Arginin: natürlicher Blutdrucksenker

Wie Arginin Bluthochdruck senkt und bei Potenzproblemen hilft

Die Aminosäure Arginin benötigt der Körper für den Aufbau der Muskeln und für die Bildung eines besonderen Botenstoffs: Stickstoffmonoxid (NO). Dieser stellt die Blutgefäße weit und fördert so die Durchblutung. Deshalb ist Arginin zum Beispiel bei Sportlern beliebt. Erfahren Sie hier, welche Anwendungsgebiete Arginin in der Mikronährstoffmedizin außerdem bei Krankheiten hat.

Eigenschaften und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften von Arginin

Arginin ist eine Aminosäure, die für den Aufbau von Eiweißen benötigt wird. Sie ist semiessenziell – das bedeutet, normalerweise kann der Körper Arginin selbst herstellen. In bestimmten Situationen ist er allerdings auf die Zufuhr über Lebensmittel angewiesen, zum Beispiel im Wachstum oder bei Krankheiten.

In Lebensmitteln kommt ausschließlich L-Arginin vor. Zwar gibt es auch D-Arginin; diese Form ist für den Menschen jedoch unbedeutend. Daher ist immer die Rede von L-Arginin, wenn es um Arginin geht.

Vorkommen von Arginin in Lebensmitteln

Arginin ist in eiweißreichen Lebensmitteln vorhanden. Besonders Rinder-, Puten- oder Hühnerfleisch sind gute Arginin-Quellen. Aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse, Sojabohnen und Weizenkeime liefern Arginin.

Die fünf wichtigsten Arginin-Lieferanten:

Milligramm (mg) pro 100 Kalorien (kcal)

Milligramm pro 100 Gramm (g)

Gelatine

2.172

7.450

Putenfleisch (Brust)

1.579

2.226

Schnitzel (Kalb)

1.412

1.991

Kürbiskerne

909

5.137

Sojamehl

888

3.200

Hinweis: Werte können schwanken. 

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Bedarf und Funktionen im Körper

Wie hoch ist der tägliche Arginin-Bedarf?

Da der Körper Arginin bei Bedarf selbst herstellt, ist der genaue Bedarf nicht bekannt. Für Säuglinge und Kleinkinder, bei chronischer Nierenschwäche und bei einer Blutvergiftung (Sepsis) ist der Körper allerdings auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Die geschätzte durchschnittliche Arginin-Zufuhr über die Ernährung beträgt 4.000 bis 6.000 Milligramm pro Tag.

Aufnahme und Verteilung im Körper

Verdauungsenzyme spalten das Arginin aus den Eiweißen, sodass der Darm es mithilfe von bestimmten Transportern schnell aufnehmen kann. Zusätzlich eingenommenes Arginin wird zu knapp 70 Prozent aufgenommen. Mit steigender Dosierung sinkt dagegen die Aufnahme.

Arginin wird bei mehreren Stoffwechselreaktionen benötigt, darum steht nur ein kleiner Teil für die Stickstoffmonoxid-Produktion zur Verfügung: Ungefähr die Hälfte wird in die Aminosäure (Ornithin) umgewandelt. Ornithin wird zum Beispiel zur Entgiftung in der Leber benötigt (Harnstoffzyklus). Für die Umsetzung zu Stickstoffmonoxid wird nur circa 2,5 % Prozent des zugeführten Arginins verwendet.

Der Körper selbst produziert Arginin aus der Aminosäure Citrullin. Die Arginin-Synthese erfolgt in der Leber oder im Darm.

Wirkung von Arginin

Arginin ist Baustein von Eiweißen und damit eine Grundsubstanz unseres Körpers – von Muskeln, Enzymen oder Hormonen. Zudem erfüllt Arginin weitere Aufgaben:

Regulierung der Blutgefäße: Arginin ist die Vorstufe des Botenstoffs Stickstoffmonoxid, abgekürzt NO. Dieser Botenstoff erweitert die Blutgefäße und verbessert dadurch die Durchblutung.

Eiweißstoffwechsel: Ammoniak ist ein Stoffwechselprodukt, das grundsätzlich beim Abbau von Eiweißen anfällt und in der Leber entgiftet werden muss. Arginin ist zusammen mit den Aminosäuren Ornithin und Citrullin an der Entgiftung von schädlichem Ammoniak beteiligt (Harnstoffzyklus).

Immunsystem: Der aus Arginin gebildete Botenstoff Stickstoffmonoxid regt die Teilung von Immunzellen (Lymphozyten) an und fördert die Aktivität der Fresszellen. Es gibt Hinweise darauf, dass Arginin Infektionen nach Operationen reduzieren kann.

