Wie gefährdet eine latente Übersäuerung Blutdruck, Herz und Kreislauf?

Störungen im Säure-Basen-Haushalt – genauer: zu viel Säure im Körper – können zu Bluthochdruck beitragen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Bluthochdruck steigert das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bild: Motortion/Adobe Stock

In Deutschland haben Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck, der das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich steigert. Oft ist die Ursache ein ungesunder Lebensstil mit viel Stress, wenig Bewegung sowie einer salz- und fettreichen Ernährung. Was viele nicht wissen: Eine Übersäuerung des Körpers durch eine übermäßige Zufuhr säurebildender Lebensmittel kann ebenfalls zu Bluthochdruck beitragen. Zudem scheint sie auch ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein.
Eine basische Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salat und frischen Kräutern kann helfen, den Körper zu entlasten und einer Übersäuerung entgegenzuwirken. Unterstützend können Basenpräparate eingenommen werden, die neben Citrat wichtige Mineralstoffe – auch für unser Herz – liefern: Calcium, Kalium und Magnesium.

Blutdruck und Herz-Kreislauf-Gesundheit hängen eng zusammen

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine wahre Volkskrankheit: In Deutschland hat laut Angaben der Hochdruckliga mehr als jede dritte Person im Alter von 30 bis 79 Jahren einen zu hohen Druck in den Blutgefäßen. Das sind ungefähr 20 Millionen Betroffene.

Verschiedene Faktoren können zu Bluthochdruck führen:

  • genetische Veranlagung
  • veränderte Stoffwechsellage, wie zum Beispiel ein Diabetes
  • Lebensstilfaktoren:
    • ungesunde Ernährung
      • salzreich
      • viele gesättigte Fettsäuren
      • zu viel Zucker/zu viele Kalorien
      • zu viel Lakritze (enthält Glycyrrhizin aus der Süßholzwurzel, das den Cortisolspiegel ansteigen lässt)
    • Übergewicht
    • mangelnde Bewegung
    • Rauchen
    • hoher Alkoholkonsum
    • Stress
    • schlechter Schlaf
  • Umweltfaktoren
    • Lärmbelastung, insbesondere nachts
    • Luftverschmutzung
    • Umgebungstemperatur, zum Beispiel starke Kälte

Wenn der Körper chronisch übersäuert ist, kann dies ebenfalls Bluthochdruck begünstigen.

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Wie wird Bluthochdruck festgestellt?

Blutdruck ist der Druck, den der Blutfluss in den Schlagadern (Arterien) auf die Gefäßwände ausübt. Dabei sind Arterien die großen Blutgefäße, die Blut vom Herzen in den Körper transportieren. Angegeben werden bei einer Blutdruckmessung immer zwei Werte:

  • der obere Blutdruckwert (systolischer Druck) und
  • der untere Blutdruckwert (diastolischer Druck).

Bei der Systole zieht sich der Herzmuskel zusammen und pumpt das Blut durch die Blutgefäße. Dann ist der Druck am höchsten. Anschließend folgt die Diastole, bei der sich das Herz entspannt und wieder mit Blut füllt. Dabei ist der Druck in den Gefäßen am niedrigsten.
Die Angabe des Drucks erfolgt immer als Millimeter Quecksilbersäule (kurz: mmHg).  

Einteilung des Blutdrucks (bei Erwachsenen)

BlutdruckkategorieBereich 
oberer sytolischer) Wert/ unterer (diastolischer) Wert
Optimaler Blutdruck< 120/ < 80 mmHg
Normaler Blutdruck120 bis 129/80 bis 84 mmHg
Hochnormaler Blutdruck130 bis 139/ 85 bis 89 mmHg
Bluthochdruck (Hypertonie) Grad 1140 bis 159/ 90 bis 99 mmHg
Bluthochdruck (Hypertonie) Grad 2160 bis 179/ 100 bis 109 mmHg
Bluthochdruck (Hypertonie) Grad 3180/ 110 mmHg und höher

Quelle: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/hypertonie/allgemeines 

Symptome eines hohen Blutdrucks

In der Regel verursacht ein Bluthochdruck keine Symptome. Deshalb kann er nur durch Blutdruckmessungen festgestellt werden. Sie müssen in Ruhe (sitzend, nicht nach körperlicher Anstrengung) erfolgen.
Ist der Blutdruck sehr hoch, können Nasenbluten, Schwindel, Ohrensausen oder auch Sehstörungen auftreten.

Ein zu niedriger Druck (Hypotonie) kann ebenfalls Schwindel und Sehstörungen verursachen. Hier sind kalte Hände und Füße sowie Müdigkeit häufige typische Begleiterscheinungen.

