Die Schilddrüse bei Unterfunktion unterstützen

Wie Mikronährstoffe bei der Behandlung von Schilddrüsenunterfunktion helfen können

Die Schilddrüse reguliert den Stoffwechsel des Körpers und sorgt dafür, dass alle Körperfunktionen richtig ablaufen. Zu den häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse zählen die Überfunktion und die Unterfunktion. Erfahren Sie hier, wie sich eine Unterfunktion bemerkbar macht und wie die Behandlung im Rahmen der Mikronährstoffmedizin unterstützt werden kann.

Frau tastet die Schilddrüse ab
Die Schilddrüse reguliert den Stoffwechsel des Körpers und sorgt dafür, dass alle Körperfunktionen richtig ablaufen. Zu den häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse zählen die Überfunktion und die Unterfunktion. Bild: ChesiireCat/iStock/Thinkstock

Ursachen und Symptome

Was sind Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion?

Illustration einer Hashimoto Krankheit
Eine Form der Schilddrüsenunterfunktion ist Hashimoto Thyreoiditis. Diese erworbene Schilddrüsenunterfunktion ist Folge einer Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) durch eine Autoimmunerkrankung. Bild: Dr_Microbe/iStock/Getty Images Plus

Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Am wichtigsten ist das Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4).

Bei der Schilddrüsenunterfunktion unterscheidet man zwei Formen: die angeborenen und die im Laufe des Lebens eintretenden Störungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Mikronährstoffmangel: Eine Ursache für eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion ist ein Jod-Mangel der Mutter während der Schwangerschaft. Bleibt die Schilddrüsenunterfunktion unbehandelt, kann es zu Entwicklungsstörungen und zu bleibenden Schäden am Nervensystem und somit zu geistigen Behinderungen kommen. In Deutschland ist deshalb bei jedem neugeborenen Baby ein Screening zur Früherkennung vorgeschrieben.

Auch im Erwachsenenalter kann ein Jod- und/oder Selenmangel eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen:

  • Ein Mangel an Jod ist mit einer Unterfunktion und meist mit einer Vergrößerung der Schilddrüse verbunden. Man nennt dies auch Kropf oder Struma.
  • Ein Mangel an Selen fördert vermutlich die Entwicklung einer Schilddrüsenentzündung.

Vegetarier und vor allem Veganer haben ein erhöhtes Risiko für diese Form der Unterfunktion.

Hashimoto: Diese erworbene Schilddrüsenunterfunktion ist Folge einer Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis) durch eine Autoimmunerkrankung. Man nennt sie daher auch Hashimoto Thyreoiditis. Bei dieser chronischen Erkrankung greift das Immunsystem das eigene Schilddrüsengewebe an. Die Ursache für den Krankheitsausbruch ist unbekannt. Diskutiert werden Stress, Viruserkrankungen, Vererbung und Umwelteinflüsse wie Giftstoffe.  

Regulationsstörung: Es gibt Nervenerkrankungen, bei denen die Schilddrüse von den Regelzentren im Gehirn nicht angeregt wird und dann keine Schilddrüsenhormone abgibt:

  • Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert zu wenig Thyreotropin (TSH). Dieses Hormon regt normalerweise die Schilddrüse an.
  • Der Hypothalamus im Zwischenhirn gibt zu wenig Thyreoliberin (TRH) ab. Dieses Hormon regt die Hirnanhangdrüse an und indirekt auch die Schilddrüse.

Info

Bei einem Serotoninmangel (zum Beispiel bei Depressionen) kann die Bildung vom schilddrüsen-stimulierenden Hormon TSH in der Hirnanhangdrüse gestört sein. Häufig treten Depressionen und eine Schilddrüsenunterfunktion in Kombination miteinander auf. Wie Sie mit Mikronährstoffen die Serotonin-Spiegel erhöhen und depressive Verstimmungen behandeln können, lesen Sie hier.

Medikamente: Verschiedene Medikamente stören die Schilddrüse – zum Beispiel Medikamente, die die Bildung der Magensäure hemmen (Protonenpumpenhemmer): Sie senken das Hormon TSH, das für die Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Auch eine falsche Behandlung mit Medikamenten bei einer Überfunktion der Schilddrüse (Thyreostatika) kann zur Unterfunktion führen.

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

Nachdenkliche Frau sitzt auf dem Sofa
Die Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind vielfältig. Häufig macht sich die Krankheit beispielsweise durch Trägheit, Abgeschlagenheit und Atemnot bemerkbar. Bild: Wavebreakmedia/iStock/Getty Images Plus

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse läuft der gesamte Stoffwechsel auf Sparflamme. Betroffene bemerken das an Trägheit, Abgeschlagenheit und Atemnot. Sie wirken teilnahmslos und depressiv und gehen Konflikten eher aus dem Weg. Außerdem frieren sie leicht: Kalte Hände und Füße treten häufig auf.

Typische Kennzeichen sind ein dickes Gesicht, hängende Wangen, große Tränensäcke und zugeschwollene Augen. Die Haut ist blass, auch Nägel und Haare leiden. Es kann zu Haarausfall kommen. Außerdem neigen die Menschen zu Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Verstopfung, hohen Cholesterinwerten sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Das Herz schlägt sehr langsam und Betroffene haben niedrigen Blutdruck.

Info

Unfruchtbarkeit kann Symptom einer Schilddrüsenfunktionsstörung sein. Schilddrüsenhormone haben Auswirkungen auf die Reifung der Eizellen und die Produktion der Spermien. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann daher die Fruchtbarkeit stören – problematisch bei einem Kinderwunsch von Mann und Frau.

Zurück zum Anfang
Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse einer Frau
Die Schilddrüse wird mit Ultraschall untersucht. Bild: zilli/iStock/Getty Images Plus

Ziele der Behandlung

Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion klassisch behandelt?

Ziel der klassischen Therapie ist es, den Hormonmangel auszugleichen. Das erfolgt mit Hormontabletten mit künstlich hergestelltem L-Thyroxin (T4: zum Beispiel Eltroxin®, Euthyrox®, Tirosint®). Im Alter, bei Burn-out und chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) setzt man auch Kombinationspräparate ein (mit künstlichem T4 und T3, zum Beispiel Novothyral®). Die künstlichen Hormone sind mit den natürlichen Hormonen identisch. Meist müssen die Hormone lebenslang genommen werden.

Die Behandlung beginnt meist mit einer geringen Dosis, die im weiteren Verlauf gesteigert wird – das gilt insbesondere bei älteren Menschen oder länger bestehender Schilddrüsenunterfunktion. Dabei wird stets der Status der Schilddrüsenhormone im Blut kontrolliert.

Tipp

Bei Kindern muss regelmäßig der Stand der Entwicklung überprüft werden. Die geschieht mit Testverfahren, die an das Alter angepasst sind. Die Überprüfung sollte einmal in den ersten zwei Behandlungsjahren sowie vor der Einschulung erfolgen.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Mikronährstoffe tragen zur Gesundheit der Schilddrüse bei. Zu ihnen gehören insbesondere die Spurenelemente Jod, Selen, Eisen und Zink, deren Mangel eine Unterfunktion des Organs begünstigen kann.

