfel, Milch, Bananen auf einem weißen Untergrund
Die meisten Präbiotika sind Kohlenhydrate, die im Darm unverdaut bleiben (Ballaststoffe). Diese ermöglichen es den guten Darmbakterien, krankheitsauslösende Bakterien leichter aus dem Darm zu verdrängen. Bild: CharlieAJA/iStock/Getty Images Plus

Präbiotika dienen der Darmflora als Nahrung und hemmen die Darmentzündung

Wirkweise von Präbiotika

Die meisten Präbiotika sind Kohlenhydrate, die im Darm unverdaut bleiben (Ballaststoffe). Sie dienen den Darmbakterien als Nährstoff und können dadurch ihre Aktivität und ihr Wachstum fördern. Dies ermöglicht es den guten Darmbakterien, krankheitsauslösende Bakterien leichter aus dem Darm zu verdrängen.

Bei der Zersetzung der Präbiotika durch Bakterien entstehen zudem bestimmte Fettsäuren (wie Buttersäure), die den Darminhalt saurer machen. Dies hindert Krankheitserreger am Wachstum. Außerdem lindern diese Fettsäuren Entzündungen im gereizten Darm und regen die Aufnahme von Wasser im Dickdarm an. Dadurch wirken sie Durchfällen entgegen.

Zu den Präbiotika gehört beispielsweise die resistente Stärke. Die positive Wirkung von resistenter Stärke konnten Wissenschaftler in einzelnen kleinen Studien zeigen: So verkürzte sich durch resistente Stärke bei Männern mit cholera-artigen Durchfällen die Krankheitsdauer deutlich, teilweise um mehr als die Hälfte. Auch der Flüssigkeitsverlust war geringer als in der Kontrollgruppe ohne resistente Stärke. In der Studie bekamen alle Probanden die Standard-Trinklösung mit Mineralstoffen zu trinken, um den Verlust auszugleichen. Diese Lösung (orale Rehydratationslösung) enthielt neben Mineralstoffen entweder Traubenzucker oder resistente Stärke.

Auch Kinder erholten sich in einer weiteren klinischen Studie mit resistenter Stärke schneller als Kinder, die nicht mit dem Präbiotikum behandelt wurden. In dieser Studie wurde der Standard-Trinklösung mit Mineralstoffen resistente Stärke zusätzlich zum Traubenzucker zugesetzt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Präbiotika

Zur unterstützenden Behandlung bei Durchfall empfiehlt es sich, etwa 25 Gramm resistente Stärke über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten einzunehmen. Lösen Sie das Pulver dazu in kalter oder warmer Flüssigkeit auf, zum Beispiel einem Glas Wasser, Suppen oder Brühen.

Anfänglich kann es bei der Einnahme von resistenter Stärke bei empfindlichen Menschen zu Blähungen kommen. Es empfiehlt sich deshalb, die Dosis langsam zu steigern und zunächst mit einem Drittel der Tagesdosis, also acht Gramm, zu beginnen. Wenn Sie diese Menge gut vertragen, können Sie die Menge verdoppeln.

Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Zink: Mineralstoffverluste ausgleichen

Wirkweise von Mineralstoffen

Bei Durchfall gehen dem Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch große Mengen Mineralstoffe verloren. Diese Verluste müssen deshalb wieder ausgeglichen werden. Gerade bei lange andauernden Durchfällen ist dies ein Problem: Es kann zu lebensbedrohlichen Problemen kommen, wie zum Beispiel einem Kreislaufzusammenbruch. Die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Zink erfüllen im Körper viele wichtige Aufgaben und beeinflussen beispielsweise den Wasserhaushalt und damit Kreislauf und Blutdruck.

Um den Mineralstoffhaushalt wieder ins Lot zu bringen, werden Standard-Trinklösungen (sogenannte orale Rehydratationslösungen) eingesetzt. Sie enthalten neben Wasser und Traubenzucker die wichtigen Mineralstoffe.

Insbesondere bei Kindern empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), zusätzlich zur Standard-Trinklösung Zink zu verabreichen. Zink vermindert während einer Durchfallerkrankung den Verlust. Zudem hat es einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und die Erneuerung der geschädigten Darmschleimhaut.