Der Blutdruck sollte regelmäßig kontrolliert werden. Bild: DragonImages/iStock

Viele Menschen wissen nichts von ihrer Erkrankung – und nur bei etwa der Hälfte der diagnostizierten Fälle ist der Blutdruck optimal eingestellt. Das ist bedenklich, denn Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die laut Hochdruckliga für etwa ein Drittel aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich sind. Laut Robert Koch-Institut (RKI) verursachen sie sogar etwa 40 Prozent der Sterbefälle.

Zudem kann Bluthochdruck die Nieren schädigen.

Das Blutdruckrisiko steigt mit dem Alter

Bluthochdruck ist weit verbreitet, wobei das Risiko dafür mit dem Alter zunimmt. Bei Menschen über 60 Jahre ist der Blutdruck bei jeder zweiten Person zu hoch. Ein Grund ist, dass die Gefäße mit den Jahren ihre Elastizität verlieren. Eine weitere – eher unbekannte – Ursache liegt in der mit dem Alter nachlassenden Nierenfunktion: Dadurch kann weniger Säure ausgeschieden werden und das Risiko für eine chronische Übersäuerung und damit auch für einen Bluthochdruck steigt an.

Wie wirkt eine latente Übersäuerung auf den Blutdruck?

Unsere typische westliche Ernährung ist geprägt durch einen niedrigen Konsum von Obst und Gemüse sowie grünem Salat, die basisch verstoffwechselt werden. Dafür enthält sie in der Regel einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß und Getreideprodukten. Bei der Verstoffwechselung dieser Nahrungsmittel entsteht im Körper viel Säure, das bedeutet, die endogene Netto-Säureproduktion (englisch: net endogenous acid production (NEAP)) ist hoch. Eine übermäßige Säurebelastung kann allerdings zahlreiche Stoffwechselvorgänge beeinträchtigen. Denn Enzyme benötigen einen definierten pH-Wert für optimale Leistungen. Weicht der pH-Wert der Umgebung davon ab, können sich die Enzyme strukturell verändern. Das beeinträchtigt ihre Funktion.

Zusätzlich verändert eine latente Übersäuerung das Gleichgewicht (die Homöostase) verschiedener Steroidhormone, die an der Regulation des Blutdrucks beteiligt sind. So kommt es durch den chronischen Säureüberschuss zu einer verstärkten Freisetzung von

  • Glucocorticoiden wie Cortisol („Stresshormon“), was eine Verengung der Blutgefäße bewirkt, und
  • Aldosteron, einem Mineralocorticoid, das den Wasser- und Elektrolythaushalt reguliert – genauer: welches die Nieren anregt, Natrium zu speichern, aber Kalium auszuscheiden.

Dadurch steigt der Blutdruck.

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Das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) regelt den Blutdruck

Das RAAS ist ein Regelkreis im Körper, der den Blutdruck und den Flüssigkeitshaushalt steuert. Sind der Blutdruck oder die Salzkonzentration (NaCl) im Blut niedrig, setzen die Nieren das Enzym Renin frei. Dieses löst eine Kaskade aus:

  1. Renin wandelt das Eiweiß Angiotensinogen, eine Hormonvorstufe, in Angiotensin I um.
  2. Angiotensin I wird durch Abspaltung zweier Molekülreste zu Angiotensin II. Dieses wirkt stark gefäßverengend und steigert so den Blutdruck.
  3. Zusätzlich verstärkt es die Ausschüttung von Aldosteron aus der Nebennierenrinde. Aldosteron bewirkt eine Rückresorption von Natrium- und Chlorid-Ionen und gleichzeitig eine vermehrte Ausscheidung von Protonen und Kalium-Ionen in die Nierentubuli (die röhrenförmigen Strukturelemente des Nierengewebes). Durch osmotische Effekte wird auch vermehrt Wasser zurückgewonnen. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen und der Blutdruck steigt so ebenfalls.

Eine Übersäuerung kann den Blutdruck durch verstärkte Freisetzung von Aldosteron erhöhen – ohne, dass er zuvor niedrig war.

Säureausscheidung führt zu Elektrolytverlusten

Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium werden als Elektrolyte bezeichnet, da sie als gelöste Mineralstoffe eine elektrische Ladung tragen. Sie regulieren wichtige Körperfunktionen wie den Wasserhaushalt, die Nerven- und Muskelfunktion sowie den Säuregehalt des Körpers. Ein Mangel, Überschuss oder Ungleichgewicht eines oder mehrerer Mineralstoffe kann zu Fehlregulationen führen und zum Beispiel Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen auslösen.

