Beschwerden bei Arthrose wirksam lindern mit Mikronährstoffmedizin

Wie Vitamine und andere Nährstoffe Gelenkschmerzen verringern und die Beweglichkeit verbessern

Unter Arthrose versteht man Gelenkverschleiß, der meist durch Über- oder Fehlbelastungen über die Jahre hinweg entsteht. Betroffene leiden unter Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, die Gelenkbeschwerden zu lindern und das Fortschreiten zu bremsen. Vitamine und andere Nährstoffe helfen als nebenwirkungsarme Ergänzung dabei. Erfahren Sie hier, welche Nährstoffe Bestandteil der Arthrosetherapie sein sollten und wie man sie im Rahmen der Mikronährstoffmedizin richtig einsetzt.

Älterer Mann fasst sich um sein Handgelenk
Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist und mit Schmerzen in den Gelenken und Bewegungseinschränkungen einhergeht. Ziel der Therapie ist es, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten des Knorpelabbaus zu verlangsamen. Bild: Daisy-Daisy/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist eine Arthrose?

Arthrose (Arthrosis deformans) zählt zu den häufigsten Gelenkerkrankungen: Arthrose beginnt mit Knorpelverlust. Der Vorgang betrifft zunächst nur den Knorpel, langfristig das ganze Gelenk: Knochen und Knorpel werden umgebaut und verlieren dabei ihre Festigkeit und Struktur. Damit wird die Funktion des Gelenks beeinträchtigt und es kommt zu einer schmerzhaften Entzündung (Arthritis oder Gelenkentzündung). Darüber hinaus lösen die abgeriebenen Knorpelteilchen Entzündungen an der Gelenkschleimhaut aus. Im Endstadium reiben die Knochen gegeneinander und führen zu stärksten Schmerzen.

Eine Arthrose ist eine degenerative Gelenkserkrankung, die langsam fortschreitet. Entzündungen (Arthritis) treten bei Arthrose zunächst nur zeitweise auf und neigen zunehmend dazu, chronisch zu werden.  

Prinzipiell kann eine Arthrose an allen Gelenken im Körper vorkommen. Häufig betroffen sind Kniegelenk (Gonarthrose), Hüfte (Coxarthrose) und Schulter (Omarthrose). Aber auch Kiefergelenk, Handgelenk, Arm, Finger (meist der Daumen), Zehen oder die kleinen Wirbelgelenke im Rücken können betroffen sein.

Info

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose, Arthritis, Rheuma und Gicht?

Arthrose ist eine nicht entzündliche Gelenkabnutzung, Arthritis eine Gelenkentzündung. Eine Arthritis kann sich aus verschiedenen Erkrankungen entwickeln wie Arthrose, Infektionen oder Rheuma. Bei rheumatoider Arthritis (Rheuma) ist die unkontrollierbare Entzündung im Gelenk die eigentliche Ursache.

Gicht ist dagegen eine Stoffwechselerkrankung, bei der zu viel Harnsäure im Blut auftritt. Dadurch entstehen Harnsäureablagerungen in den Gelenken, was zu heftigen Gelenkschmerzen führt.

Ursachen von Arthrose

Die Arthroseursachen (Ätiologie) sind sehr unterschiedlich und es können mehrere gleichzeitig zutreffen. Deshalb kann eine einzelne Ursache meist nicht eindeutig festgelegt werden. Zu den Risikofaktoren zählen:

  • genetische Komponente
  • Alter, Wechseljahre
  • starke mechanische Belastungen durch zum Beispiel den Beruf oder Übergewicht
  • Gelenkfehlstellungen, Verletzungen und Fehlbelastungen
  • Bewegungsmangel
  • Stoffwechselentgleisungen zum Beispiel bei Diabetes oder bei hohen Cholesterinwerten

Arthrose erkennen

Illustration eines gesunden Gelenkes im Vergleich zu Osteoarthritis
Eine fortgeschrittene Arthrose erkennt man im Röntgenbild an einer Verschmälerung des Gelenkspalts und an Verformungen des Gelenks oder Knochens. Bild: elenabs/iStock/Getty Images Plus

Am Anfang der Erkrankung macht sich der Knorpelabbau nicht bemerkbar, erst später kommt es zu Beschwerden. Typisch ist dann der Anlaufschmerz, der morgens oder bei der ersten Bewegung auftritt und später nachlässt. Auch nach starker Beanspruchung folgen oft Schmerzen (Belastungsschmerzen). Bei akuten Entzündungen und in späteren Stadien kommt es auch zu Ruheschmerzen.

Anzeichen einer akuten Entzündung sind Rötung, Schwellung und Verdickung am Gelenk. Daneben beeinträchtigt ein Steifigkeitsgefühl Gelenkfunktion und Beweglichkeit. Beim Bewegen kommt es zu knirschenden Geräuschen.

