Tyrosin: Anti-Stress-Aminosäure für mehr Leistung

Wie wirkt Tyrosin und bei welchen Beschwerden wird es angewendet?

Die Aminosäure Tyrosin ist wichtig für die Bildung von Hormonen und Botenstoffen der Nerven. Dazu zählen zum Beispiel Schilddrüsenhormone. Im Normalfall kann der Körper Tyrosin selbst bilden. Bei einigen Erkrankungen empfehlen Mikronährstoff-Mediziner jedoch die zusätzliche Einnahme. Tyrosin kann zum Beispiel die Regulation der Stimmung bei Depressionen unterstützen. Erkundigen Sie sich hier, welche Einsatzgebiete es außerdem gibt und was bei der Einnahme zu beachten ist.

Chemische Formel für Tyrosin
Aus Tyrosin bildet der Körper Hormone und Nervenbotenstoffe. Dazu zählen Schilddrüsenhormone und die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Bild: digicomphoto/iStock/Getty Images Plus

Eigenschaften und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften von Tyrosin

Tyrosin ist als Aminosäure der Grundbaustein aller Eiweiße im Körper. Dazu zählen zum Beispiel Muskeln, aber auch wichtige Botenstoffe im Gehirn.

Einige Aminosäuren sind lebenswichtig (essenziell) und müssen mit der Ernährung aufgenommen werden. Tyrosin zählt zu den bedingt lebenswichtigen Aminosäuren. Das bedeutet, Tyrosin kann zwar grundsätzlich vom Körper aus der Aminosäure Phenylalanin gebildet werden. In bestimmten Situationen ist er jedoch auf die Zufuhr über Lebensmittel angewiesen – zum Beispiel bei der Erbkrankheit Phenylketonurie.

Tyrosin kommt in verschiedenen Formen vor: in der D-Form oder der natürlichen L-Form. Nur L-Tyrosin wird in der Mikronährstoffmedizin angewendet und ist in Lebensmitteln enthalten. D-Tyrosin ist künstlich hergestellt.  

In welchen Lebensmitteln steckt Tyrosin?

Tyrosin kommt in eiweißhaltigen Lebensmitteln vor. Eier, Fisch, Fleisch sowie Milch- und Milchprodukte sind gute Tyrosin-Lieferanten. Auch Soja, andere Hülsenfrüchte wie Linsen sowie Samen und Kerne sind reich an Tyrosin. Folgende Lebensmittel enthalten besonders viel Tyrosin:

Die besten 5 Tyrosin-Lieferanten:

Milligramm (mg) pro 100 Kilokalorien (kcal)

Milligramm pro 100 Gramm (g)

Languste (Scampi)

1.631

1.370

Rindfleisch, Steak

514

1.314

Parmesan

468

1.418

Sojabohnenmehl

373

1.478

Kürbiskerne, getrocknet

221

1.342

 

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Bedarf und Funktionen im Körper

Wie hoch ist der tägliche Tyrosinbedarf?

Tyrosin kann mit der Nahrung aufgenommen oder selbst gebildet werden. Wie viel Tyrosin der Körper herstellt, hängt von der Versorgung mit der Aminosäure Phenylalanin ab. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt täglich 25 Milligramm Tyrosin und Phenylalanin pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer 70 Kilogramm schweren Person sind dies umgerechnet 1.750 Milligramm Tyrosin und Phenylalanin. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf Phenylalanin liegen, denn Tyrosin stellt der Körper aus Phenylalanin selbst her. Diese Angaben gelten für Gesunde.

Menschen mit der Erbkrankheit Phenylketonurie sollten dagegen eher Tyrosin zu sich nehmen: Sie dürfen kein Phenylalanin aufnehmen. Ihnen fehlt ein Enzym, das Phenylalanin abbaut. Betroffene müssen den Bedarf von 25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht dementsprechend durch Tyrosin decken.

