Erhöhte Cholesterinwerte natürlich behandeln mit Vitaminen

Wie bestimmte Mikronährstoffe Cholesterin natürlich senken und die Entstehung von Folgeerkrankungen vermeiden

Cholesterinsenker zählen zu den am meisten verordneten Medikamenten. Doch was viele nicht wissen: Erhöhte Cholesterinwerte (Hypercholesterinämie) lassen sich auch natürlich senken. Bestimmte Mikronährstoffe steigern die Ausscheidung von Cholesterin oder hemmen dessen Produktion. Andere schützen die Blutgefäße vor Folgeerkrankungen. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Mikronährstoffe als natürliche Cholesterinsenker wirken.

Füße stehen auf einer Körperwaage
Bei Übergewicht und erhöhten Cholesterinwerten kann eine Gewichtsreduzierung den Cholesterinwert schon senken. Bild: Rostislav_Sedlacek/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Es gibt verschiedene Gründe für erhöhte Cholesterinwerte (Hypercholesterinämie). Die häufigste Ursache ist eine Kombination aus einem ungesunden Lebensstil und erblichen Faktoren: Der Körper produziert zu viel eigenes Cholesterin. Beteiligt daran ist eine ungesunde Ernährung mit viel Fett, Zucker, Alkohol oder Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Dies macht 60 bis 70 Prozent der Fälle aus.

Aber auch andere Erkrankungen wie Diabetes und Schilddrüsenunterfunktion können zu erhöhten Cholesterinwerten führen. Daneben gibt es Formen, die nur erblich bedingt sind: Durch Veränderungen am Erbgut kann der Cholesterinstoffwechsel gestört sein. Dann leiden Betroffene bereits sehr früh an den Folgen, etwa einem Herzinfarkt.

Info

Bei der Beurteilung eines zu hohen Cholesterinwerts ist vor allem der Spiegel an schädlichem LDL-Cholesterin wichtig. Die Cholesterinwerte sollten bei einem gesunden Erwachsenen maximal bei 200 Milligramm pro Deziliter Blut liegen, das LDL-Cholesterin bei circa 115.

Bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen sollten die Werte deutlich niedriger sein: Dabei wird der Cholesterinwert je nach Anzahl der Risikofaktoren eingestellt. Zum Beispiel sollten die Cholesterinspiegel von Menschen mit Diabetes oder einer Erkrankung von Herz oder Blutgefäßen (wie Herzinfarkt) unter 150 Milligramm pro Deziliter liegen. Das LDL-Cholesterin sollte 70 Milligramm pro Deziliter nicht erreichen – so lauten die Empfehlungen der deutschen Herzstiftung. Die deutsche Herzstiftung hat das Ziel, über verschiedene Erkrankungen von Herz und Kreislauf aufzuklären, zum Beispiel über erhöhte Cholesterinwerte und deren Ursachen.

Etwa 40 Prozent der über 65-Jährigen in Deutschland hat zu hohe Cholesterinspiegel. Diese sind jedoch auf den ersten Blick nicht sichtbar: Meistens treten keine Symptome auf. Daher wissen Betroffene oft nichts davon. Nur eine Laboruntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Blutfettwerte über dem Grenzwert liegen.

Sind die Cholesterinspiegel dauerhaft zu hoch, kann dies Folgen für das Herz-Kreislauf-System haben: Vor allem das schlechte LDL-Cholesterin lagert sich an den Blutgefäßen ab. Später kann es geschädigt werden (oxidieren). Das verursacht wiederum Schäden an den Gefäßwänden. Bleibt der LDL-Wert langfristig zu hoch, werden die Gefäße immer enger und die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) nimmt ihren Lauf. Hinzu kommt, dass das gute gefäßschützende HDL-Cholesterin meist zu niedrig ist. Folgeerkrankungen sind Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall.

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Ziele der Behandlung

Wie werden erhöhte Cholesterinspiegel klassisch behandelt?

Erhöhte Cholesterinwerte werden meist medikamentös behandelt. In Deutschland verordnen Ärzte hauptsächlich Statine: 9 von 10 Menschen, die blutfettsenkende Medikamente einnehmen, nehmen Statine ein. Dazu zählen Atorvastatin (wie Sortis®, Atoris®), Fluvastatin (wie Cranoc®, Locol®), Lovastatin (wie Mevinacor®), Pravastatin (wie Mevalotin®, Pravagamma®), Rosuvastatin (wie Rosuvastatin-ratiopharm®, Crestor®) oder Simvastatin (wie Zocor®, SimvaHEXAL®).

Andere cholesterinsenkende Medikamente sind Fibrate, zum Beispiel Bezafibrat (wie Befibrat®, Bezafibrat AL®) und Fenofibrat (wie Lipidil®, Lipanthyl®) oder das Anionenaustauscherharz Colestyramin (wie Lipocol®, Quantalan®).

Tipp

Ärzte empfehlen bei zusätzlichem Übergewicht, unbedingt abzunehmen: Eine Gewichtsabnahme verringert die Bildung von Cholesterin in der Leber und damit die Werte im Blut.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Ernährung beeinflusst die Cholesterinwerte. Deshalb sollte man sich ausgewogen ernähren und viel Gemüse sowie Vollkornprodukte essen. Über die gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen kann man zudem den Cholesterinspiegel regulieren. Bestimmte Mikronährstoffe senken erhöhte Cholesterinwerte und verringern auch das Risiko für Folgeerkrankungen – wie Arterienverkalkung, Bluthochdruck oder Herzinfarkt. 

Die wichtigsten Nährstoffe für einen niedrigen Cholesterinspiegel und gesunde Gefäße sind:  

Info

Auch fermentierter roter Reis (Rotschimmelreis) ist für seine cholesterinsenkende Wirkung bekannt. Dafür verantwortlich ist der Stoff Monacolin K, der die körpereigene Cholesterinproduktion auf die gleiche Weise hemmt wie ein Statin. In Studien waren 10 bis 20 Milligramm Monacolin K täglich wirksam. 

Die Einnahme von rotem Reis sollte jedoch unbedingt mit einem Arzt in der Sprechstunde abgeklärt werden, da er genauso wirkt wie cholesterinsenkende Medikamente. Roter Reis kann deshalb auch die gleichen Nebenwirkungen verursachen. Viele Mikronährstoff-Experten empfehlen ihn deshalb nicht. Roter Reis hat keine Vorteile gegenüber Statinen. 

