Herzrhythmusstörungen: das Herz natürlich stärken mit Mikronährstoffmedizin

Wie Mineralstoffe und andere Stoffe den Herzschlag regulieren und das Herz mit Energie versorgen

Bei Menschen, die an Herzrhythmusstörungen leiden, gerät das Herz aus dem Takt: Es schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Die Ursachen für Herzrhythmusstörungen sind unterschiedlich, oft liegen andere Herzerkrankungen zugrunde. Herzrhythmusstörungen werden oft medikamentös behandelt. Aber auch mithilfe der Mikronährstoffmedizin kann die Herzfunktion verbessert und die klassische Behandlung wirksam unterstützt werden. Erfahren Sie hier, welche Mikronährstoffe Herzrhythmusstörungen lindern und die Wirksamkeit der Medikamente verbessern können.

Stethoskop und Herz auf Kardiogramm
Mikronährstoffe sind wichtig für einen gesunden Herzschlag. Zum einen sorgen sie für eine ausreichende Energieversorgung. Zum anderen sind sie an der Regulation des Herzschlages beteiligt. Bild: LIgorko/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Normalerweise schlägt das Herz etwa 60 bis 100 Mal pro Minute in einem regelmäßigen Rhythmus. Weicht der Herzschlag davon ab oder schlägt das Herz unregelmäßig, sprechen Ärzte von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien). Dabei kann das Herz sowohl zu langsam schlagen (Bradykardie) als auch zu schnell (Tachykardie). Oft treten auch Herzschläge außerhalb des normalen Rhythmus auf (Extrasystolen). Die Betroffenen empfinden das als „Herzstolpern“.

Die häufigste Art der Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. Dabei passen die Muskelkontraktionen der Herzkammern nicht mehr zusammen. Das Herz schlägt oft zu schnell, fördert aber gleichzeitig zu wenig Blut. Die Gefahr für Herzschwäche steigt. Ebenfalls kann Kammerflimmern auftreten. Kammerflimmern ist eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, die sofort behandelt werden muss. Dabei zieht sich der Herzmuskel nicht mehr geordnet zusammen.

Herzrhythmusstörungen müssen nicht zwingend krankhaft sein und kommen auch bei gesunden Menschen vor, zum Beispiel bei Aufregung. Dennoch sollte man Herzrhythmusstörungen ernst nehmen und sich ärztlich untersuchen lassen.

Ursachen von Herzrhythmusstörungen

Für einen normalen Herzschlag werden in einem bestimmten Bereich des Herzens (Sinusknoten) elektrische Impulse gebildet, die dann in die Herzkammern weitergeleitet werden. Passieren dabei Fehler, kommt es zu Herzrhythmusstörungen.

Herzrhythmusstörungen treten meistens im Zusammenhang mit einer Herzerkrankung auf, zum Beispiel mit Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Herzmuskelentzündungen, Herzschwäche oder mit Herzklappenfehlern. In manchen Fällen können sie auch auf andere Erkrankungen zurückzuführen sein. Dazu zählen Lungenerkrankungen oder eine Überfunktion der Schilddrüse. Diabetes mellitus und Übergewicht spielen ebenfalls eine Rolle.

Auch ein Kaliummangel oder ein Kaliumüberschuss können Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Weitere Auslöser sind Stress und seelische Belastungen. Ein starker Konsum von Kaffee oder Alkohol und die Einnahme von bestimmten Medikamenten (zum Beispiel Antidepressiva und Mittel gegen Asthma) können ebenfalls zu Herzrhythmusstörungen führen.

So machen sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar

Frau misst ihren Puls
Ein unregelmäßiger oder schneller Puls kann auf Herzrhythmusstörungen hindeuten. Weitere Anzeichen sind: Müdigkeit, Herzstolpern oder Schwindel. Bild: mheim3011/iStock/Getty Images Plus

Folgende Beschwerden können auf Herzrhythmusstörungen hinweisen:

  • Müdigkeit, Mattigkeit, Schwächegefühl
  • Atemnot
  • Herzstolpern, Herzrasen
  • unregelmäßiger oder schneller Puls
  • Herzschmerzen, Herzenge
  • Schwindel, Ohnmachtsanfälle
  • Übelkeit
  • Krampfanfälle
  • Verwirrtheit

Oft verursachen Herzrhythmusstörungen keine Beschwerden und bleiben unbemerkt. Das ist vor allem beim Vorhofflimmern ein Problem, da Betroffene ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln und Schlaganfällen haben.

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Ziele der Behandlung

Wie werden Herzrhythmusstörungen klassisch behandelt?