Vater und Tochter beim Frühstück
Eiweißhaltige Lebensmittel sind gute Tyrosin-Lieferanten. Der Bedarf lässt sich daher im Normalfall leicht decken. Bild: Vasyl Dolmatov/iStock/Getty Images Plus

Info

Bei der Erbkrankheit Phenylketonurie reichert sich Phenylalanin im Körper an. Dies führt unbehandelt zu schweren Schädigungen des Gehirns.

Aufnahme und Verteilung im Körper

Tyrosin gelangt über spezielle Transporter im Dünndarm ins Blut und letztendlich zur Leber. In der Leber wird es in Eiweiße eingebaut. Nicht verwertetes Tyrosin wird über das Blut zu anderen Organen transportiert. Nach etwa zwei Stunden ist der Tyrosinspiegel im Blut am höchsten.

Tyrosin kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Wie viel Tyrosin ins Gehirn gelangt, ist von der Menge an Tyrosin und anderen Aminosäuren im Blut abhängig. Andere Aminosäuren konkurrieren nämlich um die Aufnahme.

Ist zu viel Tyrosin vorhanden, wird es im Stoffwechsel um- und abgebaut. Die entstandenen Stoffe werden dann über den Urin ausgeschieden oder über die Lunge abgeatmet.

Welche Aufgaben hat Tyrosin?

Tyrosin ist Baustein von vielen Hormonen im Blut und von Botenstoffen im Nervensystem. Deshalb ist Tyrosin sowohl für das seelische als auch für das körperliche Wohlbefinden wichtig:

Mehr Antrieb: Tyrosin ist ein Baustein für den Botenstoff Dopamin. Dopamin reguliert die Stimmungslage und fördert die Motivation und den Antrieb.

Hormonbildung: Aus Tyrosin baut der Körper die Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Beide Hormone wirken aktivierend. Adrenalin führt beispielsweise dazu, dass der Herzschlag bei Stress zunimmt. Noradrenalin steigert unter anderem den Blutdruck. Auch die Stimmung wird beeinflusst.

Schilddrüse: Aus Tyrosin werden die beiden Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) gebildet. Beide Hormone haben zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel.

Hautfarbstoffe: Tyrosin dient dem Aufbau vom Hautfarbstoff Melanin. Melanin ist ein Bräunungspigment, das in der Haut und den Haaren vorkommt.

Zellschutz: Tyrosin ist ein wirkungsvolles Antioxidans. Es schützt den Körper vor oxidativem Stress: Die Aminosäure fängt freie Sauerstoffradikale ein. So werden diese unschädlich gemacht. Freie Radikale können Zellen und Fette schädigen.

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Mangel erkennen und beheben

Anzeichen eines Tyrosinmangels erkennen

Weissfleckenkrankheit
Tyrosin wird für die Bildung von Melanin benötigt. Melanin ist das Bräunungspigment der Haut. Ein Mangel kann sich deshalb durch die Weißfleckenkrankheit äußern. Bild: -Jela-/iStock/Getty Images Plus

Ein Mangel an Tyrosin kann sich sehr unterschiedlich äußern. Dazu gehören ein verminderter Appetit und ein Schwächegefühl. Auch psychische Symptome sind möglich: Aufgrund der niedrigen Botenstoff-Bildung kann es zu Depressionen kommen. Auch Reizbarkeit, eine herabgesetzte geistige Leistungsfähigkeit und das Gefühl, sehr schnell gestresst zu sein, sind möglich.

Ohne Tyrosin wird zudem nicht ausreichend Dopamin gebildet. Ein Mangel kann sich deshalb durch Symptome zeigen, die der Parkinson-Krankheit ähneln. Dazu gehören Zittern und steife Muskeln. Auch Pigmentstörungen der Haut können Ausdruck eines Tyrosinmangels sein – zum Beispiel die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo).

