Erkältungen: das Immunsystem unterstützen

Wie Mikronährstoffe die Abwehrkräfte stärken

Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt dringen Viren über Mund und Nase in den Körper und verursachen die typischen Symptome: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Bestimmte Mikronährstoffe stärken das Immunsystem. So kann es Krankheitserreger wie Viren und Bakterien effektiver abwehren. Erfahren Sie, welche Mikronährstoffe die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen und wie man sie im Rahmen der Mikronährstoffmedizin am besten einsetzt. 

Erkältete Frau sitzt mit Taschentüchern im Bett
Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit sind die typischen Beschwerden, die bei einer Erkältung meist durch Viren ausgelöst werden. Bild: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock

Ursachen und Symptome

Die Erkältung ist eine Infektionserkrankung, die in den meisten Fällen von Viren ausgelöst wird. Es gibt über 200 unterschiedliche Erkältungsviren. Die am häufigsten auftretenden sind die Rhinoviren. Sie infizieren die Atemwege: Die Viren dringen über Mund oder Nase in den Körper ein und verursachen die typischen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit. Auch Druckgefühl in den Ohren, Kopfschmerzen, Fieber oder tränende Augen gehören zu den Symptomen einer Erkältung.

Anders als der Begriff vermuten lässt, ist nicht die Kälte Ursache einer Erkältung – sie wirkt jedoch als unterstützender Faktor. Studien zeigen, dass das Immunsystem bei kalten Temperaturen schlechter arbeitet und die Abwehrkräfte dadurch geschwächt sind. 

Da sich Erkältungs- und Grippesymptome ähneln, spricht man bei einer Erkältung auch von einem grippalen Infekt. Im Unterschied zur echten Grippe wird der grippale Infekt jedoch nicht durch Influenza-Viren ausgelöst und verläuft in der Regel wesentlich milder.
 

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Erkältung klassisch behandelt?

Der Körper kann sich bei einem grippalen Infekt selbst heilen: Die Immunzellen spüren Krankheitserreger wie Erkältungsviren auf und machen sie unschädlich.

Daher besteht die klassische Behandlung einer Erkältung hauptsächlich darin, die Beschwerden zu lindern. Nasensprays, die abschwellende Wirkstoffe enthalten (Nasic®, Ratiopharm®, Olynth®), wirken gegen Schnupfenbeschwerden. Schleimlösende Hustenmittel (ACC®, Ambroxol®, Mucosolvan®) erleichtern das Husten. Kopfschmerzen sowie Fieber werden mit Medikamenten behandelt, die zum Beispiel den Wirkstoff Paracetamol enthalten (Paracetamol 500 Hexal®, Ben-u-ron®, Grippostad®).

Info

Antibiotika (wie Doxybene®, Doxycyclin®) wirken gegen virale Erkrankungen nicht. Sie helfen gegen bakterielle Infektionen, nicht aber bei Grippe und Erkältung. Mit einer Ausnahme: Wenn Virusinfektionen das Immunsystem schwächen, haben es auch Bakterien leichter, in den Körper einzudringen. Im Fall einer bakteriellen Zweitinfektion („Superinfektion“) kommen dann Antibiotika zum Einsatz.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Mikronährstoffe eignen sich hervorragend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen. Das Ziel ist es, mithilfe von Vitaminen und Spurenelementen das Immunsystem zu stärken und damit die Fähigkeit des Körpers zu verbessern, die Krankheitserreger abzuwehren. Senföle wirken vermutlich auch direkt anti-viral.

Mikronährstoffmediziner empfehlen meist ein Mikronährstoffpräparat, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem enthält, zum Beispiel Vitamin C, Vitamin D und Zink. Auch schleimlösende und entzündungshemmende Substanzen und natürliche Enzyme sind bei der Behandlung einer Erkältung sinnvoll: Sie sorgen dafür, dass Beschwerden abklingen.

Vorbeugen: Ein starkes, gut funktionierendes Immunsystem wirkt auch vorbeugend, indem es Krankheitserreger von vornherein abwehrt. 
 