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Glucomannan reduziert die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln

Wirkweise von Glucomannan

Glucomannan ist ein spezieller Ballaststoff aus der Konjac-Wurzel. Er quillt im Verdauungstrakt mit Wasser stark auf, sodass sich ein Gel bildet. Dies hat positive Auswirkungen: 

  • Glucomannan verzögert die Magenentleerung, sodass die Nährstoffe langsamer verdaut werden. Dann steigt auch der Insulinspiegel weniger an, wodurch die körpereigene Bildung von Cholesterin schwächer ausfällt. 
  • Das im Dünndarm entstandene Gel hemmt die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln. 
  • Im Dickdarm entstehen aus Glucomannan durch die Darmbakterien kurzkettige Fettsäuren. Es gibt Hinweise darauf, dass diese einen regulierenden Effekt auf die Bildung von Cholesterin in der Leber haben. 

Glucomannan kann auf natürliche Weise dabei helfen, hohes Cholesterin zu senken. In zwei Studienauswertungen ermittelten Forscher eine Senkung des LDL-Cholesterins von 10 Prozent beziehungsweise von 16 Milligramm pro Deziliter. Auch das Gesamt-Cholesterin nahm ab. Eine weitere Übersichtsarbeit zeigt, dass Glucomannan den Stoffwechsel noch anderweitig verbessert: Es fallen die Triglyceride, der Blutzucker, der Blutdruck sowie das Gewicht. Damit verbessern sich weitere Risikofaktoren für die Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Glucomannan

Grundsätzlich wird bei zu hohen Cholesterinspiegeln zu einer ballaststoffreichen Ernährung geraten. Die empfohlene Dosierung von Glucomannan zur Cholesterinsenkung beträgt 2.000 bis 4.000 Milligramm pro Tag. Es empfiehlt sich, Glucomannan als Kapsel über den Tag verteilt zum Essen einzunehmen, zum Beispiel morgens, mittags und abends jeweils 1.000 Milligramm. Ideal ist jedoch Glucomannan in Pulverform, das man in Wasser einrührt. Denn dann vermischt es sich besser mit der Nahrung im Magen.

Wichtig ist, dazu ausreichend zu trinken, damit Glucomannan im Magen aufquellen kann – am besten sind ein bis zwei Gläser Wasser pro Einnahme. Ballaststoffe wirken nur bei regelmäßiger Aufnahme cholesterinsenkend. 

Glucomannan: zu beachten in der Schwangerschaft oder Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Ergänzung mit dem Arzt besprochen werden. Es liegen noch nicht ausreichend Daten zur Sicherheit vor.

Menschen mit einem Darmverschluss sollten wegen der quellenden Wirkung von Glucomannan von einer Einnahme absehen.

Patienten mit Diabetes, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten bei der Einnahme von Glucomannan häufiger ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Glucomannan senkt den Blutzuckerspiegel. Eine Unterzuckerung kann auftreten. Zu den Diabetes-Medikamenten zählen zum Beispiel Metformin (wie Glucophage®), Glitazone (wie Pioglitazon®) und Sulfonylharnstoffe (wie Maninil®). 

Glucomannan kann durch die Gelbildung im Darm die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen. Dadurch können geringere Wirkstoffmengen im Blut ankommen. Deshalb wird ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden empfohlen. 

Cholesterinspiegel mit Hafer-Ballaststoffen natürlich senken

Wirkweise von Hafer-Beta-Glucan

Eine Holzschüssel mit Haferflocken
In Haferflocken steckt eine hohe Konzentration an Beta-Glucan. Dieser Ballaststoff hilft, auf natürliche Weise den Cholesterinwert zu senken. Bild: Vladislav Nosick/iStock/Getty Images Plus

Beta-Glucane sind Ballaststoffe aus den Randschichten des Haferkorns. Im Darm binden Beta-Glucane Gallensäuren, sodass diese vermehrt ausgeschieden werden. Der Körper muss dann neue Gallensäuren herstellen. Dazu verbraucht er Cholesterin: Der Cholesterinspiegel sinkt auf natürliche Weise.

Eine Übersichtsarbeit bestätigt eine Abnahme der Fettwerte durch Beta-Glucane bei Personen mit leicht erhöhten Cholesterinwerten. Übersichtsarbeiten vieler hochwertiger Studien zeigen, dass Beta-Glucane als Bestandteil einer Mahlzeit sogar deutlich erhöhte Werte senken. Durchschnittlich nahm das Gesamtcholesterin um knapp 12 Milligramm pro Deziliter ab und das LDL-Cholesterin um fast 10 Milligramm pro Deziliter. Im Vergleich zum Ausgangswert sind dies zwischen 5 und 10 Prozent.

Info

Beta-Glucane kommen übrigens nicht nur in Getreide vor. Auch Pilze enthalten es. Daher könnte auch der Verzehr von beispielsweise Austernpilzen die Cholesterinwerte senken. Erste Ergebnisse sind ermutigend, große hochwertige Studien müssen für eine Empfehlung aber noch folgen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Hafer-Beta-Glucan

Um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken, sollten pro Tag mindestens 3.000 Milligramm (3 Gramm) Beta-Glucane aufgenommen werden. Wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr. Die benötigte Menge steckt ungefähr in 80 Gramm Haferflocken. Auch 40 Gramm Haferkleie liefern diese Menge.


Tipp

Möchten Sie nicht jeden Tag eine große Portion Haferflocken (80 Gramm) essen, gibt es spezielle Beta-Glucan-Präparate. Diese können gut in Joghurt, Müsli oder Getränke gerührt werden.

Hafer-Beta-Glucan: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

Hafer ist auch in der Schwangerschaft sicher. Zu isolierten Beta-Glucanen über Präparate liegen aber keine Daten vor. Sprechen Sie die Einnahme mit einem Arzt ab.

Menschen mit einem akuten Darmverschluss sollten Hafer-Beta-Glucane nicht einnehmen.  

Zöliakie-Patienten müssen bei Hafer aufpassen, denn er enthält geringe Mengen Gluten. Einige Betroffene vertragen Hafer problemlos, andere nicht. Ob Hafer-Beta-Glucane verträglich sind, kann daher ausprobiert werden. 

Lösliche Ballaststoffe wie Hafer-Beta-Glucane können die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen, da sie im Darm ein Gel bilden. Dadurch können geringere Wirkstoffmengen im Blut ankommen. Deshalb wird ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden empfohlen. 

