Hyaluronsäure für Haut und Gelenke

Wie Hyaluronsäure wirkt und bei welchen Erkrankungen sie eingesetzt wird

Hyaluronsäure kommt fast im gesamten Körper vor und erfüllt wichtige Funktionen. Ihre herausragenste Eigenschaft ist die Bindung von Wasser und die Bildung von gleitenden Gelen. In der Mikronährstoffmedizin wird sie bei Arthrose und entzündlichen Gelenkerkrankungen eingesetzt, da sie ein maßgeblicher Teil der Gelenkflüssigkeit ist. Zudem wird sie zur Behandlung von Falten genutzt. Lesen Sie hier, wie Hyaluronsäure wirkt und was Sie bei der Anwendung beachten sollten.

Frau mit einem Glas Wasser in der Hand
Hyaluronsäure kann nur dann große Mengen Wasser binden, wenn ausreichend Flüssigkeit im Organismus vorhanden ist. Bei Erwachsenen gilt daher, mindestens anderthalb Liter Wasser pro Tag zu trinken. Bild: SanneBerg/iStock/Getty Images Plus

Eigenschaften und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker, der aus zwei Glucosevarianten besteht. Zehntausende solcher Bausteine können sich für die Hyaluronsäure aneinanderreihen und so riesige Moleküle bilden.

Dabei besitzt Hyaluronsäure die besondere Fähigkeit, Wassermoleküle an sich zu binden – bis zum 1000-Fachen ihres eigenen Gewichts. Ein Gramm Hyaluronsäure bindet also bis zu einem Liter Wasser!

Hyaluronsäure ist sowohl schmierend als auch elastisch („viskoelastisch“):

  • Sobald Scherkräfte auf sie einwirken, wirkt sie schmierend. Diese Eigenschaft ist bei Bewegungen besonders wichtig, da Hyaluronsäure in der Gelenkflüssigkeit enthalten ist, wo sie die Gleitfähigkeit der Gelenke verbessert.
  • Hoher Druck, etwa ein Sprung, verfestigt die Hyaluronsäure in kürzester Zeit. Sie wird nicht aus dem Gelenkspalt gedrückt und bildet eine Art Kugellager für die Knochenenden. So schützt sie vor Druck und Vibration.

Vorkommen in Lebensmitteln

Da Hyaluronsäure im Bindegewebe aller Wirbeltiere enthalten ist, steckt es auch in Fleisch. Das gilt sowohl für Rind, Schwein und Lamm als auch für Geflügel wie Hähnchen, Ente, Gans und Pute.

Tipp

Hyaluronsäure kann nur dann große Mengen Wasser binden, wenn ausreichend Flüssigkeit im Organismus vorhanden ist. Bei Erwachsenen gilt daher, mindestens anderthalb Liter Wasser pro Tag zu trinken. Eine Alternative sind ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.

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Bedarf und Funktionen im Körper

Täglicher Bedarf an Hyaluronsäure

Der Körper stellt Hyaluronsäure selbst her: Spezielle Zellen im Bindegewebe produzieren die benötigten Moleküle. Deshalb muss Hyaluronsäure normalerweise nicht über die Ernährung aufgenommen werden, und es gibt keine Referenzwerte für einen täglichen Bedarf.

Erhöhter Bedarf an Hyaluronsäure: Senioren, Diabetiker und Menschen mit Gelenkproblemen wie Arthrose

Alter: Die natürliche Produktion der Hyaluronsäure lässt mit höherem Lebensalter deutlich nach – im Körper eines 60-Jährigen sind in der Regel nur noch etwa zehn Prozent im Vergleich zum ursprünglichen Bestand vorhanden.

Besonders wichtig ist ein hoher Hyaluronsäure-Spiegel zudem bei Gelenkverschleiß (Arthrose), da sie als Teil der Gelenkflüssigkeit die geschädigten Knorpelpartien vor weiteren negativen Einflüssen schützt. Das gilt auch für Gelenkverletzungen nach Unfällen oder wenn der Körper ungewöhnlich hohen Belastungen ausgesetzt ist, beispielsweise bei Handwerkern oder Leistungssportlern.

