Mikronährstoffmedizin bei Leberzirrhose

Wie bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren die Behandlung einer Leberzirrhose unterstützen und schwere Folgeerkrankungen vermeiden können

Bei einer Leberzirrhose wird das Lebergewebe durch Bindegewebe ersetzt, wodurch die Leber nach und nach ihre Funktion einbüßt. Die Erkrankung ist nicht heilbar, allerdings lassen sich das Fortschreiten verlangsamen und schwerwiegende Folgeerkrankungen vermeiden. Auch die Mikronährstoffmedizin kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Lesen Sie hier, von welchen Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren Sie bei einer Leberzirrhose besonders profitieren.

Ursachen und Symptome

Was ist eine Leberzirrhose und welche Ursachen hat sie?

Gesunde und kranke Leber
In Deutschland zählen die alkoholische und die nichtalkoholische Fettlebererkrankung zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Bildnachweis: eranicle/iStock/Getty Images Plus

Bei einer Leberzirrhose wird das Lebergewebe zerstört und zunehmend durch Bindegewebe ersetzt: Die Leber vernarbt und schrumpft. Deshalb wird eine Leberzirrhose auch Schrumpfleber genannt. Die Leberzirrhose tritt meist als Endstadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen auf.

In Deutschland zählt die nicht alkoholische Fettleber noch weit vor der alkoholischen Fettleber zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose. Während die alkoholische Fettleber Folge eines Alkoholmissbrauchs ist, tritt die nicht alkoholische Fettlebererkrankung meist bei Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) oder mit einem Diabetes Typ 2 auf.

Weitere Ursachen für eine Leberzirrhose sind Infektionen mit bestimmten Hepatitisviren, erbliche Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und durch Giftstoffe ausgelöste Leberschäden (toxische Leberkrankheiten).

Info

Wurde bei Ihnen eine beginnende Fettleber festgestellt? Dann finden Sie alle Informationen über Mikronährstoffmedizin bei einer Fettleber hier.

Wie äußert sich eine Leberzirrhose?

Bei einer Leberzirrhose können verschiedene Symptome auftreten:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit 
  • Druck- und Völlegefühl im Oberbauch
  • Blähungen, Übelkeit
  • Gewichtsverlust, Unterernährung, verringertes Geschmacksempfinden
  • Ödeme (Wassereinlagerungen), Wasser im Bauch (Aszites)
  • Gelbsucht
  • eingeschränkte Nierenfunktion (Nierenschwäche), Nierenversagen

Typisch sind auch charakteristische Veränderungen der Haut, die sogenannten Leberhautzeichen:

  • Gefäßspinnen an Oberkörper, Hals und Gesicht (rote Gefäßknötchen, von denen sich kleine Gefäße spinnennetzartig nach außen ziehen)
  • rot gefärbte Handinnenflächen
  • auffallend rote, glänzende Lippen und Zunge (Lacklippen, Lackzunge)
  • Juckreiz
  • Weißfärbung der Nägel
  • sehr dünne, zerknitterte Haut (Geldscheinhaut) mit deutlich sichtbaren Blutgefäßen

Welche Folgeerkrankungen können bei einer Leberzirrhose auftreten?

Krebszellen auf einer Leber
Die Leberzirrhose ist für die Mehrheit aller Leberkrebs-Erkrankungen (Leberzellkarzinom) verantwortlich. Bildnachweis: man_at_mouse/iStock/Getty Images Plus

Die Leber spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers. Bei einer Leberzirrhose kann die Leber dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen. Schädliches Ammoniak sammelt sich an, gelangt ins Gehirn und beeinträchtigt dessen Funktion (hepatische Enzephalopathie). Es kommt zu neurologischen Beschwerden wie Muskelzuckungen, Gangunsicherheit, Zittern und Muskelabbau. Im Endstadium sind die Betroffenen zunehmend verwirrt und orientierungslos. Es kann bis zur Bewusstlosigkeit (Leberkoma) kommen.

Außerdem ist die Leberzirrhose für die Mehrheit aller Leberkrebs-Erkrankungen (Leberzellkarzinom) verantwortlich.

Eine weitere Folge der Leberzirrhose sind Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen). Sie entstehen durch eine Fehlfunktion der Blutgefäße, durch die sich der Blutdruck innerhalb des Leberkreislaufs erhöht (Pfortaderhochdruck). Infolge des erhöhten Drucks bilden sich bei vielen Menschen Krampfadern in Speiseröhre und Magen, von denen gefährliche Blutungen ausgehen können.

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Leberzirrhose klassisch behandelt?

Eine Leberzirrhose ist nicht heilbar und bereits entstandene Schäden können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ziel ist es deshalb, das Fortschreiten der Leberzirrhose sowie Folgeerkrankungen zu verhindern. Dafür müssen vor allem die Ursachen der Erkrankung beseitigt werden.

Wird die Erkrankung durch übermäßigen Alkoholkonsum ausgelöst, ist der Verzicht auf Alkohol unerlässlich. Bei einer Hepatitis-Infektion kommen Medikamente gegen die Viren zum Einsatz, bei einer Autoimmunerkrankung erhalten die Betroffenen Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken.

Grundsätzlich ist es wichtig, Stoffe zu meiden, die die Leber weiter schädigen können. Hierzu zählen neben Alkohol auch viele Medikamente: Menschen, die an einer Leberzirrhose leiden, sollten deshalb ihre Medikation vom behandelnden Arzt überprüfen lassen. Auch eine gesunde Ernährung mit einer ausreichenden Vitamin- und Nährstoffzufuhr wirkt sich günstig auf die Erkrankung aus.

Zusätzlich werden die Symptome behandelt – wie der Bluthochdruck in der Leber, Flüssigkeitsansammlung im Bauch oder die Funktionsstörung des Gehirns aufgrund der eingeschränkten Ammoniak-Entgiftung (hepatische Enzephalopathie). Kennzeichen sind schlechte Denkleistung und Probleme beim Bewegen. Im schlimmsten Fall muss eine neue Leber transplantiert werden.

Info

Eiweißarm oder normale Eiweißzufuhr? Früher verordnete man Menschen mit einer Leberzirrhose eine eiweißarme Diät, da sich eine hepatische Enzephalopathie durch eine sehr eiweißreiche Ernährung verschlechtern kann. Heute ist dies nicht mehr üblich, da eine ausreichende Eiweißzufuhr wichtig für einen guten Allgemeinzustand ist.