Eine fortgeschrittene Arthrose erkennt man im Röntgenbild an einer Verschmälerung des Gelenkspalts (Raum zwischen den Knochenenden) und an Verformungen des Gelenks oder Knochens. Zum Beispiel bilden sich Geröllzysten. Dies sind Hohlräume, die durch Absterben des Knochens unter dem Knorpeldefekt entstehen. Sie sind mit Bindegewebsresten und Flüssigkeit gefüllt.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Arthrose klassisch behandelt?

Arthrose ist nicht heilbar, ihr Verlauf lässt sich aber oft aufhalten oder verlangsamen. Zu den allgemeinen Behandlungsmaßnahmen zählen Physiotherapie und ausreichend leichte Bewegung. Bei starkem Übergewicht sollte unbedingt eine Gewichtsabnahme erfolgen. Dies entlastet die Gelenke und verbessert die Entzündung. Wichtig ist eine fettarme, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung.

Info

Schonung hungert den Knorpel aus, da erst durch Bewegung die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gelangen und die Knorpelzellen versorgen. Zudem erhält und verbessert regelmäßige Bewegung die Gelenkbeweglichkeit, weil Muskeln und Bänder aktiviert werden.

Frau mit Sportbekleidung sitzt zu Hause auf einer Matte und fasst sich an ihr Knie
Durch Bewegung kommen die Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit in den Knorpel und versorgen die Knorpelzellen. Bild: Victor_69/iStock/Getty Images Plus

Auch technische Hilfsmittel wie Einlagen, Bandagen oder Gelenkstützen (Orthesen) werden eingesetzt, um die Gelenke zu entlasten und zu stabilisieren.

Medikamente

Zu den häufigsten Medikamenten, die Schmerzen und Entzündungen lindern, zählen nicht steroidale Antirheumatika – zum Beispiel Ibuprofen (wie Ibu HEXAL® oder Dolormin®), Diclofenac (wie Voltaren®, Arthrex®, Diclo® oder Diclac®) und Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®). Sie werden entweder als Creme auf die Haut aufgetragen oder als Tablette eingenommen. Zudem setzen Ärzte Corticosteroide (Cortison) ein, die direkt in das Gelenk gespritzt werden.

Hilft alles nichts oder sind die Schmerzen sehr stark, verordnen Ärzte Opioide. Es gibt schwächer wirkende Opioide wie Codein und Dihydrocodein (zum Beispiel Tiamon®) oder Tramadol (zum Beispiel Amadol® und Tramal®) – und stark wirkende Opioide (Morphin wie Capros®, Kapanol® oder Morphanton®).

Operation

Eine Operation ist meist die letzte Lösung, da sie gewisse Risiken birgt – wie Thrombosen oder Infektionen. Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie) mit Spülung und Glättung: Hierbei spült der Facharzt das Gelenk mit Salzlösung (Lavage). Dabei können zusätzlich Knorpel- und Gelenkflächen geglättet werden (Shaving und Debridement). Anschließend wird das Gelenk erneut gespült, wodurch abgestorbene Knorpel- oder Knochenfragmente und Entzündungsbotenstoffe entfernt werden. Die Krankenkasse bezahlt die Verfahren aber nicht.
  • Radiosynoviorthese (RSO): Dabei wird eine radioaktive Substanz ins Gelenk gespritzt, welche die entzündliche Aktivität in der Gelenkinnenhaut senkt und damit eine Schmerzreduktion bewirkt.
  • Kunstgelenk (Endoprothese): Das betroffene Gelenk wird durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Am häufigsten sind eine Knieprothese und eine Hüftprothese.
  • Arthrodese: Dabei werden die Knochenenden durch Schrauben miteinander verbunden, sodass das Gelenk komplett versteift. Dies wird erst im Endstadium durchgeführt, wenn der Einsatz eines künstlichen Gelenks nicht mehr möglich ist.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Wie auch bei der klassischen Behandlung ist es Ziel der Mikronährstoffmedizin, Schmerzen und Entzündungen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Möglicherweise kann so der Bedarf an Arzneimitteln gesenkt werden, die häufig Nebenwirkungen haben. Ebenfalls sollen dem Knorpel alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stehen, um einen weiteren Knorpelabrieb zu verhindern und den vorhandenen Knorpel zu stärken.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Glucosamin und Chondroitin lindern Arthroseschmerzen

Wirkweise

Dose mit der Aufschrift Glucosamin und davorliegende Kapseln
Glucosaminsulfat wirkt entzündungshemmend und lindert somit Schmerzen. Bild: MonaMakela/iStock/Getty Images Plus

Glucosamin- und Chondroitinsulfat sind Bausteine des Gelenkknorpels und tragen zur Knorpelernährung bei. Im Rahmen der Behandlung einer Arthrose sollen sie einen weiteren Knorpelabbau verhindern. Glucosaminsulfat wirkt entzündungshemmend, wodurch es Schmerzen lindert. Dies belegt eine große Übersichtsarbeit (Metastudie), in der 80 Studien aus den Jahren 2003 bis 2016 untersucht wurden.

