Lipase bei mangelnder Fettverdauung

Wie Lipase Nahrungsfette abbaut und einen Enzymmangel ausgleicht

Lipasen sind Enzyme zur Fettverdauung. Bei bestimmten Erkrankungen wie einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder Mukoviszidose erreicht zu wenig Lipase den Dünndarm. Die Folgen sind Magen-Darm-Beschwerden oder sogar eine Mangelernährung. Enzympräparate können dann die fehlende Funktion ausgleichen. Ebenso profitieren Personen mit Verdauungsbeschwerden nach fettreichem Essen: Symptome wie Fettstühle und Blähungen nehmen ab. Erfahren Sie hier alles über den Einsatz von Lipase in der Mikronährstoffmedizin.

Verschiedene Fettquellen stehen auf einem Tisch
Für die Verdauung von Fetten braucht der Körper Enzyme. Bild: iStock.com/cheche22

Was ist Lipase und welche Eigenschaften hat sie?

Lipasen sind Enzyme zum Fettabbau. Der Körper bildet verschiedene Lipasen. Im Dünndarm spalten sie die Nahrungsfette in ihre Bestandteile, damit diese aufgenommen werden.

Lipasen können auch über Präparate zugeführt werden, um eine schwache Verdauung zu verbessern. Dafür kann Lipase aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen (Pankreatin) oder aus Pilzkulturen gewonnen werden.

Einige Lebensmittel enthalten natürlicherweise Lipase, wie Hafer und Rizinusbohnen. Auch in fettreichem Gemüse, Nüssen und Samen wie Avocados, Walnüssen, Pinienkernen, Kokosnüssen und vielen Hülsenfrüchten kommt etwas Lipase vor. Allerdings ist die Aktivität der Enzyme zu gering, um eine schwache Fettverdauung zu unterstützen.

Info

Lipase wird auch in der Lebensmittelherstellung eingesetzt. Jedoch wird sie durch die weitere Verarbeitung wieder inaktiviert. Beispielsweise unterstützt Lipase die Herstellung von Aromen, die Käsereifung oder die Teigeigenschaften bei der Herstellung von Backwaren und Nudeln. Außerdem wird sie zur Optimierung von Fetten und Ölen benötigt.

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Bildung und Funktion im Körper

Wo wird Lipase gebildet?

Die meiste Lipase wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Man nennt sie auch Pankreaslipase. Daneben gibt es noch andere Lipasen, wie die Magen- und Zungenlipase. Sie werden im Magen oder im Mund freigesetzt. 

Es wird geschätzt, dass pro Mahlzeit bei gesunden Erwachsenen um die 900.000 European Pharmacopoeia Einheiten (Ph. Eur. Units) Lipase in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden. Diese sogenannten Enzymeinheiten sind ein Maß für die Enzymaktivität.

Lipase wird zusammen mit anderen Verdauungsenzymen durch den Bauchspeicheldrüsengang in den Dünndarm abgegeben. Nach ihrer Verdauungsarbeit wird sie ausgeschieden. Die Lipase ist eines der empfindlichsten Verdauungsenzyme. So ist die Fettverdauung bei einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse als Erstes betroffen.

Wie wirkt Lipase?

Illustration von Blut
Nachdem Lipasen Fette in ihre Bestandteile gespalten haben, können sie ins Blut aufgenommen werden. Bild: Ugreen/iStock/Getty Images Plus

Die Aufgabe der Lipase ist die Fettverdauung. Diese beginnt bereits im Mund und Magen. Die Zungen- und Magenlipasen zerlegen einen kleinen Teil der Fette. Der Großteil der Fettverdauung läuft allerdings erst im Darm durch die Pankreaslipasen ab.

Im Dünndarm werden die Nahrungsfette mithilfe der Gallensäure fein verteilt, damit die Pankreaslipasen besser angreifen können. Zusätzlich werden diese Lipasen durch die Gallensäure aktiviert: Dann spalten sie die Fette in ihre Bestandteile wie Fettsäuren und Glycerin-Verbindungen.

Daraufhin können die Fettbausteine sowie fettlöslichen Nährstoffe über die Darmwand aufgenommen werden. Über die Lymphe gelangen sie ins Blut und werden im Körper verteilt. In den Geweben wie der Leber und den Muskeln fließen sie in den Stoffwechsel ein oder werden in Fettzellen gespeichert.

