Glutathion: die Substanz für den optimalen Zellschutz

Wie wirkt es im Körper und wann benötigt man es?

Molekulare Darstellung Glutathion
Glutathion besteht aus den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin. In menschlichen Körperzellen ist es das wichtigste Antioxidans. Bild: Bacsica/iStock/Getty Images Plus

Glutathion ist eines der wichtigsten Entgiftungsmoleküle des Stoffwechsels und unabdingbar für einen wirksamen Zellschutz. Erfahren Sie, wer von einem Mangel betroffen ist, wie dieser erkannt wird und bei welchen Erkrankungen oder Medikamenten Sie unbedingt auf eine gute Glutathion-versorgung achten müssen.

Eigenschaften und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften von Glutathion

Glutathion besteht aus den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin. In menschlichen Körperzellen ist es das wichtigste Antioxidans. Es gibt eine aktive Form und eine inaktive Form (Glutathiondisulfid). Letztere entsteht, wenn aktives Glutathion im Körper verbraucht (oxidiert) wird.

Info

Sogenannter oxidativer Stress kann dafür sorgen, dass Glutathion in Körperzellen vermehrt in inaktiver (oxidierter) Form vorliegt. Wissenschaftler konnten zeigen, dass oxidativer Stress zum Beispiel durch Zigarettenrauchen, Umweltgifte, Sonneneinstrahlung oder Krankheiten entsteht und Alterungsprozesse begünstigt.

Vorkommen in Lebensmitteln

Glutathion kommt sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln vor. Hohe Gehalte des Stoffs finden sich in Gemüse, Obst und Fleisch. Man kann sich merken, dass gekochte und verarbeitete Lebensmittel weit weniger Glutathion enthalten als frische und gering verarbeitete Nahrungsmittel. Folgende Lebensmittel sind die fünf besten Glutathion-Lieferanten:

Tüte mit Lebensmitteln auf einem Tisch
Glutathion kommt sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln vor. Hohe Gehalte des Stoffs finden sich in Gemüse, Obst und Fleisch. Bild: samael334/iStock/Getty Images Plus

Die fünf besten Glutathion-Lieferanten:

Mikrogramm (µg) pro 100 Kalorien (kcal)

Mikrogramm pro 100 Gramm (g)

Spargel

140

28

Leber (Rind)

92

120 bis 275

Spinat

48

11

Avocado

18

28

Brokkoli

24

8

Hinweis: Werte können schwanken. 

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Bedarf und Funktionen im Körper

Bedarf an Glutathionbausteinen

Glutathion kann über die Nahrung zugeführt, aber auch vom Körper selbst hergestellt werden. Die körpereigene Bildung von Glutathion hängt entscheidend von der ausreichenden Aufnahme der Aminosäure Cystein ab. Mangelt es an diesem Eiweißbaustein, dann ist die Glutathion-Produktion beeinträchtigt.

Glutathion-Aufnahme und Verteilung im Körper

Durch den Verzehr von Nahrungsmitteln werden in der Regel nur geringe Mengen an Glutathion aufgenommen. Dies bedeutet, dass die sogenannte Bioverfügbarkeit gering ist.

In gesunden Zellen liegt ein Verhältnis von aktivem zu inaktivem Glutathion von 500:1 vor. Beim Abbau von oxidativem Stress geht aktives Glutathion in seine unwirksame Form über. Dann muss es regeneriert werden. Dazu sind ein Enzym, Vitamin B2, Niacin und Vitamin C notwendig. 

Welche Aufgaben übernimmt Glutathion?

Glutathion wird für viele Prozesse im Körper benötigt. Die wichtigsten Funktionen sind:

Zellschutz: Für den Schutz von Körperzellen vor Schäden durch sogenannte reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS) ist Glutathion sehr wichtig. Zu ROS zählen unter anderem freie Radikale und Wasserstoffperoxid. ROS können Schäden an Zellbestandteilen wie Eiweißen oder der Erbsubstanz (DNA) hervorrufen und somit die Entstehung von Krankheiten fördern.