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin C steuert die Immunabwehr

Wirkweise von Vitamin C

Vitamin C unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte, indem es zum Beispiel die Zellhülle von Abwehrzellen schützt und somit deren Funktionsdauer verlängert. Außerdem steuert Vitamin C die Abwehrreaktionen des Körpers auf Erreger. So sorgt Vitamin C unter anderem dafür, dass bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden. Diese locken Abwehrzellen des Immunsystems an den Ort der Entzündung, um die Krankheitserreger unschädlich zu machen – zum Beispiel zur Rachenschleimhaut.

Vitamin C: Dosierung und Einnahmeempfehlung zur Behandlung einer Erkältung

Vitamin C in Kapselform und in einer Zitrone
Die Einnahme von Vitamin C stärkt das Immunsystem und unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. Bild: KMNPhoto/iStock/Thinkstock

Bei einer Erkältung wird empfohlen, täglich 1.000 bis 6.000 Milligramm Vitamin C in Form von Nahrungsmitteln, Tabletten, Kapseln oder Pulver über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen einzunehmen. Die Menge soll auf mehrere Portionen aufgeteilt werden (zum Beispiel 3 x 2 Gramm).  Einige Mikronährstoffmediziner verabreichen Vitamin C auch direkt in die Venen (Infusion): Sinnvoll sind 7,5 bis 30 Milligramm Vitamin C aufgelöst in einer Kochsalzlösung, zwei- bis viermal pro Woche.

Die Behandlung sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome beginnen.

Tipp

Da Vitamin C ein hitzeempfindliches Vitamin ist, achten Sie darauf, dass Vitamin C – zum Beispiel bei einer „heißen Zitrone“ – nicht zu lange im heißen Wasser bleibt. Besser ist es, ein Vitamin-C-Präparat zu wählen, das nicht in heißem Wasser aufgelöst werden muss.

Zink bildet Abwehrzellen aus

Wirkweise von Zink

Zink unterstützt die Abwehr auf vielen Ebenen und gewährleistet die Funktion der Abwehrvorgänge. Daneben schützt es die Gewebe vor Schäden durch Entzündungen. Fehlt es an Zink, sind Immunzellen weniger aktiv, was es Viren und Bakterien erleichtert, sich im Körper zu vermehren. 

  • Mehr Heilungen: Zink – in der Dosierung über 75 Milligramm pro Tag – verdreifacht die Anzahl der Heilungen zum Beispiel am Tag fünf der Erkältung.
  • Schnellere Heilung: Eine Krankheitsdauer von zehn Tagen kann auf sechs bis sieben Tage verkürzt werden.
  • Mildere Symptome: Eine Untersuchung ergab, dass durch Zink Erkältungssymptome wie Fieber und Krankheitsgefühl bei Kindern mit Atemwegsinfekten gelindert werden konnten. In dieser Studie zeigte sich der Effekt jedoch nur bei den Jungen, nicht bei Mädchen.

In geringer Dosis beugt Zink Erkältungen außerdem vor.  

Zink: Dosierung und Einnahmeempfehlung zur Behandlung einer Erkältung

Die Behandlung sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome mit 75 bis 100 Milligramm Zink pro Tag beginnen. Bei einer Erkältung wird stattdessen auch empfohlen, fünf- bis sechsmal täglich 10 Milligramm Zink in Form von Lutsch- oder Brausetabletten über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen einzusetzen. Bei Kindern verwendete man in Studien eine Dosis von 30 Milligramm pro Tag.

Im Idealfall wird Zink bereits vorbeugend genommen (5 bis 15 Milligramm pro Tag).


Tipp

Zink in Form von Lutschtabletten ist besonders empfehlenswert bei einer Erkältung: Durch das Lutschen gelangt das Zink direkt an den Infektionsherd, nämlich die Schleimhäute im Hals. Zusätzlich werden die Schleimhäute durch das Lutschen besser befeuchtet. Feuchte Schleimhäute können ihre Aufgabe als Schutzbarriere gegenüber Krankheitserregern besser erfüllen und machen es Viren schwerer, in den Körper einzudringen.

Zu beachten bei Einnahme von Medikamenten und Nierenerkrankungen

Zink vermindert die Wirkung bestimmter Antibiotika mit der Wirkstoffgruppe der Tetracycline (Doxybene®, Doxycyclin®). Wenn Sie aufgrund einer bakteriellen Infektion ein Antibiotikum nehmen müssen, achten Sie auf einen Einnahme-Abstand von zwei Stunden vor oder vier bis sechs Stunden nach der Einnahme des Antibiotikums.

