Mikronährstoffmedizin bei Leberzirrhose

Wie bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren die Behandlung einer Leberzirrhose unterstützen und schwere Folgeerkrankungen vermeiden können

Bei einer Leberzirrhose wird das Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt, wodurch die Leber nach und nach ihre Funktion einbüßt. Die Erkrankung ist nicht heilbar, allerdings lassen sich das Fortschreiten verlangsamen und schwerwiegende Folgeerkrankungen vermeiden. Auch die Mikronährstoffmedizin kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Lesen Sie hier, von welchen Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren Sie bei einer Leberzirrhose besonders profitieren.

Ursachen und Symptome

Was ist eine Leberzirrhose und welche Ursachen hat sie?

Gesunde und kranke Leber
In Deutschland zählen die alkoholische und die nichtalkoholische Fettlebererkrankung zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Während die alkoholische Fettleber Folge eines Alkoholmissbrauchs ist, tritt die nichtalkoholische Fettlebererkrankung meist bei Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) oder mit einem Diabetes Typ 2 auf. Bildnachweis: eranicle/iStock/Getty Images Plus

Bei einer Leberzirrhose wird das Lebergewebe zerstört und zunehmend durch Bindegewebe ersetzt: Die Leber vernarbt und schrumpft. Deshalb wird eine Leberzirrhose auch Schrumpfleber genannt. Die Leberzirrhose tritt meist als Endstadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen auf.

In Deutschland zählen die alkoholische und die nicht alkoholische Fettlebererkrankung zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Während die alkoholische Fettleber Folge eines Alkoholmissbrauchs ist, tritt die nicht alkoholische Fettlebererkrankung meist bei Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) oder mit einem Diabetes Typ 2 auf. Weitere wichtige Ursachen für eine Leberzirrhose sind Infektionen mit bestimmten Hepatitisviren, erbliche Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und durch Giftstoffe ausgelöste Leberschäden (toxische Leberkrankheiten).

Wie äußert sich eine Leberzirrhose?

Bei einer Leberzirrhose können verschiedene Symptome auftreten:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit 
  • Druck- und Völlegefühl im Oberbauch
  • Blähungen, Übelkeit
  • Gewichtsverlust, Unterernährung, verringertes Geschmacksempfinden
  • Ödeme (Wassereinlagerungen), Wasser im Bauch (Aszites)
  • Gelbsucht
  • eingeschränkte Nierenfunktion (Nierenschwäche), Nierenversagen

Typisch sind auch charakteristische Veränderungen der Haut, die sogenannten Leberhautzeichen:

  • Gefäßspinnen an Oberkörper, Hals und Gesicht (rote Gefäßknötchen, von denen sich kleine Gefäße spinnennetzartig nach außen ziehen)
  • rot gefärbte Handinnenflächen
  • auffallend rote, glänzende Lippen und Zunge (Lacklippen, Lackzunge)
  • Juckreiz
  • Weißfärbung der Nägel
  • sehr dünne, zerknitterte Haut (Geldscheinhaut) mit deutlich sichtbaren Blutgefäßen

Welche Folgeerkrankungen können bei einer Leberzirrhose auftreten?

Krebszellen auf einer Leber
Die Leberzirrhose ist für die Mehrheit aller Leberkrebs-Erkrankungen (Leberzellkarzinom) verantwortlich. Bildnachweis: man_at_mouse/iStock/Getty Images Plus

Die Leber spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers. Bei einer Leberzirrhose kann die Leber dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen. Schädliches Ammoniak sammelt sich an, gelangt ins Gehirn und beeinträchtigt dessen Funktion (hepatische Enzephalopathie). Es kommt zu neurologischen Beschwerden wie Muskelzuckungen, Gangunsicherheit, Zittern und Muskelabbau. Im Endstadium sind die Betroffenen zunehmend verwirrt und orientierungslos. Es kann bis zur Bewusstlosigkeit (Leberkoma) kommen.

Außerdem ist die Leberzirrhose für die Mehrheit aller Leberkrebs-Erkrankungen (Leberzellkarzinom) verantwortlich.