Entgiftung: Glutathion spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung schädlicher Stoffe wie Schwermetallen, bakteriellen Giften und giftigen Stoffwechselprodukten. So geht Glutathion mit giftigen Stoffen eine chemische Reaktion ein und macht diese Stoffe dadurch leichter wasserlöslich. So können sie besser mit dem Urin ausgeschieden werden.

Sauerstofftransport: Glutathion kommt auch in den roten Blutkörperchen vor. Dort sorgt es dafür, dass der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) funktionsfähig bleibt und genügend Sauerstoff transportieren kann.

„Notreserve“ für Cystein: Die Bildung des Eiweißbausteins Cystein wird durch Glutathion unterstützt. Da Cystein bei Stoffwechselreaktionen ständig verbraucht wird, ist Glutathion wichtig für eine konstante Versorgung mit Cystein.

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Mangel erkennen und beheben

Anzeichen eines Glutathion-Mangels erkennen

Immunschwäche: Ist zu wenig aktives Glutathion in den Körperzellen vorhanden, spricht man von einem Glutathion-Mangel. Unter diesen Umständen kann Glutathion seine Funktionen nicht mehr erfüllen und zum Beispiel nicht mehr antioxidativ wirken. Dies kann zu einer Schwächung der körpereigenen Abwehr führen, da verschiedene Abwehrzellen des Immunsystems beeinträchtigt werden. Die Folge kann eine erhöhte Infektanfälligkeit sein.

Müdigkeit: Auch eine allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit bis hin zur Ausprägung eines chronischen Müdigkeits-Syndroms können durch einen Glutathion-Mangel ausgelöst werden. Das Chronische Müdigkeitssyndrom ist eine komplexe Krankheit, die sich im Wesentlichen durch eine dauerhafte starke Erschöpfung auszeichnet.

Muskeln: Ebenso deutet eine schwindende Muskelmasse auf eine Unterversorgung mit Glutathion hin.

Wer ist von einem Glutathion-Mangel betroffen?

Es gibt verschiedene Risikogruppen, bei denen häufig ein Glutathion-Mangel vorliegt:

Krebspatienten: Patienten mit Krebs haben häufig eine erhöhte oxidative Belastung und leiden vermehrt an Entzündungsprozessen. Dies führt oft dazu, dass der Glutathion-Haushalt gestört wird. Dies gilt insbesondere für Menschen, deren Körper durch den Krebs ausgezehrt ist (Tumorkachexie).

Schwere Erkrankungen: Auch bei HIV-Infizierten und Patienten mit akutem Leberversagen ist der Glutathion-Spiegel oftmals erniedrigt.

Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen: Dazu zählen zum Beispiel Paracetamol, Aminoglykosid-Antibiotika und bestimmte Krebsmedikamente.

Mangelernährte Personen: Eine einseitige Ernährung, die eiweißarm ist und einen geringen Gehalt an den Aminosäuren Methionin und Cystein aufweist, kann zu einer Glutathion-Unterversorgung führen.

Senioren: Im Alter nimmt die körpereigene Produktion von Glutathion ab, weshalb ältere Menschen einen Glutathion-Mangel haben können.

Menschen mit Enzymdefekten: Bei einem erblichen Gendefekt des Enzyms Glutathion-Synthase sind die Glutathion-Spiegel erniedrigt. Dieses Enzym ist für die Bildung von Glutathion notwendig. Dadurch kann es zu Blutarmut (hämolytischer Anämie) kommen.

Glutathion: Laborwerte verstehen

Illustration Blutstrom
Der Glutathion-Wert kann im Blutserum sowie in den roten und speziellen weißen Blutkörperchen (Erythrozyten bzw. Lymphozyten) bestimmt werden. Bild: Eraxion/iStock/Getty Images Plus

Der Glutathion-Wert kann im Blutserum sowie in den roten und speziellen weißen Blutkörperchen (Erythrozyten bzw. Lymphozyten) bestimmt werden. Methode der Wahl ist die Messung des Glutathion-Spiegels in den weißen Blutkörperchen, da diese Aufschlüsse über die Ursache des Glutathion-Mangels geben können. Bei vielen Erkrankungen ist ein verminderter Glutathion-Gehalt messbar.