Beta-Glucane können den Blutzucker senken. Diabetiker, die Medikamente einnehmen (Metformin, beispielsweise Biocos® oder Diabesin®) oder Insulin spritzen (wie Humalog® oder NovoRapid®) könnten unterzuckern. Sie sollten daher den Blutzucker engmaschig messen.

Artischocken-Extrakt: weniger Cholesterin bilden, mehr ausscheiden

Wirkweise von Artischocken-Extrakt

Artischocken liegen auf Tisch
Ein Artischocken-Extrakt wirkt zweifach positiv. Er senkt nicht nur das LDL-Cholesterin, sondern steigert auch das gute HDL-Cholesterin. Bild: JuanCi/iStock/Getty Images Plus

Forscher vermuten, dass die Inhaltsstoffe der Artischockenblätter die Neubildung von Cholesterin in der Leber herabsetzen. Zudem regen Artischockenblätter die Cholesterinausscheidung an: Sie fördern die Bildung von Gallensäuren und den Gallenfluss in den Darm. Die Gallensäuren wiederum werden vom Inhaltsstoff Inulin aus Artischocke gebunden. Dadurch können Gallensäuren nicht mehr vom Körper aufgenommen werden. Er muss neue Gallensäuren aus Cholesterin bilden und die Cholesterinwerte sinken.

Mehrere Übersichtsarbeiten zeigen, dass Artischocken-Extrakt die Blutfette senken kann. Es kam vor allem zu einer Abnahme erhöhter LDL-Cholesterin-Werte im Vergleich zu Scheinmedikamenten.

Tipp

Es gibt Hinweise, dass auch andere Pflanzen günstig auf hohe Cholesterinwerte wirken, wie etwa der Stoff EGCG (Epigallocatechingallat) aus grünem Tee: Eine regelmäßige Einnahme von 100 bis 800 Milligramm EGCG senkte das LDL-Cholesterin. Möglicherweise hemmt es die Produktion von Cholesterin sowie dessen Aufnahme.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Artischocken-Extrakt

Um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken, sind 400 bis 600 Milligramm Artischocken-Extrakt pro Tag notwendig. Idealerweise sollte Artischocken-Extrakt vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch wird zusätzlich ein verdauungsfördernder Effekt erreicht. 

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist einen hochwertigen Extrakt statt pulverisierten Artischockenblättern: In Extrakten liegen die wirksamen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form vor. 

Artischocken-Extrakt: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Gallensteinen sowie Medikamenteneinnahme

Schwangere und Stillende sollten vorsichtshalber keinen Artischocken-Extrakt einnehmen oder dies mit dem Arzt besprechen. Es gibt noch keine ausreichenden Studien zur Sicherheit.

Auch Personen, bei denen Gallensteine festgestellt wurden, sollten besser auf Artischocken-Extrakt verzichten: Da die wirksamen Inhaltsstoffe die Ausschüttung der Gallenflüssigkeit anregen, kann es zu einem Verschluss der Gallengänge und zu einer Gallenkolik kommen. 

Artischocken-Extrakt könnte den Blutzucker senken. Diabetiker, die Medikamente einnehmen, sollten dann häufig den Blutzucker messen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Das betrifft Antidiabetika (wie Metformin (Diabesin®) und Glibenclamid (Euglucon®)) oder Insulin (wie Huminsulin®, Insuman® Rapid und Actrapid®).

Außerdem kann Artischocken-Extrakt Blutgerinnungshemmer vom Cumarin-Typ abschwächen. Nehmen Sie solche Blutverdünner ein, ist Rücksprache mit dem Arzt erforderlich: Ihr Arzt kann regelmäßig den sogenannten Quick-Wert (Prothrombinzeit) prüfen und, wenn nötig, die Dosis anpassen. Hierzu zählen die Wirkstoffe Phenprocoumon (wie Marcumar®, Falithrom® und Marcuphen®) und Warfarin (Coumadin®).

Pflanzenstoffe aus roten Trauben senken gefäßschädigendes LDL-Cholesterin

Wirkweise von OPC und Resveratrol

Wichtige Pflanzenstoffe in roten Trauben sind oligomere Proanthocyanidine (OPC) und Resveratrol. Beide Stoffe wirken günstig auf die Blutgefäße, denn sie sind antioxidativ. Dadurch verhindern sie, dass Cholesterin in den Gefäßwänden verändert (oxidiert) wird. Oxidiertes LDL-Cholesterin ist eine der Ursachen für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Es führt zu Entzündungen in den Gefäßen.

Viele weitere Pflanzenstoffe senken Cholesterin: In zwei Übersichtsarbeiten verringerte hoch dosiertes Resveratrol das Gesamt- und teilweise auch das LDL-Cholesterin bei Diabetikern oder Menschen mit dem metabolischen Syndrom. Zwei weitere Übersichten bestätigen das jedoch nicht. Auch wenn der cholesterinsenkende Effekt unsicher ist, könnten OPC und Resveratrol trotzdem schützen: Teilnehmer einer Vorstudie hatten um 20 Prozent geringere Werte an oxidiertem Cholesterin, wenn sie Resveratrol einnahmen. Eine ähnliche Wirkung haben OPC. Daher schützen OPC und Resveratrol wahrscheinlich die Gefäße und setzen vermutlich das Risiko für Arterienverkalkung oder Herzinfarkt herab.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von OPC und Resveratrol

Um Veränderungen des LDL-Cholesterins zu verhindern und die Gefäße zu schützen, empfehlen Mikronährstoff-Experten die Einnahme von 100 bis 200 Milligramm OPC sowie 10 bis 20 Milligramm Resveratrol. OPC und Resveratrol gibt es zum Beispiel in Form von Traubenkern-Extrakt zu kaufen. Experten empfehlen ein Präparat, auf dem der Gehalt der Pflanzenstoffe ausgelobt ist. 

Für eine gute Verträglichkeit ist es ratsam, OPC und Resveratrol zum Essen einzunehmen. Allerdings sollte die Mahlzeit dann möglichst wenig Eiweiß enthalten. Eiweiße setzen die Aufnahme von OPC im Darm herab.

OPC und Resveratrol: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Medikamenteneinnahme

Zur Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Studien vor. Eine Einnahme von OPC- und Resveratrol-Präparaten sollte daher nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. 