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Mangel erkennen und beheben

Welche Beschwerden löst ein Lipasemangel aus?

Gelangt zu wenig Lipase in den Darm, läuft die Fettverdauung nicht oder nur teilweise ab. Die unverdauten Fette erreichen den Dickdarm und werden von Darmbakterien zersetzt. Dabei entstehen Gase. Die Folgen sind typischerweise starke Magen-Darm-Beschwerden mit Blähungen, Völlegefühl, Schmerzen, Krämpfen und Durchfall. Es kommt zu schaumig-weichen, übelriechenden Fettstühlen (Steatorrhoe). Außerdem vermehren sich krankmachende Darmbakterien mitunter stark und es kann zu einer Störung der Darmflora (Mikrobiota) kommen. Dann nehmen auch die Verdauungsbeschwerden zu.

Neben Fetten für die Energieversorgung oder als Baustoff werden zudem fettlösliche Mikronährstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe schlechter aufgenommen. Bei einem anhaltenden Lipasemangel kommt es daher zur Mangelernährung mit Muskelabbau und Gewichtsverlust.

Wer ist von einem Mangel an Lipase betroffen?

Ärztin untersucht den Bauch eines Patienten
Unter anderem können Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen von einem Mangel betroffen sein. Bild: Pornpak Khunatorn/iStock/Getty Images Plus

Ein Lipasemangel entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Erkrankung nicht richtig arbeitet. Dann ist die Bildung von Verdauungsenzymen gestört. Man spricht auch von einer exokrinen Pankreasinsuffizienz. Sie kann begleitend zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) auftreten. Daneben schwächen einige Erkrankungen die Bauchspeicheldrüse, wie Diabetes, die Erbkrankheiten Mukoviszidose oder die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose). Auch eine Entfernung der Bauchspeicheldrüse bei Krebs führt zwangsläufig zum Enyzmmangel.

Magen-Darm-Erkrankungen oder Entfernungen von Teilabschnitten des Darms können indirekte Effekte auf die Produktion von Lipase haben. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel Zöliakie, die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn oder das Zollinger-Ellison-Syndrom.

Darüber hinaus muss man bei Erkrankungen der Leber oder Gallenwege mit einem Lipasemangel rechnen: Dann gelangt zu wenig Gallensäure in den Darm, sodass die Lipase nicht ausreichend aktiviert wird. Zudem kann die Ausschüttung von Lipase über den Gallengang blockiert sein, beispielsweise durch Gallensteine. Zu einer geringen Ausschüttung von Gallensäure können auch bestimmte Medikamente führen, zum Beispiel Opiate wie Morphin (wie Capros®, Kapanol®) oder Codein (wie Bronchicum mono®, Codicaps mono®) sowie der Wirkstoff Methacholin (wie Provokit®, Lindo®).

Lipasemangel im Labor bestimmen

Ein gut messbares Anzeichen für einen Mangel an Lipase im Darm ist der Fettgehalt im Stuhl: Die unverdauten Fette werden ausgeschieden und es kommt zum Fettstuhl (Steatorrhoe). Ein leichter bis moderater Mangel herrscht, wenn 7 bis 15 Gramm Fett pro Tag in der Stuhlprobe gemessen werden und gleichzeitig Verdauungsbeschwerden vorliegen. Bei über 15 Gramm Fett pro Tag liegt ein schwerer Mangel vor.

Besteht der Verdacht eines Lipasemangels aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenschwäche (Pankreasinsuffizienz), wird meistens der Gehalt an Elastase im Stuhl bestimmt. Elastase ist ebenfalls ein Verdauungsenzym aus der Bauchspeicheldrüse. Sie ist allerdings für den Abbau von Eiweißen zuständig. Elastase ist ein empfindlicherer Messwert, länger nachweisbar und somit aussagekräftiger. Er lässt indirekt einen Rückschuss auf den Lipasestatus zu, da bei einer Pankreasinsuffizienz alle Verdauungsenzyme gleichzeitig verringert sind.

Normalerweise liegt die Elastase bei 200 bis 20.000 Mikrogramm pro Gramm Stuhl. Bei einer leichten bis mäßigen Pankreasinsuffizienz sinken die Werte auf 100 bis 200 Mikrogramm pro Gramm und bei einer schweren Erkrankung auf unter 100 Mikrogramm pro Gramm.