Auch Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate) werden durch Zink gebunden und dadurch unwirksam. Dazu gehören Alendronat (zum Beispiel Fosamax®, Tevanate®) oder Clodronat (zum Beispiel Bonefos®). Zwischen der Einnahme sollten mindestens zwei Stunden liegen.

Bei schwacher Nierenfunktion sollte Zink nicht zusätzlich eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht vollständig ausscheiden, sodass die Zink-Blutspiegel steigen würden.
 

Vitamin D aktiviert Abwehrzellen

Illustration von verschiedenen Viren
Vitamin D kann helfen Krankheitserreger zu vernichten und Atemwegserkrankungen vorzubeugen. Bild: Rost-9D/iStock/Thinkstock

Vitamin D (Colecalciferol) spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Es wird gebraucht, damit sich bestimmte Vorläufer-Zellen in Fresszellen verwandeln, die Makrophagen. Fresszellen spüren Krankheitserreger im Körper auf und vernichten sie. Außerdem sorgt Vitamin D dafür, dass die T-Zellen Viren und Bakterien zerstören. Dazu müssen die T-Zellen aus einem schlafähnlichen Zustand geweckt werden. So werden durch Vitamin D mehr Erreger vernichtet und Erkältungsviren haben es schwerer, sich im Körper auszubreiten.

Es gibt Hinweise darauf, dass schwere Verläufe von Atemwegsinfekten mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel in Zusammenhang stehen. In einer Studie zeigte sich, dass die Hälfte der Kinder, die aufgrund eines Atemwegsinfekts ins Krankenhaus mussten, einen Mangel an Vitamin D aufwiesen. Die Kinder mit Vitamin-D-Mangel hatten außerdem ein höheres Risiko, intensivmedizinisch betreut oder künstlich beatmet werden zu müssen.

Vitamin D: Dosierungsempfehlung bei einer Erkältung

Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Vitamin D dazu beiträgt, Atemwegsinfekten wie bei einer Erkältung vorzubeugen – das gilt für allem für Personen, die besonders infektanfällig sind. Hier wurden 4.000 Internationale Einheiten (I.E.) erfolgreich eingesetzt.

Bei häufigen Infektionen sollte der Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrolliert und ein Mangel konsequent behandelt werden.

Vitamin-D-Werte bestimmen lassen

Vitamin D können wir über die Nahrung aufnehmen. Den größten Teil seines Bedarfs an Vitamin D produziert der Körper jedoch selbst. Dafür benötigt er allerdings Sonnenlicht. Vor allem in den Wintermonaten reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, um Vitamin D zu bilden, sodass leicht ein Vitamin-D-Mangel entstehen kann. Etwa 60 bis über 80 Prozent der Menschen in Deutschland sind je nach Jahreszeit nicht optimal mit Vitamin D versorgt.

Daher ist es sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel überprüfen zu lassen. Hierfür eignet sich eine Untersuchung des Blutserums, bei der der Spiegel von Calcidiol (25-OH-Vitamin-D) ermittelt wird, der Transportform von Vitamin D. Ein Wert von weniger als 20 Nanogramm pro Milliliter gilt als unzureichend. Für einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen empfehlen Mikronährstoffmediziner Werte zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter.

Bromelain und Papain verstärken die Immunabwehr

Tropische Früchte
Bromelain und Papain können aus tropischen Früchten gewonnen werden. Durch die beiden Enzyme wird das Immunsystem gestärkt und das Risiko eines chronischen Verlaufs von Krankheiten kann verringert werden. Bild: billberryphotography/iStock/Thinkstock

Wirkweise: Bromelain löst den Schnupfen

Bromelain ist ein Enzym, das aus der Ananas gewonnen wird. Papain stammt dagegen aus der Schale der Papaya. Beide Enzyme sind an der Steuerung des Immunsystems beteiligt: Sie verstärken Abwehrreaktionen, wenn sie zu schwach verlaufen. So klingen die Symptome eines grippalen Infekts schneller ab; auch das Risiko sinkt, dass es zu einem chronischen Verlauf kommt, zum Beispiel zu einer chronischen Bronchitis.

