Erkältungen: das Immunsystem unterstützen

Wie Mikronährstoffe die Abwehrkräfte stärken

Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt dringen Viren über Mund und Nase in den Körper und verursachen die typischen Symptome: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Bestimmte Mikronährstoffe stärken das Immunsystem. So kann es Krankheitserreger wie Viren und Bakterien effektiver abwehren. Erfahren Sie, welche Mikronährstoffe die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen und wie man sie im Rahmen der Mikronährstoffmedizin am besten einsetzt. 

Erkältete Frau sitzt mit Taschentüchern im Bett
Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit sind die typischen Beschwerden, die bei einer Erkältung meist durch Viren ausgelöst werden. Bild: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock

Ursachen und Symptome

Die Erkältung ist eine Infektionserkrankung, die in den meisten Fällen von Viren ausgelöst wird. Es gibt über 200 unterschiedliche Erkältungsviren. Die am häufigsten auftretenden sind die Rhinoviren. Sie infizieren die Atemwege: Die Viren dringen über Mund oder Nase in den Körper ein und verursachen die typischen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit. Auch Druckgefühl in den Ohren, Kopfschmerzen, Fieber oder tränende Augen gehören zu den Symptomen einer Erkältung.

Anders als der Begriff vermuten lässt, ist nicht die Kälte Ursache einer Erkältung – sie wirkt jedoch als unterstützender Faktor. Studien zeigen, dass das Immunsystem bei kalten Temperaturen schlechter arbeitet und die Abwehrkräfte dadurch geschwächt sind. 

Da sich Erkältungs- und Grippesymptome ähneln, spricht man bei einer Erkältung auch von einem grippalen Infekt. Im Unterschied zur echten Grippe wird der grippale Infekt jedoch nicht durch Influenza-Viren ausgelöst und verläuft in der Regel wesentlich milder.

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Erkältung klassisch behandelt?

Der Körper kann sich bei einem grippalen Infekt selbst heilen: Die Immunzellen spüren Krankheitserreger wie Erkältungsviren auf und machen sie unschädlich.

Daher besteht die klassische Behandlung einer Erkältung hauptsächlich darin, die Beschwerden zu lindern. Nasensprays, die abschwellende Wirkstoffe enthalten, wirken gegen Schnupfenbeschwerden. Schleimlösende Hustenmittel wie der Wirkstoff Acetylcystein erleichtern das Husten. Kopfschmerzen sowie Fieber werden mit Medikamenten behandelt, die zum Beispiel den Wirkstoff Paracetamol enthalten.

Info

Antibiotika wirken gegen virale Erkrankungen nicht. Sie helfen gegen bakterielle Infektionen, nicht aber bei Grippe und Erkältung. Mit einer Ausnahme: Wenn Virusinfektionen das Immunsystem schwächen, haben es auch Bakterien leichter, in den Körper einzudringen. Im Fall einer bakteriellen Zweitinfektion („Superinfektion“) kommen dann Antibiotika zum Einsatz.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Mikronährstoffe eignen sich hervorragend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen. Das Ziel ist es, mithilfe von Vitaminen und Spurenelementen das Immunsystem zu stärken und damit die Fähigkeit des Körpers zu verbessern, die Krankheitserreger abzuwehren. Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken vermutlich auch direkt antiviral.

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist ein Präparat, das alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem enthält. Dazu gehören Vitamin C, Vitamin D, Zink und Beta-Glucane aus Hefe. Auch schleimlösende und entzündungshemmende Substanzen wie N-Acetylcystein und Efeu sowie natürliche Enzyme sind bei der Behandlung einer Erkältung sinnvoll: Sie sorgen dafür, dass Beschwerden wie Husten und eine verstopfte Nase abklingen.

Vorbeugen: Ein starkes, gut funktionierendes Immunsystem wirkt auch vorbeugend, indem es Krankheitserreger von vornherein abwehrt.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin C steuert die Immunabwehr

Wirkweise von Vitamin C

Vitamin C unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte, indem es Abwehrzellen schützt und deren Lebensdauer verlängert. Außerdem steuert Vitamin C die Abwehrreaktionen des Körpers auf Erreger. So sorgt Vitamin C unter anderem dafür, dass bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet werden. Diese locken Abwehrzellen des Immunsystems an den Ort der Entzündung, um die Krankheitserreger unschädlich zu machen – zum Beispiel zur Rachenschleimhaut.