Der positive Einfluss von Zink bei Durchfall, vor allem bei Zinkmangel, ist durch Studien belegt. So kommen beispielsweise zwei hochwertige Studien zu dem Ergebnis, dass die Gabe von Zink die Dauer eines Durchfalls bei Kindern verkürzen kann.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Mineralstoffen

Akuter Durchfall: Um den Verlust an Mineralstoffen bei akutem Durchfall auszugleichen, empfiehlt die WHO eine Standard-Trinklösung: Ein entsprechend dosiertes Granulat (mit Natrium, Chlor, Kalium und Traubenzucker) ist in den meisten Apotheken erhältlich. Es muss in Wasser gelöst werden. Für Zink empfiehlt die WHO bei Kindern eine Dosis von 10 bis 20 Milligramm pro Tag für zehn bis 14 Tage.

Länger andauernder Durchfall: Bei länger andauerndem Durchfall kann es zu einem Mangel weiterer Mineralstoffe kommen. Deshalb empfehlen Mikronährstoffmediziner ein Präparat, das alle wichtigen Mineralstoffe enthält, darunter zum Beispiel 100 bis 150 Milligramm Magnesium, 200 bis 300 Milligramm Calcium und 300 bis 500 Milligramm Kalium.

Zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Blutdrucksenker (ACE-Hemmer wie RamiLich® oder AT1-Blocker wie Norvasc®) und Kalium-sparende Entwässerungsmittel (zum Beispiel Diaphal®, Diursan®) senken die Kaliumausscheidung über die Nieren. Deshalb dürfen sie nicht zusammen mit Kalium eingenommen werden. Auch schwächt Kalium die Wirkung bestimmter Herzmedikamente (Herzglycoside) ab. Dazu zählen Wirkstoffe wie Digitoxin (zum Beispiel Digimed® oder Digimerck®) oder Digoxin (zum Beispiel Digacin® oder Lanicor®). Kalium sollte deshalb nicht über Präparate eingenommen werden. Alles über Wechselwirkungen zwischen Kalium und Medikamenten lesen Sie unter Kalium: Überdosierung, Wechselwirkungen und Hinweise bei Erkrankung.

Zink kann Antibiotika und Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate) binden, was sie unwirksam macht. Deshalb empfiehlt sich ein Abstand von mindestens zwei Stunden. Beispiele für diese Medikamente sind Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin(zum Beispiel Ciloxan®), Tetrazykline wie Tetracyclin (zum Beispiel Achromycin®) und  Bisphosphonate wie Alendronat (zum Beispiel Fosamax®). Mehr Beispiel finden Sie im Zinkartikel.

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollten Kalium, Magnesium, Calcium und Zink nicht zusätzlich über Präparate zugeführt werden. Geschwächte Nieren können die überschüssigen Mineralstoffe nicht gut ausscheiden.

Kamille beruhigt den Darm

Wirkweise von Kamille

Kamillentee aufgebrüht und getrocknete Blüten
Kamille wirkt entzündungshemmend, entkrampfend und antibakteriell. Somit hat sie eine positive Wirkung auf den Magen und Darm. Bild: maramicado/iStock/Getty Images Plus

Kamille hat mehrere Eigenschaften, die sich bei Durchfall günstig auf Magen und Darm auswirken: Sie wirkt entzündungshemmend, entkrampfend und antibakteriell. Obwohl Kamille schon sehr lange als Heilpflanze verwendet wird, beruht ihre Anwendung größtenteils auf Erfahrungswerten.

Einzelne Tierversuche geben Hinweise auf den Nutzen der Kamille bei Durchfallerkrankungen: Kamille konnte – ähnlich wie der Wirkstoff Loperamid – Durchfälle, Krämpfe und Flüssigkeitsansammlungen im Bauch lindern. Zudem scheinen Durchfallerkrankungen mit erhöhtem oxidativem Stress verbunden zu sein, welcher durch Kamille gelindert wird.

Die positive Wirkung beim Menschen ist mit Kamille-haltigen Kombinationsprodukten gezeigt worden: Ein Produkt mit Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille linderte in einer vorläufigen Studie Durchfallbeschwerden. Bezüglich der Wirksamkeit war das Produkt mit anderen herkömmlichen Durchfallbehandlungen vergleichbar. Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch eine hochwertige Studie mit Kindern: Die Durchfallerkrankungen klangen mit der Behandlung durch Kamille und Pektin (Ballaststoff) deutlich schneller ab als mit einem Scheinmedikament.  

