Leaky-Gut-Syndrom: Behandlung mit Mikronährstoffen

Wie Mikronährstoffe die Regeneration des Darms fördern

Das Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet einen „undichten Darm“. Ausgelöst wird es durch schädliche Stoffe, Bakterien, Unverträglichkeiten sowie eine zu fett- und zuckerreiche Ernährung. Diese Faktoren schädigen die Darmwand, sodass Schadstoffe leichter in den Körper eindringen. Symptome wie Bauchbeschwerden, Müdigkeit, Unwohlsein oder Kopfschmerzen können die Folge sein. Erfahren Sie, welche Mikronährstoffe die Darmbarriere stärken und den Aufbau der Darmschleimhaut unterstützen.

Skizze von menschlichen Därmen im Körper
Das Leaky-Gut-Syndrom kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Darunter zählen schädliche Stoffe, Bakterien und Unverträglichkeiten. Bild: TLFurrer/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist ein Leaky-Gut-Syndrom?

Die Darmwand erfüllt eine wichtige Schutzfunktion. Sie produziert abwehrende Stoffe wie Schleime, antimikrobielle Stoffe, Antikörper und immunregulierende Botenstoffe. Die Zellzwischenräume sind durch spezielle Eiweiße (Tight junctions) besonders versiegelt. Sie funktionieren ähnlich wie ein Reißverschluss, der die Darmzellen zusammenhält. So wehren die Darmzellen Bakterien und schädliche Stoffe ab und schützen damit den Körper.

Beim Leaky-Gut-Syndrom sind diese Verbindungen gestört. Die Darmbarriere wird zunehmend durchlässig. Die Folge: Gifte (Toxine), Fremdstoffe und Bakterien können die Darmwand passieren und verteilen sich. Das belastet den Körper und führt sehr wahrscheinlich zu Folgeerkrankungen.

Die Durchlässigkeit des Darms kann mit einfachen Tests untersucht werden (Lactulose-Mannitol-Test): Ist der Darm undicht, kommt eine Testverbindung, die der Darm nicht aufnehmen kann, ins Blut. Ansonsten bleibt sie im Darm. Auch das Eiweiß Zonulin, das die Darmdurchlässigkeit reguliert, kann im Blut gemessen werden.

Ursachen des Leaky-Gut-Syndroms

Die erhöhte Darmdurchlässigkeit wird generell durch Entzündungen ausgelöst, zum Beispiel durch:

  • Bakterien/Infektionen: Durchfallbakterien oder der Magenkeim Helicobacter pylori reizen die Darmschleimhaut, entzünden sie und erhöhen die Durchlässigkeit.
  • Ernährung: Die westliche Ernährung ist reich an Zucker und gesättigten Fettsäuren. Diese Nährstoffe verändern die Zusammensetzung der Darmflora: Krankmachende Keime führen zu entzündlichen Schleimhautveränderungen mit einer gestörten Barrierefunktion.
  • Nahrungsmittelintoleranzen: Bei einer Weizenunverträglichkeit (Zöliakie), zum Beispiel, reagiert der Körper mit einer Entzündung gegen das Klebeeiweiß des Weizens (Gluten).
  • Alkohol: Alkohol schädigt Zellen, auch die des Magen- und Darmtrakts. Er stimuliert die Produktion verschiedener Entzündungsfaktoren und beeinträchtigt die Schutzbarriere. Daneben stört er die gesunden Darmkeime.
  • Medikamente: Antibiotika und Schmerzmittel (nicht steroidale Antirheumatika) fördern die Durchlässigkeit des Darms. Auch Zusatzstoffe in Lebensmitteln stehen in der Kritik.
  • Stress: Bei körperlichem und seelischemStress ändert sich die Darmflora sowie die Dichtigkeit des Darms.

Symptome des Leaky-Gut-Syndroms

Studien zeigen einen Zusammenhang mit einer Vielzahl allgemeiner Beschwerden: Müdigkeit, Unwohlsein, Bauchschmerzen, Durchfall und Muskelschmerzen können Anzeichen für das Leaky-Gut-Syndrom sein. Es treten unter Umständen ähnliche Symptome auf wie beim Reizdarmsyndrom, wie Unwohlsein, Schmerzen und das Gefühl des Aufgeblähtseins.

