Unterzuckerung nach dem Essen natürlich behandeln mit Mikronährstoffmedizin

Wie bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe eine Hypoglykämie lindern und helfen, die Entstehung von Diabetes zu vermeiden

Wenn nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel zu heftig steigt, reagiert der Körper sehr stark. Es kann dann zu einer Unterzuckerung (postprandiale Hypoglykämie) kommen. Das führt trotz guter Nährstoffversorgung zu Heißhunger. Oft folgt eine Gewichtszunahme und möglicherweise Folgeerkrankungen wie Diabetes. Bestimmte Vitamine, Mineral- sowie Pflanzenstoffe können starken Schwankungen des Blutzuckers vorbeugen, indem sie für einen normalen Zucker- und Insulinspiegel sorgen. Lesen Sie hier, welche Mikronährstoffe sinnvoll sind, wie die richtige Dosierung aussieht und worauf Sie bei der Einnahme achten müssen.

Illustration von Glukosegehalt im Blut
Glucose (Traubenzucker) in den Blutgefäßen. Eine Hypoglykämie ist ein zu niedriger Blutzuckerspiegel. Bild: ttsz/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter einer postprandialen Hypoglykämie?

Eine postprandiale Hypoglykämie ist laut Definition eine Unterzuckerung nach dem Essen. Dabei kommt es zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels innerhalb kurzer Zeit. Auslöser für diese Unterzuckerung ist zum Beispiel eine übermäßige Insulinproduktion. Insulin ist das Hormon, das den Zucker in die Zellen schleust und so den Blutzuckerspiegel senkt. Die übermäßige Insulinproduktion sorgt dafür, dass zu viel Zucker in die Zellen aufgenommen wird und der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt (Hypoglykämie).

Grund für die übermäßige Insulinproduktion ist zum Beispiel eine beginnende Stoffwechselstörung (Diabetes-Vorstadium): Der Körper reagiert nach dem Essen nicht auf das Insulin, weil er bei beginnendem Diabetes Typ 2 weniger Insulinrezeptoren herstellt. Die Zellen nehmen den Zucker nicht auf und der Blutzucker schnellt in die Höhe. Um dem entgegenzuwirken, schüttet der Körper noch mehr Insulin aus, mit den Folgen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie). Auf die Dauer kann die Bauchspeicheldrüse die große Mengen Insulin nicht produzieren. Der Blutzucker ist dann dauerhaft zu hoch. Es entsteht Diabetes.

Eine postprandiale Unterzuckerung wird oft durch das Ernährungsverhalten ausgelöst:

  • durch häufigen Verzehr von industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die schnell verdaut werden, wie weißes Mehl
  • durch hohen Zuckerkonsum aus Süßigkeiten oder Limonaden
  • durch exzessiven Alkoholgenuss oder viel Koffein
  • durch Stress infolge von Sport oder von strengem Fasten

Seltener sind andere Erkrankungen oder Medikamente schuld an der Hypoglykämie:

  • Insulin-produzierende Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Insulinome)
  • bestimmte Leber- und Nierenerkrankungen
  • Darmschäden, zum Beispiel bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), oder gestörte Magen-Darm-Bewegungen wie eine beschleunigte Magenentleerung (Dumping-Syndrom) nach einer Magenoperation
  • Medikamente wie Salicylsäure (gegen Schmerzen), Chinine (gegen Malaria) und Antibiotika (Sulfonamide und Chinolone)
  • Überdosierung von Insulin oder anderen Blutzucker-senkenden Medikamenten wie Sulfonylharnstoffe

Info

Von der postprandialen Hypoglykämie bei Gesunden ist die Unterzuckerung bei Diabetikern abzugrenzen: Sie bekommen eine Unterzuckerung, wenn sie zum Beispiel zu viel Insulin eingesetzt haben.

Symptome und Folgen einer Hypoglykämie

Eine übergewichtige Person steht auf einer Waage
Übergewicht kann eine Folge einer postprandialen Hypoglykämie sein, da diese zu Heißhunger und Gewichtszunahme führt. Bild: Rostislav_Sedlacek/iStock/Getty Images Plus

Sinkt der Blutzuckerspiegel stark ab, kommt es zu typischen Symptomen wie Zittern, leichte Reizbarkeit, Schwitzen, Hautblässe, Müdigkeit, Kältegefühle, Kopfschmerzen, Herzrasen und Konzentrationsstörungen. Eine Hypoglykämie lässt die Betroffenen zudem essen, obwohl sie noch gut versorgt sind (Heißhunger). Dadurch nehmen sie oft zu. Auch der Versuch einer Gewichtsreduktion wird dadurch erschwert.

Es wird vermutet, dass eine langfristige Störung der Blutzuckerregulation mit Hypoglykämien die Entwicklung einer Insulinresistenz (Verschlechterung der Insulinwirkung) begleitet. Damit erhöht sich das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes. Viele (wenn auch nicht alle) Studien zeigen, dass verbesserte Blutzucker- und Insulinspiegel einem Typ-2-Diabetes vorbeugen – insbesondere bei Menschen mit einem erhöhten Risiko für die Zuckerkrankheit.