Verschiedene hochwertige Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass die tägliche Ergänzung von Vitamin C im Winter dazu führt, dass Erkältungen seltener auftreten. Zudem werden Symptome wie Brustschmerzen, Fieber und Schüttelfrost gelindert. Auch erholen sich erkältete Personen schneller wieder, sodass sie weniger lange zu Hause bleiben müssen. Die Ergänzung von Vitamin C könnte sich deshalb lohnen, um die Dauer einer Erkältung zu verkürzen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C

Vitamin C in Kapselform und in einer Zitrone
Die Einnahme von Vitamin C stärkt das Immunsystem und unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. Bild: KMNPhoto/iStock/Thinkstock

Bei einer Erkältung wird empfohlen, täglich 1.000 bis 6.000 Milligramm Vitamin C über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen einzunehmen. Die Menge sollte über den Tag verteilt eingenommen werden – zum Beispiel dreimal 500 Milligramm. Allgemein für ein starkes Immunsystem sowie nach den sieben Tagen ist eine Dosierung von 200 bis 500 Milligramm Vitamin C sinnvoll.

Ideal sind Präparate als Kapseln, Pulver oder Lutschtabletten in Kombination mit Zink. Wichtig ist: Die Einnahme sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome beginnen.

Einige Mikronährstoff-Experten verabreichen Vitamin C auch direkt in die Venen (Infusion): Sinnvoll sind 7,5 bis 30 Milligramm Vitamin C aufgelöst in einer Kochsalzlösung, zwei- bis viermal pro Woche.

Tipp

Da Vitamin C ein hitzeempfindliches Vitamin ist, achten Sie darauf, dass Vitamin C – zum Beispiel bei einer „heißen Zitrone“ – nicht zu lange im heißen Wasser bleibt. Besser ist es, ein Vitamin-C-Präparat zu wählen, das nicht in heißem Wasser aufgelöst werden muss.

Vitamin C: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Einnahme von Medikamenten und Erkrankungen

Vitamin C ist in der Schwangerschaft und Stillzeit in einer Dosierung bis 1.800 Milligramm täglich wahrscheinlich sicher. Dennoch sollte die hoch dosierte Einnahme mit dem Arzt besprochen werden. 

Hoch dosiertes Vitamin C (1.000 Milligramm) könnte die Wirkung des Blutkrebs-Medikaments Bortezomib sowie die Wirkung des Blutverdünners Warfarin (Coumadin®) herabsetzen. Besprechen Sie die Einnahme daher mit dem Arzt.

Vorsicht geboten ist bei der Einnahme des Antipilzmittels Fluconazol (Diflucan®, Fungata®). In einer Tierstudie schwächte Vitamin C die Wirkung ab. Bei Personen mit einem Gewicht von 60 Kilogramm wäre dies bei 3.000 Milligramm Vitamin C der Fall. Niedrige Dosierungen (200 bis 500 Milligramm) beeinträchtigen die Wirkung dagegen wahrscheinlich nicht.

Bei Nierensteinen sollte die Dosis unter 1.000 Milligramm pro Tag bleiben. Vitamin C wird im Körper teilweise zu Oxalsäure abgebaut. Diese Verbindung bildet mit Calcium sogenannte Calciumoxalat-Steine. Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sollte Vitamin C nicht in hohen Dosen über 500 Milligramm pro Tag eingenommen werden. Kranke Nieren können damit nicht umgehen. Harnsteine und Oxalat-Ablagerungen im Gewebe sind die Folge.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten Menschen mit einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Zink bildet Abwehrzellen aus

Wirkweise von Zink

Zink unterstützt die Abwehr auf vielen Ebenen und gewährleistet die Funktion der Abwehrvorgänge. Daneben schützt es die Gewebe vor Schäden durch Entzündungen. Fehlt es an Zink, sind Immunzellen weniger aktiv, was es Viren und Bakterien erleichtert, sich im Körper zu vermehren. 

Studien zeigen:

  • Schnellere Heilung: Zwei Übersichtsarbeiten bestätigen eine raschere Genesung. Zink reduziert vermutlich die Dauer der Erkältung um zwei Tage.
  • Mildere Symptome: Eine Untersuchung zeigt, dass durch Zink Erkältungssymptome wie Fieber und Krankheitsgefühl bei Kindern mit Atemwegsinfekten gelindert werden konnten. Allerdings trat der Effekt nur bei den Jungen, nicht bei den Mädchen auf.