Eine weitere Metastudie vergleicht die schmerzlindernde Wirkung von Glucosamin und Chondroitin mit den üblichen Medikamenten. Die Wirkung war zwar insgesamt schwächer als die des schmerzstillenden Wirkstoffs Celecoxib, nicht aber schwächer als Paracetamol. Eine andere Studie zeigt, dass die Wirkung von Celecoxib zwar schneller einsetzte, nach sechs Monaten waren jedoch Celecoxib und Glucosamin/Chondroitin gleich wirksam.

Glucosamin- und Chondroitinsulfat wirken allerdings nicht bei allen Betroffenen gleich gut: Bei einigen konnte ein verlangsamtes Fortschreiten der Abnutzung und eine Verringerung der Schmerzen nachgewiesen werden, bei anderen gab es keinen Effekt. Woran dies liegt, muss in Zukunft genau erforscht werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Ärzte empfehlen Glucosamin- und Chondroitinsulfat meist in Kombination miteinander: 1.500 bis 2.000 Milligramm Glucosaminsulfat und 800 bis 1.200 Milligramm Chondroitinsulfat pro Tag zusammen mit einer Mahlzeit.

Achten Sie auf ein Präparat mit Glucosaminsulfat: Glucosamin gibt es entweder als Sulfat oder als Hydrochlorid. Für Glucosaminsulfat ist die Studienlage besser: Es ist umfangreicher untersucht und scheint Glucosaminhydrochlorid insgesamt in der Wirkung überlegen zu sein. Meist werden Glucosamin und Chondroitin aus tierischen Quellen gewonnen (Krebstiere, Knorpel). Glucosamin gibt es inzwischen auch auf pflanzlicher Basis.

Da die Knorpelzellen einen langsamen Stoffwechsel haben, muss die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen. Häufig empfehlen Mikronährstoffmediziner eine Intervalltherapie mit acht- bis zehnwöchiger Einnahme und zweiwöchiger Pause.

Zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Glucosamin einen Einfluss auf den Blutzucker hat bei Menschen mit Diabetes oder gestörter Zuckerverwertung. Zwar zeigen viele Studien keinen Effekt, der Blutzuckerspiegel sollte dennoch zur Sicherheit bei Diabetes und Glucosamineinnahme überwacht werden.

Glucosamin und Chondroitin haben in ihrem Aufbau Ähnlichkeiten zu gerinnungshemmenden Medikamenten und könnten deshalb die Wirkung von Blutverdünnern verstärken. Dies betrifft Cumarin-Derivate, vor allem Warfarin (zum Beispiel Coumadin®). Es wird empfohlen, die Blutgerinnung (INR-Wert) bei Einnahme von Cumarin-Derivaten und Glucosamin/Chondroitin regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Hyaluronsäure schmiert die Gelenke

Wirkweise

Chemische Formel und Strukturformel von Hyaloronsäure
Hyaluronsäure kann chronische Schmerzen im Knie verringern. Bild: Zerbor/iStock/Getty Images Plus

Hyaluronsäure wird im Rahmen der Arthrosetherapie häufig in das Gelenk gespritzt. Sie ist Teil der Gelenkflüssigkeit und bindet Wasser. Auf diese Weise wirkt sie als „Schmiermittel“ und schützt das Gelenk vor Reibung und Stößen.

Wie Hyaluronsäure wirkt, wenn sie eingenommen wird, ist noch nicht genau geklärt:

  • Studien mit menschlichen Darmzellen zeigen, dass Bruchstücke von Hyaluronsäure besser aufgenommen werden. Speziell markierte Hyaluronsäure wurde nach der Einnahme bei Tieren in der Gelenkflüssigkeit nachgewiesen.
  • Zudem haben Wissenschaftler im Darm bestimmte Rezeptoren gefunden, an die Hyaluronsäure andockt. Dies löst vermutlich die Freisetzung entzündungshemmender Botenstoffe aus, wodurch Hyaluronsäure Entzündungen im gesamten Körper dämpfen dürfte.

Auch wenn der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollständig erforscht worden ist, zeigen viele Studien, dass zwischen 48 und 240 Milligramm Hyaluronsäure chronische Schmerzen im Knie verringern im Gegensatz zu Scheinmedikamenten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Pro Tag empfehlen Mikronährstoffmediziner meist 50 bis 100 Milligramm Hyaluronsäure, um Arthroseschmerzen zu lindern. Wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr, da Hyaluronsäure im Körper schnell abgebaut wird. Idealerweise werden Kapseln, Tabletten oder Pulver zu einer Mahlzeit eingenommen.