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine postprandiale Hypoglykämie klassisch behandelt?

Wenn keine weiteren Erkrankungen vorliegen, ist die einfachste Maßnahme gegen die postprandiale Hypoglykämie eine geregelte Ernährung (Diät):

  • Vollwerternährung mit Kohlenhydraten, die langsam abgebaut werden (Ballaststoffe)

  • vielfältige Lebensmittelauswahl mit Milchprodukten, Vollkornbrot, Gemüse und Obst

  • tierische und pflanzliche Eiweiße wie Fisch und Hühnerfleisch sowie Hülsenfrüchte oder Soja

  • kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt im Abstand von drei Stunden

  • wenig zuckerhaltige Lebensmittel wie Süßigkeiten und Weißmehlprodukte (Nudeln, Weißbrot)

  • wenig Alkohol und Kaffee

Bei schwereren Formen und Begleiterkrankungen sind weitere Maßnahmen notwendig: Die sofortige Behandlung einer Hypoglykämie zum Beispiel bei Diabetikern besteht darin, 15 Gramm Kohlenhydrate in Form von Saft, Glukosetabletten oder Bonbons zu sich zu nehmen. Bei schweren Unterzuckerungen erfolgt die Gabe von Glukose als Infusion in die Venen. Auch das Spritzen von Glukagon kann Abhilfe schaffen, da dieses Hormon die Freisetzung von Zucker in der Leber bewirkt. Damit steigt der Blutzuckerspiegel wieder.

Die langfristigen Therapiemaßnahmen einer Hypoglykämie richten sich nach deren Ursache. Wenn beispielsweise Medikamente dafür verantwortlich sind, sollte die Einnahme von alternativen Arzneimitteln in Betracht gezogen werden.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Ballaststoffreiche Lebensmittel
Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen, diese Ballaststoffe sorgen für einen langsamen Blutzuckeranstieg. Dadurch wird eine Unterzuckerung verhindert. Bild: marilyna/iStock/Getty Images Plus

Ziel der Mikronährstoffmedizin bei einer postprandialen Hypoglykämie ist es, den Blutzucker- sowie Insulinspiegel zu normalisieren und damit der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes vorzubeugen:

  • Chrom lindert Symptome von Hypoglykämien.
  • Magnesium verbessert die Blutzuckerkontrolle.
  • Vitamin D normalisiert Nüchtern- und Langzeitblutzucker und bessert eine bestehende Insulinresistenz.
  • Zink spielt eine wichtige Rolle im Zucker- und Insulinstoffwechsel.
  • B-Vitamine sind für einen normalen Blutzuckerspiegel unentbehrlich.
  • Grüntee führt zu einem langsameren Blutzuckeranstieg, sodass der Körper weniger stark reagieren muss.
  • Ballaststoffe lassen den Blutzucker nach dem Essen langsamer ansteigen.

Tipp

Der Zucker Galaktose ist eine ideale Energiequelle. Galaktose wird im Gegensatz zu Glukose aus Haushaltszucker unabhängig von Insulin in die Zellen aufgenommen und lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. In bestimmten Zellen, zum Beispiel in der Leber und im Gehirn, wird Galaktose dann in Glukose umgewandelt und liefert der Zelle Energie. Wie Sie Galaktose als Zuckeralternative einsetzen können, erfahren Sie hier.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Chrom zeigt positive Effekte auf Blutzuckerentgleisungen

Wirkweise von Chrom

Chrom steuert den Zuckerstoffwechsel. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch noch nicht geklärt. Vermutlich aktiviert Chrom ein Signalmolekül, das an den Insulinrezeptor bindet. Dadurch kann anschließend mehr Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert werden. Das verhindert zu hohe Blutzuckerwerte und hilft insgesamt bei einer guten Blutzuckerkontrolle.

Vermutlich senkt die bessere Blutzuckerkontrolle durch Chrom die übermäßige Insulinproduktion, die als Auslöser der postprandialen Hypoglykämie gilt. Hinweise aus einer kleinen Vorstudie legen nahe, dass eine unzureichende Chromversorgung und ein gestörter Chromstoffwechsel eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Hypoglykämien spielen. Chrom könnte den Blutzuckerspiegel direkt nach der Kohlenhydrataufnahme erhöhen und Anzeichen wie Kälteempfindung, Stimmungsschwankungen, Zittern oder Verwirrtheitszustände lindern. Das zeigt eine Vorstudie.

