Curcumin: Multitalent in Sachen Zellschutz

Wie Curcumin im Körper wirkt und wann man es einnehmen sollte

Curcumin ist der Farbstoff der Kurkuma-Wurzel. Es wird typischerweise als Färbemittel und Gewürz verwendet. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung trägt Curcumin aktiv zum Schutz der Zellen vor Schädigungen bei. Erfahren Sie, bei welchen Erkrankungen Curcumin helfen kann und wie es im Rahmen der Mikronährstoffmedizin eingesetzt wird.

Frische und getrocknete Kurkuma-Wurzeln in einer Schale
Curcumin, der gelbe Pflanzenfarbstoff aus der Kurkuma-Wurzel, kann aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt werden. Bild: AnnaPustynnikova/iStock/Getty Images Plus

Eigenschaften von Curcumin und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften von Curcumin

Curcumin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen, genauer gesagt zu den Polyphenolen. Sekundäre Pflanzenstoffe werden von Pflanzen zusätzlich zu den lebenswichtigen Stoffen gebildet. Viele davon haben gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Körper. Sie wirken antioxidativ und antientzündlich.

Curcumin ist der Farbstoff der Kurkuma-Wurzel, auch Gelbwurzel (Curcuma Longa) genannt, und hat daher auch seinen Namen. Es ist ein natürlicher Stoff, der jedoch auch synthetisch hergestellt werden kann. Curcumin ist schwer wasserlöslich, dafür aber fettlöslich. Curcumin ist lichtempfindlich, darum sollte man kurkumahaltige Gewürze immer dunkel aufbewahren.

Vorkommen in Lebensmitteln

Curcumin ist einer der Inhaltsstoffe der als Gewürz eingesetzten Kurkuma-Wurzel. Kurkuma enthält durchschnittlich knapp 3 Prozent Curcumin. Mit Curcumin kann man Lebensmittel natürlich färben, zum Beispiel Backwaren, Senf oder Kartoffelpüree. Es wird daher auch als Lebensmittelzusatz unter dem Namen E100 verwendet.

Zudem ist Kurkuma in Curry-Pulver oder anderen Gewürzmischungen aus der asiatischen Küche enthalten. Der Curcumin-Gehalt in Curry-Pulver ist allerdings sehr gering und schwankt sehr stark.

Curcumin-Lieferanten:                                                                                                                                                     Prozent
Kurkuma3

 

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Funktionen im Körper

Die Curcumin-Aufnahme in den Körper

Curcumin wird über die Nahrung aufgenommen und im Darm absorbiert. Von dort gelangt es in die Zellen. Allerdings wird Curcumin im Körper schlecht aufgenommen, da es fettlöslich und schwer wasserlöslich ist: Es hat eine geringe „Bioverfügbarkeit“. Durch Erhitzen oder Auflösen in Öl wird das Curcumin für den Körper besser verwertbar.

Tipp

Damit das Curcumin aus Curcumin-Präparaten besser verfügbar ist, wenden Hersteller verschiedene Möglichkeiten an. Alles über ein gutes Präparat lesen Sie hier.

Curcumin bleibt nur für eine kurze Zeit in der Blutbahn und ist daher nur kurz wirksam.  

Welche Aufgabe übernimmt Curcumin?

Illustration menschlicher Zellen
Curcumin schützt die Zellen und kann dem Wachstum von Krebszellen entgegenwirken. Bild: ClaudioVentrella/iStock/Getty Images Plus

Die Hauptwirkung von Curcumin im Körper ist antioxidativ und antientzündlich.

Zellschutz: Curcumin schützt die Zellen und wirkt entzündungshemmend. Es kann dem Wachstum von Krebszellen entgegenwirken und dafür sorgen, dass bereits entstandene Krebszellen absterben (Apoptose). Deshalb diskutieren Wissenschaftler, ob es in der Krebstherapie sowohl zur Vorbeugung als auch in der Behandlung eingesetzt werden kann.