 

Glutathion (GSH) in Erythrozyten in
Mikromol pro Liter (µmol/l)

Glutathion (GSH) in Lymphozyten in
medianer Fluoreszensintensität (mfi)

Mangel

unter 785

unter 350

Normalwerte

785 bis 1095

350 bis 650

 

 

Glutathion (GSH) im Serum in
Mikromol pro Liter (µmol/l)

Glutathiondisulfid im Serum in
Mikromol pro Liter (µmol/l)

Mangel

unter 2,4

über 0,5

Normalwerte

2,4 bis 4,4

unter 0,5

Einen Glutathion-Mangel beheben


Eine hochwertige Studie zeigte, dass die Einnahme von aktivem Glutathion den Glutathion-Spiegel im Körper erhöhen kann. Bei 54 Patienten kam es bei der Dosierung von 250 Milligramm zu einem Anstieg der Glutathion-Konzentration im Blut beziehungsweise in den roten Blutkörperchen um 17 bzw. 29 Prozent. Dosierungen liegen in der Mikronährstoffmedizin meist zwischen 200 und 600 Milligramm am Tag.

Sinnvoll ist zudem, die Glutathion-Bausteine Cystein, Glutamin und Glycin zu ergänzen. So kann der Körper Glutathion selbst herstellen.


Tipp

Da Vitamin C inaktives Glutathion wieder aktiviert, sollten Sie auf die ausreichende Aufnahme von Vitamin C achten: Es konnte gezeigt werden, dass eine geringe Vitamin-C-Zufuhr mit einem verminderten Glutathion-Spiegel bzw. mit einem ungünstigen Verhältnis von aktivem zu passivem Glutathion einhergeht. Die Einnahme von Vitamin C konnte diesen Mangel wieder ausgleichen. Bei den Studienteilnehmern verbesserte sich der Glutathion-Spiegel nach der Einnahme von 500 oder 1.000 Milligramm Vitamin C pro Tag deutlich.

Dosierungsempfehlung von Vitamin B12 am Tag bei einem Mangel in Mikrogramm (µg)

Glutathionmangel

200 bis 600 

(optimalerweise mit 500 bis 1.000 Milligramm (mg) Vitamin C)

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Einsatz bei Krankheiten

Leber schützen mit Glutathion

Abbildung einer Leber im Körper
Fettleber ist ein komplexes Krankheitsbild, bei dem durch falsche Ernährung oder starken Alkoholkonsum vermehrt Fett in der Leber eingelagert wird. Eine Fettleber normalisiert sich in der Regel wieder, wenn die Ursache behoben wird, also zum Beispiel die falsche Ernährung. Bild: yodiyim/iStock/Getty Images Plus

Fettleber ist ein komplexes Krankheitsbild, bei dem durch falsche Ernährung oder starken Alkoholkonsum vermehrt Fett in der Leber eingelagert wird. Eine Fettleber normalisiert sich in der Regel wieder, wenn die Ursache behoben wird, also zum Beispiel die falsche Ernährung. Wird sie nicht behoben, kann es zu Leberschäden kommen: Denn Betroffene leiden meist unter hohem oxidativem Stress. Er kann an der Zerstörung des Lebergewebes (Leberzirrhose) mit beteiligt sein. Die Leber produziert Glutathion, um sich davor zu schützen.

Nach Labor- und Tierexperimenten kann Glutathion seine antioxidative Schutzkraft zum Beispiel über Vitamin C und E regenerieren. Dann kann sich die Leber erholen und die Fette werden verstärkt abgebaut.

In einer klinischen Studie wurden 29 Patienten mit ernährungsbedingter Fettleber behandelt. Zunächst wurden die Pateinten angeleitet, eine gesunde Diät einzuhalten und sich mehr zu bewegen. Anschließend erhielten sie vier Monate lang 300 Milligramm Glutathion pro Tag. Als Anzeichen für die Besserung des Leberzustands wurde der ALT-Wert (Alanin-Aminotransferase) im Blut bewertet. Dieser Wert fällt, wenn sich die Leber erholt. Bei dem Versuch wurde bei 15 Patienten eine Besserung erzielt. Bei den anderen Patienten hatte die Behandlung nicht angeschlagen.