Nicht alle Herzrhythmusstörungen sind gefährlich und benötigen eine Therapie. Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern, die Herzfunktion zu verbessern und die Gefahr für Folgen wie Blutgerinnseln zu verringern. Folgende Medikamente (Antiarrhythmika) kommen bei Herzrhythmusstörungen zum Einsatz:

  • Natriumkanalblocker wie Propafenon (zum Beispiel Propafenon AL®, Rytmonorm®), Lidocain (zum Beispiel Xylodain®) oder Flecainid (zum Beispiel Tambocor®, Flecagamma®)
  • Beta-Blocker wie Atenolol (zum Beispiel Juvental®, Tenormin®) oder Sotalol (zum Beispiel Sotalol AbZ®, Sotalol AL®)
  • Kaliumkanalblocker wie Amiodaron (zum Beispiel Cordarex®, Amiodaron-CT®) oder Dronedaron (Multaq® hemmt auch Natrium- und Calciumkanäle)
  • Calciumantagonisten wie Verapamil (zum Beispiel Cordichin®, Isoptin®)

Manche Patienten erhalten zusätzlich gerinnungshemmende Wirkstoffe. Hierzu zählen beispielsweise die Vitamin-K-Antagonisten Warfarin und Phenprocoumon (unter anderem Marcumar®, Falithrom®, Phenpgrogamma®, Coumadin®) und sogenannte neue orale Antikoagulanzien wie Dabigatran (Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®) oder Apixaban (Eliquis®).

Antiarrhythmika und Gerinnungshemmer sind in der Regel als Tabletten oder Injektionslösung erhältlich.

Bei Kammer- oder Vorhofflimmern wird das Herz zunächst mit einem Elektroschock dazu gebracht, seinen Herzrhythmus wiederzufinden. Danach wird der Herzschlag ebenfalls mit Medikamenten reguliert. Sprechen Patienten nicht ausreichend auf Medikamente an, können Operationen sinnvoll sein – zum Beispiel der Einsatz eines Herzschrittmachers oder die Verödung (Ablation) des Herzgewebes, das die krankhaften Impulse erzeugt.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die klassische Behandlung von Herzrhythmusstörungen lässt sich mithilfe der Mikronährstoffmedizin wirksam unterstützen. Bestimmte Mikronährstoffe – insbesondere Mineralstoffe – sind an der Regulation des Herzschlages beteiligt. Zudem braucht der Herzmuskel bestimmte Mikronährstoffe, damit eine optimale Energieversorgung des Herzens sichergestellt ist. Besonders das Herz benötigt für eine richtige Funktion viel Energie. Eingesetzt werden:

  • Magnesium trägt zur Weiterleitung elektrischer Signale im Herzmuskel bei.
  • Kalium sorgt für einen regelmäßigen Herzschlag.
  • Coenzym Q10 unterstützt den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen, wirkt antioxidativ und entzündungshemmend.
  • L-Carnitin trägt zur Energiegewinnung im Herzmuskel bei.
  • Omega-3-Fettsäuren können möglicherweise bestimmte Herzrhythmusstörungen lindern.

Darüber hinaus lassen sich durch Mikronährstoffe die Wirkungen einiger Medikamente unterstützen sowie einige Nebenwirkungen reduzieren.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Magnesium für eine optimale Herzfunktion

Wirkweise von Magnesium

Viele Menschen, die an einer Herzerkrankung leiden, haben einen Magnesiummangel. Magnesium ist für einen regelmäßigen Herzschlag unerlässlich. Der Herzschlag kommt durch elektrische Signale zustande, worauf sich der Herzmuskel rhythmisch zusammenzieht. Gebildet werden die elektrischen Signale im Sinusknoten, dem Schrittmacher des Herzens.

Magnesium trägt zusammen mit anderen Mineralstoffen (Elektrolyten) dazu bei, dass sich die Signale vom Sinusknoten aus gleichmäßig auf den gesamten Herzmuskel übertragen. Ist zu wenig Magnesium vorhanden, kann sich die elektrische Erregbarkeit der Herzmuskelzellen so stark erhöhen, dass es zu Herzrhythmusstörungen kommt.

Magnesium wird schon lange eingesetzt, um Herzrhythmusstörungen vorzubeugen oder zu lindern. Eine Übersichtsarbeit hat den Nutzen von Magnesium bei Herzrhythmusstörungen kürzlich erneut untermauert: Patienten, die mit Magnesium behandelt wurden, litten deutlich seltener unter Herzrhythmusstörungen als solche, die kein Magnesium erhielten. Bei zu langsamem Herzschlag war Magnesium allerdings wirkungslos.