Im Blut kommen Verdauungsenzyme bei Gesunden nur in geringen Spuren vor. Aufgrund von Entzündungen oder Abflussproblemen in den Darm kann Lipase jedoch in den Blutkreislauf gelangen. Dann liegt oft auch ein Mangel im Darm vor, während die Blutwerte steigen. Zur Bestimmung wird die Enzymaktivität (Unit) erhoben. Die normalen Werte liegen im Serum bei 13 bis 60 Unit Lipase pro Liter. Bei Kindern sind bis 40 Unit pro Liter normal.

Info

Ursachen erhöhter Lipasewerte im Blut sind beispielsweise eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), ein Tumor sowie andere Erkrankungen des Darms und der Gallenblase. Auch einige Medikamente steigern die Blutwerte, da sie die Abgabe von Lipase in den Darm hemmen.

 

Fettgehalt im Stuhl

Leichter bis mittlerer Mangel

7 bis 15 Gramm pro Tag (g/T)

Schwerer Mangel

über 15 Gramm pro Tag

  
 

Elastase im Stuhl

Normalwert

200 bis 20.000 Mikrogramm pro Gramm (µg/g)

Leichte Pankreasinsuffizienz

100 bis 200 Mikrogramm pro Gramm

Schwere Pankreasinsuffizienz

unter 100 Mikrogramm pro Gramm

  
 

Lipase im Blutserum

Normalwerte

Erwachsene: 13 bis 60 Unit pro Liter (u/l)

Kinder: bis 40 Unit pro Liter

Wie behebt man einen Lipasemangel?

Ein Mangel an Lipase muss behoben werden, um die Fettaufnahme sicherzustellen. Forscher schätzen, dass zwischen 25.000 und 90.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten pro Mahlzeit für die Fettverdauung erforderlich sind. Diese Menge kann über Präparate ergänzt werden.

 

Lipase in Pharmacopoea Europaea Einheiten (Ph. Eur. Units)

Leichter bis mittlerer Mangel

25.000 bis 50.000 pro Hauptmahlzeit

Schwerer Mangel

50.000 bis 90.000 pro Hauptmahlzeit

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Einsatz bei Krankheiten

Lipase gegen Völlegefühl und Blähungen nach fettreichem Essen

Mann hat Verdauungsprobleme beim Essen
Präparate mit Lipase helfen vermutlich bei Verdauungsproblemen nach fettreichem Essen.

Viele Personen leiden unter Magen-Darm-Beschwerden nach einer fettreichen Mahlzeit. Die Einnahme von Lipase hilft bei der Fettverdauung. Dadurch gelangt weniger Fett in den Dickdarm und die Darmbakterien produzieren weniger Gase. Das lindert Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl nach einer Mahlzeit. Außerdem wird das Wachstum schädlicher Darmbakterien verhindert.  

Zwei kleine hochwertige Studien zeigen, dass Enzympräparate mit Lipase bei gesunden Personen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl nach einer fettreichen Mahlzeit verringern können. Die Enzyme könnten auch beim Reizdarmsyndrom von Vorteil sein. Darüber hinaus linderte ein Enzympräparat in zwei hochwertigen Studien krankhafte Verdauungsstörungen (Dyspepsien). Je nach Studie nahmen Häufigkeit und Schwere der Symptome ab wie Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Sodbrennen und Übelkeit. Zudem wurde die Lebensqualität verbessert.

In einer Vorstudie wirkten Verdauungsenzyme zudem ebenso gut wie ein Medikament (Mosaprid) gegen Magen-Darm-Beschwerden nach einer Mahlzeit. Dabei lösten die Enzyme weniger Nebenwirkungen aus, verringerten das Wiederauftreten der Beschwerden oder steigerten auch die Wirkung des Medikaments.

Fazit: Bei Verdauungsproblemen nach fettreichem Essen könnte die Einnahme von Lipase als Bestandteil eines Enzympräparats hilfreich sein. In Studien wurden zusammen mit anderen Verdauungsenzymen bis 44.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten Lipase pro Hauptmahlzeit eingesetzt. Bei leichteren Beschwerden reichen 10.000 bis 20.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten.