In Deutschland herrscht nach wie vor ein moderater Jodmangel. Auch eine ausreichende Versorgung mit Selen ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Das liegt am mangelnden Gehalt der beiden Spurenelemente in den hiesigen Böden. Durch eine zusätzliche Einnahme von Jod und Selen kann einem Mangel und somit bestimmten Schilddrüsenerkrankungen vorgebeugt werden.

Ein weiterer wichtiger Mikronährstoff bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist Vitamin D. Zudem empfehlen Mikronährstoff-Experten bei einer Schilddrüsenunterfunktion häufig eine Darmsanierung: Bei Betroffenen kann die Darmflora gestört sein, die mit probiotischen Bakterien wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann.

Info

Omega-3-Fettsäuren bessern möglicherweise Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto als Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion: Sie können Entzündungen im Körper beenden. Bei Schwangeren, bei denen häufig eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse auftritt, schützt der regelmäßige Verzehr von fettreichem Fisch laut Beobachtungsstudien vor einer Schilddrüsenentzündung. Auch hatten die Schwangeren, die am meisten Fisch aßen, weniger Antikörper gegen ihre Schilddrüse im Blut. Darüber hinaus zeigen erste Studien zur Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren oder fettreichem Fisch eine Normalisierung der Schilddrüsenfunktion. Hochwertige Studien müssen noch folgen. Omega-3-Fettsäuren in einer Dosierung von 1.000 bis 2.000 Milligramm, zum Beispiel aus Fischöl, können jedoch bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse sinnvoll sein.

Zurück zum Anfang

Behandlung mit Mikronährstoffen

Jod ist essenziell für die Schilddrüsenhormone

Wirkweise von Jod

Verschiedene Lebensmittel auf einem Tisch
Jod kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor. Besonders in Seefisch und auch Algen, die man über Sushi zu sich nimmt, ist die Jodkonzentration hoch. Bild: 13-Smile/iStock/Getty Images Plus

Der Mineralstoff Jod ist ein Spurenelement. Es ist lebensnotwendig und wird über die Nahrung aufgenommen. Der Körper kann es nicht selbst bilden.

Jod ist für die Schilddrüsenhormonsynthese unentbehrlich: Es ist Bestandteil dieser Hormone. Bei einem Jodmangel versucht die Schilddrüse, den Mangel auszugleichen, indem sie sich vergrößert. Es kommt zur sogenannten Kropfbildung. Im späteren Krankheitsverlauf wird zu wenig Hormon gebildet und es entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme dagegen ist also eine ausreichende Jodversorgung.

Info

Insbesondere in der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Jodbedarf. Bei Jodmangel erhöht sich das Risiko für Fehlgeburten sowie für Entwicklungsstörungen des Kindes mit Kleinwuchs und beeinträchtigter geistiger Entwicklung (Kretinismus).

Jod: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die empfohlene Jodzufuhr für Erwachsene liegt bei 200 Mikrogramm. Wer viel Seefisch oder Algen isst, beispielsweise in Sushi, kann den Jodbedarf über die Nahrung decken. Ansonsten sind Jod-Präparate eine gute Alternative.

Schwangere benötigen 230 bis 260 Mikrogramm Jod pro Tag. Eine Menge, die sich nur sehr schwer über die Nahrung decken lässt. Jod-Supplemente leisten wichtige Unterstützungsarbeit. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb meist 150 bis 200 Mikrogramm zusätzlich zur Nahrung. Präparate werden aufgrund der besseren Verträglichkeit zum Essen eingenommen.

Generell sollte die Einnahme von Jod bei Erkrankungen der Schilddrüse mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten besprochen werden. Zwar ist Jod wichtig, zu viel kann sich allerdings ungünstig auswirken. Je nach Grunderkrankung kann der Experte auch eine höhere Joddosis empfehlen. Zur Behandlung eines bereits aufgetretenen Kropfes werden zum Beispiel 200 bis 500 Mikrogramm eingesetzt, zur Vorbeugung dagegen 100 bis 200 Mikrogramm.


Jod: Mögliche Laboruntersuchungen

Wer Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion feststellt, sollte seinen Jodstatus kontrollieren lassen. Der Jodstatus wird nicht über das Blut kontrolliert, sondern über den Urin. Beim Erwachsenen liegt die Jodmenge im Urin im Idealfall zwischen 100 und 200 Mikrogramm pro Liter. Ist der Wert geringer, liegt ein Jodmangel vor.

Ein Jodmangel zeigt sich im Blut über die Schilddrüsenwerte. Dann sind Werte von Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) zu niedrig, der TSH-Wert dagegen erhöht.

Jod: zu beachten bei Medikamenteneinnahme

Einige Medikamente enthalten Jod. Patienten, die Jodpräparate einnehmen, müssen dabei aufpassen, da es zu einem Jodüberschuss kommen kann. Zu diesen Arzneimitteln gehören Röntgenkontrastmittel mit Wirkstoffen wie Iohexol (Omnipaque®) oder Iopamidol (Iopamiro®, Scanlux®, Unilux®), aber auch Desinfektionsmittel und Antiseptika mit dem Wirkstoff Povidon-Jod (Betaisodona®, Braunol®, Traumasept®). Auch einige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen mit dem Wirkstoff Amiodaron (Amiogamma®, Cordarex®, Cordarone®) enthalten Jod.

Selen unterstützt die Schilddrüsenfunktion

Wirkweise von Selen

Als Supplement wird Selen bei der Entgiftung des Körpers sowie zur Unterstützung der Schilddrüsenhormone eingesetzt. Bei der Hormonproduktion in der Schilddrüse fällt gefährliches Wasserstoffperoxid an: Selen hilft bei der Entgiftung. Es ist aber auch an der Aktivierung von Schilddrüsenhormonen beteiligt: Als Bestandteil eines Enzyms wandelt es das Schilddrüsenhormon T4 in die aktive Wirkform T3 um. Ein Mangel an Selen kann daher zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

Forscher stellten in einer Übersichtsarbeit fest, dass niedrige Selenwerte im Blut mit einer Schilddrüsenunterfunktion in Zusammenhang stehen. Vor allem bei einer Schilddrüsenunterfunktion durch Hashimoto könnte Selen dabei helfen, die Schilddrüsenfunktion wieder zu verbessern: In einer Vorstudie normalisierten sich die Werte bei der Hälfte der Teilnehmerinnen. Auch ein halbes Jahr, nachdem Selen abgesetzt worden war, hatten die meisten (83 Prozent) noch eine normale Schilddrüsenfunktion.

Info

Besonders Raucher haben einen erhöhten Bedarf an Selen: Rauchen verstärkt die Bildung von freien Radikalen. Selen fängt als Antioxidans freie Radikale ab und wird deshalb bei Rauchern stark verbraucht.

