Kann Vitamin K die Lungenfunktion verbessern?

Eine höhere Zufuhr von Vitamin K scheint das Risiko für das Auftreten einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu senken.

Eine COPD ist durch Auswurf, Husten und Atemnot gekennzeichnet. Lässt sich die Lungenfunktion durch erhöhte Vitamin-K-Zufuhr verbessern? Bild: AndreyPopov/iStock/Thinkstock

Im Körper hat das fettlösliche Vitamin K bekanntermaßen zwei wichtige Aufgaben: Es ist zum einen wichtig für die Blutgerinnung, und zum anderen unterstützt es die Calciumeinlagerung in die Knochen. Darüber hinaus werden weitere Funktionen des Vitamins erforscht. Beispielsweise könnte die aufgenommene Menge an Vitamin K auch die Lungengesundheit beeinflussen, wie eine aktuelle Langzeit-Beobachtungsstudie ergab.

Was hat die Studie untersucht?

Die Studie hat untersucht, ob und wie die Aufnahme von Vitamin K über die Nahrung und das Auftreten einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), Asthma und die Lungenfunktion zusammenhängen. Dazu wurden Daten von mehr als 179.000 Teilnehmern der UK Biobank analysiert, die zu Beginn weder an COPD noch an Asthma litten.

Was ist die UK Biobank?

Die UK Biobank ist eine biomedizinische Datenbank, deren Daten für die Forschung genutzt werden. Sie sammelt anonymisierte Daten von etwa einer halben Million freiwilliger Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich (UK) zu Genen, zur Gesundheit und zum Lebensstil. Die Freiwilligen wurden zwischen 2006 und 2010 rekrutiert – da waren sie zwischen 40 und 69 Jahren alt. Etwa 54 Prozent sind Frauen.

Die Daten der ausgewählten Personen deckten 10,5 Jahre Beobachtung ab. Dabei erfassten die Forschenden die Vitamin-K-Aufnahme mit Hilfe von 24-Stunden-Ernährungsprotokollen. Das Auftreten von COPD und Asthma wurde anhand von Akten von Hausärzten, Krankenhäusern und dem Sterberegister belegt.
Die Untersuchungen zur Lungenfunktion (Spirometrie) bestanden aus

  • dem forcierten Einsekundenvolumen (FEV1): Die maximale Luftmenge, die nach tiefem Einatmen in der ersten Sekunde mit aller Kraft ausgeatmet werden kann. Der Wert zeigt an, ob die Atemwege frei oder verengt sind.
  • der forcierten Vitalkapazität (FVC): Das gesamte Luftvolumen, das nach maximalem Einatmen mit maximaler Kraft auf einmal ausgeatmet werden kann. Der Wert gibt das funktionelle Gesamtvolumen der Lunge an.
  • dem FEV1 / FVC-Quotienten = der relativen Sekundenkapazität: Das prozentuale Verhältnis der Einsekunden-Luft zur gesamten ausgeatmeten Luft zeigt, wie viel Prozent des Lungenvolumens in der ersten Sekunde ausgestoßen werden kann. Dieser Wert sinkt im Alter natürlicherweise leicht ab.
    Die Normalwerte liegen bei über 75 Prozent beziehungsweise bei über 70 Prozent bei Älteren.

Die Normalwerte hängen von Alter, Körpergröße und Geschlecht ab.

Menschen mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) weisen meist

  • ein deutlich reduziertes forciertes Einsekundenvolumen (FEV1)
  • eine etwas verringerte forcierte Vitalkapazität (FVC)

auf, die zusammen einen verminderten FEV1/FVC-Quotienten ergeben.

Zurück zum Anfang

Mehr Vitamin K1, weniger COPD

Vitamin K wird bekanntlich in Vitamin K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon) unterteilt. Während ersteres in grünem Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Kopfsalat oder Petersilie vorkommt, wird letzteres von Bakterien gebildet und vom Menschen meist über tierische Nahrung aufgenommen.