Lipase lindert Verdauungsstörungen und Fettstühle bei Pankreasinsuffizienz

Illustration der Bauchspeicheldrüse im Körper
Bei einer Pankreasinsuffizienz arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht richtig und gibt zu wenig Enzyme ab. Bild: iStock.com/magicmine

Bei einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse (Pankreasinsuffizienz) kommt es zu einem Enzymmangel, der als Erstes die Fettverdauung betrifft. Diesen kann man durch ein Enzympräparat ausgleichen. So werden die Verdauung und Aufnahme von Fetten wiederhergestellt und die Versorgung mit fettlöslichen Mikronährstoffen wie Vitaminen ermöglicht. Darüber hinaus können Enzympräparate die Beschwerden lindern.

In mehreren Übersichtsarbeiten erhöhte ein Enzympräparat bei einer Pankreasinsuffizienz die Fettaufnahme und verringerte Fettstühle. Die Teilnehmer hatten meist eine chronische Pankreatitis oder ihnen wurde die Bauchspeicheldrüse entfernt. Zusätzlich verbesserten sich beispielsweise Schmerzen, Blähungen, eine zu weiche Stuhlkonsistenz sowie der Gewichtsverlust und die Lebensqualität. Laut einem der Artikel wurde dadurch langfristig eine Mangelernährung ausgeglichen. Jedoch gibt es auch Übersichtsarbeiten, in denen diese Effekte nur teilweise festgestellt wurden. Besonders die Schmerzlinderung ist umstritten. Aber hierzu liegen noch zu wenige Daten vor.

In einer Übersichtsarbeit zeigten Forscher zudem, dass eine Enzymersatztherapie mit Lipase die Überlebenschancen bei einer Pankreasinsuffizienz oder Bauchspeicheldrüsenentfernung verbessert. Die Erkrankung ist zwar nur selten tödlich, die Lebenserwartung kann jedoch geringer sein.

Fazit: Präparate mit Lipase können bei einer Pankreasinsuffizienz die Fettaufnahme unterstützen und Fettstühle reduzieren. Auch in offiziellen Leitlinien empfehlen Experten die Einnahme von Enzympräparaten bei einer chronischen Pankreatitis mit Fettstuhl, einer Mangelernährung oder Magen-Darm-Beschwerden. Erforderlich sind 20.000 bis 50.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten Lipase zu den Hauptmahlzeiten. Für einen Snack rechnet man mit der Hälfte. Grundsätzlich sollte die Therapie jedoch individuell angepasst werden. Es kann eine doppelt oder dreifach höhere Dosis nötig sein, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.

Mukoviszidose: die Fettverdauung mit Lipase unterstützen

Bei der Erbkrankheit Mukoviszidose (zystische Fibrose) sind alle Körpersekrete dickflüssig – auch die Verdauungssäfte. Sie fließen nur schwer ab. Das schädigt die Bauchspeicheldrüse und kann einen Enzymmangel im Darm verursachen. Die meisten Personen mit Mukoviszidose müssen vom Kindesalter an für die Fettverdauung Enzympräparate einnehmen. So kann eine Mangelernährung verhindert werden.

In mehreren Übersichtsarbeiten wurde bestätigt, dass Enzympräparate mit Lipase die Fettaufnahme bei Mukoviszidose erhöhen. Zudem verbesserten sich Symptome wie Fettstuhl, Bauchschmerzen, die Stuhlkonsistenz sowie der Ernährungszustand. Eine langfristige Wirkung wurde in einer der Übersichtsarbeiten bis zu zwölf Monaten belegt.

Die Therapie mit Enzymen könnte betroffenen Kindern laut ersten Hinweisen ein normales Wachstum und eine Gewichtszunahme ermöglichen. Auch Erwachsene konnten in einer ersten Studie das Gewicht halten. Ein Tierversuch lässt jedoch vermuten, dass bei Mukoviszidose der Aufbau von Fettspeichern gestört ist. Möglicherweise kann sich daher trotz steigender Fettaufnahme das Gewicht nicht immer normalisieren.

Fazit: Eine Ergänzung mit Lipase kann bei Mukoviszidose die Fettverdauung wiederherstellen sowie Symptome und Unterernährung lindern. Empfohlen werden zwischen 500 und 4.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten Lipase pro Gramm Nahrungsfett. Bei einer Hauptmahlzeit mit durchschnittlich 20 Gramm Fett entspricht das etwa 10.000 bis 80.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten. Die Dosis muss vom Arzt individuell angepasst werden und kann bei Bedarf höher liegen. Vor allem bei Mukoviszidose ist es zudem wichtig, ausreichend zu trinken. Die Empfehlung liegt bei mindestens 2 Litern pro Tag.