Selen: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die Dosierung von Selen erfolgt nach den Laborwerten. Sie kann schwanken und richtet sich nach der Schwere eines Mangels. Normal sind Selenmengen zwischen 100 und 200 Mikrogramm pro Tag. Es empfiehlt sich zudem, auf eine zusätzliche Selenaufnahme über die Nahrung zu achten.

Die Aufnahme von Selen im Körper kann durch andere Nährstoffe in der Nahrung vermindert werden, insbesondere durch Zink. Deshalb sollte Selen etwa eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden. Personen mit einem empfindlichen Magen können für eine verbesserte Verträglichkeit Selen jedoch auch zu den Mahlzeiten einnehmen.

Selen: Wichtige Blutuntersuchungen

Die Kontrolle des Selenwerts ist besonders wichtig, wenn ein Jodmangel vorliegt. Denn ein Selenmangel kann eine Schilddrüsenunterfunktion, die aufgrund eines Jodmangels entstanden ist, noch verstärken. Zudem kann man Selen überdosieren, wenn man es lange hoch dosiert einnimmt (über 200 Mikrogramm). Eine Blutkontrolle gibt auch darüber Aufschluss.

Um den Selenstatus zu bestimmen, gibt es zwei Möglichkeiten: aus dem Vollblut oder aus dem Serum, also aus der Blutflüssigkeit ohne Blutzellen. Die Werte geben unterschiedliche Hinweise: Der Serumwert gibt den aktuellen Selenwert an. Der Vollblutwert hingegen die Langzeitversorgung. Diese Messung im Vollblut ist daher genauer: Die Werte schwanken deutlich weniger als die aus dem Serum.

Optimale Selenwerte liegen bei 100 bis 120 Mikrogramm pro Liter im Serum und bei 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter im Vollblut.

Selen: zu beachten bei Erkrankungen

Patienten mit Nierenerkrankungen müssen bei der Seleneinnahme vorsichtig sein: Ist die Funktion der Niere eingeschränkt, kann die Selenausscheidung vermindert sein. Es kann zu einem Überschuss kommen. Betroffene sollten daher ihren Selenspiegel regelmäßig vom Arzt bestimmen lassen.

Selen könnte das Risiko für Diabetes beeinflussen. Zu hohe und zu niedrige Selenwerte sollten deshalb vermieden werden. Menschen mit hoher Diabetes-Gefahr wird empfohlen, den Selenspiegel kontrollieren zu lassen, bevor sie Selen einnehmen. Bei einem bereits vorhandenen Diabetes ist die Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten angeraten.

Bei Krebs und einer Krebstherapie sollte die Einnahme von Selen immer mit dem Arzt besprochen werden. Er kann durch Blutkontrollen die geeignete Dosis festlegen. Denn in den meisten Fällen sollte bei Krebs sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung mit Selen vermieden werden.

Reagenzglas mit Blut in einer Hand.
Auch ein Eisenmangel kann einen negativen Einfluss auf den Jod- und Schilddrüsenhormonstoffwechsel haben. Ein Labortest kann den Eisenmangel feststellen. Bild: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Eisenmangel bei Schilddrüsenunterfunktion vermeiden

Wirkweise von Eisen

Ein Eisenmangel kann ebenfalls den Jod- und Schilddrüsenhormonstoffwechsel beeinflussen. Eisen ist für die Aktivität des Schlüsselenzyms bei der Schilddrüsenhormonbildung unentbehrlich: Es hilft dabei, Jod in das Schilddrüsenhormon einzubauen. Bei einem Eisenmangel kommt es außerdem zu einer Blutarmut. Das verstärkt die Symptome der Unterfunktion.  

Forscher beobachteten, dass Personen mit autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen häufig einen Eisenmangel haben. Ursache ist, dass oft zusätzlich eine autoimmunbedingte Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder Zöliakie auftritt. Dadurch wird Eisen schlechter aufgenommen oder geht verloren. Laut einer Übersichtsarbeit ist ein guter Eisenspiegel mit weniger Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion verbunden. Bei zwei Dritteln der Frauen, die trotz einer medikamentösen Therapie mit Levothyroxin noch Symptome hatten, konnte Eisen den Zustand bessern.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sollte deshalb der Eisenspiegel überwacht und gegebenenfalls Eisen ergänzt werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die Eisendosierung richtet sich nach der Stärke des Eisenmangels. Oft empfehlen Ärzte täglich 50 Milligramm Eisen oder mehr. Bei einem leichten Eisenmangel können auch bereits niedrigere Dosierungen zu einer Besserung führen, zum Beispiel 20 bis 40 Milligramm.

Eisenpräparate sind zum Essen verträglicher. Allerdings wird auch die Verfügbarkeit für den Körper eingeschränkt. Insbesondere Kaffee, Tee oder Milch hemmen die Aufnahme im Darm. Man sollte die zeitgleiche Einnahme meiden. Problematisch sind auch pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide und Samen: Sie enthalten einen Stoff (Phytinsäure), der die Aufnahme von Eisen hemmt.

Eisen: Laboruntersuchungen

Um den Eisenstatus im Blut festzustellen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Der Arzt kann den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der Eisen enthält, bestimmen oder das Eisen-Transporteiweiß Ferritin sowie Eisen selbst. Hämoglobinwerte sollten zwischen über 12 und 15 Gramm pro Deziliter liegen und Ferritin über 20 Mikrogramm pro Liter.

Bei chronischer Müdigkeit und Hashimoto erwies sich ein Ferritinspiegel von über 100 Mikrogramm pro Liter als sinnvoll.

Expertenwissen

Offensichtlich hängt es von der Art der vorhandenen Schilddrüsen-Antikörper ab, ob der Ferritinspiegel erniedrigt oder erhöht ist. Die Spiegel können bei Antikörpern gegen thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) auch zu hoch sein.

Eisen: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und bei Erkrankungen

Das Gichtmedikament Allopurinol (Zyloric®, Allobeta®) kann die Speicherung von Eisen in der Leber erhöhen. Eisenpräparate sollten dann nicht eingenommen werden.

Eisen vermindert zudem die Aufnahme und Wirkung anderer Medikamente. Halten Sie daher bei folgenden Wirkstoffen einen Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden ein:

  • Schilddrüsenmedikamente: Thyroxin (L-Thyroxin®)
  • Blutdrucksenker: zum Beispiel ACE-Hemmer wie Benazepril (Lotensin HCT®) oder Captopril (Tensobon®)
  • Osteoporose-Medikamente: zum Beispiel Bisphosphonate wie Alendronat (Fosamax®) oder Pamidronat (Aredia®)
  • Parkinson-Medikamente: zum Beispiel Decarboxylasehemmer mit dem Wirkstoff Carbidopa (Duodopa®) oder L-Dopa (Levopar®)
  • Antibiotika: zum Beispiel Penicillin, Ampicillin, Penicillamin, Tetracyclin
  • Tuberkulose-Medikamente: zum Beispiel Rifampicin (Eremfat®)

Darüber hinaus vermindert Eisen die Aufnahme von Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium, Zink und Mangan. Auch hier sollte ein Abstand von zwei bis drei Stunden eingehalten werden.