OPC und Resveratrol haben Einfluss auf die Blutgerinnung. Es ist deshalb möglich, dass die beiden Pflanzenstoffe die Wirkung von blutverdünnenden Medikamenten verstärken. Sprechen Sie die Einnahme deshalb mit dem Arzt in der Sprechstunde ab. Der Arzt kann zum Beispiel die Gerinnungswerte kontrollieren. Zu diesen Medikamenten zählen unter anderem Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Clopidogrel (Plavix®, Iscover®), Diclofenac (Voltaren®), Ibuprofen (Neuralgin®), Naproxen (Dolormin®), Dalteparin (Fragmin®), Heparin (Thrombophob®, Vetren®) und Warfarin (Coumadin®).

Entstehen erhöhte Cholesterinwerte durch einen Vitamin-D-Mangel?

Wirkweise von Vitamin D

Zwar ist noch nicht klar, wie Vitamin D erhöhte Cholesterinwerte senkt; ein Zusammenhang zwischen einer guten Vitamin-D-Versorgung und niedrigen Cholesterinspiegeln zeigte sich aber bereits in mehreren Beobachtungsstudien: Hatten die Studienteilnehmer höhere Vitamin-D-Spiegel (über 30 Nanogramm pro Milliliter), waren auch ihre Cholesterinwerte niedriger. Dagegen wurden bei Personen mit einem Mangel erhöhte Fettwerte gemessen.

Lag ein Vitamin-D-Mangel vor, senkte die gezielte Einnahme das Gesamtcholesterin. Das zeigen mehrere Übersichtsarbeiten – unter anderem bei Personen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) oder Leber- und Nierenerkrankungen. Jedoch gibt es auch andere Arbeiten, die einen Effekt nicht belegen.

Vitamin D ist darüber hinaus beteiligt an der Steuerung des Blutdrucks und wichtig für den Herzmuskel. Auf diese Weise könnten gut gefüllte Vitamin-D-Speicher die Folgen zu hoher Cholesterinspiegel verringern. Ein Mangel sollte daher vermieden werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Im Optimalfall richtet sich die Vitamin-D-Dosierung nach den Vitamin-D-Werten im Blut: Nur so kann ein Mangel wirksam ausgeglichen werden. Alle Informationen zur richtigen Dosierung bei einem Mangel finden Sie im Artikel zu Vitamin D.

Sind Ihnen Ihre Vitamin-D-Werte nicht bekannt, können pro Tag zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten sinnvoll sein, um den Cholesterinstoffwechsel positiv zu unterstützen.

Am besten nimmt man Vitamin D zu den Mahlzeiten ein: Es ist ein fettlösliches Vitamin und kann im Darm nur richtig aufgenommen werden, wenn Fett vorhanden ist. Geringe Mengen Fett aus Lebensmitteln reichen schon aus.


Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Bei erhöhten Cholesterinwerten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel im Blut messen zu lassen: Nur so kann ein möglicher Vitamin-D-Mangel wirksam ausgeglichen werden.

Im Labor wird eine Vitamin-D-Form bestimmt, die im Blut zirkuliert – das sogenannte 25-(OH)-Vitamin D. Dazu wird Blutserum verwendet, die Blutflüssigkeit ohne die Blutzellen.

Optimale Vitamin-D-Werte im Blutserum liegen zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter oder zwischen 100 und 150 Nanomol pro Liter.

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Sie haben einen gestörten Mineralstoffhaushalt und manchmal zu hohe Calciumspiegel. Da Vitamin D die Calciumaufnahme im Darm fördert, können die Calciumspiegel im Blut zu stark ansteigen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut, die unter Vitamin-D-Zufuhr weiter steigen könnten. Das Gleiche gilt für Patienten mit Pankreatitis.

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide mit den Wirkstoffen Hydrochlorothiazid (wie Esidrix®), Xipamid (wie Aquaphor®) und Indapamid (wie Natrilix®) senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Da auch Vitamin D den Calciumspiegel hochtreibt, darf Vitamin D zusammen mit Thiaziden nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird.

Phospholipide verhindern wahrscheinlich die Cholesterinaufnahme im Darm

Wirkweise von Phospholipiden

Glaskaraffe mit Sonneblumenöl mit einer Sonnenblume und Sonnenblumenkernen auf einem Tisch
In Sonnenblumenöl sind verschiedene Phospholipide enthalten. Diese sollen die Aufnahme von Cholesterin aus Lebensmitteln im Darm verhindern können. Bild: tashka2000/iStock/Getty Images Plus

Cholin kommt zum Beispiel als Phosphatidylcholin (Lecithin) in Soja und Eiern vor. Forscher vermuten, dass es die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen könnte. Phosphatidylcholin hat aber noch andere Wirkungen: Es fördert vermutlich den Abtransport von Cholesterin zur Leber und von dort über die Galle zur Ausscheidung in den Darm.

Expertenwissen

Spaltprodukte der Fette bilden im Darm mit Cholesterin und Gallensäuren Mizellen, die dann an der Darmwand aufgenommen werden. Sehr viel Phosphatidylcholin verändert die Struktur der Mizellen sowie die Fettverdauung. Dadurch wird Cholesterin schlechter aufgenommen.

Zudem beeinflusst Phosphatidylcholin wahrscheinlich verschiedene Enzyme des Fettstoffwechsels. Cholin bewirkt, dass Cholesterin weniger gespeichert und mehr ausgeschieden oder abtransportiert wird.

Einige Vorstudien zeigen, dass hoch dosiertes Phosphatidylcholin die Cholesterinwerte verbessern könnte: Insbesondere sank das schlechte LDL-Cholesterin, während das gute HDL-Cholesterin anstieg. Möglicherweise wirkt Phosphatidylcholin zudem entzündungshemmend. Insgesamt könnte es daher einen Beitrag leisten, um Cholesterin natürlich zu senken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Phospholipiden

Pro Tag können zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Phosphatidylcholin ausprobiert werden, um den Cholesterinspiegel zu senken. Phosphatidylcholin sollte zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, damit es die Cholesterinaufnahme direkt herabsetzt.

Generell ist es bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinnvoll, eine dauerhafte Einnahme von Phosphatidylcholin mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten abzusprechen. Bei manchen Menschen ist die Darmflora entgleist. Dann erzeugen Darmbakterien theoretisch aus Phosphatidylcholin die Substanz TMAO (Trimethylamin-N-oxid). Ist TMAO über viele Jahre hinweg im Blut erhöht, könnte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt oder Diabetes weiter steigern. Allerdings zeigt eine Übersichtsarbeit noch keinen direkten Zusammenhang zwischen Phosphatidylcholin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Arzt kann den Verlauf der Erkrankungen kontrollieren und ausschließen, dass sie sich verschlimmern.