Es gibt auch erste Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Leaky-Gut-Syndrom und Kopfschmerzen/Migräne.

Allerdings werden die Beschwerden gerade erst systematisch untersucht und es gibt noch keine Klassifikation der Symptome nach ICD 10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme).

Folgen des Leaky-Gut-Syndroms

Beim Leaky-Gut-Syndrom kommen Stoffe in den Blutkreislauf, die dort nicht hingehören. Alle Fremdstoffe lösen im Blut entzündliche Abwehrvorgänge aus. Auch im Darm kommt es zu lokalen Entzündungen. Schäden der Darmzellen und vermehrte Durchfälle können die Folge sein, die unter Umständen einen Nährstoffmangel sowie eine Gewichtsabnahme auslösen können. Daneben drohen Unverträglichkeiten oder Nahrungsmittelallergien. Sind Stoffe im Spiel, die körpereigenen Eiweißen ähnlich sind, können sich Autoimmunerkrankungen entwickeln.

Es gibt Hinweise, dass ein Leaky-Gut-Syndrom mit Immunerkrankungen sowie entzündlichen Erkrankungen zusammenhängt:

  • Reizdarm
  • Chronischentzündliche Darmerkrankungenwie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Allergien, Nahrungsmittelintoleranzen und Nahrungsmittelallergien wie Zöliakie
  • Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1, Multiple Sklerose und Autoimmunerkrankungen der Haut (Lupus erythematodes)
  • Gelenkbeschwerden (Rheumatoide Arthritis)

 

Es gibt außerdem Anhaltspunkte dafür, dass eine erhöhte Durchlässigkeit des Darms weitere Erkrankungen begünstigt, zum Beispiel Leber- und Nierenerkrankungen oder Alzheimer und Parkinson. Auch bei der „Chronischen Müdigkeit“ (Chronic fatigue syndrome = CFS) hat man den Darm als Ursache im Verdacht.

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Ziele der Behandlung

Wie wird das Leaky-Gut-Syndrom klassisch behandelt?

Das Leaky-Gut-Syndrom ist eine Erkrankung, die gerade erst entdeckt wird. Daher ist es offiziell noch nicht als Krankheit anerkannt. Es gibt noch keine Behandlungsleitlinien und keine Erstattung der Diagnostik oder Therapie durch die Krankenkasse.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Bestimmte Nährstoffe können die Darmbarriere stärken und den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen. In der Mikronährstoffmedizin hat sich Folgendes bewährt:

Begleitend empfiehlt sich eine Darmsanierung mit einer ballaststoffreichen Ernährung. Eine Ernährungsberatung kann gegebenenfalls einen geeigneten Ernährungsplan zusammenstellen.  

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Probiotika stärken die Barrierefunktion des Darms

Wirkweise von Probiotika bei Leaky-Gut-Syndrom

Illustration von Bakterien
Probiotika stärken die Barrierefunktion des Darms, sodass dieser sich vor krankmachenden Bakterien schützen kann. Bild: Jezperklauzen/iStock/Getty Images Plus

Probiotika sind Bakterien, die auf vielerlei Art gegen krankmachende Darmbakterien wirken. Sie „essen“ den Krankheitserregern die Nährstoffe weg oder bauen deren Giftstoffe ab. Auch stärken sie das Immunsystem im Darm, sodass es fit genug ist, sich gegen krankmachende Bakterien zu schützen.

Außerdem stärken Probiotika die Darmbarriere:

  • Sie kurbeln die Bildung von Verbindungseiweißen (Tight junctions) an. Diese Eiweiße sorgen dafür, dass der Zwischenraum zwischen den einzelnen Darmzellen abgedichtet wird.
  • Probiotika regen den Darm an, vermehrt abschirmende Schleime, abwehrende Antikörper und antimikrobielle Stoffe zu produzieren.