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Mangel erkennen und beheben

Anzeichen eines Arginin-Mangels

Symptome eines Arginin-Mangels sind Störungen der Wundheilung und Immunfunktion, woraus eine erhöhte Infektanfälligkeit folgen kann. Da Arginin die Weitstellung der Blutgefäße reguliert, ist die Folge eines Mangels eine Fehlfunktion der Blutgefäße (endotheliale Dysfunktion) und ein dadurch gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Risikogruppen

Personen, die sich sehr einseitig ernähren, haben ein besonders hohes Risiko für einen Arginin-Mangel. Auch chronische Erkrankungen wie Gefäßerkrankungen, chronische Nierenschwäche und Krebs oder schwere Verletzungen und Operationen können den Bedarf an Arginin steigern und dadurch zu einem Mangel führen.

Mangel erkennen

Arginin wird im Blut bestimmt, meist im Plasma (Blutflüssigkeit ohne Blutzellen). Normale Werte sollten über 100 Mikromol pro Liter liegen. Arginin-Blutwerte zwischen 100 und 300 Mikromol pro Liter führten Studien zufolge zu einer Entspannung der Blutgefäße durch den Botenstoff Stickstoffmonoxid.

Zudem kann ein Abkömmling des Arginins bestimmt werden, das asymmetrische Dimethylarginin, kurz ADMA. ADMA ist ein Hemmstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid aus Arginin. Zu hohe ADMA-Werte sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb ist es sinnvoll, diesen Test durchführen zu lassen. Die Einnahme von Arginin verbessert das Gleichgewicht zwischen ADMA und Arginin wieder.

 

Arginin (Plasma)

ADMA (Plasma)

Mangel

unter 100 Mikromol pro Liter (µmol/l)

über 0,7 µmol/l

Mangel beheben

Die Dosierung bei einem Mangel richtet sich in der Mikronährstoffmedizin hauptsächlich nach dem jeweiligen Einsatzgebiet und liegt am Tag zwischen 500 und 6.000 Milligramm.

Dosierungsempfehlung von Arginin

Mangel

500 bis 6.000 Milligramm

Tipp

Arginin-Spiegel wirksamer steigern mit Citrullin: Arginin wird im Darm teilweise zu Ornithin umgewandelt und steht dem Körper so nicht mehr zur Verfügung. Dies kann durch die Kombination mit Citrullin umgangen werden: Der Körper braucht den Grundstoff Citrullin zur Arginin-Produktion. Studien zeigen, dass diese Kombination die Arginin-Werte im Blut besser erhöht als Arginin alleine.

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Einsatz bei Krankheiten und im Sport

Bluthochdruck: Arginin stellt die Blutgefäße weit

Der aus Arginin gebildete Botenstoff Stickstoffmonoxid erweitert die Blutgefäße und sorgt so dafür, dass das Blut in den Gefäßen mehr Platz hat. Dadurch sinkt der Blutdruck. Eine Auswertung verschiedener Metastudien ergab: Arginin kann bei Patienten mit Bluthochdruck den systolischen Wert zwischen 2,2 und 5,4 Millimeter Quecksilbersäule senken und den diastolischen Wert zwischen 2,7 und 3,1 Millimeter Quecksilbersäule. Metastudien sind wissenschaftliche Untersuchungen von mehreren Studien, die daher verlässlichere Aussagen liefern.

Zudem zeigte sich, dass Arginin freie Radikale im Blut verringert und damit oxidativen Stress reduziert. Oxidativer Stress begünstigt Gefäßschäden.

Mikronährstoffmediziner empfehlen zur Blutdrucksenkung täglich zwischen 2.000 und 6.000 Milligramm Arginin.

Arginin bei Arteriosklerose

Eine Fehlfunktion der Blutgefäße (endotheliale Dysfunktion) ist mitbeteiligt an einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Häufig produzieren die Zellen der Blutgefäße nicht mehr ausreichend Stickstoffmonoxid, um die Blutgefäße weit zu stellen und dadurch deren Funktion zu regulieren. Zudem vermuten Wissenschaftler, dass Arginin die Entstehung von Gefäßablagerungen verringern kann.

Wurde Arginin über eine Infusion direkt in die Venen gegeben, verbesserte es bei Patienten mit Gefäßerkrankungen die Durchblutung. Auch die Arginin-Einnahme steigerte die Elastizität der Blutgefäße und die Kraft des Herzens, das Blut auszustoßen (rechtsventrikuläre Ejektionsfraktion). Wie weit Arginin allerdings allen Betroffenen mit Gefäßverkalkung hilft, muss noch genauer untersucht werden. Vielversprechend ist Arginin bei Bluthochdruck, der eine wichtige Ursache für Arterienverkalkungen ist.