Es ist jedoch bei der Einnahme von Aminosäuren und viel Eiweiß ratsam, die Darmfunktion zu unterstützen, um die Produktion und Aufnahme von Ammoniak zu hemmen. Ammoniak entsteht natürlicherweise bei der Verstoffwechslung von Eiweiß. Zum Beispiel helfen hier möglicherweise Probiotika oder abführende Lactulose und das Antibiotikum Rifaximin. Zusätzlich sollte man den Ammoniakspiegel regelmäßig prüfen lassen.

Laktulose ist ein Zucker, der abführend und präbiotisch wirkt und auch bei der Behandlung von Leberzirrhose eingesetzt wird: Er verhindert die Produktion und Aufnahme von schädlichem Ammoniak aus dem Darm und Blut.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Lebensmittel für eine ausgeglichene Ernährung
Lebererkrankungen gehen häufig mit einer Mangelernährung einher. Neben einer ausreichenden Kalorienzufuhr ist insbesondere die Versorgung mit B-Vitaminen, fettlöslichen Vitaminen und Antioxidantien gefährdet. Bildnachweis: bit245/iStock/Getty Images Plus

Lebererkrankungen gehen häufig mit einer Mangelernährung einher. Neben einer ausreichenden Kalorienzufuhr ist insbesondere die Versorgung mit B-Vitaminen, fettlöslichen Vitaminen und Antioxidantien gefährdet: Die Leber ist unabdingbar für die Verdauung und Verstoffwechselung von Nährstoffen. Hinzu kommt: Gerade alkoholkranke Menschen ernähren sich sehr einseitig und somit nährstoffarm.

Die Mikronährstoffmedizin zielt darauf ab, solche Mangelzustände zu verhindern oder auszugleichen. Zudem kann sie die Ammoniakentgiftung fördern, den Muskelaufbau stärken und entzündlichen Vorgängen entgegenwirken:

Alle Maßnahmen sollten möglichst früh begonnen werden, weil die Leber dann noch ausreichend regenerative Fähigkeiten hat.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin-B-Mangel-Gefahr: verringerte Speicherleistung der Leber und geringe Aufnahme

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine sind am Energie- und Zuckerstoffwechsel beteiligt. Ihre Zufuhr über die Ernährung, Aufnahme im Darm sowie die Speicherung in der Leber sind vor allem bei einer alkoholischen Leberzirrhose oft beeinträchtigt. Ein Mangel an B-Vitaminen (wie B12- und Folsäure) ist bei chronischen Lebererkrankungen mit schlechteren Leberwerten verbunden. Es drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen: Vitamin-B1-Mangel führt zur Schädigung der Nerven (Wernicke-Korsakow-Syndrom/Enzephalopathie), Vitamin-B12-Mangel zu Blutarmut (Anämie).

Zudem belegen zahlreiche Beobachtungsstudien, dass ein Mangel an Vitamin B6, B12 und Folsäure den Homocysteinspiegel steigen lässt. Hohe Homocysteinspiegel sind bei einer Leberzirrhose oft mit einem schweren Krankheitsverlauf verbunden.

Erste Studienergebnisse weisen außerdem darauf hin, dass sich durch die Einnahme von Vitamin B1 die Blutzuckerwerte von Patienten mit einer Leberzirrhose verbessern. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um den Einfluss des Vitamin-B-Status auf den Verlauf chronischer Lebererkrankungen zu untersuchen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Es empfiehlt sich die Einnahme eines Kombinationspräparats, bei dem die Dosis aller B-Vitamine aufeinander abgestimmt ist. Das Präparat sollte mindestens den täglichen Bedarf decken.

Je nach Schweregrad empfehlen Mikronährstoff-Experten bei einer Leberzirrhose auch höhere Dosierungen – zum Beispiel 10 bis 25 Milligramm Vitamin B1, B2 und B6 sowie 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure und 10 bis 20 Mikrogramm Vitamin B12. Der Verlauf der Vitamin-B-Blutwerte sollte dann regelmäßig kontrolliert werden.

Eine Pille mit Vitamin-B wird festgehalten
Es empfiehlt sich die Einnahme eines Kombinationspräparats, in dem die Dosis aller B-Vitamine optimal aufeinander abgestimmt ist. Bildnachweis: PsarevaOlga/iStock/Getty Images Plus

Im Falle einer hepatischen Enzephalopathie muss hoch dosiertes Vitamin B1 (etwa 100 Milligramm) direkt über die Vene zugeführt werden. Die Weiterbehandlung erfolgt für weitere 30 Tage mit jeweils 300 Milligramm Vitamin B1 in Form eines Nahrungsergänzungsmittels.

Tipp

Folsäure als aktive 5-Methyltetrahydrofolsäure (5-MTHF): Viele Menschen können Folsäure aufgrund eines Gendefekts nicht richtig aktivieren. Deshalb empfiehlt sich die Einnahme der bereits aktiven Form 5-MTHF.

B-Vitamine und Homocystein im Labor bestimmen lassen

Um einen Mangel zu erkennen, können die einzelnen B-Vitamine im Blut bestimmt werden. Vor allem Vitamin B12 sollte regelmäßig überprüft werden, da es in der Leber gespeichert wird. Normale Werte (HoloTC) liegen über 54 Pikomol pro Liter Blut. Betroffene mit einer fortgeschrittenen Leberzirrhose können fälschlicherweise jedoch auch zu hohe Werte haben. Die Leber kann Vitamin B12 aus dem Blut nicht mehr speichern, weil sie geschädigt ist. Vitamin B12 bleibt deshalb im Blut.

Bei einer Leberzirrhose kann es zudem sinnvoll sein, die Homocysteinwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. Homocystein ist ein indirektes Maß für die Versorgung mit B-Vitaminen und wird im Blutplasma bestimmt, dem flüssigen Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

B-Vitamine: zu beachten während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

B-Vitamine sollten in hoher Dosierung in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem Frauenarzt eingenommen werden.

Nierenpatienten und Diabetiker mit Nierenschaden sollten Vitamin B12 nicht in Form von Cyanocobalamin, sondern als Methylcobalamin einsetzen. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten hoch dosiert vermutlich schädlich.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt sind hoch dosierte B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken sie negativ (Vitamin B6: ab 40 Milligramm, Vitamin B12: ab 60 Mikrogramm und Folsäure: ab 800 Mikrogramm pro Tag).

