Mit Mikronährstoffen Bluthochdruck natürlich senken

Wie Vitamine und Mineralstoffe einen gesunden Blutdruck aufrechterhalten

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) schädigt der erhöhte Druck die Blutgefäße, was langfristig zur Arterienverkalkung führt. Bestimmte Mikronährstoffe wie Magnesium, Kalium und Arginin regulieren den Blutdruck und tragen damit zur Senkung bei. Oft können Blutdrucksenker dadurch niedriger dosiert werden. Zudem lässt sich das Risiko für weitere Gefäßschäden eindämmen. Erfahren Sie hier alles über Mikronährstoffmedizin und Bluthochdruck.

 

Grüner Apfel, Salat, Waage, sauberes Wasser, Maßband und Hantel liegend
Eine gesunde und ausgewogene Lebensweise, besteht aus gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung. Das trägt dazu bei und ist wichtig, um den Blutdruck dauerhaft zu normalisieren. Bild: Wand_Prapan/iStock

Ursachen und Symptome

Der Blutdruck ist der Druck, den das Blut auf die Gefäße ausübt. Bei Bluthochdruck (Hypertonie) ist dieser Druck zu hoch. Es gibt viele mögliche Ursachen, zum Beispiel Übergewicht, Alkohol, Rauchen, Stress und Bewegungsmangel. Zudem kann Bluthochdruck in der Schwangerschaft auftreten.

Um den Blutdruck anzugeben, gibt es zwei Werte: Den systolischen und den diastolischen Wert. Ein gesunder Blutdruck liegt bei 120 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule.

Äußere Anzeichen gibt es kaum. Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Unruhe sind möglich. Bluthochdruck bleibt oft unentdeckt – und gerade deshalb ist er so gefährlich. Besonders wenn weitere Risikofaktoren wie erhöhtes Cholesterin und Diabetes dazukommen, schädigt er das Gefäßsystem. Folgen sind Arteriosklerose oder Schlaganfall und Herzerkrankungen wie die koronare Herzkrankheit, Herzschwäche bis hin zu einem Herzinfarkt. Zudem schädigt ein erhöhter Blutdruck langfristig die Nieren, Augen oder das Gehirn.

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Info

Hypertonie ist häufig. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga haben drei von vier Menschen zu hohe Blutdruckwerte. Die deutsche Hochdruckliga ist eine gemeinnützig tätige wissenschaftliche Fachgesellschaft. Im Austausch mit Medizinern und Ärzten beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Blutdruck. Ziel ist es unter anderem, durch eine bessere Aufklärung der Menschen gegen Bluthochdruck zu kämpfen.

Ziele der Behandlung

Wie wird Bluthochdruck klassisch behandelt?

Ziel ist es, den Blutdruck dauerhaft zu normalisieren. Ärzte raten unbedingt zu einer Änderung des Lebensstils: Bei Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion sinnvoll und das Rauchen sowie der Alkoholkonsum sollten eingestellt werden. Regelmäßige Bewegung wirkt sich ebenfalls günstig aus. Lässt sich der Blutdruck so nicht senken, verordnen Ärzte Medikamente:

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) kurbeln die Ausscheidung von überschüssigem Wasser in den Nieren an. Dadurch nimmt die Menge an Blutflüssigkeit ab und der Druck sinkt. Ein typischer Arzneistoff bei Bluthochdruck ist Hydrochlorothiazid (HCT), zum Beispiel Disalunil®.

Betablocker blockieren Andockstellen im Herzen für blutdrucksteigernde Botenstoffe, zum Beispiel für Stresshormone. Erkennen können Sie Betablocker immer an der Endung „olol“, zum Beispiel Bisoprolol (Concor®) und Metoprolol (Beloc®).

ACE-Hemmer verhindern die Bildung des Hochdruckhormons Angiotensin II. Es sorgt normalerweise dafür, dass sich die Blutgefäße eng stellen und der Druck in den Gefäßen steigt. Zu diesen Blutdruckmitteln gehören zum Beispiel Ramipril (Delix®), Captopril (Cor tensobon®) oder Enalapril (Xanef®). Alle Wirkstoffe enden auf „pril“.

Angiotensin-Rezeptorblocker blockieren die Andockstellen für das blutdrucksteigernde Hormon Angiotensin II. Sie werden als Sartane bezeichnet. Sie erkennen sie an der Endung „sartan“, zum Beispiel Candesartan (Candecor®), Losartan (Lorzaar®) oder Valsartan (Diovan®).

Calciumantagonisten stellen die Blutgefäße weit und sorgen so dafür, dass mehr Platz für das Blut da ist. Dadurch sinkt der Druck. Beispielwirkstoffe sind Amlodipin (Norvasc®), Nimodipin (Nimotop®) und Verapamil (Isoptin®).

Info

Mehr Informationen zur Behandlung von Hypertonie können den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga entnommen werden. Diese berücksichtigen die neuesten Ergebnisse der Forschung zur erfolgreichen Senkung des Blutdrucks.

 

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Mikronährstoffe können den Blutdruck natürlich senken. Dafür ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung wichtig: Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die Weitstellung der Blutgefäße und verbessern die Fließfähigkeit des Blutes. Dadurch lässt sich der Einsatz von Blutdrucksenkern hinauszögern, die Dosierung reduzieren oder sogar das Medikament ganz absetzen. Zu den wichtigsten blutdrucksenkenden Mikronährstoffen gehören:

  • Magnesium entspannt die Muskulatur der Blutgefäße.
  • Taurin reguliert den Herzschlag und Wasserhaushalt.
  • Kalium unterstützt die Ausscheidung von Natrium.
  • Arginin verbessert die Funktion der Blutgefäße.
  • Omega-3-Fettsäuren lassen das Blut besser fließen.
  • Kakao-Polyphenole wirken als natürliche Blutdrucksenker.
  • Probiotika regulieren den Blutdruck über die Darmgesundheit.
  • Vitamin D hemmt die Bildung des Blutdruckhormons Renin.