Mikronährstoffmediziner raten zu 2.000 bis 6.000 Milligramm Arginin täglich. Es empfiehlt sich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die ADMA-Werte im Blut überprüfen zu lassen. Bei einer schweren Arterienverkalkung (Arteriosklerose) oder nach einem Herzinfarkt sollte die Einnahme von Arginin unbedingt mit einem Arzt besprochen werden. Langzeituntersuchungen von Arginin bei Arterienverkalkung liegen noch nicht vor.

Expertenwissen

Gefahr der eNOS-Entkopplung: Damit ausreichend Stickstoffmonoxid (NO) gebildet werden kann, ist Tetrahydrobiopterin notwendig – Cofaktor der endothelialen Stickstoffmonoxid-Synthase (eNOS). Fehlt Tetrahydrobiopterin, werden anstelle von Stickstoffmonoxid reaktive Sauerstoffspezies gebildet. Dies kann zur Verschlechterung einer Arteriosklerose führen. Medikamente wie Statine oder ACE-Hemmer erhöhen die Tetrahydrobiopterin-Konzentrationen im Endothel, ebenso wirkt Vitamin C.

Potenzstörungen: Ist Arginin ein natürliches Potenzmittel?

Störungen der Potenz (erektile Dysfunktion) haben sehr unterschiedliche Ursachen: Neben neurologischen, hormonellen oder urologischen Erkrankungen können sie auch auf Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck zurückzuführen sein. Männer mit einer erektilen Dysfunktion haben eine verringerte Aktivität des gefäßerweiternden Botenstoffs Stickstoffmonoxid und geringere Arginin-Werte im Blut.

Arginin verbessert die Gefäßfunktion und kann deshalb die Potenz steigern. Studien zeigen, dass einige Männer von täglich bis zu 5.000 Milligramm Arginin profitieren können. In Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Pinienrinden-Extrakt oder Maca-Extrakt waren auch niedrigere Arginin-Dosierungen wirksam: 700 bis 1.700 Milligramm Arginin und 40 bis 60 Milligramm Pinienrinden-Extrakt für bis zu drei Monate verbesserten die Potenz. Eine weitere Studie zeigt auch, dass die vierwöchige Einnahme von täglich 1.500 Milligramm Citrullin wirksam war.

Arginin im Sport: Muskelaufbau und Ausdauer

Arginin ist eine eiweißbildende Aminosäure, die der Körper grundsätzlich für den Muskelaufbau benötigt. Arginin kommt deshalb häufig beim Krafttraining zum Einsatz. Studien zeigen, dass Arginin die Ausschüttung von Wachstumshormonen anregen kann. Allerdings gibt es dazu auch gegenteilige Ergebnisse.

Zudem verbessert Arginin die Durchblutung und dadurch die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff. Mit der Einnahme von 6.000 Milligramm Arginin stieg nachweislich das Blutvolumen im Muskel im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Zusammen mit den verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin verringerte Arginin die Erschöpfung während und nach dem Sport und erhöht damit vermutlich auch die Ausdauer.

Hilft Arginin beim Abnehmen?

Mäuse setzten weniger Fett an, wenn sie zusätzlich Arginin über das Futter bekamen. Deshalb vermuten Forscher, dass Arginin einen Einfluss auf den Energiestoffwechsel im Körper hat. Erste Studien an Menschen bestätigen dies: Nahmen stark übergewichtige Probanden acht Wochen lang täglich 3.000 Milligramm Arginin ein, sank ihr Gewicht um durchschnittlich 2,72 Kilogramm im Vergleich zu einem Scheinmedikament. In der Gruppe mit dem Scheinmedikament betrug der Gewichtsverlust 0,23 Kilogramm. Bei 6.000 Milligramm Arginin verloren die Teilnehmer insgesamt sogar 8,31 Kilogramm.

Arginin kann zusammen mit körperlicher Aktivität vermutlich eine Diät unterstützen. Größere Studien stehen allerdings noch aus.

Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Arginin am Tag in Milligramm (mg)

Bluthochdruck

2.000 bis 6.000

Arteriosklerose

2.000 bis 6.000

Erektile Dysfunktion

1.700 bis 5.000

Sport

3.000 bis 6.000

Abnehmen

3.000 bis 6.000

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie einnehmen

Unter normalen Umständen stellt der Körper selbst ausreichend Arginin her oder bekommt es über Lebensmittel. 100 Gramm Putenfleisch liefern zum Beispiel rund 2.200 Milligramm Arginin. Im Rahmen der Mikronährstoffmedizin liegen die Dosierungen je nach Anwendungsgebiet meist zwischen 2.000 und 6.000 Milligramm – zusätzlich zum Arginin aus der Ernährung.

Arginin gibt es als Kapseln, Tabletten oder Pulver zu kaufen. Arginin-Präparate sollten unbedingt zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, da der Körper es so am besten aufnimmt. Zudem ist es sinnvoll, die Gesamtdosis über den Tag zu verteilen.