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kamille

Mikronährstoffmediziner empfehlen einen Kamillen-Extrakt, da dieser einen höheren Anteil an den aktiven Inhaltsstoffen hat als zum Beispiel Pulver oder Tee. Kamillen-Extrakt hilft bei Durchfall in einer Dosierung von 70 bis 300 Milligramm pro Tag.

Zu beachten während der Schwangerschaft und in der Stillzeit

Da zur Anwendung von Kamillen-Extrakt in der Schwangerschaft und in der Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte die Einnahme mit einem Arzt abgesprochen werden.

Quercetin und Rutin lindern Darmentzündungen

Wirkweise von Quercetin und Rutin

Die sekundären Pflanzenstoffe Quercetin und Rutin sind eng verwandt. Ihnen werden ausgeprägte antioxidative Eigenschaften zugeschrieben: Sie können aggressive Sauerstoffradikale entgiften. Zudem haben beide Pflanzenstoffe entzündungshemmende Eigenschaften, da sie die Freisetzung von entzündlichen Botenstoffen hemmen. Für Quercetin wurde zudem gezeigt, dass es antibakteriell gegen nahezu alle Arten von Bakterien wirkt. Zudem stärkt es die Barrierefunktion des Darms, wodurch Durchfälle gelindert und die Aufnahme von Gift- und Fremdstoffen in den Körper reduziert werden können.

Die Wirkung von Quercetin und Rutin wurde überwiegend in Labor- und Tierversuchen bei entzündlichen Darmerkrankungen untersucht. Quercetin entfaltet seine Wirkung überwiegend im Dünndarm, Rutin erst im Dickdarm.

Untersuchungen am Menschen fehlen noch. Immerhin zeigte eine erste Übersichtsarbeit, dass die Einnahme von Quercetin beim Menschen die Konzentration eines wichtigen Entzündungswertes, des sogenannten C-reaktiven Proteins, deutlich senken kann. Damit könnten auch Darmentzündungen besser abklingen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Quercetin und Rutin

Quercetin wird in der Regel in einer Dosierung von bis zu 500 Milligramm pro Tag eingesetzt. Für Rutin wird bei Durchfällen eine Dosis von 25 bis 50 Milligramm pro Tag empfohlen.

Rutin und Quercetin sollten zu den Mahlzeiten mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen. Zudem legen erste Studien nahe, dass Fette aus der Nahrung dabei helfen, dass Quercetin vom Körper besser aufgenommen wird.

EGCG: Grüner Tee schützt vor Infektionen und verringert Entzündungen im Darm

Wirkweise von EGCG

Grüntee-Pulver in einer weißen Schale
Grüner Tee hat eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung, die sich vor allem im Dickdarm entfaltet. Bild: 12875116/iStock/Getty Images Plus

EGCG (Epigallocatechingallat) ist der Hauptinhaltsstoff von grünem Tee und hat eine ausgeprägte entzündungshemmende und antioxidative Wirkung, die sich vor allem im Dickdarm entfaltet. Zudem können sie den Körper vor Infektionen mit bestimmten Viren, Bakterien und Pilzen schützen.

Erste Studien haben die Wirksamkeit von EGCG bei entzündlichen Darmerkrankungen untersucht. Eine kleine, aber hochwertige Studie beim Menschen weist darauf hin, dass der Wirkstoff die Erkrankung eindämmen und die Beschwerden lindern kann. Hohe Dosen sollte man allerdings vermeiden.

Studien zu Durchfall gibt es bisher keine, eine unterstützende Wirkung wird aber vermutet. In der traditionellen Medizin wird grüner Tee in Asien bei der Behandlung von Durchfall eingesetzt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von EGCG

EGCG könnte in einer Dosierung von 400 bis 800 Milligramm pro Tag die Beschwerden bei entzündlichen Darmerkrankungen lindern. Mikronährstoffmediziner empfehlen immer einen Extrakt, da dieser eine genau festgelegte Menge des aktiven Inhaltsstoffs enthält.

Nehmen Sie Tabletten oder Kapseln mit Grüntee-Extrakt wegen der besseren Verträglichkeit immer mit etwas Flüssigkeit zu einer Mahlzeit ein.

Zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bestimmte Stoffe in grünem Tee blockieren im Darm die Aufnahme von Wirkstoffen wie dem Betablocker Bisoprolol (zum Beispiel Bisoprolol®, Concor®) oder dem Blutdrucksenker Nifedipin (etwa Adalat®, Aprical®, Nifical®). Zwischen der Einnahme sollten deshalb mindestens vier Stunden liegen. Weitere Wechselwirkungen lesen Sie im Text zu Grüntee.