Zusätzlich kann durch ausgewählte Mikronährstoffe das Risiko für Folgeerkrankungen verringert werden. Antioxidantien tragen dazu bei, die Gefäße vor weiteren Schäden zu schützen. Meistens empfehlen Mikronährstoffmediziner ein Multivitaminpräparat, das verschiedene Antioxidantien enthält.

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Tipp

Achten Sie auch auf die Versorgung mit B-Vitaminen. Der Körper braucht vor allem Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure zum Abbau von Homocystein. Erhöhtes Homocystein steht im Verdacht, die Gefäße zu schädigen und dadurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu steigern. Dazu gehören Herzinfarkt oder Schlaganfall. Zwischen Folsäure und Blutdruck gibt es auch einen direkten Zusammenhang, wie eine große Beobachtungsstudie zeigt: Bei Probanden mit einer höheren Folsäurezufuhr war auch das Bluthochdruckrisiko geringer. Alles zum Thema Homocystein, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure erfahren Sie hier.

Behandlung mit Mikronährstoffen

Muskelentspannende Wirkung: Magnesium gegen Bluthochdruck

Wirkweise von Magnesium

Rote Blutkörperchen in der Vene
Magnesium verbessert die Dehnbarkeit der Blutgefäße und wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus. Bild: PhonlamaiPhoto/iStock

Magnesium reguliert die Muskelspannung im Körper. Es sorgt dafür, dass sich die Gefäßmuskulatur entspannt und die Dehnbarkeit der Blutgefäße verbessert. Zudem unterstützt Magnesium die Bildung und Wirkung gefäßerweiternder Botenstoffe wie Prostazyklin. Dies hat Auswirkungen auf den Blutdruck.

Eine Auswertung von beobachtenden Studien zeigt: Die Steigerung der Magnesiumzufuhr über Lebensmittel um täglich 100 Milligramm senkt das Bluthochdruckrisiko um 5 Prozent. Es gibt zahlreiche hochwertige Studien zur Einnahme von Magnesium bei einem bereits erhöhten Blutdruck: Drei Forschergruppen kamen in Übersichtsarbeiten zu dem Ergebnis, dass 300 bis 400 Milligramm Magnesium täglich ausreichend sind für eine leichte Blutdrucksenkung.

Der blutdrucksenkende Effekt von Magnesium ist gut untersucht. Die Einnahme ist daher als natürliche Unterstützung in jedem Fall einen Versucht wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Die empfohlene Dosierung für einen gesunden Blutdruck liegt meist zwischen 250 und 700 Milligramm pro Tag. Die Ansprechrate auf Magnesium kann unter Patienten allerdings sehr unterschiedlich sein: Durchschnittlich 400 Milligramm Magnesium pro Tag senkten den systolischen Wert um bis zu 4 Millimeter Quecksilbersäule und den diastolischen Wert um bis zu 3. In einer anderen Studie führten 370 Milligramm dagegen zu einer geringeren Blutdrucksenkung.

Meist wird die Einnahme zum Essen empfohlen. Die regelmäßige hoch dosierte Magnesiumeinnahme (mehr als 300 Milligramm) sollte idealerweise in Rücksprache mit dem Mikronährstoff-Experten erfolgen. Magnesiummengen über 250 Milligramm können bei empfindlichen Menschen zu Durchfall führen. Nehmen Sie die Dosierung dann über den Tag verteilt ein.

Tipp

Magnesium gibt es als Verbindung mit Taurin, sogenanntes Magnesiumtaurat. Taurin reguliert den Herzschlag und wirkt ebenfalls blutdrucksenkend.

Laboruntersuchung

Bei Bluthochdruck ist es sinnvoll, den Magnesiumwert im Blut überprüfen zu lassen. Magnesium liegt hauptsächlich in den Zellen vor: Rote Blutzellen enthalten dreimal so viel Magnesium wie die Blutflüssigkeit (Blutserum). Daher ist es immer besser, wenn Ihr Arzt Magnesium im Vollblut bestimmt – es enthält die roten Blutzellen.

Normale Magnesiumspiegel im Vollblut liegen zwischen 1,38 und 1,50 Millimol pro Liter.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet und sie so unwirksam macht. Hierzu zählen Antibiotika, vor allem sogenannte Gyrasehemmer und Tetrazykline, und Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate).

  • Gyrasehemmer: Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®), Levofloxacin (zum Beispiel Tavanic®), Moxifloxacin (zum Beispiel Avalox®), Norfloxacin (zum Beispiel Bactracid®, Norfluxx®) und Ofloxacin (zum Beispiel Floxal®, Tarivid®).
  • Tetrazykline: Tetracyclin (zum Beispiel Achromycin®, Supramycin®, Tefilin®), Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®, Vibramycin®), Minocyclin (zum Beispiel Aknosan®, Skinocyclin®).
  • Bisphosphonate: Alendronat (zum Beispiel Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (zum Beispiel Bonefos®), Etidronat (zum Beispiel Didronel®), Ibandronat (Bondronat®), Pamidronat (Aredia®), Risedronat (Actonel®) und Tiludronat (Skelid®).

Werden diese Medikamente eingenommen, sollte Magnesium mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden von den Medikamenten zu sich genommen werden.