Zwar kann eine gute Versorgung mit Vitamin B12 und Folsäure Krebs vorbeugen, unter bestimmten Bedingungen können jedoch dauerhaft hohe Dosierungen das Fortschreiten begünstigen. Sprechen Sie bei Krebs zuerst mit dem Arzt, bevor Sie hoch dosiert Vitamin B12 und Folsäure einnehmen.

Vitamin B6 kann in hoher Dosierung (ab 5 Milligramm pro Tag) die Wirkung von Antiepileptika (Phenobarbital (Luminal®) und Phenytoin (Phenhydan®)) sowie von Parkinsonmitteln (wie Levodopa/L-Dopa, zum Beispiel Levopar®, Madopar®) abschwächen. Daher sollten diese Medikamente nur mit niedrigen Vitamin-B6-Dosen eingenommen werden.

Gegen Infektionskrankheiten werden Antibiotika mit den Wirkstoffen Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®) eingesetzt. Folsäure vermindert die Wirkung dieser Medikamente. 

Fettlösliche Vitamine: Leberpatienten oft mangelhaft versorgt

Wirkweise der fettlöslichen Vitamine D, K und A

Bei Menschen mit einer chronischen Lebererkrankung ist häufig die Aufnahme von Fetten und damit auch die der fettlöslichen Vitamine wie Vitamin D, K und A eingeschränkt: In der Leber wird normalerweise die für die Fettverwertung benötigte Gallensäure gebildet. Zudem werden fettlösliche Vitamine in der Leber gespeichert. Die Speicherung ist bei einer Leberzirrhose vermindert, sodass es häufig zu einem Mangel kommt.

Vitamin D: Erste Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Vitamin D eine Leberzirrhose günstig beeinflussen und das Fortschreiten eindämmen kann. Im Endstadium der Erkrankung scheint Vitamin D das Überleben zu verlängern. Es sind jedoch weitere hochwertige Studien erforderlich, um die positive Wirkung von Vitamin D zu bestätigen.

Vitamin K: Vitamin K ist an der Blutgerinnung beteiligt. Ein Mangel kann dementsprechend zu einer höheren Neigung zu Blutungen führen. Es gibt vereinzelte Hinweise darauf, dass Vitamin K die Blutgerinnung bei Patienten mit Leberzirrhose verbessert. Insgesamt ist die Datenlage jedoch noch unsicher.

Vitamin A: Vitamin A kann bei einer Leberzirrhose möglicherweise den Geschmackssinn verbessern. Ein verringertes Geruchs- und Geschmacksempfinden kann bei Menschen mit einer Leberzirrhose eine Mangelernährung begünstigen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung der Vitamine D, K und A

Bei einer Leberzirrhose empfehlen Mikronährstoff-Experten täglich 400 bis 800 Mikrogramm Vitamin A und je nach Schweregrad 60 bis 300 Mikrogramm Vitamin K. Idealerweise sollte der Spiegel im Blut kontrolliert werden. Da die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine im Darm eingeschränkt sein kann, sind manchmal auch höhere Dosierungen nötig.

Für Vitamin D ist eine Menge von 1.000 bis 3.000 Internationalen Einheiten empfehlenswert. Auch hier sollte man vorher seinen Vitamin-D-Spiegel bei einem Arzt bestimmen lassen, um die richtige Dosierung zu finden. Alles über die richtige Vitamin-D-Dosierung erfahren Sie hier.

Da die Vitamine D, K und A fettlöslich sind, sollten Sie diese zu oder direkt nach einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen, um die Aufnahme im Darm zu steigern.

Fettlösliche Vitamine im Labor bestimmen lassen

Laborant hält einen Vitamin-D-Test
Um einen Vitamin-D-Mangel festzustellen, bestimmt man die Transportform Calcidiol. Bildnachweis: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Oft herrscht ein Mangel an Vitamin A. Da Vitamin A jedoch auch eine Leberzirrhose begünstigen kann, wenn zu viel davon vorliegt, sollte der Arzt die Blutspiegel kontrollieren. Normal sind bei Frauen 40 bis 70 und bei Männern 42,5 bis 83 Mikrogramm pro Deziliter Blut.

Normale Vitamin-K-Werte im Blut liegen bei 1 Nanomol pro Liter, können allerdings sehr stark schwanken. Deshalb sollten im Idealfall zusätzlich oder stattdessen andere Marker bestimmt werden (zum Beispiel Prothrombinzeit (INR-Wert)).

Auch empfehlen Mikronährstoff-Experten, den Vitamin-D-Wert zweimal im Jahr kontrollieren zu lassen, damit ein Mangel rechtzeitig erkannt wird. Dafür bestimmt man die Transportform dieses Vitamins im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol). Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter liegen (oder 100 bis 150 Nanomol pro Liter).

Vitamin D, K und A: zu beachten während der Schwangerschaft, bei Nierenerkrankungen und Medikamenteneinnahme

Vitamin A sollte in der Schwangerschaft nicht überdosiert werden. Die Einnahme sollte deshalb bei einem Mangel mit dem Arzt besprochen werden.

Bei einer Nierenschwäche ist von der Vitamin-A-Einnahme abzuraten. Der Abbau des Vitamins ist gestört und es kann ein Überschuss entstehen. Vitamin D sollte bei Nierenerkrankungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden: Es steigert die Calciumaufnahme im Darm. Kranke Nieren können überschüssiges Calcium jedoch nicht gut ausscheiden. Vorsicht bei Vitamin D gilt auch bei calciumhaltigen Nierensteinen sowie der Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck).  

Wenn Sie auf die folgenden Medikamente angewiesen sind, sollten Sie die Einnahme entsprechender Vitaminpräparate mit Ihrem Arzt besprechen. Es kann zu Wechselwirkungen kommen:

  • Vitamin D zusammen mit Entwässerungsmedikamenten aus der Wirkstoffgruppe der Thiazide (wie Hydrochlorothiazid (zum Beispiel Disalunil®) und Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®)) können zu überhöhten Calciumwerten führen.
  • Vitamin K bei Blutverdünnern aus der Klasse der Cumarine mit den Wirkstoffen Phenprocoumon (zum Beispiel Marcumar®) oder Warfarin (Coumadin®) kann die Wirkung verschlechtern. 