Bei einer schweren Erkrankung der Leber oder Niere sollte die Einnahme von Eisen mit dem Arzt besprochen werden. Gleiches gilt bei Entzündungen oder Geschwüren im Magen oder Darm.  

Bei einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) darf man kein Eisen einnehmen. Es kommt sonst zu einer Eisenüberladung. Das kann auch bei bestimmten Anämie-Formen passieren, die mit vielen Bluttransfusionen behandelt werden (Mittelmeeranämie).

Bei Parkinson-Patienten haben Wissenschaftler erhöhte Eisenablagerungen im Gehirn festgestellt. Sprechen Sie vor einer Einnahme zur Sicherheit mit dem Arzt. Eisenablagerungen könnten eine Rolle spielen. Das gilt auch bei Alzheimer, Chorea Huntington oder amyotropher Lateralsklerose (ALS).  

Zink als Cofaktor für die Bildung der Schilddrüsenhormone

Wirkweise von Zink

Zink ist Cofaktor für Enzyme, so auch für Enzyme, die Schilddrüsenhormone herstellen. Zudem wirkt es antioxidativ und schützt das Schilddrüsengewebe vor Schäden durch freie Radikale. Personen mit einer Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) hatten in einer Studie niedrigere Zinkwerte im Blut. Auch gibt es Hinweise, dass die Einnahme von Zink in Kombination mit Selen vermutlich die Schilddrüsenfunktion bei Patienten mit einer Unterfunktion unterstützen kann. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sollte ein Zinkmangel deshalb vermieden werden.

Info

Auch eine Funktion von Kupfer bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen wird diskutiert. Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen den Kupferspiegeln und der Menge an Hormonen. Hochwertige Studien müssen die Vermutung nun bestätigen. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink

Für eine gute Versorgung mit Zink ist die Einnahme von 5 bis 15 Milligramm Zink pro Tag sinnvoll. Zink sollte für eine gute Verträglichkeit zum Essen eingenommen werden.

Zink im Blut messen

Da Zink im Blut hauptsächlich in den roten Blutzellen vorkommt, sollte es idealerweise im Vollblut bestimmt werden. Vollblut enthält alle roten Blutzellen. Bei unter 4,0 Milligramm pro Liter handelt es sich um einen Mangel.

Zink: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Zink kann bestimmte Medikamente binden, was sie unwirksam macht: Dazu gehören Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline wie Ciloxan®, Norfluxx® oder Supracyclin®) und Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate, zum Beispiel Fosamax®, Bonefos®, Didronel®). Es sollte ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollte Zink nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht richtig ausscheiden, die Blutspiegel würden ansteigen.

Vitamin-D-Mangel bei Schilddrüsenunterfunktion ausgleichen

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D ist notwendig für die Bildung der Schilddrüsenhormone und deren Abgabe ins Blut. Damit reguliert Vitamin D die Stoffwechselprozesse der Schilddrüse. Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer Schilddrüsenunterfunktion die Vitamin-D-Werte im Auge zu behalten: In Beobachtungsstudien hatten Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion geringere Vitamin-D-Werte im Blut als gesunde Kontrollpersonen.

Der Körper benötigt Vitamin D außerdem für die Funktion des Immunsystems: Vitamin D ist wichtig, damit Krankheitserreger abgewehrt werden können und das Immunsystem gleichzeitig nicht zu stark oder falsch reagiert, zum Beispiel gegen körpereigene Gewebe (Autoimmunerkrankung). Deshalb ist Vitamin D besonders bei der Autoimmunerkrankung Hashimoto wichtig: Erste Studien belegen, dass durch Vitamin D Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Schilddrüse im Blut gesenkt werden konnten.

Auch wenn bisher noch nicht abschließend geklärt ist, wie sich Vitamin D auf das Fortschreiten der Erkrankung und die Beschwerden auswirkt, sollte ein bestehender Vitamin-D-Mangel bei einer Schilddrüsenunterfunktion ausgeglichen werden.

Info

Möglicherweise sind Menschen mit bestimmten genetischen Varianten des Vitamin-D-Rezeptors vermehrt von der Schilddrüsenunterfunktion betroffen. Es könnte daher sein, dass bei ihnen Vitamin D nicht die volle Wirkung entfaltet.

Vitamin D: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die Vitamin-D-Dosierung richtet sich im Idealfall nach den Blutspiegeln. Als Faustregel für die langsame dauerhafte Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels gilt: Dauerhaft 1.000 Internationale Einheiten am Tag, zusätzlich zur körpereigenen Bildung, erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter. Bei einem starken Mangel empfehlen Ärzte auch oft für einen festgelegten Zeitraum eine höhere Dosierung – besonders, wenn der Mangel schnell ausgeglichen werden soll. Wie Sie einen Vitamin-D-Mangel richtig ausgleichen, erfahren Sie hier.

Ist der Spiegel nicht bekannt, sind zwischen 1.000 und 2.000 Internationalen Einheiten pro Tag sinnvoll. Vitamin D sollte zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Das Fett aus den Lebensmitteln verbessert die Aufnahme im Darm.

Vitamin-D-Mangel feststellen

Um einen Mangel festzustellen, nimmt der Arzt Blut ab und das Labor bestimmt den Gehalt der Vitamin-D-Transportform (25(OH)-Vitamin D) im Blutserum. Dies ist der flüssige Teil des Blutes. Optimal sind Werte, die zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen. Bei unter 20 Nanogramm pro Milliliter spricht man von einem Mangel.

Vitamin D: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und bei Erkrankungen

Thiazide (Entwässerungsmedikamente) senken die Calciumausscheidung über die Nieren. Das bedeutet, Calcium bleibt im Blut. Da Vitamin D allerdings den Calciumspiegel erhöht, sollte Vitamin D mit diesen Medikamenten nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird, damit es nicht zu einer Calciumüberdosierung kommt. Hierzu gehören zum Beispiel die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Xipamid (Aquaphor®) und Indapamid (Natrilix®).

Personen mit Nierenerkrankungen sollten die Einnahme von Vitamin D mit ihrem Arzt besprechen: Schwache Nieren können das durch Vitamin D erhöhte Calcium nicht gut ausscheiden. Wenn Vitamin D eingenommen wird, sollte der Arzt deshalb auch die Calciumspiegel im Blut kontrollieren. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nur unter ärztlicher Kontrolle ergänzt werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel.

Darmsanierung für einen funktionierenden Schilddrüsenhormon-Stoffwechsel

Wirkweise von Probiotika

Schilddrüsenhormone werden nicht nur in der Schilddrüse gebildet und aktiviert, auch andere Organe wie der Darm sind beteiligt: 20 Prozent der Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in die aktive Wirkform T3 übernehmen die Darmbakterien. Daneben beeinflusst der Darm Autoimmunerkrankungen. Ein gesunder Darm ist demnach für die Versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen wichtig. Erste Beobachtungsstudien zeigen, dass Personen mit einer Überfunktion oder Unterfunktion durch Hashimoto eine gestörte Darmflora haben können: Sie hatten weniger Bifidobakterien und Laktobazillen im Darm als Gesunde.