Arginin Base oder Arginin HCL – welche Form ist die beste?

Arginin ist chemisch gesehen eine Base. Liest man also „Arginin“, ist damit meist die besser verträgliche Arginin-Base gemeint. Sie ist zwar gut wasserlöslich, hat allerdings eine seifige Konsistenz. Zudem hat sie einen gewöhnungsbedürftigen Geschmack und Geruch.

Deshalb gibt es Arginin-Hydrochlorid (HCL). Es ist neutraler in Geruch und Geschmack. Der Nachteil ist allerdings: Arginin-Hydrochlorid hat einen sauren pH-Wert und nur einen Arginin-Anteil von 70 bis 80 Prozent. Das bedeutet, es wird mehr Arginin-Hydrochlorid benötigt, um auf die gleiche Menge an Arginin zu kommen wie aus Arginin-Base.

Info

Ein weiterer Unterschied: Arginin-Base wird mittels Fermentation hergestellt. Dabei erzeugen Bakterien das Arginin aus pflanzlichen Grundstoffen wie Getreide. Arginin-Hydrochlorid wird mittels Extraktion gewonnen. Als Ausgangstoff werden Tierhaare oder Federn genutzt. Ernähren Sie sich vegan oder vegetarisch, sollten Sie auf Arginin-Base zurückgreifen.

Woran Sie gute Arginin-Präparate erkennen

Hochwertige Präparate sind frei von Zusatzstoffen wie Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffen und enthalten keine Substanzen, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können, zum Beispiel Soja oder Fruktose.

Zudem gibt es Präparate als Kombination mit B-Vitaminen. Vitamin B6, B12 und Folsäure sind wichtig für den Abbau von Homocystein, einem gefäßschädigenden Stoff. Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Arginin zusammen mit diesen Vitaminen sinnvoll. Vitamin B6 ist zudem notwendig für den Umbau von Aminosäuren und unterstützt die Bildung des gefäßerweiternden Botenstoffs Stickstoffmonoxid.

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Überdosierung und Wechselwirkungen

Ist eine Arginin-Überdosierung möglich?

Arginin ist für Erwachsene hoch dosiert bis 20.000 Milligramm pro Tag sicher. Für einen Zeitraum von mehreren Wochen wurden in Studien auch höhere Dosierungen getestet, ohne schwere Nebenwirkungen hervorzurufen. Aus aktueller Sicht sollten langfristig 20.000 Milligramm allerdings nicht überschritten werden.  

Bei einigen Personen können 6.000 bis 9.000 Milligramm Arginin zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen – besonders, wenn die Dosis auf einmal eingenommen wird.

Arginin kann die Wirkung von gefäßerweiternden Medikamenten verstärken

Wenn Sie Medikamente nehmen, die – wie Arginin – den gefäßerweiternden Botenstoff Stickstoffmonoxid freisetzen (NO-Donatoren), sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es kann eine Anpassung der Dosierung notwendig sein. Dazu gehören Nitrate (Mono Mack®, Ismo®), Molsidomin (Corvaton®, Molsibeta®) und Nitroprussid (Nipruss®).

Das Potenzmittel Sildenafil (Viagra®) sollte nicht zusammen mit Arginin eingenommen werden.

Vorsicht: Arginin bei Herpes und in der Schwangerschaft und Stillzeit

Herpes-Viren benötigen Arginin für ihre Vermehrung. Deshalb sollte Arginin nicht bei wiederkehrenden Herpes-Infektionen zusätzlich eingenommen werden. Es kann ruhende Viren aktivieren und eine Infektion auslösen.

Zur Einnahme von Arginin in der Schwangerschaft und Stillzeit für Frauen liegen keine ausreichenden Daten vor. Deshalb ist von einer Einnahme in dieser Zeit ohne ärztliche Aufsicht abzuraten.

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Zusammenfassung

Arginin ist eine eiweißbildende Aminosäure, die der Körper unter normalen Umständen selbst in ausreichender Menge herstellt. Im Wachstum oder bei Krankheiten reicht das allerdings nicht aus. Dann ist er auf die zusätzliche Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

In der Mikronährstoffmedizin wird Arginin hauptsächlich eingesetzt bei Bluthochdruck und zur Verbesserung der Durchblutung, zum Beispiel bei Potenzproblemen oder bei Arterienverkalkung. Arginin ist die Vorstufe des körpereigenen Botenstoffs Stickstoffmonoxid (NO), der die Blutgefäße weit stellt. 

Zudem kommt Arginin im Sport zum Einsatz. Es verbessert die Durchblutung des Muskels und kann die Produktion von Wachstumshormonen anregen. Auch eine Rolle beim Abnehmen wird in der Wissenschaft diskutiert.

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