Vitamin E, C und andere Antioxidantien können vor weiteren Leberschäden schützen

Wirkweise von Antioxidantien

Durch übermäßigen Alkoholkonsum oder durch bereits bestehende Leberzellschäden und Entzündungen wird der Körper hohem oxidativem Stress ausgesetzt. Dadurch erschöpfen die körpereigenen Vorräte an Antioxidantien. Durch die Zufuhr von Vitamin E, C und anderen Antioxidantien wie Glutathion und Grüntee-Catechinen lässt sich diesem Effekt entgegenwirken.

Vitamin E: Der Nutzen einer Vitamin-E-Ergänzung scheint von der Art des Leberschadens abzuhängen. So profitierten Patienten mit einer nicht alkoholischen Fettleber laut drei Studienauswertungen von einer Verbesserung der Leberwerte. In einer hochwertigen Studie verringerten sich die Entzündungswerte, die Leberverfettung und der Zirrhoseprozess. Allerdings konnte nicht immer ein Effekt auf diesen Prozess festgestellt werden. Auch bei Patienten mit einer fortgeschrittenen alkoholbedingten Leberzirrhose gab es keinen Nutzen.

Vitamin C: Erste Studien weisen darauf hin, dass Vitamin C die Funktion der Blutgefäße verbessern und den bei vielen Betroffenen erhöhten Blutdruck im Leberkreislauf senken kann. Vitamin C ist auch notwendig, um Vitamin E zu regenerieren. Eine hochwertige Studie zeigt bei nicht alkoholischer Fettleber eine Verbesserung der Leberwerte durch die kombinierte Einnahme von Vitamin E und C.

Glutathion: Das Antioxidans Glutathion wird in der Leber hergestellt. Bei Leberpatienten könnte dies beeinträchtigt sein. Niedrige Glutathionswerte sind mit einem schlechteren Leberzustand verbunden. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die Einnahme von Glutathion bei einer nicht alkoholabhängigen Fettleber die Leberwerte verbessern kann. Jedoch fanden andere Forscher keinen Effekt.

Insgesamt weisen einige Studien darauf hin, dass verschiedene Antioxidantien eine Leberzirrhose günstig beeinflussen können. Allerdings ist der Nutzen für alle Leberpatienten noch nicht eindeutig bewiesen. Ein Sicherheitsrisiko scheint jedoch nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu bestehen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer Leberzirrhose eine Dosis von 300 bis 670 Milligramm Vitamin E pro Tag. In Kombinationspräparaten, in denen die Dosis der einzelnen Vitamine optimal aufeinander abgestimmt ist, ist die enthaltene Vitamin-E-Menge oft deutlich niedriger.

Info

Eine Vitamin-E-Therapie in höherer Dosierung (über 50 Milligramm) sollte mit einem Mikronährstoff-Experten abgesprochen werden. Bei Rauchern sollte Vitamin E wegen der möglichen Gefahr einer Hirnblutung und eines vielleicht leicht erhöhten Lungenkrebsrisikos nicht über 50 Milligramm pro Tag dosiert werden.

Vitamin C sollte täglich in einer Menge von 1.000 bis 2.000 Milligramm zugeführt werden, für Glutathion empfiehlt sich eine Dosis von 100 bis 300 Milligramm pro Tag. 

Nehmen Sie Vitamin E zum Essen ein, da es zusammen mit Fett am besten aufgenommen wird. Es sollte außerdem mit Vitamin C kombiniert werden: Vitamin C regeneriert Vitamin E, nachdem dieses ein freies Radikal abgefangen hat. Glutathion sollten Sie mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit zu sich nehmen, da seine Aufnahme durch andere Nahrungsbestandteile gehemmt wird. 

Antioxidantien: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Vitamin C ist in der Schwangerschaft und Stillzeit in einer Dosierung bis maximal 1.800 Milligramm pro Tag wahrscheinlich sicher. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist dennoch ratsam.

Bei Nierenschwäche sollten nicht mehr als 500 Milligramm Vitamin C pro Tag eingenommen werden. Kranke Nieren können damit nicht umgehen. Bei einer Neigung zu Nierensteinen sollten nicht mehr als 1.000 Milligramm Vitamin C pro Tag ergänzt werden.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten bei Menschen mit krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) höhere Vitamin-C-Gaben nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Hoch dosiertes Vitamin E (über 400 Milligramm) kann die Wirkung von Insulin verbessern. Diabetiker, die Insulin spritzen, sollten dann häufig den Blutzucker messen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Bei Einnahme hoher Vitamin-E-Mengen oder von mehr als 1.000 Milligramm Vitamin C kann es zu Wechselwirkungen mit Blutverdünnern kommen. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt. Dazu gehören: Vitamin-K-Antagonisten (zum Beispiel Phenprocoumon wie Marcumar®), Thrombozytenaggregationshemmer (zum Beispiel Acetylsalicylsäure wie Aspirin®), neue orale Antikoagulantien wie Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®).

Aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos sollte hoch dosiertes Vitamin E 14 Tage vor einem operativen Eingriff abgesetzt werden. Auch bei einem starken Vitamin-K-Mangel droht eine hohe Blutungsgefahr. Vitamin E sollte nur eingenommen werden, wenn der Vitamin-K-Mangel ausgeglichen wurde.

Vitamin C und Glutathion könnten die Wirkung von Krebsmedikamenten beeinträchtigen. Die Ergänzung sollte bei Krebs deshalb mit dem Arzt abgesprochen sein. Zudem sind bei Glutathion andere Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich. Daher sollte am besten ein Einnahmeabstand von zwei Stunden eingehalten werden.

Zink und Selen verlangsamen den Krankheitsfortschritt

Wirkweise von Zink und Selen

Zink und Selen sind an vielen Stoffwechselwegen in der Leber beteiligt. Bei einer Leberzirrhose kommt es häufig zu einer Mangelsituation, die sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Es besteht sogar der Verdacht, dass ein Zinkmangel zusammen mit einem erhöhten Kupferspiegel die Entstehung von Leberkrebs begünstigt. Die Schutzwirkung von Selen und Zink beruht vermutlich auf ihren antioxidativen Eigenschaften. 

Zink: Eine hochwertige Studie liefert erste Hinweise darauf, dass die Einnahme von 50 Milligramm Zink das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und die übermäßige Ansammlung von Kupfer verhindern kann. Darüber hinaus schlussfolgerten Forscher durch eine Studienübersicht, dass Zink in Kombination mit Laktulose eine Funktionsstörung des Gehirns aufgrund der Erkrankung (hepatische Enzephalopathie) lindern könnte. Zudem verbesserten sich in einer hochwertigen Studie die Leberwerte und der Schweregrad der Leberzirrhose. Eine Senkung der Sterblichkeit wurde jedoch nicht festgestellt (Übersichtsartikel).