Zudem lassen die beiden Enzyme die Nasenschleimhäute abschwellen und wirken schleimlösend. Damit kann sich die Verstopfung der Nase bessern. Eine hochwertige Vergleichsstudie zeigte, dass Kinder mit einer Nasennebenhöhlenentzündung sich schneller erholten, wenn sie Bromelain zu sich nahmen. Papain hat eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, die sich bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen oder Kopfschmerzen zeigt.


Bromelain: Dosierungs- und Einnahmeempfehlung zur Behandlung einer Erkältung

Bei einer Erkältung wird empfohlen, täglich 500 bis 2.700 Milligramm Bromelain und 540 bis 1.000 Milligramm Papain einzunehmen. Die Einnahme sollte möglichst über den Tag verteilt und zwischen den Mahlzeiten erfolgen: mindestens eine Stunde vor sowie zwei Stunden nach dem Essen.

Tipp

Achten Sie auf eine möglichst hohe Enzymaktivität pro Kapsel oder Tablette. Diese wird in F.I.P-Einheiten angegeben. Mindestens 1.000 F.I.P. pro Kapsel oder Tablette sind empfehlenswert.

Zu beachten bei Antibiotika-Einnahme und während der Schwangerschaft

Müssen Sie aufgrund einer bakteriellen Infektion Antibiotika einnehmen, sollte Bromelain nicht eingesetzt werden: Die gleichzeitige Einnahme beeinflusst die Wirkung der Antibiotika.

Zur Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch keine ausreichenden Untersuchungen vor. Besprechen Sie die Einnahme daher mit Ihrem Arzt.

N-Acetylcystein wirkt schleimlösend

Wirkweise

Frau hustet bei einer ärztlichen Untersuchung
Der Wirkstoff N-Acetylcystein fördert die Schleimlösung und hilft den Schleimhäuten bei der Selbstreinigung. Bild: AlexRaths/iStock/Thinkstock

N-Acetylcystein wirkt schleimlösend und kommt zum Beispiel bei einer Bronchitis zum Einsatz. In einer Studie an Kleinkindern, die mit virusbedingter Bronchitis ins Krankenhaus aufgenommen werden mussten, zeigte sich, dass die Kinder durch die N-Acetylcystein-Therapie schwächere Symptome hatten und früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten. N-Acetylcystein sorgt ebenfalls für die Verflüssigung des Schleims und die Selbstreinigung der Schleimhäute. Das fördert auch den Sekretabfluss aus der Nase.

N-Acetylcystein: Dosierungs- und Einnahmeempfehlungen bei einer Erkältung

Bei einer Erkältung wird empfohlen, täglich 200 bis 400 Milligramm N-Acetylcystein einzunehmen, zum Beispiel in Form von Kapseln.

Höhere Mengen können bei empfindlichen Personen Übelkeit und Bauchbeschwerden auslösen.

Zu beachten bei Einnahme von Hustenstillern und in der Schwangerschaft

Medikamente zur Unterdrückung des Hustenreflexes (Antitussiva) dürfen nicht gemeinsam mit dem schleimlösenden N-Acetylcystein eingenommen werden: Es kann zu einem Stau an gelöstem Schleim in der Lunge kommen, da der Schleim nicht abgehustet werden kann. Beispielmedikamente sind Neo-Tussan®, Codipront® oder Paracodin®.

Besprechen Sie die Einnahme von N-Acetylcystein in der Schwangerschaft und Stillzeit mit Ihrem Arzt. Zur Anwendung liegen noch keine ausreichenden Untersuchungen vor.

Beta-Glucan kurbelt das Immunsystem an

Wirkweise

Frische und getrocknete Hefe auf einem Brett
Beta-Glucan, das aus Hefe gewonnen wird, setzt die Abwehrreaktion gegen Erkältungsviren frei. Zudem kann es sich auf den Gesamtzustand des Betroffenen positiv auswirken. Bild: jirkaejc/iStock/Thinkstock

Beta-Glucan aus Hefe ist ein unverdaulicher Stoff, der das Immunsystem aktiviert und dadurch die Abwehrreaktion auf den Schleimhäuten gegen Erkältungsviren in Gang setzt. Beta-Glucan beeinflusst eine Reihe von Abwehrzellen im Körper und hilft außerdem bei der Bildung von Antikörpern. Es aktiviert Killerzellen und Fresszellen, die virusinfizierte Zellen effektiver töten und beseitigen.