Infolge einer Säurebelastung des Körpers kommt es zu einem Verlust wichtiger Elektrolyte, insbesondere von Calcium, Kalium und Magnesium, die sowohl für den Blutdruck als auch für die Herzgesundheit von großer Bedeutung sind:

  • Corticosteron (Zwischenprodukt bei der Herstellung anderer Steroidhormone), Cortisol und Aldosteron aktivieren sogenannte Mineralocorticoid-Rezeptoren, die in den Nieren die Natriumrückresorption steigern und die Ausscheidung von Kalium erhöhen.
  • Zudem führt eine hohe Nettoproduktion endogener Säure (NEAP) zu einer hohen renalen Nettosäureausscheidung (englisch: net acid excretion (NAE)). Mit dieser hängt die Magnesium- und Calciumausscheidung im Urin signifikant zusammen, wie eine Studie gezeigt hat. Dabei stammen Calcium und Magnesium meist aus den Knochen. Denn das Phosphat, das zusammen mit Calcium und Magnesium (als Hydroxylapatit-Kristalle) die Knochen härtet, wird bei einer chronischen Übersäuerung vom Körper als Puffersubstanz benötigt.

Wie beeinflussen Natrium, Kalium und Magnesium den Blutdruck?

Die Menge der Mineralstoffe im Blut hat Auswirkungen auf unseren Blutdruck, daher sollte sie in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen.

Natrium wirkt blutdrucksteigernd:

  • Natrium bindet Wasser. Ist mehr Natrium vorhanden, erhöht die zusätzliche Wassermenge das Blutvolumen und damit den Blutdruck.
  • Eine große Menge Natrium im Blut kann die Gefäße versteifen und verengen, was den Blutdruck weiter ansteigen lässt. 

Kalium kann den Blutdruck senken. Dagegen begünstigt ein Kaliummangel Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen:

  • Kalium wirkt als Gegenspieler zu Natrium und hilft, Natrium über die Nieren auszuscheiden.
  • Zudem macht Kalium die Gefäße weicher und sorgt für die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO), welches eine gefäßerweiternde Wirkung besitzt.
    Sind die Blutgefäße weiter, sinkt der Druck.
  • Kalium ist für die normale elektrische Aktivität der Herzmuskelzellen notwendig. Ein Mangel stört die elektrische Reizleitung im Herzen und kann zu Herzstolpern, Herzrasen, Extraschlägen oder Herzrhythmusstörungen führen. So wird das Herz belastet.

Magnesium wirkt ebenfalls blutdrucksenkend und kann gegen Herzrhythmusstörungen helfen:

  • Magnesium kann die Gefäßmuskulatur entspannen, indem es die Aktivität des Calciums drosselt, und so den Gefäßwiderstand senken.
  • Zudem kann es die NO-Produktion des Endothels fördern – und dadurch die Gefäße weiten.
  • Darüber hinaus kann Magnesium Stressreaktionen entgegenwirken, also erhöhte Cortisolspiegel senken.
  • Magnesium sorgt zusammen mit Kalium für die elektrische Stabilität des Herzens. Ein Magnesiummangel kann oxidativen Stress und Entzündungen fördern, die zur Entwicklung und zum Fortschreiten einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) beitragen. Hingegen wirkt eine Magnesiumgabe bei Herzschwäche schützend und kann die Sterblichkeit senken.

Erhöhter Harnsäurespiegel und hoher Blutdruck

Viele eiweißhaltige Lebensmittel, die ohnehin für eine Säurebelastung des Körpers sorgen, steuern darüber hinaus reichlich Purine bei. Das sind wichtige Bestandteile der Erbinformation (DNA, RNA) und werden vom Körper in Harnsäure umgewandelt. Verzehren wir reichlich Purine, steigt die Harnsäurekonzentration im Blut an (Hyperurikämie). Dies kann zum einen Gicht auslösen. Wie eine Übersichtsarbeit belegt hat, ist erhöhte Harnsäure allerdings auch ein unabhängiger Risikofaktor für Bluthochdruck. Bekamen Kinder und Jugendliche mit einem neu diagnostizierten, aber noch unbehandelten Bluthochdruck ein Medikament, das die Produktion von Harnsäure im Körper senkt (Allopurinol), erreichten sie normale Blutdruckwerte.

Purine sind reichlich insbesondere in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Innereien, Fisch, Fleisch und Wurst enthalten. Aber auch Gemüsesorten wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Spargel, Spinat und Kohl sind purinhaltig – sowie Bier.

Fleisch und Hülsenfrüchte sind säurebildende Lebensmittel. Gleichzeitig liefern sie auch reichlich Purine, die den Harnsäuregehalt im Körper erhöhen. Bild: samael334/iStock/Thinkstock

Studien belegen: Säurelastige Ernährung begünstigt Bluthochdruck

Verschiedene Studien und eine systematische Übersichtsarbeit (Review und Metaanalyse) zeigen, dass ein positiver Zusammenhang zwischen einer säurelastigen Ernährung und Bluthochdruck besteht:

Die Übersichtsarbeit umfasst 14 einzelne Metaanalysen, die den Zusammenhang untersuchten zwischen PRAL (potenzielle Säurebelastung der Nieren) und NEAP (endogene Netto-Säureproduktion) mit

  • dem systolischen Blutdruck (SBP),
  • dem diastolischen Blutdruck (DBP),
  • weiteren Werten für den Zuckerstoffwechsel, für die Insulinresistenz und mit dem Risiko für Typ-2-Diabetes.