In einer Studie senkte die Einnahme probiotischer Bakterien den Spiegel des Darmdurchlässigkeitsmarkers Zonulin im Blutserum. Nachweislich änderte sich auch die Durchlässigkeit der Darmwand für Bakterienzerfallsprodukte (Endotoxine). Probiotisch wirksame Bakterienarten bei Leaky-Gut-Syndrom sind zum Beispiel Bifidobacterium longum, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus plantarum, Lactococcus lactis und Streptococcus thermophiles.

Probiotika: Dosierung und Einnahmeempfehlung bei Leaky-Gut-Syndrom

Um die Darmbarriere bei Leaky-Gut-Syndrom zu stärken, sollte täglich eine hoch dosierte Probiotikamischung verwendet werden. Verfügbar sind Probiotika zum Beispiel in Form von Pulver, Kapseln oder Tabletten. Darin sollten mindestens eine bis 20 Milliarden Keime enthalten sein (1 bis 20 x 109). Um optimal zu wirken, müssen die Keime über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Wird die Einnahme der Probiotika beendet, verschwinden nach etwa 14 Tagen die Bakterien wieder aus dem Darm.

Am besten nehmen Sie die Probiotika zu leicht verdaulichen, im Magen basisch wirkenden Mahlzeiten ein, zum Beispiel mit viel Obst, Gemüse und Milchprodukten. Auf diese Weise halten Sie die Zeit in der Magenpassage kurz und die Keime werden nicht zu sehr durch die Magensäure geschädigt.

Tipp

Speziell gezüchtete, konzentrierte und verpackte Bakterien kommen effektiver im Darm an als probiotische Lebensmittel, wie Sauerkraut und Joghurt. Achten Sie außerdem auf lebende Bakterien: Alle hitzebehandelten Lebensmittel enthalten nur wenige und tote Bakterien. Sie sind deutlich weniger wirksam.

Probiotika nicht gleichzeitig mit Antibiotika einnehmen

Probiotika sollten nicht gleichzeitig mit Antibiotika eingenommen werden, da Antibiotika die probiotischen Bakterien abtöten würden. Um ihre Wirkung nicht zu beeinträchtigen, halten Sie einen Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden ein.

Nahrung für die probiotischen Bakterien im Dickdarm: resistente Stärke

Wirkweise von resistenter Stärke bei Leaky-Gut-Syndrom

Ballaststoffe wie resistente Stärke kann der menschliche Darm nicht verdauen. Sie gelangt daher unverdaut in den Dickdarm. Nutzlos ist sie dennoch nicht, denn Bakterien brauchen sie als Nahrungsgrundlage. Resistente Stärke hat mehrere Effekte:

  • Die Bakterien stellen daraus bestimmte Fettsäuren her, vor allem Butyrat. Butyrat liefert den Zellen des Dickdarms Energie und fördert die Bildung der Verbindungseiweiße (Tight junctions). Diese Eiweiße dichten den Raum zwischen den Darmzellen ab. So können keine Stoffe an ihnen vorbei in den Körper eindringen.
  • Die Fettsäuren tragen zu einem sauren Milieu bei. Dadurch vermehren sich krankmachende Bakterien weniger und gesundheitsfördernde Bakterien helfen, den Darm abzudichten.

Resistente Stärke: Dosierung und Einnahmeempfehlung bei Leaky-Gut-Syndrom

Maiskolben, Kartoffeln und grüne Bananen auf weißem Hintergrund
Betroffenen des Leaky-Gut-Syndroms wird empfohlen zusätzlich resistente Stärke zu sich zu nehmen. Bild: chengyuzheng/iStock/Getty Images Plus, Boonchuay1970/iStock/Getty Images Plus, Hyrma/iStock/Getty Images Plus

Bei einem Leaky-Gut-Syndrom wird empfohlen, am Tag bis zu 25 Gramm resistente Stärke zu ergänzen, zum Beispiel in Form von Pulver. Wichtig ist begleitend eine große Trinkmenge. Die Einnahme sollte über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten erfolgen.