Entzündung: Curcumin kann Entzündungen aller Art dämpfen. Getestet hat man es bei Gelenk-, Darm- und Augenentzündungen (Uveitis). Auch gegen die Reizungen bei Blasenentzündung, Prostataentzündung und Reizdarm könnte es wirksam sein. Testweise wird Curcumin auch eingesetzt, um Entzündungen nach Operationen zu mindern. Bei Gastritis durch das Bakterium Helicobacter pylori bekämpft Curcumin die Symptome (nicht aber das Bakterium selbst).

Entgiftung: Schwermetalle wie Arsen verursachen im Körper oxidativen Schaden. Curcumin kann diese Schäden verringern, wie bei arsenbelasteten Probanden nachgewiesen werden konnte.

Haut: Curcumin ist entzündungshemmend. Daher findet man Kurkuma auch in Salben gegen Hautkrankheiten, zum Beispiel Schuppenflechte (Psoriasis).

Skelettsystem: Curcumin hemmt die Aktivität von Zellen, die die Knochensubstanz angreifen. Auf diese Weise könnte vielleicht Knochenschwund gemildert werden. Studien bleiben abzuwarten.

Blut: Curcumin unterstützt den Körper bei der Herstellung weißer Blutkörperchen. Ferner kann es im menschlichen Körper die Aufnahme von Sauerstoff optimieren.

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Einsatz bei Krankheiten

Curcumin bei Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Da Curcumin entzündungshemmend und antioxidativ wirkt, wurde seine Eignung zur Vorbeugung und Linderung einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) untersucht.

Vorbeugung: In einer hochwertigen Studie mit 240 Patienten konnte Curcumin die Entwicklung von Diabetes aus dem Diabetes-Vorstadium (Prädiabetes) verhindern: Etwa Hälfte der Patienten erhielt täglich 1.500 Milligramm Curcumin, der Rest ein Scheinmedikament (Placebo). Nach neun Monaten hatten 19 Studienteilnehmer mit dem Scheinmedikament einen ausgeprägten Diabetes entwickelt, jedoch kein Patient der Curcumin-Gruppe. Es wird vermutet, dass Curcumin die insulinproduzierenden β-Zellen der Bauchspeicheldrüse schützt und den Blutzuckerspiegel insgesamt senkt.

Linderung: Eine Studie an diabeteskranken Mäusen gibt Hinweise auf die Wirksamkeit von Curcumin bei einem bestehenden Diabetes: Die Gabe von 0,5 Prozent Curcumin über vier Wochen in der Nahrung senkte den Blutzuckerspiegel deutlich. Auch beim Menschen gibt es erste Hinweise aus einer Studie, dass Curcumin den Blutzuckerspiegel senken kann.

Zudem verbessert Curcumin die Entzündungswerte von Diabetespatienten und senkt oxidativen Stress. Oxidativer Stress wird mit dem Fortschreiten von Diabetes und verschiedenen Komplikationen und Folgeerkrankungen in Verbindung gebracht.

Nach vielen Jahren kann Diabetes zum Beispiel die Niere schädigen, sodass Eiweiß in den Urin gelangt. Pulver aus Kurkuma-Wurzeln konnte auch dieses Symptom abmildern. Allerdings gibt es nur Daten für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten. Größere Studien müssen die Wirkung noch genauer untersuchen.

Info

Crcumin in therapeutischer Dosierung könnte den Blutzuckerspiegel von Diabetikern senken. Wird zusätzlich Insulin gespritzt oder werden andere Antidiabetika eingenommen, muss der Blutzucker engmaschig bestimmt werden, um einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) vorzubeugen.

Für eine vorbeugende und schützende Wirkung werden bis zu 1.500 Milligramm Curcumin empfohlen.

