Grüntee: der Schadstofffänger

Was kann Grüntee als Nahrungsergänzung leisten?

Grüner Tee ist weltweit beliebt: nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner positiven Wirkung auf die Gesundheit. Denn er enthält neben Koffein viele sekundäre Pflanzenstoffe, besonders Catechine. Erfahren Sie, bei welchen Erkrankungen Sie Grüntee unterstützend einsetzen können, welche Wechselwirkungen es gibt und worauf Sie bei der Einnahme achten müssen.

Getrockneter und aufgegossener Grüntee auf einer Steinfläche
Grüntee-Extrakt enthält eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole. Er wird in der Mikronährstoffmedizin vielfältig eingesetzt. Bild: nevarpp/iStock/Getty Images Plus

Wichtige sekundäre Pflanzenstoffe in Grüntee

Die im Grüntee enthaltenen Pflanzenstoffe sind aufgrund ihrer positiven Wirkung ins Interesse der Forschung und der Öffentlichkeit gerückt. Die gesundheitsfördernde Wirkung macht Grüntee für die Mikronährstoffmedizin sehr interessant. Die wichtigsten Pflanzenstoffe sind:

Polyphenole: Früher wurden diese Inhaltsstoffe auch als Gerbstoffe oder Tannine bezeichnet. Polyphenole helfen dabei, das Wachstum der Pflanzen zu regulieren sowie Krankheiten und Schädlinge abzuwehren. Polyphenole sind natürliche Antioxidanzien. Ihnen wird der eigentliche gesundheitsfördernde Effekt des Grüntees zugesprochen.

Catechine: Catechine sind eine Untergruppe der Polyphenole. In einem zubereiteten grünen Tee sorgen die Catechine für den leicht bitteren Geschmack. Von allen bekannten Teephenolen besitzen sie die größte Wirkung auf die Gesundheit. Die wichtigsten sind Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG).

Epigallocatechingallat(EGCG): Die meisten Studien untersuchen das Catechin EGCG. Es wird vor allem im Zusammenhang mit der Krebsprävention sowie der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht.

Üblicherweise empfehlen Ärzte in der Mikronährstoffmedizin einen Grüntee-Extrakt. Extraktees enthalten die Pflanzenstoffe in höheren Mengen als grüner Tee oder ein Grüntee-Pulver.

Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen in grünem TeeGramm (g) pro 100 Gramm Tee
Polyphenole2,7 bis 30,5
Catechine1,9 bis 10 
EGCG1,3 bis 15,0

Hinweis: Werte können schwanken. 

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Aufnahme und Funktionen im Körper

Grüntee: Aufnahme in den Körper

Die Polyphenole des Grüntees werden teilweise im Dünndarm aufgenommen, teilweise gelangen sie in den Dickdarm. Dort werden sie von den Bakterien zu anderen Substanzen umgebaut, die wahrscheinlich ebenfalls die Gesundheit unterstützen.

Welche Aufgabe übernehmen Grüntee-Catechine?

Im Körper können Grüntee-Catechine an verschiedenen Prozessen beteiligt sein:

Schutz vor freien Radikalen: Catechine wirken antioxidativ. Das heißt, sie entgiften gefährliche Oxidantien (freie Radikale), die Gewebe und die Erbsubstanz schädigen könnten. Daher wird dem grünen Tee eine Anti-Aging-Wirkung zugesprochen. Zudem zeigte das Catechin EGCG in verschiedenen Tier- und Zellstudien krebshemmende und herzschützende Eigenschaften.

Aufnahme von Fetten: Grüntee-Catechine können einige Enzyme im Fettstoffwechsel hemmen. Das mindert die Aufnahme von Fetten, wodurch der Blutfettspiegel sinkt.

Schutz von Blutgefäßen: Die Catechine können Gefäßverengungen und letztlich einer koronaren Herzkrankheit vorbeugen. Sie verhindern atherosklerotische Gefäßwandverdickungen und Gewebewucherungen. Damit sinkt die Gefahr von Gefäßverstopfungen (Thrombosen). Daneben regulieren sie vermutlich auch den Blutdruck.

Hemmung von Bakterien und Viren: Insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG) und Epicatechingallat (ECG) hemmen das Wachstum vieler Bakterien und Viren. Letzteres belegte eine Studie, bei der die Wirkung von EGCG auf Herpes-Simplex-Viren untersucht wurde. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die Catechine, insbesondere das EGCG, bei der Behandlung von Infektionen im Mundraum, bei Karies und Zahnfleischerkrankungen nützlich sind.