Krankheit, Medikamente: Verschiedene Faktoren hemmen die Herstellung von Hyaluronsäure. Das sind vor allem Insulinmangel, Kortison in Medikamenten sowie das Hormon Kortisol, das der Körper bei Stress ausschüttet. Menschen, die unter Diabetes oder starkem Stress leiden, haben also einen erhöhten Bedarf. Das Gleiche gilt für chronisch Kranke, die auf eine regelmäßige Kortisoneinnahme angewiesen sind. Das kann zum Beispiel bei chronischen Entzündungen der Fall sein.

Aufnahme von Hyaluronsäure

Chemische Strukturformel von Hyaluronsäure
Entscheidend für die Aufnahme ist vermutlich die Größe der einzelnen Hyaluronsäure-Moleküle. Kleinere Einheiten gelangen besser durch die Darmwand. Bild: Brandpepper GmbH/iStock/Getty Images Plus

Unser Verdauungssystem kann Hyaluronsäure nicht spalten. Deshalb ging man davon aus, dass der Körper sie nicht aufnehmen kann. Allerdings zeigen mehrere Tierstudien, dass Hyaluronsäure, die über die Nahrung zugeführt wird, dennoch über den Darm in den Körper gelangt: Speziell radioaktiv markierte Hyaluronsäure wurde zum Beispiel in Haut und Gelenkflüssigkeit nachgewiesen.

Entscheidend für die Aufnahme ist vermutlich die Größe der einzelnen Hyaluronsäure-Moleküle. Kleinere Einheiten gelangen besser durch die Darmwand. Dies zeigen Experimente mit menschlichen Darmzellen.

Aber auch größere Moleküle könnten eine therapeutische Wirkung entfalten. Wie diese Moleküle die Darmwand überwinden und ins Blut gelangen, ist noch nicht geklärt.

Expertenwissen

Möglicherweise kann Hyaluronsäure wirken, ohne dass sie in den Körper aufgenommen werden muss: Eine Studie zeigt, dass es Rezeptoren im Darm gibt, die durch Hyaluronsäure aktiviert werden. Vermutlich setzt der Körper daraufhin entzündungshemmende Botenstoffe frei, was die Wirkung zum Beispiel bei Arthrose erklären kann.

Welche Funktion hat Hyaluronsäure im Körper?

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Baustein des Körpers, der sich über den gesamten Körper verteilt. Beim Menschen befinden sich etwa 50 Prozent der Hyaluronsäure in der Haut. Darüber hinaus kommt sie hauptsächlich im Bindegewebe, in Knorpel, Gelenkflüssigkeit und in den Knochen selbst vor. Außerdem ist Hyaluronsäure ein wichtiger Bestandteil im Glaskörper des Auges.

Bindegewebe: Hyaluronsäure liegt zwischen den Zellen und bildet die sogenannte Matrix. Darunter versteht man ein Netzwerk mit Eiweißen, das die Gewebegrundstruktur bildet. Hier sind Zellen verankert.

Gelenke und Bänder: Hyaluronsäure vermindert die Reibung im Gelenk und schützt als Teil der Gelenkflüssigkeit Knorpel und Knochenenden vor Reibung und Stößen. Sie verbessert außerdem das Gleiten von Sehnen und Bändern.

Haut: Hyaluronsäure hat zähe und gummiartige Eigenschaften. Sie trägt unter anderem dazu bei, das Bindegewebe und die Haut elastisch zu halten, da sie Wasser bindet und so den Feuchtigkeitsgehalt erhöht. Indirekt unterstützt sie so das zugfeste Kollagen in der Haut.

Zellschutz: Hyaluronsäure wird durch freie Radikale zerstört, schützt aber dadurch die Zellen wie ein Puffer. Zellen, die mit Hyaluronsäure in Kontakt stehen, überleben bei Stress leichter. Hyaluronsäure schützt das Bindegewebe vor UV-Strahlung, Oxidantien und Schäden durch Nikotinkonsum.

Wunden: Hyaluronsäure hilft bei der Wundheilung. Sie ist mitverantwortlich dafür, dass neue Zellen in die Wundregion einwandern und sich teilen. Das allerdings kann sich bei Krebs nachteilig auswirken, da Hyaluronsäure unter bestimmten Umständen die Wanderung und das Überleben von Tumorzellen sowie die Blutgefäßversorgung von Tumorzellen fördern kann.