Hyaluronsäure kann entweder aus dem Kamm von Hühnern hergestellt werden oder fermentativ mit Mikroorganismen. Der Vorteil der fermentativen Herstellung ist, dass die Hyaluronsäure vegan und vegetarisch ist, sowie hypoallergen. Hahnenkamm-Extrakt kann Eiweiße enthalten, die bei einer Hühnereiweißallergie zu einer allergischen Reaktion führen.

Kollagen stärkt den Knorpel und sorgt für Festigkeit

Wirkweise

Illustration von Kollagen und Knorpel in einem Gelenk
Kollagenhydrolysat ernährt die Gewebe und fördert die Knorpelregeneration. Bild: ttsz/iStock/Getty Images Plus

Kollagen ist Bestandteil des Gelenkknorpels und sorgt für dessen Festigkeit. Es wird zwischen nativem Kollagen und Kollagenhydrolysat unterschieden:

  • Natives Kollagen ist Kollagen in seiner natürlichen Form. Im Gegensatz dazu ist denaturiertes Kollagen durch Hitze oder Säure zerstört. Natives Kollagen wirkt über die Regulation des Immunsystems entzündungshemmend.
  • Kollagenhydrolysat ist gespaltenes Kollagen. Es enthält kleine Bruchstücke. Kollagenhydrolysat ernährt die Gewebe und fördert die Knorpelregeneration.

Beide Formen zeigen bei Arthrose eine Wirkung:

Natives Kollagen kann laut einer Auswertung mehrerer Studien die Schmerzen bei Arthrose lindern. Zudem verbesserte es in zwei Studien nach drei bis sechs Monaten die Beweglichkeit des Gelenks, die täglichen körperlichen Aktivitäten und die Lebensqualität der Betroffenen. Allerdings sind die Studienergebnisse zur Gelenkfunktion weniger verlässlich als zur Schmerzreduktion: Nicht in allen Studien verbesserte Kollagen auch die Beweglichkeit.

Kollagenhydrolysat senkte in einer Studie nach sechs Monaten die Schmerzen und verbesserte die Beweglichkeit bei Patienten mit Knie- oder Hüftarthrose. Auch in einer weiteren Studie, in der Patienten mit Gelenkschmerzen betrachtet wurden, verbesserte Kollagenhydrolysat die Beschwerden im Gegensatz zu einem Scheinmedikament.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoffmediziner empfehlen bei Gelenkbeschwerden täglich entweder bis zu 40 Milligramm natives Kollagen oder 5.000 bis 10.000 Milligramm Kollagenhydrolysat zusammen mit einer Mahlzeit.

Achten Sie beim Kauf eines Präparats auf natives Kollagen vom Typ 2. Dieses kommt auch im Gelenkknorpel vor, während die Haut zum Beispiel überwiegend Typ 1 und 3 enthält. Typ 2 wurde in Studien bei Gelenkproblemen erfolgreich eingesetzt.

Kollagen und Kollagenhydrolysat werden aus tierischen Produkten gewonnen und sind daher nicht für Veganer und Vegetarier geeignet. Auch Allergiker müssen aufpassen, aus welchen tierischen Produkten sie das Kollagen wählen. Es kann aus Schwein, Huhn, Rind oder Fisch hergestellt werden.

Omega-3-Fettsäuren lindern die Entzündung im Gelenk

Wirkweise

Bei einer Arthrose kann die Gelenkinnenhaut entzündet sein, was zu einem weiteren Knorpelschaden beiträgt. Aus Omega-3-Fettsäuren stellt der Körper entzündungshemmende Botenstoffe her. Sie können daher solche Entzündungen lindern. Die wichtigste Omega-3-Fettsäure ist dabei Eicosapentaensäure (EPA). Sie kommt in Fischöl vor.

Patienten, die höhere Gehalte an Omega-3-Fettsäuren im Blut haben, zeigen einen geringeren Verlust an Knorpelgewebe im Gelenk. Auch verbesserten sich durch die achtwöchige Einnahme von Fischöl Knieschmerzen und die Gelenkfunktion im Vergleich zum Scheinmedikament. Besonders wirksam waren Omega-3-Fettsäuren in Kombination mit Glucosaminsulfat.


Dosierung und Einnahmeempfehlung

Empfehlenswert sind täglich zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren mit einem hohen EPA-Gehalt von 400 bis 800 Milligramm. Omega-3-Fettsäuren sollten immer zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, die auch Fett enthält: Nur so gelangen sie gut aus dem Darm in das Blut.