Nervenschutz: Das Catechin EGCG verhindert vermutlich die Bildung bestimmter Verbindungen, die für die Nervenzellen giftig sind. Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson beruhen auf einer Fehlfunktion von Eiweißen in den Nervenzellen: Sie verklumpen und schädigen dadurch die Zelle. Versuche an tierischen Zellen zeigten, dass EGCG die verklumpten Eiweißbündel zum Teil wieder lösen konnte.

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Einsatz bei Krankheiten und im Alter

Grüntee-Extrakt als Anti-Aging-Kur

Abbildung zum Aufbau der Hautschicht ohne Grüntee-Therapie UV-Strahlungen
Abbildung zum Aufbau der Hautschichten mit der Grüntee-Therapie UV-Strahlungen
Grüntee-Polyphenole können vor Schäden durch UVA- und UVB-Strahlen schützen. Bild: solar22/iStock/Getty Images Plus

Das Epigallocatechingallat (EGCG) sowie andere Polyphenole im grünen Tee wirken als starke Radikalfänger. Sie entgiften den Körper und schützen ihn von Schäden, die durch freie Radikale verursacht wurden. Freie Radikale beschleunigen den Alterungsprozess, wie etwa die Entwicklung von Falten im Gesicht. Als Radikalfänger kann EGCG Hautalterung verlangsamen.

Gerade UV-Strahlung schadet der Haut. Davor können Grüntee-Polyphenole schützen. Dies zeigten Studien am Menschen. Die Forscher gehen von einem Schutz sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung aus.

Für die Unterstützung eines guten Hautbildes sowie der Verlangsamung des Alterungsprozesses werden täglich 250 Milligramm EGCG empfohlen. Diese Einnahme ist lebenslang möglich. Bei akuten Belastungen durch Sonne oder Stress kann man Grüntee-Extrakt als Kur über mehrere Wochen einnehmen. Dann sollte die Einnahme bei 500 Milligramm EGCG täglich liegen.

Unterstützen Catechine die Fettverbrennung?

Mit Grüntee-Extrakt abnehmen? Nach einer US-amerikanischen Studie an Mäusen kann das möglich sein: Eine regelmäßige Einnahme von entkoffeiniertem Grüntee-Extrakt in Verbindung mit Lauftraining verringerte sich das Körpergewicht der Tiere um knapp ein Drittel. Das ungesunde Bauchfett wurde sogar um mehr als ein Drittel reduziert. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Kombination von Grüntee-Extrakt und Sport den Energiestoffwechsel verändert und die Neubildung von Fettzellen hemmt.

Eine Studie mit 45 älteren, übergewichtigen Probanden bestätigt die positive Wirkung von EGCG auf den Gewichtsverlust: Eine Hälfte der Studienteilnehmer trank 60 Tage lang täglich drei Tassen grünen Tee, die andere Hälfte nicht. Ansonsten änderten die Probanden ihren Lebensstil nicht. In der Grünteegruppe zeigte sich nach der Studie ein deutlicher Gewichtsverlust von durchschnittlich 1,3 Kilogramm. Dabei verbesserte sich auch der Body-Mass-Index (BMI).

Ebenso kann EGCG Menschen mit Stoffwechselerkrankungen bei der Gewichtsabnahme helfen. Dies belegte eine klinische Studie mit 60 stark übergewichtigen Frauen, die unter dem polyzystischen Ovarien-Syndrom leiden: Bei ihnen senkte die Einnahme von Grüntee das Gewicht um durchschnittlich vier Kilogramm.

Wichtig für die Stoffwechselaktivierung und die Fettverbrennung ist ein hoher EGCG-Gehalt im Grüntee-Extrakt. Eine positive Wirkung tritt bei 200 bis 300 Milligramm EGCG ein. Zur Unterstützung einer kurzen Diät über einige Wochen ist auch die Einnahme von bis zu 500 Milligramm täglich sinnvoll.

Getrockneter Grüntee in einer weißen Schale
In den Ländern, in denen grüner Tee häufig getrunken wird, kommen bestimmte Krebsarten seltener vor. Bild: 12875116/iStock/Getty Images Plus

Grüntee-Extrakt zur Krebsvorbeugung

Krebsvorbeugung: In einigen Teilen der Welt wird sehr viel grüner Tee getrunken. Gleichzeitig kommen dort einige Krebsarten deutlich seltener vor. Forscher vermuten daher, dass Grünteekonsum einer Krebserkrankung vorbeugen kann. Die Antikrebs-Eigenschaft von EGCG ist einer der Schwerpunkte in der Forschung. Eine Studie aus Japan kam zu dem Schluss, dass der regelmäßige Konsum von zehn Tassen grünem Tee täglich den Ausbruch einer Krebserkrankung bei Frauen um rund sieben Jahre verzögern kann, bei Männern um rund drei Jahre. Eine weitere Studie belegte, dass EGCG das Rückfallrisiko nach einer Darmkrebserkrankung halbieren kann.