Über die 10,5-jährige Beobachtungszeit entwickelten insgesamt

  • 3.135 Teilnehmende der Studie eine COPD und
  • 4.269 Teilnehmende ein Asthma.

Die Ergebnisse der Beobachtungsstudie zeigen, dass eine höhere Vitamin-K1-Zufuhr – bis etwa 250 Mikrogramm (μg) Vitamin K1 pro Tag – mit einer geringeren COPD-Rate verbunden ist. Für Vitamin K2 beobachteten die Forschenden dagegen keinen Zusammenhang mit dem Auftreten von COPD. Genauso wenig hing die Zufuhr von Vitamin K – egal ob als K1 oder als K2 – mit Asthma zusammen.

Eine höhere Vitamin-K1-Zufuhr war zudem mit einer besseren Lungenfunktion assoziiert – insbesondere bei Menschen, die rauchten, und Teilnehmenden, die berufsbedingt ein höheres Risiko besitzen, eine COPD zu entwickeln.

Was sagen andere Studien zu Vitamin K und Lungengesundheit?

Den Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin K-Spiegeln und Lungenfunktion beziehungsweise chronischen Atemwegserkrankungen haben bereits frühere Studien untersucht:

  • Eine Analyse von Daten der NHANES-Studie zeigte, dass der Konsum der empfohlenen Vitamin-K-Menge mit einer um 39 Prozent verringerten Wahrscheinlichkeit für ein Lungenemphysem verbunden ist.
    Bei einem Emphysem, einem Spätstadium der COPD, ist die Lunge chronisch überbläht. Zudem behindert eine Zerstörung der Lungenbläschen (Alveolen) den Gasaustausch in der Lunge dauerhaft.
  • In einer dänischen Studie, die eine repräsentative Stichprobe von 4.092 Personen im Alter von 24 bis 77 Jahren einschloss, erhielten die Teilnehmenden eine Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) und füllten Fragebögen aus. Zudem wurde ihr Vitamin-K-Status bestimmt. Ergebnis: Ein niedriger Vitamin-K-Status war mit einer schlechteren Lungenfunktion (FEV1 und FCV niedriger) verbunden sowie mit einem höheren Risiko für selbstberichtete(s) COPD, Giemen (= leises Pfeifgeräusch beim Atmen) und Asthma.
  • Eine weitere Analyse der NHANES-Daten kam zu dem Schluss, dass eine Erhöhung der Vitamin-K-Zufuhr um 1 Mikrogramm pro Tag signifikant mit einem Anstieg des forcierten Einsekundenvolumens (FEV1) um 0,11 ml verbunden ist. Jedoch ergab sich aus dieser Studie kein Zusammenhang zwischen der Vitamin-K-Zufuhr und dem Quotienten aus FEV1/FVC oder dem Vorliegen einer Atemwegsverengung.
  • Eine Studie, die den Vitamin-K-Spiegel von 98 COPD-Patienten und 986 Kontrollpersonen verglich, schlussfolgerte, dass ein niedriger Vitamin-K-Status mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer COPD verbunden ist. Es bestand jedoch kein Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-K-Status und Schweregrad der COPD, der Rauchexposition oder der Sterberate.

Expertenwissen

Was ist das Matrix-Gla-Protein?

Beim Matrix-Gla-Protein (MPG) handelt es sich um ein Vitamin-K-abhängiges Eiweiß, das in verschiedenen Geweben vorhanden ist. Durch Vitamin K wird das Eiweiß carboxyliert – das bedeutet, es werden Carboxylgruppen (-COOH) angehängt. In der Folge kann MPG verbessert an Calcium-Ionen (Ca2+) binden.