Achten Sie bei Fischöl auf die Qualität und kaufen Sie nur besonders gereinigte Präparate, die frei von unerwünschten Rückständen sind wie Schwermetallen oder Schadstoffen

Info

Ernährung bei Arthrose: Für eine entzündungshemmende Wirkung ist nicht nur die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren wichtig. Auch auf die Omega-6-Fettsäuren kommt es an: Aus ihnen stellt der Körper nämlich entzündungsfördernde Stoffe her. Darum sollte die Omega-6-Zufuhr über die Nahrung reduziert werden. Omega-6-Fettsäuren sind zum Beispiel in Fleisch enthalten. Alles über das richtige Verhältnis lesen Sie hier.

Omega-3-Versorgung ermitteln: der Omega-3-Index

Der Omega-3-Index zeigt, wie gut der Körper mit Omega-3-Fettsäuren versorgt ist. Das Labor untersucht dabei den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen. Bei Arthrose ist die Bestimmung sinnvoll, da eine schlechte Versorgung mit einem schnelleren Fortschreiten der Erkrankung in Verbindung gebracht wird.

Der Omega-3-Index liegt durchschnittlich bei fünf bis acht Prozent. Optimalerweise sollte er über acht Prozent betragen.

Zu beachten bei der Einnahme von Medikamenten, vor Operationen und bei bestimmten Erkrankungen

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, können sie ab einer Dosierung von 2.000 Milligramm die Wirkung von Blutverdünnern verstärken. Dazu zählen zum Beispiel: Cumarin-Derivate wie Phenprocoumon (Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Heparin (Clexane®) oder neue orale Antikoagulanzien Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®). Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt.

Auch vor einer geplanten Operation und bei Blutgerinnungsstörungen sollte mit dem Arzt abgeklärt werden, ob Omega-3-Fettsäuren wegen ihrer blutverdünnenden Wirkung eingenommen werden können.

Bei plötzlich auftretenden Leber- oder Nierenerkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden.

MSM: Schwefellieferant für das Knorpelgewebe

Wirkweise

MSM steht für Methylsulfonylmethan und ist ein wichtiger Schwefellieferant für den Körper. Schwefel dient wiederum der Knorpelernährung, da es Baustein ist für die Knorpelbestandteile Kollagen und Chondroitinsulfat.

Zudem dämpft MSM Entzündungen und macht freie Radikale unschädlich. Freie Radikale und damit verbundener oxidativer Stress schädigen die Knorpelsubstanz und führen zum weiteren Abbau der Knorpelschicht.

Gerade bei chronischen Schmerzen empfehlen Mikronährstoffmediziner MSM. Wahrscheinlich hemmt ein Stoffwechselprodukt von MSM die Übertragung der Schmerzsignale an den Nerven. Die Auswertung mehrerer Studien zeigt, dass 3.000 Milligramm MSM die Schmerzen einer Arthrose leicht senken können. Inwieweit dies Auswirkungen auf die Beweglichkeit und den Alltag der Betroffenen hat, ist aber noch nicht klar.

Allerdings verbessert MSM die Wirkung von Glucosamin und Chondroitin deutlich: Wurden Glucosamin und Chondroitinsulfat mit 500 Milligramm MSM kombiniert, waren die Verbesserungen der Gelenkschmerzen und der Beweglichkeit größer als ohne MSM.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Gelenkverschleiß täglich 1.500 bis 3.000 Milligramm MSM. In Kombination mit Glucosamin und Chondroitinsulfat reichen bereits 500 Milligramm MSM pro Tag. Die Einnahme zur Mahlzeit verbessert die Verträglichkeit von MSM-Kapseln.

Selten kann es zu Magen- und Darmbeschwerden wie Durchfall kommen. Tritt dies auf, beginnen Sie mit einer niedrigen Dosierung (500 bis 1.000 Milligramm) und steigern Sie die Menge dann schrittweise.

Frische und getrocknete Kurkuma-Wurzeln in einer Holzschale
Curcuma hemmt im Körper die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe, wodurch Gelenkschmerzen gelindert werden. Bild: AnnaPustynnikova/iStock/Getty Images Plus

Curcuma: Schmerzlinderung durch Pflanzenstoffe

Wirkweise

Curcuma aus der indischen Gelbwurz wirkt entzündungshemmend. Der aktive Inhaltstoff Curcumin hemmt im Körper die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe und lindert dadurch Gelenkschmerzen.

Zudem wirkt Curcumin antioxidativ: Es macht freie Radikale unschädlich, die zum Beispiel während des Entzündungsprozesses entstehen können. Freie Radikale schädigen die Zellen und können einen weiteren Verlust des Knorpels begünstigen.