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden. Das Magnesium aus Mineralstoffpräparaten würde sich daher im Blut anreichern.

Taurin für einen gesunden Herzschlag und den Wasserhaushalt

Wirkweise von Taurin

Taurin ist ein Abbauprodukt von Aminosäuren, das im Stoffwechsel entsteht. Es wird über tierische Lebensmittel wie Fleisch aufgenommen. Zell- und Tierstudien zeigen, dass Taurin die Schlagkraft des Herzens unterstützt und den richtigen Herzrhythmus im Gleichgewicht hält. Auch schreiben Forscher Taurin eine blutdrucksenkende Wirkung zu: Vermutlich verbessert Taurin die Flüssigkeitsausscheidungüber die Nieren und hilft so, den Blutdruck zu regulieren.

In einer Studie mit einem Scheinmedikament verringerten täglich 1.600 Milligramm Taurin den Blutdruck um durchschnittlich 7,2 (systolischer Wert) und 4,7 Millimeter Quecksilbersäule (diastolischer Wert). Eine solche Studie ist in der Forschung ein guter Hinweis für die Wirksamkeit. Allerdings war die Studie mit 120 Teilnehmern eher klein. Es lag außerdem nur leicht erhöhter Blutdruck vor und kein Bluthochdruck. Größere Studien stehen noch aus. Vor allem in Kombination mit Magnesium (Magnesiumtaurat) könnte eine Ergänzung aber sehr sinnvoll sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Taurin

Mikronährstoff-Experten empfehlen zur Blutdrucksenkung 1.500 bis 4.000 Milligramm Taurin pro Tag. Verteilen Sie die Gesamtmenge am besten auf mehrere Portionen über den Tag. Taurin kann zu oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Zum Essen verbessert sich jedoch die Verträglichkeit für den Magen.

Bei Dosierungen über 3.000 Milligramm kann es selten zu Magen-Darm-Problemen kommen oder zu Müdigkeit. Eine Kombination mit Koffein (Energydrinks) wird bei Bluthochdruck nicht empfohlen. Es kann zu einem Anstieg von Puls und Blutdruck kommen. Dies ist wahrscheinlich auf das Koffein zurückzuführen, da es stimulierend wirkt.

Taurin: zu beachten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen

Da es keine ausreichenden Informationen zur Wirkung von Taurin in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, sollten Frauen in dieser Zeit vorsichtshalber auf Taurin-Präparate verzichten.

Bei Menschen mit Nierenerkrankungen ist die Steuerung des Taurin-Spiegels im Blut gestört. Taurin wird normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Ihr Arzt sollte die Einnahme von Taurin deshalb kritisch abwägen, wenn Sie geschwächte Nieren haben.

Taurin senkt möglicherweise den Blutzucker. Diabetiker sollten daher bei einer Taurin-Einnahme den Blutzucker engmaschiger kontrollieren. Im Fall einer Unterzuckerung ist eventuell eine Anpassung der Dosis von Diabetesmedikamenten oder von Taurin nötig.

Epileptiker sollten zur Sicherheit die Einnahme von Taurin mit dem Arzt absprechen. Taurin wirkte in Tierstudien sowohl krampflösend als auch krampfsteigernd. Ein negativer Effekt wurde in Studien an Menschen allerdings nur mit Taurin-haltigen Energydrinks festgestellt: Unklar ist, ob dies allein an Taurin lag oder an der Kombination mit Koffein und/oder Alkohol.

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Kaliummangel verursacht Hypertonie

Wirkweise von Kalium

Kalium ist an der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Es reguliert die Ausscheidung von Natrium über die Niere, wenn zu viel Natrium im Blut vorhanden ist. Kalium ist daher der natürliche Gegenspieler von Natrium. Durch unsere heutige Ernährungsweise sind wir meist mit Natrium überversorgt. Vor allem Kochsalz liefert Natrium. Es ist in allen verarbeiteten Lebensmitteln reichlich enthalten. Im Gegensatz dazu nehmen viele Menschen zu wenig Kalium auf, weil sie zu wenig Obst und Gemüse verzehren. Ein Kaliummangel begünstigt Bluthochdruck.

In mehreren Studien zeigte sich eine Senkung eines bereits erhöhten Blutdrucks durch Kalium. Das verdeutlicht eine Studienauswertung. Die Gesamtzufuhr von 3.500 und 4.600 Milligramm pro Tag reduzierte bei Erwachsenen den systolischen Wert um rund 3,5 und den diastolischen um 2,0 Millimeter Quecksilbersäule. Vor allem, wenn das Verhältnis von Kalium zu Natrium verschoben ist, kann die Einnahme von Kalium helfen. Gleichzeitig sollte aber auch der Verzehr von Kochsalz (Natriumchlorid) gesenkt werden

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kalium

Mikronährstoff-Experten empfehlen pro Tag zwischen 2.000 und 3.000 Milligramm in Abhängigkeit von den Kaliumwerten im Blut. Nehmen Sie Kalium über den Tag verteilt ein. Dabei sollten Sie eine Einzeldosis von 500 Milligramm Kalium nicht überschreiten. Die Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die Verträglichkeit für den Magen.

Möchten Sie Kalium einnehmen, besprechen Sie dies am besten mit Ihrem Mikronährstoff-Experten oder Arzt: Liegt kein Mangel vor, kann es zu einem Kaliumüberschuss kommen. Folgen sind zum Beispiel Herzrhythmusstörungen.