In geringer Dosis beugt Zink Erkältungen außerdem vor.  

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink

Die Behandlung sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome mit 75 Milligramm Zink pro Tag beginnen. Verteilen Sie die Dosis über den Tag – zum Beispiel fünf- bis sechsmal 10 Milligramm Zink. Die Dosis kann für fünf bis sieben Tage eingenommen werden.

Danach ist eine tägliche Dosis von 5 bis 15 Milligramm Zink empfehlenswert. Diese Dosierung gilt auch zur Vorbeugung einer Infektion während der Erkältungszeit.


Tipp

Zink in Form von Lutschtabletten ist besonders empfehlenswert bei einer Erkältung: Durch das Lutschen gelangt das Zink direkt an den Infektionsherd, nämlich die Schleimhäute im Hals. Zusätzlich werden die Schleimhäute durch das Lutschen besser befeuchtet. Feuchte Schleimhäute können ihre Aufgabe als Schutzbarriere gegenüber Krankheitserregern besser erfüllen und machen es Viren schwerer, in den Körper einzudringen.

Zink: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Einnahme von Medikamenten und Erkrankungen

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man Zink ab einer Dosierung von 15 Milligramm nur in Rücksprache mit dem Frauenarzt einnehmen.

Zink kann bestimmte Medikamente binden, was sie unwirksam macht: Dazu gehören Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline wie Ciloxan®, Norfluxx® oder Supracyclin®) und Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate, zum Beispiel Fosamax®, Bonefos®, Didronel®). Es sollte ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Bei schwacher Nierenfunktion sollte Zink nicht zusätzlich eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht vollständig ausscheiden, sodass die Blutspiegel steigen würden.

Sind bei einer Infektion Bakterien im Spiel (zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündung), sollten nicht mehr als 20 bis 30 Milligramm Zink eingenommen werden. Manche Bakterien benötigen Zink, um sich im Körper auszubreiten. Werden die Beschwerden schlimmer, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Vitamin D aktiviert Abwehrzellen

Wirkweise von Vitamin D

Illustration von verschiedenen Viren
Vitamin D kann helfen Krankheitserreger zu vernichten und Atemwegserkrankungen vorzubeugen. Bild: Rost-9D/iStock/Thinkstock

 

Vitamin D (Colecalciferol) spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Es wird für die Entwicklung bestimmter Immunzellen gebraucht, die Krankheitserreger im Körper fressen und verdauen. Außerdem aktiviert Vitamin D die Immunabwehr, sodass mehr Erreger oder mit Viren infizierte Zellen vernichtet werden. Erkältungsviren haben es dann schwerer, sich im Körper auszubreiten.

In zwei Übersichtsarbeiten beobachteten Forscher bei einem Vitamin-D-Mangel eine längere Erkältungsdauer. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass schwere Verläufe von Atemwegsinfekten mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel in Zusammenhang stehen: In einer Studie hatte die Hälfte der Kinder, die aufgrund eines Atemwegsinfekts ins Krankenhaus mussten, einen Mangel an Vitamin D. 

Die Einnahme von Vitamin D linderte in zwei hochwertigen Studien die Symptome einer Infektion der oberen Atemwege. Das betraf eine verstopfte Nase, Niesen und Druck im Kopf. Eine der Studien belegte darüber hinaus eine verkürzte Krankheitsdauer.

Tipp

Da Vitamin D für ein starkes Immunsystem unverzichtbar ist, hat es wahrscheinlich auch bei der Vorbeugung einen Nutzen: Eine Einnahme senkte laut zwei Übersichtsarbeiten das Risiko für Atemwegsinfektionen wie eine Erkältung. Dabei profitierten besonders Personen mit einem Mangel und solche, die besonders infektanfällig waren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer Erkältung die Ergänzung von Vitamin D. Für diese Zeit können bis zu 4.000 Internationale Einheiten ergänzt werden. Am besten wird Vitamin D zum Essen eingenommen, da das Fett aus der Mahlzeit für die Aufnahme wichtig ist.

Nach der Erkältung sollte die Dosierung wieder gesenkt werden, sofern kein nachgewiesener Vitamin-D-Mangel vorliegt. Bei einem Mangel ist meist für einen gewissen Zeitraum eine höhere Dosierung nötig.