Eine weitere Folge der Leberzirrhose sind Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen). Sie entstehen durch eine Fehlfunktion der Blutgefäße, durch die sich der Blutdruck innerhalb des Leberkreislaufs erhöht (Pfortaderhochdruck). Infolge des erhöhten Drucks bilden sich bei vielen Menschen Krampfadern in Speiseröhre und Magen, von denen gefährliche Blutungen ausgehen können.

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Leberzirrhose klassisch behandelt?

Eine Leberzirrhose ist nicht heilbar und bereits entstandene Schäden können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ziel ist es deshalb, das Fortschreiten der Leberzirrhose sowie Folgeerkrankungen zu verhindern. Dafür müssen vor allem die Ursachen der Erkrankung beseitigt werden.

Wird die Erkrankung durch übermäßigen Alkoholkonsum ausgelöst, ist der Verzicht auf Alkohol unerlässlich. Bei einer Hepatitis-Infektion kommen Medikamente gegen die Viren zum Einsatz, bei einer Autoimmunerkrankung erhalten die Betroffenen Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken.

Grundsätzlich ist es wichtig, Stoffe zu meiden, die die Leber weiter schädigen können. Hierzu zählen neben Alkohol auch viele Medikamente: Menschen, die an einer Leberzirrhose leiden, sollten deshalb ihre Medikation vom behandelnden Arzt überprüfen lassen. Auch eine gesunde Ernährung mit einer ausreichenden Vitamin- und Nährstoffzufuhr wirkt sich günstig auf die Erkrankung aus.

Zusätzlich werden die Symptome behandelt – wie der Bluthochdruck in der Leber, Flüssigkeitsansammlung im Bauch oder die Funktionsstörung des Gehirns aufgrund der eingeschränkten Ammoniak-Entgiftung (hepatische Enzephalopathie). Kennzeichen sind schlechte Denkleistung und Probleme beim Bewegen. Im schlimmsten Fall muss eine neue Leber transplantiert werden.

Info

Eiweißarm oder normale Eiweißzufuhr? Früher verordnete man Menschen mit einer Leberzirrhose eine eiweißarme Diät, da sich eine hepatische Enzephalopathie durch eine sehr eiweißreiche Ernährung verschlechtern kann. Heute ist dies nicht mehr üblich, da eine ausreichende Eiweißzufuhr wichtig für einen guten Allgemeinzustand ist.

Es ist jedoch bei der Einnahme von Aminosäuren und viel Eiweiß ratsam, die Darmfunktion zu unterstützen, um die Produktion und Aufnahme von Ammoniak zu hemmen. Ammoniak entsteht natürlicherweise bei der Verstoffwechslung von Eiweiß. Zum Beispiel helfen hier möglicherweise Probiotika oder abführende Lactulose und das Antibiotikum Rifaximin. Zusätzlich sollte man den Ammoniakspiegel regelmäßig prüfen lassen.

Laktulose ist ein Zucker, der abführend und präbiotisch wirkt und auch bei der Behandlung von Leberzirrhose eingesetzt wird: Er verhindert die Produktion und Aufnahme von schädlichem Ammoniak aus dem Darm und Blut.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Lebensmittel für eine ausgeglichene Ernährung
Lebererkrankungen gehen häufig mit einer Mangelernährung einher. Neben einer ausreichenden Kalorienzufuhr ist insbesondere die Versorgung mit B-Vitaminen, fettlöslichen Vitaminen und Antioxidantien gefährdet. Bildnachweis: bit245/iStock/Getty Images Plus

Lebererkrankungen gehen häufig mit einer Mangelernährung einher. Neben einer ausreichenden Kalorienzufuhr ist insbesondere die Versorgung mit B-Vitaminen, fettlöslichen Vitaminen und Antioxidantien gefährdet: Die Leber ist unabdingbar für die Verdauung und Verstoffwechselung von Nährstoffen. Hinzu kommt: Gerade alkoholkranke Menschen ernähren sich sehr einseitig und somit nährstoffarm.