Zwei ältere Übersichtsarbeiten waren zuvor bereits zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen: Magnesium ist eine gute Möglichkeit, um die Regulation des Herzrhythmus zu unterstützen. Lediglich hinsichtlich einer allgemeingültigen Dosierung und der Dauer der Magnesium-Einnahme besteht noch weiterer Klärungsbedarf. Zudem muss weiter untersucht werden, wie wirksam Magnesium zur Vorbeugung von Herzrhythmusstörungen ist.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Herzrhythmusstörungen zur Unterstützung des Herzschlages die Einnahme von 300 Milligramm Magnesium pro Tag. Bei einem starken Magnesiummangel und Herzrhythmusstörungen können auch höhere Dosierungen in Rücksprache mit dem Arzt sinnvoll sein – zum Beispiel bis 1.000 Milligramm Magnesium pro Tag. Bei dauerhaften Mengen über 250 Milligramm pro Tag wird die Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Nehmen Sie Magnesium am besten zu einer Mahlzeit ein. Eiweiße und Vitamin D fördern die Aufnahme im Darm. Außerdem kann es bei hoch dosierter Einnahme auf leeren Magen zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Magnesiumhaltige Lebensmittel
In Lebensmitteln kommt Magnesium zum Beispiel in Bannen oder Avocado vor, sowie in Nüssen. Bild: bit245/iStock/Getty Images Plus

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Bei Herzrhythmusstörungen wird empfohlen, den Magnesiumspiegel durch den Arzt kontrollieren zu lassen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie täglich mehr als 250 Milligramm Magnesium zu sich nehmen.

Magnesium sollte beim Arzt am besten im Vollblut bestimmt werden. Dies ist aussagekräftiger als Magnesium im Serum, da Magnesium hauptsächlich in den roten Blutzellen vorkommt. Vollblut enthält im Gegensatz zum Blutserum alle Blutzellen. Der Normalwert im Vollblut beträgt 1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter. Der Normalwert im Serum ist dagegen etwas niedriger: 0,8 bis 1,1 Millimol pro Liter.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und chronischen Nierenerkrankungen

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet und sie so unwirksam macht. Hierzu zählen Antibiotika, vor allem Gyrasehemmer und Tetrazykline, sowie Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate). Magnesium sollte zu diesen Medikamenten im Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden:

  • Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®) oder Levofloxacin (zum Beispiel Tavanic®)
  • Tetrazykline wie Tetracyclin (Achromycin®, Supramycin®, Tefilin®) und Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®, Vibramycin®)
  • Bisphosphonate wie Alendronat (Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (zum Beispiel Bonefos®) und Etidronat (zum Beispiel Didronel®)

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden. Das Magnesium aus Mineralstoffpräparaten könnte sich daher im Blut anreichern.

Kaliummangel bei Herzrhythmusstörungen vermeiden

Wirkweise von Kalium

Kalium Bluttest
Ein Kaliummangel kann sich durch Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen. Deshalb sollte immer der Kaliumspiegel im Blut überwacht werden. Bild: jarun011/iStock /Getty Images Plus

Ein Kaliummangel ist eine relativ häufige Störung des Mineralstoffhaushalts, die sich unter anderem durch Herzrhythmusstörungen bemerkbar machen kann: Wie Magnesium spielt auch Kalium eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von elektrischen Impulsen im Herzmuskel.

Die Ergebnisse einer Übersichtsarbeit weisen darauf hin, dass Kalium einen zu hohen Blutdruck wirksam senken kann – ebenso wie das Risiko eines Schlaganfalls. Der Nutzen einer grundsätzlichen Einnahme von Kalium bei Herzrhythmusstörungen ist hingegen noch nicht gut in wissenschaftlichen Studien untersucht worden. Aufgrund seiner positiven Wirkung bei anderen Herzerkrankungen könnte sich die Einnahme aber auch bei Herzrhythmusstörungen lohnen.

Da Kalium jedoch unverzichtbar für den Herzschlag ist und ein Mangel zu Herzrhythmusstörungen führt, sollte die Kaliumversorgung im Blut unbedingt kontrolliert werden. Eine Kaliumeinnahme ohne Blutkontrolle in Rücksprache mit dem Arzt ist nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht zu empfehlen: Wird Kalium überdosiert, kann es ebenfalls zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kalium

Bezüglich der Dosierung von Kalium bei Herzrhythmusstörungen sollte immer ein Arzt zurate gezogen werden. Er prüft die Kaliumwerte im Blut und entscheidet dann, welche Dosis sinnvoll ist. Oft lässt sich ein Kaliummangel bereits durch eine kaliumreiche Ernährung ausgleichen (zum Beispiel durch Bananen, Trockenobst, Kartoffeln). Empfiehlt der Arzt ein Kaliumpräparat kann die Dosierung bei einem Mangel und bei Herzrhythmusstörungen zwischen 1.500 und 3.000 Milligramm pro Tag liegen.