Ist der Spiegel nicht bekannt, gilt als allgemeine Faustregel: Im Sommer ist eine Dosierung von 1.000 Internationalen Einheiten Vitamin D pro Tag ideal, während im Winter 2.000 Internationale Einheiten sinnvoll sind. Im Winter ist die Vitamin-D-Produktion in der Haut durch die fehlende Sonnenstrahlung nicht möglich. Etwa 60 bis 80 Prozent der Menschen in Deutschland sind je nach Jahreszeit nicht optimal mit Vitamin D versorgt.

Vitamin-D-Werte bestimmen lassen

Bei häufigen Infektionen ist es ratsam, den Vitamin-D-Spiegel im Blut kontrollieren zu lassen, um einen Mangel konsequent behandeln zu können. Dabei wird der Spiegel von Calcidiol (25-OH-Vitamin-D) ermittelt. Das ist die Transportform von Vitamin D. Für einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen empfehlen Mikronährstoff-Experten Werte zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter.

Vitamin D: zu beachten bei Einnahme von Medikamenten und Erkrankungen

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Da auch Vitamin D den Calciumspiegel hochtreibt, darf beides zusammen nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird. Dies gilt für die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (Esidrix®), Xipamid (Aquaphor®) und Indapamid (Natrilix®).

Personen mit Nierenerkrankungen (Niereninsuffizienz) oder calciumhaltigen Nierensteinen müssen aufpassen: Sie dürfen Vitamin D nur in Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen. Bei Nierenerkrankungen kann der Calciumhaushalt gestört sein. Bei Neigung zu Nierensteinen könnten neue entstehen.

Patienten mit der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) haben häufig erhöhte Calciumspiegel. Auch sie sollten Vitamin D nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Das Gleiche gilt bei Pankreatitis.

Bromelain und Papain verstärken die Immunabwehr

Tropische Früchte
Bromelain und Papain können aus tropischen Früchten gewonnen werden. Durch die beiden Enzyme wird das Immunsystem gestärkt und das Risiko eines chronischen Verlaufs von Krankheiten kann verringert werden. Bild: billberryphotography/iStock/Thinkstock

Wirkweise von Bromelain und Papain

Bromelain ist ein Enzym, das aus Ananas gewonnen wird. Papain stammt aus der Schale der Papaya. Beide Enzyme beeinflussen das Immunsystem: Sie dämpfen starke Entzündungen und verstärken schwache Abwehrreaktionen. So könnte auch ein grippaler Infekt schneller abklingen. Daneben dürfte das Risiko sinken, dass es zu einem langwierigen Verlauf kommt, zum Beispiel zu einer chronischen Bronchitis.

Bromelain erreicht die Nasenschleimhaut. Dies war lange umstritten. Mehrere Übersichtsarbeiten lassen annehmen, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung schneller abklingt, wenn sie mit Bromelain behandelt wurde. Papain hat eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Das könnte bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen oder Kopfschmerzen ebenfalls nützlich sein.

Auch wird vermutet, dass sich die antientzündliche Wirkung von Bromelain auf die Lunge erstreckt, zum Beispiel bei Asthma. Bromelain-Präparate könnten bei einer Lungenentzündung besser wirken als Antibiotika allein.

Insgesamt gibt es viele Hinweise, dass Bromelain und eventuell auch Papain die Symptome bei einer Erkältung lindern können. Dies müssen Forscher jedoch noch in weiteren Studien prüfen.


Dosierung und Einnahmeempfehlung von Bromelain

Die Dosis von Bromelain wird in Enzymeinheiten angegeben, sogenannten Fédération Internationale Pharmaceutique-Einheiten (F.I.P). Bei einer Erkältung empfehlen Mikronährstoff-Experten täglich 3.000 bis 9.000 F.I.P.-Einheiten Bromelain in Kombination mit Papain. Umgerechnet entspricht das etwa 360 bis 1.800 Milligramm. Diese Dosis kann für vier bis fünf Tage eingenommen werden. Danach ist eine Rücksprache mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten sinnvoll.

Die Einnahme sollte möglichst über den Tag verteilt und zwischen den Mahlzeiten erfolgen: mindestens eine Stunde vor sowie zwei Stunden nach dem Essen.