Die Mikronährstoffmedizin zielt darauf ab, solche Mangelzustände zu verhindern oder auszugleichen. Zudem kann sie die Ammoniakentgiftung fördern, den Muskelaufbau stärken und entzündlichen Vorgängen entgegenwirken:

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Behandlung mit Mikronährstoffmedizin

Vitamin-B-Mangel-Gefahr: verringerte Speicherleistung der Leber und geringe Aufnahme

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Bei den B-Vitaminen empfiehlt sich die Einnahme eines Kombinationspräparats, in dem die Dosis aller B-Vitamine optimal aufeinander abgestimmt ist. Mikronährstoffmediziner empfehlen bei einer Leberzirrhose pro Tag 50 bis 100 Milligramm Vitamin-B-Komplex. Bezogen auf die einzelnen Vitamine wären dies etwa 25 Milligramm Vitamin B1, B2, B6 und Niacin sowie 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure und 25 Mikrogramm Vitamin B12.

Eine Pille mit Vitamin-B wird festgehalten
Bei den B-Vitaminen empfiehlt sich die Einnahme eines Kombinationspräparats, in dem die Dosis aller B-Vitamine optimal aufeinander abgestimmt ist. Mikronährstoffmediziner empfehlen bei einer Leberzirrhose pro Tag 50 bis 100 Milligramm Vitamin-B-Komplex. Bildnachweis: PsarevaOlga/iStock/Getty Images Plus

Tipp

Folsäure als aktive 5-Methyltetrahydrofolsäure (5-MTHF): Viele Menschen können Folsäure aufgrund eines Gendefekts nicht richtig aktivieren. Deshalb empfiehlt sich die Einnahme der bereits aktiven Form 5-MTHF.

Im Falle einer Enzephalopathie muss hoch dosiertes Vitamin B1 (etwa 100 Milligramm) direkt über die Vene zugeführt werden. Die Weiterbehandlung erfolgt für weitere 30 Tage mit jeweils 300 Milligramm Vitamin B1 in Form eines Nahrungsergänzungsmittels.

Homocysteinwert im Labor bestimmen lassen

Bei einer Leberzirrhose empfiehlt es sich, die Homocysteinwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. Homocystein wird im Blutplasma bestimmt, dem flüssigen Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

Zu beachten während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Nierenerkrankungen und Medikamenteneinnahme

B-Vitamine sollten in hoher Dosierung in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt eingenommen werden.

Nierenpatienten und Diabetiker mit Nierenschaden sollten Vitamin B12 nicht in Form von Cyanocobalamin, sondern als Methylcobalamin einsetzen. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten hoch dosiert vermutlich schädlich.

Vitamin B6 kann in hoher Dosierung (über 5 Milligramm pro Tag) die Wirkung von Antiepileptika (Phenobarbital (Luminal®) und Phenytoin (Phenhydan®)) sowie von Parkinsonmitteln (wie Levodopa/L-Dopa, zum Beispiel Levopar®, Madopar®) abschwächen. Daher sollten diese Wirkstoffe nur mit niedrigen Vitamin-B6-Dosen eingenommen werden.

Fettlösliche Vitamine: Leberpatienten oft mangelhaft versorgt

Wirkweise der fettlöslichen Vitamine D, K und A

Bei Menschen mit einer chronischen Lebererkrankung ist häufig die Aufnahme von Fetten und damit auch die der fettlöslichen Vitamine wie Vitamin D, K und A eingeschränkt: In der Leber wird normalerweise die für die Fettverwertung benötigte Gallensäure gebildet. Zudem werden fettlösliche Vitamine in der Leber gespeichert. Die Speicherung ist bei einer Leberzirrhose vermindert, sodass es häufig zu einem Mangel kommt.

Vitamin D: Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Vitamin D eine Leberzirrhose günstig beeinflussen und das Fortschreiten eindämmen kann. Im Endstadium der Erkrankung scheint Vitamin D das Überleben zu verlängern. Es sind jedoch weitere hochwertige Studien erforderlich, um die positive Wirkung von Vitamin D zu bestätigen.

Vitamin K: Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt. Ein Mangel kann dementsprechend zu einer höheren Neigung zu Blutungen führen. Es gibt vereinzelte Hinweise darauf, dass Vitamin K die Blutgerinnung bei Patienten mit Leberzirrhose verbessert. Insgesamt ist die Datenlage jedoch noch unsicher.

Vitamin A: Vitamin A kann bei einer Leberzirrhose möglicherweise den Geschmackssinn verbessern. Ein verringertes Geruchs- und Geschmacksempfinden kann bei Menschen mit einer Leberzirrhose eine Mangelernährung begünstigen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung der Vitamine D, K und A

Bei einer Leberzirrhose empfehlen Mikronährstoffmediziner täglich 400 bis 800 Mikrogramm Vitamin A und 60 bis 400 Mikrogramm Vitamin K.