Entzündungen: Außerdem gibt es Hinweise, dass der Mikronährstoff vor Entzündungen schützt und diese lindert. Dieser Effekt wird in der Praxis immer wieder beobachtet, ist aber noch nicht bis ins Detail erforscht.

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Einsatz bei Krankheiten

Hyaluronsäure hilft bei Arthrose

Bei Gelenkverschleiß wird der Knorpel rau, die Reibung steigt. Durch die Reibung erfolgt der Knorpelverlust noch schneller. Es kommt zu einer Entzündung und zu Schmerzen.

Hyaluronsäure reduziert die Reibung und lindert die Entzündung. Sie bremst so den Gewebeabbau durch die Entzündung und schützt auf diese Weise Knorpel und Knochen im Gelenk.

Hyaluronsäure gehört zu den Standardtherapien bei verschiedenen Formen der Gelenkarthrose und wird in den Behandlungsleitlinien bei Kniegelenksarthrose der entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften als Behandlungsalternative erwähnt. Dabei handelt es sich jedoch um Verfahren, bei denen die Hyaluronsäure direkt in den betroffenen Bereich gespritzt wird, etwa ins Knie oder in die Hüfte. Betroffene müssen dazu aber immer einen Arzt konsultieren und die Behandlung wird nicht in jedem Fall von der Kasse übernommen.

Inzwischen haben auch zahlreiche Studien an Mensch und Tier belegen können, dass sich der Anteil der Hyaluronsäure im Kniegelenk erhöht, wenn sie eingenommen wurde. 

Mehrere Studien untersuchen die Wirkung von Hyaluronsäure bei Kniearthrose im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Im Ergebnis verbesserten sich durch Hyaluronsäure die Arthroseschmerzen. Dabei wirkt die Hyaluronsäure mehrfach, nicht nur auf Schmerz und Entzündung: Forscher überprüften neben der Intensität der Schmerzen auch die Funktion der Knie. Dabei stellten sie fest, dass unter Einnahme von Hyaluronsäure die Kraft der Muskulatur zunahm und sich die Beweglichkeit (Beugefähigkeit) der Knie verbesserte. Die getesteten Dosierungen lagen zwischen 48 und 240 Milligramm pro Tag.

Eine weitere Studie führte auch bei Patienten mit chronischen Schmerzen zu einer Linderung der Symptome. Wegen der kurzen Testdauer von vier Wochen sind hier aber weitere Forschungen notwendig.


Tipp

Bewegung ist extrem wichtig für die Gelenke –auch und besonders bei Arthrose: Der Knorpel besitzt keine eigenen Blutgefäße. Er wird über die Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Sie werden in den Knorpel „einmassiert“. Sobald Reibungskräfte am Gelenk einsetzen, wird der Knorpel wie ein Schwamm ausgedrückt und saugt sich dann erneut voll. Empfehlenswert sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Physiotherapie. Bei Übergewichtigen zahlt sich eine nachhaltige Gewichtsreduktion aus.

Hyaluronsäure für Sportler und bei anderen körperlichen Belastungen

Hyaluronsäure ist nicht nur bei bereits entstandenen Schäden nützlich. Sie fördert den Bindegewebsstoffwechsel und kann damit auch vorbeugend wirken. So ist sie im Sport (Ausdauer- und Kraftsport) ein beliebtes Supplement geworden. Hyaluronsäure sorgt für die Produktion von Knorpelmaterial und elastischem Kollagen. Das ist immer dann wichtig, wenn erhebliche körperliche Belastungen vorliegen. Hyaluronsäure scheint, innerlich angewendet, einem Knochen- und Knorpelschaden durch Belastung entgegenzuwirken.

In einer japanischen Studie haben 29 Athleten Hyaluronsäure eingenommen, obwohl sie keine Gelenkbeschwerden hatten. Nach drei Monaten waren die Werte eines Biomarkers gesunken, der zeigt, wie schnell Knochen abgebaut und umgebaut wird.

In einer weiteren Studie verabreichten spanische Forscher 50 Erwachsenen Hyaluronsäure. Alle galten als gesund, litten also beispielsweise nicht unter Gelenkverschleiß, klagten aber über leichte Kniebeschwerden. Nach drei Monaten konnten sie ihre Knie besser beugen und strecken.