Deshalb kann eine Darmsanierung mit Probiotika sinnvoll sein. Probiotika sind lebende Bakterien, die sich im Darm ansiedeln und so eine gesunde Darmflora wiederherstellen können. Eine erste hochwertige Studie belegt eine Wirkung auf die Schilddrüsenunterfunktion. Eingesetzt wurde eine Mischung von Probiotika mit Präbiotika. Eine Vorstudie zeigt außerdem, dass Probiotika die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen verbesserten und die Hormondosis gesenkt werden konnte.

Bisher fehlen allerdings aussagekräftige Studien, die den tatsächlichen Einfluss von Probiotika auf die Schilddrüsenhormone bei einer Schilddrüsenunterfunktion belegen. Da Probiotika aber wenig Nebenwirkungen verursachen, sind sie einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Mikronährstoff-Experten empfehlen für eine Darmsanierung ein Präparat, das eine Mischung aus verschiedenen Bakterien enthält, insbesondere Bifidobakterien und Laktobazillen. Damit die Bakterien lebend im Darm ankommen, ist eine Menge von mindestens einer Milliarde Bakterien (1 x 109 koloniebildende Einheiten) notwendig – besser sind 10 Milliarden Bakterien (10 x 109 koloniebildende Einheiten).

Nehmen Sie Probiotika zusammen mit leichten Mahlzeiten oder mit viel Flüssigkeit ein: Tabletten oder Kapseln können Sie mit etwas Wasser zu sich nehmen, pulverförmige Produkte mischen Sie mit Wasser, Milch oder Joghurt. Um optimal zu wirken, müssen die Keime über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Nach dem Absetzen der Bakterien verschwinden sie langsam wieder aus dem Darm.

Probiotika: zu beachten bei Antibiotikaeinnahme und bei Erkrankungen

Probiotika sollten nicht gleichzeitig mit Antibiotika eingenommen werden, da Antibiotika die probiotischen Bakterien abtöten würden. Um ihre Wirkung nicht zu beeinträchtigen, halten Sie einen Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden ein.

Für Menschen, die ein stark geschwächtes Immunsystem haben, könnten Probiotika gefährlich werden. Daher sollten Schwerkranke, frisch Operierte oder sehr alte Personen sowie Menschen, deren Immunsystem etwa im Rahmen einer Chemotherapie herabgesetzt ist, nur in Rücksprache mit dem Arzt Probiotika einnehmen.

Es gibt Probiotika, die Histamin im Darm bilden und daher bei Menschen mit Histaminintoleranz Symptome auslösen könnten. Es handelt sich um folgende Bakterienarten: Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus, Lactobacillus reuteri, Lactococcus lactis und Enterococcus faecium.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Schilddrüsenunterfunktion

Vitamine

 

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (oder je nach Spiegel)

Spurenelemente

 

Jod

100 bis 200 Mikrogramm

Selen

100 bis 200 Mikrogramm

Eisen

je nach Laborwert zwischen 20 und 100 Milligramm

Zink

5 bis 15 Milligramm

Sonstige

 

Probiotika (Laktobazillen und Bifidobakterien)

10 Milliarden (10 x 109) koloniebildende Einheiten

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Untersuchungen bei Schilddrüsenunterfunktion

Normalwerte

Jod

100 bis 200 Mikrogramm pro Liter (µg/l) (Urin)

TSH

0,4 bis 7 Milliunits pro Liter (mU/l) (Serum)

rT3

90 bis 250 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml) (Serum)

Thyroxin (T4) frei

0,8 bis 2 Nanogramm pro Deziliter (ng/dl) (Serum)

Trijodthyronin (T3) frei

2,0 bis 4,2 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) (Serum)

Selen

100 bis 120 µg/l (Serum)

120 bis 150 µg/l (Vollblut)

Hämoglobin

über 12 Gramm pro Deziliter (g/dl) (Frauen)

über 15 g/dl (Männer)

Ferritin

20 µg/l (Serum)

Zink

4 Milligramm pro Liter (mg/l) (Vollblut)

Vitamin D

40 und 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) (Serum)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent (%) (besser über 8 Prozent)

Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Selen und Vitamin C unterstützen die Wirkung von Schilddrüsenmedikamenten

Selen hat nicht nur eine positive Wirkung auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel, sondern auch auf Medikamente, die bei Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden. Zu ihnen zählt der Wirkstoff Levothyroxin, abgekürzt L-Thyroxin (Eltroxin®, Euthyrox®, Tirosint®), der dem natürlichen Thyroxin entspricht. Selen verbesserte in einer klinischen Studie mit 60 Teilnehmern nachweislich die Wirksamkeit von Levothyroxin. Während eine Gruppe nur Levothyroxin erhielt, bekam die andere Gruppe zusätzlich Selen. Die Blutwerte der zweiten Gruppe waren deutlich besser als bei der reinen Monotherapie mit Levothyroxin. Zudem ist Vitamin C begleitend sinnvoll: Es verbessert die Aufnahme von Levothyroxin.

Unter Umständen kann also unter Selen- und Vitamin-C-Gabe die Dosierung des Medikamentes verringert werden. Wer Levothyroxin einnimmt, sollte prinzipiell seinen Selen-Spiegel kontrollieren lassen und mit seinem Arzt eine mögliche Selenunterstützung durch Supplemente besprechen. Empfehlenswert sind 100 bis 200 Mikrogramm pro Tag.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlungen zur Unterstützung von Schilddrüsenmedikamenten pro Tag

Spurenelemente

Selen

100 bis 200 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

500 bis 1000 Milligramm (mg)

Zusammenfassung

 

Jod und Selen sind wichtig für eine funktionierende Schilddrüse. Fehlt es an diesen Spurenelementen, kann das Organ nicht richtig arbeiten. Daneben führt Jod- und Selenmangel öfter zu Schilddrüsenerkrankungen. Es kommt zu einer geringen Hormonproduktion und einer Schilddrüsenunterfunktion. Das verlangsamt alle Stoffwechselvorgänge im Körper.

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind zunächst unspezifisch: Trägheit und Abgeschlagenheit, aber auch Haarausfall, Gewichtszunahme und Verstopfung. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bei Mann und Frau die Fruchtbarkeit reduzieren, was bei Kinderwunsch problematisch werden kann.

Mithilfe der Mikronährstoffmedizin kann einer Schilddrüsenerkrankung vorgebeugt werden: Die Gabe von Jod, Selen, Eisen und Zink hilft dabei, dass das Organ seine Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) in ausreichender Menge bilden kann. Fischöl könnte helfen, wenn die Schilddrüsenunterfunktion durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wurde. Personen mit einer Schilddrüsenunterfunktion haben häufig einen Mangel an Vitamin D, der ausgeglichen werden sollte.