Die Einnahme von 300 Milligramm Glutathion pro Tag könnte bei einer ernährungsbedingten Fettleber helfen. 

Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann

Oxidativer Stress führt zu DNA-Schäden, verminderter Beweglichkeit der Spermien sowie Schäden in den Membranen der Spermien. Verschiedene Studien verwenden Antioxidantien, um den oxidativen Stress in der Samenflüssigkeit zu bekämpfen.

In einer Studie wurden 36 unfruchtbare Männer mit einer Mischung aus Vitamin E (200 Milligramm pro Tag), Vitamin C (200 Milligramm pro Tag) und Glutathion (400 Milligramm pro Tag) zwei Monate lang behandelt. Die Behandlung reduzierte die DNA-Schäden und erhöhte die Spermienkonzentration. Die Spermienbeweglichkeit besserte sich nicht.

Eine optimale Versorgung mit 400 Milligramm Glutathion und anderen Antioxidantien könnte bei schlechter Spermaqualität mit hohem oxidativem Stress ein erster Behandlungsversuch sein. In Zukunft werden weitere Studien untersuchen, ob sich hier die verbesserte Spermienqualität auch auf die Schwangerschaftsrate positiv auswirkt. Grundsätzlich kann eine bessere Spermienqualität durch Mikronährstoffe die Schwangerschaftsrate erhöhen.

Glutathion bei Nervenerkrankungen: Parkinson und Multiple Sklerose

Bei verschiedenen zerstörerischen (degenerativen) Nervenerkrankungen wie Parkinson und Multiple Sklerose spielen oxidative Schäden eine entscheidende Rolle. Dabei werden die Nervenzellen so stark geschädigt, dass sie absterben. Glutathion ist eines der wichtigsten Antioxidantien im Gehirn. Zu Parkinson liegen schon erste Studienergebnisse vor:   

In einer Studie wurden elf Parkinsonpatienten 1.400 Milligramm Glutathion pro Tag in die Venen gespritzt. Nach vier Wochen hat man die Beweglichkeit und das psychische Befinden in einer Punkteskala bewertet. Das Befinden hat sich um 2,8 Punkte im Vergleich zum Scheinmedikament verbessert. Dann wurde Glutathion abgesetzt. Nach acht Wochen hat man im Vergleich zur Kontrolle eine Verschlechterung von 3,5 Punkten festgestellt.

Die Autoren folgern daraus, dass die Dosis von 1.400 Milligramm Glutathion zu einer leichten Verbesserung der Parkinsonsymptome führen könnte. Es sind noch weitere Studien zur Klärung notwendig.

Auch bei Multiple Sklerose wird untersucht, ob Glutathion helfen kann.

Dosierungsempfehlungen bei Krankheiten auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Glutathion am Tag in Milligramm (mg)

Fettleber und Leberzirrhose

300

Fruchtbarkeitsstörungen (Mann)

400

Nervenerkrankungen wie Morbus Parkinson (und eventuell auch Multiple Sklerose)

600 bis 1.200

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Einsatz bei Medikamenten

Verbesserter Leberschutz bei Einnahme von Schmerzmitteln

Falls zu wenig Glutathion in Leberzellen vorhanden ist, kann die Einnahme des Schmerzmittels Paracetamol Leberschädigungen verursachen. Insbesondere eine übermäßige Aufnahme von Paracetamol führt dazu, dass Glutathion verbraucht wird und in seiner inaktivierten Form vorliegt. Dadurch nimmt die oxidative Belastung in den Zellen zu.

Die Einnahme der Glutathion-Vorstufe N-Acetylcystein fördert die Neubildung von Glutathion. Zudem unterstützt es die Ausscheidung von Paracetamol. Dadurch wird das leberschädigende Vermögen von Paracetamol verringert. Bei Paracetamolvergiftungen wird hochdosiertes N-Acetylcystein entweder eingenommen oder direkt in den Blutkreislauf in einer Anfangsdosierung von 140 bzw. 150 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht.

