Harnwegsinfekte natürlich behandeln mit Vitaminen & Co.

Wie man Harnwegsinfekte mit bestimmten Mikronährstoffen behandeln kann und die Entstehung von Folgeerkrankungen vermeidet

Bei Harnwegsinfektionen steigen Bakterien in der Harnröhre auf. Dadurch können sie in die Blase oder Niere gelangen, was zu einer Blasenentzündung und im schlimmsten Fall zu einer Nierenbeckenentzündung führen kann. Schmerzen und Probleme beim Wasserlassen sind die Folgen. Harnwegsinfekte werden häufig mit Antibiotika behandelt. Doch auch natürliche Stoffe können vorbeugen, heilen oder die Behandlung unterstützen. Lesen Sie hier, welche Nährstoffe helfen und wie sie angewendet werden können.

Unterleib einer Frau mit Händen im Schoß und Kennzeichnung der Nieren und Blase
Bei einer Harnwegsinfektion können die Bakterien durch die Harnröhre bis in die Nieren oder Blase gelangen. Bild: Tharakorn/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist ein Harnwegsinfekt?

Arzt macht bei einem Patienten einen Ultraschall
Neben der Urin- und Blutuntersuchung kann auch ein Ultraschall der Nieren und Blase gemacht werden. Bild: kadmy/iStock/Getty Images Plus

Ein Harnwegsinfekt ist eine Infektion der ableitenden Harnwege, die häufig von Darmbakterien (zum Beispiel Escherichia coli) ausgelöst wird. Sie können von der Harnröhre in die Blase und über den Harnleiter (Ureter) bis zu den Nieren wandern. Unter Umständen verursachen sie eine Entzündung des Nierenbeckens (einem Teil der Niere).

Man unterscheidet zwischen einem unteren Harnwegsinfekt (Blasenentzündung oder Zystitis) und einem oberen Harnwegsinfekt (Nierenbeckenentzündung oder Pyelonephritis). Bei ansonsten gesunden Menschen verläuft der Harnwegsinfekt im Normalfall unkompliziert.

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Ursachen und Risiken

Die Erreger sind meist eigene Darmbakterien. Sie gelangen durch Schmierinfektion zur äußeren Harnröhrenöffnung und steigen dann die Harnröhre auf. Das Infektionsrisiko erhöht sich bei mechanischen Störungen der Region. Problematisch sind zum Beispiel medizinische Eingriffe wie ein Blasenkatheter, eine Blasenspiegelung oder Blasenspülungen, bei denen manchmal Keime eingeschleppt werden.

Auch Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis) sowie die Verhütung mit Diaphragma, Kondom oder Spermiziden kommen als Auslöser infrage. Daneben machen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, eine Schwangerschaft oder eine Querschnittslähmung anfällig für einen Harnwegsinfekt. 

Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist. Erkrankt ein Mann an einem Harnwegsinfekt, liegt bei ihm oft eine Engstelle der Harnröhre (Urethraobstruktion) vor.

Symptome und mögliche Komplikationen

Bei einer Blasenentzündung hat man Probleme beim Wasserlassen (Miktion): Es kommt zu Schmerzen oder Brennen, häufigem Wasserlassen oder Harndrang ohne Urinentleerung. Der Urin kann vermehrt rote (Hämaturie) und weiße Blutkörperchen (Leukozyturie) sowie Bakterien (Bakteriurie) enthalten. Oft liegt eine Kombination der Symptome vor. In seltenen Fällen kann ein Harnwegsinfekt auch nur ein einziges Symptom zeigen oder ohne Symptome verlaufen.

Kommen Fieber, Schüttelfrost, Flanken- oder Nierenschmerzen dazu, geht man von einer Nierenbeckenentzündung aus. Schwere Harnwegsinfektionen lösen auch Übelkeit und Erbrechen aus. Hinweise auf Komplikationen sind Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl. Meist sind dann die Nieren beteiligt. Steigt die Entzündung die Harnleiter bis zum Nierenbecken, drohen Nierenschäden und dadurch Nierenschwäche oder Nierenversagen.

Info

Ein komplizierter Verlauf tritt bei bestimmten Personengruppen häufiger auf. Gefährdet sind Männer, Kinder und Schwangere. Ebenso leiden Diabetiker oder Menschen mit schwachem Immunsystem häufiger an Komplikationen. Weitere Risikofaktoren sind beispielsweise ein Katheter oder Harnabflussbehinderungen – zum Beispiel durch Harnsteine, Erkrankungen der Prostata oder durch eine Blasensenkung. Wenn Harnsteine die Harnleiter verengen, kann dies zu einer schmerzhaften Nierenkolik führen.

Ziele der Behandlung

Wie wird eine Harnwegsinfektion klassisch behandelt?

Bei einer akuten unkomplizierten Harnwegsinfektion kann eine kurzzeitige antibiotische Therapie erwogen werden. Wirkstoffe sind Fosfomycin (Monuril®) oder Nitrofurantoin (zum Beispiel Furadantin® oder Nifuretten®).