Bei Kaliumpräparaten sollte die Tagesdosis über den Tag verteilt eingenommen werden, wobei eine Einzeldosis von 500 Milligramm nicht überschritten werden sollte, da der Körper so am besten damit umgehen kann. Nehmen Sie Kalium zudem zu einer Mahlzeit ein, da dies die Magenverträglichkeit verbessert.

Kalium im Labor bestimmen lassen

Bei Herzrhythmusstörungen und bei der Einnahme eines Kaliumpräparats sollte in jedem Fall der Kaliumspiegel im Blut regelmäßig kontrolliert werden. Kalium wird vom Arzt in der Regel im Blut gemessen. Als normal gelten Werte von 3,6 bis 4,8 Millimol pro Liter Blutserum.

Kalium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenschwäche

Wenn Sie Blutdrucksenker, kaliumsparende Entwässerungsmittel und Herzmedikamente (Herzglycoside) einnehmen, sollten Sie keine zusätzlichen Kaliumpräparate einnehmen:

  • Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer mit Wirkstoffen wie Ramipril (zum Beispiel RamiLich®) und Lisinopril (zum Beispiel LisiLich®) können die Kaliumausscheidung über die Nieren senken und in Verbindung mit einer Kaliumeinnahme zu einer Überversorgung mit Kalium führen. Gleiches gilt für AT1-Blocker, zu denen unter anderem Amlodipin (zum Beispiel Norvasc®) und Candesartan (zum Beispiel Atacand® oder Blopresid®) zählen.
  • Kaliumsparende Entwässerungsmittel (Diuretika) hemmen die Ausscheidung von Kalium über die Nieren. Eine Kaliumeinnahme kann zu einem Überschuss führen. Dazu zählen unter anderem Wirkstoffe wie Spironolacton (Aldactone®, Jenaspiron®) oder Eplerenon (Inspra®).
  • Kalium schwächt die Wirkung von Herzmedikamenten (Herzglycosiden) ab. Herzglycoside sind Wirkstoffe wie Digitoxin (Digimed®, Digimerck®) oder Digoxin (Digacin®, Lanicor®). Sie werden unter anderem bei Vorhofflimmern eingesetzt.

Patienten mit Nierenschwäche sollten Kaliumpräparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Durch geschädigte oder zu schwache Nieren wird weniger Kalium ausgespült, sodass der Kaliumspiegel bei einer zusätzlichen Zufuhr zu hoch ansteigen kann. Je nach Schweregrad der Nierenschwäche sollte eine Kaliumzufuhr von 1.500 bis 2.000 Milligramm pro Tag nicht überschritten werden. Bei Personen mit einer Unterfunktion der Nieren muss der Kaliumgehalt im Blut regelmäßig kontrolliert werden.

Coenzym Q10 liefert dem Herzmuskel ausreichend Energie

Wirkweise von Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist für die Energieerzeugung in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) unverzichtbar. Eine gute Energieversorgung wiederum trägt maßgeblich dazu bei, dass der Herzmuskel einwandfrei funktioniert. Darüber hinaus schützt Coenzym Q10 den Körper als wirksames Antioxidans vor schädlichen Sauerstoffradikalen und oxidativem Stress. Oxidativer Stress und Entzündungsreaktionen tragen zur Entstehung von Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern bei. Coenzym Q10 kann der Körper zwar selbst herstellen, die Produktion nimmt im Alter jedoch ab. Darüber hinaus kann sie bei einer Herzkrankheit zusätzlich eingeschränkt sein.

Eine erste Studie zeigt, dass die Ergänzung von Coenzym Q10 das Auftreten von Vorhofflimmern verringern könnte. Untersucht wurden Patienten mit Herzschwäche, die neben Coenzym Q10 klassische Medikamente einnahmen. Es wird vermutet, dass reduzierter oxidativer Stress für die Wirkung verantwortlich ist.

Auch verschiedene hochwertige Studien verdeutlichen die positiven Effekte von Coenzym Q10: So verstarben Patienten mit Herzversagen seltener an den Folgen ihrer Erkrankung und mussten seltener in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Auch Patienten mit einem vorausgegangenen Herzinfarkt litten durch die Einnahme von Coenzym Q10 weniger an Herzrhythmusstörungen und Herzenge (Angina pectoris). Angina pectoris ist ein stechender Schmerz hinter dem Brustbein, der Vorbote für einen Herzinfarkt ist. Darüber hinaus verbesserte sich die Herzfunktion.