Tipp

Phosphatidylcholin wird häufig aus Soja gewonnen. Bei einer Sojaallergie ist dies ungeeignet. Allerdings gibt es auch andere Quellen: Achten Sie bei einer Sojaallergie auf Phosphatidylcholin aus Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Phosphatidylcholin: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme sowie Erkrankungen

Da zur Anwendung von Phosphatidylcholin (Lecithin) in der Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte es vorsichtshalber nicht eingenommen werden oder nur unter Rücksprache mit dem Arzt.

Wechselwirkungen zwischen blutgerinnungshemmenden Medikamenten vom Cumarin-Typ und Phosphatidylcholin können nicht ausgeschlossen werden. Dazu zählen zum Beispiel die Wirkstoffe Phenprocoumon (wie Falithrom®, Marcumar®) und Warfarin (wie Coumadin®). Die Einnahme sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Dieser kann die Blutgerinnung kontrollieren.

Personen mit Nierenerkrankungen sollten kein Phosphatidylcholin einnehmen. Beim Abbau von Cholin entstehen Stoffe, die schädlich sind, wenn sie nicht ausgeschieden werden.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankung, Nieren- und Leberschwäche, Gallensteinen oder Diabetes sollte eine regelmäßige Einnahme von Cholin ärztlich begleitet werden. Aus Cholin könnte durch eine gestörte Darmflora ein Stoff (Trimethylamin-N-oxid) entstehen, der das Risiko für diese Erkrankungen weiter erhöht. 

Auch Krebspatienten sollten zur Sicherheit kein hoch dosiertes Phosphatidylcholin einnehmen. Bei Krebszellen kann der Stoffwechsel von Phosphatidylcholin verändert sein. Wie sich eine Zufuhr von Phosphatidylcholin über die normale Ernährung hinaus auswirkt, ist nicht untersucht.

Antioxidantien schützen Blutgefäße vor den Folgen erhöhter Cholesterinwerte

Wirkweise von Antioxidantien

Antioxidantien schützen die Blutgefäße bei erhöhten Cholesterinwerten: Vor allem das LDL-Cholesterin kann im Blut oxidieren. Das bedeutet, es wird durch freie Radikale geschädigt und lagert sich allmählich in die Wände der Blutgefäße ein. Dieser Prozess ist die Hauptursache für Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Die Folge ist zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.

Zu den gefäßschützenden Antioxidantien zählen Vitamin C und Vitamin E, die Mineralstoffe Zink und Selen, sowie Coenzym Q10. Ob diese Nährstoffe zusätzlich auch einen hohen Cholesterinwert senken können, muss noch untersucht werden. Für einige sind die Daten jedoch vielversprechend:

  • Coenzym Q10: Auch wenn in Übersichtsarbeiten nicht immer ein Effekt auf das Cholesterin gefunden wurde, hatte Coenzym Q10 dennoch meist eine Wirkung – zum Beispiel auf den oxidativen Stress sowie den gesamten Stoffwechsel.
  • Vitamin C: Vitamin C (500 Milligramm) könnte laut einer Studienauswertung vor allem den LDL-Wert senken. Es gibt aber noch keine abschließenden Daten. Forscher vermuten, dass Vitamin C für eine bessere Wirkung länger als zwölf Wochen und in niedriger Dosis genommen werden müsste (unter 1.000 Milligramm).  
  • Vitamin E: Vor allem für eine spezielle Vitamin-E-Untergruppe – die Tocotrienole – gibt es Hinweise, dass sie erhöhte Cholesterinwerte senkt. Dies wurde bei 50 bis 200 Milligramm Tocotrienolen pro Tag beobachtet. Allerdings bestätigte dies nicht jede Studienauswertung.

Zwar sind die Daten insgesamt noch widersprüchlich, bei zu hohen Cholesterinwerten wird aber generell eine Ernährung empfohlen, die reich an Antioxidantien ist. So könnten die Gefäße vor den Folgen erhöhter Cholesterinspiegel geschützt werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Antioxidantien sollten am besten niedrig dosiert und in Kombination miteinander eingenommen werden: So schützen sie die Gefäße am wirksamsten. Antioxidantien ergänzen einander in ihrer Funktion: Vitamin C wird zum Beispiel benötigt, damit sich Vitamin E wieder erholen kann, nachdem es ein freies Radikal unschädlich gemacht hat.

Sinnvoll sind pro Tag 80 bis 200 Milligramm Vitamin C, 20 bis 40 Milligramm Vitamin E, 5 bis 10 Milligramm Zink, 50 bis 70 Mikrogramm Selen und 50 bis 100 Milligramm Coenzym Q10.

Insbesondere fettlösliche Antioxidantien wie Vitamin E müssen zum Essen eingenommen werden, da sie nur gemeinsam mit Fett aus einer Mahlzeit in das Blut gelangen.

Reagenzglas mit Blut in einer Hand
Der antioxidative Status kann durch eine Laboruntersuchung im Blut bestimmt werden. Bild: utah778/iStock/Getty Images Plus

Bestimmung des oxidierten LDLs und antioxidativen Status

Forscher vermuten, dass nicht die Höhe des Cholesterins, sondern dessen Oxidation der entscheidende Indikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Deshalb ist es sinnvoll, das schädigende oxidierte LDL-Cholesterin im Blut zu bestimmen. Mikronährstoff-Experten empfehlen diese Blutuntersuchung, da sich so feststellen lässt, ob die Blutgefäße schon durch Ablagerungen geschädigt sind (Arterienverkalkung). Daneben lässt sich ein Mangel an Antioxidantien daraus ableiten.

Info

Je nach Labor und Untersuchungsmethode werden unterschiedliche Normalwerte für den antioxidativen Status angegeben. Deshalb zählen die Normalwerte, die das Labor vorgibt. Das oxidierte LDL-Cholesterin sollte immer möglichst niedrig sein.

Antioxidantien: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft werden Vitamin-C-Dosierungen von 110 Milligramm empfohlen. Werte darüber sollte man mit dem Arzt absprechen.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, darf es bei krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollten Zink und Selen nicht eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink und Selen nicht richtig ausscheiden.