Haben Betroffene leichte bis mittelgradige Beschwerden, muss die Infektion nicht zwangsläufig behandelt werden. Die Erkrankung wird generell anhand der Stärke der Beschwerden sowie einer Keimbestimmung im Urin beurteilt. Danach treffen Ärzte die Entscheidung, ob Medikamente zum Einsatz kommen.

Bei einer Nierenbeckenentzündung beginnt man hingegen meist sehr früh mit einer Antibiotikatherapie. Antibiotika sollten immer konsequent bis zum Ende eingenommen werden, um zu verhindern, dass es zu einem Rückfall kommt oder die Erkrankung chronisch wird. Bei starken Schmerzen (zum Beispiel bei Nierenbeckenentzündungen) setzt man Schmerzmittel ein.

Treten die Beschwerden immer wieder auf, kann ein Antibiotikum auch vorbeugend (präventiv) eingesetzt werden.

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Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstofftherapie nutzt die natürlichen Möglichkeiten, einen Infekt zu bekämpfen. Es gibt verschiedene Mikronährstoffe, die die Immunabwehr unterstützen und Bakterien direkt oder indirekt abwehren.

Mikronährstoffe verfolgen ganz unterschiedliche Prinzipien:

Generell wird empfohlen, dass ein Arzt oder Mikronährstoff-Experte den Verlauf der Mikronährstoff-Therapie überwacht. In schweren Fällen sind Antibiotika unverzichtbar. Müssen Antibiotika eingenommen werden, kann die Mikronährstoffmedizin jedoch auch einen Beitrag leisten: Probiotika verringern die Nebenwirkungen von Antibiotika.

Tipp

Die Behandlung kann man grundsätzlich auch mit dem richtigen Verhalten unterstützen: Vor allem eine hohe tägliche Trinkmenge ist begleitend wichtig. Es empfiehlt sich 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Gut geeignet sind Wasser und ungesüßte Tees. So spült man die Bakterien aus dem Harntrakt aus.

Wohltuend kann auch Wärme sein, zum Beispiel ein warmes Kirschkernsäckchen auf dem Bauch. Vermeiden Sie Kälte und kalte Sitzflächen. Das macht Rückfälle häufiger. Bei Auskühlungsgefahr wärmt ein Nierengurt die entsprechende Region.

Ernähren Sie sich außerdem harnansäuernd: Die Bakterien einer Harnwegsinfektion vermehren sich schlechter in leicht saurem Urin. Harnansäuernde Lebensmittel sind unter anderem Fleisch, Fisch, Käse, Eier und Hülsenfrüchte. Während einer Blasenentzündung sollte kein Alkohol getrunken werden. Alkohol reizt die Nieren und schwächt das Immunsystem.

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Schale mit Preiselbeeren
Wirkstoffe, die in Cranberries enthalten sind, verhindern das Festsetzen von Krankheitserregern an der Schleimhaut. Bild: gaus-nataliya/iStock/Getty Images Plus

Behandlung mit Mikronährstoffen

Cranberry verhindert das Anheften der Bakterien

Wirkweise von Cranberry

Bestimmte Stoffe aus Cranberry (Proanthocyanidine) konkurrieren wahrscheinlich mit den Bakterien um Andockstellen an der Blasenschleimhaut. Das heißt, sie „besetzen“ die Andockstellen. So wird verhindert, dass sich die Bakterien an die Schleimhaut der Harnwege heften. Die Bakterien können dann leichter mit dem Urin ausgespült werden.

In einer Übersichtsarbeit zeigte sich ein vorbeugender Effekt von Cranberry-Produkten bei Harnwegsinfektionen. Dazu werteten Forscher Daten von etwa 1.500 Personen aus. Vor allem folgende Personengruppen profitieren:

  • Personen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen (vor allem Frauen)
  • Kinder

Die geringste Wirkung fand man bei älteren Menschen sowie Personen, die einen Blasenkatheter benötigten. Das belegt eine weitere Übersichtsarbeit. Die meisten Forscher kamen durch die Aufarbeitung der Daten jedoch zu dem Schluss, dass die Wirkung von Cranberry-Produkten nicht bewiesen ist. Vor allem bei Cranberry-Saft ist der saure Geschmack ein Problem, sodass viele der Teilnehmer die Therapie nicht durchhalten.

Möglicherweise sind Kapseln mit Cranberry-Extrakt zum Einnehmen besser geeignet. In ersten Studien zeigte sich ein positiver Effekt. Endgültige Beweise fehlen aber auch hier. Für eine Wirkung ist wahrscheinlich eine tägliche Mindestmenge von 36 Milligramm Proanthocyanidinen nötig.


Dosierung und Einnahmeempfehlung von Cranberry

Bei einem Harnwegsinfekt empfehlen Mikronährstoff-Experten meist einen Cranberry-Extrakt. Ein Extrakt wird auf die wirksamen Inhaltsstoffe eingestellt. Pro Tag sollte man einen Cranberry-Extrakt mit 30 bis 70 Milligramm Proanthocyanidinen einnehmen. Die Einnahme zum Essen wird empfohlen.