An MPG gebundenes Calcium kann sich nicht in den Blutgefäßen ablagern. Somit trägt Vitamin K dazu bei, die Gefäßverkalkung zu hemmen.
Dieser Effekt wird meist der K2-Form zugerechnet, da es frei im Körper zirkulieren kann und länger im Blutkreislauf verbleibt. Vitamin K1 wird dagegen überwiegend in die Leber aufgenommen, wo es Gerinnungsfaktoren aktiviert. Nur ein kleiner Teil von K1 gelangt in den restlichen Körper – aber bei guter Versorgung anscheinend genügend in die Lunge.

Ein Biomarker für den Vitamin-K-Status ist die Menge des dephosphorylierten, uncarboxylierten Matrix-Gla-Proteins (dp-ucMGP).

 

Wie groß war die Schwankungsbreite der Vitamin-K-Zufuhr?

In der Beobachtungsstudie lag der Median (Zentralwert) für die

  • Vitamin-K1-Aufnahme bei 104 Mikrogramm (µg) pro Tag, wobei das 25. und 75. Perzentil 58 Mikrogramm beziehungsweise 183 Mikrogramm betrugen. Dies heißt, 25 Prozent aller Teilnehmenden haben 58 Mikrogramm oder weniger Vitamin K1 verzehrt, während ein weiteres Viertel über 183 Mikrogramm Vitamin K1 zuführte. Damit hat die Hälfte aller Teilnehmenden zwischen 58 und 183 Mikrogramm Vitamin K1 pro Tag zu sich genommen.
    Die Quellen umfassten vor allem Brokkoli, grünes Blattgemüse und Pflanzenöle.
  • Vitamin-K2-Zufuhr bei 30 Mikrogramm pro Tag, mit Werten von 28 beziehungsweise 32 Mikrogramm für das 25. und 75. Perzentil.
    Quellen waren Hühnerfleisch, Eier, Milchprodukte und rotes Fleisch.

Dabei ermittelten die Forschenden die Werte für die Vitamin-K-Zufuhr anhand von mindestens zwei Ernährungsprotokollen pro Teilnehmenden, die den Verzehr von bis zu 206 Lebensmitteln und 32 Getränken innerhalb der letzten 24 Stunden abfragten. Die Berechnung nutzte Schätzwerte für den Vitamin-K1- und -K2-Gehalt der einzelnen Lebensmittel aus Lebensmittel-Datenbanken.

Info

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt als Schätzwerte für eine angemessene Vitamin K-Zufuhr

  • für Frauen 60 Mikrogramm (bis 50 Jahre) beziehungsweise 65 Mikrogramm (ab 51 Jahren) pro Tag und
  • für Männer 70 beziehungsweise 80 Mikrogramm an.

Dabei unterscheidet sie nicht zwischen K1 und K2.

Zurück zum Anfang

Welcher Mechanismus erklärt die Wirkung von Vitamin K in der Lunge?

COPD ist eine Erkrankung, die durch einen beschleunigten Abbau elastischer Fasern in der Lunge gekennzeichnet ist.

Verglichen mit gesunden Personen besitzen COPD-Patienten einen höheren Spiegel an einem bestimmten Vitamin-K-abhängigen Eiweiß, dem zirkulierenden dephosphorylierten, uncarboxylierten Matrix-Gla-Protein (dp-ucMGP). Die erhöhte dp-ucMGP-Konzentration gibt einen Hinweis auf einen niedrigeren Vitamin-K-Status der COPD-Betroffenen.
Diese verringerte Vitamin-K-Konzentration ist wiederum mit  einem verstärkten Abbau von Elastin verbunden. Elastin ist ein wichtiges Struktureiweiß der Lunge. Die elastischen Fasern ermöglichen es den Bronchien, sich beim Einatmen zu weiten und beim Ausatmen wieder die ursprüngliche Form anzunehmen.

Ist ausreichend Vitamin K vorhanden, wird mehr Matrix-Gla-Protein carboxyliert. In dieser Form kann es Calcium-Ionen binden und das Elastin vor Verkalkung und nachfolgendem Abbau schützen.