Lassen Sie Ihre Kaliumwerte im Blut überprüfen

Bei Bluthochdruck sollte der Kaliumwert im Blut überprüft werden, damit ein möglicher Mangel ausgeglichen werden kann. Auch kann es zu einer Überversorgung kommen, wenn Kalium für eine längere Zeit ohne Blutkontrolle eingenommen wird. Der Normwert für Kalium liegt bei 3,6 bis 4,8 Millimol pro Liter Blutserum.

Kalium: zu beachten bei Nierenschwäche und der Einnahme von Blutdruck- und Entwässerungsmedikamenten

Da Kalium über die Nieren ausgeschieden wird, kann es bei geschwächten Nieren zu einer Ansammlung von Kalium im Körper kommen. Je nach Schweregrad der Nierenschwäche sollte eine Kaliumzufuhr von 1.500 bis 2.000 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden. Betroffene dürfen Kaliumpräparate daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt und nach Laborkontrolle einnehmen.

Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer mit Wirkstoffen wie Ramipril (zum Beispiel RamiLich®) und Lisinopril (zum Beispiel LisiLich®) können die Kaliumausscheidung über die Nieren senken. In Verbindung mit einer Kaliumeinnahme kann es zu einer Überversorgung (Hyperkaliämie) kommen. Gleiches gilt für AT1-Blocker, zu deren Wirkstoffen unter anderem Losartan (zum Beispiel Lorzaar®) und Candesartan (zum Beispiel Atacand® oder Blopresid®) zählen. Wer Blutdrucksenker nimmt, sollte daher auf keinen Fall zusätzliche Kaliumpräparate einnehmen.

Auch wenn Sie Herzglykoside wie Digoxin (Digacin® oder Lanicor®) oder kaliumsparende Entwässerungsmedikamente (Diuretika wie Diaphal®, Diursan®) einnehmen, sollten Sie auf Präparate mit Kalium verzichten. Kalium kann die Wirkung von Herzglykosiden abschwächen. Bei kaliumsparenden Diuretika droht ein Kaliumüberschuss.

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Arginin verbessert die Gefäßfunktion

Wirkweise von Arginin

Die Aminosäure Arginin ist die Ausgangssubstanz desBotenstoffs Stickstoffmonoxid (NO). Stickstoffmonoxid erweitert die Blutgefäße. Auf diese Weise sinkt der Blutdruck. Bei Personen mit Bluthochdruck vermuten Forscher, dass der Arginin-Stoffwechsel gestört ist, sodass ihnen zu wenig Arginin zur Verfügung steht. Folglich kann nicht genug gefäßerweiterndes Stickstoffmonoxid gebildet werden.

Expertenwissen

Die Arginin-Wirkung kann durch einen sehr ähnlichen Gegenspieler, den asymmetrischen Dimethylarginin (ADMA), vermindert werden. Das besagt die ADMA-Hypothese. ADMA verdrängt Arginin. Damit sinkt auch die Herstellung von Stickstoffmonoxid aus Arginin, was die Gefäße verengt. Eine vermehrte Arginin-Zufuhr kann das wieder ausgleichen, vermuten Forscher.

Eine Auswertung verschiedener Übersichtsarbeiten ergab: Die Einnahme von Arginin kann bei Hochdruckpatienten den systolischen Wert zwischen 2,2 und 5,4 senken und den diastolischen Wert zwischen 2,7 und 3,1 Millimeter Quecksilbersäule. Dabei gab es allerdings starke Schwankungen, sodass Arginin bei einigen besser und bei anderen schlechter wirken könnte.

Aufgrund seiner vielversprechenden blutdrucksenkenden Effekte gehört Arginin dennoch zu den wichtigsten Stoffen der Mikronährstoffmedizin bei Bluthochdruck.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Arginin

Mikronährstoff-Experten empfehlen täglich zwischen 2.000 und 6.000 Milligramm Arginin. Nehmen Sie die Gesamtmenge über den Tag verteilt ein und idealerweise zwischen den Mahlzeiten: So wird Arginin am besten im Darm aufgenommen. Zudem wird durch eine Einnahme über den Tag verteilt die Verträglichkeit verbessert. In hoher Dosierung könnte Arginin andernfalls zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall führen.

Eine Kontrolle durch den Mikronährstoff-Experten wird empfohlen. Außerdem ist die Kombination mit Antioxidantien ratsam. In hoher Dosierung könnte Arginin auf Dauer oxidativen Stress begünstigen. Oxidativer Stress fördert die Produktion von schädlichem ADMA und verringert die Arginin-Wirkung. Außerdem sind B-Vitamine sinnvoll: Sie gewährleisten den Abbau von Homocystein. In hoher Menge kann Homocystein die Arginin-Wirkung stören.

Arginin-Werte im Blut bestimmen

Bei hohen Blutdruckwerten kann es sinnvoll sein, die Blutwerte von Arginin bestimmen zu lassen. Werte zwischen 100 und 300 Mikromol pro Liter führten Studien zufolge zu einer guten Entspannung der Blutgefäße durch den Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO).

Zudem gibt es den ADMA-Test. ADMA (asymmetrisches Dimethylarginin) ist eine körpereigene Substanz, welche die Arginin-Wirkung hemmt. Ist ADMA zu hoch, kann dies mit Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergehen. Das richtige Gleichgewicht zwischen ADMA und Arginin lässt sich durch eine Arginin-Einnahme wiederherstellen. Das ideale Verhältnis sollte zwischen 50:1 und 100:1 liegen.

Arginin: zu beachten bei Einnahme in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Zur Einnahme von Arginin in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Daten vor. Zwar zeigen erste Studien einen günstigen Effekt zur Vorbeugung von Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Prä-Eklampsie), von einer Arginin-Einnahme ohne ärztliche Aufsicht ist allerdings abzuraten.