Wer generell wenige Ballaststoffe isst, sollte die Nahrung langsam umstellen. Es dauert einige Zeit, bis sich Darm und Darmflora darauf eingestellt haben. Vorübergehend kann es zu einer hohen Gasproduktion und Blähungen kommen, eventuell auch zu Bauchkrämpfen. Dosieren Sie dann die resistente Stärke langsam hoch.

Glutamin: Energie für die Darmwand im Dünndarm

Wirkweise von Glutamin bei Leaky-Gut-Syndrom

Die Aminosäure Glutamin liefert Energie für die Neubildung von Zellen im Dünndarm. Damit fördert es die Regeneration der Dünndarmschleimhaut bei Darmschäden. Glutamin verhindert außerdem den Abbau der Tight-Junction-Eiweiße, die die Darmzellen zusammenhalten und damit die Durchlässigkeit der Darmwand beeinflussen. Fehlt es an Glutamin, werden weniger Tight-Junction-Eiweiße gebildet – die Darmwand wird durchlässiger. Darüber hinaus unterstützt Glutamin das Immunsystem und fördert Abwehrprozesse in der Darmwand.

Studien zeigen:

  • Glutamin kann bei schwerkranken Patienten nach Operationen die Darmdurchlässigkeit und die Infektionsrate senken. Glutamin fördert die Genesung nach Operationen.

 

Glutamin: Dosierung und Einnahmeempfehlung bei Leaky-Gut-Syndrom

Um die Darmwand bei Leaky-Gut-Syndrom zu stärken, sollten Sie 5.000 bis 15.000 Milligramm Glutamin über den Tag verteilt einnehmen, zum Beispiel in Form von Kapseln oder Pulver.  

Der Körper kann Glutamin am besten nutzen, wenn es verteilt über den Tag in mehreren kleinen Portionen eingenommen wird. Damit andere Aminosäuren aus der Nahrung nicht die Glutaminaufnahme im Darm verringern, sollte es mindestens eine halbe Stunde vor der Mahlzeit eingenommen werden.

Vitamin D gegen Darmentzündung

Wirkweise von Vitamin D bei Leaky-Gut-Syndrom

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung und Reifung der Darmzellen. Vitamin D stärkt die Darmbarriere und schützt vor Entzündungen. Es verhindert auch, dass Darmzellen in entzündeten Darmabschnitten absterben. Im Laborversuch erhöhten Vitamin-D-Präparate die Anzahl der Verbindungseiweiße (Tight junctions) zwischen den Darmzellen.

Studien zeigen,

  • dass VitaminD-Mangel bei Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen wesentlich häufiger ist. Er ist auch mit schwereren Krankheitssymptomen verbunden;
  • dass eine Gabe von Vitamin D bei der entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn die Lebensqualität verbessert und die entzündliche Aktivität senkt.

Vitamin D: Dosierung und Einnahmeempfehlung bei Leaky-Gut-Syndrom

Ausgestreckte Hand mit Sonne im Hintergrund
Vitamin D dient zur Unterstützung der gesunden Darmfunktion. Bild: LFO62/iStock/Getty Images Plus

Zur Unterstützung einer gesunden Darmfunktion bei Leaky-Gut-Syndrom werden 2.000 Internationale Einheiten pro Tag empfohlen.

Die richtige Dosierung richtet sich idealerweise immer nach den Blutwerten. Ziel ist es, einen Mangel zu vermeiden. Deshalb sollte der Arzt den Vitamin-D-Spiegel bestimmen und die entsprechende Dosierung festlegen. Um einen Mangel auszugleichen, empfiehlt er für einige Wochen eine höhere Dosierung, zum Beispiel bis zu 10.000 Internationale Einheiten am Tag.

Expertenwissen

Als Faustregel für die kurzfristige schnelle Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels gilt: Zehn Tage lang täglich 10.000 Internationale Einheiten (IE), zusätzlich zur körpereigenen Bildung von ungefähr 4.500 Internationalen Einheiten, erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml).

Vitamin D ist fettlöslich, es wird also in der Gegenwart von Fett vom Körper aufgenommen. Daher sollte man Vitamin-D-Präparate immer zu den Mahlzeiten einnehmen.