Curcumin senkt erhöhte Blutfettwerte

Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens im Körper
Curcumin wirkt antioxidativ und verringert oxidativen Stress bei Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bild: Lars Neumann/iStock/Getty Images Plus

Erhöhte Blutfettwerte sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Besonders das oxidierte LDL-Cholesterin lagert sich an den Blutgefäßen an, führt zu Schäden und sorgt so für eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Eine Metastudie, in der sieben Studien ausgewertet wurden, um verlässliche Aussagen zu treffen, belegt die cholesterinsenkende Wirkung von Curcumin. Zudem wirkt Curcumin antioxidativ und verringert oxidativen Stress bei Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Einer weiteren Metastudie zufolge senkt Curcumin auch die Blutfette (Triglyzerid-Werte) und erhöht das „gute“ Cholesterin (HDL). Das HDL-Cholesterin gilt als gefäßschützend, da es Cholesterin aus den Zellen aufnimmt und zur Ausscheidung zur Leber transportiert.

Mikronährstoffmediziner empfehlen zur Senkung erhöhter Blutfettwerte bis zu 1.000 Milligramm Curcumin am Tag.

Wirkt Curcumin gegen Alzheimer?

Das Risiko, an der Demenzkrankheit Alzheimer zu erkranken, kann möglicherweise durch die Einnahme antioxidativer und entzündungshemmender Pflanzenstoffe gemindert werden. Zu diesen Stoffen zählt Curcumin. Forscher vermuten zudem, dass Curcumin die Bildung der schädigenden Ablagerungen im Gehirn hemmen kann. Dazu gibt es aber noch widersprüchliche Daten.

Negative Ergebnisse: In einer klinischen Studie mit 36 Teilnehmern, die mäßige Symptome von Alzheimer zeigten, erhielten diese über einen Zeitraum von 24 Wochen entweder 2.000 oder 4.000 Milligramm Curcumin pro Tag oder ein Placebo. Eine Verbesserung konnte hier nicht nachgewiesen werden. Auch eine spätere Studie mit 34 Patienten, die bis zu 4.000 Milligramm Curcumin oder ein Placebo erhielten, konnte keine Wirksamkeit nachweisen.

Positive Ergebnisse: Eine Auswertung mehrerer klinischer Studien aus Japan kam im Jahr 2012 jedoch zu dem Ergebnis, dass die Gabe von 100 Milligramm Curcumin pro Tag über ein Jahr lang die Lebensqualität der Patienten verbessern kann, wobei erste positive Veränderungen nach zwölf Wochen erkennbar waren.

Zudem ließ sich durch Curcumin bei gesunden Senioren ein Gedächtnisverlust verhindern: Während in der Placebo-Gruppe nach sechs Monaten die kognitive Funktion abnahm, konnte dies mit 1.500 Milligramm Curcumin am Tag nicht beobachtet werden. Dies lässt vermuten, dass Curcumin in einer frühen Phase der Alzheimererkrankung wirksamer sein könnte als bei einer bereits ausgebrochenen Erkrankung. Weitere Studien sind allerdings nötig.

Es werden – nach ärztlicher Rücksprache – zwischen 600 und 1.500 Milligramm Curcumin empfohlen.

Curcumin verbessert die Fettverdauung und Verdauungsbeschwerden

Neben vielen anderen Wirkungen ist die Kurkumawurzel insbesondere für ihre verdauungsfördernden Effekte bekannt. Die Inhaltsstoffe, darunter auch das Curcumin, regen die Ausschüttung von Gallensäuren in der Leber an. Gallensäuren binden sich an Nahrungsfette und machen diese besser verdaulich. Kurkuma hilft so auch gegen Völlegefühl und Blähungen.

Die positive Wirkung von Curcumin auf die Verdauung ist erfolgreich bestätigt: Sowohl in Tier- als auch in Humanstudien konnte die verdauungsfördernde Wirkung nachgewiesen werden. So steigerte Curcumin die Ausschüttung von Gallensäuren um bis zu 62 Prozent. Das macht den Einsatz von Curcumin bei Reizdarm-Syndrom oder einer schwachen Gallenblase sinnvoll.