Aufgrund der vorteilhaften Wirkung von Coenzym Q10 auf die Herzfunktion ist die Einnahme auch für Menschen mit Herzrhythmusstörungen einen Versuch wert – insbesondere, wenn das Herz bereits geschädigt ist.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Coenzym Q10

Mikronährstoff-Experten empfehlen zur unterstützenden Behandlung von Herzrhythmusstörungen eine tägliche Dosis von 100 bis 300 Milligramm Coenzym Q10 pro Tag. Diese Dosierungen wurden auch in Studien bei Patienten mit Herzinfarkt und Herzschwäche eingesetzt.

Nehmen Sie Coenzym Q10 am besten zu einer Mahlzeit ein, da das enthaltene Fett die Aufnahme im Darm verbessert.

Illustration vom Herzen und Coenzym
Coenzym Q10 wird zwar im Körper produziert und zum Beispiel im Herz gespeichert. Jedoch nimmt der Gehalt ab: Das Herz hat ab einem Alter von 40 Jahren 30 Prozent weniger Coenzym Q10 als im Alter von 20 Jahren. Bild: AlfaOlga/iStock/Thinkstock

Coenzym Q10 im Labor bestimmen lassen

Coenzym Q10 kann im Blut bestimmt werden. Allerdings ist die Aussagekraft dieser Untersuchung gering: Der Körper gleicht Schwankungen im Blut schnell aus, indem er Coenzym Q10 aus seinen Speichern freisetzt. In Studien konnte jedoch beobachtet werden, dass Werte im Blutserum im Idealfall über 2,25 Milligramm pro Deziliter liegen sollten, damit Coenzym Q10 seine günstige Wirkung entfalten kann.

Coenzym Q10: zu beachten bei Blutgerinnungshemmer-Einnahme

Coenzym Q10 kann bereits bei geringen Dosen von 30 bis 100 Milligramm die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Betroffen sind sogenannte Cumarine (Vitamin-K-Antagonisten) mit den Wirkstoffen Warfarin (Coumadin®) und Phenprocoumon (Marcumar®, Falithrom®, Phenpro®). Die Einnahme sollte daher mit dem Arzt abgesprochen werden.

L-Carnitin schützt das Herz vor oxidativem Stress

Wirkweise von L-Carnitin

L-Carnitin ist unerlässlich für die Verbrennung von Fettsäuren und damit für die Energiegewinnung der Zellen. Zudem trägt es zur Entgiftung der Zellkraftwerke bei, in denen die Energiegewinnung erfolgt. Hierdurch verringert sich der oxidative Stress, dem das Herzgewebe ausgesetzt ist. Oxidativer Stress kann das Herzgewebe schädigen.

Die Wirkung von L-Carnitin bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen wurde noch nicht in wissenschaftlichen Studien untersucht. Allerdings deuten Studienergebnisse darauf hin, dass L-Carnitin eine positive Wirkung bei einigen Herzerkrankungen hat, die Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen können. So kamen eine Übersichtsarbeit sowie teils hochwertige Studien an Patienten mit einem akuten Herzinfarkt zu dem Ergebnis, dass L-Carnitin das Risiko von Rhythmusstörungen infolge des Herzinfarkts verringern könnte.

Ähnliche Beobachtungen wurden in einer Vorstudie an Patienten gemacht, die sich einer Bypass-Operation am Herzen unterziehen mussten: Hatten sie zuvor L-Carnitin eingenommen, war ihr Risiko für Herzrhythmusstörungen nach dem Eingriff geringer als bei Patienten, die kein L-Carnitin einnahmen.

Insgesamt sprechen die Daten dafür, dass L-Carnitin bei verschiedenen Herzerkrankungen einen unterstützenden positiven Einfluss auf das Risiko von Herzrhythmusstörungen haben kann. Weitere Studien werden zeigen, ob L-Carnitin allen Menschen mit Herzrhythmusstörungen helfen kann. Aufgrund erster vielversprechender Ergebnisse ist die Einnahme einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Carnitin

Chemische Formel von Carnitin
L-Carnitin ist ein vitaminähnlicher Stoff, den der Körper selbst bilden kann. Zur begleitendenden Behandlung von Herzerkrankungen empfehlen Mikronährstoff-Experten Carnitinpräparate. L-Carnitin ist wichtig für die Energiegewinnung. Besonders der Herzmuskel benötigt viel Energie. Bild: Zerbor/iStock/Getty Images Plus

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Herzrhythmusstörungen 2.000 bis 3.000 Milligramm L-Carnitin täglich. Die Dosierung sollte über den Tag verteilt werden. Empfehlenswert sind zum Beispiel dreimal täglich 1.000 Milligramm. Sinnvoll ist die Einnahme zur Mahlzeit.