Zudem wirkt sich Grüntee vermutlich günstig auf die Prostata aus: In einer Studie wurde der Einfluss von Grüntee-Extrakt mit 400 Milligramm EGCG bei Männern mit einer auffälligen Prostata-Gewebeprobe untersucht. Nach einer zwölfmonatigen Einnahme veränderte sich das Gewebe bei den EGCG-Probanden nicht weiter, während bei der Kontrollgruppe ohne Grüntee-Extrakt fünf Patienten eine Zunahme aufwiesen. Auch der Blutmarker für Prostataveränderungen, das prostataspezifische Antigen (PSA-Wert), konnte gesenkt werden.

Krebshemmung: Neben der vorbeugenden Wirkung hemmt das Epigallocatechingallat (EGCG) Studien zufolge das Tumorwachstum von rund 20 verschiedenen Krebszellarten. In einer Tierstudie mit Mäusen hemmte EGCG zum Beispiel die Zellen von Bauchspeicheldrüsentumoren. EGCG greift dabei in viele Signale und Stoffwechselwege der Krebszelle ein.

Grüntee-Extrakt bei der Behandlung von gutartigen Gebärmutterveränderungen

Myome sind Wucherungen, die in der Gebärmutter auftreten können. Es handelt sich um die häufigsten gutartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane. Eine klinische Studie hat die Wirkung von Grüntee-Extrakt auf Myome untersucht. In der Kontrollgruppe vergrößerte sich das Myom um bis zu 25 Prozent, während es in der Grünteegruppe teilweise um bis zu ein Drittel schrumpfte. Teilgenommen hatten 39 Frauen. Die Hälfte von ihnen erhielt über vier Monate täglich 360 Milligramm EGCG, die andere Hälfte ein Placebo. EGCG könnte demnach ein wirksames Mittel für Frauen mit Gebärmuttermyom sein – weitere Studien zur Bestätigung der Ergebnisse stehen noch aus.

Frauen mit Myom sollten Grüntee-Extrakt zur Behandlung erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen.

Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von EGCG pro Tag in Milligramm (mg)
Anti-Aging dauerhaft250
Anti-Aging als Kur500 über mehrere Wochen
Gewichtsabnahme500 über einige Wochen
Krebsprävention400
Myom360

 

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte Grüntee-Extrakt eingenommen werden?

Kapseln, die aus einer Dose geschüttet sind
In der Mikronährstoffmedizin werden meist Grüntee-Extrakte als Kapseln oder Tabletten eingesetzt. Bild: BWFolsom/iStock/Getty Images Plus

Grüntee-Extrakt in Tabletten- oder Kapselform sollte mit etwas Flüssigkeit zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Eine Einnahme auf nüchternen Magen ist zu vermeiden.

Wer die wertvollen Inhaltsstoffe des grünen Tees als aufgebrühten Tee trinken möchte, sollte den Koffeingehalt bedenken: Kombinieren Sie das Getränk nicht mit Nahrungs- oder Genussmittel, die wie Koffein stimulierend wirken.

In der Mikronährstoffmedizin werden meist Grüntee-Extrakte als Kapseln oder Tabletten eingesetzt und keine Tees getrunken: Bei den Teesorten gibt es enorme Schwankungen der Inhaltsstoffe. Der Vorteil bei Kapseln oder Tabletten ist, dass die enthaltene EGCG-Menge standardisiert ist.

Woran erkennt man ein gutes Grüntee-Präparat?

Der Gehalt an EGCG in naturbelassenem Grüntee kann je nach Anbau, Sorte und Wachstum variieren. Zudem zeigen Untersuchungen, dass viele Grünteesorten mit Schadstoffen belastet sind. Eine Alternative ist daher hochkonzentrierter Grüntee-Extrakt, der in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen wird. Wer kein Koffein (Teein) verträgt, greift auf ein koffeinarmes Produkt zurück mit weniger als 10 Milligramm Koffein pro Kapsel Grüntee-Extrakt. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee enthält ungefähr 80 bis 100 Milligramm Koffein. Entkoffeinierter Kaffee kann noch einen Restgehalt zwischen 1 und 4 Milligramm Koffein pro Tasse haben.

Zudem sind gute Präparate möglichst frei von Zusatzstoffen, zum Beispiel von Geschmacks- oder Aromastoffen und nach bestimmten pharmazeutischen Richtlinien hergestellt.

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Überdosierung, Wechselwirkungen und Hinweise während der Schwangerschaft

Ist eine Überdosierung mit Grüntee-Extrakt möglich?