Tipp

Achten Sie auf eine möglichst hohe Enzymaktivität pro Kapsel oder Tablette. Mindestens 1.000 F.I.P.-Einheiten pro Kapsel oder Tablette sind empfehlenswert. Bei guten Präparaten sind die Kapseln außerdem säureresistent. Bromelain und Papain werden sonst durch die Säure im Magen zerstört.

Bromelain und Papain: zu beachten während der Schwangerschaft, bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Der Arzt sollte die Einnahme von Bromelain während der Schwangerschaft und der Stillzeit abwägen. Es gibt zu wenig Studien. Probleme können nicht ausgeschlossen werden. Das Gleiche gilt für Papain.

Bromelain könnte die Aufnahme einiger Antibiotika im Darm erhöhen und deren Wirksamkeit steigern. Die gleichzeitige Einnahme sollte daher mit dem Arzt abgesprochen sein. Das gilt zum Beispiel für folgende Wirkstoffe: Erythromycin (wie AknedermEry®, Infectomycin®), Clarithromycin (wie Klacid®, Clarilind®), Tetracycline (wie Tefilin®, DoxyHexal®), Gyrasehemmer (wie Bactracid) und Chinoline (wie Tarivid®).

Bromelain und Papain können blutverdünnend wirken. Daher sollten sie nicht zusammen mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung genommen werden. Das kann die Gefahr für Blutungen steigen. Betroffen sind Cumarin-Derivate (zum Beispiel Marcumar® und Coumadin®), Heparin (Thrombareduct ®) und Acetylsalicylsäure (wie Aspirin®, ASS).

Auch vor einer geplanten Operation sollten Bromelain und Papain nicht eingenommen werden. Vorsicht gilt zudem bei Blutgerinnungsstörungen oder sehr starker Menstruation.

Beta-Glucan aus Hefe kurbelt das Immunsystem an

Wirkweise von Hefe-Beta-Glucan

Frische und getrocknete Hefe auf einem Brett
Beta-Glucan, das aus Hefe gewonnen wird, setzt die Abwehrreaktion gegen Erkältungsviren frei. Zudem kann es sich auf den Gesamtzustand des Betroffenen positiv auswirken. Bild: jirkaejc/iStock/Thinkstock

Beta-Glucan aus Hefe aktiviert das Immunsystem. Es kommt in Erregern vor, weshalb das Immunsystem darauf reagiert, ohne mit einem „echten“ Erreger Kontakt zu haben. So wird auch die Abwehrreaktion auf den Schleimhäuten gesteigert, zum Beispiel gegen Erkältungsviren. Dabei aktiviert Hefe-Beta-Glucan eine Reihe von Abwehrzellen im Körper – wie Killerzellen und Fresszellen, die virusinfizierte Zellen töten und beseitigen. Zudem regt es die Bildung von Antikörpern an.

Zwei Übersichtsarbeiten zeigen: Beta-Glucan aus Hefe beugt einer Infektion der Atemwege vor. Indem es die Immunfunktion unterstützt, senkte es in einer hochwertigen Studie außerdem die Schwere einer Atemwegsinfektion.

Zudem kann sich Hefe-Beta-Glucan vorteilhaft auf den Gesamtzustand bei einer Erkältung auswirken. Probanden, die Präparate einnahmen, hatten nicht nur weniger Erkältungssymptome, sie fühlten sich auch allgemein fitter und wohler als diejenigen, die ein Scheinmedikament bekamen. Darüber hinaus verbesserte Beta-Glucan in einer hochwertigen Studie erkältungsbedingte Schlafstörungen

Dosierung und Einnahmeempfehlungen von Hefe-Beta-Glucan

Bei einer Erkältung können täglich 250 bis 900 Milligramm Beta-Glucan aus Hefe in Form von Kapseln eingenommen werden. Idealerweise werden die Präparate zum Essen ergänzt. Beta-Glucan hat sich bisher als sehr verträglich erwiesen.

Info

Neben Hefepilzen enthalten auch andere Pilze wie Maitake, Shiitake und der Austernpilz Beta-Glucan. Möglicherweise wirken sie daher ebenfalls bei Erkältungen. Untersuchungen dazu stehen noch aus.

Ein immunstärkender Effekt gilt aber nicht generell für Beta-Glucane: Etwa die aus Hafer haben kaum Einfluss auf das Immunsystem. Sie sind anders miteinander verknüpft als Hefe-Beta-Glucane.