Für Vitamin D ist eine Menge von 1.000 bis 3.000 Internationalen Einheiten empfehlenswert. Idealerweise lässt man vorher seinen Vitamin-D-Spiegel bei einem Arzt bestimmen, um die richtige Dosierung zu finden. Bei einem starken Vitamin-D-Mangel kann für einen gewissen Zeitraum auch eine höhere Dosierung nötig sein. Alles über die richtige Vitamin-D-Dosierung erfahren Sie hier.

Da die Vitamine D, K und A fettlöslich sind, sollten Sie diese zu oder direkt nach einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen, um die Aufnahme im Darm zu steigern.

Vitamin-D-Spiegel im Labor bestimmen lassen

Laborant hält einen Vitamin-D-Test
Um einen Vitamin-D-Mangel festzustellen, bestimmt man die Transportform dieses Vitamins im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol). Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter liegen. Bildnachweis: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Um einen Vitamin-D-Mangel festzustellen, bestimmt man die Transportform dieses Vitamins im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol). Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Verschiedene Labore geben die Vitamin-D-Werte manchmal in unterschiedlichen Einheiten an: Um Nanogramm pro Milliliter in Nanomol pro Liter (nmol/l) umzurechnen, muss man den Wert mit 2,5 malnehmen.

Zu beachten während der Schwangerschaft, bei Nierenerkrankungen und Medikamenteneinnahme

Eine Überdosierung von Vitamin A in der Schwangerschaft kann zu Wachstumsstörungen und Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Daher sollten Schwangere keine Vitamin-A-Präparate einnehmen.

Bei einer Nierenschwäche ist von der Einnahme von Vitamin A abzuraten, da der Abbau des Vitamins im Körper gestört ist und ein schädlicher Überschuss entstehen kann. Vitamin D sollte bei Nierenerkrankungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden: Es steigert die Calciumaufnahme im Darm. Kranke Nieren können überschüssiges Calcium jedoch nicht gut ausscheiden.

Wenn Sie auf die folgenden Medikamente angewiesen sind, sollten Sie die Einnahme entsprechender Vitaminpräparate mit Ihrem Arzt besprechen. Es kann zu Wechselwirkungen kommen:

  • Vitamin D zusammen mit Entwässerungsmedikamenten aus der Wirkstoffgruppe der Thiazide (wie Hydrochlorothiazid (zum Beispiel Disalunil®) und Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®)) können zu überhöhten Calciumwerten führen.
  • Vitamin K bei Blutverdünnern aus der Klasse der Cumarine mit den Wirkstoffen Phenprocoumon (zum Beispiel Marcumar®) oder Warfarin (Coumadin®) kann die Wirkung verschlechtern. 

Vitamin E, C und andere Antioxidantien können vor weiteren Leberschäden schützen

Durch übermäßigen Alkoholkonsum oder durch bereits bestehende Leberzellschäden und Entzündungen wird der Körper hohem oxidativem Stress ausgesetzt. Dadurch erschöpfen die körpereigenen Vorräte an Antioxidantien. Durch die Zufuhr von Vitamin E, C und anderen Antioxidantien wie Glutathion lässt sich diesem Effekt entgegenwirken.

Vitamin E: Der Nutzen einer Vitamin-E-Gabe scheint von der Art des Leberschadens abzuhängen. So profitierten Patienten mit einer nicht alkoholischen Fettleber in einer hochwertigen Studie von einer erheblichen Verbesserung der Leberwerte, verringerten Entzündungswerten, einer verminderten Leberverfettung und einem verminderten Zirrhoseprozess. Bei Patienten mit einer fortgeschrittenen alkoholbedingten Leberzirrhose konnte kein Nutzen nachgewiesen werden.  

Vitamin C: Erste Studien weisen darauf hin, dass Vitamin C die Funktion der Blutgefäße verbessern und den bei vielen Betroffenen erhöhten Blutdruck im Leberkreislauf senken kann. Vitamin C ist auch notwendig, um Vitamin E zu regenerieren. Eine hochwertige Studie zeigt bei nicht alkoholischer Fettleber eine Verbesserung der Leberwerte bei Betroffenen durch Einnahme von Vitamin E und Vitamin C.