Herpesviren benötigen Arginin für ihre Vermehrung. Deshalb sollte Arginin nicht bei wiederkehrenden Herpesinfektionen hoch dosiert eingenommen werden. Es kann ruhende Viren aktivieren oder ein akutes Aufflammen einer Infektion verschlimmern.

Wenn Sie Medikamente nehmen, die – wie Arginin – den gefäßerweiternden Botenstoff Stickstoffmonoxid freisetzen (NO-Donatoren), sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es kann eine Anpassung der Dosierung notwendig sein, um eine Überversorgung zu vermeiden. Dazu gehören Nitrate (Mono Mack®, Ismo®), Molsidomin (Corvaton®, Molsibeta®) und Nitroprussid (Nipruss®).

Das Potenzmittel Sildenafil (Viagra®) sollte nicht zusammen mit Arginin eingenommen werden. Die Wirkungen könnten sich unkontrolliert verstärken.

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Omega 3-Fettsäuren lassen das Blut besser fließen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Querschnitt einer Arterie
Omega-3-Fettsäuren verlangsamen die Entstehung von Gefäßablagerungen und verringern somit die Wahrscheinlichkeit für Folgeerkrankungen. Bild: 7activestudio/iStock

Omega-3-Fettsäuren sind an der Weitstellung der Blutgefäße beteiligt und können so den Blutdruck senken. Besonders wichtig sind Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), zum Beispiel aus Fischöl. Eine hochwertige Studienauswertung über 70 Studien zeigt: Langkettige Fettsäuren wie EPA und DHA verringerten den systolischen Druck um durchschnittlich 4,51 und den diastolischen um 3,05 Millimeter Quecksilbersäule. Allerdings sind sich die Forscher noch nicht einig, ob die Fettsäuren jedem Hochdruckpatienten gleich gut helfen.

Zudem verringern Omega-3-Fettsäuren die Wahrscheinlichkeit für Begleit- und Folgeerkrankungen: Sie verlangsamen die Entstehung von Gefäßablagerungen und stabilisieren sie, sodass sie nicht weggeschwemmt werden und ein kleineres Blutgefäß verstopfen (Embolie). Ist der Gehalt an gesundheitsfördernden Fettsäuren im Blut hoch (Omega-3-Index von mindestens 8 Prozent), ist auch die Wahrscheinlichkeit, durch einen Herzinfarkt zu sterben, um 30 Prozent geringer. Deshalb lohnt sich bei Bluthochdruck die Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren, vor allem von EPA und DHA.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Die amerikanische Herzgesellschaft empfiehlt pro Woche mindestens zwei Portionen fettreichen Fisch. Ist das nicht möglich, rät sie, mit dem Mikronährstoff-Experten geeignete Omega-3-Präparate auszuwählen. Sinnvoll sind zwischen 1.500 und 2.500 Milligramm pro Tag, mit einem möglichst hohen Anteil an EPA.

Alle Fettsäuren sollten zum Essen eingenommen werden: Zusammen mit Fett aus der Mahlzeit gelangen sie besser aus dem Darm in das Blut.


Tipp

Besonders bei Fischöl ist es wichtig, auf eine gute Qualität zu achten: Hochwertige Präparate unterlaufen verschiedene Reinigungsprozesse, damit Schadstoffe und andere unerwünschte Rückstände entfernt werden.

Blutuntersuchung: der Omega-3-Index

Blut in einer Ampulle
Bluttests sind bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig, da sich dabei unter anderem der Anteil der Omega-3-Fettsäuren messen lässt. Bild: Cassis/iStock

Der Omega-3-Index gibt Aufschluss darüber, wie gut die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist. Die Blutuntersuchung ist gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll. Dabei wird der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen gemessen und in Prozent ausgerechnet. Liegt der Index über 8 Prozent, ist die Versorgung sehr gut.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Einnahme von Blutverdünnern, bei Erkrankungen und vor Operationen

Mann, der einen Bluttest macht
Durch einen Bluttest können verschiedene Werte festgestellt werden. Besonders vor Operationen ist es wichtig, die Einnahme von Blutverdünnern mit einem Arzt zu besprechen. Bild: Mike Watson Images/moodboard

Omega-3-Fettsäuren wirken blutverdünnend und können deshalb ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutverdünnern verstärken. Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt: Wenn nötig, kann er die Blutgerinnungszeit (Quick-Wert) kontrollieren und die Medikamentendosis anpassen. Zu den Blutverdünnern zählen Cumarine (wie Marcumar®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Heparin (Clexane®) und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®).

Bei plötzlich auftretenden Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme zuvor mit dem Arzt abklären.

Steht eine Operation an, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob das Absetzen der Omega-3-Fettsäuren nötig ist.

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Kakao-Polyphenole senken den Blutdruck und wirken antioxidativ

Wirkweise von Kakao-Polyphenolen

Kakaobohnen enthalten bestimmte Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole. Sie sind für den bitteren Geschmack verantwortlich. Vermutlich fördern sie das Enzym in den Blutgefäßen, das den gefäßerweiternden Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) herstellt (NO-Synthase). Dann steigen nachweislich die NO-Werte. Diesen Effekt belegt eine Vorstudie: Aßen die Teilnehmer täglich 6,3 Gramm dunkle Schokolade, stieg die Produktion von Stickstoffmonoxid an. Darüber hinaus wirken Kakao-Polyphenole antioxidativ und dämmen die Entstehung von Gefäßschäden ein. Diese sind häufig eine Folge von oxidativem Stress.

