Mit dem Alter verändert sich unser Stoffwechsel: Er wird langsamer, Abfallstoffe können sich anreichern, und auch die Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell wie früher. In dieser Lebensphase ist es besonders wichtig, den Körper ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen, die er für die Teilung und Regeneration seiner Zellen sowie für die Energiegewinnung benötigt. Dazu zählen insbesondere Folsäure, weitere B-Vitamine und Vitamin D. Diese Vitalstoffe sind auch notwendig, um erhöhtes Homocystein abzubauen. Bei unzureichender Versorgung durch die Ernährung kann eine gezielte Nahrungsergänzung mit hochwertigen Mikronährstoffpräparaten für unsere Zellgesundheit und gegen erhöhtes Homocystein sinnvoll sein.

Wie können Vitamine die Gesundheit unserer Zellen fördern?
Die Gruppe der sogenannten B-Vitamine umfasst acht wasserlösliche Vitalstoffe, ohne die zahlreiche Prozesse in unserem Körper nicht ablaufen können. Daher sollten wir auf eine gute Versorgung achten. Das ist insbesondere im Alter entscheidend, denn durch Veränderungen im Stoffwechsel sinkt die Fähigkeit zur Erneuerung der Zellen und es kommt zu einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit.
Zur wichtigen B-Gruppe gehören unter anderem Folat beziehungsweise Folsäure sowie die Vitamine B6 und B12. Alle drei spielen eine wichtige Rolle bei Wachstum, Erneuerung und Regeneration von Zellen: Sie fördern Vorgänge, die zur Herstellung wichtiger Eiweißbausteine und der Erbsubstanz (DNA) notwendig sind. Ebenso ermöglichen sie die Umwandlung von Nahrung zu Energie und sorgen für die Bildung roter Blutkörperchen, die unsere Zellen mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgen. Bei einem Mangel dieser Vitalstoffe kann es daher zu verlangsamter Zellreparatur sowie zu Müdigkeit und schneller Erschöpfung kommen. Nicht zuletzt spielt das Trio beim Abbau von Homocystein eine entscheidende Rolle – ein Stoff, der in zu hoher Konzentration für Zellen stark giftig ist.
Wie beeinflusst Homocystein die Zellgesundheit?
Mit unserer Ernährung nehmen wir täglich verschiedene Aminosäuren auf, die der Körper als Bausteine unterschiedlicher Eiweiße nutzt. Zu ihnen gehört auch die schwefelhaltige Aminosäure Methionin, bei deren Abbau die Aminosäure Homocystein entsteht. Diese jedoch findet keine Verwendung in der Eiweißherstellung und kann sogar Entzündungen sowie oxidativen Stress fördern. Das beeinträchtigt die Funktion der Zellen. Deshalb versucht der Körper, entstehendes Homocystein schnellstmöglich abzubauen.
Hierfür sind drei B-Vitamine entscheidend:
- Folsäure und Vitamin B12 setzen Homocystein wieder zu Methionin um.
- Vitamin B6 steuert die Umwandlung von Homocystein zur Aminosäure Cystein, die in vielen Eiweißen enthalten ist.
Gemeinsam sorgt das Trio dafür, die Homocystein-Konzentration im Körper auf niedrigem Niveau zu halten.
Welchen Einfluss hat Vitamin D auf Homocystein?
Für die Zellgesundheit spielt das „Sonnenhormon“ Vitamin D ebenfalls eine wichtige Rolle. Es reguliert, wie stark und schnell sich Zellen teilen und kann so zur Regeneration von Gewebe beitragen. Zudem kann es Vorgänge steuern, die alte und beschädigte Zellen entfernen (programmierter Zelltod).
Wie neuere Studien belegen, kann der Vitalstoff auch die Menge an Homocystein beeinflussen: Menschen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel weisen in der Regel eine höhere Homocystein-Konzentration auf. Dagegen kann die Einnahme von Vitamin D – insbesondere bei einem vorliegenden Mangel – erhöhte Homocystein-Werte senken.
Mikronährstoffe: Wie lässt sich ein Mangel vermeiden?
Der tägliche Bedarf an B-Vitaminen lässt sich in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung decken:
- B6 steckt in vielen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln.
- B12 ist natürlicherweise nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch sowie Eiern und Milchprodukten zu finden.
- Folat ist insbesondere in Blattgemüse wie Spinat und Salaten enthalten, aber auch in Brokkoli, Tomaten, Hülsenfrüchten, Orangen, Sprossen, Weizenkeimen und Vollkornprodukten sowie in Kartoffeln, Nüssen und Eiern.
Mangel an Folsäure und Vitamin B12 verbreitet
Allerdings: Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nehmen die Menschen in Deutschland häufig zu geringe Mengen Folat auf. Ein Grund dafür ist, dass die natürliche Form empfindlich gegenüber Licht und Hitze ist und bei längerer Lagerung oft verloren geht.
Hier hat die synthetische Form von Folsäure ihre Vorteile: Sie ist stabiler und kann vom Körper – bei Zufuhr auf nüchternen Magen – zu fast 100 Prozent verwertet werden.
Tipps, um den Folat-Gehalt bei der Zubereitung zu schonen
Da Folat wasserlöslich sowie licht- und hitzeempfindlich ist, sollte Gemüse
- kühl und dunkel gelagert,
- nur unzerkleinert und kurz gewaschen,
- besser kurz gedünstet statt lange gekocht,
- nicht lange warmgehalten
werden. Denn sonst geht das Vitamin verloren.