Bei einer dauerhaften Einnahme wird die Rücksprache mit dem Arzt empfohlen. Bestimmte Stoffwechselprodukte von L-Carnitin stehen im Verdacht, die Herzgesundheit bei längerfristiger Einnahme negativ zu beeinflussen. Solche Stoffwechselprodukte entstehen im Darm durch eine ungünstige Zusammensetzung der Darmflora. Um dies zu verhindern, sollte eine einzelne Einnahme eine Dosierung von 2.000 Milligramm nicht überschreiten.

L-Carnitin: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei einem akuten Herzinfarkt sollte L-Carnitin nicht plötzlich abgesetzt werden. Versuche an Ratten weisen darauf hin, dass dies die Herzfunktion verschlechtern und Rhythmusstörungen begünstigen kann. Der behandelnde Arzt sollte auf die L-Carnitin-Einnahme hingewiesen werden.

Menschen mit Funktionsstörungen der Niere (chronische Niereninsuffizienz) sollten die Einnahme von hoch dosierten L-Carnitin-Präparaten (über 1.000 Milligramm) mit dem Arzt absprechen. Zwar zeigen sie häufig einen Mangel an L-Carnitin, die Langzeiteinnahme wurde bei Nierenpatienten allerdings noch nicht ausreichend untersucht.

Bei Krebsarten mit überaktivem Fettstoffwechsel ist die Einnahme von L-Carnitin nicht zu empfehlen. Dazu können Prostata- oder Blasenkrebs zählen. Die Einnahme bei Krebs sollte deshalb generell mit dem Arzt abgesprochen werden. Dies trifft auch bei Darmkrebs zu. 

L-Carnitin kann bei Diabetikern die Zuckerwerte verbessern. Wird L-Carnitin mit blutzuckersenkenden Medikamenten eingenommen, besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Hierzu zählen unter anderem Metformin (Diabesin®, Siofor® und Glucophage®) und Sulfonylharnstoffe (Euglucon®, Semi-Euglucon® oder Maninil®). Eine engmaschige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und eine Absprache mit dem Arzt sind empfehlenswert.

L-Carnitin kann in sehr seltenen Fällen die Wirkung von Blutgerinnungshemmern vom Cumarin-Typ (Vitamin-K-Antagonisten) verstärken. Zu diesen Medikamenten zählen Ethylbiscoumacetat (Tromexan®), Phenprocoumon (Marcuphen®, Falithrom®, Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®). Die Einnahme von L-Carnitin sollte dann mit dem Arzt abgesprochen werden.

Omega-3-Fettsäuren könnten die Herzmuskeln stabilisieren

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Auf welche Weise genau Omega-3-Fettsäuren die Herzfunktion unterstützen, ist noch nicht abschließend geklärt. Möglicherweise können Omega-3-Fettsäuren die Herzmuskelzellen stabilisieren. Zudem könnten sie Einfluss auf die Verteilung bestimmter Mineralstoffe (Elektrolyte) nehmen, die für das rhythmische Zusammenziehen der Herzmuskelzellen wichtig sind. Auch ihre entzündungshemmende und blutverdünnende Wirkung trägt vermutlich zum Schutz des Herzmuskels bei.

Dass eine Ernährung, die reich ist an Omga-3-Fettsäuren zur Herzgesundheit beiträgt, ist wissenschaftlich anerkannt. Allerdings unterscheidet sich das Ausmaß bei verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den unterschiedlichen Messgrößen. Deshalb kommen einige Übersichtsarbeiten, hochwertige Studien und zahlreiche Vorstudien hinsichtlich des Nutzens von Omega-3-Präparaten für die Herzgesundheit speziell bei Herzrhythmusstörungen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Zurzeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass Omega-3-Fettsäuren den Herzrhythmus sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Welche Wirkung eintritt, scheint im Wesentlichen von der zugrunde liegenden Herzerkrankung abzuhängen: Bei Patienten mit einer Durchblutungsstörung von Teilen des Herzmuskels (akute Myokardischämie) erhöhten Omega-3-Fettsäuren das Risiko für Herzrhythmusstörungen. Ähnliches wurde für Patienten mit Herzenge (Angina pectoris) beobachtet. Nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) wirken ein hoher Fischkonsum oder Omega-3-Fettsäuren dagegen positiv auf den Herzrhythmus. Ein negativer Einfluss auf den Herzrhythmus ist bei Mengen von maximal 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag vermutlich nicht zu erwarten. Der Arzt sollte dies jedoch überwachen.

Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage nach einer allgemeingültigen Dosierung und dem Verhältnis der beiden wichtigsten Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Vermutlich hat EPA jedoch den größten Nutzen für das Herz.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Bei Herzrhythmusstörungen empfehlen Mikronährstoff-Experten die Einnahme von 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag.Omega-3-Präparate sollten einen höheren Anteil an Eicosapentaensäure (EPA) haben. Ideal ist bei 1.000 Milligramm ein Gehalt von etwa 500 Milligramm EPA. EPA kommt zum Beispiel in Fischöl vor.

Nicht für alle Herzpatienten ist die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren geeignet. Die optimale Dosierung von Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen sollte idealerweise in Rücksprache mit dem Arzt individuell bestimmt werden. Die Bestimmung des Omega-3-Indexes gibt Auskunft darüber, ob der Körper bereits ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren versorgt ist.

Expertenwissen

Folgende Faustregel gilt, wenn der Omega-3-Index innerhalb eines Monats um 1 Prozent (%) gesteigert werden soll: 16 Gramm (g) Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) im Monat steigern den Omega-3-Index um 1 Prozent. Umgerechnet sind dies in etwa 500 Milligramm (mg) EPA und DHA pro Tag.

Nehmen Sie Omega-3-Präparate zu einer fettreichen Mahlzeit ein, da die Omega-3-Fettsäuren so besser vom Darm ins Blut gelangen.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei Herzerkrankungen wird die Bestimmung des Omega-3-Indexes empfohlen. Dabei misst das Labor den Anteil der Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Omega-3-Index wird in Prozent angegeben und sollte optimalerweise über 8 liegen. Dies würde bedeuten, dass 8 von 100 Fettsäuren in den roten Blutzellen hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme und vor Operationen

Bei akuten Lebererkrankungen sowie bei einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden.

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, können sie ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutverdünnern verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt. Zu den Blutverdünnern zählen Cumarin-Derivate wie Phenprocoumon (Marcumar®) oder Warfarin (Coumadin®) sowie Acetylsalicylsäure (ASS®, Aspirin®), Heparin (Clexane®) und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®). Auch Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten vor der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren ihren Arzt zurate ziehen.

Aufgrund der blutverdünnenden Wirkung sollte die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren vor einer Operation mit einem Arzt besprochen werden. Es ist möglich, dass die Dosierung reduziert werden muss oder die Einnahme ausgesetzt werden sollte.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Herzrhythmusstörungen

 

Mineralstoffe

Magnesium

300 Milligramm (mg)

Kalium

nach Absprache mit dem Arzt

  
 

Sonstiges

Coenzym Q10

100 bis 300 Milligramm

L-Carnitin

2.000 bis 3.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

bis zu 1.000 Milligramm (davon 500 Milligramm EPA)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Herzrhythmusstörungen

 

Normalwerte

Magnesium (Vollblut)

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Kalium (Blutserum)

3,6 bis 4,8 Millimol pro Liter

Coenzym Q10

über 2,25 Milligramm pro Deziliter (mg/dl)

Omega-3-Index

über 8 Prozent (%)

Tabletten für Herzrythmusstörungen
Herzmedikamente können durch bestimmte Mikronährstoffe unterstützt werden. Möglicherweise lässt sich so auch die Medikamentendosierung reduzieren. Bild: Oleg Elkov/iStock/Getty Images Plus
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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

L-Carnitin könnte die Wirkung von Natriumkanalblockern unterstützen

Zu den Natriumkanalblockern, die Ärzte bei Herzrhythmusstörungen einsetzen, zählt unter anderem der Wirkstoff Propafenon (zum Beispiel Propafenon AL®, Rytmonorm®). Zwei Vorstudien weisen darauf hin, dass L-Carnitin die Wirkung von Propafenon deutlich verstärken und dadurch zur Linderung von Herzrhythmusstörungen beitragen kann. In beiden Studien erhielten die Patienten zusätzlich zur medikamentösen Therapie täglich 6.000 Milligramm L-Carnitin.

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Herzrhythmusstörungen generell die Einnahme von 2.000 bis 3.000 Milligramm L-Carnitin pro Tag.

Amiodaron-Nebenwirkungen könnten durch Antioxidantien abgeschwächt werden

Unter der Anwendung von Amiodaron (zum Beispiel Cordarex®, Amiodaron-CT®) kann es zu einer Schädigung der Organe kommen, beispielsweise von Nerven, Lunge, Leber, Schilddrüse und Herzmuskel. Zwar ist die Ursache hierfür noch nicht vollständig geklärt, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die vermehrte Bildung freier Sauerstoffradikale und Schäden an den Mitochondrien eine Rolle spielen könnten.