Sollten Sie Leberprobleme haben oder Leberprobleme in Ihrer Familie vorkommen, fragen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt um Rat und bitten ihn gegebenenfalls um entsprechende Voruntersuchungen.

Es gibt noch keine Studien zur Sicherheit von Grüntee-Extrakt in der Schwangerschaft und Stillzeit. Daher sollten Schwangere und Stillende vorsichtshalber keinen Grüntee-Extrakt einnehmen. Auch bei Kindern unter 18 Jahren ist der Einsatz von Grüntee-Extrakt noch nicht hinreichend untersucht, weshalb ein Arzt über die Einnahme entscheiden sollte.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei Durchfall

 

Probiotika und Ballaststoffe

Probiotika mit Laktobazillen und Hefe Saccharomyces boulardii

1 bis 20 Milliarden (109 bis 2 x 1010) koloniebildende Einheiten (KBE)

Resistente Stärke

bis zu 25 Gramm (g)

  
 

Mineralstoffe

Calcium

200 bis 300 Milligramm (mg)

Magnesium

100 bis 150 Milligramm

Kalium

300 bis 500 Milligramm

Zink

10 bis 20 Milligramm (für Kinder)

  
 

Pflanzenstoffe

Kamille-Extrakt

70 bis 300 Milligramm

Quercetin

bis zu 500 Milligramm

Rutin

25 bis 50 Milligramm

EGCG

400 bis 800 Milligramm

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Probiotika während und nach Antibiotikatherapie

Durchfall kann in begründeten Fällen mit Antibiotika behandelt werden. Allerdings töten Antibiotika nicht nur die krankheitserregenden Bakterien ab, sondern gleichermaßen auch die nützlichen Darmbakterien. Dies kann die Darmflora nachhaltig stören und zu hartnäckigen Durchfällen führen, die unter Umständen lange über die Antibiotika-Behandlung hinaus anhalten können.

Verschiedene hochwertige Studien, darunter eine umfangreiche Übersichtsarbeit, deuten darauf hin, dass insbesondere das Bakterium Lactobacillus rhamnosus und die Hefe Saccharomyces boulardii geeignet sind, die Darmflora zu normalisieren und Antibiotika-bedingte Durchfälle zu lindern oder sogar ganz zu verhindern. Es empfiehlt sich die Einnahme von mindestens 1 bis 20 Milliarden (109 bis 2 x 1010) koloniebildende Einheiten (KBE) pro Tag.

Zu beachten ist, dass Antibiotika auch die Probiotika schädigen können. Deshalb ist es ratsam, diese immer getrennt voneinander mit einem zeitlichen Abstand von zwei bis drei Stunden einzunehmen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei Antibiotikaeinnahme

Probiotika mit Laktobazillen und Hefe Saccharomyces boulardii

1 bis 20 Milliarden (109 bis 2 x 1010) koloniebildende Einheiten (KBE)

 

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Zusammenfassung

Durchfälle haben verschiedene Auslöser. Meist sind Infektionen die Ursache, aber auch Darmerkrankungen, Medikamente, Nahrungsmittel und Stress lösen oft Durchfall aus. Die Symptome können durch Medikamente gelindert werden. Auch die Mikronährstoffmedizin hilft dabei, Beschwerden zu lindern:

Pro- und Präbiotika tragen dazu bei, die gestörte Darmflora wiederaufzubauen und schädliche Bakterien zu bekämpfen. Sie stärken die Barrierefunktion des Darms, beruhigen die gereizte Darmschleimhaut und lindern Entzündungen.

Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium und Zink sind wichtig, um die starken Verluste während eines Durchfalls auszugleichen. Sie sind entscheidend für den Wasserhaushalt, für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen, für den Kreislauf und Blutdruck, den Energiestoffwechsel und das Immunsystem.

Pflanzenstoffe wie Kamille, Quercetin, Rutin und EGCG aus grünem Tee wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Zudem haben sie antioxidative Eigenschaften und schützen den Darm vor dem Einfluss schädigender Sauerstoffradikale.

Müssen bei bakteriellen Infektionen Antibiotika zur Behandlung des Durchfalls genommen werden, empfiehlt es sich, den Darm mit probiotischen Bakterien zu unterstützen: Probiotika bringen die Darmflora wieder ins Gleichgewicht und verhindern Antibiotika-bedingte Durchfälle.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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