Selen: Eine positive Wirkung von Selen wurde im Tierversuch an Mäusen gezeigt: Dort konnte die Gabe von Selen die Schädigung der Leber durch Alkohol abschwächen und das Absterben von Leberzellen verhindern. Ein erster Vorversuch am Menschen zeigt, dass Selen offensichtlich in Form von Natriumselenat besser wirkt als in Form von Selenomethionin. Menschen mit Lebererkrankungen können ein Mangel an Selen haben.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink und Selen

Mikronährstoff-Experten empfehlen pro Tag 5 bis 15 Milligramm Zink. Bei einer Leberzirrhose könnte die tägliche Zufuhr von 70 bis 100 Mikrogramm Selen positiv wirken. Idealerweise sollten die Selenwerte im Blut regelmäßig kontrolliert werden, sodass die Behandlung gezielt erfolgen kann.

Zink- und Selenpräparate sollten am besten zu einer Mahlzeit eingenommen werden, da sie auf leeren Magen Magenprobleme verursachen können. Außerdem ist die Zinkaufnahme in Kombination mit Lebensmitteln – insbesondere tierischen Produkten – besser.

Tipp

Hoch dosiertes Vitamin C wandelt Selenit in eine nicht aufnehmbare Form um. So sollte zwischen der Einnahme von Selenit und Vitamin C ein Abstand von ein bis zwei Stunden liegen. Achten Sie bei einem Kombipräparat mit Vitamin C darauf, dass das Präparat Natriumselenat enthält.

Selen im Labor bestimmen lassen

Bei einer Leberzirrhose ist es sinnvoll, wenn ein Arzt den Selenspiegel überprüft: Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Selenspiegel mit zunehmender Schwere der Erkrankung steigen. Es besteht deshalb die Möglichkeit einer Überversorgung.

Die Messung kann im Blutserum (ohne Blutzellen) oder dem Vollblut erfolgen. Der Wert aus dem Vollblut ist aussagekräftiger, da er die Langzeitversorgung widerspiegelt. Die Werte im Serum schwanken dagegen. Werte im Vollblut sollten zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Liter liegen.

Zink und Selen: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Zink kann bestimmte Medikamente binden und unwirksam machen. Dazu zählen: Antibiotika (Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (wie Ciloxan®) und Tetrazykline wie Tetracyclin (wie Achromycin®) sowie Osteoporose-Medikamente mit Bisphosphonaten wie Alendronat (wie Fosamax®). Deshalb empfiehlt sich ein Abstand von mindestens zwei Stunden zwischen der Einnahme von Antibiotika oder Osteoporose-Medikamenten und Zinkpräparaten.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollten Mineralstoffe nicht zusätzlich über Präparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Zink und Selen nicht richtig ausscheiden.

Zu hohe sowie zu niedrige Selenwerte könnten das Risiko für Diabetes beeinflussen. Ohne Blutkontrolle sollten Menschen mit hoher Diabetes-Gefahr kein Selen einnehmen. Bei einem bereits vorhandenen Diabetes wird zur Rücksprache mit dem Arzt geraten.

Auch bei Krebs und einer Krebstherapie sollte die Einnahme von Selen mit dem Arzt besprochen werden. Er kann durch Blutkontrollen die geeignete Dosis festlegen. Denn in den meisten Fällen sollte bei Krebs sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung vermieden werden.

Mariendistel und andere Heilpflanzen schützen die Leber

Wirkweise von Mariendistel und anderen Pflanzen

Mariendistel ist eine klassische Heilpflanze bei Lebererkrankungen. Sie enthält Silymarin, ein Gemisch aus Pflanzenstoffen. Silymarin wirkt leberschützend: Es ist ein Radikalfänger und beeinflusst Enzyme, die mit der Entwicklung von Zellschäden und Gewebeveränderungen in der Leber zusammenhängen. Darüber hinaus hemmt Silymarin Entzündungen.

Es gibt sowohl Studien zur Ergänzung bei einer Fettleber als auch bei Leberzirrhose. In einigen Studien besserten sich die Leberenzym-Werte sowie der oxidative Stress. Laut einem Übersichtsartikel war die Behandlung mit Silymarin zudem mit einer Reduktion von Todesfällen durch Leberzirrhose verbunden.

Weitere schützende Pflanzen und Pflanzenstoffe, die aber noch nicht bei einer Leberzirrhose untersucht wurden, sind:

  • Artischockenblätter: Vor allem bei einer Fettleber empfehlen Mikronährstoff-Experten Artischocken-Extrakt. Dadurch könnte die Fettansammlung in der Leber verringert werden.
  • Catechine aus grünem Tee (EGCG): In Tierstudien bremste EGCG eine Leberverfettung. Auch zeigt eine Auswertung von 15 Beobachtungsstudien, dass das Risiko für Lebererkrankungen unter Teetrinkern geringer war. Bei nicht alkoholischer Fettleber könnte Grüntee-Extrakt erhöhte Leberwerte senken.
  • Curcumin: Forscher schlussfolgern in einem Überblicksartikel, dass Curcumin die Leberwerte bei einer Fettleber verbessern könnte. Allerdings ist dazu wahrscheinlich eine Dosierung von über 1.000 Milligramm pro Tag nötig.

Insgesamt gibt es zu Mariendistel bei Leberzirrhose einige positive Studien. Ist eine Fettleber der Grund für die Zirrhose könnten zudem Artischocke, Grüntee-Catechine und Curcumin sinnvoll sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Mariendistel und anderen Pflanzen

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist ein Präparat mit Mariendistel-Extrakt im Gegensatz zu Pulver. So liegen die wichtigen Inhaltsstoffe in höherer Konzentration vor. Sinnvoll sind 200 bis 400 Milligramm Silymarin täglich. Das entspricht je nach Präparat etwa 400 bis 800 Milligramm Mariendistel-Extrakt. 

Bei nicht alkoholischer Fettleber schlagen einige Mikronährstoff-Experten außerdem folgende tägliche Dosierungen vor: 

  • Artischocken-Extrakt: 500 bis 2.000 Milligramm 

  • Grüntee-EGCG: 70 bis 200 Milligramm (bei fortgeschrittener Zirrhose unter ärztlicher Begleitung)

  • Curcumin: 1.000 Milligramm 

Pflanzenextrakte sollten zum Essen eingenommen werden. 