Sind Vitamin-K-Antagonisten bei COPD sicher?

Vitamin K1 spielt für die Blutgerinnung eine wichtige Rolle, da es verschiedene Gerinnungsfaktoren aktiviert. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Vorhofflimmern erhalten Betroffene sogenannte Vitamin-K-Antagonisten, also Vitamin-K-Gegenspieler, um die Blutgerinnung zu hemmen. Sie sollen die Bildung von Blutgerinnseln verhindern und so das Risiko für Gefäßverschlüsse, Thrombosen oder Schlaganfälle senken.

Da ein niedriger Vitamin-K1-Spiegel anscheinend den Elastin-Abbau in der Lunge fördert, untersuchten Forschende, wie sicher der Einsatz von Vitamin-K-Antagonisten bei Menschen mit COPD ist. Denn knapp ein Viertel der COPD-Betroffenen leidet an Vorhofflimmern, einer häufigen Form von Herzrhythmusstörungen. Sie könnten durch den Einsatz von Gerinnungshemmern die lungenschützende Wirkung von Vitamin K einbüßen.

In der Beobachtungsstudie mit mehr als 7.000 Teilnehmenden wurden Vitamin-K-Antagonisten (VKA) mit anderen Gerinnungshemmern verglichen. Ergebnis: Laut der Forschenden konnte eine Behandlung mit VKA das Risiko für Krankenhaus-pflichtige COPD-Verschlechterungen, sogenannte Exazerbationen, oder für Tod durch akute Exazerbationen gegenüber direkten oralen Gerinnungshemmern um 13 Prozent senken.

Zurück zum Anfang

Fazit: Vitamin K1 könnte zur Lungengesundheit beitragen

Vitamin K ist vor allem für seine Bedeutung bei der Blutgerinnung und für den Knochenstoffwechsel bekannt. Die Ergebnisse aktueller Studien deuten darauf hin, dass insbesondere Vitamin K1 darüber hinaus eine Rolle für die Lungengesundheit spielen könnte. Menschen mit einer höheren Vitamin-K1-Zufuhr entwickelten seltener eine COPD und wiesen günstigere Werte der Lungenfunktion auf. Ob Vitamin K tatsächlich vor COPD schützen oder den Krankheitsverlauf beeinflussen kann, müssen jedoch kontrollierte Interventionsstudien erst noch zeigen.

Hinweis: Personen, die gerinnungshemmende Medikamente (vom Cumarintyp) einnehmen, sollten vor dem Verzehr von Vitamin-K-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln oder einer Ernährungsumstellung, die deutlich mehr Vitamin-K-liefernde Lebensmittel umfasst, ärztlichen Rat einholen. 

Zusammenfassung

Eine große Langzeit-Beobachtungsstudie mit mehr als 179.000 Teilnehmenden zeigt, dass eine höhere Aufnahme von Vitamin K1 über die Ernährung mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) verbunden sein könnte. Zudem wurde eine bessere Lungenfunktion beobachtet, insbesondere bei Menschen, die rauchen, und Personen mit erhöhtem COPD-Risiko. Für Vitamin K2 fanden die Forschenden keinen entsprechenden Zusammenhang. Auch das Auftreten von Asthma ist wohl unabhängig von der Vitamin-K-Zufuhr.

Die Auswertung der Ernährungsprotokolle ergab eine große Schwankungsbreite insbesondere hinsichtlich des Verzehrs von Vitamin K1.

Auf einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-K-Status und der Lungenfunktion beziehungsweise dem Risiko eine COPD oder ein Lungenemphysem zu entwickeln, hatten bereits verschiedene andere Studien hingewiesen.

Als möglichen Mechanismus für die lungenschützende Wirkung von Vitamin K sehen Forschende die Aktivierung (Carboxylierung) des Matrix-Gla-Proteins, das vor der Verkalkung und nachfolgendem Abbau elastischer Fasern in der Lunge schützen kann.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2?