Durch die bessere Blutzuckerkontrolle könnte auch das Risiko für Typ-2-Diabetes gesenkt werden. Um diese Annahme zu bestätigen, sind zukünftig hochwertige Studien mit einer großen Probandenzahl notwendig. Die verfügbaren Studien lassen aber vermuten, dass Chrom übergewichtigen Menschen mit hohen Blutzuckerwerten (Diabetes-Vorstufe) helfen könnte, indem es den Blutzucker senkt und die Insulinwirkung verbessert. Allerdings gibt es auch Studien, in denen Chrom keinen Einfluss hatte. Gründe für die widersprüchlichen Ergebnisse könnten sein:

  • Es ist möglich, dass einige Studienteilnehmer einen Chrommangel hatten und andere nicht. Bisher gibt es keine zuverlässige Methode, um die Chromversorgung zu untersuchen.
  • Auch das unterschiedliche Essverhalten der Teilnehmer kann einen Einfluss auf die Chromwirkung ausüben.

Trotz der widersprüchlichen Studienlage ist die Ergänzung von Chrom einen Versuch wert, um Blutzuckerentgleisungen entgegenzuwirken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Chrom

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer postprandialen Hypoglykämie, mindestens 125 bis 200 Mikrogramm Chrom pro Tag einzunehmen. Dabei wird empfohlen, die Gesamtmenge über den Tag zu verteilen, zum Beispiel morgens und abends jeweils 100 Mikrogramm.

Chrom sollte zu den Mahlzeiten mit etwas Wasser eingenommen werden. Ideal ist die Verbindung Chrompicolinat: Sie wird im Vergleich zu anderen Chromverbindungen gut aufgenommen.

Chrom: zu beachten bei Medikamenteneinnahme, Allergien und hohen Chromwerten sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit

Wird Chrom zusammen mit Diabetesmedikamenten (Antidiabetika) eingenommen, sollte der Blutzucker am Anfang engmaschig kontrolliert werden. Sprechen Sie bei einer Unterzuckerung mit Ihrem Arzt über eine Anpassung der Dosis. Dazu gehören Wirkstoffe wie Metformin (Glucophage®), Glitazone (Pioglitazon®) und Sulfonylharnstoffe (Maninil®).

Schmerzmittel und Entzündungshemmer wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) und Indometacin (Indo-paed® und Protaxon®) förderten in Tierstudien die Aufnahme von Chrom ins Blut. Dies ist auch bei Menschen denkbar. Chrom sollte nicht gleichzeitig mit Schmerzmitteln eingenommen werden, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt.

Säurebinder (Antazida) bei Sodbrennen können die Chromaufnahme im Darm senken. Gemeint sind Medikamente mit Aluminiumoxid, Magnesiumhydroxid und Natriumhydrogencarbonat (wie Hydrotalcit®, Maaloxan® oder Rennie®). Nehmen Sie Chrom und Antazida nicht zeitgleich ein.

Personen mit einer Kontaktallergie gegenüber Chrom sollten keine Chrompräparate einnehmen. Sie könnten darauf reagieren. Betroffen sind meist Personen aus der Stahlindustrie oder Arbeiter, die täglich mit Chrom oder Zement umgehen. Sie haben auch oft zu hohe Chromwerte.

Chrom ist wahrscheinlich für Schwangere und Stillende sicher. Die Einnahme von hoch dosiertem Chrom (über 50 Mikrogramm) sollte jedoch nur nach kritischer Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Magnesium sorgt für eine bessere Blutzuckerkontrolle

Wirkweise von Magnesium

Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil (Cofaktor) von Enzymen, die am Zuckerstoffwechsel beteiligt sind. Auch für die Freisetzung von Insulin und für die Insulin-gesteuerte Zuckeraufnahme in die Zellen wird Magnesium gebraucht. Es kann zu hohe Blutzuckerspiegel senken. Ein Effekt einer Magnesiumeinnahme auf eine postprandiale Hypoglykämie ist noch nicht nachgewiesen.

Laut Beobachtungsstudien kommt es mit einer unzureichenden Magnesiumzufuhr häufiger zu einer Insulinunempfindlichkeit (Insulinresistenz), das heißt, Insulin kann nicht mehr ausreichend wirken und der Blutzuckerspiegel steigt. Da Insulinresistenz ein Vorläufer für Typ-2-Diabetes ist, erhöht sich für Betroffene das Risiko, später daran zu erkranken. Laut der Nationalen Verzehrstudie erreichen ein Drittel der Menschen in Deutschland die empfohlene Magnesiumaufnahme nicht. Besonders Diabetiker sind von einem Magnesiummangel bedroht, das belegt eine Beobachtungsstudie.

Die positiven Effekte von Magnesium wurden in einer Auswertung der verfügbaren Studien bestätigt. Die Auswertung zeigte, dass die Einnahme von Magnesium bei Menschen mit einem gesteigerten Diabetesrisiko zu einer verbesserten Insulinempfindlichkeit beiträgt. Es ist eine bessere Blutzuckerkontrolle im Vergleich zum Scheinmedikament möglich. Folglich dürfte eine gute Magnesiumversorgung das Diabetesrisiko senken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Basierend auf Studienergebnissen raten Mikronährstoff-Experten, Magnesium in einer täglichen Dosierung von 100 bis 250 Milligramm einzunehmen. Empfohlen wird die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit, da Magnesium so meist verträglicher ist.