Die Ergebnisse zeigen: Die Teilnehmer, bei denen die höchsten PRAL-Werte gemessen wurden, hatten höhere systolische und diastolische Blutdruckwerte. Eine japanische Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen: PRAL und NEAP zeigten bei Männern positive Zusammenhänge mit dem systolischen und diastolischen Blutdruck, während sich bei Frauen positive Zusammenhänge nur mit dem systolischen Blutdruck fanden. 

Eine weitere Studie verglich die Zusammensetzung des Urins von Personen mit und ohne Bluthochdruck. Untersucht wurden Calcium, Citrat, Oxalat, Harnsäure, Natrium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Kreatinin sowie der pH-Wert. Dabei war Citrat der einzige Faktor im Urin (nicht im Blut), der beständig mit Bluthochdruck zusammenhing – und zwar bei Teilnehmenden sowohl mit als auch ohne Nierensteine. Das bedeutet, Bluthochdruck und eine verminderte Citrat-Ausscheidung im Urin hängen zusammen.
Dies bestätigte eine weitere Studie, in der eine höhere Citrat-Ausscheidung im Jugendalter einen niedrigeren systolischen Blutdruck im jungen Erwachsenenalter ergab.

Obst und Gemüse als Citrat-Lieferanten

Obst und Gemüse liefern dem Körper organische Säuren wie Citronensäure beziehungsweise dessen Anion, das Citrat. Es stammt insbesondere aus Zitrusfrüchten, aber auch aus anderen Früchten wie zum Beispiel Äpfeln, Paprika oder Tomaten. Unser Körper kann bei der Energiegewinnung (Citratzyklus) Citrat selbst herstellen.
Bei einer säurelastigen Ernährung mit wenig pflanzlicher Kost steht dem Körper weniger Citrat zur Verfügung. Deshalb kann die Citrat-Ausscheidung mit dem Urin als Marker für Veränderungen des systemischen Säurehaushalts dienen.

Säurebelastung auch schon bei Kindern beachten

Schon bei gesunden Kindern hat eine übermäßige Säurelast negative Auswirkungen auf den (systolischen) Blutdruck: Ein Anstieg der Netto-Säureausscheidung (NAE) beziehungsweise der potenziellen Nieren-Säure-Last (englisch: Potential Renal Acid Load (PRAL)) um 10 Milliequivalent (mEq) über den „altersüblichen“ Wert hinaus war jeweils signifikant mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks um 0,6–0,7 mmHg verbunden. Ein Grund mehr, den Obst- und Gemüsekonsum so früh wie möglich zu fördern.

Übersäuerung kann das Herz-Kreislauf-Risiko steigern

Unter dem Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden Störungen des Herzens und der Blutgefäße zusammengefasst. Sie werden – wie auch starkes Übergewicht (Adipositas) und Diabetes – zu den sogenannten nichtübertragbaren Erkrankungen gezählt. Es handelt sich dabei um Zivilisationskrankheiten, bei denen der Lebensstil das Risiko deutlich beeinflussen kann.

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Welche Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es?

Dazu gehören häufige Krankheiten wie: 

  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose („Verkalkung“ der Blutgefäße)
  • die koronare Herzkrankheit (KHK): Verengte Herzkranzgefäße bewirken eine verminderte Durchblutung des Herzmuskels.
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt) 
  • Schlaganfall

Ein großer Teil aller Todesfälle geht auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück.

Neben einer erblichen Veranlagung oder angeborenen Organfehlbildungen und dem Alter spielen viele weitere – zum großen Teil vermeidbare – Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankungen. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie): Erkrankung und gleichzeitig Risikofaktor für weitere Krankheiten
  • die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Übergewicht (Adipositas)
  • ein erhöhter Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)
  • eine chronische Nierenerkrankung (CKD)
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • eine ungesunde Ernährung

Bluthochdruck schädigt die Gefäßwände und ist daher ein wichtiger Risikofaktor für Durchblutungsstörungen und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ebenso hängen viele weitere Risikofaktoren mit einer Übersäuerung des Körpers zusammen, wie beispielsweise Übergewicht und Diabetes. Sie können – genau wie Bluthochdruck – durch eine erhöhte Ausscheidung von Mineralstoffen, eine stärkere Insulinresistenz und eine verstärkte Glukokortikoid-Freisetzung begünstigt werden.