In Studien wurden auch 125 bis 300 Milliliter Cranberry-Direktsaft pro Tag eingesetzt. Cranberrysaft hat jedoch einen herb-sauren Geschmack. Gesüßter Saft ist aufgrund des Zuckergehaltes nicht zu empfehlen. Ein weiterer Nachteil von Cranberrysaft ist: Der Gehalt der Wirkstoffe ist oft gering und kann stark schwanken.

Tipp

Voraussetzung dafür, dass die Bakterien auch aus der Blase gespült werden, ist, dass genug getrunken wird – zum Beispiel 1,5 Liter pro Tag. Liegt die Trinkmenge darunter, wird über den Tag verteilt seltener Urin ausgeschieden und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Bakterien trotz Cranberry-Proanthocyanidinen an die Blasenschleimhaut andocken.

Zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cranberry-Saft in der Schwangerschaft wurde durch einige hochwertige Studien gezeigt. Besprechen Sie die Einnahme eines Extrakts aber mit Ihrem Arzt. Außerdem kann in der Schwangerschaft ein Antibiotikum notwendig sein, damit es nicht zu Komplikationen kommt.

Für Personen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, ist Cranberry nicht geeignet. Die Beeren enthalten Oxalsäure, die in der Niere Steine bilden kann.

Wer den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS wie Aspirin®) nicht verträgt, sollte keine größeren Mengen an Cranberry-Produkten aufnehmen. Die Beeren enthalten große Mengen an Salicylsäure.

Proanthocyanidine werden, wie einige Medikamente, in der Leber verstoffwechselt. Wer Cranberry-Extrakt mit Medikamenten einnimmt, sollte sicherheitshalber einen Arzt um Rat fragen und die Präparate nicht zeitgleich einnehmen. Dazu zählen die Wirkstoffe Ibuprofen (zum Beispiel Dolormin®), Diclofenac (zum Beispiel Voltaren®) und Diazepam (beispielsweise Valium®). Darüber hinaus könnte Cranberry-Extrakt die Wirkung des Blutverdünners Warfarin (Coumadin®) verstärken.

Mannose bindet Bakterien und fördert ihre Ausscheidung

Wirkweise von Mannose

Löffel und Glasschälchen mit Backpulver
D-Mannose hilft bei der Heilung und senkt die Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten eines Harnwegsinfektes. Bild: bdspn/iStock/Getty Images Plus

Der Zucker Mannose wird im Körper kaum verstoffwechselt und zum größten Teil über die Blase wieder ausgeschieden. Laborexperimente zeigen, dass Mannose an die Klebestrukturen der Bakterien bindet. Dadurch wird das Anheften an die Blasenwand behindert. Das erleichtert das Ausschwemmen der Bakterien mit dem Urin. Mannose hilft so bei der Heilung und senkt die Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten eines Harnwegsinfektes. 

Die Autoren einer ersten Studie schlussfolgerten, dass Mannose bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten helfen kann. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt:

  1. 2.000 Milligramm Mannose pro Tag,
  2. niedrig dosiertes Antibiotikum und
  3. keine vorbeugende Behandlung.

Nach sechs Monaten trat in der Mannose-Gruppe nur bei 15 Prozent ein Rückfall auf. In der Antibiotika-Gruppe waren es hingegen 20 Prozent und in der Gruppe ohne Behandlung 60 Prozent. Hinzu kommt: Mit Mannose traten weniger Nebenwirkungen auf als mit dem Antibiotikum.

Insgesamt sind bereits mehrere kleine Studien zu Mannose bei Blasenentzündung erschienen. Sie schnitten erfolgreich ab. Die Wirkung ist aber noch nicht abschließend gesichert. Dazu sind noch große Untersuchungen nötig. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse kann die Einnahme von Mannose jedoch eine nebenwirkungsarme Möglichkeit sein, einen Harnwegsinfekt zu behandeln.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Mannose

Mannose kann man als Kapseln oder Pulver erwerben (D-Mannose). Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einer Harnwegsinfektion täglich 3.000 Milligramm Mannose – solange, bis die Symptome abgeklungen sind. Zur Vorbeugung sind 2.000 Milligramm ausreichend. Die vorbeugende Behandlung kann bis zu sechs Monate lang erfolgen.

Präparate mit Mannose sollten zum Essen mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Dabei ist es wichtig, die Dosis über den Tag verteilt einzunehmen. Mannose wird schnell wieder ausgeschieden. Die Einnahme verteilt über den Tag stellt eine lückenlose Wirkung sicher.

Tipp

Es gibt auch Kombinationspräparate mit Mannose und Cranberry-Extrakt. Dies hat den Vorteil, dass Bakterien über zwei verschiedene Mechanismen daran gehindert werden, an die Blasenschleimwand anzuhaften. In einer ersten Studie war eine solche Kombination erfolgreicher.

Mannose: zu beachten in der Schwangerschaft/Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Die Einnahme von Mannose sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit mit dem Arzt abgesprochen werden. Es liegen noch keine ausreichenden Studien vor. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Einnahme von Mannose ebenfalls nur in Rücksprache mit dem Arzt empfohlen.