Zur Unterstützung der Verdauung werden 180 Milligramm Curcumin pro Tag empfohlen

Curcumin gegen entzündliche Darmerkrankungen

Frau hält Darstellung eines Darms vor sich
Curcumin kann akute chronisch-entzündliche Darmerkrankungen vermindern. Bild: RyanKing999/iStock/Getty Images Plus

Die Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist bislang nicht endgültig geklärt. Bei diesen Erkrankungen werden aber entzündliche Botenstoffe produziert, die eine lang anhaltende Darmentzündung auslösen. Curcumin lindert vermutlich akute chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und beugt weiteren Krankheitsschüben vor.

Vorbeugung: In einer klinischen Studie bekamen 89 Teilnehmer mit Colitis ulcerosa über sechs Monate 2.000 Milligramm Curcumin pro Tag oder ein Placebo. Aus der Curcumin-Gruppe hatten deutlich weniger Patienten innerhalb der sechs Monate einen Krankheitsschub als Teilnehmer der Kontrollgruppe.

Behandlung: Eine weitere Studie mit zehn Patienten bestätigte das positive Ergebnis während eines Entzündungsschubes: Sie erhielten 1.100 Milligramm Curcumin täglich für einen Monat, die Dosis wurde für weitere zwei Monate auf bis zu 1.650 Milligramm gesteigert. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Krankheitssymptome.

Bei entzündlichen Darmerkrankungen wird eine Dosierung von 1.100 bis 2.000 Milligramm Curcumin pro Tag empfohlen.

Die Wirkung von Curcumin bei Rheuma und Arthrose

Mann mit schmerzverzerrtem Gesicht hält sich die Hand
Curcumin kann den Gelenkknorpel vor weiteren Schäden schützen, da es das körpereigene Schutzsystem stärkt. Bild: seb_ra/iStock/Getty Images Plus

Aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung wird Curcumin in der Mikronährstoffmedizin bei Gelenkerkrankungen eingesetzt, die mit Entzündungen in Zusammenhang stehen.

Rheuma: Eine klinische Studie testete sowohl die Wirksamkeit von Curcumin-Extrakt allein als auch in Kombination mit Diclofenac (zum Beispiel Diclofenac AL®) erfolgreich. 45 Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen aufgeteilt. Sie erhielten:

  • 500 Milligramm Curcumin,
  • 50 Milligramm Diclofenac oder
  • 500 Milligramm Curcumin und zusätzlich 50 Milligramm Diclofenac.

Zwar trat nach acht Wochen in allen drei Behandlungsgruppen eine Verbesserung der Erkrankung ein, allerdings war diese in der reinen Curcumin-Gruppe am stärksten. Daraus lässt sich schließen, dass Curcumin bei deutlich weniger Nebenwirkungen eine ähnliche oder bessere Wirkung als Diclofenac haben könnte. Weitere Studien, die das Ergebnis bestätigen, stehen noch aus.

Arthrose: Curcumin verbesserte bei Arthrose-Patienten oxidativen Stress und stärkte das körpereigene antioxidative Schutzsystem. Dies lässt vermuten, dass Curcumin den Gelenkknorpel vor weiteren Schäden schützen kann.

Zudem vermuten Forscher eine Verringerung der Gelenkschmerzen bei Arthrose. Zwar trat dies nicht bei allen Patienten auf, drei hochwertige medizinische Studien zeigen aber eine Wirkung: Im Vergleich zu Scheinmedikamenten sanken die Schmerzen und die Gelenkbeweglichkeit verbesserte sich.

Um die entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcumin bei Rheuma und Arthrose zu nutzen, empfehlen sich 500 bis 1.000 Milligramm Curcumin. Die genaue Dosierung sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Curcumin gegen Krebs

Curcumin wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Das heißt, es schützt die Zellen vor Schädigungen, indem es die Bildung von freien Radikalen unterdrückt. Dabei werden bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe in ihrer Wirkung gehemmt.

Hemmung der Krebsentwicklung: Bei einer Studie an Tieren im Jahr 2009 fanden die Forscher heraus, dass Curcumin und Piperin durch ihre antioxidative Wirkung die Bildung von Krebszellen unterdrücken können. So kann die Aufnahme von Curcumin − idealerweise in Kombination mit Piperin − zur Krebsprävention beitragen. Piperin ist ein Stoff aus dem schwarzen Pfeffer, der die Bioverfügbarkeit von Curcumin verbessert.