Hohe PRAL-Werte, erhöhte Gefahr

Allerdings kann eine hohe Säurelast das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen anscheinend auch direkt – unabhängig von Adipositas, körperlicher Aktivität und Insulinresistenz – erhöhen. Denn in einer Studie mit 11.601 Teilnehmenden waren erhöhte PRAL-Werte mit einem hohen Risiko für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Ein Marker für das Risiko bei Säurebelastung ist die Bicarbonat-Konzentration im Blut: Studien untersuchten den Zusammenhang des Serum-Bicarbonat-Spiegels mit Herzschwäche, dem Fortschreiten einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) und auch mit der Sterblichkeit (Mortalität). Eingeschlossen waren sowohl gesunde Probanden als auch Betroffene mit chronischer Nierenerkrankung. Dabei zeigte sich: Je niedriger die Bicarbonat-Konzentration, desto höher das Risiko.  
Bestand bereits ein Bluthochdruck, ging in einer weiteren Studie ein Serum-Bicarbonat-Spiegel unter 22 mEq/l mit einem verstärkten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Durch eine intensive Blutdrucksenkung konnte das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse in allen Bicarbonat-Gruppen vergleichbar stark gesenkt werden.

Höhere Sterblichkeit durch säurelastige Ernährung

Eine übermäßige Säurebelastung durch die Nahrung erhöht das Sterberisiko (die Mortalität), wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben. So ergab sich in einer Studie mit mehr als 30.000 Erwachsenen ein umgekehrter (inverser) Zusammenhang zwischen Bicarbonat-Spiegeln im Blut und der Sterblichkeit – sowohl der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit als auch gesamt: Das heißt, je niedriger der Bicarbonat-Gehalt im Blut war, desto größer war das Sterberisiko.
Darüber hinaus waren ein saurer (pH ≤ 5,5) und auch ein neutraler (pH 6,0–7,5) Urin-pH-Wert im Vergleich zu alkalischem Urin mit einer höheren Gesamtmortalität verbunden. Insbesondere bei Personen mit chronischer Nierenerkrankung bestand ein 2,6-fach erhöhtes Sterberisiko bei niedrigen Bicarbonat-Spiegeln im Blut, wie eine weitere Studie belegt.

In zwei Untersuchungen – durchgeführt im Iran und in Schweden – wurde ein U-förmiger Zusammenhang zwischen den PRAL-Werten und der Sterberate gefunden. Dies betraf sowohl die Gesamt- als auch die kardiovaskuläre Sterblichkeit. Das zeigt: Der Körper braucht eine Mindestmenge an Protein, auch wenn es sauer verstoffwechselt wird (hoher PRAL-Wert). Denn Eiweiß ist die Grundlage unserer Körperzellen und beispielsweise notwendig, um Enzyme zu bilden. Allerdings benötigt der Körper auch genügend Basen für einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Nicht umsonst war eine ausgeglichene Säure-Basen-Ernährung mit der niedrigsten Sterblichkeit verbunden.

Einsatz von Basenpräparaten und Mikronährstoffen

Wird die Ernährung von überwiegend säurebildende auf viele basische Lebensmittel umgestellt, mindert dies die Säurebelastung für den Körper. Die pflanzlichen organischen Säuren beziehungsweise ihre Anionensalze wie Citronensäure und Citrat oder auch Äpfelsäure und Malat fördern die Bildung von Bicarbonat, das die wichtigste Puffersubstanz im Blut darstellt. Doch Obst und Gemüse können noch aus einem anderen Grund dabei helfen, das Risiko für Bluthochdruck sowie für zahlreiche chronische Erkrankungen zu senken: Sie versorgen den Organismus mit notwendigen Mineralstoffen.

Obst und Gemüse versorgen den Körper mit wichtigen Mikronährstoffen – und mit Basen. Bild: Bojsha65/iStock/Getty Images Plus
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Basische Ernährung ist vorteilhaft für den Blutdruck

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positive Wirkung pflanzlicher Kost auf den Blutdruck:

  • Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, die 18 Studien mit zusammen mehr als 450.000 Teilnehmenden einschloss, stellte fest, dass ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse mit einem geringeren Risiko für Bluthochdruck verbunden ist.
  • Eine weitere Studie bestätigte die Ergebnisse. Sie hatte den Zusammenhang zwischen einer pflanzlichen Ernährung und dem Risiko für Bluthochdruck bei Erwachsenen ab 40 Jahren untersucht. Sie fand allgemein einen umgekehrten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Obst, Gemüse sowie Hülsenfrüchten und dem Risiko für einen erhöhten Blutdruck. Insbesondere bei stark übergewichtigen Männern waren die Vorteile stark ausgeprägt.
  • Wie Studien gezeigt haben, ist eine vegetarische Ernährung im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung, die pflanzliche und tierische Nahrung umfasst, mit einem niedrigeren Blutdruck verbunden.  Eine vegane Ernährung senkt den systolischen Blutdruck noch stärker als eine lakto-ovo-vegetarische Ernährung, die Eier und Milch einschließt.
  • Schon im jungen Alter lässt sich von den positiven Effekten auf den Blutdruck profitieren: Jugendliche, die täglich mindestens drei Portionen Gemüse aßen, wiesen ein geringeres Risiko für Bluthochdruck auf als diejenigen, die weniger als eine Portion pro Tag verzehrten. Zu diesem Ergebnis kam eine chinesische Studie. Dagegen hatten iranische Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren, die sich typisch westlich – also stark säureüberschüssig – ernährten, bereits einen erhöhten Blutdruck.