Personen mit Diabetes oder dem metabolischen Syndrom sollten auf eine dauerhafte Einnahme von Mannose verzichten, bis ausreichende Daten vorliegen. Erhöhte Mannose-Werte im Blut können ein Anzeichen für die spätere Entwicklung von Diabetes Typ 2 sein. Ob Mannose zur Krankheit beiträgt oder die Werte durch den gestörten Kohlenhydratstoffwechsel erhöht sind, ist noch nicht bekannt.

Auch Menschen mit Herzerkrankungen sollten auf eine langfristige Einnahme von Mannose verzichten. Bei Nierenschäden und Nierenfunktionsstörungen wir von einer Dauereinnahme abgeraten: Hohe Mannose-Werte werden oft bei Herz- und Nierenerkrankungen gefunden. Ob Mannose ursächlich beteiligt oder nur eine Begleiterscheinung ist, wurde noch nicht geklärt.

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Nehmen Sie Medikamente jedoch zur Sicherheit in einem zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden zur Mannose ein.

Methionin säuert den Urin an

Wirkweise von Methionin

Die Aminosäure Methionin säuert den Harn an: In leicht saurer Umgebung können sich negative Bakterien schlechter vermehren. In Laborexperimenten zeigten Forscher, dass Bakterien durch Methionin außerdem schlechter an der Schleimhaut der Harnwege anhaften.

Methionin kann die Rate der Rückfälle senken. Das zeigt eine erste Studie mit 89 Teilnehmern, die Nervenstörungen oder Querschnittslähmungen hatten. Betroffene leiden besonders häufig an Harnwegsinfekten. Vor der Studie hatten die Teilnehmer im Durchschnitt etwa 2,5 Blasenentzündungen im Jahr. Nach einer rund 256-tägigen Methionin-Einnahme sank die Zahl der Infekte:

  • Es traten im Durchschnitt nur 0,75 Blasenentzündungen pro Jahr in der Methionin-Gruppe auf.
  • Die Hälfte der Teilnehmer hatte keinen Infekt.

Die Kontrollgruppe litt mit 1,45 Blasenentzündungen pro Jahr deutlich häufiger an einer Infektion. Insgesamt bekamen hier 63,6 Prozent eine Blasenentzündung. Die Dosis betrug 1.000 bis 1.500 Milligramm Methionin pro Tag.

Zur Wirkung von Methionin liegen insgesamt nur wenige Studien vor. Dennoch sind die Daten vielversprechend. In den Leitlinien der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie wird Methionin ebenfalls erwähnt (Paraplegie bedeutet Querschnittslähmung).

Expertenwissen

Methionin verstärkt die Wirkung einiger Antibiotika wie Ampicillinen, Carbencillinen, Sulfonamiden, Nitrofurantoin und Nalidixinsäure. Damit könnte es zudem eine Antibiotikatherapie unterstützen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Methionin

Methionin gibt es meist in Form von Kapseln. Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einem akuten Harnwegsinfekt die Einnahme von bis zu 3.000 Milligramm Methionin pro Tag für die Zeit der Infektion. Zur Vorbeugung von wiederkehrenden Infekten der Blase ist eine Menge von bis zu 1.500 Milligramm ratsam.

Am besten wird Methionin über den Tag verteilt und zwischen den Mahlzeiten eingenommen, beispielsweise dreimal täglich 500 bis 1.000 Milligramm.

Info

Eine tägliche Dosis von 1.500 Milligramm ist vermutlich langfristig sicher. In hoher Dosierung über 1.500 Milligramm sollte Methionin nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden: Der Homocysteinspiegel kann steigen. Homocystein ist ein Stoff, der im Stoffwechsel entsteht. Es wird mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht – zum Beispiel mit Atherosklerose (Arterienverkalkung).

Empfiehlt der Mikronährstoff-Experte dennoch eine langfristige Einnahme, sollte der Homocysteinspiegel kontrolliert werden. Auch die ausreichende Zufuhr von Folsäure, Vitamin B2, B6 und B12 ist dann wichtig: Die Vitamine werden gebraucht, damit der Körper das anfallende Homocystein ausreichend abbauen kann.

Methionin: zu beachten in der Schwangerschaft/Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Methionin während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt.

Bei einer Übersäuerung (Azidose), erhöhtem Harnsäurespiegel (Hyperurikämie), Nierensteinen (Harnsäure-, Oxalat- und Cystinsteinen), bestimmten Stoffwechselerkrankungen (Homocysteinurie) oder Erkrankungen des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) und schweren Funktionsstörungen von Leber und Niere sollten Sie Methionin nicht einnehmen. Der Körper kann dann mit den Folgeprodukten aus Methionin nicht richtig umgehen.

Methionin kann die Wirksamkeit von Parkinsonmitteln mit dem Wirkstoff L-Dopa (Levodopa) herabsetzen (zum Beispiel Levopar®, Madopar®). Betroffene, die L-Dopa einnehmen, sollten daher kein Methionin einnehmen.

Vitamin C stärkt das Immunsystem und verringert Entzündungsschäden

Wirkweise von Vitamin C

Vitamin C regt das Immunsystem an und stärkt die Barrierefunktion der Haut und Schleimhaut inklusive der Blasenwand. Dadurch können Krankheitserreger wie Bakterien schlechter eindringen. Vitamin C begrenzt außerdem Schäden durch entzündliche Reaktionen. Als saure Verbindung „Ascorbinsäure“ säuert Vitamin C zudem den Harn an: Im sauren Harn können sich schädliche Bakterien schlechter vermehren.