 

Hefe-Beta-Glucan: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen

Für die Sicherheit der Einnahme von Beta-Glucan in Schwangerschaft und Stillzeit sind bisher keine Studien bekannt. Die Einnahme sollte vorab mit dem Arzt besprochen werden.

Es gibt Hinweise aus Tierstudien, dass Hefe-Beta-Glucan die Bildung von Granulomen in der Leber und Lunge fördert. Beim Menschen wurde dies bisher nicht nachgewiesen. Zur Sicherheit sollte die Einnahme bei Granulomen aber mit dem Arzt abgesprochen werden. Sie können bei entzündlichen Erkrankungen auftreten, wie Morbus Crohn, Sarkoidose oder Rheuma (Rheumaknoten).

Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken wie natürliche Antibiotika

Wirkweise von Kapuzinerkresse und Meerrettich

Senföle sind Pflanzenstoffe aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Sie wirken antibakteriell und vermutlich auch antiviral. Besonders gut ist ihr Einsatz bei Atemwegsinfekten untersucht. In anderen Ländern sind Präparate mit Senfölen eine übliche Behandlung bei einer viralen Grippe.

In der Tat gibt es Hinweise, dass Senföle gegen Erkältungsviren wirken: Laut einer hochwertigen Studie verringerten Meerrettich und Kapuzinerkresse das Risiko für Infektionen der Atemwege wie Erkältungen. Es zeigte sich aber kein Einfluss auf die Schwere und Dauer der Erkrankung.

Darüber hinaus dürften Senföle bakterielle Infektionen verhindern, zum Beispiel als Zusatzinfektion zur Erkältung, etwa als eine Nasennebenhöhlenentzündung. Sie sind gewissermaßen pflanzliche Antibiotika mit dem Vorteil, dass sich im Gegensatz zu Antibiotika keine Resistenzen bilden.

Auch wenn insgesamt in Studien noch nicht gezeigt wurde, dass Meerrettich und Kapuzinerkresse eine Erkältung verkürzen, sind diese Präparate einen Versuch wert – vor allem, wenn Bakterien mit im Spiel sind.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kapuzinerkresse und Meerrettich

Bei einer Erkältung können täglich etwa 1.000 bis 6.000 Milligramm Kapuzinerkressenkraut sowie 500 bis 2.000 Milligramm Meerrettichwurzel versucht werden.

Meist empfehlen Mikronährstoff-Experten Extrakte. Die Konzentration der Wirkstoffe ist darin im Vergleich zu Pflanzenpulvern höher, sodass weniger Kapseln oder Tabletten genommen werden müssen. Die Dosierung ist deshalb abhängig vom jeweiligen Extrakt und kann 250 bis 2.000 Milligramm Kapuzinerkresse-Extrakt sowie 50 bis 400 Milligramm Meerrettich-Extrakt betragen. Beachten Sie jedoch die Empfehlungen des Herstellers.

Die Einnahme sollte über den Tag verteilt zum Essen erfolgen. Senföle wirken wahrscheinlich am besten, wenn sie bei den ersten Symptomen einer Erkältung eingesetzt werden. Die Einnahme erfolgt für etwa ein bis zwei Wochen. Ein Dauereinsatz ist nicht getestet.

Kapuzinerkresse und Meerrettich: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Extrakte aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sollten nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Es liegen noch zu wenig Daten zur Sicherheit vor.

Bei Nierenerkrankungen sind Senföle nicht geeignet. Das gilt auch für Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen: Die Abbauprodukte können die Darmschleimhaut weiter reizen.

Personen mit einer Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) oder einem Jodmangel sollten nur selten Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler essen. Dazu gehören auch Kresse und Meerrettich. Sie können die Kropfbildung fördern, denn die Abbauprodukte behindern die Jodaufnahme in die Schilddrüse.

Es ist möglich, dass Senföle den Abbau von Medikamenten beeinflussen. Fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Medikamente einnehmen.