Glutathion: Niedrige Glutathionswerte bei Leberpatienten, sind mit einem schlechteren Leberzustand verbunden. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die Einnahme von Glutathion bei Patienten mit einer nicht alkoholabhängigen Fettleber die Leberwerte verbessern kann.

Insgesamt weisen einige Studien darauf hin, dass verschiedene Antioxidantien eine Leberzirrhose günstig beeinflussen können. Allerdings ist der Nutzen für alle Leberpatienten noch nicht eindeutig bewiesen. Ein Sicherheitsrisiko scheint jedoch nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu bestehen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Mikronährstoffmediziner empfehlen bei einer Leberzirrhose eine Dosis von 300 bis 670 Milligramm Vitamin E pro Tag. In Kombinationspräparaten, in denen die Dosis der einzelnen Vitamine optimal aufeinander abgestimmt ist, ist die enthaltene Vitamin-E-Menge oft deutlich niedriger.

Info

Eine Vitamin-E-Therapie in höherer Dosierung (über 50 Milligramm) sollte mit einem Mikronährstoffmediziner abgesprochen werden. Bei Rauchern sollte Vitamin E wegen der möglichen Gefahr einer Hirnblutung und eines vielleicht leicht erhöhten Lungenkrebsrisikos nicht über 50 Milligramm pro Tag dosiert werden.

Vitamin C sollte täglich in einer Menge von 1.000 bis 2.000 Milligramm zugeführt werden, für Glutathion empfiehlt sich eine Dosis von etwa 300 Milligramm pro Tag.

Nehmen Sie Vitamin E am besten zu oder direkt nach den Mahlzeiten ein, da es zusammen mit Fett am besten aufgenommen wird. Es sollte außerdem mit Vitamin C kombiniert werden: Vitamin C regeneriert Vitamin E, nachdem dieses ein freies Radikal abgefangen hat. Dadurch erhöht sich der Vitamin-C-Bedarf. Glutathion sollten Sie mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit zu sich nehmen, da seine Aufnahme durch andere Nahrungsbestandteile gehemmt wird.

Zu beachten bei Medikamenteneinnahme, Nierenschwäche und Eisenüberladung

Bei der Einnahme hoher Vitamin-E-Mengen kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Blutverdünnern kommen. Wenn Sie Blutverdünner nehmen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos sollte hoch dosiertes Vitamin E außerdem 14 Tage vor einem operativen Eingriff abgesetzt werden. Auch bei einem starken Vitamin-K-Mangel droht eine hohe Blutungsgefahr. Vitamin E sollte in diesem Fall nur eingenommen werden, wenn auch der Vitamin-K-Mangel ausgeglichen wird.

Bei der Einnahme von mehr als 1.000 Milligramm Vitamin C können Wechselwirkungen mit Blutverdünnern wie Warfarin (Coumadin®) nicht ausgeschlossen werden. Sprechen Sie bei der Einnahme dieser Medikamente eine Vitamin-C-Behandlung sicherheitshalber mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie an Nierensteinen leiden, sollten Sie eine Tagesdosis von 1.000 Milligramm Vitamin C nicht überschreiten, da es die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann. Bei Nierenschwäche sollte Vitamin C nicht in hohen Dosierungen (über 500 Milligramm pro Tag) eingenommen werden, da die kranke Niere überschüssiges Vitamin C nicht gut ausscheiden kann.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten bei Menschen mit krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) höhere Vitamin-C-Gaben nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Zink und Selen verlangsamen den Krankheitsfortschritt

Wirkweise von Zink und Selen

Zink und Selen sind an vielen Stoffwechselwegen in der Leber beteiligt. Bei einer Leberzirrhose kommt es häufig zu einer Mangelsituation, die sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Es besteht sogar der Verdacht, dass ein Zinkmangel zusammen mit einem erhöhten Kupferspiegel die Entstehung von Leberkrebs begünstigt. Die Schutzwirkung von Selen und Zink beruht vermutlich auf ihren antioxidativen Eigenschaften. Zudem scheint Selen den Zirrhoseprozess der Leber zu unterdrücken.