Hemmung von Krebswachstum: Studien haben gezeigt, dass Curcumin in der Lage ist, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Auch hier ergänzen sich Curcumin und Piperin. Sie verstärken dabei gegenseitig ihre Wirkung. Darüber hinaus kann Curcumin dafür sorgen, dass bereits entstandene Krebszellen absterben (Apoptose), ohne dass dabei gesunde Zellen geschädigt werden.

Die krebshemmende Wirkung wurde auch am Beispiel von Prostatakrebs untersucht. In Labor-Studien hemmte Curcumin die Zellvermehrung sowie die Bildung proentzündlicher Botenstoffe. Dadurch werden entzündliche Vorgänge gehemmt, die die Krebsentwicklung zusätzlich anregen. Zudem setzte Curcumin verschiedene Mechanismen in Gang, die zum Tod der Krebszellen führten.

Auch bei Wirkung und Nebenwirkungen einer Krebstherapie dürfte Curcumin positiv anschlagen.

Zur Prävention von Krebs werden bis zu 2.000 Milligramm Curcumin pro Tag empfohlen. Sprechen Sie die genaue Dosis bei der Behandlung oder Vorbeugung von Krebs mit dem behandelnden Arzt ab.

Dosierungsempfehlungen bei Krankheiten auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Curcumin pro Tag in Milligramm (mg)

 

Diabetes mellitus

1.500

Erhöhte Blutfettwerte

1.000

Alzheimer

600 bis 1.500

Verdauungsstörungen

180

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

1.100 bis 2.000

Rheuma und Arthrose

500 bis 1.000

Krebsprävention

2.000

 

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Einsatz bei Medikamenten

Curcumin verbessert die Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen werden antientzündliche Medikamente eingesetzt, um einem erneuten Krankheitsschub vorzubeugen. Leider wirken sie nicht immer verlässlich. Curcumin könnte die Wirksamkeit der Medikamente wie Sulfasalazin (Sulfasalazin HEXAL® oder Colo-Pleon®) oder Mesalazin (wie Claversal®, Mezavant®) verbessern.

In einer hochwertigen Studie erhielten 45 von 89 Patienten mit Colitis ulcerosa 1.000 Milligramm Curcumin nach dem Frühstuck und 1.000 Milligramm nach dem Abendessen. Gleichzeitig wurden die Standardmedikamente Sulfasalazin oder Mesalazin verordnet. Die Kontrollgruppe mit 44 Personen erhielt nur die Medikamente ohne Curcumin. Nach sechs Monaten wurden die Rückfälle ausgewertet. In der Curcumin-Gruppe hatten nur etwa fünf Prozent der Teilnehmer einen Rückfall, in der Kontrollgruppe etwa 20 Prozent.

Curcumin unterstützt die Krebstherapie und verringert Nebenwirkungen

Curcumin gilt in der Mikronährstoffmedizin als vielversprechender Wirkverstärker einer Chemo- und Strahlentherapie. Labor- und Tierstudien zeigen, dass Curcumin die krebsbekämpfende Wirkung von Platinderivaten, Doxorubicin oder 5-FU unterstützen kann. Zum Beispiel waren Brust-, Darm-, oder Prostatakrebszellen mit Curcumin anfälliger für die Therapie und ließen sich besser bekämpfen.

Auch Nebenwirkungen der Krebstherapie können durch Curcumin reduziert werden: Im Vergleich zu einem Scheinmedikament verringerten täglich 6.000 Milligramm Curcumin Entzündungen der Haut nach einer Strahlentherapie (Strahlendermatitis). An dieser Studie nahmen 30 Brustkrebs-Patientinnen teil. Patienten mit einem Tumor im Kopf- und Halsbereich profitieren von einer Curcumin-Lösung zum Gurgeln: Durch Curcumin wurden Entzündungen der Mundschleimhaut infolge der Chemo- und Strahlentherapie abgeschwächt.