N-Acetylcystein löst den Schleim bei Husten

Wirkweise von N-Acetylcystein

Frau hustet bei einer ärztlichen Untersuchung
Der Wirkstoff N-Acetylcystein fördert die Schleimlösung und hilft den Schleimhäuten bei der Selbstreinigung. Bild: AlexRaths/iStock/Thinkstock

N-Acetylcystein wirkt schleimlösend und kommt bei Husten zum Einsatz. Es verflüssigt festsitzenden Schleim, sodass dieser abgehustet werden kann. Dabei löst es auch Schleim, in dem sich Bakterien vor dem Immunsystem verstecken. Außerdem wirkt N-Acetylcystein antioxidativ und könnte damit Entzündungen hemmen.

Laut einer Übersichtsarbeit verbessert N-Acetylcystein bei einer chronischen Bronchitis die Symptome wie Husten und verringert die Häufigkeit einer Verschlechterung der Erkrankung. Auch bei Kindern könnte es hilfreich sein: Eine hochwertige Studie zeigte, dass N-Acetylcystein den Husten bei einer Infektion der Atemwege linderte.

Darüber hinaus ist die schleimlösende Wirkung von N-Acetylcystein bei einer verstopften Nase durch Erkältungen vielversprechend: Der Sekretabfluss aus der Nase könnte gefördert werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlungen von N-Acetylcystein

Bei einer Erkältung empfehlen Mikronährstoff-Experten, täglich 200 bis 400 Milligramm N-Acetylcystein einzunehmen, zum Beispiel in Form von Kapseln. Die Dosierung für Kinder sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

Am besten wird N-Acetylcystein über den Tag verteilt eingenommen – zum Beispiel zweimal 200 Milligramm. Damit sich der Schleim tagsüber löst und nicht während der Nacht, wird die Einnahme morgens, mittags oder spätestens nachmittags empfohlen.

Die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit verbessert die Verträglichkeit für den Magen.

N-Acetylcystein: zu beachten in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Es gibt keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung von N-Acetylcystein bei Schwangeren und Stillenden. Die Einnahme sollte vom Arzt kritisch abgewogen werden.

N-Acetylcystein darf keinesfalls gleichzeitig mit Hustenstillern (Antitussiva wie Monapax®, Codyl®) eingenommen werden. Diese schränken den Hustenreflex ein. Es besteht die Gefahr, dass der Schleim nicht abgehustet werden kann.

Die zeitgleiche Einnahme von N-Acetylcystein und einiger Antibiotika kann ihre Wirkung verringern. Daher wird empfohlen, einen Abstand von zwei Stunden oder mehr einzuhalten. Betroffen sind zum Beispiel Tetracyclin (Tetracyclin Wolff®), Streptomycin (Strepto-Fatol®), Amikacin (Amikacin®) oder Penicillin (Penicillin Sandoz®).

Möglicherweise verstärkt N-Acetylcystein die Wirkung von gefäßerweiternden Medikamenten mit dem Wirkstoff Nitroglycerin (Corangin®, Nitrangin®). Es besteht die Gefahr, dass der Blutdruck stark sinkt. Kombinieren Sie die Präparate daher nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Sprechen Sie auch in den folgenden Fällen die Einnahme mit dem Arzt ab:

  • Asthma: Selten kann es zu allergischen Reaktionen mit einer Verengung der Atemwege kommen.
  • Histaminintoleranz: N-Acetylcystein könnte die Beschwerden verschlimmern.
  • Magen-Darm-Geschwüre oder Krampfadern im Magen-Darm-Trakt: N-Acetylcystein könnte Blutungen auslösen.

Efeu lindert Erkältungsbeschwerden wie Husten

Wirkweise von Efeu

Efeu gilt als traditionelle Heilpflanze zur Behandlung von Erkältungssymptomen. Der Extrakt der Blätter enthält nützliche Pflanzenstoffe (zum Beispiel Saponine). Sie wirken schleimlösend, krampflösend und erweitern die Atemwege. Das ist bei Husten und Schnupfen hilfreich. Zudem hemmen sie Entzündungen, da sie entzündliche Botenstoffe des Immunsystems senken.

Laut drei Übersichtsarbeiten wurde Efeu-Extrakt erfolgreich eingesetzt bei einer Infektion der oberen Atemwege: Er linderte die Symptome wie Husten bei Erwachsenen und Kindern. Dabei ist Efeu gut verträglich. Meistens wurden Kombinationen mit anderen Pflanzenextrakten eingesetzt. Zum Beispiel könnte Thymian die Wirkung von Efeu-Extrakt auf Husten noch verbessern. Das zeigen zwei weitere Übersichtsarbeiten.