Info

Überdosierung vermeiden: In sehr seltenen Fällen wurde bei einer Überdosierung eine Vernarbung mit Darmverengung (fibrosierende Kolonopathie) beschrieben. Die Ursache dafür ist nicht genau bekannt. Dies betraf eine Dosierung von über 10.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 60 Kilogramm sind dies somit 600.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten.

Bei Symptomen, die auf einen Darmverschluss hindeuten, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Dazu gehören starke kolikartige Schmerzen zusammen mit Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Blähungen und Stuhlveränderungen.

Dosierungen auf einen Blick

 

Empfehlung von Lipase in Pharmacopoea Europaea Einheiten (Ph. Eur. Units)

Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen

10.000 bis 44.000 pro Hauptmahlzeit

Pankreasinsuffizienz

20.000 bis 50.000 pro Hauptmahlzeit (für Snacks die Hälfte)

Bei Bedarf kann die Dosis höher liegen.

Mukoviszidose

10.000 bis 80.000 pro Hauptmahlzeit

oder 500 bis 4.000 pro 1 Gramm Nahrungsfett

Bei Bedarf kann die Dosis höher liegen.

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte man Lipase einnehmen?

Bei einem Lipasemangel müssen Präparate eingenommen werden. Da die Dosierung von Person zu Person unterschiedlich sein kann und vom Fettgehalt der Mahlzeit abhängt, sollte man sich vom Arzt oder Mikronährstoff-Experten beraten lassen. Die Enzymmenge wird oft langsam angehoben und durch Ausprobieren optimiert.

Enzympräparate enthalten Lipase immer in Kombination mit den Verdauungsenzymen Protease und Amylase für den Abbau von Eiweißen und Kohlenhydraten. Sie sind als Kapseln oder Tabletten erhältlich.

Die Einnahme von Präparaten muss unmittelbar vor oder während jeder fetthaltigen Mahlzeit erfolgen. Dabei sollen sich Fette und Lipase möglichst gut vermischen. Sind mehrere Kapseln oder Tabletten nötig, nimmt man diese am besten über die Mahlzeit verteilt ein. Die Enzyme dürfen jedoch nicht ins Essen gegeben werden, da sie sonst zu früh ihre Wirkung verlieren oder die Mundschleimhaut angreifen. Kapseln oder Tabletten sollten ungeöffnet beziehungsweise unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden.

Tipp

Nach einer Magenteilentfernung gelten andere Empfehlungen: Die Enzyme müssen dann unverkapselt als Pellets oder Granulat ergänzt werden. Dafür kann man auf ein entsprechendes Präparat zurückgreifen oder die Kapsel vor der Einnahme öffnen.

Bei Schluckstörungen kann etwas Joghurt oder Apfelmus mit dem Granulat auf einen Löffel gegeben werden. Die Enzyme dürfen aber ebenfalls nicht lange vor der Einnahme im Essen verbleiben und daher nicht einer Hauptmahlzeit untergemischt werden. Nach der Mahlzeit sollte der Mund ausgespült werden, damit die Mundschleimhaut nicht angegriffen wird.

Welche Arten von Präparaten mit Lipase gibt es?

Lipase-Präparate in Kapselform
Es gibt verschiedene Präparate mit Lipase. Am besten berät ein Arzt oder Mikronährstoff-Experte über die richtige Wahl. Bild: Eugeniusz Dudzinski/iStock/Getty Images Plus

Viele Präparate mit Lipase enthalten Pankreatin. Das ist eine Enzymmischung, die meist aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen wird. Es gibt aber auch Enzympräparate, die industriell mithilfe von bestimmten Pflanzen oder Mikroorganismen wie Pilzen hergestellt werden. Diese eignen sich für Vegetarier, Veganer oder Personen, die Produkte aus Schwein meiden.

Lipase ist instabil und kann schnell in einer sauren Umgebung, wie dem Magen, zerstört werden. Daher empfehlen einige Forscher magensaftresistente Kapseln, die mit einem Säureschutz beschichtet wurden. Sie lösen sich erst im Darm auf, wenn die Umgebung basisch ist. Präparate aus Pilzen sind natürlicherweise stabiler gegen Magensäure. Dadurch bleibt die Enzymwirkung während der Magenpassage länger erhalten.