Gut geeignet sind organische Verbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumgluconat. Sie werden im Darm schneller aufgenommen.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Chemische Abkürzung für Magnesium
Magnesium steuert das Blutzuckerhormon Insulin, ein Mangel erhöht das Risiko für die Vorstufe von Typ-2-Diabetes. Bild: Dmitrii Khvan/iStock/Getty Images Plus

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen. Hierzu zählen Antibiotika wie Gyrasehemmer. Vertreter dieser Wirkstoffklasse sind zum Beispiel Ciproflaxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®) oder Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®). Auch Tetrazykline wie Tetracyclin (zum Beispiel Achromycin®) und Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®) sind betroffen.

Die bei Osteoporose eingesetzten Bisphosphonate wie Alendronat (zum Beispiel Fosamax®) oder Clodronat (zum Beispiel Bonefos®) können ebenfalls in ihrer Wirksamkeit durch eine zusätzliche Magnesiumeinnahme gemindert werden.

Bei Einnahme dieser Medikamente sollte Magnesium in einem Abstand von mindestens zwei Stunden von diesen Arzneimitteln eingenommen werden.

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden, da geschwächte Nieren überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden können. Das Magnesium aus Mineralstoffpräparaten würde sich daher im Blut anreichern.

Vitamin D: positive Effekte auf den Nüchtern- und Langzeitblutzucker

Wirkweise von Vitamin D

Frau steht bei Sonnenuntergang auf einer Wiese
Vitamin D wird auch in der Haut durch Sonnenstrahlung gebildet, viele haben jedoch einen Vitamin-D-Mangel, vorallem im Winter. Deshalb sollte man seine Blutwerte überprüfen. Bild: evgenyatamanenko/iStock/Thinkstock

Die Mechanismen, wie Vitamin D die Blutzuckerregulation beeinflusst, sind bisher noch nicht ausreichend geklärt. Vermutlich sind ein vermindertes Entzündungsgeschehen und die Steuerung der Insulinbildung und -abgabe durch Vitamin D dafür verantwortlich. Bei einem Mangel an Vitamin D wird weniger Insulin aus der Bauchspeicheldrüse freigesetzt.

Es gibt Hinweise dafür, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für Typ-2-Diabetes bei gesunden übergewichtigen Personen und Menschen mit Prä-Diabetes erhöht. Diese Menschen entwickeln gerade Diabetes und haben bereits hohe Blutzuckerwerte. In einigen überwiegend hochwertigen Studien mit kleiner Teilnehmerzahl übte Vitamin D einen positiven Einfluss auf eine bestehende Insulinunempfindlichkeit aus. Die Insulinwirkung nach einer Mahlzeit war besser, sodass Nüchtern- und Langzeitblutzuckerwerte (HbA1c) niedriger waren.

Die Auswertung vieler Studien zeigt aber in der Summe keine oder nur eine geringe Wirkung. Dies kann daran liegen, dass die Dosierungen von Vitamin D sehr unterschiedlich waren. Zudem wurden in einigen Studien die Vitamin-D-Blutwerte nicht berücksichtigt. Die ideale Dosierung richtet sich immer nach den Blutwerten. Die Ergebnisse der Studienübersicht deuten darauf hin, dass eine Vitamin-D-Einnahme von über 2.000 Internationalen Einheiten pro Tag vor allem bei Personen mit niedrigen Vitamin-D-Werten einen positiven Einfluss auf das Diabetesrisiko hat.

Es sind weitere Untersuchungen notwendig, um zu ermitteln, wie lange und in welcher Dosierung Vitamin D eingenommen werden muss, um einen Effekt auf den Blutzucker- und Insulinspiegel zu erzielen. Der Ausgleich eines Mangels lohnt sich in jedem Fall. Ein Vitamin-D-Mangel ist in unseren Breitengraden, gerade bei Übergewichtigen, sehr häufig.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Um das Diabetesrisiko zu senken, sind vermutlich zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag notwendig. Idealerweise sollte der Vitamin-D-Status im Labor gemessen werden. Bei einem Mangel sind höhere Dosierungen nötig, um ihn auszugleichen und eine Wirkung zu erreichen. Alles zur richtigen Vitamin-D-Dosierung erfahren Sie hier.

Vitamin D sollte immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden: Es ist ein fettlösliches Vitamin und benötigt daher zur Aufnahme Fett.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Der Vitamin-D-Status sollte idealerweise mindestens zweimal im Jahr kontrolliert werden. Vitamin D wird im Blutserum (Flüssigkeit des Blutes ohne Blutzellen) gemessen. Dabei wird die Transportform im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol) – bestimmt. Optimale Werte für Vitamin D liegen zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter.

Vitamin D: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Bei Anwendung von bestimmten Entwässerungsmedikamenten (Thiaziden) sollte Vitamin D nur bei gleichzeitiger Kontrolle des Calciumspiegels eingenommen werden. Vitamin D steigert die Aufnahme von Calcium ins Blut, während die Medikamente dessen Ausscheidung herabsetzen. Zu den Thiaziden gehören die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (wie Disalunil®), Indapamid (wie Inda Puren®) und Xipamid (wie Neotri®).