Zudem ist eine Darmsanierung mit probiotischen Bakterien sinnvoll: Sie normalisieren eine gestörte Darmflora. Eine gesunde Darmflora ist wiederum wichtig für den Stoffwechsel der Schilddrüsenhormone.

Zurück zum Anfang

Verzeichnis der Studien und Quellen

Ahi, S. et al. (2020): Vitamin D deficiency in non-autoimmune hypothyroidism: a case-control study. BMC Endocr Disord 2020 Mar 20;20(1):41. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32192469/, abgerufen am: 02.06.2021.

Aktaş, H.Ş. (2020): Vitamin B12 and Vitamin D Levels in Patients with Autoimmune Hypothyroidism and Their Correlation with Anti-Thyroid Peroxidase Antibodies. Med Princ Pract 2020;29(4):364-370. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31779003/, abgerufen am: 02.06.2021.

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie (2010): Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der Primären angeborenen Hypothyreose. https://dgpp.de/cms/media/download_gallery/S2k-Leitlinie_Primaere_angeborene_Hypothyreose.pdf, abgerufen am: 24.11.2017.

Arbeitskreis Jodmangel e.V.: Jod – damit die Schilddrüse gesund bleibt. www.jodmangel.de, abgerufen am: 04.05.2021.

Autoimmun-Paleo auf Deutsch. Ernährung bei Hashimoto und anderen Autoimmunkrankheiten (2014): T3, T4, Reverse-T3, TSH, TPO… Individuelle Schilddrüsenmarker. 2012 Jan 22. https://autoimmunpaleo.wordpress.com/2014/01/22/t3-t4-reverse-t3-tsh-tpo-individuelle-schilddrusenmarker/, abgerufen am: 02.06.2021.

Benvenga, S. et al. (2016): Type of fish consumed and thyroid autoimmunity in pregnancy and postpartum. Endocrine. 2016 Apr;52(1):120-9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26306774/, abgerufen am: 02.06.2021.

Benvenga, S. et al. (2019): Stable consumption of swordfish favors, whereas stable consumption of oily fish protects from, development of postpartum thyroiditis. Endocrine 2019 Jul;65(1):94-101. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30840228/, abgerufen am: 02.06.2021.

Biesalski, H.K. (2016): Vitamine und Minerale. Georg Thieme Verlag 2016.

Biesalski, H.K. et al. (2010): Ernährungsmedizin. 4. Aufl. Georg Thieme Verlag Stuttgart.

Blasig, S. et al. (2016): Positive correlation of thyroid hormones and serum copper in children with congenital hypothyroidism. J Trace Elem Med Biol 2016 Sep;37:90-95. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27267969/, abgerufen am: 02.06.2021.

Breese McCoy, S.J. (2011): Coincidence of remission of postpartum Graves' disease and use of omega-3 fatty acid supplements. Thyroid Res 2011 Nov 16;4(1):16. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22087511/, abgerufen am: 02.06.2021.

Bundesamt für Risikobewertung (2004): Selenverbindungen in Nahrungsergänzungsmitteln. Stellungnahme Nr. 015/2005 des BfR vom 17.12.2004. http://www.bfr.bund.de/cm/343/selenverbindungen_in_nahrungsergaenzungsmitteln.pdf, abgerufen am: 27.11.2017.

Bundesinstitut für Risikobewertung (2012): Fragen und Antworten zur Jodversorgung und zur Jodmangelvorsorge. Homepage, http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zur_jodversorgung_und_zur_jodmangelvorsorge-128626.html, abgerufen am: 5.12.2017.

Chahardoli, R. et al (2019): Can Supplementation with Vitamin D Modify Thyroid Autoantibodies (Anti-TPO Ab, Anti-Tg Ab) and Thyroid Profile (T3, T4, TSH) in Hashimoto's Thyroiditis? A Double Blind, Randomized Clinical Trial. Horm Metab Res 2019 May;51(5):296-301. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31071734/, abgerufen am: 02.06.2021.

Cinaz, P. et al. (2004): Goiter prevalence, serum selenium, and urine iodine status in a previously iodine-deficient area in Turkey. Biological Trace Element Research 2004 Sep; 100(3):185-193. https://link.springer.com/article/10.1385/BTER:100:3:185, abgerufen am: 22.01.2018.

Dabeer, S. et al. (2020): Vitamin D in Hypothyroid Patients and Association between Vitamin D and Anti-TPO in Autoimmune Hypothyroidism. Clin Lab 2020 Aug 1;66(8). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32781825/, abgerufen am: 02.06.2021.

Davis, T.Z. et al. (2017): Comparative oral dose toxicokinetics of sodium selenite and selenomethionine. J Appl Toxicol 2017 Feb;7(2):231-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27283737, abgerufen am: 30.11.2017.

Delange, F. (2001): Iodine deficiency as a cause of brain damage. Postgrad Med J 2001 Apr;77(906):217-20. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11264481, abgerufen am: 26.112017.

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (2016): Erhöhter TSH-Wert in der Hausarztpraxis S2k-Leitlinie, AWMF-Register-Nr. 053-046, DEGAM-Leitlinie Nr. 18. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/053-046.html und https://www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S2-Leitlinien/053-046_Erhoehter%20TSH-Wert%20in%20der%20Hausarztpraxis/Dokumente%20Homepage_11_2016/053-046l_erhoehterTSHWert_170317.pdf, abgerufen am: 24.11.2017.

Di Bari, F. et al. (2017): Autoimmune Abnormalities of Postpartum Thyroid Diseases. Front Endocrinol (Lausanne) 2017 Jul 13;8:166. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5507951/, abgerufen am: 02.06.2021.

Dohee, K. (2017): The Role of Vitamin D in Thyroid Diseases. Int J Mol Sci 2017 Sep;18(9):1949. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5618598/, abgerufen am: 09.08.2018.

Ejtahed, H.S. et al. (2020): Our Little Friends with Big Roles: Alterations of the Gut Microbiota in Thyroid Disorders. Endocr Metab Immune Disord Drug Targets 2020;20(3):344-350. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31566142/, abgerufen am: 02.06.2021.

ElRawi, H.A. et al. (2019): Study of Vitamin D Level and Vitamin D Receptor Polymorphism in Hypothyroid Egyptian Patients. J Thyroid Res 2019 Aug 26;2019:3583250. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31534663/, abgerufen am: 02.06.2021.

Ertek, S. et al. (2010): Relationship between serum zinc levels, thyroid hormones and thyroid volume following successful iodine supplementation. Hormones (Athens) 2010 Jul-Sep;9(3):263-8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20688624, abgerufen am: 04.01.2018.

European Food Safety Authority (2006): Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals. http://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/efsa_rep/blobserver_assets/ndatolerableuil.pdf, abgerufen am: 27.11.2017.

Gärtner, R. (2015): Jodstoffwechsel und Einflüsse auf Erkrankungen der Schilddrüse. M694 Ernährungs Umschau 12/2015. https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2015/12_15/EU12_2015_M694-M703.pdf, abgerufen am: 16.01.2018.