Selen könnte das Risiko für Diabetes beeinflussen. Ohne Blutkontrolle sollten Menschen mit hohem Diabetesrisiko kein Selen einnehmen. Bei einem bereits vorhandenen Diabetes ist Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten ratsam. Gleiches gilt bei Krebs und einer Krebstherapie.

Coenzym Q10 kann den Blutzuckerspiegel verringern. Deshalb sind bei Diabetes engmaschige Blutzuckermessungen notwendig, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung des Blutkrebsmedikaments Bortezomib herab. Es sollte deshalb während einer solchen Therapie nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Zink kann bestimmte Medikamente binden, was sie unwirksam macht: Dazu gehören Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline wie Ciloxan®, Norfluxx® oder Supracyclin®) und Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate, zum Beispiel Fosamax®, Bonefos®, Didronel®). Es sollte ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden. 

Zum Thema Coenzym Q10 zusammen mit Blutgerinnungshemmern sollten Sie sich in der Sprechstunde eines Arztes beraten lassen. Coenzym Q10 kann die Wirkung der Medikamente herabsetzen. Dazu gehören sogenannte Cumarine mit den Medikamentenwirkstoffen Phenprocoumon (Marcumar®, Falithrom®, Phenpro®) und Warfarin (Coumadin®).

B-Vitamine unterstützen die Gefäßgesundheit und die Cholesterinsenkung

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine werden für den Abbau von Homocystein benötigt. Homocystein würde sich bei einem Vitaminmangel im Blut anreichern. Es gilt als Zellgift, das mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird – so auch mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei hohen Homocysteinwerten findet man häufig auch erhöhte Fettwerte im Blut. Vermutlich sind B-Vitamine auch direkt am Cholesterinstoffwechsel beteiligt. Darüber hinaus wirkt vor allem Vitamin B2 antioxidativ und könnte damit Schäden durch oxidiertes Cholesterin mindern.

Sind die Folsäurespiegel hoch, beobachten Forscher weniger schädliche Auswirkungen von hohem LDL-Cholesterin. Daher könnte es vor Gefäßschäden schützen. Die Einnahme von Folsäure reduzierte in einer großen Übersichtsarbeit das Gesamtcholesterin und andere Fettwerte (Triglyceride). Folsäure senkte darüber hinaus bestimmte Entzündungswerte und dürfte in der Summe günstig auf die Gefäßgesundheit wirken.

Insgesamt ist die Forschung zu B-Vitaminen und Cholesterin noch nicht abgeschlossen. Um die Blutgefäße jedoch nicht zusätzlich zu belasten, sollte auf die Zufuhr von homocysteinsenkenden B-Vitaminen geachtet werden. Vor allem bei Menschen mit einem Mangel könnten B-Vitamine günstig auf die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken.

Info

Die Hochdosistherapie mit Niacin als Nicotinsäure war lange ein Klassiker bei hohen Cholesterinwerten. Sie verringert laut einer Übersichtsarbeit das Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Diabetes Typ 2. Daneben erhöht Niacin die Spiegel des gesundheitsförderlichen HDL-Cholesterins und senkt die Triglyceride. Sinnvoll sind 500 bis 1.000 Milligramm Niacin als Nicotinsäure pro Tag. Da diese Therapie zu Nebenwirkungen wie einem sogenannten Flush führen kann, sollte sie von einem Arzt begleitet werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Für eine gute Versorgung mit B-Vitaminen empfehlen Mikronährstoff-Experten vor allem 2 bis 5 Milligramm Vitamin B6, 25 bis 50 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin) sowie 200 bis 500 Mikrogramm Folsäure. Bei bereits erhöhten Homocysteinwerten kann die Dosierung in Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten auch höher sein. B-Vitamine nimmt man für eine gute Verträglichkeit am besten zum Essen ein.

Idealerweise sollte die aktive Form von Folsäure eingenommen werden. Ungefähr die Hälfte aller Menschen kann aufgrund einer Genveränderung Folsäure schlechter oder sogar gar nicht in die vom Körper benötigte aktive Form umwandeln. Diesen Gendefekt können Sie umgehen, indem Sie Folsäure als aktive Form einnehmen, sogenanntes 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). 

Homocysteinwerte überprüfen lassen

Gerade bei erhöhten Cholesterinwerten empfiehlt es sich, auch die Homocysteinwerte im Blut überprüfen zu lassen, damit die Blutgefäße nicht zusätzlich durch erhöhtes Homocystein geschädigt werden.

Homocystein wird meist im Blutplasma bestimmt, dem flüssigen Teil des Blutes ohne Blutzellen. Normale Werte im Blutplasma liegen unter 10 Mikromol pro Liter.

B-Vitamine: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

B-Vitamine sollten hoch dosiert in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel eingenommen werden. Besprechen Sie das Thema mit Ihrem Arzt.

Vitamin B12 sollte bei Nierenerkrankungen nicht als Cyanocobalamin eingesetzt werden. Cyanocobalamin ist für Betroffene vermutlich hoch dosiert schädlich. Zudem könnten Personen mit beeinträchtigter Nieren- und Leberfunktion erhöhte Vitamin-B12-Blutwerte haben. Dann sollte zusätzlich keine hoch dosierte Folsäure genommen werden.

Eine gute Folsäureversorgung kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen kann dauerhaft hoch dosierte Folsäure jedoch auch das Fortschreiten begünstigen oder bei Vorstufen die Entwicklung von Krebs fördern. Daher sollte bei Krebs die Ergänzung von Folsäure über 200 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein. Eine Rücksprache gilt auch für Vitamin B12.

Gegen Infektionskrankheiten werden Medikamente mit den Wirkstoffen Trimethoprim (wie Infectotrimet®), Proguanil (wie Paludrine®) und Pyrimethamin (wie Daraprim®) eingesetzt. Folsäure vermindert die Wirkung dieser Arzneistoffe.

Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhter Cholesterinwerte

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Kapseln und Flasche in Händen
Omega-Fettsäuren aus Fisch- oder Leinöl verhindern Ablagerungen in den Blutgefäßen. Diese gibt es in Kapselform. Bild: FotoDuets/iStock/Getty Images Plus

Omega-3-Fettsäuren aus Fisch- oder Leinöl sind an der Flexibilität der Blutgefäße beteiligt: Sie bremsen Ablagerungen in den Blutgefäßen und machen das Blut flüssiger. Daneben verringern sie erhöhte Entzündungswerte im Blut, welche zur Versteifung der Gefäße beitragen. So senken sie das Risiko von Folgeerkrankungen.