Daten zeigen, dass täglich eingenommenes Vitamin C das Risiko für eine Harnwegsinfektion verringert. Auch schwangere Frauen profitieren von einer Vitamin-C-Ergänzung. Allerdings fehlen noch große hochwertige Studien, die eine direkte Wirkung von Vitamin C bei Harnwegsinfekten belegen. Vor allem in Kombination mit anderen Mikronährstoffen kann Vitamin C allerdings ratsam sein. Aufgrund der immunstärkenden Wirkungen sollte die Versorgung mit Vitamin C immer ausreichend sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C: am besten kombinieren

Bei einem Harnwegsinfekt empfehlen Mikronährstoff-Experten für die Zeit der Beschwerden bis zu 1.000 Milligramm Vitamin C pro Tag. Für einen harnansäuernden Effekt ist die Verbindung Ascorbinsäure besonders wichtig.

Zur Stärkung des Immunsystems empfehlen Mikronährstoff-Experten grundsätzlich die Einnahme von 200 bis 400 Milligramm Vitamin C. Eine ähnliche Dosierung war auch in ersten Studien zur Vorbeugung eines Harnwegsinfekts wirksam.

Für eine gute Verträglichkeit sollte Vitamin C zum Essen eingenommen werden.

Tipp

Vitamin C kann gut mit anderen Mikronährstoffen wie Cranberry und Probiotika kombiniert werden. Die Wirkstoffe wurden für 20 Tage genommen, dann wurde eine Pause von zehn Tagen eingelegt. Der Zyklus wurde dreimal wiederholt. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem gegen wiederkehrende Infekte.

Vitamin C: zu beachten in der Schwangerschaft/Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Vitamin C ist in der Schwangerschaft und Stillzeit bis maximal 1.800 Milligramm pro Tag wahrscheinlich sicher. Dennoch sollte die empfohlene Dosierung mit dem Arzt abgesprochen werden.

Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) und Steinleiden sollte Vitamin C nicht in Dosierungen über 500 Milligramm pro Tag eingenommen werden. Kranke Nieren können damit nicht umgehen. Harnsteine und Oxalat-Ablagerungen im Gewebe sind die Folge.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollte Vitamin C bei der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Es gibt Hinweise, dass hoch dosiertes Vitamin C die Wirkung des Blutverdünners Warfarin (Coumadin®) vermindern kann. Dieser Effekt wurde allerdings erst bei Vitamin-C-Gaben ab 1.000 Milligramm täglich beobachtet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen.

Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung des Blutkrebs-Medikaments Bortezomib (Velcade®) herab und sollte deshalb während einer solchen Therapie nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Kind mit einer großen Sonnenbrille schaut in die Sonne
Vitamin D stimuliert die Immun- und Entzündungsantwort, wodurch die Harnwege vor Infektionen geschützt werden können. Bild: vvvita/iStock/Getty Images Plus

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D stimuliert die Immunantwort. Daneben verbessert es die Barrierefunktion der Schleimhäute. In der Blase regt Vitamin D außerdem die Bildung besonderer Eiweiße an, wie Cathelicidin oder Defensine. Diese Eiweiße wirken direkt gegen Bakterien (antimikrobiell) und schützen die Harnwege vor Infektionen. Auch wird Vitamin D benötigt, um bestimmte Abwehrfaktoren im Urin zu produzieren. Diese verhindern, dass sich Bakterien an die Blasenwand heften können.

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte: Bei Frauen vor und nach der Menopause stand ein Vitamin-D-Spiegel im Zusammenhang mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Ein Vitamin-D-Spiegel unter 15 Nanogramm pro Milliliter ist kritisch. Ähnliche Studien gibt es zu Kindern mit häufigen Harnwegsinfekten.

Die gezielte Ergänzung von Vitamin D dürfte das Risiko senken, an Harnwegsinfekten zu erkranken. Eine Studie an Patienten mit einer beginnenden Diabeteserkrankung zeigt, dass die wöchentliche Einnahme von 20.000 Internationalen Einheiten Vitamin D die Häufigkeit von Blasenentzündungen verringerte. Der Einnahmezeitraum lag bei fünf Jahren.

Wegen seiner Bedeutung für das Immunsystem und der hohen Mangelhäufigkeit hierzulande sollte Vitamin D im Rahmen der Mikronährstoffmedizin nicht fehlen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Zur Stärkung des Immunsystems empfehlen Mikronährstoff-Experten meist 1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Die richtige Dosis richtet sich jedoch immer nach dem Vitamin-D-Status im Blut. Bei einem Mangel ist für einen gewissen Zeitraum meist eine höhere Dosis nötig, um ihn auszugleichen.

Ist der Vitamin-D-Spiegel nicht bekannt, können im Sommer 1.000 Internationale Einheiten pro Tag ergänzt werden und im Winter 2.000 Internationale Einheiten. Im Winter reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, um in der Haut Vitamin D selbst zu bilden.