Beide Studien zeigen, dass die Einnahme von Hyaluronsäure zu einer generellen Verbesserung der Kniegesundheit beitragen kann, was insbesondere bei größeren Belastungen von Bedeutung ist. Die Dosierungen lagen zwischen 48 und 72 Milligramm pro Tag.

Hyaluronsäure gegen Falten und Cellulite

junge Frau ohne Falten umgeben von Fotoelementen mit älteren Frau mit Falten
Hyaluronsäure ist der wesentliche Faktor dafür, wie viel Feuchtigkeit sich in der Haut befindet. Ein hoher Feuchtigkeitsgrad sorgt wiederum dafür, dass die Haut straff und glatt aussieht. Bild: master1305/iStock/Getty Images Plus

Hyaluronsäure kann große Mengen Wasser binden. Etwa die Hälfte der Hyaluronsäure im Körper befindet sich in der Haut. Sie ist also der wesentliche Faktor dafür, wie viel Feuchtigkeit sich in der Haut befindet. Ein hoher Feuchtigkeitsgrad sorgt wiederum dafür, dass die Haut straff und glatt aussieht.

Leider lässt die natürliche Produktion der Hyaluronsäure mit dem Alterungsprozess stark nach. Bei 70-Jährigen ist im Vergleich zu 19-Jährigen nur noch ein Anteil von zwei Prozent Hyaluronsäure in der Haut nachweisbar. Dieser dramatische Abfall trägt erheblich zur Faltenbildung bei. Ein weiterer Faktor ist UV-Licht: Sonnenstrahlen werden absorbiert, lassen dabei aber die langen Hyaluronsäure-Ketten brechen. Man vermutet, dass Hyaluronsäure auf diese Weise die Hautzellen vor Alterung schützt.

In der ästhetischen Medizin ist die Anwendung von Hyaluronsäure durch Spritzen (Injektionen) anerkannt. Sie kann jedoch nur punktuell angewendet werden. Für eine schöne Haut ist es daher sinnvoll, zusätzlich Hyaluronsäure zu schlucken.

Bereits in mehreren Studien konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass die Einnahme von Hyaluronsäure Falten im Gesicht mindert. Beispielsweise in einer hochwertigen japanischen Studie haben 60 Testpersonen im Alter zwischen 22 und 59 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Wochen 120 Milligramm Hyaluronsäure täglich erhalten. Dabei verabreichten die Forscher Hyaluronsäure in zwei Molekülgrößen, die gut vom Darm aufgenommen werden können. Alle Probanden hatten zumindest Augenfalten („Krähenfüße“). Das Ergebnis wurde unter anderem durch Vorher-nachher-Bilder dokumentiert.

Ergebnis: Bei allen Teilnehmern hatte sich das Erscheinungsbild der Haut verbessert. Sie glänzte stärker und fühlte sich weicher an. In der Gruppe mit dem größeren Molekülgewicht war auch die Faltenbildung sichtbar zurückgegangen.

In einer Tierstudie zeigten wiederum Moleküle mit sehr geringem Gewicht deutliche Verbesserung für die Feuchtigkeitsversorgung der Haut.

Eine ausreichende Hautfeuchtigkeit steht in einem direkten Zusammenhang mit der Elastizität. Hyaluronsäure könnte daher auch positiv auf Cellulite wirken, weswegen Kombipräparate, unter anderem mit Kollagen, sinnvoll erscheinen. Durch entsprechende Studien ist dieser potenzielle Effekt jedoch noch nicht belegt.

Hyaluronsäure bei Krankheiten und anderen Einsatzgebieten: Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierung von Hyaluronsäure am Tag in Milligramm (mg)

Gelenkverschleiß (Arthrose)

48 bis 240

Falten

120

Sportler und bei körperlichen Belastungen

48 bis 72

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Einnahmeempfehlung

Hyaluronsäure: Wann und wie sollte man es einnehmen?

Hyaluronsäure wird vom Körper selbst produziert. Allerdings wird dieser Mechanismus im Laufe des Lebens immer weiter reduziert. Zwar ist Hyaluronsäure auch in Nahrungsmitteln enthalten, in erster Linie in Fleisch und Fleischprodukten, die Anteile sind jedoch so gering, dass davon kein therapeutischer Nutzen zu erwarten ist.