Dosierungen liegen zwischen 3.600 und 6.000 Milligramm täglich. Die Einnahme von Curcumin begleitend zur Krebstherapie muss mit dem behandelnden Onkologen abgesprochen werden.

Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Curcumin am Tag in Milligramm (mg)

Mesalazin und Sulfasalazin

2.000

Krebstherapie

bis zu 6.000

 

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte Curcumin eingenommen werden?

Kurkuma-Pulver und Kapseln auf weißem Hintergrund
Die Zufuhr von Curcumin über die Nahrung reicht nicht aus um Krankheiten entgegenzuwirken. Mediziner raten deshalb, dies mit Präparaten zu unterstützen. Bild: natthanim/iStock/Getty Images Plus

Da Curcumin sehr schlecht vom Körper aufgenommen wird, reicht die Zufuhr über die Nahrung kaum aus, um eine Wirkung bei Krankheiten zu erreichen. Zudem ist der Gesamtgehalt an Curcumin im Gewürzpulver mit zwei bis sieben Prozent eher gering. Um die wirksamen Tagesdosen zu erreichen, müsste man täglich mehrere Teelöffel Kurkuma zu sich nehmen.

Mikronährstoffmediziner raten deshalb zu Curcumin-Präparaten mit einer hohen Bioverfügbarkeit, zum Beispiel durch Piperin aus Pfeffer. Curcumin-Präparate mit Kurkuma-Extrakt sind als Tabletten oder Kapseln auf dem Markt zu bekommen. Sie enthalten eine deutlich höhere Dosierung Curcumin als die frische oder getrocknete Wurzel. Mit einem Extrakt lassen sich wirksame Dosierungen einfacher erreichen.

Die Einnahme von Curcumin sollte zusammen mit einer Mahlzeit erfolgen, da so die Verträglichkeit besser ist als auf nüchternen Magen. Zudem erhöhen Fette in der Nahrung die Aufnahme von Curcumin. Bei Verwendung der frischen Wurzel erhöhen die enthaltenen ätherischen Öle die Bioverfügbarkeit von Curcumin. Da Curcumin vom Körper sehr schnell verstoffwechselt wird, sollte man die Einnahme über den Tag verteilen.

Woran erkennt man ein gutes Curcumin-Präparat?

Hochwertige Präparate enthalten Extrakte mit geprüftem Curcumin-Gehalt, der zudem möglichst hoch an freiem Curcumin ist. Curcumin kann an andere Verbindungen gebunden vorliegen (Sulfate oder Glucuronide). Dies macht sie unwirksam.

Achten Sie außerdem auf Präparate mit einer guten Bioverfügbarkeit. Häufig wird Curcumin mit Piperin (auch Piperidin oder Bioperin genannt) aus Pfeffer kombiniert. Piperin kann verhindern, dass Curcumin im Darm und in der Leber zu unwirksamen Verbindungen umgewandelt wird. Die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA hat Curcumin in Kombination mit Piperin als sicher anerkannt (GRAS-Status). GRAS steht für „allgemein als sicher anerkannt“ (englisch: Generally Recognized As Safe).

Zudem sind hochwertige Präparate möglichst frei von Zusatzstoffen, zum Beispiel von Geschmacks- oder Aromastoffen.


Überdosierung, Wechselwirkungen und Hinweise für die Schwangerschaft

Ist eine Überdosierung mit Curcumin möglich?

Die European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen als Tagesdosis maximal bis zu 3.000 Milligramm Kurkuma-Pulver mit 90 bis 210 Milligramm Curcumin. Unter ärztlicher Aufsicht werden in der Mikronährstoffmedizin für einen festgelegten Zeitraum auch höhere Curcumin-Dosierungen empfohlen.

Menschen vertragen Curcumin unterschiedlich gut, das zeigen Studien. Dosierungen von 500 bis 4.000 Milligramm Curcumin lösen bei manchen Menschen bereits Probleme aus. Es kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Übelkeit oder Bauchschmerzen kommen. Beobachtet wurden auch Kopfschmerzen und Ausschlag. Wenn Sie nach Curcumin-Einnahme Beschwerden entwickeln, sollten Sie es absetzen. Bei anderen Personen brachte eine Einmalgabe auch hoher Curcumin-Dosen dagegen keinen Hinweis auf akute Nebenwirkungen.