Zink: Eine hochwertige Studie liefert erste Hinweise darauf, dass die Einnahme von 50 Milligramm Zink das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und die übermäßige Ansammlung von Kupfer verhindern kann. In einer weiteren hochwertigen Studie erhielten Patienten mit einer Funktionsstörung des Gehirns aufgrund der Erkrankung (hepatische Enzephalopathie) Zink in Kombination mit Vitamin C, A, E und Laktulose: Unter dieser Behandlung sank der Ammoniakspiegel im Blut und es kam zu einer deutlichen Verbesserung der neurologischen Symptome im Vergleich zu Laktulose alleine. Zudem verbesserten sich die Leberwerte und der Schweregrad der Leberzirrhose.

Selen: Eine positive Wirkung von Selen wurde im Tierversuch an Mäusen gezeigt: Dort konnte die Gabe von Selen die Schädigung der Leber durch Alkohol abschwächen und das Absterben von Leberzellen verhindern. Ein erster Vorversuch am Menschen zeigt, dass Selen offensichtlich in Form von Natriumselenat besser wirkt als in Form von Selenomethionin.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink und Selen

Mikronährstoffmediziner empfehlen pro Tag 10 bis 30 Milligramm Zink. Bei einer Leberzirrhose könnte die tägliche Zufuhr von 100 bis 300 Mikrogramm Selen positiv wirken. Idealerweise sollten die Selenwerte im Blut regelmäßig kontrolliert werden, sodass die Behandlung gezielt erfolgen kann.

Zink- und Selenpräparate sollten am besten zu einer Mahlzeit eingenommen werden, da sie auf leeren Magen Magenprobleme verursachen können. Außerdem ist die Zinkaufnahme in Kombination mit Lebensmitteln – insbesondere tierischen Produkten – besser.

Tipp

Hoch dosiertes Vitamin C wandelt Selenit in eine nicht aufnehmbare Form um. So sollte zwischen der Einnahme von Selenit und Vitamin C ein Abstand von ein bis zwei Stunden liegen. Achten Sie bei einem Kombipräparat mit Vitamin C darauf, dass das Präparat Natriumselenat enthält.

Selen im Labor bestimmen lassen

Bei einer Leberzirrhose ist es sinnvoll, wenn ein Arzt Ihren Selenspiegel überprüft: Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Selenspiegel mit zunehmender Schwere der Erkrankung steigen. Es besteht deshalb die Möglichkeit einer Überversorgung.

Die Messung kann im Blutserum (ohne Blutzellen) oder dem Vollblut erfolgen. Der Wert aus dem Vollblut ist aussagekräftiger, da er die Langzeitversorgung widerspiegelt. Die Werte im Serum schwanken dagegen. Werte im Vollblut sollten zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Liter liegen.

Zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Zink kann bestimmte Medikamente binden und unwirksam machen. Dazu zählen: Antibiotika (Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (wie Ciloxan®) und Tetrazykline wie Tetracyclin (wie Achromycin®) sowie Osteoporose-Medikamente mit Bisphosphonaten wie Alendronat (wie Fosamax®). Deshalb empfiehlt sich ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme von Antibiotika oder Osteoporose-Medikamenten und Zinkpräparaten.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollte Zink nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Zink und Selen nicht richtig ausscheiden.

Verzweigtkettige Aminosäuren unterstützen Ernährungszustand und Entgiftung

Wirkweise von verzweigtkettigen Aminosäuren

Lage der Leber im menschlichen Körper
Bei einer Leberzirrhose kann die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr richtig erfüllen: Giftiges Ammoniak steigt im Blut an und schädigt Gehirn und Stoffwechsel. Bildnachweis: magicmine/iStock/Getty Images Plus

Bei einer Leberzirrhose kann die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr richtig erfüllen: Giftiges Ammoniak steigt im Blut an und schädigt Gehirn und Stoffwechsel. Verzweigtkettige Aminosäuren wie Leucin, Isoleucin oder Valin tragen zur Entgiftung von Ammoniak bei. Bei einer Leberzirrhose allerdings ist ihre Konzentration im Blut oft verringert.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass die Zufuhr von verzweigtkettigen Aminosäuren das Risiko für eine Schädigung des Gehirns durch Ammoniak (hepatische Enzephalopathie) deutlich senken kann. Zudem unterstützen die Aminosäuren den Muskelaufbau, verbessern die Muskelkraft und erleichtern Betroffenen dadurch das tägliche Leben. Darüber hinaus weisen erste Studiendaten darauf hin, dass sich verzweigtkettige Aminosäuren (12.450 Milligramm pro Tag) positiv auf den Krankheitsverlauf und die Schwere einer Leberzirrhose auswirken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von verzweigtkettigen Aminosäuren