Weiterhin kann es zu einem generellen Ungleichgewicht zwischen den Aminosäuren im Blut kommen. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel. Langfristig wird die Muskulatur abgebaut.

Wer ist von einem Tyrosinmangel betroffen?

Menschen mit der Erbkrankheit Phenylketonurie haben ein besonders hohes Risiko für einen Mangel. Sie können Tyrosin nur schwer ausreichend mit der Nahrung zu sich nehmen, da die besten Quellen eiweißreiche Lebensmittel sind. Diese aber enthalten reichlich Phenylalanin. Betroffene müssen jedoch Phenylalanin meiden.

Aber auch Personen, die sich einseitig und eiweißarm ernähren, können betroffen sein.

Mangel erkennen

Für die Festlegung eines Tyrosinmangels gibt es keine Werte. Allerdings kann ein Labor feststellen, ob man überversorgt ist. Dafür bestehen mehrere Möglichkeiten. Am besten geeignet ist die Messung im Blutplasma (Blutflüssigkeit ohne Blutzellen). Diese Methode ist genau und schnell. Erwachsene haben normalerweise unter 1,7 Milligramm Tyrosin pro Deziliter Blutplasma.

Auch im Urin kann Tyrosin gemessen werden. Hierzu muss der Urin aber 24 Stunden lang gesammelt werden. Als normal gilt ein Wert von unter 56 Milligramm Tyrosin am Tag bei erwachsenen Personen.

Normwerte Tyrosin im Blutplasma und Urin

 

Tyrosin im Plasma in Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

 

Kinder

unter 1,6

Erwachsene

unter 1,7

Tyrosin im 24-Stunden-Urin in Milligramm (mg)

 

Kinder

unter 31 pro Tag

Erwachsene

unter 56 pro Tag

 

Tyrosin: Mangel beheben

Ein Mangel an Tyrosin wird idealerweise über die Ernährung ausgeglichen. Reicht das nicht, empfehlen Mikronährstoff-Mediziner ein Präparat. Die Dosierung richtet sich dabei in der Regel nach den Anzeichen des Mangels: Sie liegt je nach Erkrankung zwischen 1.000 und 3.000 Milligramm Tyrosin pro Tag.

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Einsatz bei Krankheiten und Stress

Hilft Tyrosin bei Depressionen?

Tyrosin regt die Bildung von Noradrenalin und Dopamin an. Beide Botenstoffe wirken stimmungsaufhellend und antidepressiv. Daher könnte Tyrosin bei der Behandlung von Depressionen vielversprechend sein. Besteht ein Mangel, kann dies depressive Verstimmungen fördern.

Bereits 1980 lieferten erste Fallberichte und eine Vorstudie Hinweise, dass die Einnahme von Tyrosin im Vergleich zum Scheinmedikament Depressionen lindert. Es gibt aber auch Berichte und eine hochwertige Studie, in denen keine antidepressive Wirkung von Tyrosin festgestellt werden konnte. Tyrosin scheint jedoch in Kombination mit Tryptophan und Heidelbeer-Extrakt die Anfälligkeit für depressive Verstimmungen nach einer Schwangerschaft herabzusetzen. Dies zeigt eine Vorstudie. Frauen mit Kombinationspräparat neigten weniger zu Depressionen als diejenigen, die ein Scheinmedikament erhielten.

Für die alleinige Einnahme von Tyrosin fehlen Belege für die Wirksamkeit. Die ermutigenden Hinweise müssen noch in hochwertigen Studien überprüft werden. Da Tyrosin jedoch die Bildung von stimmungsaufhellenden Botenstoffen fördert, ist die Einnahme einen Versuch wert. Die Dosierung liegt meist bei 1.500 Milligramm pro Tag. Wenn Mikronährstoff-Mediziner Tyrosin bei Depressionen empfehlen, raten sie meist auch zu weiteren Mikronährstoffen.