Laut mehreren Übersichtsarbeiten haben Omega-3-Fettsäuren wahrscheinlich auch einen positiven Effekt auf die Blutfette. Je nach Vorerkrankung nahmen die Triglyceride, das Gesamt- und LDL-Cholesterin ab. Zeitgleich stieg in einigen Studien das nützliche HDL-Cholesterin.

Es gibt verschiedene Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Man kennt Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) aus Fisch und Algen sowie Alpha-Linolensäure (ALA) aus Nüssen und Samen. Die einzelnen Fettsäuren haben wahrscheinlich unterschiedliche Eigenschaften: Während EPA das Gesamtcholesterin leicht senkt, steigert DHA das LDL-Cholesterin vorübergehend. Dafür senkt es die Triglyceride deutlich. Insgesamt wirken beide positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Auch die pflanzliche ALA reduziert die Cholesterinwerte, wie eine andere Übersicht zeigt.

Zusammenfassend scheint jedoch die Kombination von EPA und DHA am besten geeignet zu sein, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Mikronährstoff-Experten empfehlen Präparate mit Fisch- und Algenöl besonders, wenn zu erhöhten Cholesterinwerten auch erhöhte Triglyceridwerte kommen.

Omega-3-Fettsäuren: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei zu hohen Cholesterinwerten werden zwischen 1.500 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren täglich empfohlen. Optimal ist ein hoher Anteil an der Omega-3-Fettsäure EPA, zum Beispiel mit mindestens 800 Milligramm. EPA wirkt stark entzündungshemmend. Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, teilweise auch in höherer Dosis, gilt als sicher und gut verträglich.

Omega-3-Fettsäuren sollten zusammen mit dem Essen eingenommen werden, da sie so am besten aus dem Darm ins Blut gelangen.

Tipp

Achtung: Die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren wird bei der Herstellung von Fischöl oft abgeschwächt. Das Erhitzen bei der Isolierung zerstört Fette und Antioxidantien. Man sollte daher auf kaltgepresste Öle achten. Eine Alternative sind außerdem Kombinationen mit antioxidativen Pflanzenextrakten wie Trauben und Oliven.

Besonders bei Fischöl-Präparaten ist zudem die Reinheit wichtig: Hochwertige Präparate unterlaufen mehrere Reinigungsprozesse, damit Schadstoffe wie Schwermetalle entfernt werden. Algenöl ist dagegen von Natur aus reiner.

Darüber hinaus werden bestimmten Algen, wie der Blaualge Spirulina, ebenfalls cholesterinsenkende Effekte zugeschrieben. Sie hemmt Enzyme zur Fettverdauung und bindet Gallensäuren, welche Fette und Cholesterin löslich machen. Die Einnahme von Spirulina senkte ebenfalls laut erster vielversprechender Daten die Fettwerte im Blut.

Der Omega-3-Index zeigt, wie gut die Omega-3-Versorgung ist

Der Omega-3-Index gibt Aufschluss darüber, wie gut die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist. Die Blutuntersuchung ist besonders sinnvoll, wenn zu erhöhten Cholesterinwerten noch andere Risikofaktoren hinzukommen, zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck oder Probleme mit dem Herzen.

Der Omega-3-Index wird im Blut untersucht. Dabei wird der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen gemessen und in Prozent ausgerechnet. Liegt der Omega-3-Index über 8 Prozent, ist die Versorgung sehr gut. Bei einem Index von unter 4 Prozent ist man dagegen schlecht versorgt und hat ein gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Expertenwissen

Lp-PLA2 (Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2) ist ein Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie kommt in entzündeten Gefäßwänden vor – besonders im Kern von atherosklerotischen Plaques – und wirkt entzündungsfördernd. Das Enzym zirkuliert aber auch über LDL-Partikel im Blut. Die Bestimmung von Lp-PLA2 im Blut ist empfehlenswert, da sie ein zuverlässiger Risikomarker für Entzündungsprozesse in den Gefäßen ist und für damit einhergehende instabile Plaques.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei der Einnahme von Blutverdünnern, bei Erkrankungen und vor Operationen

Da Omega-3-Fettsäuren ab 1.000 Milligramm pro Tag die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und blutverdünnend wirken, sollte bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ein Arzt hinzugezogen werden. Möglicherweise muss die Dosierung der Medikamente angepasst werden, damit keine unerwünschten Wechselwirkungen auftreten. 

Zu Blutverdünnern zählen Cumarin-Derivate und Warfarin, aber auch Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin und die sogenannten neuen oralen Antikoagulanzien: Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.

Möglicherweise beeinflussen Omega-3-Fettsäuren den Blutzucker. Daher sollten Diabetiker, die Medikamente einnehmen, ihre Blutzuckerwerte zu Beginn der Einnahme häufiger kontrollieren, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Eventuell ist eine Anpassung der Medikamente nötig.

Bei plötzlich auftretenden Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch Personen mit einer Blutgerinnungsstörung sollten auf die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren verzichten.

Steht eine Operation an, empfehlen Ärzte ihren Patienten, Omega-3-Fettsäuren ein bis zwei Wochen vorher abzusetzen, damit während der Operation keine starken Blutungen auftreten. Danach können sie wieder bedenkenlos eingenommen werden.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei erhöhten Cholesterinwerten

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) ggf.

auch je nach Spiegel

Vitamin E

20 bis 40 Milligramm (mg)

Vitamin C

80 bis 200 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12 (als Methylcobalamin)

25 bis 50 Mikrogramm (µg)

Folsäure (als direkt verwertbares 5-MTHF)

200 bis 500 Mikrogramm

Mineralstoffe

 

Zink

5 bis 10 Milligramm

Selen

50 bis 70 Mikrogramm

Ballast- und Pflanzenstoffe

Glucomannan

2.000 bis 4.000 Milligramm

Hafer-Beta-Glucan

mindestens 3.000 Milligramm

Artischocken-Extrakt

400 bis 600 Milligramm

Traubenkern-OPC 

100 bis 200 Milligramm

Resveratrol 

10 bis 20 Milligramm 

Sonstige

Phosphatidylcholin

1.000 bis 2.000 Milligramm

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.500 bis 2.000 Milligramm mit besonders hohem

EPA-Anteil (mindestens 800 Milligramm)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei erhöhten Cholesterinwerten

Normalwerte

 

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder 100 bis

150 Nanomol pro Liter (nmol/l)

Gesamt-Antioxidanzien-Status (Serum)

1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter (mmol/l)

Homocystein (Plasma)

unter 10 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent (besser über 8 Prozent)

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Statine: Coenzym Q10 und Vitamin D verringern Muskelschmerzen

Die häufigste Nebenwirkung der Statine sind Muskelschmerzen. Sie sind auch der Hauptgrund, warum viele Menschen die Statine wieder absetzen. Allerdings lassen sich diese Nebenwirkungen mit Coenzym Q10 und Vitamin D gut verringern.