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nur einnehmen, wenn bei ihnen ein Mangel nachgewiesen worden ist und sie Rücksprache mit dem Arzt gehalten haben. Die Empfehlung, Rücksprache zu halten, gilt auch bei Nierensteinen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) können Betroffene bereits erhöhte Calciumspiegel haben. Da Vitamin D die Calciumaufnahme fördert, sollte ein Arzt die Blutspiegel überwachen.

Zink unterstützt den Insulinstoffwechsel

Wirkweise von Zink

Zink wird für die Bildung und Speicherung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse benötigt. Darüber hinaus hat Zink noch viele Funktionen im Insulin- und Zuckerstoffwechsel. Für eine postprandiale Hypoglykämie relevant sind folgende Wirkungen:

  • Zink hemmt ein Enzym (Alpha-Glucosidase), das für den Kohlenhydratabbau im Darm mitverantwortlich ist. Dann steigt der Blutzucker nicht zu schnell an.
  • Zink hemmt die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Das könnte die Hypoglykämie reduzieren.

Eine direkte Wirkung einer Zinkeinnahme auf eine postprandiale Hypoglykämie wurde aber noch nicht gezeigt.

Bei Personen mit einer gestörten Blutzuckerregulation und bereits zu hohen Zuckerwerten (Diabetes-Vorstufe) ist Zink wichtig, damit Insulin an den Zellen wirken und Zucker aus dem Blut aufnehmen kann. Wissenschaftler vermuten, dass ein Zinkmangel in Zusammenhang mit der Entstehung von Typ-2-Diabetes steht. Auch eine Übersicht über die verfügbaren Studien kommt zu dem Schluss, dass die Einnahme von Zink die Insulinresistenz bei Übergewichtigen verbessert.

Allerdings ist die Zinkversorgung oft mangelhaft. In einer Studie über das Ernährungsverhalten wurde festgestellt, dass etwa 90 Prozent der untersuchten Kinder die Empfehlung für den täglichen Bedarf an Zink nicht erreichen. Bei entgleisten Zuckerwerten macht es daher Sinn, auf die Zinkversorgung zu achten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink

Bei Blutzuckerentgleisungen empfehlen Mikronährstoff-Experten, täglich 5 bis 10 Milligramm Zink einzunehmen. Ideal sind organische Verbindungen wie Zinkcitrat oder Zinkgluconat. Sie können im Darm gut aufgenommen werden.

Zudem sollte Zink zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, da sich dadurch die Verträglichkeit für den Magen verbessert. Auch wird so die Aufnahme im Darm gefördert: Aminosäuren aus Eiweißen wie Histidin sorgen dafür, dass Zink besser ins Blut gelangt.

Zink: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Zink reduziert die Wirkung bestimmter Antibiotika aus der Wirkstoffgruppe der Gyrasehemmer (Ciprobay®, Ciloxan®) und Tetracycline (Doxybene®, Doxycyclin®) sowie die Wirkung von Osteoporose-Medikamenten, sogenannte Bisphosphonate (Fosamax®, Bondronat®). Ratsam ist es, zwischen der Einnahme von Antibiotika oder Osteoporose-Medikamenten und Zinkpräparaten einen Abstand von mindestens zwei Stunden einzuhalten.

Bei einer chronischen Nierenschwäche oder anderen Nierenerkrankungen sollte Zink nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht richtig ausscheiden, die Blutspiegel würden ansteigen.

B-Vitamine tragen zu normalen Blutzuckerwerten bei

Wirkweise von B-Vitaminen

Illustration einer Mitochrondrie
B-Vitamine sind wichtig für Mitochrondrien (Kraftwerk der Zelle), dort wird Zucker zu Energie verwandelt. Bild: iLexx/iStock/Getty Images Plus

B-Vitamine sind für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und die Blutzuckereinstellung unentbehrlich:

Vitamin B1 schleust Kohlenhydrate zur Energiegewinnung in den Stoffwechsel (Citratzyklus). Bei erhöhter Energiezufuhr durch Kohlenhydrate erhöht sich auch der Bedarf. In einer kleinen hochwertigen Studie verhinderte Vitamin B1 bei Patienten mit bereits erhöhten Blutzuckerspiegeln eine Verschlechterung der Entgleisung. Die Studienteilnehmer bekamen dreimal täglich 100 Milligramm Vitamin B1 über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Wissenschaftler vermuten, dass hoch dosiertes Vitamin B1 die Entwicklung von Diabetes verlangsamen oder verhindern könnte.

Vitamin B2 wird für den Energiestoffwechsel (Atmungskette) in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) gebraucht. Die aktiven Wirkformen von Vitamin B2 sind Teil von speziellen Enzymen, die den Energiestoffwechsel steuern.