Zur unterstützenden Behandlung einer Leberzirrhose empfehlen Mikronährstoffmediziner eine Dosis von 250 bis 300 Milligramm verzweigtkettige Aminosäuren pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Bei einem Gewicht von 60 Kilogramm sind dies umgerechnet 15.000 Milligramm (15 Gramm).

Cholin unterstützt die Regeneration der Leber und den Fettstoffwechsel

Wirkweise von Cholin

Cholin lagert sich als Phosphatidylcholin in die Zellmembran der Leberzellen. Cholin kann die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen verbessern. Darüber hinaus hat es antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt der Leberzirrhose entgegen. Cholin ist außerdem für den Fettstoffwechsel von großer Bedeutung: Eine Unterversorgung kann zu einer Fettleber führen.

Es gibt Hinweise darauf, dass ein Mangel an Cholin und an seinem Vorläufer, der Aminosäure Methionin, die Entstehung von Leberkrebs begünstigt. Erste Studiendaten deuten darauf hin, dass Cholin die Genesungszeit bei Nervenbeschwerden (hepatische Enzephalopathie) verkürzt. Zudem verringerte sich das Risiko, an der Erkrankung zu versterben.

Bei einer Fettlebererkrankung oder einer Hepatitis ist der Nutzen einer Behandlung mit Cholin in zum Teil hochwertigen Studien gezeigt worden. So profitierten Betroffene mit einer Fettleber von einer Verbesserung der Leberwerte und des Zuckerstoffwechsels, einer Linderung der Krankheitsbeschwerden und der Entzündungszeichen sowie einer verringerten Bildung von Bindegewebe (Zirrhoseprozess). Bei Hepatitis-Patienten kam es nach einer Therapie gegen die Viren (antivirale Therapie) unter der Gabe von Cholin zu einer geringeren Rückfallrate. Bei Heptatitis-Patienten, die nicht ausreichend auf eine antivirale Therapie ansprachen, verbesserten sich die Krankheitsbeschwerden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Cholin

Mikronährstoffexperten empfehlen zur unterstützenden Behandlung von Fettlebererkrankungen und bei Leberversagen eine Dosis von 500 bis 2.000 Milligramm Phosphatidylcholin pro Tag. Die Verbindung Phosphatidylcholin ist der Cholinlieferant für den Körper. Empfehlenswert ist die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit.

Zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit und Erkrankungen

Da zur Anwendung von Phosphatidylcholin in der Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte es vorsichtshalber nicht eingenommen werden oder nur unter Rücksprache mit dem Arzt. Ersten Studiendaten zufolge ist die Einnahme jedoch sicher.

Vorsicht ist auch bei einem niedrigen Blutdruck geboten, da eine dauerhaft erhöhte Cholinzufuhr möglicherweise einen niedrigen Blutdruck verursachen oder verstärken kann.

Ornithin und Aspartat für die Entgiftung von Ammoniak

Wirkweise von Ornithin und Aspartat

Die beiden Aminosäuren Ornithin und Aspartat (L-Ornithin-L-Aspartat, LOLA) senken den schädlichen Ammoniakspiegel und können dadurch den Verlauf einer leberbedingten Hirnleistungsstörung (hepatische Enzephalopathie) günstig beeinflussen.

Eine hochwertige Studie lieferte kürzlich Hinweise darauf, dass die Gabe von LOLA über die Vene die Genesungszeit bei einer hepatischen Enzephalopathie verkürzen kann. Laut einer Übersichtsarbeit kann es zudem einen günstigen Einfluss auf schwerwiegende Komplikationen und auf das Sterberisiko haben. Insgesamt ist die Datenlage aber noch unzureichend. Es muss weiter erforscht werden, ob es allen Leberpatienten gleich gut hilft.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Aspartat und Ornithin

Mikronährstoffmediziner raten bei einer leberbedingten Hirnleistungsstörung zur Gabe von 20.000 bis 40.000 Milligramm LOLA direkt über die Vene.