Eine Auswertung verschiedener Studien mit insgesamt knapp 800 Betroffenen mit Kniearthrose zeigt, dass Curcumin Knieschmerzen reduzierte und die Lebensqualität verbesserte im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Im Gegensatz zum schmerzstillenden Wirkstoff Ibuprofen war Curcumin allerdings weniger wirksam. Mit Curcumin traten jedoch keine Nebenwirkungen auf.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoffmediziner empfehlen bei Arthrose zur Schmerzlinderung bis zu 1.000 Milligramm Curcumin am Tag. Curcumin sollte zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Grundsätzlich wird Curcumin sehr schlecht im Darm aufgenommen. Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Verfügbarkeit für den Körper (Bioverfügbarkeit) zu erhöhen. Eine bekannte Möglichkeit ist Piperin: Der Stoff aus Pfeffer verhindert, dass Curcumin im Darm und in der Leber zu unwirksamen Verbindungen umgewandelt wird.

Zu beachten bei Medikamenten und Gallensteinen

Wechselwirkungen mit Curcumin und Medikamenten sind grundsätzlich möglich: Curcumin kann in der Leber Enzyme hemmen, die auch Medikamente verstoffwechseln. Dadurch kann die Wirkung entweder gehemmt oder verstärkt werden. Wenn Sie Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Einnahme von Curcumin mit dem Arzt.

Bei vorhandenen Gallensteinen sollte Curcumin nicht eingenommen werden. Curcumin fördert die Bildung von Gallenflüssigkeit. Wenn ein Stein den Gallenfluss behindert, kann es zu Gallenkoliken kommen.

Antioxidantien können den Knorpel schützen

Wirkweise

Durch zu viele freie Radikale entsteht im Körper oxidativer Stress, der Zellen schädigen kann. Bei Arthrose wird angenommen, dass oxidativer Stress das Fortschreiten der Erkrankung begünstigt. Der Körper benötigt Antioxidantien, um oxidativen Stress zu bekämpfen: Zum einen kann er sie selbst herstellen (zum Beispiel Enzyme), zum anderen benötigt er sie von außen über die Nahrung.

Die Vitamine A, C und E zählen zu den Antioxidantien. Aber auch Zink, Kupfer, Selen oder Pflanzenstoffe wie Curcumin, Resveratrol und OPC fangen freie Radikale ab. Eine Ernährung, die reich ist an Antioxidantien aus Obst und Gemüse, steht in Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Knorpelschäden.

Einige Antioxidantien sind zudem aufgrund weiterer Wirkungen bei Arthrose sinnvoll:

  • Vitamin C benötigt der Körper zur Produktion des Kollagens, was für die Festigkeit der Körpergewebe sorgt, zum Beispiel des Knorpels.
  • Vitamin E wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, da es die Produktion entzündungsfördernder Stoffe hemmt. Studien zeigen, dass hoch dosiertes Vitamin E Arthrosebeschwerden verbessern kann.

Die Studiendaten zu Antioxidantien bei Arthrose fallen unterschiedlich aus, mit positiven und negativen Ergebnissen. Erst größere und hochwertige Studien werden zeigen, ob Antioxidantien allen Menschen helfen können. Da eine antioxidantienreiche Ernährung die Gesundheit verbessert, sind sie auch bei Arthrose einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Grundsätzlich ist bei Arthrose eine Ernährung empfehlenswert, die viele Antioxidantien aus Obst und Gemüse enthält. In Form von Präparaten empfehlen Mikronährstoffmediziner eine möglichst breite Mischung verschiedener Antioxidantien– zum Beispiel 100 Milligramm Vitamin C, bis zu 50 Milligramm Vitamin E und zwischen zehn und 20 Milligramm Zink am Tag.

Im Rahmen einer Vitamin-E-Therapie sind zur Verbesserung der Beschwerden bei Arthrose 130 bis 300 Milligramm Vitamin E am Tag wirksam. In diesem Fall ist dann auch eine höhere Vitamin-C-Dosierung ratsam: Bei 300 Milligramm Vitamin E sollten dem Körper 600 Milligramm Vitamin C zur Verfügung stehen (Verhältnis 1:2). Er benötigt Vitamin C, damit sich Vitamin E wieder erholen kann, nachdem es ein freies Radikal abgefangen hat.

Die Einnahme von hoch dosiertem Vitamin E (über 50 Milligramm) sollte zuvor mit einem Mikronährstoffmediziner besprochen werden. Vitamin E kann überdosiert werden.

Zu beachten bei Vitamin-E-Therapie und Medikamenteneinnahme

Bei einer hoch dosierten Vitamin-E-Therapie kann es zu Wechselwirkungen mit Blutverdünnern kommen: Die kombinierte Einnahme kann die Zeit verlängern, bis das Blut gerinnt. Zu den betroffenen Medikamenten zählen zum Beispiel Vitamin-K-Antagonisten (zum Beispiel Phenprocoumon wie Falithrom®, Marcumar® oderWarfarin wie Coumadin®) oder Thrombozytenaggregationshemmer (zum Beispiel Acetylsalicylsäure wie Aspirin®, ASS).

Zink kann bestimmte Medikamente binden, was sie unwirksam macht: Dazu gehören Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline) und Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate, zum Beispiel Fosamax®, Bonefos®, Didronel®). Deshalb empfiehlt sich ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollte Zink nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht richtig ausscheiden, die Zinkblutspiegel würden zu hoch werden.