Besonders der Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels ist ratsam, um die Verträglichkeit der Statine zu verbessern. Darüber hinaus blockieren Statine die Bildung von Coenzym Q10. Das könnte auch ein Grund für die Nervenstörungen in den Muskeln sein. Daher ist die kombinierte Einnahme zur Verhinderung eines Mangels sinnvoll. Pro Tag werden 100 bis 300 Milligramm Coenzym Q10 und 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D empfohlen. Alles über Coenzym Q10, Vitamin D und Statine lesen Sie hier.

Info

Zudem sind ausreichend gefüllte Vitamin-D-Speicher Voraussetzung für die Statinwirkung: Gemeinsam mit Vitamin D senkte das Statin die Cholesterinwerte um bis zu 22 Milligramm pro Deziliter stärker als alleine.

Fibrate steigern den Homocysteinspiegel

Cholesterinsenkende Medikamente der Fibrate, zum Beispiel Bezafibrat und Fenofibrat, erhöhen Homocysteingehalte im Blut. Homocystein wirkt allerdings zellschädigend und sollte deshalb niedrig gehalten werden. Für den Abbau von Homocystein sind B-Vitamine notwendig: Wirksam sind 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6, 200 bis 500 Mikrogramm Folsäure (als aktive Form 5-MTHF) und 250 bis 500 Mikrogramm Vitamin B12.

Zudem verringern Fibrate die Blutspiegel von Coenzym Q10 und Vitamin E, wie Studien zeigen. Zum Ausgleich sollten 100 bis 200 Milligramm Coenzym Q10 und bis zu 150 Milligramm Vitamin E eingenommen werden.

Anionenaustauscherharze verursachen einen Mangel an fettlöslichen Nährstoffen

Anionenaustauscherharze wie Colestyramin senken Cholesterinspiegel, indem sie die Fettverdauung stören. Insbesondere bei langer Einnahme dieser Cholesterinsenker kann es zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen und anderen Nährstoffen kommen. Hierzu zählen die Vitamine A, D, E und K sowie Carotinoide. Zudem ist die Aufnahme von Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C, Magnesium und Zink reduziert.

Um einen Mangel zu vermeiden, sind besonders vitaminreiche Lebensmittel sinnvoll – gute Lebensmittelquellen finden Sie in Artikeln zu den einzelnen Vitaminen – oder fettlösliche Vitamine in Form eines Kombinationspräparats. Achten Sie darauf, dass das Präparat mindestens die empfohlene Zufuhr abdeckt: 400 Mikrogramm Vitamin A, 1.000 Internationale Einheiten Vitamin D, 13 Milligramm Vitamin E und 75 Mikrogramm Vitamin K – idealerweise aus K1 und K2.

Info

Das Kombinationspräparat sollte entweder eine Stunde vor oder vier Stunden nach den Medikamenten eingenommen werden, damit es die Aufnahme der Mikronährstoffe nicht direkt herabsetzt.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei cholesterinsenkenden Medikamenten

Statine

Coenyzm Q10

100 bis 300 Milligramm (mg)

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) oder je

nach Vitamin-D-Spiegel

Fibrate

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm

Vitamin B12 (optimalerweise als aktives Methylcobalamin)

250 bis 500 Mikrogramm (µg)

Folsäure (als direkt verwertbare Form)

200 bis 500 Mikrogramm

Coenzym Q10

100 bis 200 Milligramm

Vitamin E

bis zu 150 Milligramm

Anionenaustauscherharze

Vitamin A

400 Mikrogramm

Vitamin D

1.000 Internationale Einheiten

Vitamin E

13 Milligramm

Vitamin K

75 Mikrogramm (idealerweise aus K1 und K2)

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Zusammenfassung

Mögliche Ursachen für zu hohes Cholesterin sind unter anderem eine sehr zucker- und fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Zu Beginn treten keine Beschwerden auf. Ist der Cholesterinspiegel jedoch dauerhaft zu hoch, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wichtig ist es vor allem, den LDL-Wert und oxidativen Stress zu senken.

Erhöhte Cholesterinwerte lassen sich im Rahmen der Mikronährstoffmedizin natürlich behandeln: Vor allem Ballaststoffe wie Glucomannan aus Konjakwurzel und Beta-Glucane aus Hafer sowie Pflanzenstoffe aus Artischockenblättern tragen zur Senkung bei, indem sie die Aufnahme im Darm reduzieren oder die Ausscheidung fördern. Auch bestimmte fettähnliche Substanzen (Phospholipide) unterstützen diesen Prozess.

Antioxidantien, B-Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren schützen die Blutgefäße vor den Schäden durch oxidiertes Cholesterin und sollten daher auch Bestandteil der Mikronährstofftherapie sein. OPC und Resveratrol aus roten Trauben verhindern die Oxidation von LDL-Cholesterin. Dieses Cholesterin ist der Grund, weshalb es zur Arterienverkalkung kommt. Ob OPC und Resveratrol auch hohe Cholesterinwerte senken können, muss noch genauer untersucht werden. Da Menschen mit hohen Cholesterinwerten häufig einen Vitamin-D-Mangel haben, sollte man die Werte im Auge behalten. Ob Vitamin D aber Cholesterin senkt, ist noch unklar.

Erhöhtes Cholesterin zu senken, ist nicht immer ohne Statine möglich. Statine verursachen jedoch Nebenwirkungen: Sehr häufig sind zum Beispiel Muskelschmerzen. Darum sollte man hier Coenzym Q10 und Vitamin D ergänzen. Die Schmerzen lassen sich so oft reduzieren oder verhindern. Fibrate erhöhen dagegen den Homocysteinspiegel, weshalb unbedingt auf die Zufuhr von B-Vitaminen geachtet werden muss, während Anionenaustauscherharze (wie Cholestyramin) einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen verursachen können.

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