Frau beim Yoga mit schöner Aussicht
Die Einnahme von Tyrosin half in ersten Studien, Stress zu reduzieren. Zum Beispiel ließ es einen Blutdruckwert schneller wieder sinken. Bild: Poike/iStock/Getty Images Plus

Tyrosin setzt Stress herab

Tyrosin könnte Stress lindern: Es verringert verschiedene Stressanzeichen. Dazu zählen eine veränderte Stimmung, ein erhöhter Blutdruck und eine verringerte Leistungsfähigkeit. Bei Stress wird zunächst viel Noradrenalin freigesetzt. Danach kommt es zu einem Abfall an Noradrenalin im Blut. Das wiederum verursacht neuen Stress für den Körper. Tyrosin ist ein Baustein von Noradrenalin und kann einem Abfall in stressigen Situationen entgegenwirken – so das Ergebnis aus einem Tierversuch.

Auch erste Studien an Menschen liegen vor: Tyrosin konnte im Vergleich zum Scheinmedikament die geistige Leistungsfähigkeit unter Stress verbessern. Das zeigt eine Vorstudie mit Soldaten, die schweren körperlichen Belastungen ausgesetzt waren. Die Soldaten nahmen fünf Tage lang ein Getränk mit 2.000 Milligramm Tyrosin ein. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit könnte gesteigert werden. Darauf deutet eine weitere Vorstudie hin – ebenfalls mit Soldaten. Sie bekamen jeweils 150 Milligramm Tyrosin pro Kilogramm Körpergewicht. Auch bei Stress durch Lärm half Tyrosin – wie eine Vorstudie zeigt: Die Einnahme ließ den unteren Blutdruckwert (diastolischer Wert) nach dem Stress schneller abfallen als ein Scheinmedikament.

Tyrosin verbesserte außerdem bei einem Herz-Kreislauf-Training, bei Kälte oder einem kurzen Sauerstoffmangel Anzeichen von Stress: Zum Beispiel förderte es die Stimmung und die geistige Leistung. Auch erhöhte sich die Merkfähigkeit einiger Teilnehmer. Tyrosin trägt möglicherweise ebenfalls zu weniger Leistungseinbußen nach einem Schlafmangel bei. Das zeigen weitere vorläufige Studien. Auch Schlafmangel verursacht Stress.

In der Summe liegen vielversprechende Ergebnisse zu Tyrosin bei Stress vor. Abschließend bewiesen ist dies jedoch nicht. Dazu stehen große hochwertige Studien aus. Pro Tag können aber 500 bis 3.000 Milligramm Tyrosin versucht werden.

Hilft Tyrosin bei Parkinson gegen Bewegungsstörungen?

Illustrative Darstellung von Tyrosin Neurotransmittern
Tyrosin ist Ausgangsstoff für den Botenstoff Dopamin. Dopamin ist wichtig für die geistige Leistung und die Aufmerksamkeit. Bild: image_jungle/iStock/Getty Images Plus

Bei Parkinson sterben Zellen im Gehirn ab, die Dopamin produzieren. Durch den Abfall an Dopamin kommt es zu Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungen. Auch niedrige Noradrenalinspiegel sind charakteristisch. Dies kann unter anderem zu einem niedrigen Blutdruck führen. Tyrosin fördert die Produktion der beiden Botenstoffe und könnte somit die Parkinson-Symptome lindern. 

Eine Vorstudie zeigt, dass Tyrosin den Dopaminspiegel bei Parkinson-Patienten erhöht. Dazu nahmen die Teilnehmer täglich 100 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht ein. Die Vermutung, dass Tyrosin bei der Erkrankung positiv wirkt, stützen auch weitere erste Studien. Tyrosin war in einer der Studien sogar wirksamer und besser verträglich als das Medikament „L-Dopa“.