Im Rahmen einer Studienauswertung wurde der blutdrucksenkende Effekt gezeigt: Polyphenolreiche Kakaoprodukte verringerten den systolischen Blutdruck um 4,5 Millimeter Quecksilbersäule und den diastolischen Blutdruck um 2,5. Eine weitere Auswertung der Studienlage kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Aufgrund der vielversprechenden Effekte ist die Ergänzung einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kakao-Polyphenolen

Mikronährstoff-Experten empfehlen hauptsächlich einen Extrakt aus Kakao, der reich an Polyphenolen ist. Meist liegt die Dosierung bei 100 bis 200 Milligramm Kakao-Extrakt täglich mit einem Polyphenolgehalt von 25 bis 50 Milligramm.

Im Gegensatz zu Kakao- und Schokoladenprodukten liefert Kakao-Extrakt keinen Zucker und hat so gut wie keine Kalorien. Schokolade ist aufgrund des hohen Zucker- und Kaloriengehalts weniger zu empfehlen. Möchten Sie dennoch auf Schokolade zurückgreifen, sollte es unbedingt Zartbitterschokolade sein. Auch die Menge ist wichtig: Rund 10 Gramm pro Tag waren in Studien schon ausreichend. Der Gehalt an Polyphenolen wird jedoch durch den Herstellungsprozess verringert, sodass die Dosis unsicher ist.

Präparate mit Kakao-Extrakt sollten für eine gute Verträglichkeit zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Kakao-Polyphenole: zu beachten in Schwangerschaft und Stillzeit

Da es keine ausreichenden Informationen zur Wirkung von Kakao-Extrakt in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, sollten Frauen in dieser Zeit vorsichtshalber auf Präparate verzichten. Zartbitterschokolade ist in üblichen Mengen hingegen unbedenklich.

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Gestörte Darmflora bei Bluthochdruck? Wie Probiotika helfen können

Wirkweise von Probiotika

Darm mit Bakterienflora
Probiotika können krankmachende Bakterien aus dem Darm verdrängen und eine gestöre Darmflora wieder normalisieren. Bild: newannyart/iStock/Thinkstock

Wissenschaftler entdeckten in den letzten Jahren neue Zusammenhänge zwischen dem Darm und verschiedenen Erkrankungen, so auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Eine gestörte Darmflora (Mikrobiota) könnte mit Bluthochdruck in Verbindung stehen.

Nützliche Bakterien (Probiotika) sind in der Lage, eine gestörte Darmflora zu normalisieren: Sie verdrängen krankmachende Bakterien aus dem Darm. Die genauen Wirkmechanismen, wie sie den Bluthochdruck verringern, sind allerdings noch nicht klar.

Expertenwissen

Es zeigte sich, dass Probiotika bioaktive Eiweißbestandteile bilden, die das „Angiotensin Converting Enzyme“ hemmen. Dadurch wirken sie vermutlich als körpereigener ACE-Hemmer. Zudem gibt es Hinweise, dass die durch Fermentation entstandenen kurzkettigen Fettsäuren den Blutdruck regulieren.

Probiotika konnten den Blutdruck um durchschnittlich 3,56 (systolischer Wert) und um 2,38 Millimeter Quecksilbersäule (diastolischer Wert) senken. Insgesamt war die Blutdrucksenkung am größten, wenn die Studienteilnehmer einen hohen Ausgangsblutdruck hatten (über 135 zu 85 Millimeter Quecksilbersäule). Dies zeigt eine erste Studienauswertung von neun hochwertigen Studien mit mehr als 500 Probanden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Laut Studien sind für einen blutdrucksenkenden Effekt mindestens 1 Milliarde (1x109) Keime täglich nötig, besser mehr: Mit 100 Milliarden konnte der stärkste Effekt beobachtet werden. Meist liegt die empfohlene Dosierung allerdings bei 10 Milliarden (10x109) Keimen pro Tag.

Mikronährstoff-Experten raten zu einem Multispezies-Präparat mit verschiedenen Bifidobakterien und Laktobazillen: Die Reduktion des Blutdrucks war größer, wenn unterschiedliche Bakterienstämme enthalten waren statt eines einzigen Bakterienstammes.

Info

Zusammen ist die Überlebensfähigkeit der nützlichen Bakterien im Darm größer (Teamarbeit). Sie überleben die Darmpassage besser und können sich besser im Darm ansiedeln. Zudem bilden unterschiedliche Bakterien unterschiedliche Stoffwechselprodukte, die den anderen Bakterien wiederum nutzen können.

Probiotika: zu beachten bei Erkrankungen

Einige probiotische Bakterien bilden möglicherweise Histamin im Darm. Dazu gehören: Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus, Lactobacillus reuteri, Lactococcus lactis und Enterococcus faecium. Daher kann eine Probiotikaeinnahme bei einer Histaminintoleranz Beschwerden hervorrufen.

Sehr geschwächte Patienten mit unterdrücktem Immunsystem, Personen mit zentralen Venenzugängen (zum Beispiel bei Chemotherapie), Herzklappenerkrankungen und Kurzdarmsyndrom sollten keine Probiotika bekommen.

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Vitamin-D-Mangel steigert das Bluthochdruckrisiko

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D hemmt die Bildung des Blutdruckhormons Renin, das an der Druckerhöhung beteiligt ist. Zudem beeinflusst Vitamin D vermutlich über die Mineralstoffkonzentrationen (Calcium) und den Flüssigkeitshaushalt den Blutdruck. Damit ist es indirekt an der Blutdruckregulation beteiligt. Außerdem dämpft Vitamin D Entzündungen, welche die Blutgefäße verhärten und den Blutdruck steigen lassen.