Vitamin D sollte zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Das Fett aus dem Essen gewährleistet die Aufnahme im Darm.

Vitamin-D-Werte im Labor bestimmen

Vor allem bei häufigen Infekten ist die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels sinnvoll: Ein Vitamin-D-Mangel schwächt das Immunsystem.

Im Labor wird die Transportform von Vitamin D (25-OH-Vitamin D) bestimmt. Der optimale Wert liegt zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter. Es empfiehlt sich, den Spiegel zweimal im Jahr kontrollieren zu lassen – am besten im Frühling und Herbst.

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Nierenpatienten sollten Vitamin D nur einnehmen, wenn bei ihnen ein Mangel nachgewiesen wurde und der Arzt die Calciumwerte kontrolliert. Bei ihnen kann der Calciumhaushalt gestört sein. Zu hohe Calciumwerte sind möglich. Es würde zu einer Überdosierung führen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden: Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut. Da Vitamin D die Calciumaufnahme aus dem Darm steigert, könnte die Menge im Blut weiter ansteigen.

Bestimmte Entwässerungsmedikamente (Thiazide) senken die Calciumausscheidung über die Nieren. Vitamin D sollte nur gemeinsam mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird. Dazu gehören Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®) und Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®).

Wiederkehrende Harnwegsinfekte: Zink und Selen stärken das Immunsystem

Wirkweise von Zink und Selen

Die Mineralstoffe Zink und Selen sind wichtig für das Immunsystem. Zink sorgt dafür, dass sich die Immunzellen teilen und vermehren können. Selen regt dagegen die Produktion von Antikörpern an und steigert die Aktivität bestimmter Immunzellen, zum Beispiel der T-Zellen und der natürlichen Killerzellen. Darüber hinaus wirken Zink und Selen entzündungshemmend.

Eine Fall-Kontroll-Studie  zeigt, dass die Zinkspiegel bei Personen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen niedriger waren. Ob die Einnahme von Zink oder Selen bei akuten Harnwegsinfektionen hilft, ist bisher wenig getestet. Eine erste Studie liefert allerdings Hinweise zu Zink: Kinder, die zusätzlich zur Routinebehandlung Zink bekamen, erholten sich schneller als Kinder der Kontrollgruppe. Bei bestehenden Bauchschmerzen ist Zink jedoch vermutlich nicht geeignet: Die Schmerzen verschlimmerten sich und hielten länger an. Zink kann zu Magenschmerzen führen.

Da Zink und Selen wichtig für das Immunsystem sind, sollte vor allem bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen die Versorgung ausreichend sein. Ein Mangel beeinträchtigt die Abwehrkräfte.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink und Selen

Für eine gute Versorgung empfehlen Mikronährstoff-Experten bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten die Einnahme von 10 bis 20 Milligramm Zink und 50 bis 100 Mikrogramm Selen pro Tag.

Zink und Selen sollten zusammen mit den Mahlzeiten ergänzt werden, um eine gute Verträglichkeit für den Magen zu erreichen.

Info

Achten Sie bei Kombinationspräparaten mit Vitamin C darauf, dass Selen als Natriumselenat enthalten ist. Natriumselenit wird dagegen von Vitamin C gebunden und kann dann nicht mehr vom Darm aufgenommen werden.

Selen im Labor bestimmen lassen

Bei wiederkehrenden Infekten der Harnwege kann es sinnvoll sein, den Selenspiegel im Blut bestimmen zu lassen. Auch wenn Selen für längere Zeit hoch dosiert (200 Mikrogramm) eingenommen wird, sollten die Werte überprüft werden. Selen kann auf Dauer überdosiert werden.

Die Bestimmung von Selen im Vollblut ist am aussagekräftigsten. Ein Selenmangel liegt bei Werten unter 100 Mikrogramm pro Liter Vollblut vor. Normalwerte für Selen liegen zwischen 121 bis 150 Mikrogramm pro Liter Vollblut.

Zink und Selen: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Zink und Selen sollten bei chronischer Nierenschwäche nicht ohne Blutkontrolle über Präparate eingenommen werden. Schwache Nieren können überschüssige Mineralstoffe nicht richtig ausscheiden und die Konzentration im Blut könnte zu stark ansteigen.

Es besteht der Verdacht, dass eine Selenüberversorgung das Risiko für Diabetes erhöhen könnte. Zu hohe und zu niedrige Selenwerte sollten deshalb vermieden werden. Ohne Blutkontrolle sind bei hohem Diabetesrisiko nur Selenmengen von 50 bis 100 Mikrogramm ratsam.

Zink reduziert die Wirkung bestimmter Antibiotika. Hierzu zählen Gyrasehemmer (zum Beispiel Ciprobay®, Ciloxan®) und Tetracycline (zum Beispiel Doxybene®, Doxycyclin®). Auch Osteoporose-Medikamente, sogenannte Bisphosphonate (zum Beispiel Fosamax®, Bondronat®), werden durch Zink gehemmt. Zwischen der Einnahme von Antibiotika oder Osteoporose-Medikamenten und Zink sollte ein Abstand von mindestens zwei Stunden liegen.

Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken als natürliche Antibiotika

Wirkweise von Kapuzinerkresse und Meerrettich

Meerrettich und Kapuzinerkresse enthalten Senföle. Senföle greifen Eiweiße auf der Oberfläche von Bakterien an. Daher gelten Senföle als natürliche Antibiotika. Allerdings werden nicht alle Bakterien gleichermaßen angegriffen: Empfindlich ist beispielsweise das Bakterium Klebsiella pneumoniae, das zu Blasenentzündung führen kann.

Andere Bakterien, beispielsweise Darmkeime wie Streptococcen und Enterococcen, sind resistenter gegen Senföle. Daher hängt die Wirksamkeit von Senföl auch davon ab, welches Bakterium hinter der Erkrankung steckt.

Als pflanzliches Antibiotikum ist die Ergänzung von Meerrettich und Kapuzinerkresse bei Infektionen mit Bakterien jedoch meist einen Versuch wert. Der Vorteil der Wirkstoffe ist, dass im Gegensatz zu Antibiotika keine resistenten Bakterien entstehen. In Studien wurden getrocknete Blätter oder Wurzelpulver eingesetzt. Studien mit den Extrakten der Pflanzen liegen noch nicht vor.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Kapuzinerkresse und Meerrettich

Meist empfehlen Mikronährstoff-Experten Extrakte aus den Pflanzen, da die Konzentration der Wirkstoffe im Vergleich zu Pflanzenpulvern höher ist. Die Dosierung ist dabei abhängig vom jeweiligen Extrakt. Beachten Sie die Herstellerangaben.

Zur Behandlung einer Harnwegsinfektion eignen sich 250 bis 2.000 Milligramm Kapuzinerkresse-Extrakt sowie 50 bis 400 Milligramm Meerrettich-Extrakt. Dies entspricht je nach Hersteller ungefähr 1.000 bis 6.000 Milligramm Kapuzinerkressenkraut und 500 bis 2.000 Milligramm Meerrettichwurzel.

Man nimmt sie täglich bis zur Beschwerdefreiheit ein (etwa sieben bis 14 Tage). Für einen Dauereinsatz liegen keine Sicherheitsdaten vor. Die Einnahme zum Essen ist ratsam, um Magenprobleme zu vermeiden.

Kapuzinerkresse und Meerrettich: zu beachten in der Schwangerschaft/Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme.

Extrakte aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sollten nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Auch bei Nierenerkrankungen wie einer Nierenentzündung sollten keine Senföle eingenommen werden.

Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen sollten Senföle meiden, da sie nicht gut verträglich sein können: Die Abbauprodukte können weitere Reizungen der Darmschleimhaut verursachen sowie Blähungen und Magenkrämpfe.

Personen mit einer Schilddrüsenvergrößerung (Kropf) oder einem Jodmangel sollten nur selten Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler essen. Dazu gehören auch Kresse oder Meerrettich. Senföle können die Kropfbildung weiter fördern, denn die Abbauprodukte behindern die Jodaufnahme in die Schilddrüse.

Senföle können den Abbau von Medikamenten beeinflussen. Fragen Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Medikamente einnehmen.

Probiotika sorgen für eine gesunde Bakterienflora von Frauen

Wirkweise von Probiotika

Drei Gläser Joghurt und in einem steckt ein Löffel
Probiotika beugen Bakterien vor und helfen bei Harnwegsinfektionen und wiederkehrenden Blasenentzündungen. Bild: Janna Danilova/iStock/Getty Images Plus

Probiotika sind lebende Mikroorganismen – meist Bakterien – die eine gesundheitsförderliche Wirkung haben. Zum Beispiel konkurrieren sie mit krankmachenden Bakterien und können sie verdrängen. Auch verbessern gesundheitsfördernde Bakterien die Barrierefunktion der Schleimhäute. Dazu zählen vor allem Laktobazillen.

Bei Frauen, die nie an Blasenentzündungen litten, fand man in der Scheide vor allem Laktobazillen. Im Gegensatz dazu waren bei Patientinnen mit häufigen Blasenentzündungen auch schädliche Bakterienstämme nachweisbar (zum Beispiel Colibakterien). Durch den regulierenden Effekt können Laktobazillen – zum Beispiel als Vaginalzäpfchen – bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten die Scheidenflora wiederherstellen.

Auch sind Präparate zum Einnehmen wirksam. Probiotika siedeln sich im Darm an und „trainieren“ das Immunsystem. Dadurch können sie die Abwehr stärken. Darauf deuten erste Studien hin. Darüber hinaus vermuten Forscher, dass sich die eingenommenen Bakterien auch in der Scheide ansiedeln können.

Probiotika wirkten in einer Studie vergleichbar gut wie Antibiotika: Vor der Probiotika-Anwendung hatten die Frauen etwa 7,0 Infektionen im Jahr. Danach nahmen sie ein Jahr lang Kapseln mit Laktobazillen ein. Nach der Behandlung waren es mit 3,3 deutlich weniger Infektionen. Mit der Vorbeugung durch ein Antibiotikum waren es vergleichbare 2,9 Infektionen pro Jahr. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass Probiotika zwar etwas schwächer wirkten, dafür stieg die Rate an antibiotikaresistenten Bakterien nicht an. Das ist ein entscheidender Vorteil.