Mariendistel und andere Pflanzen: zu beachten in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Für Schwangere und Stillende gibt es keine ausreichenden Daten zur Sicherheit von Mariendistel und anderen Pflanzenextrakten. Die Einnahme wird deshalb nicht empfohlen. 

Mariendistel-Extrakt sollte bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Silymarin oder bei einer Allergie gegen Korbblütler nicht eingenommen werden. 

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Einnahme von Medikamenten und Mariendistel-Extrakt mit dem Arzt zu besprechen. In hoher Dosierung hemmt Silymarin Cytochrom-P450-Enzyme. Diese Enzyme werden im Rahmen ihrer Entgiftungsfunktion aber zum Abbau verschiedener Medikamente benötigt. Auch gibt es Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Mariendistel-Extrakt und Krebsmedikamenten oder einer Strahlentherapie. 

Einnahmehinweise zu ArtischockeGrüntee und Curcumin finden Sie in den entsprechenden Texten. 

Verzweigtkettige Aminosäuren unterstützen Ernährungszustand und Entgiftung

Wirkweise von verzweigtkettigen Aminosäuren

Lage der Leber im menschlichen Körper
Die Leber ist das zentrale Entgiftungsorgan. Bildnachweis: magicmine/iStock/Getty Images Plus

Bei einer Leberzirrhose kann die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr richtig erfüllen: Giftiges Ammoniak steigt im Blut an und schädigt Gehirn und Stoffwechsel. Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) wie Leucin, Isoleucin oder Valin tragen zur Entgiftung von Ammoniak bei. Bei einer Leberzirrhose allerdings ist ihre Konzentration im Blut oft verringert.

Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass die Zufuhr von verzweigtkettigen Aminosäuren das Risiko für eine Schädigung des Gehirns durch Ammoniak (hepatische Enzephalopathie) deutlich senken kann. Die Effekte waren nur bei Personen mit einer schweren Gehirnstörung deutlich. Auf die Sterblichkeit oder die Lebensqualität fand man jedoch keinen Einfluss. Zudem könnten die Aminosäuren den Muskelaufbau unterstützen sowie die Muskelkraft verbessern. Darüber hinaus weisen erste Studiendaten darauf hin, dass sich verzweigtkettige Aminosäuren (12.450 Milligramm pro Tag) positiv auf den Krankheitsverlauf und die Schwere einer Leberzirrhose auswirken.

Allerdings zeigen nicht alle Studien günstige Wirkungen, weshalb der Arzt den Ammoniakspiegel überwachen sollte.

Expertenwissen

Möglicherweise haben BCAAs auch negative Effekte. Sie werden zwar für die Glutamatproduktion gebraucht, was für die Ammoniakentgiftung des Gehirns notwendig ist. Jedoch werden dabei auch Ausgangsverbindungen für den Citrat-Zyklus verbraucht (α-Ketoglutarat). Bei der Ammoniakentgiftung im Gehirn könnte so die Menge an Glutamin ansteigen, was wiederum die glutamaterge Neurotransmission stören könnte. Daneben fällt an anderen Stellen (in Darm und Nieren) wieder Ammoniak an. Der begleitende Einsatz anderer Aminosäuren zur Ammoniakentgiftung (wie Ornithin-Aspartat) könnte dem entgegenwirken. Dadurch wird der entgiftende Harnstoffzyklus ermöglicht und der Energie liefernde Citrat-Zyklus unterstützt.

Demgegenüber führten verzweigtkettige Aminosäuren laut einer Übersichtsarbeit (Review) bei Betroffenen zu keinen schweren Nebenwirkungen. Allerdings war das Risiko für Übelkeit und Durchfall erhöht. Das betraf jeden zehnten Patienten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von verzweigtkettigen Aminosäuren

Zur unterstützenden Behandlung einer Leberzirrhose empfehlen Mikronährstoff-Experten eine Dosis von 250 bis 300 Milligramm verzweigtkettige Aminosäuren pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Bei einem Gewicht von 60 Kilogramm sind dies umgerechnet 15.000 Milligramm (15 Gramm).

Verzweigtkettige Aminosäuren sollten bei Leberzirrhose in Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten eingenommen werden.

Verzweigtkettige Aminosäuren: zu beachten in der Schwangerschaft/Stillzeit und bei Erkrankungen

Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme von verzweigtkettigen Aminosäuren verzichten. Es liegen keine ausreichenden Daten vor.

Personen mit Nierenerkrankungen müssen oft auf die Eiweißzufuhr achten. Für sie gelten dann Höchstgrenzen. Verzweigtkettige Aminosäuren müssen dabei zur täglichen Eiweißdosis dazugerechnet werden. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist sinnvoll.  

Bei Krankheiten mit gestörtem Serotonin- oder Dopamin-Stoffwechsel sollte die Einnahme hoch dosierter verzweigtkettiger Aminosäuren (mehr als 5.000 Milligramm) mit dem Arzt besprochen werden. Dazu gehören Depressionen, Migräne oder Parkinson. Verzweigtkettige Aminosäuren im Blut hemmen die Aufnahme der Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan ins Gehirn. Beide Aminosäuren sind Vorstufen von Serotonin und Dopamin. Eine Rücksprache gilt auch für die Nervenkrankheit amyotrophe Lateralsklerose (ALS).

Bei einem gestörten Zuckerstoffwechsel und Diabetes sollte die Ergänzung von verzweigtkettigen Aminosäuren von einem Arzt begleitet werden. Sie könnten die Situation verbessern oder verschlechtern. Auch bei der seltenen Leucin-induzierten Hypoglykämie ist ärztlicher Rat sinnvoll. Dann unterzuckert der Körper, wenn zu viel Leucin zugeführt wird. 

Manche Krebsarten (wie Leukämie) könnten verzweigtkettige Aminosäuren als Energiequelle nutzen. Bis weitere Daten vorliegen, sollten sie nicht ohne ärztlichen Rat bei Krebs eingesetzt werden.

Bei der seltenen Ahornsirupkrankheit (auch Verzweigtkettenkrankheit) dürfen keine verzweigtkettigen Aminosäuren eingenommen werden. Betroffene können sie nicht abbauen.