Tipp

Es kann jedoch passieren, dass beschichtete Kapseln die Lipase erst vermehrt im letzten Teil des Dünndarms (Krummdarm) freisetzen. Dadurch werden Fette im vorderen Teil (Zwölffingerdarm) nur teilweise aufgenommen. Gerade wenn es um die Linderung von Schmerzen ging, schnitten nicht beschichtete Präparate besser ab. Die Enzyme erreichen ihre Aktivität schon am Anfang des Dünndarms und hemmen dort einen schmerzfördernden Botenstoff. Die Kombination von beschichteten und unbeschichteten Kapseln zeigte allerdings keinen Mehrwert.

Eine mögliche Ergänzung sind Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer). Sie sorgen für eine Aktivierung der Enzyme, da sie die Magensäure neutralisieren. Das ist besonders bei Mukoviszidose hilfreich, da die Bauchspeicheldrüse kaum Stoffe zur Neutralisierung der Magensäure im Dünndarm abgibt. Einige Daten zeigen, dass Magensäureblocker die Wirksamkeit unbeschichteter sowie beschichteter Präparate erhöhen könnten: Bei einem basischen pH-Wert werden die Enzyme schneller freigegeben und wirken daher besser am Anfang des Dünndarms, wo die Fettaufnahme erfolgt.

Fazit: Welches Präparat und welche Einnahmeform am besten geeignet ist, sollte mit einem Arzt oder Mikronährstoff-Experten abgeklärt und ausprobiert werden. Allgemein kann man ableiten, dass zur Unterstützung einer schwachen Verdauung bei gesundem Magen meist säureresistente Präparate ideal sind. Fallen dagegen die Säureproduktion des Magens oder die neutralisierende Wirkung der Bauchspeicheldrüse aus, sind nicht beschichtete Präparate besser.

Woran erkennt man gute Präparate mit Lipase?

Ein Qualitätsproblem bei Präparaten mit Lipase ist die Haltbarkeit. Seriöse Hersteller sollten sicherstellen, dass die Wirksamkeit der Enzyme über einen gewissen Zeitraum erhalten bleibt. Es muss ein Verfallsdatum und eine Empfehlung zur Aufbewahrung angegeben werden. Außerdem geben gute Hersteller die Enzymeinheiten (Aktivität der Enzyme) an.

Theoretisch können tierische Viren über Enzympräparate aus Schweinen auf den Menschen übertragen werden. Bisher gibt es dazu aber keine Fälle. Bei hochwertigen Präparaten ist die Reinheit sehr wichtig, sodass regelmäßig auf Verunreinigungen kontrolliert wird. Außerdem sollten Präparate frei von Allergenen und überflüssigen Zusatzstoffen sein, etwa von Farb- und Aromastoffen sowie Süßungsmitteln.

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Überdosierung, Wechselwirkungen und Hinweise bei Erkrankungen

Kann man Lipase überdosieren?

Enzympräparate mit Lipase für die Fettverdauung gelten laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) grundsätzlich als sicher. Auch die Herstellung aus genetisch veränderten Pilzen gibt keinen Anlass für Sicherheitsbedenken. Bei einigen Erkrankungen ist zudem eine Langzeitbehandlung notwendig. Diese gilt ebenfalls als unbedenklich.

Einen allgemeingültigen Höchstwert gibt es jedoch nicht. Sicherheitshalber sollte eine Dosis von 15.000 bis 20.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten Lipase pro Kilogramm Körpergewicht und Tag nicht überschritten werden. Das ergäbe bei einer 60 Kilogramm schweren Person eine Menge von 900.000 bis 1.200.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten pro Tag.

Achtung: Bei Mukoviszidose wurden in Einzelfällen schwere Nebenwirkungen bereits bei einer Dosierung von über 10.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht beobachtet. Es traten Vernarbungen und Verengungen im Darm auf (fibrosierende Kolonopathie).

Präparate mit Lipase sind allgemein gut verträglich. Es treten selten leichte bis mäßige Nebenwirkungen auf. Darunter sind Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Verstopfung, Stuhlveränderungen und Bauchschmerzen. Gelegentlich wurden auch Kopfschmerzen, Husten oder Hautausschläge (oft am After) beobachtet. Wenn die Nebenwirkungen anhalten oder starke Beschwerden auftreten, sollte man einen Arzt kontaktieren.

Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Mikronährstoffen

Arzt misst den Blutzuckerspiegel eines Patienten
Es ist möglich, dass Präparate mit Lipase die Wirkung von Diabetesmedikamenten senken. Bild: AndreyPopov/iStock/Getty Images Plus

Enzympräparate mit Lipase können die Wirkung einiger blutzuckersenkender Arzneimittel herabsetzen. Dazu zählen beispielsweise die Wirkstoffe Acarbose (Acarbose® oder Glucobay®) und Miglitol (Diastabol®). Bei Bedarf können in Absprache mit dem Arzt die Zuckermedikamente angepasst werden.

Weitere Wechselwirkungen mit Medikamenten sind nicht bekannt. Dennoch können sie nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sollte zur Sicherheit vorher mit einem Arzt oder Apotheker gesprochen werden.

Darüber hinaus können Enzympräparate die Aufnahme von Folsäure aus dem Darm ins Blut vermindern. Möglicherweise ist eine zusätzliche Ergänzung von Folsäure erforderlich – vor allem, wenn die Enzyme für längere Zeit oder dauerhaft genommen werden.

Keine Lipase bei einer akuten Pankreatitis einnehmen

Lipase darf nicht bei einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse eingenommen werden. Das könnte die Erkrankung verstärken.

Zu beachten bei Diabetes: Enzympräparate erhöhen den Blutzucker

Lipase wird immer zusammen mit anderen Verdauungsenzymen wie Amylase eingesetzt. Amylase spaltet Kohlenhydrate, sodass diese aufgenommen werden können. Unter Umständen steigt dann der Blutzucker schneller an. Daher sollten Diabetiker ihren Blutzucker engmaschig kontrollieren, um eine Über- oder Unterzuckerung zu vermeiden.

Lipase in der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere oder stillende Frauen sollten Enzympräparate nur in Absprache mit ihrem Arzt einnehmen. Bisher bestehen keine Bedenken, es liegen aber auch noch keine ausreichenden Informationen für eine generelle Empfehlung vor. Wenn Verdauungsenzyme eingenommen werden, sollte man beachten, dass sie möglicherweise die Folsäureaufnahme stören. In dieser Zeit wichtige Folsäurepräparate müssen eventuell vom Arzt höher dosiert werden.

Allergien und Überempfindlichkeiten gegenüber Lipase

Je nachdem, woraus Lipase hergestellt ist, sind Allergien möglich. Das trifft zu auf Pilze (Schimmelpilzallergie) oder Pankreatin aus Schweinen (Schweinefleischallergie). Typische Allergiesymptome sind geschwollene Lippen sowie Atem- und Hautreaktionen. Personen mit Allergien sollten sich beim Hersteller informieren, woraus sie die Präparate produzieren.

Vorsicht bei Gicht und hohen Harnsäurespiegeln (Hyperurikämie)

Enzymdosierungen über 10.000 Pharmacopoea Europaea Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht könnten die Harnsäurespiegel im Blut und Urin anheben. Dies beobachteten Forscher bisher bei Patienten mit Mukoviszidose. Da sich jedoch nicht ausschließen lässt, dass auch andere Personen mit hohen Harnsäurespiegeln oder Gicht darauf reagieren, sollte die Dosierung zur Sicherheit nicht überschritten werden.

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Zusammenfassung

Lipase ist das Verdauungsenzym zum Abbau von Fetten aus der Nahrung. Der Körper bildet es selbst. Das geschieht zum Großteil in der Bauchspeicheldrüse. Im Dünndarm spaltet Lipase Fette auf, sodass die Bausteine aufgenommen und vom Körper genutzt werden können.

Personen, die unter Verdauungsproblemen nach fettigem Essen leiden, können durch die zusätzliche Einnahme von Lipase die Fettverdauung unterstützen. Dadurch nehmen Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl ab.

Bei einigen Erkrankungen wie der chronischen Pankreatitis oder Mukoviszidose ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse gestört (Pankreasinsuffizienz). Der Mangel an Lipase muss durch Präparate ausgeglichen werden. Das kann die Fettverdauung und Aufnahme fettlöslicher Mikronährstoffe unterstützen. Dadurch werden Verdauungsstörungen und Fettstühle sowie eine Mangelernährung gelindert beziehungsweise vermieden. Möglicherweise tragen Enzympräparate mit Lipase auch zur Schmerzlinderung bei. Bei Mukoviszidose könnte Lipase ein normales Gewicht und bei Kindern ein normales Wachstum ermöglichen.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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