Allerdings zeigen nicht alle Studien eine Wirkung: In einer kleinen hochwertigen Studie testeten Forscher den Einfluss von Tyrosin auf den Blutdruck. Bei Parkinson ist der Blutdruck aufgrund der veränderten Botenstoffe oft gestört. Zwar stieg der Spiegel an Tyrosin im Blut an, einen Einfluss auf den Blutdruck hatte dies jedoch nicht.

Wie gut Tyrosin bei Parkinson hilft, muss noch in weiteren hochwertigen Studien untersucht werden. Eine eindeutige Wirkung wurde bisher nicht bestätigt. Trotzdem ist die Anwendung einen Versuch wert. Nach Absprache mit dem Arzt empfehlen Mikronährstoff-Experten zwischen 3.500 bis 7.000 Milligramm Tyrosin am Tag.

Tyrosin kann die Konzentration bei ADHS verbessern

Bei der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) fällt es Betroffenen schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Forscher vermuten, dass ein Mangel an Botenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin mit ADHS in Verbindung steht. Als Vorläufer dieser Botenstoffe könnte Tyrosin bei ADHS helfen.

Eine Auswertung mehrerer Studien zeigt, dass Tyrosin generell die geistige Leistung und die Aufmerksamkeit verbessern kann. Besonders in Stresssituationen war die Einnahme von Tyrosin hilfreich. Ein positiver Effekt scheint aber nur dann einzutreten, wenn die Abläufe im Nervensystem ansonsten reibungslos funktionieren. Außerdem war Tyrosin besonders wirksam, wenn ein Mangel an Dopamin oder Noradrenalin vorhanden war.

Zwei ältere Vorstudien liegen zu ADHS vor: Die Einnahme von Tyrosin verbesserte die ADHS-Symptome. Allerdings hatte sich der Körper nach sechs bis zehn Wochen an Tyrosin gewöhnt. Es wirkte nicht mehr. Es gibt auch etwas neuere Studien, in denen Forscher keinen Effekt fanden. Hochwertige Studien müssen nun durchgeführt werden, um die ersten positiven Effekte zu belegen.

Besonders zur kurzfristigen Steigerung der Konzentration kann Tyrosin versucht werden. Mikronährstoff-Mediziner empfehlen dann eine Dosierung von 2.000 bis 7.000 Milligramm. Die Anwendung bei Kindern sollte in jedem Fall mit einem Arzt abgesprochen werden. Für Kinder liegen noch zu wenige Studien vor.

Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Tyrosin am Tag in Milligramm (mg)

 

Depression

1.500

Stress

500 bis 3.000

Parkinson

3.500 bis 7.000

Konzentrationsstörung

2.000 bis 7.000

 

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte Tyrosin eingenommen werden?

Patient bei Medikamenteneinnahme
Tyrosin-Präparate gibt es meist als Kapseln und Pulver zu kaufen. Bild: Farion_O/iStock/Getty Images Plus

Der Bedarf an Tyrosin wird normalerweise über die Ernährung gedeckt. In einigen Situationen kann die Versorgung aber kritisch sein – zum Beispiel bei Krankheiten. Daher kann die zusätzliche Einnahme von Tyrosin sinnvoll sein. Präparate sind meist in Form von Kapseln und Pulver erhältlich.

Tyrosin sollte eine halbe Stunde vor dem Essen mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Andere Aminosäuren aus Lebensmitteln setzen sonst die Aufnahme von Tyrosin im Darm herab. Um die Anti-Stress-Wirkung im Sport zu nutzen, sollte Tyrosin 60 Minuten vor dem Training eingenommen werden.

In hohen Dosen kann Tyrosin Verdauungsbeschwerden auslösen. Um diese zu vermeiden, kann die Dosis über den Tag verteilt werden: zum Beispiel morgens und abends oder 60 Minuten vor dem Training und 30 Minuten danach.

Was macht ein gutes Tyrosinpräparat aus?

Einige Tyrosinpräparate werden mit B-Vitaminen ergänzt – wie Vitamin B6, B12 und Folsäure. Sie unterstützen die Wirkung. Der Körper braucht zum Beispiel Vitamin B6, um Botenstoffe aus Tyrosin herzustellen.