Bei einem erhöhten Bedarf an Hyaluronsäure durch Erkrankungen oder dem Wunsch nach einem besseren Hautbild kann die zusätzliche Einnahme von Hyaluronsäure laut Studienlage zu positiven Ergebnissen führen.

Empfehlenswert ist eine regelmäßige Zufuhr, möglichst täglich, da Hyaluronsäure vom Körper sehr schnell abgebaut wird. Der Abbau passiert umso schneller, je kleiner die Moleküle sind.

Es gibt Hyaluronsäure als Kapseln, Tabletten und in Pulverform zum Auflösen. Während Kapseln und Tabletten unkompliziert eingenommen werden, wird das Pulver in Wasser eingerührt. Es braucht etwas Zeit, damit das Pulver quillt. Die verfügbaren Präparate werden zum Essen mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Tipp

Bei Gelenkbeschwerden empfiehlt sich die kombinierte Einnahme mit anderen Bindegewebsfaktoren wie Glucosamin- und Chondroitinsulfat, Kollagen und Schwefel sowie entzündungshemmenden Antioxidantien wie Vitamin C.

Woran erkennt man ein hochwertiges Hyaluronsäure-Präparat?

Hochwertige Präparate enthalten keine überflüssigen Zusatzstoffe, Zucker und Aromen. Früher wurde es meist aus Hahnenkämmen gewonnen und war deswegen auch als Hahnenkamm-Extrakt bekannt. Heute wird Hyaluronsäure fermentativ mit Mikroorganismen produziert und anschließend gereinigt. Die so gewonnene Hyaluronsäure hat drei Vorteile: Sie ist

  • hypoallergen (während HahnenkammExtrakt Hühnereiweiß enthalten),
  • geeignet für Vegetarier und Veganer und
  • besser aufnehmbar, weil kleiner: Kleinere Moleküle können die Darmwand viel besser passieren
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Überdosierung und Wechselwirkungen

Ist eine Hyaluronsäure-Überdosierung möglich?

Hyaluronsäure kommt im Körper natürlicherweise vor. Nebenwirkungen oder Überdosierungen sind bei Hyaluronsäure, die über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, nicht bekannt. Bei Faltenunterspritzungen und Gelenkinjektionen mit Hyaluron kann es durchaus zu Reizungen, Infektionen und Allergien kommen.

Hyaluronsäure tierischen Ursprungs (wie etwa Huhn) kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Auch Menschen, die auf diese Tiere allergisch reagieren, sollten auf biotechnologisch hergestellte und hochreine Hyaluronsäure ausweichen. Sie ist wesentlich reiner und enthält kaum Allergene.

Bislang wurde Hyaluronsäure nur für die Dauer von zwölf Monaten eingesetzt. Ob es sich auch für eine dauerhafte Anwendung eignet, ist nicht bekannt. Die Dosierungsempfehlungen sollten jedoch eingehalten werden. Erkenntnisse zu einer langfristigen Einnahme liegen noch nicht vor.

Info

Da Hyaluronsäure unter bestimmten Umständen die Zellwanderung unterstützt, gilt eine orale Einnahme bei Krebspatienten als unsicher.

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Zusammenfassung

Hyaluronsäure ist im gesamten Körper verbreitet und erfüllt wichtige Funktionen. Die Haut profitiert von ihrer Fähigkeit, große Wassermengen an sich zu binden. Außerdem ist sie ein wichtiger Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und trägt dazu bei, Belastungen abzufangen.

Die körpereigene Produktion der Hyaluronsäure lässt im Laufe des Lebens deutlich nach. Gleichzeitig ist eine Zufuhr über die Nahrung in einem ausreichenden Maße nicht möglich, da tierische Lebensmittel zwar Hyaluronsäure enthalten, aber nur in geringen Mengen.

Hier setzt die Mikronährstofftherapie an: Hyaluronsäure wird eingesetzt, um Gelenkerkrankungen wie Arthrose vorzubeugen oder bei ihnen eine Verbesserung von Schmerzen und Beweglichkeit herbeizuführen. Auch das Hautbild profitiert von zusätzlicher Hyaluronsäure, so verwendet man sie bei Falten und Cellulite. In Studien sind Falten messbar zurückgegangen, während die Haut gleichzeitig voller aussah und sich weicher anfühlte.

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