Zur Unterstützung der Entgiftung und damit zur Vorbeugung der Hirnleistungsstörung kann LOLA auch über Präparate eingenommen werden. Sinnvoll ist eine Dosierung von dreimal täglich 3.000 Milligramm. Wird es in großen Mengen (mehr als 6.000 Milligramm) aufgenommen, kann es vereinzelt zu Durchfällen kommen. Verteilen Sie deshalb die Menge über den Tag.

Carnitin für Entgiftung und Energiestoffwechsel

Wirkweise von Carnitin

Die Aminosäure Carnitin spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel: Sie fördert die Verbrennung von Fettsäuren in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen), die für die Energiegewinnung unserer Zellen verantwortlich sind. Dabei verhindert es, dass sich giftige Verbindungen anreichern. Darüber hinaus weist Carnitin antioxidative Eigenschaften auf, es verbessert die Stabilität der Zellmembran und schützt unsere Nervenzellen.

Einzelne kleine Studien liefern Hinweise, dass die Einnahme von 1.000 Milligramm Carnitin bei einer Leberzirrhose zu einer Verbesserung der Leberwerte und einer Verminderung des Schweregrades führen kann. Zudem profitierten Betroffene von einem verbesserten Energiestoffwechsel und litten seltener an Muskelkrämpfen. Bei Patienten mit einer leberbedingten Hirnleistungsstörung scheint die Gabe von Carnitin den Ammoniakspiegel zu senken und die Gehirnfunktion zu verbessern. Insgesamt ist der Nutzen von Carnitin bei einer Leberzirrhose allerdings noch wenig erforscht.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Carnitin

Mikronährstoffexperten empfehlen 1.000 Milligramm Carnitin pro Tag. Carnitin kann auch direkt über die Vene gegeben werden.

Bei der Einnahme über Präparate sollte die Gesamtmenge über den Tag verteilt werden – idealerweise vor oder zu einer Mahlzeit.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Leberzirrhose und hepatischer Enzephalopathie

 

Vitamine

 

 

Vitamin B1

bei Leberzirrhose: 25 Milligramm (mg)

 

bei hepatischer Enzephalopathie:

100 Milligramm über die Vene sowie für 30 Tage 300 Milligramm über Präparate

Vitamin B2

25 Milligramm

Vitamin B6

25 Milligramm

Vitamin B12

25 Mikrogramm (µg)

Folsäure

400 bis 800 Mikrogramm

Niacin

25 Milligramm

Vitamin A

400 bis 800 Mikrogramm

Vitamin D

1.000 bis 3.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K

60 bis 400 Mikrogramm

Vitamin E

300 bis 670 Milligramm

Vitamin C

1.000 bis 2.000 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Selen

100 bis 300 Mikrogramm

Zink

10 bis 50 Milligramm

  
 

Sonstige

Cholin

500 bis 2.000 Milligramm (als Phosphatidylcholin)

Glutathion

500 Milligramm

Verzweigtkettige Aminosäuren

250 bis 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg)

 

Aspartat und Ornithin

bei Leberzirrhose: 9.000 Milligramm

 

bei hepatischer Enzephalopathie: 20.000 bis 40.000 Milligramm über die Vene

Carnitin

1.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Leberzirrhose

 

Normalwerte

Homocystein

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Selen

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l) im Vollblut

 

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Zusammenfassung

Eine Leberzirrhose und ihre Folgeerkrankungen lassen sich mithilfe der Mikronährstoffmedizin wirksam lindern. B-Vitamine und die fettlöslichen Vitamine A, D und K können Mangelzustände ausgleichen und der Vernarbung der Leber entgegenwirken. Vitamin C und E, Glutathion und andere Antioxidantien, darunter auch die Mineralstoffe Selen und Zink, entgiften freie Sauerstoffradikale, die eine Leberzirrhose begünstigen können.

Verzweigtkettige Aminosäuren unterstützen den Muskelaufbau und helfen bei der Entgiftung. Ebenso unterstützen Ornithin und Aspartat die Entgiftung von schädlichem Ammoniak, das eine leberbedingte Schädigung des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) hervorrufen kann. Cholin und Carnitin verbessern den Energie- und Fettstoffwechsel.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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