Viele Studien bestätigen, dass Efeu Symptome einer Erkältung lindern könnte. Bewiesen ist die Wirkung allerdings noch nicht. Dennoch erkennen zwei große europäische Gesundheitsorganisationen (EMA und AWMF) Efeu als möglichen Hustenstiller an.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Efeu

Mikronährstoff-Experten raten bei einer Erkältung zu täglich 100 bis 150 Milligramm Efeu-Extrakt für Erwachsene, beispielsweise als Kapsel oder Sirup. Kinder ab zwei Jahren dürfen 20 bis 60 Milligramm pro Tag einnehmen. Für jüngere Kinder wird Efeu-Extrakt nicht empfohlen, da es bei ihnen die Atemwegsprobleme verschlechtern könnte.

In Kombinationspräparaten kann die Dosis geringer sein, da sich unterschiedliche Pflanzenstoffe (zum Beispiel aus Thymian) in ihrer Wirkung ergänzen.

Die Einnahme sollte optimalerweise über den Tag verteilt werden. Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn die Beschwerden länger als eine Woche anhalten oder sich verschlimmern.

Efeu: zu beachten bei Schwangerschaft und Stillzeit, Medikamenteneinnahme sowie Erkrankungen

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vorsorglich auf Efeu-Extrakt verzichtet werden. Die kurzzeitige Anwendung hatte in einer ersten Studie zwar keine negativen Auswirkungen, die Sicherheit ist insgesamt jedoch nicht ausreichend bewertet.

Efeu sollte nicht mit anderen Hustenmitteln angewendet werden, zum Beispiel solche mit Codein (Bronchicum mono®, Optipect®) oder Dextromethorphan (Hustenstiller-Ratiopharm®, NeoTussan®).

Weitere Wechselwirkungen zwischen Efeu und Medikamenten wurden bisher nicht registriert. Efeu könnte jedoch die Aufnahme aus dem Darm oder den Abbau in der Leber verändern. Zur Sicherheit sollte bei einem Fachmann nachgefragt werden.

Bei Personen mit einer Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüren könnte Efeu die Schleimhaut reizen. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist sinnvoll.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Erkältung

Vitamine

 

Vitamin C

akut für 7 Tage: 1.000 bis 6.000 Milligramm (mg)

danach: 200 bis 500 Milligramm

Vitamin D

akut: 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Faustregel: 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten

  

Mineralstoffe

 

Zink 

akut: 75 Milligramm

zur Vorbeugung: 5 bis 15 Milligramm

  

Weitere Stoffe

 

Bromelain und Papain

3.000 bis 9.000 F.I.P.-Einheiten

N-Acetylcystein

200 bis 400 Milligramm

Beta-Glucan aus Hefe

250 bis 900 Milligramm

Kapuzinerkresse-Extrakt

250 bis 2.500 Milligramm

Meerrettich-Extrakt

50 bis 500 Milligramm

Efeu-Extrakt

100 bis 150 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen

Sinnvolle Laboruntersuchungen bei häufigen Erkältungen

Normalwerte
Vitamin D (Serum)40 bis 60 Nanogramm pro Mililiter (ng/ml)
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Zusammenfassung

Bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt infizieren Viren die Atemwege und lösen Symptome wie Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder Fieber aus.

In der Mikronährstoffmedizin werden die Vitamine C und D, der Mineralstoff Zink sowie Hefe-Beta-Glucan zur Aktivierung des Immunsystems eingesetzt. Ein aktives Immunsystem hilft, Erkältungsviren effektiv zu bekämpfen. Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken direkt antibakteriell und vermutlich auch antiviral. N-Acetylcystein sowie die Enzyme Bromelain und Papain sorgen für die Verflüssigung von Schleim und lindern eine verstopfte Nase. Daneben schwächen sie Entzündungen ab, die unangenehme Begleitbeschwerden verursachen. Efeu-Extrakt verringert überdies den Hustenreiz.

Außerdem sind die Vitamine C und D sowie der Mineralstoff Zink bei der Vorbeugung sinnvoll: So brechen Erkältungen und grippale Infekte seltener aus.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

Akramiene, D. et al. (2007): Effects of beta-glucans on the immune system. Medicina (Kaunas). 2007;43(8):597-606. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17895634, abgerufen am: 13.11.2017.

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