Zubereitung entscheidend

In der ersten genannten Übersichtsarbeit weichen einzelne Obst- und Gemüsesorten vom Gesamtbild ab – zum Beispiel kann ein Verzehr von Cantaloupe-Melonen oder (frittierten) Kartoffeln den Blutdruck erhöhen. Auch Kohlgemüse wird hier als blutdrucksteigernd beschrieben. Dagegen kam eine neuere australische Studie, die 18 ältere Frauen im Alter von 66–70 Jahren mit leichtem Bluthochdruck umfasste, zu einem anderen Ergebnis: Hier führte der erhöhte Verzehr von Kohlgemüse im Vergleich zu Wurzel- und Kürbisgemüse zu einem niedrigeren systolischen Druck. Er nahm (tagsüber) um durchschnittlich um 2,5 mmHg ab.

Die gegensätzlichen Ergebnisse lassen sich eventuell durch die Zubereitung von Kohl und Kartoffeln erklären: Viel Fett – beispielsweise in der Soße oder durch Frittieren – und viel Salz (NaCl) haben blutdruckerhöhende Effekte. Laut der zweiten oben genannten Studie war ein häufiger Konsum von eingelegtem grünem Blattgemüse bei Frauen nach der Menopause mit einem höheren Bluthochdruckrisiko verbunden. Hierfür war wahrscheinlich der hohe Salzgehalt des eingelegten Gemüses verantwortlich, wie die Forschenden schlussfolgerten.
Häufig dienen Kohl- oder Kartoffelgerichte zudem als Beilage zu Fleisch – und Fleisch wird sauer verstoffwechselt.

Obst und Gemüse liefern blutdrucksenkendes Kalium

Ein Grund für die blutdrucksenkende Wirkung von Obst und Gemüse ist – neben der positiven Wirkung auf den Säure-Basen-Haushalt – die erhöhte Aufnahme von Kalium. Wie eine Studie zeigte, weisen Teilnehmer mit den niedrigsten PRAL-Werten die höchste Zufuhr an Kalium auf.

DASH-Diät wirksam

Die DASH-Diät (englisch: Dietary Approaches to Stop Hypertension = Diätetischer Ansatz zum Stopp von Hochdruck) ist eine abgewandelte Form der Mittelmeerdiät (mediterrane Diät). Sie beinhaltet reichlich Ballaststoffe und viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium, nicht zu viel Eiweiß und nur wenig Fett, Salz und Zucker.  
Empfohlen werden:

  • 5 Portionen Gemüse pro Tag
  • täglich 5 Portionen Obst
  • 7 Portionen komplexe Kohlenhydrate pro Tag: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, auch als Obst und Gemüse
  • 2 Portionen magere Milchprodukte pro Tag
  • täglich höchstens 2 Portionen mageres Fleisch
  • 2–3 Portionen Nüsse und Samen pro Woche

Die DASH-Diät führte bei Erwachsenen mit und ohne Hypertonie zu einer signifikanten Blutdrucksenkung, wie eine Analyse von 30 hochwertigen Studien ergab. Davon profitierten insbesondere jüngere Menschen und Personen, die sich zuvor salzreich ernährt hatten. Eine andere Übersichtsarbeit zeigte, dass die DASH-Diät der normalen Mittelmeerdiät in Sachen Blutdruckkontrolle überlegen ist: Diese konnte zwar nachweislich die Anzahl kardiovaskulärer Ereignisse und die Sterblichkeit senken, hatte aber nur eine geringe Wirkung auf den Blutdruck.

Basische Ernährung reduziert Sterblichkeit

Ein erhöhter Konsum von Obst und Gemüse kann helfen, das Risiko für zahlreiche chronische Erkrankungen zu senken – wie Übergewicht (Adipositas), koronare Herzkrankheit (KHK), Schlaganfall und weitere. Diese sind wiederum mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden.