Gärtner, R. et al. (2004): Warum Jod vermeiden bei Hashimoto-Thyreoiditis? BDI aktuell 02-2004. https://www.bdi.de/fileadmin/PDF/bdi_aktuell/2004/02/medizin3.pdf, abgerufen am: 23.11.2017.

Gröber, U. (2011): Mikronährstoffe. Metbolic Tuning – Prävention – Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

Gröber, U. (2018): Arzneimittel und Mikronährstoffe – Medikationsorientierte Supplementierung. 4. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.

Gröber, U. (2015): Interaktionen – Arzneimittel und Mikronährstoffe. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2015.

Hanley, N.R. & Van de Kar, L.D. (2003): Serotonin and the neuroendocrine regulation of the hypothalamic--pituitary-adrenal axis in health and disease. Vitam Horm 2003;66:189-255. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12852256, abgerufen am: 07.08.2018.

Hotze, Lothar-Andreas, et al. (2003): Schilddrüsenkrankheiten. Diagnose und Therapie. Berlin

Ihnatowicz, P. et al (2020): The importance of nutritional factors and dietary management of Hashimoto's thyroiditis. Ann Agric Environ Med 2020 Jun 19;27(2):184-193. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32588591/, abgerufen am: 02.06.2021.

Jubiz, W. & Ramirez, M. (2014): Effect of vitamin C on the absorption of levothyroxine in patients with hypothyroidism and gastritis. J Clin Endocrinol Metab 2014 Jun;99(6):E1031-4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24601693, abgerufen am: 17.12.2017.

Kandhro, G.A. et al. (2011): Effects of selenium supplementation on iodine and thyroid hormone status in a selected population with goitre in Pakistan. Clin Lab 2011;57(7-8):575-85. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21888022, abgerufen am: 22.01.2018.

Kim, M.J. et al. (2020): Exploring the role of copper and selenium in the maintenance of normal thyroid function among healthy Koreans. Journal of Trace Elements in Medicine and Biology 2020 Sep;61:126558. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0946672X20301231?via%3Dihub, abgerufen am: 02.06.2021.

Krassas, G.E. et al. (2010): Thyroid function and human reproductive health. Endocr Rev 2010 Oct;31(5):702-55. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20573783, abgerufen am: 27.11.2017.

Kesser, C. (2010): The Thyroid-Gut Connection. https://chriskresser.com/the-thyroid-gut-connection/, abgerufen am: 07.08.2018.

Krysiak, R. et al. (2017): The Effect of Vitamin D on Thyroid Autoimmunity in Levothyroxine-Treated Women with Hashimoto's Thyroiditis and Normal Vitamin D Status. Exp Clin Endocrinol Diabetes 2017 Apr;125(4):229-33. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28073128, abgerufen am: 09.08.2018.

Laborärzte Sindelfingen (2017): Reverse T3. https://www.laboraerzte-sifi.de/analysen/untersuchungsverzeichnis/3013-reverse-t3/, abgerufen am: 02.06.2021.

Lee, K.H. & Jeong, D. (2012): Bimodal actions of selenium essential for antioxidant and toxic pro-oxidant activities: the selenium paradox (Review). Mol Med Rep 2012 Feb;5(2):299-304. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22051937, abgerufen am: 30.11.2017.

Lorenz, G.J. (2009): Der Einfluss von Eisenmangel auf die Schilddrüsenfunktion. Eine retrospektive Querschnittsstudie. Dissertation zum Erwerb des Doktorgrades der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/10485/1/Lorenz_Gernot_Johannes.pdf, abgerufen am: 26.11.2017.

Mackawy, A.M.H. et al. (2013): Vitamin D Deficiency and Its Association with Thyroid Disease. Int J Health Sci (Qassim) 2013 Nov;7(3):267-75. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24533019, abgerufen am: 26.07.2018.

Mahmoodianfard, S. et al. (2015): Effects of Zinc and Selenium Supplementation on Thyroid Function in Overweight and Obese Hypothyroid Female Patients: A Randomized Double-Blind Controlled Trial J Am Coll Nutr 2015;34(5):391-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25758370, abgerufen am: 04.01.2018.

Mazokopakis, E.E. et al. (2007): Effects of 12 months treatment with L-selenomethionine on serum anti-TPO Levels in Patients with Hashimoto's thyroiditis. Thyroid 2007 Jul;17(7): 609-12 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17696828, abgerufen am: 26.11.2017.

Mehl, S. et al. (2020): Cross-sectional analysis of trace element status in thyroid disease. J Trace Elem Med Biol 2020 Mar;58:126430. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31835129/, abgerufen am: 02.06.2021.

Meikle, A.W. (2004): The interrelationship between thyroid dysfunction and hypogonadism in men and boys. Thyroid 2004; 14(1):17-25. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15142373, abgerufen am: 27.11.2017.

Park, J. et al. (2017): D-tyrosine negatively regulates melanin synthesis by competitively inhibiting tyrosinase activity. Pigment Cell Melanoma Res 2018 May;31(3):374-83. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29121440, abgerufen am: 30.11.2017.

Pharmacon Davos (2011): Schilddrüse: Iod, Selen und Hashimoto. Pharmazeutische Zeitung 7/11. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36869, abgerufen am: 26.11.2017.

Pirola I. et al. (2016):  Selenium supplementation could restore euthyroidism in subclinical hypothyroid patients with autoimmune thyroiditis. Endokrynol Pol 2016;67(6):567-571. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28042649/, abgerufen am: 02.06.2021.

Pirola, I. et al. (2020): Selenium supplementation in patients with subclinical hypothyroidism affected by autoimmune thyroiditis: Results of the SETI study. Endocrinol Diabetes Nutr (Engl Ed) 2020 Jan;67(1):28-35. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31196739/, abgerufen am: 02.06.2021.

Ploner, O. (2011): Mini-Organ mit Maxi-Wirkung. Pharmazeutische Zeitung 36/11. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=39203, abgerufen am: 25.11.2017.

Rasic-Milutinovic, Z. et al. (2017): Potential Influence of Selenium, Copper, Zinc and Cadmium on L-Thyroxine Substitution in Patients with Hashimoto Thyroiditis and Hypothyroidism. Exp Clin Endocrinol Diabetes 2017 Feb;125(2):79-85. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27793066/, abgerufen am: 02.06.2021.

Rasic-Milutinovic, Z. et al. (2017): Potential Influence of Selenium, Copper, Zinc and Cadmium on L-Thyroxine Substitution in Patients with Hashimoto Thyroiditis and Hypothyroidism. Exp Clin Endocrinol Diabetes 2017;125(02):79-85. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-116070, abgerufen am: 02.06.2021.

Rasmussen, L.B. et al. (2011): Selenium status, thyroid volume, and multiple nodule formation in an area with mild iodine deficiency. Eur J Endocrinol 2011 Apr;164(4):585-90. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21242171, abgerufen am: 04.01.2018.  