Vitamin-D-Status im Labor bestimmen

Um den Vitamin-D-Status zu ermitteln, wird die Transportform 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol) bestimmt. Als ideal gilt ein Wert von 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter Blut. Dazu wird Blutserum verwendet, die Blutflüssigkeit ohne die Blutzellen.

Vitamin D: bei Einnahme von Entwässerungsmedikamenten Calciumspiegel kontrollieren

Die Ausscheidung von Calcium über die Nieren wird durch Arzneimittel aus der Wirkstoffgruppe der Thiazide (Disalunil®, Aquaphor®) gesenkt. Vitamin D erhöht jedoch den Calciumspiegel im Blut. Nehmen Sie Vitamin-D-Präparate mit diesen Entwässerungsmedikamenten nur dann ein, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird.

Zink für Reparaturprozesse und eine starke Immunabwehr

Wirkweise von Zink bei Leaky-Gut-Syndrom

Zink ist für alle Reparaturprozesse lebenswichtig, besonders im Darm, weil dort laufend neue Zellen gebildet werden müssen. Zur Wirkung von Zink bei Durchfall und Darmentzündung liegen viele wissenschaftliche Untersuchungen vor: Sehr wahrscheinlich wirkt Zink auch günstig auf die Abdichtung des Darms.

Laut Studien verbessert Zink die Darmdichtigkeit bei einer entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn). Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Wirkweise genauer zu klären.

Bei entzündlichen Prozessen oder auch schlechtem Ernährungszustand entsteht besonders leicht ein Zinkmangel. Dann sind alle Schleimhäute im Körper besonders gefährdet, auch die des Darms. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher bei Kindern mit Durchfall generell auf die Zinkversorgung zu achten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink bei Leaky-Gut-Syndrom

Bei Leaky-Gut-Syndrom empfehlen Mikronährstoffmediziner 10 bis 30 Milligramm Zink pro Tag.

Zinkpräparate sollten am besten zur Mahlzeit eingenommen werden, da sie auf leeren Magen Magenprobleme verursachen können. Die Zinkaufnahme in Kombination mit eiweißreichen Lebensmitteln ist besser. Zudem sollten Sie Zink aus organischen Verbindungen bevorzugen, zum Beispiel Zinkcitrat oder Zinkchelate. Sie werden grundsätzlich besser aufgenommen.

Zink bei Nierenerkrankungen und Medikamenten

Bei Nierenschwäche kann der Körper Zink nicht richtig ausscheiden. Es besteht die Gefahr eines gefährlichen Überschusses. Personen mit Nierenerkrankungen sollten daher keine zusätzlichen Zinkpräparate einnehmen.

Zink bindet Arzneimittel gegen Osteoporose, sogenannte Biphosphonate (wie Fosamax®, Aredia®), sowie Antibiotika aus der Klasse der Gyrasehemmer (wie Ciloxan®) und Tetracycline (wie Achromycin®). Dadurch kann Zink sie unwirksam machen. Halten Sie daher einen Abstand von mindestens zwei Stunden ein zwischen der Einnahme von Antibiotika oder Osteoporose-Medikamenten und Zinkpräparaten.

Omega-3-Fettsäuren stoppen Entzündungen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren bei Leaky-Gut-Syndrom

Aus Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA und EPA, kann der Körper Stoffe herstellen, die eine Entzündung beenden. Sie schalten sowohl örtlich begrenzte als auch körperweite Entzündungen aus. Beim entzündungsbedingten Leaky-Gut-Syndrom setzen sie damit an der Ursache an und können die Ausbreitung der Entzündung eindämmen. Eine Ernährung reich mit Omega-3-Fettsäuren senkt die Anzeichen für einen undichten Darm im Blut (die Menge der Zonulin-Eiweiße).