Calcium, Vitamin D und K2 bei Arthrose: Mikronährstoffe für die Knochen

Wirkweise

Veranschaulichung des Kniegelenkes
Der Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer und verhindert, dass die Knochen aneinanderreiben. Bild: alex-mit/iStock/Getty Images Plus

Der Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer und verhindert, dass die Knochen aneinanderreiben. Liegen die Knochen durch den Knorpelabbau bereits frei und reiben aneinander, spricht man von einer Knochenglatze. Dies führt zu Schäden an den Knochenenden (zum Beispiel Geröllzysten) und erheblichen Schmerzen. Bei Arthrose ist es deshalb wichtig, auch auf Knochennährstoffe wie Calcium, Vitamin D und Vitamin K2 zu achten:

Calcium ist Hauptbestandteil der Knochen und sorgt für deren Festigkeit.

Vitamin D reguliert die Aufnahme von Calcium im Darm und liefert dem Knochen so das benötigte Calcium. Zudem steuert Vitamin D die Reifung der Knochenzellen. Ein Vitamin-D-Mangel wird dagegen mit dem Fortschreiten des Knorpelmasseverlusts und Arthrose in Verbindung gebracht. Außerdem diskutieren Forscher derzeit, ob ein Vitamin-D-Mangel chronische Schmerzen begünstigt. Erste Studien belegen eine Schmerzreduktion sowie eine bessere Gelenkfunktion durch Vitamin-D-Einnahme. Vitamin D dürfte den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Vitamin K benötigt der Körper, damit Calcium in die Knochen eingelagert wird: Es aktiviert spezielle Knocheneiweiße. Studien zeigen, dass Arthrosepatienten mit geringen Vitamin-K1-Blutwerten eine schlechtere Funktion ihrer Extremitäten (Beine) hatten und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Gelenkverschleiß schneller fortschreitet. Bei einem Ausgleich des Mangels mit Vitamin K1 ließ sich der Verlauf in einer ersten Studie verlangsamen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Vitamin D werden meist zwischen 1.000 und 4.000 Internationale Einheiten am Tag empfohlen. Am besten sollten Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüfen lassen, da nur so ein Mangel wirksam ausgeglichen werden kann. Denn bei einem starken Mangel sind für einen gewissen Zeitraum höhere Dosierungen nötig. Alles zu einem Vitamin-D-Mangel und der richtigen Dosierung lesen Sie hier.

Für gesunde Knochen sollte die tägliche Calciummenge mindestens 1.000 Milligramm betragen. Vitamin K ist in einer Dosierung von mindestens 100 Mikrogramm sinnvoll.

Tipp

Vitamin K als K2 (MK-7): Es gibt verschiedene Vitamin-K-Unterformen. Vitamin K2 als MK-7 bleibt länger im Blut als Vitamin K1 und kann deshalb seine Wirkung an den Knochen besser entfalten. Vermutlich ist die Form K2 deshalb auch bei Arthrose sinnvoll.

Vitamin D im Labor bestimmen

Um einen Mangel wirksam auszugleichen, ist die Bestimmung des Vitamin-D-Status im Blut notwendig. Dabei nimmt der Arzt Blut ab und das Labor bestimmt den Gehalt der Vitamin-D-Transportform (25(OH)-Vitamin D). Optimal sind Werte im Blut, die zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Zu beachten bei Einnahme von Medikamenten und Nierenerkrankungen

Vitamin K sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt mit Blutverdünnern vom Cumarin-Typ (zum Beispiel Marcumar®, Falithrom®, Marcuphen® oder Coumadin®) eingenommen werden. Es hemmt die Wirkung der Medikamente.

Thiazide (Entwässerungsmedikamente) senken die Calciumausscheidung über die Nieren. Das bedeutet, Calcium bleibt im Blut. Da Vitamin D allerdings den Calciumspiegel erhöht, sollte Vitamin D nur mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird. Hierzu gehört zum Beispiel Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®).

Personen mit Nierenerkrankungen sollten die Einnahme von Calcium und Vitamin D mit ihrem Arzt besprechen. Bei schwachen Nieren kann es zu hohen Calciumspiegeln im Blut kommen, was wiederum zu Gefäßverkalkungen führen kann. Der Arzt kontrolliert dann die Blutwerte.