Ebenso ist ein B12-Mangel weit verbreitet, insbesondere bei bestimmten Risikogruppen:
- vegan lebende Personen
- Leute, die Metformin (Diabetesmedikament) oder Magensäureblocker wie Protonenpumpenhemmer einnehmen
- ältere Menschen: Bei ihnen ist die Aufnahme des Vitamins in den Körper oft gestört: Sie können keine ausreichenden Mengen des notwendigen Transporteiweißes (Intrinsic Factor) herstellen.
In einer deutschen Studie wiesen gut 27 Prozent der Teilnehmenden ab 65 Jahren zu niedrige B12-Spiegel auf.
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Was ist die Folat-Falle?
Fachleute sprechen von einem funktionellen Folatmangel, wenn er durch einen B12-Mangel ausgelöst wird. Denn im Folatzyklus wird die aufgenommene Folsäure in mehreren Schritten zu Methyl-Tetrahydrofolat (Methyl-THF) umgewandelt. Dann passiert Folgendes:
- Das Molekül überträgt seine Methylgruppe an Homocystein, sodass daraus wieder Methionin entsteht.
- Übrig bleibt THF, die aktive Form der Folsäure, die der Körper gut verwerten kann.
Dieser Schritt funktioniert aber nur, wenn ausreichend Vitamin B12 vorhanden ist. Fehlt dieses, reichert sich Methyl-THF an und es kommt – trotz ausreichender Zufuhr von Folat beziehungsweise Folsäure – zu einem Mangel an aktivem Folat (THF).
Gleichzeitig steigt der Homocysteinspiegel gefährlich an, weil das Homocystein ohne B12 nicht zu Methionin umgewandelt werden kann.
Vitamin-D-Mangel trotz Sonne
Unser Körper kann Vitamin D selbst bilden, wenn er ausreichend UV-B-Strahlung ausgesetzt ist. Das funktioniert in unseren Breiten allerdings nur von etwa April bis September, wenn wir mit ungeschützten Armen und Beinen genügend Sonne tanken. Doch mit dem Alter lässt die Fähigkeit der Haut, das Sonnenhormon zu bilden, nach. Wer raucht, erhöht ebenfalls das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Deshalb erreichen laut DGE fast 60 Prozent der Bundesbürger keinen ausreichenden Spiegel dieses wichtigen Vitalstoffes.
Wer einen Vitaminmangel aufweist, kann zu hochwertigen Mikronährstoffpräparaten greifen. Sinnvoll ist eine gezielte Nahrungsergänzung mit Fokus auf wichtige Nährstoffe wie Folsäure, Vitamin B6, B12 sowie D, die für unsere Zellgesundheit und Homocystein-Umwandlung entscheidend sind.

Zusammenfassung
Um die Zellgesundheit zu unterstützen, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen notwendig. Dazu gehören insbesondere Folsäure, Vitamin B6, B12 und D, die für die Zellteilung sowie Wachstum und Regeneration von Zellen notwendig sind. Damit fördern sie zum Beispiel auch die Blutbildung, die für eine gute Sauerstoffversorgung aller Zellen unerlässlich ist. Für die Bereitstellung von Energie sind sie ebenfalls nötig; so können sie Müdigkeit und Erschöpfung entgegenwirken.
Zudem können diese wichtigen Nährstoffe den Homocystein-Spiegel senken. Erhöhtes Homocystein wirkt als Zellgift und steigert das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Daher können Folsäure und die Vitamine B6, B12 und D unsere Gesundheit positiv beeinflussen.
FAQ
Wofür sind Folsäure (Folat) und die Vitamine B6 und B12 gut?
Vitamin B6 und B12 sowie Folsäure – die besser bioverfügbare synthetische Form von Folat – sind wasserlösliche B-Vitamine. Sie haben eine wichtige Funktion bei der Zellteilung, unterstützen den Energiestoffwechsel und sind für eine gesunde Blutbildung entscheidend. So tragen sie zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.
Welche Vitamine unterstützen die Zellgesundheit?
Generell sollten alle Vitamine in ausreichender Menge verzehrt werden. Für die Regeneration von Zellen, eine gesunde Zellteilung und den Energiestoffwechsel sind insbesondere Folsäure sowie die Vitamine B6 und B12 entscheidend. Sie spielen zudem eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit, da sie einen erhöhten Homocystein-Spiegel senken können.
Was ist Homocystein?
Die schwefelhaltige Aminosäure Homocystein ist ein Abbauprodukt der essenziellen Aminosäure Methionin. Sie wirkt als starkes Zellgift und kann daher die Zellgesundheit beeinträchtigen. Eine übermäßige Homocystein-Konzentration kann somit das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöhen.
Woher kommt eine hohe Homocystein-Konzentration im Blut?
Verschiedene Gründe können zu einem erhöhten Homocystein-Spiegel führen. Ein Grund ist ein Mangel bestimmter B-Vitamine (Folsäure, B6, B12) und Vitamin D, da diese für den Abbau von Homocystein benötigt werden. Fehlen diese Vitalstoffe, reichert sich das zellgiftige Homocystein im Körper an und kann unsere Gesundheit beeinträchtigen.
Wie kann ein zu hoher Homocystein-Spiegel gesenkt werden?
Eine erhöhte Homocystein-Menge im Blut kann verschiedene Gründe haben. Oft liegt dieser ein Vitaminmangel zugrunde. Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 sowie D kann helfen, zu hohe Homocystein-Werte zu senken.
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