Cholin unterstützt die Regeneration der Leber und den Fettstoffwechsel

Wirkweise von Cholin

Cholin lagert sich als Phosphatidylcholin in die Zellmembran der Leberzellen, die Zellhülle. Cholin kann die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen verbessern. Darüber hinaus hat es antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt der Leberzirrhose entgegen. Cholin ist außerdem für den Fettstoffwechsel von großer Bedeutung: Eine Unterversorgung kann zu einer Fettleber führen.

Es gibt Hinweise darauf, dass ein Mangel an Cholin und seinem Vorläufer, der Aminosäure Methionin, die Entstehung von Leberkrebs begünstigt. Erste Studiendaten deuten darauf hin, dass Cholin die Genesungszeit bei Nervenbeschwerden (hepatische Enzephalopathie) verkürzt. Zudem verringerte sich das Risiko, an der Erkrankung zu versterben.

Bei einer Fettlebererkrankung oder einer Hepatitis ist der Nutzen einer Cholin-Behandlung in zum Teil hochwertigen Studien gezeigt worden. So profitierten Betroffene mit einer Fettleber von einer Verbesserung der Leberwerte und des Zuckerstoffwechsels, einer Linderung der Krankheitsbeschwerden und Entzündungszeichen sowie einer verringerten Bildung von Bindegewebe (Zirrhoseprozess). Bei Hepatitis-Patienten kam es nach einer Therapie gegen die Viren (antivirale Therapie) unter der Gabe von Cholin zu einer geringeren Rückfallrate. Bei Heptatitis-Patienten, die nicht ausreichend auf eine antivirale Therapie ansprachen, verbesserten sich die Krankheitsbeschwerden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Cholin

Mikronährstoff-Experten empfehlen zur unterstützenden Behandlung von Fettlebererkrankungen und bei Leberversagen eine Dosis von 150 bis 300 Milligramm Cholin pro Tag. Empfehlenswert ist die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit. 

Cholin: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen

Zur Einnahme von Cholin in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es zu wenige Daten. Daher sollte es nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.  

Beim Abbau von Cholin entstehen Stoffe, die den Körper schädigen, wenn sie nicht ausgeschieden werden. Bei Patienten mit geschädigten Nieren könnte die Nierenleistung nicht mehr ausreichen, um diese schädlichen Stoffe auszuscheiden. Sie würden sich im Blut anreichern („Harnvergiftung“). Daher sollten Personen mit Nierenerkrankungen zur Sicherheit auf Mikronährstoffpräparate mit Cholin verzichten. 

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sollte eine regelmäßige Einnahme von Cholin ärztlich begleitet werden. Aus Cholin könnte durch eine gestörte Darmflora ein Stoff (Trimethylamin-N-oxid) entstehen, der das Risiko für diese Erkrankungen weiter erhöht.  

Krebspatienten sollten kein hoch dosiertes Cholin einnehmen. Bei bestimmten Krebszellen ist der Cholinstoffwechsel verändert. Wie sich eine Zufuhr über die normale Ernährung hinaus auswirkt, ist nicht untersucht. 

Ornithin und Aspartat für die Entgiftung von Ammoniak

Wirkweise von Ornithin und Aspartat

Die beiden Aminosäuren Ornithin und Aspartat (L-Ornithin-L-Aspartat, LOLA) senken den schädlichen Ammoniakspiegel und können dadurch den Verlauf einer leberbedingten Hirnleistungsstörung (hepatische Enzephalopathie) günstig beeinflussen.

Eine hochwertige Studie lieferte kürzlich Hinweise darauf, dass die Gabe von LOLA über die Vene die Genesungszeit bei einer hepatischen Enzephalopathie verkürzen kann. Laut einer Übersichtsarbeit kann es zudem einen günstigen Einfluss auf schwerwiegende Komplikationen und auf das Sterberisiko haben. Insgesamt ist die Datenlage aber noch unzureichend. Es muss weiter erforscht werden, ob es allen Leberpatienten gleich gut hilft.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Aspartat und Ornithin

Mikronährstoff-Experten raten bei einer leberbedingten Hirnleistungsstörung zur Gabe von 20.000 bis 40.000 Milligramm LOLA direkt über die Vene.

Zur Unterstützung der Entgiftung und damit zur Vorbeugung der Hirnleistungsstörung kann LOLA auch über Präparate eingenommen werden. Sinnvoll ist eine Dosierung von dreimal täglich 3.000 Milligramm. Wird es in großen Mengen (mehr als 6.000 Milligramm) aufgenommen, kann es vereinzelt zu Durchfällen kommen. Verteilen Sie deshalb die Menge über den Tag.

Ornithin: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Ornithin sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht ergänzt werden. Es gibt zu wenige Daten. 

Bei einer eingeschränkten Leber- und Nierenfunktion sollte Ornithin nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Leber und Niere sind für den Abbau und die Ausscheidung von Aminosäuren zuständig. Funktionieren diese nicht, könnten sie sich im Körper anreichern. 

Diabetiker sollten bei der Einnahme von Ornithin auf ihren Blutzucker achten. Im Tierversuch beeinflusste es den Zuckerstoffwechsel. 

Ornithin sollte bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer zur Sicherheit nicht eingesetzt werden. Der Stoffwechsel von Ornithin kann gestört sein. Auch bei Krebs sollte Ornithin nicht eingenommen werden: Polyamine, die aus Ornithin gebildet werden, können das Krebswachstum anregen. 

Bei bestimmten Erbkrankheiten mit einem gestörten Ornithin-Stoffwechsel sollte es nicht eingenommen werden. Dazu gehören das HHH-Syndrom (Hyperornithinämie-Hyperammonämie-Homocitrullinurie) und ein genetischer Enzymdefekt der Ornithin-Transcarbamylase (OTC). Auch bei der Augenkrankheit „Gyratatrophie“ oder Schäden der Netzhaut sollte man auf die Einnahme von hoch dosiertem Ornithin verzichten oder vorher mit dem Arzt sprechen. Ein Blutspiegel über 600 Mikromol pro Liter könnte problematisch sein. 

Carnitin für Entgiftung und Energiestoffwechsel

Wirkweise von Carnitin

Die Aminosäure Carnitin spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel: Sie fördert die Verbrennung von Fettsäuren in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen), die für die Energiegewinnung unserer Zellen verantwortlich sind. Dabei verhindert es, dass sich giftige Verbindungen anreichern. Darüber hinaus weist Carnitin antioxidative Eigenschaften auf, es verbessert die Stabilität der Zellmembran und schützt unsere Nervenzellen.