Grüntee-Extrakt ist in hoher Qualität auch hoch dosiert (bis zu 800 Milligramm täglich) gut verträglich. Dennoch kann es bei Unverträglichkeiten gegen einen oder mehrere Inhaltsstoffe zu Nebenwirkungen kommen. Setzen Sie die Einnahme in so einem Fall ab.

Zudem sollten Sie Grüntee-Extrakt wegen der besseren Verträglichkeit immer zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen.

In seltenen Fällen kann es nach der Einnahme von Grüntee-Extrakt zu Leberschäden kommen. Die Gründe hierfür sind noch nicht ausreichend erforscht. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Verunreinigungen des Extrakts und der Stoffwechselwege der Catechine eine Rolle spielen könnten: Insbesondere, wenn Grüntee-Extrakt auf leeren Magen eingenommen wird, steigen die Catechin-Gehalte in der Leber sehr schnell an. Das könnte das Organ belasten. Bei Einnahmemengen unter 600 Milligramm EGCG pro Tag wurde bisher keine Leberschädigung beobachtet. Eine Erhöhung der Leberwerte ist ab 800 Milligramm EGCG beschrieben. Verträglicher als eine hohe Einmaldosis sind außerdem mehrere kleinerer Dosen.

Sollten Sie bekannte Leberprobleme haben oder Leberprobleme in Ihrer Familie vorkommen, fragen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt um Rat und gegebenenfalls nach möglichen Voruntersuchungen.

Die Unbedenklichkeit von Grüntee-Extrakt bei Kindern unter 18 Jahren ist noch nicht hinreichend untersucht, weshalb ein Arzt über die Einnahme entscheiden sollte.

Vorsicht in der Schwangerschaft

Es gibt noch keine Studien zur Sicherheit von Grüntee-Extrakt in der Schwangerschaft. Daher sollten Schwangere kein Grüntee-Extrakt einnehmen. Auch das enthaltene Koffein kann unerwünschte Nebenwirkungen bei Schwangeren und Stillenden haben. Koffeinmengen von mehr als 200 Milligramm täglich führen nach Untersuchungen zu einem erhöhten Risiko von Fehlgeburten, geringem Geburtsgewicht des Kindes sowie zu Frühgeburten.

Grüntee-Extrakt beeinflusst Blutdrucksenker

Bestimmte Stoffe in grünem Tee blockieren die Aufnahme im Darm von Wirkstoffen wie dem Betablocker Bisoprolol (zum Beispiel Bisoprolol®, Concor®) oder dem Blutdrucksenker Nifedipin (etwa Adalat®, Aprical®, Nifical®). Zwischen der Einnahme dieser Medikamente und dem Teetrinken oder der Einnahme der Grüntee-Kapseln sollten deshalb mindestens vier Stunden liegen.

Vorsicht bei bestimmten Krebsmedikamenten

Grüner Tee kann die Wirkung von Krebsmedikamenten mit dem Wirkstoff Bortezomib (Velcade®) aufheben. Dabei bindet EGCG das Bortezomib und verhindert so die Wirkung auf die Tumorzellen. Wenn Sie Grüntee-Extrakte bei einer Krebstherapie einnehmen wollen, sollten Sie das immer mit dem behandelnden Arzt abstimmen.

Catechine können die Eisen- und Folsäureaufnahme vermindern

Einige Catechine verringern die Aufnahme von Eisen und Folsäure. Insbesondere das Tannin, ein Gerbstoff, geht eine feste Bindung mit Eisen und Folsäure ein, sodass die Spurenelemente nicht mehr in ausreichender Menge vom Körper aufgenommen werden können. Nehmen Sie daher Eisen- und Folsäure-Präparate nicht zeitgleich mit grünem Tee oder Grüntee-Extrakt ein.

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Zusammenfassung

Grüntee-Extrakt enthält eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole. Er wird in der Mikronährstoffmedizin vielfältig eingesetzt. Heute weiß man recht gut über die antioxidative Wirkung von Grüntee-Extrakt Bescheid: Er schützt vor freien Radikalen, welche die Alterung beschleunigen. Davon profitiert nicht nur die Haut, sehr wahrscheinlich auch das Herz-Kreislauf-System. Grüntee-Extrakt wird daher in der Anti-Aging-Therapie eingesetzt. Hoch dosiertes Grüntee-EGCG kann die Fettverbrennung ankurbeln und gegen schädliches Bauchfett wirken. Daneben zeigen erste Studien eine präventive Wirkung verschiedener Krebsarten. Der Effekt betrifft offensichtlich auch die Entwicklung von Prostatakrebs oder das Rückfallrisiko bei Darmkrebs. Alles in allem enthält Grüntee-Extrakt vielversprechende Inhaltsstoffe.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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