Wählen Sie Präparate, die auf Schadstoffe geprüft werden: Hochwertige Präparate sind frei von Verunreinigungen und Pestizidrückständen. Zudem sind Hersteller zu empfehlen, deren Produkte nach Qualitätszertifikaten produziert werden, wie International Featured Standards Food (IFS Food) oder Good Manufacturing Practice (GMP). Diese führen strenge Qualitätskontrollen durch.

Außerdem enthalten hochwertige Präparate keine Zusatzstoffe wie unnötige Aromen. Sie sind zudem frei von Stoffen, die Allergien auslösen oder zu Unverträglichkeiten führen. Das kann zum Beispiel bei Soja, glutenhaltigem Getreide und Laktose der Fall sein.

Veganer und Vegetarier sollten auf Tyrosin aus fermentativer Herstellung zurückgreifen. Dabei wurde Tyrosin mithilfe von Bakterien aus einem pflanzlichen Ausgangstoff gewonnen (Fermentation).

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Überdosierung, Wechselwirkungen und Einnahmehinweise

Ist eine Überdosierung mit Tyrosin möglich?

Generell ist die Einnahme von Tyrosin gut verträglich und mit wenigen Risiken verbunden. In sehr hohen Dosierungen von mehr als 150 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht kann die Einnahme zu Nebenwirkungen führen. Dies entspricht bei einer 75 Kilogramm schweren Person einer Tagesdosis von 11.250 Milligramm. Überschüssiges Tyrosin wird nicht vom Körper gespeichert und wieder ausgeschieden. Allerdings stehen Untersuchungen zur Verträglichkeit einer langfristigen Einnahme von hohen Dosierungen noch aus.

Mögliche Nebenwirkungen sind: Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit. Um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden, hilft es, die Dosis über den Tag verteilt einzunehmen. Schlafstörungen können vermieden werden, wenn auf die Einnahme am Abend verzichtet wird.

Tyrosin: Wechselwirkung mit Medikamenten gegen Depressionen

In Verbindung mit Antidepressiva aus der Gruppe der Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) darf Tyrosin nicht eingenommen werden. Im Körper wird Tyrosin zu Tyramin abgebaut. Dieser Stoff kann bei Einnahme von MAO-Hemmern zu einer lebensbedrohlichen Bluthochdruckkrise führen.

Beispiele für MAO-Hemmer sind Selegilin (Selegilin Hexal®), Moclobemid (Aurorix®) und Tranylcypromin (Jatrosom®).

Tyrosin nicht zeitgleich mit L-Dopa einnehmen

Tyrosin kann die Aufnahme des Parkinsonmittels L-Dopa (Levopar®, Madopar®) im Darm stören. Parkinson-Patienten, die L-Dopa einnehmen, sollten daher einen Abstand von mindestens zwei Stunden einhalten, bevor sie Tyrosin einnehmen.

Vorsicht bei der Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten

Tyrosin ist ein Vorläufer von Schilddrüsenhormonen. Deshalb kann die Einnahme von Tyrosin möglicherweise die Wirkung von Medikamenten mit Schilddrüsenhormonen erhöhen. Dazu zählt der Wirkstoff L-Thyroxin wie Berlthyrox® oder Euthyrox®.

Die Kombination sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Vielleicht ist eine Anpassung der Dosierung nötig.

Illustrative Darstellung der Schilddrüse
Tyrosin ist wichtig für die Bildung der Schilddrüsenhormone. In Kombination mit dem Medikament L-Thyroxin kann es allerdings zu Wechselwirkungen kommen. Bild: magicmine/iStock/Getty Images Plus

Tyrosin: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vorsichtshalber kein hoch dosiertes Tyrosin ergänzt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Einnahme das ungeborene Kind schädigt.