Erste Ergebnisse aus Tierversuchen weisen darauf hin, dass Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C die Organe vor Zellschäden durch Amiodaron schützen könnten. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb während der Amiodaron-Behandlung die ausreichende Versorgung mit Antioxidantien – zum Beispiel:

  • 50 bis 100 Milligramm Coenzym Q10
  • 200 bis 500 Milligramm Vitamin C
  • 20 bis 30 Milligramm Vitamin E
  • 50 bis 100 Mikrogramm Selen

Unterstützung von Betablockern mit Coenzym Q10, Magnesium und Vitamin C

Es gibt Hinweise, dass einige Mikronährstoffe die Wirkung von Betablockern (zum Beispiel Concor®, Juvental®, Tenormin®, Sotalol AL®) unterstützen können:

Coenzym Q10

In einer hochwertigen Studie profitierten Patienten mit Herzschwäche durch die zusätzliche Einnahme von Coenzym Q10 in einer Dosis von 300 Milligramm pro Tag von einer stärkeren Verbesserung ihrer Symptome als Patienten, die nur Betablocker erhielten. Auch eine Übersichtsarbeit mehrerer Studien stützt die Ergebnisse. Mikronährstoff-Experten befürworten die Einnahme von 100 bis 300 Milligramm Coenzym täglich.

Magnesium

Eine kleine hochwertige Studie zeigt, dass Magnesium die blutdrucksenkende Wirkung von Betablockern fördern könnte. Auch Patienten nach einer Bypass-Operation könnte Magnesium helfen: Teilnehmer einer ersten Studie, die mit dem Betablocker Bisoprolol und Magnesium behandelt wurden, litten nach der Operation seltener unter Vorhofflimmern als Patienten, die nur einen Betablocker erhielten. Allerdings ließ sich ein solcher Effekt nicht in allen Studien und für alle Betablocker gleichermaßen nachweisen. Mikronährstoff-Mediziner empfehlen, begleitend zu Betablockern 400 bis 700 Milligramm Magnesium pro Tag einzunehmen.

Vitamin C

Eine Vorstudie weist darauf hin, dass Vitamin C in Kombination mit einem Betablocker das Risiko von Vorhofflimmern nach einer Bypass-Operation wirksamer senken kann als ein Betablocker allein. Mikronährstoff-Experten empfehlen deshalb zur Therapieunterstützung die Einnahme von 500 Milligramm Vitamin C pro Tag.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Medikamenteneinnahme

Natriumkanalblocker (Propafenon)

 

L-Carnitin

2.000 bis 3.000 Milligramm (mg)

  

Amiodaron

 

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm

Vitamin E

20 bis 30 Milligramm

Selen

50 bis 100 Mikrogramm (µg)

  

Betablocker

 

Coenzym Q10

100 bis 300 Milligramm

Magnesium

400 bis 700 Milligramm

Vitamin C

500 Milligramm

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Zusammenfassung

Die klassische Behandlung von Herzrhythmusstörungen lässt sich durch die Mikronährstoffmedizin sinnvoll ergänzen. So weisen viele Menschen mit Herzerkrankungen einen Magnesiummangel auf. Die Zufuhr von Magnesium kann den Mangel ausgleichen und damit das Risiko von Herzrhythmusstörungen senken. Auch Kalium ist für einen normalen Herzrhythmus wichtig: Ein Mangel muss vermieden werden, da es sonst zu Herzrhythmusstörungen kommen kann.

Coenzym Q10 ist für die Energieerzeugung in den Zellen wichtig und schützt das Herz außerdem vor dem Einfluss aggressiver Sauerstoffradikale. Coenzym Q10 kann die Herzfunktion bei Patienten mit Herzversagen oder Herzinfarkt verbessern. Auch L-Carnitin ist an der Energiegewinnung beteiligt. Es könnte bei bestimmten Herzerkrankungen das Risiko für daraus folgende Herzrhythmusstörungen verringern. Omega-3-Fettsäuren tragen zur Herzgesundheit bei. Ob Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen positive oder negative Auswirkungen haben, ist jedoch vermutlich von der Ursache der Rhythmusstörungen abhängig.

Mikronährstoffe können auch die Wirkung von Medikamenten unterstützen: Es gibt Hinweise, dass L-Carnitin die Wirkung von Propafenon verbessert. Einige Betablocker scheinen besser zu wirken, wenn sie zusammen mit Coenzym Q10, Magnesium oder Vitamin C eingenommen werden. Zudem können Zellschäden, die durch Amiodaron verursacht werden, unter Umständen durch Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Selen und Coenzym Q10 vermieden werden.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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