Studien zeigen, dass sich die Einnahme von Beta-Glucan aus Hefe vorteilhaft auf den Gesamtzustand von Erkältungspatienten auswirken kann. In einer weiteren Untersuchung zeigte sich, dass Probanden, die Beta-Glucan aus Hefe einnahmen, weniger Erkältungssymptome hatten und sich allgemein fitter und wohler fühlten als diejenigen, die ein Scheinmedikament bekamen. Beta-Glucan kann auch erkältungsbedingte Schlafstörungen verbessern.

Beta-Glucan: Dosierungs- und Einnahmeempfehlungen

Bei einer Erkältung sollten täglich 250 Milligramm Beta-Glucan in Form von Kapseln eingenommen werden. Beta-Glucan hat sich bisher als sehr verträglich erwiesen.

Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken wie natürliche Antibiotika

Wirkweise

Senföle sind Pflanzenstoffe, die in der Kapuzinerkresse und dem Meerrettich zu finden sind. Sie wirken antibakteriell. Besonders gut ist ihr Einsatz bei Harn- und Atemwegsinfekten untersucht. Bei Erkältung können sie bakterielle Zusatzinfektionen verhindern; sie sind gewissermaßen pflanzliche Antibiotika. Studien zeigen, dass sie sicher und effektiv gegen Keime wirken. Der Vorteil der Wirkstoffe aus der Kapuzinerkresse und dem Meerrettich ist, dass sich im Gegensatz zur Einnahme zu Antibiotika keine resistenten Bakterien bilden.

Neben der antibakteriellen Wirkung von Senfölen gibt es Hinweise, dass sie auch gegen Erkältungsviren wirken. In der Phytomedizin werden Meerrettich und Kapuzinerkresse seit Langem zur Behandlung und Vorbeugung von Erkältungen eingesetzt.

Kapuzinerkresse und Meerrettich: Dosierungs- und Einnahmeempfehlung bei Erkältung

Bei einer Erkältung sollten täglich 2.500 Milligramm Kapuzinerkresse- sowie 500 Milligramm Meerrettichextrakt eingenommen werden, zum Beispiel in Form von Kapseln. Die Einnahme sollte über den Tag verteilt jeweils nach den Mahlzeiten erfolgen.

Senföle wirken dann am effektivsten, wenn sie bei ersten Symptomen einer Erkältung in ausreichender Dosierung eingesetzt werden.

Zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit

Da zur Einnahme von Kapuzinerkresse- und Meerrettich-Extrakt in der Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollten Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt besprechen. Es ist nicht bekannt, ob die Senföle in die Muttermilch übergehen.

Dosierungen auf einen Blick

Vitamine
Vitamin C200 bis 500 Milligramm (mg) am Tag
Vitamin D31.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE) am Tag
Spurenelemente
Zink 20 bis 25 Milligramm am Tag
Weitere Stoffe
Bromelain500 bis 2.700 Milligramm am Tag 
Papain540 bis 1.000 Milligramm am Tag
N-Acetylcystein200 bis 400 Milligramm am Tag 
Beta-Glucan250 Milligramm am Tag 
Kapuzinerkresse2.500 Milligramm am Tag
Meerrettich500 Milligramm am Tag

Sinnvolle Laboruntersuchungen

Sinnvolle Laboruntersuchungen bei häufigen Erkältungen

Normalwerte
Vitamin D (Serum)40 bis 60 Nanogramm pro Mililiter (ng/ml)
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Zusammenfassung

Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt infizieren Viren die Atemwege und lösen Symptome wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder Fieber aus.

In der Mikronährstoffmedizin werden die Vitamine C und D, das Spurenelement Zink sowie der Stoff Beta-Glucan zur Aktivierung des Immunsystems eingesetzt. Ein aktives Immunsystem hilft, Erkältungsviren effektiv zu bekämpfen. Extrakte aus Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken direkt antibakteriell und antiviral. Bromelain, Papain sowie N-Acetylcystein sorgen für die Verflüssigung von Schleim und lindern eine verstopfte Nase. Daneben lindern sie die Entzündungssymptome, die unangenehme Begleitbeschwerden verursachen.

Außerdem sind die Vitamine C und D sowie das Spurenelement Zink sinnvoll zur Vorbeugung: So brechen Erkältungen und grippale Infekten seltener aus.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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