Vitamin B6 sorgte in Tierstudien dafür, dass die Blutzuckerwerte nach kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten weniger stark anstiegen. Vermutlich ist dafür die Hemmung von Enzymen im Darm verantwortlich, die bei der Verdauung und Aufnahme von Kohlenhydraten beteiligt sind. Daher wird vermutet, dass Vitamin B6 bei der Vorbeugung von Diabetes eine Rolle spielen kann.

Vitamin B12 ist vermutlich an der Blutzuckerregulation beteiligt. Ebenfalls baut es in Kombination mit Folsäure und Vitamin B6 Homocystein ab. Homocystein ist ein schädliches Stoffwechselprodukt, das bei Mangel an B-Vitaminen nicht entsorgt werden kann (hohe Homocysteinwerte). Es wird diskutiert, ob hohe Homocysteinwerte die Entwicklung von Diabetes begünstigen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Bei Hypoglykämien raten Mikronährstoff-Experten, B-Vitamine als Vitamin-B-Komplex einzunehmen, der die folgenden Dosierungen der einzelnen B-Vitamine enthält:

  • 5 bis 15 Milligramm Vitamin B1
  • 2 bis 5 Milligramm Vitamin B2
  • 2 bis 5 Milligramm Vitamin B6
  • 10 bis 50 Mikrogramm Vitamin B12
  • 200 bis 400 Mikrogramm Folsäure

B-Vitamine: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollten Frauen hoch dosiertes Vitamin B6 und B12 nur bei einem Mangel oder in Rücksprache mit einem Arzt einnehmen.

Vitamin B12 sollten Nierenpatienten nicht in Form von Cyanocobalamin, sondern als Methylcobalamin einsetzen. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten vermutlich hoch dosiert schädlich.

Folsäure vermindert die Wirkung von Antibiotika gegen Infektionskrankheiten mit den Wirkstoffen Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®).

Eine gute Versorgung mit B-Vitaminen kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen können dauerhaft hoch dosierte Folsäure und Vitamin B12 jedoch auch das Fortschreiten begünstigen oder bei Krebsvorstufen dessen Entwicklung fördern. Daher sollte bei Krebs die Ergänzung von Folsäure über 200 Mikrogramm und Vitamin B12 über 55 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein.

Grüntee verlangsamt einen Blutzuckeranstieg

Wirkweise von Grüntee

Grüntee-Präparate
Catechine aus Grünteeextrakt können Blutzucker nach dem Essen senken, die genaueren Wirkmechanismen sind jedoch zurzeit noch unklar. Bild: BWFolsom/iStock/Getty Images Plus

Catechine, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG), aus grünem Tee werden mit positiven Wirkungen auf den Zuckerstoffwechsel in Verbindung gebracht. Die dafür verantwortlichen Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt, jedoch vermuten Forscher, dass Catechine bestimmte Enzyme des Zuckerstoffwechsels in der Leber steuern und die Zuckeraufnahme in die Zellen fördern.

In einer Vorstudie verlangsamte die einmalige Gabe von 4.000 Milligramm Grüntee-Extrakt den Blutzuckeranstieg durch eine verminderte Stärkeverdauung und -aufnahme im Darm. Ein langsamer Blutzuckeranstieg ist wünschenswert, da dann weniger Insulin ausgeschüttet wird und die Gefahr einer folgenden Unterzuckerung sinkt.

Grüntee kann auch andere Blutzuckerstörungen beeinflussen: Nach beobachtenden Studien lindert er zu hohe Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes-Vorstufe (Nüchternblutzucker, Blutzucker nach dem Essen, Langzeit-Blutzuckereinstellung) und senkt das Diabetesrisiko. Die Ergebnisse in der Praxis fallen allerdings sehr unterschiedlich aus. Das liegt vermutlich an den unterschiedlichen Teesorten und deren schwankendem Gehalt an Catechinen. Positive Effekte auf hohe Blutzucker- und Insulinspiegel fanden sich bei einer Catechin-Dosierung von 450 bis 615 Milligramm – entweder als Getränk oder in Form von Kapseln.

 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Grüntee

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Blutzuckerentgleisung die Ergänzung von Grüntee-Extrakt. Der Vorteil eines Extraktes ist, dass schwankende Catechin-Gehalte vermieden werden und auch die enthaltende Menge genau bekannt ist. Sinnvoll ist eine Dosierung von 400 bis 600 Milligramm Catechine im Extrakt.

Grüntee-Extrakt sollte wegen der besseren Verträglichkeit immer zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Bei empfindlichem Magen kann die Dosis in mehreren kleinen Portionen eingenommen werden.

Grüntee: zu beachten bei Schwangerschaft, Lebererkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwangere sollten keinen Grüntee-Extrakt einnehmen: Es liegen noch keine ausreichenden Studien zur Einnahme in der Schwangerschaft vor.

Bei Lebererkrankungen sollte ein Arzt gefragt werden, ob Grüntee-Extrakt eingenommen werden kann. In seltenen Fällen können die Leberwerte ansteigen.

Bestimmte Stoffe in grünem Tee blockieren die Aufnahme von Medikamentenwirkstoffen im Darm wie dem Betablocker Bisoprolol (zum Beispiel Bisoprolol®) oder dem Blutdrucksenker Nifedipin (wie Adalat®). Zwischen der Einnahme dieser Medikamente und dem Teetrinken oder der Einnahme der Grünteekapseln sollten deshalb mindestens vier Stunden liegen.

Grüner Tee kann die Wirkung von Krebsmedikamenten mit dem Wirkstoff Bortezomib (Velcade®) aufheben. Wenn Sie Grüntee-Extrakt bei einer Krebstherapie einnehmen wollen, sollten Sie das immer mit dem behandelnden Arzt abstimmen.

Ballaststoffe halten den Blutzucker- und Insulinspiegel im Gleichgewicht

Wirkweise von Ballaststoffen

Ballaststoffe sorgen dafür, dass Kohlenhydrate aus der Nahrung langsamer verdaut werden und so der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt. Ballaststoffe spielen daher eine wichtige Rolle bei Blutzuckerentgleisungen. Dafür gibt es einige Erklärungsansätze:

  • Ballaststoffe hemmen stärkeabbauende Enzyme wie die Alpha-Amylase.
  • Unlösliche Ballaststoffe erhöhen das Volumen des Nahrungsbreies und verkürzen so die Verweildauer im Darm. Dadurch kann die Aufnahme von Nährstoffen vermindert werden.
  • Lösliche Ballaststoffe binden Wasser und bilden dadurch zähflüssige Gele. Diese verlangsamen die Magenentleerung. Damit sorgen sie für eine längere Sättigung und verzögern die Aufnahme von Zucker im Darm.
  • Ballaststoffe werden von unseren Darmbakterien verstoffwechselt und beeinflussen die Bakterienzusammensetzung im Darm. Eine gesunde Darmflora könnte auch Auswirkungen auf das Diabetesrisiko haben.

Am stärksten senkt eine Ernährung mit unlöslichen Ballaststoffen (zum Beispiel aus Vollkornprodukten) das Diabetesrisiko. Aber auch lösliche Ballaststoffe könnten eine Wirkung haben. Die positiven Effekte löslicher Ballaststoffe müssen jedoch noch in Langzeitstudien untersucht werden.

Beispiele für Ballaststoffe: Beta-Glucane, Flohsamen und resistente Stärke

Da die empfohlene Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm am Tag von vielen Menschen über die Ernährung allein nicht erreicht wird, stellt die Einnahme von ballaststoffhaltigen Mikronährstoffpräparaten eine sinnvolle Ergänzung dar.

Beta-Glucane aus Hafer binden im Verdauungstrakt Wasser. Dadurch verbessern sie den Zuckerstoffwechsel: Die Zucker- und Insulinwerte direkt nach dem Essen normalisierten sich bei übergewichtigen Personen ohne Diabetes durch Beta-Glucane, wie Vorstudien zeigen. Ergebnisse einer Auswertung mehrerer Studien deuten darauf hin, dass gesunde Menschen mindestens vier Gramm Beta-Glucane täglich einnehmen müssen, um von den positiven Effekten auf den Zucker- und Insulinstoffwechsel profitieren zu können.

Flohsamen enthalten lösliche Ballaststoffe, die Wasser binden. Hinweise aus einer Vorstudie zeigen, dass auch die Blutzuckerwerte direkt nach dem Essen von Flohsamen-Ballaststoffen positiv beeinflusst werden, wenn diese vor dem Essen verzehrt werden. In der Vorstudie verminderten sich die Blutzuckerwerte um 14 Prozent nach dem Frühstück, um 31 Prozent nach dem Mittagessen und um 20 Prozent nach dem Abendessen bei nicht an Diabetes erkrankten Menschen (die noch nicht mit Insulin behandelt werden).

Leinsamen sind den Flohsamen sehr ähnlich. Sie enthalten neben den wasserbindenden Ballaststoffen auch noch weitere Stoffe, die laut Labor- und Tierversuchen günstig auf die Blutzuckerregulation wirken. Erste Studien bestätigen eine senkende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Allerdings gab es nicht immer einen Effekt.

Resistente Stärke gehört zu den unlöslichen Ballaststoffen und kommt zum Beispiel in Getreidekörnern oder Hülsenfrüchten vor. Im Gegensatz zur normalen Stärke kann sie durch Verdauungsenzyme nicht gespalten werden. Deshalb zählt sie zu den Ballaststoffen. Eine Übersichtsstudie zeigt eine Verbesserung der Empfindlichkeit für Insulin durch die Einnahme von resistenter Stärke sowohl bei Gesunden als auch bei Personen mit einem metabolischen Syndrom. Das metabolische Syndrom ist durch einen erhöhten Bauchfettanteil, Bluthochdruck und erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte gekennzeichnet und fördert die Entwicklung einer Diabeteserkrankung.


Dosierung und Einnahmeempfehlung von Ballaststoffen

Da die empfohlene Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm pro Tag von vielen Menschen über die Ernährung allein nicht erreicht wird, stellen Ballaststoff-haltige Präparate eine sinnvolle Ergänzung dar. Sinnvoll ist die Einnahme einer dieser Stoffe:

  • 2,5 bis 5 Gramm Beta-Glucane aus Hafer
  • mindestens 10 Gramm Lein- oder Flohsamen
  • 10 bis 40 Gramm resistente Stärke

Die Ballaststoffe werden häufig in Pulverform angeboten. Lösen Sie das Pulver dazu in kalter oder warmer Flüssigkeit auf, zum Beispiel in einem Glas Wasser, Suppen oder Brühen.

Anfänglich kann es bei der Einnahme von Ballaststoffen zu Blähungen kommen, wenn der Darm nicht an Ballaststoffe gewöhnt ist. Es empfiehlt sich deshalb, die Dosis langsam zu steigern und zunächst mit einem Drittel der Tagesdosis zu beginnen. Wenn Sie diese Menge gut vertragen, können Sie die Menge verdoppeln.

Ballaststoffe: zu beachten bei Erkrankungen, Schwangerschaft und Medikamenteneinnahme

Zwar enthält Hafer im Vergleich zu Weizen weniger Gluten, dennoch können bei sehr sensiblen Personen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) Beschwerden auftreten. Bei einer FODMAP-Diät werden generell fermentierbare Zucker (Mono-, Di-, Oligosaccharide) und andere Polyole gemieden. Hier sind viele Ballaststoffe schwer verträglich.

Bei einem Darmverschluss oder einer Verengung der Speiseröhre, des Magens oder Darmes sollten keine Flohsamen eingenommen werden. Plötzliche starke Magenschmerzen, Brechreiz und Übelkeit könnten Alarmsignale für einen Darmverschluss sein. Gleiches gilt für Ballaststoffe allgemein bei einer akuten Entzündung im Magen-Darm-Bereich oder Schluckstörungen.

In der Schwangerschaft sind größere Mengen an Leinsamen nicht getestet. Hier sollte man mit dem Arzt sprechen oder auf Flohsamen ausweichen.

Ballaststoffe können den Blutzuckerspiegel senken. Diabetiker, die zuckersenkende Medikamente einnehmen, sollten ihre Blutzuckerwerte engmaschiger überprüfen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. 

Ballaststoffe aus Flohsamen und Hafer quellen im Darm auf. Dadurch können sie die Aufnahme von Medikamenten beeinträchtigen und ihre Wirkung hemmen. Sie sollten immer im Abstand von zwei Stunden zueinander eingenommen werden. Darüber hinaus dürfen Flohsamenschalen nicht mit Medikamenten eingenommen werden, welche die Darmbewegung hemmen (Peristaltikhemmer). Es könnte zu Verstopfungen kommen. Dazu zählt das Durchfallmittel Loperamid (Imodium®).

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei postprandialer Hypoglykämie

 

Vitamine

Vitamin D

1.000 und bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin B1

5 bis 15 Milligramm (mg)

Vitamin B2

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12

10 bis 50 Mikrogramm (µg)

Folsäure

200 bis 400 Mikrogramm

  
 

Mineralstoffe

Chrom

125 bis 200 Mikrogramm

Magnesium

100 bis 250 Milligramm

Zink

5 bis 10 Milligramm

  
 

Pflanzen- und Ballaststoffe

Grüntee-Catechine

400 bis 600 Milligramm

Beta-Glucane aus Hafer

2,5 bis 5 Gramm (g)

Flohsamen oder Leinsamen

mindestens 10 Gramm

resistente Stärke

10 bis 40 Gramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Hypoglykämie

 

Normalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

 

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Zusammenfassung

Bei der postprandialen Hypoglykämie (Unterzuckerung) kommt es innerhalb kurzer Zeit nach dem Essen zu einem starken Abfall des Blutzuckerspiegels. Auslöser dafür ist eine übermäßige Insulinproduktion, die dafür sorgt, dass zu viel Zucker in die Körperzellen aufgenommen wird. Wissenschaftler vermuten, dass eine chronische Störung der Blutzuckerregulation und eine daraus resultierende postprandiale Hypoglykämie zu Übergewicht führt. Im Laufe der Jahre erhöht sich dann vermutlich das Risiko für Typ-2-Diabetes.

Der Einsatz der Mikronährstoffmedizin kann dazu beitragen, die Blut- sowie Insulinspiegel zu normalisieren. Zink, Magnesium und B-Vitamine sind bei der Regulation des Blutzuckers unentbehrlich. Grüntee und Ballaststoffe verlangsamen den Anstieg des Blutzuckerspiegels, sodass der Körper weniger Insulin ausschütten muss. Auch Chrom und Vitamin D können das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes positiv beeinflussen: Chrom benötigt der Körper, damit Insulin wirken kann; Vitamin D reguliert dagegen die Insulinbildung und -abgabe.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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