Eine australische Studie stellte einen umgekehrten (inversen) Zusammenhang zwischen dem Obst- und Gemüsekonsum und der Gesamtsterblichkeit fest: Je mehr davon verzehrt wurde, desto geringer war das Sterberisiko. Dabei zeigte sich die stärkste Risikoreduktion bei einem Verzehr von 7 Portionen Obst und Gemüse pro Tag oder mehr. Dagegen liegt laut einer globalen Studie das Optimum bei 3 bis 4 Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Das entspricht 375–500 Gramm/Tag. Die Untersuchung schloss über 135.000 Personen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter von 35 bis 70 Jahren ein. Sie kamen aus 18 Ländern in sieben geografischen Regionen (Nordamerika und Europa, Südamerika, Naher Osten, Südasien, China, Südostasien und Afrika). Dabei wurden Menschen mit niedrigem, mittlerem und hohem Einkommen berücksichtigt.

Ein höherer Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch ist dagegen mit einem erhöhten Risiko für die Gesamtmortalität verbunden, wie eine weitere Übersichtsarbeit gezeigt hat.

Unterstützung durch Basenpräparate

Sinnvoll ist es, wenn eine Ernährungsumstellung auf vorwiegend pflanzliche Kost dauerhaft erfolgt. Einen Einstieg bietet beispielsweise das Basenfasten. Allerdings möchte sich nicht jeder Mensch vegetarisch oder vegan ernähren, und im Alltag bleibt der ausreichende Konsum von Obst und Gemüse für viele schwierig. Hier können Basenpräparate gut unterstützen: Sie liefern Mineralstoffe, die basisch wirken – Calcium, Kalium und Magnesium – und hochwertige Produkte versorgen uns auch mit Citrat als wichtige Puffersubstanz.

Nicht nur Medikamente, auch Lebensstiländerungen wie zum Beispiel eine Ernährungsumstellung sind bei Bluthochdruck vielversprechend. Bild: Konstantin Yuganov /AdobeStock

Salzverzicht und Kaliumverzehr können den Blutdruck senken

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt als Orientierungswert bis zu 6 Gramm (g) Speisesalz pro Tag an. Das entspricht etwa einem Teelöffel Salz. Aber 70 Prozent der Frauen und etwa 80 Prozent der Männer verzehren mehr: Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren im Mittel 8,4 g/Tag, Männer sogar im Mittel 10,0 g/Tag. Insbesondere Fertiglebensmittel wie Brot, Fleisch, Wurst und Käse tragen zu dem hohen Salzkonsum bei.

Laut Studien reagiert der Blutdruck bei etwa

  • 30–50 Prozent der Menschen mit Bluthochdruck und
  • circa 10–20 Prozent derjenigen mit normalem Blutdruck

empfindlich auf die Zufuhr von Speisesalz.

Der maßvolle Verzehr von Salz (NaCl) und der Konsum von ausreichend Kalium sind positiv für den Blutdruck. Signifikante Senkungen des systolischen und diastolischen Blutdrucks wurden in einer Übersichtsarbeit erzielt sowohl durch

  • natriumarme,
  • natriumarme und kaliumreiche,
  • natriumarme und kalorienarme als auch
  • kalorienarme Diäten.

Dabei könnte der Verzehr kaliumreicher Lebensmittel wie Bananen oder Brokkoli einen größeren positiven Einfluss auf den Blutdruck haben als eine reine Natriumreduktion.

Kalium ist daneben wichtig für

  • den osmotischen Druck,
  • das Elektro­lytgleichgewicht (Homöostase),
  • den Säure-Basen-Haushalt,
  • die Weiterleitung von Nervenimpulsen,
  • die Muskelkontraktionen, daher auch für die Herzfunktion.

Die DGE empfiehlt Erwachsenen eine Zufuhr von 4000 Milligramm (mg) Kalium pro Tag. Es steckt vor allem in Gemüse und Obst wie Aprikosen, Bananen, Karotten, Kohlrabi und Tomaten sowie in Nüssen und einigen Mehlsorten wie Dinkel- und Roggenmehl.

Allerdings sollte auch eine Kaliumüberversorgung vermieden werden, vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente (kaliumsparende Diuretika) ist es sinnvoll, ärztlichen Rat über die empfohlene Menge Kalium einzuholen.

Magnesium gegen hohen Blutdruck

Die Zufuhr von Magnesium kann helfen, den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-Risiko zu senken. Fachleute empfehlen eine orale Magnesiumtherapie als Ergänzung zur Behandlung von Patienten mit nur teilweise kontrolliertem Bluthochdruck. Bei unbehandelten Patienten mit erhöhtem Blutdruck könnte möglicherweise eine tägliche Magnesiumdosis von mindestens 600 Milligramm nötig sein. Das ist über normale Lebensmittel kaum zu decken – und sollte immer ärztlich begleitet werden.

Magnesium spielt auch eine schützende Rolle bei Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose): So war in einer Studie die (selbstberichtete) Magnesiumaufnahme über die Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel umgekehrt mit der Verkalkung der Koronar- und Baucharterien verbunden. Das bedeutet, wer mehr Magnesium verzehrt, kann sein Risiko für Schlaganfall und tödliche koronare Herzkrankheit senken.