Dosierungen auf einen Blick

Nährstoffempfehlung bei Arthrose pro Tag

 

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K (als K2)

mindestens 100 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

100 Milligramm (mg)

(bei Vitamin-E-Therapie höher; im Verhältnis 2:1)

Vitamin E

bis 50 Milligramm

(bei Vitamin-E-Therapie bis 300 Milligramm)

  
 

Mineralstoffe

Calcium

mindestens 1.000 Milligramm

Zink

10 bis 20 Milligramm

  
 

Sonstige Nährstoffe

Glucosamin- und

Chondroitinsulfat

1.500 bis 2.000 und

800 bis 1.200 Milligramm

Hyaluronsäure

50 bis 100 Milligramm

Kollagen (Typ 2) oder

Kollagenhydrolysat

bis zu 40 Milligramm oder

5.000 bis 10.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm mit 400 bis 800 Milligramm EPA

MSM

500 bis 3.000 Milligramm

Curcumin

bis zu 1.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Arthrose

 

Normalwerte

Vitamin D

40 und 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent, optimal über 8 Prozent

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Nicht steroidale Antirheumatika: Nebenwirkungen verringern, Wirkung unterstützen

Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) können die Aufnahme und Verwertung bestimmter Vitamine stören. So vermindert der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) die Vitamin-C-Gehalte in der Magenschleimhaut. Vitamin C ist das wichtigste Antioxidans im Magen und schützt ihn vor Schäden. Typische Nebenwirkungen von Acetylsalicylsäure sind Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen. Wurde Vitamin C ergänzt, verbesserte sich die Magenverträglichkeit des Schmerzmittels. Mikronährstoffmediziner empfehlen zur Verringerung der Schäden an der Magenschleimhaut bis zu 1.000 Milligramm Vitamin C am Tag.

B-Vitamine verbessern die Wirkung der nicht steroidalen Antirheumatika – vor allem vom Wirkstoff Diclofenac, wenn beides zusammen direkt an die betroffene Stelle gespritzt wird. Mehrere Studien zeigen, dass Diclofenac in Kombination mit B-Vitaminen die Schmerzen besser linderte als Diclofenac alleine. Untersucht wurden nicht nur Arthrose, sondern zum Beispiel auch Schmerzen nach einer Operation oder bei Knochenbrüchen und Hexenschuss.

Damit Diclofenac (zum Beispiel Voltaren®, Arthrex®, Diclo® oder Diclac®) auch in Tablettenform gut wirkt, sollten Sie auf die Zufuhr der B-Vitamine achten – insbesondere Vitamin B1 (50 bis 100 Milligramm), Vitamin B6 (50 bis 100 Milligramm), Vitamin B12 (250 bis 1.000 Mikrogramm) und Folsäure (400 bis 1.000 Mikrogramm). Studien liefern ebenfalls Hinweise, dass B-Vitamine in Kapselform die Medikamentenwirkung unterstützen.

Dosierungen auf einen Blick

Nährstoffempfehlung pro Tag bei Einnahme von nicht steroidalen Antirheumatika

  

Vitamin C

bis 1.000 Milligramm (mg) (bei Acetylsalicylsäure)

Vitamin B1

50 bis 100 Milligramm (bei Diclofenac)

Vitamin B6

50 bis 100 Milligramm (bei Diclofenac)

Vitamin B12

250 bis 1.000 Mikrogramm (µg) (bei Diclofenac)

Folsäure

400 Mikrogramm (bei Diclofenac)

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Zusammenfassung

Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist und mit Schmerzen in den Gelenken und Bewegungseinschränkungen einhergeht. Knorpel und Knochen werden durch Über- oder Fehlbelastungen zunehmend geschädigt. Ziel der Therapie ist es, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten des Knorpelabbaus zu verlangsamen.

Glucosamin- und Chondroitinsulfat sind meist die erste Wahl bei Arthrose. Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Unterstützt wird die Wirkung durch Omega-3-Fettsäuren: Sie greifen in das Entzündungsgeschehen ein, da der Körper aus ihnen entzündungshemmende Botenstoffe herstellt. Bei Arthrose gibt es immer wieder entzündliche Episoden, ausgelöst durch abgeriebene Knorpelteilchen.

Hyaluronsäure ist das Schmiermittel der Gelenke: Es bindet Wasser und schützt vor Stößen. Kollagen sorgt dagegen für Festigkeit des Knorpels, während Schwefel (zum Beispiel aus MSM) ein wichtiger Baustein des Knorpels ist. Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Zink oder Pflanzenstoffe (zum Beispiel Curcumin und Resveratrol) schützen den Knorpel außerdem vor weiteren Schäden infolge von freien Radikalen. Calcium, Vitamin D und Vitamin K benötigt der Körper für starke Knochen.

Bei Arthrose nehmen Betroffene häufig Schmerzmittel. Besonders wenn sie regelmäßig und über längere Zeit eingenommen werden, können einige Schmerzmittel einen Mikronährstoffmangel verursachen – so zum Beispiel Acetylsalicylsäure einen Vitamin-C-Mangel. B-Vitamine verstärken die schmerzlindernde Wirkung von Diclofenac. Durch die gezielte Kombination lässt sich daher eine Wirksteigerung erreichen.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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