Auch unabhängig von einer Paracetamolvergiftung ist es empfehlenswert, auf die Versorgung mit Glutathion oder dessen Vorstufe N-Acetylcystein zu achten – vor allem, wenn Sie regelmäßig Paracetamol einnehmen müssen. Mikronährstoffmediziner empfehlen meist 100 bis 150 Milligramm Glutathion am Tag.

Dosierungsempfehlungen bei Einnahme von Medikamenten auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Glutathion am Tag in Milligramm (mg)

Regelmäßige Paracetamol-Einnahme

100 bis 150

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte Glutathion eingenommen werden?

Am besten ist es, genügend Glutathion über eine gesunde Ernährung aufzunehmen. Unter gewissen Umständen wie zum Beispiel bei Risikogruppen für einen Glutathion-Mangel ist dies nicht immer ausreichend. Daher kann eine zusätzliche Einnahme von Glutathion in Form von Kapseln, Tabletten und Trinkfläschchen (Ampullen) sinnvoll sein. Auch ist es möglich, die Substanz über eine Spritze direkt in die Vene zu geben.

Empfehlenswert ist es, wenn Sie die Kapseln oder Tabletten mit Glutathion zwischen den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Bitte warten Sie mit der Einnahme mindestens eine Stunde vor bzw. zwei Stunden nach dem Essen. So wird die Aufnahme von Glutathion nicht durch andere Bestandteile aus der Nahrung gehemmt.

Woran erkennt man ein gutes Glutathion-Präparat?

Wer Glutathion in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen möchte, sollte darauf achten, dass das Präparat reduziertes Glutathion enthält. Dies ist die aktive Form von Glutathion, die im Körper direkt genutzt werden kann.

Tipp

Um die Bildung von Glutathion im Körper anzukurbeln, sind Präparate sinnvoll, die zudem die Glutathion-Vorstufen enthalten. Dazu zählen Glutamin, Cystein und Glycin oder N-Acetylcystein.

Zusätzlich enthalten gute Produkte keine Zusatzstoffe wie Farb- und Aromastoffe. Substanzen, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen, sollten ebenfalls nicht in guten Präparaten zu finden sein.

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Überdosierung und Wechselwirkungen

Ist eine Überdosierung mit Glutathion möglich?

Bisher sind keine Nebenwirkungen durch die Einnahme von Glutathion bekannt.

Glutathion und Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie Medikamente und Glutathion zur selben Zeit einnehmen, können Wechselwirkungen auftreten.

Die Erzeugung von oxidativem Stress kann Ziel einer Chemotherapie sein. Glutathion fängt diesen Stress ab. Bekannt ist, dass Glutathion die Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten verringern kann, eventuell aber auch die Wirkung. Bis zur Klärung der Situation soll Glutathion in der Krebstherapie vorerst nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden. 

Zudem weiß man, dass die Glutathion-Vorstufe N-Acetylcystein die Wirkung von Antibiotika herabsetzen und bei gleichzeitiger Einnahme mit Hustenmitteln zu einem Sekretstau in der Lunge führen kann.

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Zusammenfassung

Glutathion kann über die Nahrung aufgenommen, aber auch vom Körper selbst hergestellt werden. Es ist für viele Funktionen im Körper sehr wichtig. Insbesondere schützt es die Erbsubstanz (DNA) vor Zellschäden, die durch oxidativen Stress (zum Beispiel durch Zigarettenrauchen) ausgelöst werden. Unentbehrlich ist Glutathion bei der Entgiftung von schädlichen Stoffen. Vor allem ältere Menschen und falschernährte Personen haben ein Risiko, einen Mangel zu entwickeln. Bei Fettleber könnte Glutathion die Therapie unterstützen. Daneben sind Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann ein erfolgversprechendes Einsatzgebiet.


Verzeichnis der Studien und Quellen

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