Die langfristige Einnahme sehr hoher Curcumin-Dosen (4.000 bis 12.000 Milligramm) über mehr als drei Monate sollte vermieden werden, da hierzu keine Untersuchungen vorliegen.

Info

Es ist erforderlich, zwischen einer dauerhaften Anwendung zur Prävention und einer zeitlich begrenzten, hoch dosierten Anwendung bei entsprechenden Krankheiten und Symptomen zu unterscheiden. Die Einnahme von isoliertem Curcumin bei Leber-Galle-Beschwerden sowie bei Gallensteinen sollte grundsätzlich mit einem Arzt besprochen werden.

 

Bei einigen Menschen könnte Curcumin die Leberwerte verschlechtern. Wenn Curcumin länger eingenommen wird, sollten die Leberwerte überprüft werden. Eine langfristige Einnahme könnte einen bestehenden Eisenmangel verschlimmern. Idealerweise sollte man nach drei Monaten eine Einnahmepause machen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wechselwirkungen von Curcumin mit Medikamenten und anderen Mikronährstoffen sind möglich, aber bislang nicht eindeutig in Studien an Menschen nachgewiesen. In Laborstudien hemmte Curcumin Enzyme der Leber, die normalerweise Medikamente verstoffwechseln. Besprechen Sie daher die Einnahme von Curcumin zusammen mit Medikamenten mit dem Arzt.

Bei Ratten beeinflusste Curcumin zwar die Verfügbarkeit von Warfarin (Coumadin®) und Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) für den Körper, ein Einfluss auf die Blutgerinnung konnte allerdings nicht festgestellt werden. Zur Sicherheit empfiehlt es sich bei Einnahme von Curcumin mit Blutverdünnern, den Gerinnungswert im Blut kontrollieren zu lassen.

Hinweise bei Erkrankungen des Verdauungstraktes

Curcumin sollte nicht bei vorhandenen Gallensteinen angewendet werden, da es die Produktion von Gallensäuren anregt. Wenn ein Stein den vermehrten Gallenfluss behindert, kann das schwere Beschwerden (Gallenkolik) auslösen. Ein „Zuviel“ an Galle kann auch Durchfälle verursachen, weshalb Menschen mit akuten Durchfallerkrankungen ebenfalls auf Curcumin verzichten sollten.

Ist Curcumin in der Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt?

Die aktuelle Studienlage ist nicht ausreichend, um eine Einnahme von Curcumin bei Schwangeren oder Stillenden bedenkenlos empfehlen zu können.

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Zusammenfassung

Curcumin, der gelbe Pflanzenfarbstoff aus der Kurkuma-Wurzel, kann aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt werden.

Bei Verdauungsproblemen und Entzündungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Gastritis und Reizdarm kann Curcumin unterstützend wirken. Darüber hinaus gibt es erste positive Ergebnisse für die entzündungshemmende Wirkung bei Rheuma und Arthrose, die jedoch noch durch weitere Studien untermauert werden sollten. Curcumin wirkt auch auf Entzündungsherde im Gehirn und kann sich so möglicherweise günstig auf den Verlauf der Alzheimer-Krankheit auswirken.

Bei Diabetes kann Curcumin unter Umständen den Blutzuckerspiegel senken oder – bei ersten diabetischen Symptomen – den Ausbruch der Erkrankung hemmen. Es könnte auch diabetische Begleiterscheinungen wie Nierenschäden und Entzündungswerte bessern. Zudem kann Curcumin erhöhte Blutfettwerte senken und daher das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Erste Studien zur Wirkung von Curcumin bei verschiedenen Krebserkrankungen sind vielversprechend.

Insgesamt ist Curcumin ein interessanter und verträglicher Wirkstoff. Es sind aber noch mehr Daten zur Wirkung notwendig, vor allem auch der Langzeitanwendung.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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