Insgesamt gibt es viele Hinweise auf die Wirksamkeit einer probiotischen Therapie bei Harnwegsinfekten. Endgültig bewiesen ist sie aber noch nicht. Da die Behandlung im Vergleich zu Antibiotika sehr verträglich ist, ist sie jedoch einen Versuch wert – sowohl eine vaginale Anwendung als auch eine orale Einnahme.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Zur Unterstützung der Scheidenflora gibt es vaginale Präparate (Tabletten, Kapseln oder Zäpfchen). Sie enthalten meist 100 Millionen Laktobazillen (1 x 108 koloniebildende Einheiten). Die Anwendung wird täglich vor dem Schlafengehen empfohlen und sollte über einen Zeitraum von einer Woche erfolgen. Eine vaginale Anwendung kommt bei Mädchen vor der Geschlechtsreife nicht infrage.

Für die Einnahme wird bei Kapseln eine Dosierung zwischen 10 bis 20 Milliarden Bakterien (10 bis 20 x 109 koloniebildende Einheiten) empfohlen. Sie müssen über einen längeren Zeitpunkt eingenommen werden: Setzt man sie ab, lässt die Wirkung nach. Hochwertige Präparate sollten in säureresistenten Kapseln verpackt sein, damit die Magensäure die Bakterien nicht zerstört.

Erfolgreich getestet wurden vor allem die Laktobazillenstämme: Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus reuteri, Lactobacillus plantarum und Lactobacillus paracasei.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Harnwegsinfekten

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin C

akut: bis zu 1.000 Milligramm (mg)

Vorbeugung: 200 bis 400 Milligramm (mg)

Mineralstoffe

Zink

10 bis 20 Milligramm

Selen

50 bis 100 Mikrogramm (µg)

Sonstige Stoffe

Cranberry Proanthocyanidinen

30 bis 70 Milligramm

Kapuzinerkresse-Extrakt

250 bis 2.500 Milligramm

Meerrettich-Extrakt

50 bis 500 Milligramm

Methionin

akut: 3.000 Milligramm

Vorbeugung: 1.500 Milligramm

Probiotika

10 bis 20 Milliarden (10 bis 20 x 109) koloniebildende Einheiten (KBE)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Harnwegsinfekten

Normalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) Serum

Selen

121 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l) Vollblut

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Probiotika verringern Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika schädigen nicht nur krankmachende Bakterien, sie greifen auch die natürlichen Darmbakterien (Mikrobiota) an. Als Folge kann es zu Durchfällen kommen.

Eine gleichzeitige Probiotikaeinnahme unterstützt das bakterielle Gleichgewicht. Dadurch wird das Risiko für Durchfall als Nebenwirkung der Antibiotika gesenkt. Das zeigen zahlreiche hochwertige Studien. Kommt es trotzdem zu Durchfall, ist er mit Probiotika schwächer und kürzer, wie weitere hochwertige Studien zeigen. Wirksam sind besonders Laktobazillen und die Hefe Saccharomyces boulardii.

Mikronährstoff-Experten empfehlen zu einer Antibiotikatherapie deshalb immer ein Probiotikum. Sinnvoll sind 1 bis 20 Milliarden Bakterien (1 bis 20 x 109 koloniebildende Einheiten) pro Tag. Halten Sie bei der Einnahme einen Abstand von zwei bis drei Stunden, damit das Antibiotikum nicht gegen das Probiotikum wirkt. Hefen sind hier einfacher, da sie durch die Antibiotika nicht beeinträchtigt werden.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Antibiotika

Probiotika

1 bis 20 Milliarden (10 bis 20 x 109) koloniebildende Einheiten (KBE) mit Laktobazillen,
Bifidobakterien und Saccharomyces boulardii)

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Zusammenfassung

Ein Harnwegsinfekt wird meist durch Bakterien verursacht. Die Mikronährstofftherapie greift auf verschiedenen Ebenen an: Die Anheftung von Bakterien an der Blasenwand kann durch Cranberry-Extrakt und Mannose verhindert werden. Ungebundene Bakterien werden mit dem Urin aus den Harnwegen gespült.

Darüber hinaus kann das Wachstum der Bakterien direkt durch Methionin und Vitamin C unterdrückt werden. Der Grund: Methionin und Vitamin C wirken harnsäurend. In einer sauren Umgebung vermehren sich bestimmte Bakterien schlechter. Probiotika fördern direkt eine gesunde Bakterienflora: Die krankmachenden Bakterien werden verdrängt. Auch natürliche Antibiotika wie Senföle aus Kapuzinerkresse oder Meerrettich wirken unterstützend bei Harnwegsinfektionen.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Abwehrkräfte zu stärken. Zu den Mikronährstoffen, die das Immunsystem stärken und die Entzündung kontrollieren, zählen Selen, Zink, Vitamin C und Vitamin D. Mikronährstoffe eignen sich sowohl zur Bekämpfung einer akuten Infektion als auch in angepasster Dosierung zur Vorbeugung eines neuen Harnweginfekts.

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