Vitamin K1 (Phyllochinon) kommt überwiegend in grünem Blattgemüse vor. Zu den wichtigsten Quellen zählen Grünkohl, Spinat, Mangold, Petersilie, Feldsalat, Brokkoli und andere grüne Gemüsesorten. Auch Pflanzenöle können relevante Mengen Vitamin K1 liefern. Vitamin K2 (Menachinon) wird von Bakterien gebildet und findet sich vor allem in fermentierten Lebensmitteln sowie in tierischen Produkten.
In der hier vorgestellten Studie wurde nur für Vitamin K1 ein Zusammenhang mit der COPD-Rate beobachtet.

Kann Vitamin K die Lungenfunktion verbessern?

Aktuelle Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen einer höheren Vitamin-K1-Zufuhr beziehungsweise einem höheren Vitamin-K-Spiegel und einer besseren Lungenfunktion. Für einen Wirknachweis, dass Vitamin K die Lungenfunktion direkt verbessert, sind weitere klinische Studien erforderlich.

Warum könnte Vitamin K für die Lunge wichtig sein?

Vitamin K wird für die Aktivierung verschiedener Eiweiße benötigt, darunter das Matrix-Gla-Protein (MGP). Forschende vermuten, dass dieses Protein dazu beitragen könnte, die elastischen Strukturen der Lunge zu schützen. Ein niedriger Vitamin-K-Status wird mit einem verstärkten Elastin-Abbau in Verbindung gebracht.

Können Vitamin-K-Präparate vor COPD schützen?

Bislang gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Einnahme von Vitamin-K-Präparaten einer COPD vorbeugt oder diese behandelt. Die bisherigen Erkenntnisse stammen überwiegend aus Beobachtungsstudien.
Anerkannt ist jedoch, dass Vitamin K zu einer normalen Blutgerinnung und zu normalen Knochen beiträgt.

Wer sollte bei Vitamin K besonders vorsichtig sein?

Menschen, die Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon (Marcumar®) oder Warfarin einnehmen, sollten größere Änderungen ihrer Vitamin-K-Zufuhr nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vornehmen. Denn Vitamin K kann die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen.

Ist ein Zusammenhang zwischen Vitamin K und Asthma bekannt?

In der vorgestellten Studie zeigte sich kein Zusammenhang zwischen der Vitamin-K-Zufuhr und dem Auftreten von Asthma. Die Forschenden fanden die beobachteten Effekte ausschließlich für COPD.

Wie viel Vitamin K wird empfohlen?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene je nach Alter und Geschlecht etwa 60 bis 80 Mikrogramm Vitamin K pro Tag. Die Empfehlungen beziehen sich auf die gesamte Vitamin-K-Aufnahme und unterscheiden nicht zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2.


Verzeichnis der Studien und Quellen

Ackermann DA et al. (2025): Low Vitamin K Status and Risk of Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Biomedicines. 13 (4): 807.

Chen YC et al. (2024): Associations between vitamin A and K intake and lung function in the general US population: evidence from NHANES 2007-2012. Front Nutr. 11: 1417489.

Dupuy M et al. (2025): Vitamin K: Metabolism, Genetic Influences, and Chronic Disease Outcomes. Food Sci Nutr. 13 (6): e70431.

Gundersen BVV et al. (2026): COPD and vitamin K antagonism: a cohort study of 1-year all-cause mortality and risk of hospitalisation due to a severe exacerbation. BMJ Open Respir Res. 13 (1): e003814.

Jespersen T et al. (2023): The association of vitamin K status with lung function and disease in a general population. ERJ Open Research. 9 (5): 00208-2023.

Li C et al. (2026): Dietary vitamin K intakes, chronic obstructive pulmonary disease, adult asthma, and lung function: a prospective cohort study in the UK Biobank. Am J Clin Nutr. 123 (6): 101324.