Rayman, M.P. (2019): Multiple nutritional factors and thyroid disease, with particular reference to autoimmune thyroid disease. Proc Nutr Soc 2019 Feb;78(1):34-44. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30208979/, abgerufen am: 02.06.2021.

Rayman, M.P. (2012): Selenium and human health. Lancet 2012 Mar;379(9822):1256-68. http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(11)61452-9/fulltext, abgerufen am: 27.11.2017.

Renner, K. (2015): Die stille Schaltzentrale. Pharmazeutische Zeitung 7/15. http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6392, abgerufen am: 25.11.2017.

Rotondi, M. et al. (2007): Role of chemokines in endocrine autoimmune diseases. Endocr Rev 2007 Aug;28(5): 492-520. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17475924, abgerufen am: 21.11.2017.

Sachmechi, I. et al. (2007): Effect of proton pump inhibitors on serum thyroid-stimulating hormone level in euthyroid patients treated with levothyroxine for hypothyroidism. Endocr Pract 2007 Jul-Aug;13(4):345-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17669709, abgerufen am: 07.08.2018.

Slominski, A. et al. (2012): L-tyrosine and L-DOPA as hormone-like regulators of melanocytes functions. Pigment Cell Melanoma Res 2012 Jan;25(1):14-27. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3242935/, abgerufen am: 30.11.2017.

Spaggiari, G. et al. (2017): Probiotics Ingestion Does Not Directly Affect Thyroid Hormonal Parameters in Hypothyroid Patients on Levothyroxine Treatment. Front Endocrinol (Lausanne) 2017 Nov 14;8:316. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29184537/, abgerufen am: 02.06.2021.

Stahl, S.M. & Felker, A. (2008): Monoamine oxidase inhibitors: a modern guide to an unrequited class of antidepressants. CNS spectrums 2008 Oct;13(10):855–70. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18955941, abgerufen am: 30.11.2017.

Stranges, S. et al. (2007): Effects of long-term selenium supplementation on the incidence of type 2 diabetes: a randomized trial. Ann Intern Med 2007 Aug;21;147(4):217-23. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17620655, abgerufen am: 29.11.2017.

Sulejmanovic, M. et al. (2020): The Relationship Between Thyroid Antibodies and Vitamin D Level in Primary Hypothyroidism. Med Arch 2020 Oct;74(5):359-362. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33424090/, abgerufen am: 02.06.2021.

synlab MVZ Labor München Zentrum (2021): Bestimmung des Reversen Triiodthyronin 3(rT3) mittels Tandem Massenspektrometrie. aborinformation/ Spezielle Chemie 22 November 2020. https://www.labor-muenchen-zentrum.de/fileadmin/user_upload/Endokrinologische_Diagnostik/SpezCh-22-rT3.pdf, abgerufen am: 02.06.2021.

Talebi, S. et al. (2020): Trace Element Status and Hypothyroidism: A Systematic Review and Meta-analysis. Biol Trace Elem Res 2020 Sep;197(1):1-14. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31820354/, abgerufen am: 02.06.2021.

Talebi, S. et al. (2020): The effects of synbiotic supplementation on thyroid function and inflammation in hypothyroid patients: A randomized, double‑blind, placebo‑controlled trial. Complement Ther Med 2020 Jan;48:102234. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31987229/, abgerufen am: 02.06.2021.

Thomas, L. (2008): Labor und Diagnose: Indikation und Bewertung von Laborbefunden für die medizinische Diagnostik. 7. Aufl. Th-Books Verlagsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main.

Toulis, K.A. et al. (2010): Selenium supplementation in the treatment of Hashimoto's thyroiditis: a systematic review and a meta-analysis. Thyroid 2010 Oct;20(10):1163-73. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20883174, abgerufen am: 29.11.2017.

Tiwari, R. et al. (2020): Evaluation of Serum Ferritin and Anti-Thyroid Peroxidase Antibody Status in Newly Diagnosed Subclinical Cases of Hypothyroidism. Endocr Metab Immune Disord Drug Targets 2020 Sep 25. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32981513/, abgerufen am: 02.06.2021.

Turker, O. et al. (2006): Selenium treatment in autoimmune thyroiditis: 9-month follow-up with variable doses. J Endocrinol 2006 Jul;190(1): 151-6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16837619, abgerufen am: 27.11.2017.

Ucan, B. et al. (2016): Vitamin D Treatment in Patients with Hashimoto's Thyroiditis may Decrease the Development of Hypothyroidism. Int J Vitam Nutr Res 2016 Feb;86(1-2):9-17. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28697689, abgerufen am: 09.08.2018.

Ventura, M. et al. (2017): Selenium and Thyroid Disease. From Pathophysiology to Treatment. International Journal of Endocrinology 2017 Jan;1297658. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5307254/, abgerufen am: 22.01.2018.

Virili, C. & Centanni, M. (2017): "With a little help from my friends" - The role of microbiota in thyroid hormone metabolism and enterohepatic recycling. Mol Cell Endocrinol 2017 Dec;15;458:39-43. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28167127, abgerufen am: 07.08.2018.

Virili, C. et al. (2021): Gut microbiome and thyroid autoimmunity. Best Pract Res Clin Endocrinol Metab 2021 Feb 17:101506. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33648848/, abgerufen am: 02.06.2021.

WHO (World Health Organization) 2007: Iodine deficiency in Europe. A continuing public health problem. http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/43398/1/9789241593960_eng.pdf, abgerufen am: 27.11.2017.

Wiersinga, W.M. (2016): Clinical Relevance of Environmental Factors in the Pathogenesis of Autoimmune Thyroid Disease. Endocrinol Metab (Seoul) 2016 Jun;31(2):213-22. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27184015, abgerufen am: 27.11.2017.

Wu, Q. et al. (2015): Low Population Selenium Status Is Associated With Increased Prevalence of Thyroid Disease. J Clin Endocrinol Metab 2015 Nov;100(11):4037-47. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26305620, abgerufen am: 04.01.2018.

Yin, X. et al. (2007): Thyroid epigenetics: X chromosome inactivation in patients with autoimmune thyroid disease. Ann N Y Acad Sci 2007 Sep;1110:193-200. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17911434, abgerufen am: 21.11.2017.

Yu, L. et al. (2017): Levothyroxine monotherapy versus levothyroxine and selenium combination therapy in chronic lymphocytic thyroiditis. J Endocrinol Invest 2017 Nov;40(11):1243-50. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28534148, abgerufen am: 30.11.2017.

Zhao, F. et al. (2018): Alterations of the Gut Microbiota in Hashimoto's Thyroiditis Patients. Thyroid 2018 Feb;28(2):175-86. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29320965, abgerufen am: 07.08.2018.

Zhou, L. et al. (2014): Gut microbe analysis between hyperthyroid and healthy individuals. Curr Microbiol 2014 Nov;69(5):675-80. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24969306, abgerufen am: 07.08.2018.

Zurück zum Anfang

Weitere interessante Artikel auf VitaminDoctor.com: