Gallensteine aus dem Weg räumen

Mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Stoffen Gallensteine besser loswerden und neue Steine vermeiden

Gallensteine sind Steine in der Gallenblase. Sie entstehen, wenn die Gallenbestandteile unausgewogen sind und unlöslich werden. Gallensteine können lange unbemerkt bleiben. Probleme bereiten sie dann, wenn sie einen Gallengang verstopfen. Typische Symptome sind starke Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, Blähungen und Durchfall. Erfahren Sie, wie Sie mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Substanzen die Therapie bei Gallensteinen unterstützen und neuen Gallensteinen vorbeugen können.

Modell einer Galle
Die Gallenblase sammelt die Gallenflüssigkeit aus der Leber. Bildet sich ein Stein, können die Gallengänge verstopfen und die Galle nicht mehr richtig abfließen. Bild: Shidlovski/iStock /Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Entstehung von Gallensteinen

Die Gallenblase sammelt die Sekrete aus der Leber (Galle oder Gallenflüssigkeit). Nach einer Mahlzeit wird die Galle in den Zwölffingerdarm abgegeben. Dort verteilt sie das Fett in kleine Tröpfchen (emulgiert), sodass Verdauungsenzyme besser ansetzen können. Auch werden über die Galle schwerlösliche Abfallstoffe ausgeschieden, zum Beispiel Abbauprodukte vom Blutfarbstoff Hämoglobin (Bilirubin).

Gallensteine bilden sich, wenn die Bestandteile der Galle nicht im richtigen Gleichgewicht sind. Dann sind sie nicht löslich, sondern kristallisieren und bilden Steine. Häufig enthalten Gallensteine Cholesterin und Bilirubin: Sie werden mit dem Mineralstoff Calcium leicht unlöslich und „verkalken“.

Die meisten Steine entstehen in der Gallenblase; manchmal auch in den Gallenwegen. Problematisch sind oft kleine Steine, die in die Gallengänge wandern und erhebliche Beschwerden auslösen.

Welche Symptome rufen Gallensteine hervor?

Patient bei einer Gallensteinuntersuchung
Steckt ein Stein im Gallengang fest oder blockiert den Ausgang der Gallenblase, kann es zu heftigen Schmerzen im Oberbauch kommen. Aber auch Rückenschmerzen und Verdauungsprobleme sind mögliche Anzeichen. Bild: Pornpak Khunatorn/iStock/Getty Images Plus

Ein typisches Symptom von Gallensteinen sind Schmerzen im rechten Oberbauch. Wenn Steine den Ausgang der Gallenblase blockieren, kann es zu heftigen Koliken kommen. Dies äußert sich durch starke Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Erbrechen oder Durchfall.  

Da im Darm die Galle zur Fettverdauung fehlt, kommt es auch zu einer gestörten Verdauung und zum sogenannten Fettstuhl. Wenn das Abbauprodukt von Hämoglobin (Bilirubin) nicht permanent über die Galle ausgeschieden wird, reichert es sich an. Dann färben sich die Haut, Augen und Schleimhäute gelb (Gelbsucht). Am Stuhl kann man das Fehlen von Bilirubin an einer zu hellen Farbe erkennen. 

Kann die Galle durch die Blockade nicht mehr abfließen, sammeln sich auch Bakterien in den Gallenwegen. Die Organe können sich dadurch entzünden. Auch reizen die Steine die Wand der Gallenblase. Bei einer dauerhaften Reizung kann sich die Gallenwand verändern und verkalken (Porzellangallenblase). Sehr selten kann Krebs entstehen. 

Es ist auch möglich, dass Gallensteine keine Beschwerden verursachen und unbemerkt bleiben.  

Wodurch Gallensteine entstehen können

Bestimmte Faktoren begünstigen Gallensteine. Man kann sie sich anhand der „6-f-Regel“ merken: 

  • female (weibliches Geschlecht) 

  • fertile (fruchtbar) 

  • fourty (über 40 Jahre) 

  • fat (übergewichtig) 

  • family (genetische Veranlagung)  

  • fair (helle Haare) 

Darüber hinaus machen die Anti-Baby-Pille oder eine Schwangerschaft anfälliger für Gallensteine. Grund ist das Hormon Östrogen.

Häufig entstehen Gallensteine auch bei vielen Zivilisationserkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und hohen Fett- und Cholesterinwerten. Eine zu schnelle Gewichtsabnahme oder der bekannte Jo-Jo-Effekt erhöhen jedoch das Risiko. Auch bei Blutarmut (Anämie) erhöht sich das Risiko, weil dann nicht ausreichend Bilirubin in der Galle verfügbar ist. Bilirubin-Steine können aber auch als Folge einer Leberzirrhose auftreten.

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Ziele der Behandlung

Wie werden Gallensteine klassisch behandelt?

Die Behandlung richtet sich danach, ob und wie starke Beschwerden die Steine verursachen und um welche Art Gallensteine es sich handelt.

Bei einer akuten Gallenkolik muss man die Schmerzen lindern. In leichten Fällen werden schmerz- und entzündungslindernde Medikamente eingesetzt – zum Beispiel Wirkstoffe wie Diclofenac (Rewodina®, Jutafenac®) oder Indometacin (Indocolir®, Amuno®). Krämpfe werden mit krampflösenden Medikamenten behandelt (N-Butylscopolamin wie Buscopan Spasman®).

Da die Schmerzen sehr intensiv sein können, kommen manchmal vorübergehend auch stärkere Mittel zum Einsatz (Opioide wie Buprenorphin Sanofi®). Falls sich die Gallenblase durch Bakterien entzündet hat, werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt – zum Beispiel Ampicillin (Binotal®, Unacid®) oder Cefuroxim (Cefurax®).

Info

Bei einer Kolik dürfen die Betroffenen für 24 Stunden nichts essen. Achtung: Akute Gallenkoliken mit Schmerzen, die über Stunden hinweg anhalten, sind ein Fall für den Notarzt!

Patientin beim Arztgespräch
Treten die Symptome immer wieder auf, kann der Arzt auch zu einer Gallenblasen-OP raten. Dann wird die Gallenblase bei einem kleinen Eingriff entfernt. Bild: AlexRaths/iStock/Getty Images Plus

Kleine Cholesterinsteine in der Gallenblase, die nur leichte Schmerzen verursachen, können manchmal durch Medikamente gelöst werden, zum Beispiel durch Ursodeoxycholsäure (wie Ursochol®). 

Um Steine im Gallengang zu entfernen, führt der Arzt ein schlauchartiges Untersuchungsgerät (Endoskop) über den Magen bis in den Zwölffingerdarm. Von hier aus kann er die Gallensteine entfernen. 

Treten häufig Beschwerden auf oder entwickelt sich eine Gallenblasenentzündung, kommt auch eine Entfernung der Gallenblase in Betracht. Gleiches gilt bei Risikopatienten. Das Entfernen ist dann im Rahmen einer kleineren Operation (OP) möglich – eines sogenannten minimalinvasiven Eingriffs.  

Nach der Therapie gibt es einige Möglichkeiten, neue Gallensteine zu vermeiden: Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie ein normales Körpergewicht können Gallensteinen vorbeugen. 

Tipp

Viele Betroffene fragen sich: Was sollte man bei Gallensteinen nicht essen?  

Lebensmittel mit vielen gesättigten Fetten können Cholesterin-Gallensteine begünstigen. Fleisch, Wurst, Eier, Milchprodukte und Backwaren sollten nur in Maßen gegessen werden. Gesunde Öle mit Omega-3-Fettsäuren sind erlaubt (mit Ausnahme von Sonnenblumenöl).  

Zweite Baustelle sind Kohlenhydrate: Schnell verdauliche Zucker (auch Fruchtzucker) sollten vermieden werden. Die Zucker heizen die körpereigene Herstellung von Cholesterin an. Stattdessen sollten reichlich Ballaststoffe gegessen werden: Sie wirken cholesterinsenkend. 

Ziele der Mikronährstoffmedizin

In der Mikronährstoffmedizin kommen Vitamine, Mineralstoffe und andere Stoffe zum Einsatz, die die Zusammensetzung der Galle positiv beeinflussen. Daneben müssen die Folgen bestehender Steine abgefangen werden, zum Beispiel oxidativer Stress. 

Besonders bewährt haben sich folgende Mikronährstoffe: 

Da die Galle wichtig ist für die Fettverdauung, kann diese bei Gallensteinen beeinträchtigt sein. Mögliche Folgen sind ein Mangel an lebenswichtigen Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen. Dazu gehören Vitamin A, D, E und K. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb meist ein Kombinationspräparat, um die Versorgung sicherzustellen. 

Lebensmittel die reich an Omega-3 sind
Fehlt die Galle, kann die Fettverdauung beeinträchtigt sein. Problematisch ist dies für fettlösliche Vitamine, denn sie werden ähnlich verdaut wie die Fette aus Lebensmitteln. Mikronährstoffexperten raten deshalb zu einem Kombinationspräparat. Bild: JulijaDmitrijeva/iStock/Getty Images Plus
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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin E verringert durch Gallensteine verursachten oxidativen Stress

Wirkweise von Vitamin E

Vitamin E hilft als Antioxidans, oxidativen Stress zu verringern. Oxidativer Stress herrscht, wenn ein Übermaß an aggressiven Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) die Zellen schädigt. Beobachtungsstudien zeigen erhöhte Marker für oxidativen Stress bei Erkrankungen der Gallenblase.

Zudem gibt es Hinweise, dass die Aufnahme von Vitamin E im Darm herabgesetzt ist. Der Grund ist: Die Galle hilft, fettlösliche Vitamine wie Vitamin E aufzunehmen. Ist der Gallenfluss durch die Steine behindert, kann Vitamin E nicht gut aufgenommen werden. Forscher beobachteten, dass die Vitamin-E-Spiegel bei Betroffenen niedriger sind. Dies kann möglicherweise zu einem Mangel führen. Ein Mangel an Vitamin E könnte wiederum die Entstehung von Gallensteinen begünstigen: Forscher stellten fest, dass Personen mit niedrigen Werten häufiger Gallensteine hatten.

Zwar gibt es im Moment keine Studien, die zeigen, dass die Einnahme von Vitamin E vor Gallenerkrankungen schützen kann. Dennoch sollte bei Gallensteinen auf eine gute Versorgung mit Vitamin E geachtet werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin E

Bei Gallensteinen empfehlen Mikronährstoff-Experten täglich 20 bis 30 Milligramm Vitamin E – meist in Form von Kapseln. Nehmen Sie die Kapseln zusammen mit einer Mahlzeit ein. Vitamin E braucht Fett aus der Nahrung, um optimal aufgenommen zu werden. Achten Sie idealerweise auf ein Präparat, das Vitamin E aus allen acht Tocopherolen und Tocotrienolen enthält und nicht nur isoliertes Alpha-Tocopherol. 

Bei einem vorliegenden Mangel können für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum auch höhere Dosierungen nötig sein – zum Beispiel 150 Milligramm. Eine Dosis über 50 Milligramm sollte jedoch mit dem Arzt abgesprochen werden. Vitamin E kann auf Dauer auch überdosiert werden

Vitamin E: zu beachten bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme und bei Rauchern

Vitamin E wirkt blutverdünnend, wenn es sehr hoch dosiert wird (über 50 Milligramm). Falls bei Ihnen eine Gallenoperation geplant ist, sollten Sie mit dem Arzt sprechen, ob Präparate abgesetzt werden müssen.

Bei einer schweren Verdauungsschwäche (Malabsorption) kann ein Vitamin-K-Mangel vorliegen. Der Mangel an Vitamin K muss erst ausgeglichen werden, bevor hoch dosiertes Vitamin E eingesetzt wird – ansonsten steigt das Blutungsrisiko.

Aus dem gleichen Grund sind Wechselwirkungen mit Blutgerinnungsmittel möglich. Eine hoch dosierte Vitamin-E-Therapie sollte dann in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Zu möglichen Wirkstoffen gehören Phenprocoumon (Marcumar®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) oder Edoxaban (Lixiana®).

Vitamin E sollte bei Rauchern wegen einer möglichen Gefahr für Hirnblutungen nicht über 50 Milligramm pro Tag dosiert werden. Auch wurde ein leicht erhöhtes Lungenkrebsrisiko gefunden. Raucher sollten bis zur Klärung besser kein hoch dosiertes Vitamin E als Alpha-Tocopherol einnehmen – vor allem nicht in Verbindung mit Beta-Carotin.

Vitamin C reduziert vermutlich die Gefahr für neue Gallensteine

Wirkweise von Vitamin C

Chemische Formel für Vitamin- C
Die Einnahme von Vitamin C könnte Gallensteinen vorbeugen. In einer Beobachtungsstudie hatten Menschen seltener Gallensteine, wenn sie regelmäßig Vitamin C einnahmen. Bild: shawn_hempel/iStock/Getty Images Plus

Cholesterin-Gallensteine entstehen dann, wenn die Galle zu viel Cholesterin enthält. Ein Tierversuch zeigt, dass Vitamin C die Menge eines Enzyms erhöht (Cholesterin-7α-Hydroxylase), das Cholesterin in der Galle zu unproblematischen Stoffen umbaut. Ein niedriger Spiegel dieses Enzyms kann zu einem Cholesterinüberschuss führen und damit zur Entstehung von Gallensteinen. Durch die Wirkung auf das Enzym könnte Vitamin C daher vor neuen Gallensteinen schützen.

Forscher zeigten durch Beobachtungsstudien, dass Menschen, die regelmäßig Vitamin-C-Präparate einnehmen, seltener Gallensteine bekommen. Im Rahmen einer Vorstudie wirkte sich die Vitamin-C-Einnahme zudem positiv auf die Zusammensetzung der Galle aus: In der entnommenen Gallenflüssigkeit bildeten sich langsamer Kristalle. Untersucht wurden Betroffene, die zwei Wochen vor der Operation täglich 2.000 Milligramm Vitamin C bekamen.

Insgesamt fehlen noch Daten, ob die Veränderung der Gallenzusammensetzung für Betroffene in der Summe einen positiven Effekt hat. Die Studienlage deutet aber darauf hin, dass ein Vitamin-C-Mangel die Entstehung von Gallensteinen fördern könnte. Eine gute Versorgung mit Vitamin C ist daher wichtig.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C

Bei Gallensteinen empfehlen Mikronährstoff-Experten die tägliche Ergänzung von 150 bis 200 Milligramm Vitamin C. Ideal sind Kapseln, da für die Herstellung oft keine Zusatzstoffe benötigt werden.

Für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum können auch höhere Dosierungen sinnvoll sein – zum Beispiel nach der klassischen Behandlung. Oft empfehlen Ärzte dann bis zu 2.000 Milligramm pro Tag.

Verteilen Sie die Dosis auf mehrere Einnahmen über den Tag. So kann der Darm die Gesamtmenge am besten aufnehmen. Denn ab einer Menge von 200 Milligramm Vitamin C nimmt die Aufnahmefähigkeit ab. Die Einnahme zu den Mahlzeiten verbessert die Verträglichkeit.

Vitamin C: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Die Einnahme von Vitamin C bereitet in der Regel keine Probleme. Schwangere und stillende Frauen sollten eine Dosierung ab 1.800 Milligramm trotzdem vorsichtshalber mit ihrem Arzt besprechen.

Menschen mit der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) dürfen Vitamin C nur in Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Der Grund ist: Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme – es kann zu einem Überschuss kommen.

Bei Nierensteinen sollte die Dosis unter 1.000 Milligramm pro Tag bleiben. Vitamin C wird im Körper teilweise zu Oxalsäure abgebaut. Diese Verbindung bildet mit Calcium Calciumoxalat-Steine. Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sollte die Vitamin-C-Dosis unter 500 Milligramm pro Tag liegen: Schwache Nieren können damit nicht umgehen. Nierensteine und Oxalat-Ablagerungen im Gewebe sind die Folge.

Es gibt Hinweise, dass hoch dosiertes Vitamin C die Wirkung des Blutverdünners Warfarin (Coumadin®) reduziert. Dies wurde bei 1.000 Milligramm täglich beobachtet. Nehmen Sie Warfarin ein, besprechen Sie die Ergänzung von hoch dosiertem Vitamin C zuvor mit dem Arzt. Der Arzt kann zum Beispiel die Blutgerinnungswerte kontrollieren.

Vitamin C verringerte im Tierversuch die Wirkung des Brustkrebsmedikaments Bortezomib (Velcade®). Halten Sie Rücksprache mit dem Arzt, wenn Sie an Krebs erkrankt sind und hoch dosiertes Vitamin C ergänzen wollen.

Glutathion als das wichtigste körpereigene Antioxidans

Wirkweise von Glutathion

Graphische Darstellung von oxidativem Stress
Ist das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien gestört, kommt es zu oxidativem Stress. Schäden an den Zellen und Zelltod sind die Folgen. Bild: ttsz/iStock/Getty Images Plus

Glutathion ist eine Verbindung aus Aminosäuren: Der Körper kann es aus Glutaminsäure, Cystein und Glycin selbst herstellen oder über die Ernährung bekommen. Glutathion ist das wichtigste Antioxidans in der Leber: Es fängt freie Radikale ein und hilft dadurch, oxidativen Stress zu verringern.  

Bei Menschen mit Gallensteinen wurde häufig oxidativer Stress festgestellt. Hierbei herrscht ein Übermaß an freien Radikalen, was die Zellen schädigt. Forscher vermuten, dass oxidativer Stress zu einer Übersättigung der Gallenflüssigkeit führen kann. Das begünstigt möglicherweise die Entstehung von neuen Gallensteinen.  

Die Wirkung einer Glutathion-Einnahme wurde zwar noch nicht bei Betroffenen untersucht. Da Gallensteinpatienten aber sowohl mehr oxidativen Stress als auch geringere antioxidative Schutzstoffe als gesunde Patienten haben, könnte eine Ergänzung von Glutathion sinnvoll sein. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Glutathion

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Gallensteinen täglich 100 bis 200 Milligramm Glutathion. Die Einnahme der Präparate sollte idealerweise zwischen den Mahlzeiten erfolgen –  zum Beispiel eine Stunde vor oder zwei Stunden nach dem Essen. Auf diese Weise wird die Aufnahme von Glutathion nicht durch andere Bestandteile aus der Nahrung gehemmt. 

Tipp

Auch die Kombination mit anderen Antioxidantien wie Vitamin E oder C ist sinnvoll. In Mischpräparaten sind Mikronährstoffe aufeinander abgestimmt und daher geringer dosiert.

Glutathion: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Glutathion könnte die Krebstherapie abschwächen: Die Erzeugung von oxidativem Stress kann Ziel einer Chemotherapie sein. Glutathion fängt dies ab und könnte die Wirkung der Therapie verringern. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, bevor Sie Glutathion bei einer Krebserkrankung einnehmen. 

Omega-3-Fettsäuren fördern die Bewegung der Gallengänge

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) könnten bei Gallensteinen auf zwei Wegen helfen: 

  • Sie beeinflussen die Zusammensetzung der Galle positiv: Dadurch wird die Cholesterin-Sättigung in der Galle verringert. Wenn die Galle ein Übermaß an Cholesterin enthält, können sich Cholesterin-Gallensteine bilden.  

  • Omega-3-Fettsäuren schützen die Taktgeber-Zellen für die Gallengangbewegung. Eine mangelnde Bewegung in den Gallengängen kann die Entstehung von Gallensteinen begünstigen. 

Beobachtungsstudien zeigen: Menschen, die über die Ernährung reichlich Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, leiden seltener an Gallensteinen. Dass Omega-3-Fettsäuren der Entstehung von Gallensteinen vorbeugen könnten, deuten auch die Ergebnisse einer Vorstudie an: Untersucht wurden Frauen, die in kurzer Zeit stark abnahmen. Schneller Gewichtsverlust ist ein Risikofaktor für Gallensteine. Omega-3-Fettsäuren hielten den Cholesteringehalt in der Galle stabil sowie die Zeit bis zur Auskristallisierung von Cholesterin-Steinen.

Positive Ergebnisse liefert auch eine andere vorläufige Studie: Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren förderte die Bewegung der Gallenblase und damit die Entleerung. Wenn die Galle lange bei einer trägen Gallenblase steht, steigert das das Risiko für Steinbildung.

Die positiven Effekte sollten noch durch größere Studien abgesichert werden. Da die bisherigen Ergebnisse aber vielversprechend sind und Omega-3-Fettsäuren Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein sollten, ist die Einnahme einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Fischöl Kapseln
Omega-3-Fettsäuren können den Cholesterin-Gehalt in der Galle stabil halten. Das könnte verhindern, dass es kristallisiert und Gallensteine entstehen. Generell empfehlen Experten daher eine Ernährung, die reich ist an guten Omega-3-Fettsäuren. Bild: Nopphadol Tongthae/iStock/Getty Images Plus

Bei Gallensteinen empfehlen Mikronährstoff-Experten, täglich 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren einzunehmen – zum Beispiel in Form von Kapseln. Präparate sollten EPA und DHA enthalten. Gute Quellen sind Fisch-, Krill- oder Algenöl. Nehmen Sie Omega-3-Präparate zu einer Mahlzeit ein. Der Körper braucht Fett aus dem Essen, um Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen. 

Achtung: Bei einer akuten Gallenblasenentzündung dürfen Sie Omega-3-Fettsäuren nicht einnehmen! 

Tipp

Wichtig bei Fischölpräparaten ist eine gute Qualität. Kaufen Sie deshalb nur speziell gereinigte Öle, aus denen Schwermetalle und andere Schadstoffe entfernt wurden.

Omega-3-Status im Labor bestimmen lassen

Liegen gleichzeitig Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, lohnt die Bestimmung des Omega-3-Index. Denn in der Mikronährstoffmedizin gehören Omega-3-Fettsäuren zu den wichtigsten Mitteln bei Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Deshalb sollte die Versorgung gut sein.

Für die Bestimmung des Omega-3-Index misst das Labor den Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Index wird in Prozent angegeben und sollte idealerweise mehr als 8 betragen. Das bedeutet: 8 von 100 Fettsäuren in den roten Blutzellen sind dann hochwertige Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei plötzlich auftretenden Lebererkrankungen sowie einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung dürfen keine Omega-3-Fettsäuren eingenommen werden.

Hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren wirken blutverdünnend und können das Blutungsrisiko während einer OP erhöhen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, ob Omega-3-Präparate vor einem geplanten Eingriff abgesetzt werden sollten. Auch Personen mit Blutgerinnungsstörungen (Bluterkrankheit) sollten zuvor Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Aus demselben Grund sind Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten möglich: Ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm pro Tag könnten Omega-3-Fettsäuren die Wirkung verstärken. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt. Beispiel-Wirkstoffe sind Phenprocoumon (Marcumar®, Falithrom®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Dabigatran (Pradaxa®) oder Heparin (Clexane®).

Phosphatidylcholin verbessert die Löslichkeit der Galle

Wirkweise von Phosphatidylcholin

Phosphatidylcholin ist ein fettähnlicher Stoff (Phospholipid). Phospholipide können die Löslichkeit der Gallenbestanteile verbessern, darunter Cholesterin. Wenn Cholesterin in der Gallenflüssigkeit nicht gut löslich ist, kristallisiert es. Die Folge sind Gallensteine. Forscher haben durch Beobachtungsstudien festgestellt, dass Menschen mit Gallensteinen eine niedrigere Konzentration an Phospholipiden in der Galle haben als Menschen ohne Steine. Das kann auf einen Zusammenhang hindeuten – auch, wenn das nicht in allen Beobachtungsstudien gezeigt werden konnte.

Für eine Einnahme von Phosphatidylcholin sprechen die Ergebnisse einer ersten Studie. Die Zusammensetzung der Galle wurde positiv beeinflusst: Die Cholesterin-Konzentration sank, der Gehalt an Phospholipiden stieg dagegen. In dieser kleinen Studie nahmen acht Patienten dreimal täglich 100 Milligramm Phosphatidylcholin ein.

Insgesamt ist die Studienlage zum Einsatz von Phosphatidylcholin bei Gallensteinen noch recht dünn. Die ersten positiven Ergebnisse zeigen jedoch, dass es sich lohnt, Präparate mit Phosphatidylcholin zu versuchen – insbesondere bei gleichzeitig erhöhten Cholesterinwerten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Phosphatidylcholin

Bei Gallensteinen können täglich 300 bis 2.000 Milligramm Phosphatidylcholin sinnvoll sein. Mikronährstoff-Experten empfehlen Präparate meist in Form von Kapseln, da für die Herstellung in der Regel weniger Zusatzstoffe nötig sind.

Nehmen Sie Phosphatidylcholin zum Essen mit etwas Flüssigkeit ein: Das Fett aus der Mahlzeit wird gebraucht, damit Phosphatidylcholin gut im Darm aufgenommen wird. Verteilen Sie die Gesamtdosis am besten auf mehrere kleine Portionen über den Tag – zum Beispiel dreimal 300 Milligramm.

Phosphatidylcholin: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Sonnenblumenbeet
Vor allem bei Frauen mit Gallensteinen könnte grüner Tee nützlich sein. Grüntee-EGCG kann helfen, die Hormonwerte ins Gleichgewicht zu bringen und das Gewicht zu regulieren. Bild: 12875116/iStock/Getty Images Plus

Schwangere und Stillende sollten höhere Mengen Phosphatidylcholin (300 Milligramm) nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Es liegen noch keine ausreichenden Untersuchungen dazu vor.

Phosphatidylcholin kann aus Soja hergestellt werden. Allergiker müssen daher aufpassen.

Bei Patienten mit Nierenerkrankungen könnte die Nierenleistung nicht mehr ausreichen, um Abbauprodukte von Phosphatidylcholin auszuscheiden. Daher sollten Betroffene zur Sicherheit keine Präparate ergänzen. Auch Krebspatienten sollten kein hoch dosiertes Phosphatidylcholin ergänzen.

Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes gibt es Vorbehalte: Aus Phosphatidylcholin kann unter bestimmten Umständen ein Stoff entstehen, der das Voranschreiten fördern könnte. Betroffene sollten eine regelmäßige Einnahme deshalb mit dem Arzt besprechen.

Wechselwirkungen zwischen Phosphatidylcholin und blutgerinnungshemmenden Medikamenten können nicht ausgeschlossen werden. Dies betrifft Wirkstoffe wie Phenprocoumon (Falithrom®, Marcumar®) oder Warfarin (Coumadin®). Die Einnahme sollte dann mit dem Arzt besprochen werden. Der Arzt kann zum Beispiel die Blutgerinnungswerte kontrollieren.

Magnesium kann möglicherweise vor neuen Gallensteinen schützen

Wirkweise von Magnesium

Magnesium wird gebraucht, damit sich Muskeln entspannen können. Ein Magnesiummangel kann Muskelkrämpfe verursachen. Das könnte wiederum dazu führen, dass die Galle nicht richtig aus der Gallenblase transportiert wird. Der Abtransport wird über Muskelzellen gesteuert. Magnesium ist möglicherweise auch am Fettstoffwechsel beteiligt: Zu hohe Blutfettwerte begünstigen Gallensteine.

Es gibt Hinweise, dass ein Magnesiummangel das Risiko für Gallensteine erhöht. Forscher beobachteten in einer Studie: Männer, die viel Magnesium über Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel aufnahmen, hatten seltener Gallensteine. Die Wissenschaftler vermuten, dass Magnesium einen schützenden Effekt haben könnte.

Auch wenn es noch keine Studien gibt, die belegen, dass die Einnahme von Magnesium tatsächlich vor Gallensteinen schützt, sollte ein Mangel vermieden werden. Deshalb empfehlen Mikronährstoff-Experten die Ergänzung von Präparaten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Bei Gallensteinen können täglich 150 bis 300 Milligramm Magnesium sinnvoll sein. Ideale Magnesiumverbindungen sind organische Verbindungen. Sie werden vom Körper schneller aufgenommen als anorganisches Magnesium. Empfehlenswert sind daher Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumgluconat.

Nehmen Sie Magnesium am besten zu einer Mahlzeit ein. Zum einen ist es dann besser verträglich, zum anderen fördern Eiweiße aus der Nahrung die Aufnahme im Darm.

Magnesium-Status im Labor bestimmen lassen

Bei Gallensteinen kann es sinnvoll sein, die Magnesiumversorgung zu prüfen. Auch wenn dauerhaft mehr als 250 Milligramm Magnesium ergänzt werden, ist eine Kontrolle empfehlenswert.

Magnesium wird am besten im Vollblut bestimmt, da dies am aussagekräftigsten ist. Das Vollblut enthält alle roten Blutzellen: Dort kommt Magnesium im Blut überwiegend vor. Werte zwischen 1,38 bis 1,50 Millimol Magnesium pro Liter Blut gelten als normal.

Magnesium: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwache Nieren können überschüssiges Magnesium nicht richtig ausscheiden. Um einen Überschuss zu vermeiden, sollten Personen mit chronischen Nierenerkrankungen keine hoch dosierten Magnesiumpräparate einnehmen.

Magnesium kann die Wirkung bestimmter Antibiotika und Osteoporose-Medikamente (Biphosphonate) herabsetzen. Halten Sie deshalb einen Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden. Dazu gehören die Antibiotika Ciprofloxacin (Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®), Tetracyclin (Achromycin®, Supramycin®) oder Doxycyclin (Supracyclin®, Vibramycin®) sowie die Osteoporose-Medikamente Alendronat (Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (Bonefos®) oder Etidronat (Didronel®).

Grüner Tee verbessert den Gallenstoffwechsel

Wirkweise von Grüntee-EGCG

Grüner Tee enthält wertvolle Pflanzenstoffe, zum Beispiel das Catechin Epigallocatechingallat (EGCG). Im Laborversuch verbesserte EGCG einen gestörten Gallensäurestoffwechsel. Auch könnte EGCG durch die Regulation der Cholesterinproduktion vor der Bildung von Gallensteinen schützen. Das verdeutlicht ein Tierversuch. EGCG wirkt zudem antientzündlich.

Beobachtungsstudien zeigen: Frauen, die regelmäßig grünen Tee trinken, hatten ein geringes Risiko für Gallensteine. Möglicherweise spielt dabei auch der Einfluss von grünem Tee auf die Hormone eine Rolle: EGCG kann die Blutwerte des Sexualhormons Östrogen ins Gleichgewicht bringen. Ein hoher Östrogenspiegel kann wiederum zu Übergewicht und Gewichtsschwankungen beitragen – beides sind Risikofaktoren für Gallensteine. Bei Männern wurde bisher kein Effekt festgestellt.

Auch wenn die Wirkung von EGCG bei Gallensteinen noch nicht in hochwertigen Studien untersucht wurde, lohnt sich ein Einnahmeversuch von Grüntee-Extrakt. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Grüntee-EGCG

Grüner Tee in Pulverform
Vor allem bei Frauen mit Gallensteinen könnte grüner Tee nützlich sein. Grüntee-EGCG kann helfen, die Hormonwerte ins Gleichgewicht zu bringen und das Gewicht zu regulieren. Bild: 12875116/iStock/Getty Images Plus

Bei Gallensteinen können täglich 50 bis 100 Milligramm EGCG sinnvoll sein. Meist empfehlen Mikronährstoff-Experten ein Präparat mit Grüntee-Extrakt, der auf den Gehalt an EGCG eingestellt ist. Nur so lässt sich EGCG genau dosieren. Im grünen Tee oder pulverisierten Blättern schwankt die Menge stark. 

Grüntee-Extrakt sollte zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. 

Grüntee-EGCG: zu beachten bei Schwangerschaft, Stillzeit, Krankheiten und Medikamenteneinnahme

Es gibt noch keine Studien zur Sicherheit von Grüntee-Extrakt in der Schwangerschaft und Stillzeit. Frauen sollten deshalb keine Präparate einnehmen.

Bei Lebererkrankungen sollte die Einnahme von Grüntee-Extrakt mit dem Arzt besprochen werden. In seltenen Fällen kann EGCG die Leberwerte erhöhen (ab 800 Milligramm EGCG).

Einige Stoffe in grünem Tee behindern die Aufnahme bestimmter Medikamente im Darm. Dazu gehören Betablocker mit dem Wirkstoff Bisoprolol (Bisoprolol®, Concor®) oder Blutdrucksenker mit dem Wirkstoff Nifedipin (etwa Adalat®, Aprical®). Halten Sie einen Abstand von mindestens vier Stunden ein.

Grüner Tee kann die Wirkung des Krebsmedikaments Bortezomib (Velcade®) aufheben. Die Einnahme von Grüntee-Extrakt sollte bei einer Krebstherapie mit dem Arzt abgestimmt werden.

Dosierungen auf einen Blick

 

Empfehlung pro Tag bei Gallensteinen

 

Vitamine  

Vitamin C 

150 bis 200 Milligramm (mg) 

Vitamin E 

20 bis 30 Milligramm  

  
 

Mineralstoffe 

Magnesium 

150 bis 300 Milligramm 

  
 

Sonstige 

Glutathion 

100 bis 200 Milligramm 

Omega-3-Fettsäuren 

1.000 Milligramm 

Phosphatidylcholin 

300 bis 2.000 Milligramm 

Grüntee-EGCG 

50 bis 100 Milligramm 

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

 

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Gallensteinen 

 

Normalwerte 

Omega-3-Index 

mindestens 8 

Magnesium (Vollblut) 

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l) 

 

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Zusammenfassung

Gallensteine entstehen, wenn bestimmte Stoffe der Galle unlöslich werden. Dies ist in den meisten Fällen Cholesterin. Vor allem Frauen über 40 Jahren mit Übergewicht oder starken Gewichtsschwankungen sind betroffen. Symptome sind Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Erbrechen oder Durchfall. 

Gallensteine, die Probleme verursachen, werden meist operativ entfernt. Die Mikronährstoffmedizin kann die Behandlung ideal unterstützen: Vitamin C und Grüntee-EGCG reduzieren eventuell die Gefahr für die Bildung neuer Gallensteine. Diese Wirkung hat möglicherweise auch Magnesium. Vitamin E verringert oxidativen Stress, der mit Gallensteinen verbunden ist. Gleiches gilt für Glutathion. 

Omega-3-Fettsäuren fördern vermutlich die Bewegung der Gallenblase und -gänge, sodass die Galle besser abgegeben werden kann. Zudem beeinflussen sie die Zusammensetzung der Galle und damit die Löslichkeit. Auch die fettähnliche Substanz Phosphatidylcholin verbessert die Löslichkeit der Gallenbestandteile. 

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Verzeichnis der Studien und Quellen

Borchard-Tuch, C. (2015): Gallenleiden: Von Entzündung bis Karzinom. Pharmazeutische Zeitung 2015;7. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-072015/von-entzuendung-bis-karzinom/, abgerufen am: 05.09.2019. 

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