Einzelne kleine Studien liefern Hinweise, dass die Einnahme von 1.000 Milligramm Carnitin bei einer Leberzirrhose zu einer Verbesserung der Leberwerte und einer Verminderung des Schweregrades führen kann. Zudem profitierten Betroffene von einem verbesserten Energiestoffwechsel und litten seltener an Muskelkrämpfen. Bei Patienten mit einer leberbedingten Hirnleistungsstörung scheint die Gabe von Carnitin den Ammoniakspiegel zu senken und die Gehirnfunktion zu verbessern.

Insgesamt ist der Nutzen von Carnitin bei einer Leberzirrhose allerdings noch wenig erforscht. Am besten belegt ist die Senkung des Ammoniakspiegels. Carnitin könnte jedoch die Lebensqualität verbessern. Anzeichen für einen Mangel sind zum Beispiel Krämpfe oder Muskelschwund.  

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Carnitin

Mikronährstoff-Experten empfehlen 1.000 Milligramm Carnitin pro Tag. Carnitin kann auch direkt über die Vene gegeben werden. Bei der Einnahme über Präparate sollte die Gesamtmenge über den Tag verteilt werden – idealerweise vor oder zu einer Mahlzeit. Der Arzt oder Mikronährstoff-Experte sollte den Verlauf der Therapie kontrollieren.  

Carnitin: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei Funktionsstörungen der Niere sollte die Einnahme von mehr als 1.000 Milligramm Carnitin mit dem Arzt abgesprochen werden. Zwar zeigen Betroffene häufig einen Mangel, die Langzeiteinnahme wurde bei ihnen allerdings noch nicht gut untersucht. Eine Rücksprache gilt auch bei Krebserkrankungen. 

Eine regelmäßige Carnitin-Einnahme sollte bei einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztlich begleitet werden. Nimmt der Darm nicht das gesamte Carnitin auf, könnten durch eine gestörte Darmflora ungünstige Stoffwechselprodukte entstehen (TMAO), die das Risiko weiter steigern. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist auch geboten bei Diabetes sowie Diabetes-Vorstufen (metabolisches Syndrom). Carnitin könnte die Empfindlichkeit für Insulin verschlechtern und die Fetteinlagerung in die Leber verstärken. 

Wird Carnitin bei einem Herzinfarkt plötzlich abgesetzt, könnten sich Schäden am Herzen verschlimmern. Dies zeigt ein Tierversuch. Der Arzt sollte daher über die Einnahme informiert werden. 

Carnitin kann bei Diabetikern die Zuckerwerte verbessern. Wird es gleichzeitig mit blutzuckersenkenden Medikamenten eingenommen, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Hierzu zählen unter anderem Metformin (Diabesin® und Glucophage®) und Sulfonylharnstoffe (Euglucon® oder Maninil®). Eventuell muss die Dosierung der Medikamente angepasst werden. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und eine Absprache mit dem Arzt ist empfehlenswert. 

Carnitin kann in sehr seltenen Fällen die Wirkung von Blutgerinnungshemmern vom Cumarin-Typ (Vitamin-K-Antagonisten) verstärken. Dazu zählen zum Beispiel Phenprocoumon (Marcuphen®, Falithrom®) und Warfarin (Coumadin®). Die Einnahme von Carnitin sollte dann mit dem Arzt abgesprochen werden. 

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Leberzirrhose und hepatischer Enzephalopathie

 

Vitamine

 

 

Vitamin B1

bei Leberzirrhose: 10 bis 25 Milligramm (mg)

 

bei hepatischer Enzephalopathie:

100 Milligramm über die Vene sowie für 30 Tage 300 Milligramm über Präparate

Vitamin B2

10 bis 25 Milligramm

Vitamin B6

10 bis 25 Milligramm

Vitamin B12

10 bis 20  Mikrogramm (µg)

Folsäure

400 bis 800 Mikrogramm

Vitamin A

400 bis 800 Mikrogramm

Vitamin D

1.000 bis 3.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K

60 bis 300 Mikrogramm

Vitamin E

300 bis 670 Milligramm

Vitamin C

1.000 bis 2.000 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Selen

70 bis 100 Mikrogramm

Zink

5 bis 15 Milligramm

  
 

Pflanzenextrakte und Pflanzenstoffe

Silymarin (aus Mariendistel-Extrakt)

200 bis 400 Milligramm

Artishocken-Extrakt

500 bis 2.000 Milligramm

Grüntee-Catechine (EGCG)

70 bis 200 Milligramm

Curcumin

1.000 Milligram

  
 

Sonstige

Cholin

150 bis 300 Milligramm

Glutathion

100 bis 300 Milligramm

Verzweigtkettige Aminosäuren

250 bis 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg)

 

Aspartat und Ornithin (L-Ornithin-L-Asparat (LOLA)

bei Leberzirrhose: 9.000 Milligramm

 

bei hepatischer Enzephalopathie: 20.000 bis 40.000 Milligramm über die Vene

Carnitin

1.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Leberzirrhose

 

Normalwerte

Vitamin B12 (HoloTC)

über 54 Pikomol pro Liter (pmol/l)

Homocystein

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Vitamin A

40 bis 70 (Frauen) Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl) 

42,5 bis 83 (Männer) Mikrogramm pro Deziliter  

Vitamin K 

1 Nanomol pro Liter (nmol/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Selen

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l) im Vollblut

 

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Zusammenfassung

Eine Leberzirrhose und ihre Folgeerkrankungen lassen sich mithilfe der Mikronährstoffmedizin wirksam lindern. B-Vitamine und die fettlöslichen Vitamine A, D und K können Mangelzustände ausgleichen und der Vernarbung der Leber entgegenwirken. Vitamin C und E, Glutathion sowie andere Antioxidantien, darunter auch die Mineralstoffe Selen und Zink, entgiften freie Sauerstoffradikale, die eine Leberzirrhose begünstigen können. 

Auch schützen bestimmte Pflanzen oder Pflanzenstoffe die Leber und könnten die Leberwerte verbessern. Dazu gehören Silymarin aus Mariendistel, Artischocken, Grüntee-Catechine und Curcumin. 

Verzweigtkettige Aminosäuren unterstützen den Muskelaufbau und helfen bei der Entgiftung. Ebenso unterstützen Ornithin und Aspartat die Entgiftung von schädlichem Ammoniak, das eine leberbedingte Schädigung des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) hervorrufen kann. Cholin und Carnitin verbessern den Energie- und Fettstoffwechsel. 

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