Die Einnahme von Tyrosin durch unter 18-Jährige sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Es fehlen Untersuchungen zur Unbedenklichkeit.

Wichtig bei Blutdruckproblemen: regelmäßige Kontrolle empfehlenswert

Sind Sie von einer Erkrankung des Blutdrucks betroffen, sollten Sie bei der Einnahme von Tyrosin regelmäßig den Blutdruck überprüfen. Tyrosin kann sowohl zu einem Anstieg als auch zu einer Abnahme des Blutdrucks führen. Gleiches gilt für den Herzschlag (Herzfrequenz). Dies zeigen Tierversuche.

Auch bei Menschen wurde in Einzelfällen ein Anstieg des Blutdrucks durch Tyrosin bei Stress beobachtet. Aber auch das Gegenteil war in einer Vorstudie der Fall: Bei Soldaten senkte Tyrosin den Blutdruck. Bei Patienten mit Bluthochdruck stellten Forscher in einer anderen Studie dagegen keinen Effekt fest.

Tyrosin: zu beachten bei Nierenschwäche

Schwache Nieren können Eiweiße und Aminosäuren generell nicht richtig ausscheiden. Es können Stoffe entstehen, die Entzündungen auslösen und die Zellen schädigen. Dies könnte Nierenerkrankungen verschlimmern. Patienten mit Nierenschwäche sollten mit ihrem Arzt sprechen.

Kann Tyrosin Migräne und Schizophrenie verschlimmern?

Es wird vermutet, dass zu viel Tyrosin im Gehirn zu einer unkontrollierten Freisetzung von Botenstoffen führt. Dies könnte eine Migräneattacke auslösen. Vermutlich ist es aber von Person zu Person unterschiedlich, denn in Studien nachgewiesen ist dies bisher nicht.

Die Einnahme von Tyrosin bei Schizophrenie sollte in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Tyrosin die Symptome verstärkt. Studien zeigen bei Schizophrenie-Patienten erhöhte Tyrosinwerte im Blut – warum ist noch nicht klar. Forscher müssen demnach die genauen Wirkungen noch untersuchen. Theoretisch sind aber auch positive Effekte von Tyrosin möglich.

Bei Hautkrebs auf Tyrosin verzichten

Nehmen Sie kein Tyrosin ein, wenn Sie an schwarzem Hautkrebs (Melanom) erkrankt sind. Bei Hautkrebs ist vermutlich der Tyrosinstoffwechsel entgleist: Betroffene haben hohe Werte im Blut. Die hohen Werte stehen in Zusammenhang mit dem Fortschreiten des Hautkrebses. Es ist nicht klar, ob die Einnahme von Tyrosin die Erkrankung verschlimmert. Es könnte sein, dass Melanome Tyrosin für ihr Wachstum brauchen.

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Zusammenfassung

Tyrosin ist eine Aminosäure, die der Körper selbst herstellen kann. Aber auch über die Nahrung kann Tyrosin aufgenommen werden. Zum Beispiel sind Sojaprodukte oder Eier, Fisch und Fleisch wichtige Lieferanten. Im Körper ist Tyrosin ein Vorläufer von verschiedenen Botenstoffen und Hormonen.

Besonders zur Linderung von Stress kann Tyrosin beitragen: Es verringert einige Anzeichen von Stress. Auch kann es bei Depressionen eingesetzt werden. Ob Tyrosin die Symptome von Parkinson und ADHS herabsetzt, muss noch genauer erforscht werden. Erste positive Ergebnisse liegen bereits vor. Kurzfristig konnte Tyrosin die Konzentration verbessern.

Tyrosin ist gut verträglich. Es sollte aber nicht über 150 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht dosiert werden. Dann können Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Ein hochwertiges Tyrosinpräparat ist frei von unnötigen Zusatzstoffen. Es kann aber mit anderen Mikronährstoffen kombiniert werden – zum Beispiel mit Vitamin B6 und Folsäure.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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