Ideal sind Magnesiumpräparate, die den Mineralstoff mit organischem Citrat kombinieren. Zum einen kann es basisch wirken, zum anderen ist Magnesiumcitrat besser bioverfügbar als Magnesiumoxid. Das heißt, Ihr Körper kann es besser aufnehmen.

Wie oben dargelegt, kann auch Kalium den Blutdruck senken. Oft gehen ein Kalium- und ein Magnesiummangel Hand in Hand.

Magnesiummangel verbreitet

Ist die Konzentration von Magnesium und Kalium im Blut zu niedrig, ist das Risiko für Bluthochdruck erhöht. Bild: Cassis/iStock

Die DGE gibt als Schätzwerte für eine angemessene tägliche Magnesiumzufuhr 300 Milligramm für Frauen und 350 Milligramm für Männer an. Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen sowie Fisch und Meeresfrüchte. Doch der tatsächliche Magnesiumkonsum liegt oft unter den empfohlenen Mengen. Dann können Mikronährstoffpräparate hilfreich sein.

Insbesondere ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für einen Magnesiummangel. Dieser wird häufig verursacht durch

  • eine unzureichende Aufnahme,
  • eine Säurebelastung des Körpers und dadurch verstärkter Ausscheidung,
  • eine verstärkte Ausscheidung aufgrund einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
  • einen verstärkten Verlust über Schweiß bei körperlicher Belastung und Sport,
  • bestimmte Medikamente: Als Magnesiumräuber gelten zum Beispiel Magensäureblocker (PPI), die die Magnesiumaufnahme aus der Nahrung vermindern, aber auch Entwässerungstabletten (Diuretika), Abführmittel und Insulin.

Elektrolyte im Blut (Serum oder Plasma)

In der Regel werden diese Normalwerte angegeben:

 

Millimol/ Liter (mmol/l)

Milligramm/ Deziliter (mg/dl)

Milliequivalent/ Liter (mEq/l)

Calcium

2,2–2,6

8.82–10.42

4,4–5,2

Kalium

3,6–5,2

14,1–20,3

3,6–5,2

Magnesium, Frauen

0,77–1,03

1.87– 2.5

1,46–2,12

Magnesium, Männer

0,73–1,06

1.77–2,58

1,54–2.06

Natrium

135–145

310,5–333,5

135–145

Quelle für mmol/l: https://flexikon.doccheck.com/de/Serumelektrolyte, Umrechnung mittels https://unitslab.com/de/node/

Viele Fachleute betonen, dass der Wert für die Magnesiumkonzentration im Serum nur einen begrenzten Aussagewert hat, da er durch die Freisetzung von Magnesium aus den Körperspeichern (Knochen) über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden kann. Deshalb würden Werte innerhalb des Referenzbereichs einen Mangel nicht ausschließen. Sie schlagen vor, die untere Grenze des Referenzbereichs für Magnesium auf 0,85 mmol/l (2,07 (mg/dl) anzuheben.

Die Herzstiftung empfiehlt insbesondere Menschen mit Herzrhythmusstörungen, die Kalium- und Magnesiumwerte in die Nähe der oberen Grenzwerte zu bringen.

Zusammenfassung

Millionen Menschen in Deutschland weisen einen Bluthochdruck auf. Dieser kann die Blutgefäße – und auch die Nieren – schädigen und somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Sterblichkeit deutlich steigern. Das haben zahlreiche Studien bestätigt. Neben einem ungesunden Lebensstil – mit zu wenig Bewegung, einer kalorienreichen sowie salzreichen Ernährung und viel Stress – kann auch ein gestörter Säure-Basen-Haushalt den Blutdruck in die Höhe treiben.

Eine chronische Übersäuerung durch zu viele säurebildende Lebensmittel kann den Druck in den Gefäßen auf verschiedenen Wegen beeinflussen: Durch eine gesteigerte Freisetzung von Cortisol und Aldosteron, durch einen erhöhten Harnsäure-Spiegel und durch den Verlust wichtiger Elektrolyte wie Calcium, Kalium und Magnesium, die alle eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Eine erhöhte Säurebelastung scheint zudem auch ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein.

Eine basische Ernährung mit viel Obst und Gemüse – sowie geeigneten Basenpräparaten – hilft, eine Übersäuerung des Körpers zu verhindern. Dadurch kann sie den Blutdruck und das Sterberisiko senken.

Hochwertige Basenpräparate liefern unserem Körper basische Mineralstoffe – Calcium, Kalium und Magnesium – sowie Citrat. Dieses dient als Ausgangsstoff für Bicarbonat, das im Blut die wichtigste Puffersubstanz darstellt.

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