Piscaer I et al. (2017): Vitamin K deficiency: the linking pin between COPD and cardiovascular diseases? (Letter). Respir Res. 18: 189.

Piscaer I et al. (2019): Low Vitamin K Status Is Associated with Increased Elastin Degradation in Chronic Obstructive Pulmonary Disease. J. Clin. Med. 8 (8): 1116.

Roumeliotis S et al. (2019): Association of the Inactive Circulating Matrix Gla Protein with Vitamin K Intake, Calcification, Mortality, and Cardiovascular Disease: A Review. Int J Mol Sci. 20 (3): 628.

Schurgers et al. (2013): Vitamin K-dependent carboxylation of matrix Gla-protein: a crucial switch to control ectopic mineralization. Trends Mol Med. 19 (4): 217-226.

Shen et al. (2020): Consumption of Vitamin K and Vitamin A Are Associated With Reduced Risk of Developing Emphysema: NHANES 2007–2016. Front Nutr. 7: 47.

Theuwissen E et al. (2012): Low-dose menaquinone-7 supplementation improved extra-hepatic vitamin K status, but had no effect on thrombin generation in healthy subjects. Br J Nutr. 108 (9): 1652-1657.

Asthma.de (o. D.): Was bedeutet Giemen? www.asthma.de/asthma/symptome/giemen, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Biermann Medizin (07.07.2026): Grünes Blattgemüse senkt Risiko für chronische Lungenerkrankungen. biermann-medizin.de/gruenes-blattgemuese-senkt-risiko-fuer-chronische-lungenerkrankungen/, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Biermann Medizin (11.09.2023): Vitamin K: Niedrige Spiegel im Blut gehen offenbar mit schlechterer Lungenfunktion einher. biermann-medizin.de/vitamin-k-niedrige-spiegel-im-blut-gehen-offenbar-mit-schlechterer-lungenfunktion-ein/, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Chemie.de (o. D.): Vitamin K. www.chemie.de/lexikon/Vitamin_K.html, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Deutsche Apotheker Zeitung (21.08.2026): Bessere Lungenfunktion durch Vitamin K? www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2026/08/21/bessere-lungenfunktion-durch-vitamin-k, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

DocCheck Flexikon (21.02.2026): Matrix-Gla-Protein. flexikon.doccheck.com/de/Matrix-Gla-Protein, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Forschung und Wissen (18.08.2023): Vitamin-K-Mangel ist ein Risikofaktor für Lungenprobleme. www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/vitamin-k-mangel-ist-ein-risikofaktor-fuer-lungenprobleme-13377953, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Gesundheits-Lexikon (26.05.2026): Vitamin K. www.gesundheits-lexikon.com/Labormedizin-Labordiagnostik/Vitamine/Vitamin-K, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Leichter Atmen (07.10.2025): Lungenfunktionstest – Werte. www.leichter-atmen.de/lungenfunktionstest-werte, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Medical Tribune (14.07.2026): COPD und Vitamin-K-Antagonisten. www.medical-tribune.de/medizin/pneumologie/260309-asim04608-ref-copd-vka, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Naturheilkunde Kompakt (28.08.2023): Zusammenhang zwischen Vitamin-K-Spiegel und Lungenfunktion entdeckt. naturheilkunde-kompakt.de/2023/08/28/zusammenhang-zwischen-vitamin-k-spiegel-und-lungenfunktion-entdeckt/, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

NDR (16.03.2026): Vitamin K: Wirkung und Dosierung von K1 und K2. www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/vitamin-k-wirkung-und-dosierung-von-k1-und-k2,vitamink-100.html, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

UK Biobank (o. D.): About our data – Our participants. www.ukbiobank.ac.uk/about-our-data/our-participants/, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

UK Biobank (o. D.): UK Biobank. www.ukbiobank.ac.uk, zuletzt abgerufen am 10.09.2026.

Zurück zum Anfang

Über den Autor

Redaktion