Klinische Studien speziell zu Leaky-Gut-Syndrom liegen zwar noch nicht vor, jedoch gibt es positive Studienergebnisse zu entzündlichen Darmerkrankungen. Generell werden Omega-3-Fettsäuren bei vielen entzündlichen Zuständen eingesetzt, wie etwa entzündlichen Hauterkrankungen oder Gelenkbeschwerden.

Omega-3-Fettsäuren: Dosierung und Einnahmeempfehlung bei Leaky-Gut-Syndrom

Begleitend zur Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms sollten Sie täglich bis zu 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren aus Fisch- oder Krillöl ergänzen: 1.400 Milligramm EPA und 600 Milligramm DHA. EPA wirkt stark entzündungshemmend.

Omega-3-Fettsäuren nimmt der Körper am besten auf, wenn sie zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, die auch Fett enthält.

Achten Sie besonders bei Omega-3-Präparaten auf eine gute Qualität: Wählen Sie nur Fischölpräparate, die gereinigt wurden und so frei von Schadstoffen und anderen unerwünschten Rückständen sind.

Achtung: Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Blutgerinnung

Omega-3-Fettsäuren wirken blutverdünnend und sollten daher vor Operationen nicht hoch dosiert eingenommen werden. Personen mit Blutgerinnungsstörungen sollten auf die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren komplett verzichten.

Die Wirkung von blutverdünnenden Arzneimitteln kann durch Omga-3-Fettsäuren in einer Dosierung von mehr als 2.000 Milligramm täglich verstärkt werden. Personen, die diese Medikamente einnehmen, sollten die gleichzeitige Einnahme von Omega-3-Fettsäuren mit ihrem Arzt besprechen. Zu Blutverdünnern zählen zum Beispiel Cumarin-Derivate wie Phenprocoumon (zum Beispiel Marcumar®) oder Warfarin (zum Beispiel Coumadin®). In diesem Fall ist es notwendig, die Blutgerinnungszeit anhand des Quick-Wertes regelmäßig zu überprüfen und die Dosierung der Medikamente anzupassen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Leaky-Gut-Syndrom

 

Vitamine

Vitamin D

2.000 Internationale Einheiten (IE)

 

Mineralstoffe

Zink

10 bis 30 Milligramm (mg)

 

Aminosäuren

Glutamin

5.000 bis 15.000 Milligramm 

 

Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren:

EPA

DHA

2.000 Milligramm mit

1.400 Milligramm und

600 Milligramm

 

Weitere Stoffe

Probiotika

1 bis 20 Milliarden (1 bis 20 x 109) kolonienbildende Einheiten (KBE)

Ballaststoffe (resistente Stärke)

25 Gramm (g)

 

Laboruntersuchungen auf einen Blick

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen bei Leaky-Gut-Syndrom

 

Normalwerte

Vitamin D (Serum)

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

 

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Zusammenfassung

In einem gesunden Darm erfüllt die Darmwand als Barriere eine wichtige Schutzfunktion: Sie hält Bakterien und schädliche Stoffe zurück. Spezielle Eiweiße (Tight junctions) schließen die Lücken zwischen den Darmzellen. Beim Leaky-Gut-Syndrom sind diese Verbindungen geschwächt und die Darmbarriere durchlässig: Gift- und Fremdstoffe sowie Bakterien können die Darmwand passieren und sich im Körper verteilen. Es drohen vielfältige Beschwerden und Folgeerkrankungen.

In der Mikronährstoffmedizin kommen Vitamine, Spurenelemente und weitere Stoffe zum Einsatz, die die Darmbarriere stärken und das Milieu im Darm wieder ins Gleichgewicht bringen: Probiotische Bakterien und Ballaststoffe verdrängen Krankheitserreger und fördern über viele Mechanismen die Barrierefunktion des Darms.

Glutamin dient den Darmzellen als Energielieferanten und fördert auch die Regeneration des Darms. Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren dämpfen Entzündungen im Darm, die sonst zu undichten Stellen führen würden. Zink wird ganz besonders für die Neubildung von Darmzellen gebraucht. Zinkmangel entsteht besonders leicht bei entzündlichen Darmerkrankungen und Durchfall. Ein Ausgleich ist hier besonders wichtig.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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