Ein Mangel kann das Risiko für Bluthochdruck bei Frauen um das Dreifache erhöhen und bei Männern sogar um das Sechsfache. Dies zeigen zwei große Beobachtungsstudien. Ob die Einnahme von Vitamin D allerdings bei den Betroffenen den Blutdruck senkt, wird derzeit noch erforscht. Insgesamt ist die Wirkung bei Bluthochdruck unklar, wie mehrere Auswertungen der Studien zeigen. Die Chance auf eine Wirkung ist bei einem Vitamin-D-Mangel (oder Calciummangel) noch am besten.

Da bei uns ein Mangel weit verbreitet ist und die körpereigene Bildung über die Haut meist nicht ausreicht, wird die Ergänzung von Vitamin D von Mikronährstoff-Experten empfohlen – auch im Hinblick auf die allgemeine Gefäßgesundheit.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Die Dosierung richtet sich nach den Vitamin-D-Werten im Blut. Um einen Mangel auszugleichen, sind zum Beispiel für einen festgelegten Zeitraum oft höhere Dosierungen nötig. Ist der Vitamin-D-Spiegel nicht bekannt, können zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten pro Tag sinnvoll sein, um hohen Blutdruckwerten entgegenzuwirken.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Das bedeutet, dass der Darm es nur zusammen mit Fett richtig aufnehmen kann. Nehmen Sie Vitamin D daher immer zum Essen ein.


Vitamin-D-Mangel erkennen

Da Hochdruckpatienten häufig einen Vitamin-D-Mangel haben, empfiehlt es sich, den Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen – idealerweise zweimal im Jahr (Frühling und Herbst). Im Labor wird eine Vitamin-D-Form bestimmt, die im Blut zirkuliert – das 25-(OH)-Vitamin D (Calcidiol). Optimalerweise sollten die Vitamin-D-Werte zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Sie können einen gestörten Mineralstoffhaushalt haben mit einem zu hohen Calciumspiegel. Da Vitamin D die Calciumaufnahme im Darm fördert, können die Calciumspiegel im Blut zu stark ansteigen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) sollten mit ihrem Arzt sprechen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht eingenommen werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel, die unter Vitamin-D-Zufuhr weiter steigen könnten.

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide mit den Wirkstoffen Hydrochlorothiazid (Esidrix®), Xipamid (Aquaphor®) und Indapamid (Natrilix®) senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Da auch Vitamin D den Calciumspiegel hochtreibt, darf Vitamin D zusammen mit Thiaziden nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird.

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Antioxidantien: die Radikalfänger in den Gefäßen

Wirkweise von Antioxidantien

Verändertes (oxidiertes) Cholesterin und Entzündungen führen zu Schäden an den Gefäßwänden. Sie können dann nicht mehr flexibel auf den Herzschlag reagieren, sodass der Blutdruck steigt. Antioxidantien fangen freie Radikale ab und schützen dadurch die Blutgefäße vor diesen Schäden. Wichtig sind zum Beispiel Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C oder die Mineralstoffe Selen und Zink. Auch Coenzym Q10 zählt zu den Antioxidantien.

Zudem können Coenzym Q10 und Vitamin C direkt zur Blutdrucksenkung beitragen: Vitamin C steigert die Verfügbarkeit des gefäßerweiternden Botenstoffs Stickstoffmonoxid, während Coenzym Q10 die Bildung des Botenstoffs anregt. Zwei Übersichtsarbeiten zeigen, dass sowohl Coenzym Q10 als auch Vitamin C einen erhöhten Blutdruck bei Betroffenen senken kann.

Die Versorgung mit Antioxidantien sollte daher bei Bluthochdruck aus zwei Gründen ausreichend sein: Sie schützen die Blutgefäße und können auf natürliche Weise helfen, den Blutdruck zu senken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Mikronährstoff-Experten empfehlen ein möglichst breites Spektrum verschiedener Antioxidantien: Sie setzen an unterschiedlichen Punkten im Körper an und werden untereinander benötigt, damit sie sich wieder regenerieren, nachdem sie ein freies Radikal unschädlich gemacht haben. In Studien waren zur Blutdrucksenkung 500 Milligramm Vitamin C und 200 Milligramm Coenzym Q10 wirksam.

Am besten werden Antioxidantien im Darm aufgenommen, wenn Sie sie zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen.

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Coenzym Q10 und Vitamin C: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Coenzym Q10 kann die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern herabsetzen. Hierzu zählen sogenannte Cumarine mit den Medikamentenwirkstoffen Phenprocoumon (zum Beispiel Marcumar®, Falithrom® und Marcuphen®) und Warfarin (Coumadin®). Diese Wechselwirkung wurde bereits für Dosierungen zwischen 30 und 100 Milligramm Coenzym Q10 beobachtet. Deshalb sollte die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden. Der Arzt kann den sogenannten Quick-Wert (Prothrombinzeit) im Blut kontrollieren und beurteilen, ob man Coenzym Q10 einnehmen kann.

Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung des Blutkrebs-Medikaments Bortezomib (zum Beispiel Velcade®) herab. Es sollte dann nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten Menschen mit krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Vitamin C sollte bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) nicht über 500 Milligramm pro Tag dosiert werden. Kranke Nieren können damit nicht umgehen. Harnsteine und Oxalat-Ablagerungen können die Folge sein.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Bluthochdruck

 

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm (mg)

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

250 bis 700 Milligramm

Kalium

2.000 bis 3.000 Milligramm

  
 

Sonstige Nährstoffe

Taurin

1.500 bis 4.000 Milligramm

Arginin

2.000 bis 6.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.500 bis 2.500 Milligramm

(möglichst hoher EPA-Anteil)

Kakao-Extrakt

100 bis 200 Milligramm

(mit 25 bis 50 Milligramm Polyphenolen)

Coenzym Q10

200 Milligramm

Probiotika (Bifidobakterien und Laktobazillen)

10 Milliarden (10 x 109) koloniebildende Einheiten (KBE)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Bluthochdruck

 

Normalwerte

Magnesium (Vollblut)

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Arginin

ADMA:Arginin

100 bis 300 Mikromol pro Liter (µmol/l)

50:1 bis 100:1

Kalium

3,6 bis 4,8 Millimol pro Liter

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/l)

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

ACE-Hemmer binden Zink

ACE-Hemmer mit den Wirkstoffen Captopril (Cor Tensobon®) oder Enalapril (Xanef®) binden im Körper Zink und sorgen dafür, dass es vermehrt ausgeschieden wird. Nehmen Sie über Jahre hinweg ACE-Hemmer ein, kann es zu einem Zinkmangel kommen. Deshalb ist die Ergänzung von 10 bis 20 Milligramm Zink am Tag sinnvoll. Allerdings sollten Sie nicht beides zeitgleich einnehmen, damit Zink nicht bereits im Magen gebunden wird.

Info

Ein Zinkmangel äußert sich unter anderem durch Symptome wie Müdigkeit, Haarausfall, einer schlechten Abwehr und einer beeinträchtigten Wundheilung.

 

Betablocker und Angiotensin-Rezeptorblocker verursachen Mängel

Betablocker wie Metoprolol (zum Beispiel Beloc®, Lopresor®) stören Coenzym-Q10-abhängige Enzyme in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien). Das beeinträchtigt die Energieversorgung der Gewebe wie des Herzens. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb zusätzlich mindestens 100 Milligramm Coenzym Q10, um die Energieversorgung des Herzmuskels sicherzustellen.

Angiotensin-Rezeptorblocker (Sartane) wie Losartan (Lorzaar®) steigern die Ausscheidung von Zink. Gerade bei einer Langzeittherapie mit diesen Medikamenten kann es deshalb zu einem Zinkmangel kommen. Mikronährstoff-Experten empfehlen, pro Tag 10 bis 20 Milligramm Zink zu ergänzen.

Entwässerungsmedikamente schwemmen Mikronährstoffe aus

Entwässerungsmedikamente aus der Klasse der Hydrochlorothiazide (HCT) schwemmen nicht nur überschüssiges Wasser aus, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe. Dazu zählen die B-Vitamine Vitamin B6, B12 und Folsäure sowie die Mineralstoffe Zink, Magnesium und Kalium. Beispielmedikamente sind Disalunil® oder Esidrix®.

Mikronährstoff-Experten empfehlen täglich:

  • 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6
  • 100 bis 200 Mikrogramm Vitamin B12
  • 200 bis 400 Mikrogramm Folsäure
  • 10 bis 20 Milligramm Zink
  • 200 bis 400 Milligramm Magnesium
  • 300 bis 500 Milligramm Kalium (nur in Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten, da Kalium nicht bei allen Entwässerungsmitteln geeignet ist)

Welche Mikronährstoffe bei anderen Entwässerungsmitteln sinnvoll sind, lesen Sie hier. Dazu gehören Schleifendiuretika und kaliumsparende Diuretika.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung bei Einnahme von

 

ACE-Hemmern

Zink

10 bis 20 Milligramm (mg)

  
 

Betablockern

Coenzym Q10

mindestens 100 Milligramm

  
 

Angiotensin-Rezeptorblockern

Zink

10 bis 20 Milligramm

  
 

Entwässerungsmedikament Hydrochlorothiazid (HCT)

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm

Vitamin B12

100 bis 200 Mikrogramm (µg)

Folsäure

200 bis 400 Mikrogramm

Zink

10 bis 20 Milligramm

Magnesium

200 bis 400 Milligramm

Kalium

300 bis 500 Milligramm (nur in Rücksprache mit dem Arzt)

 

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Zusammenfassung

Blutdruckmessung beim Arzt
Es gibt viele Faktoren, die den Blutdruck beeinflussen. Bestimmte Nährstoffe können dazu beitragen, den Bluthochdruck zu regulieren und zu senken. Bild: DragonImages/iStock

Mithilfe der Mikronährstoffmedizin lässt sich der Blutdruck senken − auf ganz natürliche Weise: Die Nährstoffe Magnesium, Taurin, Kalium, Arginin sowie Omega-3-Fettsäuren regulieren die Spannung der Gefäßmuskulatur und tragen dadurch zur Weitstellung der Blutgefäße bei. Wie ein elastischer Schlauch können sie dann flexibel auf den Herzschlag reagieren.

Bestimmte Pflanzenstoffe aus Kakao (Polyphenole) wirken ebenfalls als natürliche Blutdrucksenker. Zudem diskutieren Wissenschaftler, ob eine gestörte Darmflora an der Entstehung eines erhöhten Blutdrucks beteiligt ist. Vitamin D reguliert vermutlich über Mineralstoffe und das Flüssigkeitsvolumen des Blutes den Blutdruck indirekt. Durch Antioxidantien lassen sich weitere Gefäßschäden vorbeugen.

Blutdruckmedikamente können den Mikronährstoffhaushalt stören: ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker binden Zink und scheiden es aus. Da auch Entwässerungsmedikamente Mikronährstoffe ausschwemmen, ist ein Mangel nicht selten. Deshalb empfehlen Mikronährstoff-Experten begleitend zum Beispiel Zink, Magnesium, Coenzym Q10 und B-Vitamine.

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