Harnwegsinfekte natürlich behandeln mit Vitaminen & Co.

Wie man Harnwegsinfekte mit bestimmten Mikronährstoffen behandeln kann und die Entstehung von Folgeerkrankungen vermeidet

Bei Harnwegsinfektionen steigen Bakterien in der Harnröhre auf. Dadurch können sie in die Blase oder Niere gelangen, was zu einer Blasenentzündung und im schlimmsten Fall zu einer Nierenbeckenentzündung führen kann. Schmerzen und Probleme beim Wasserlassen sind die Folgen. Harnwegsinfekte werden häufig mit Antibiotika behandelt. Doch auch natürliche Stoffe können vorbeugen, heilen oder die Behandlung unterstützen. Lesen Sie hier, welche Nährstoffe helfen und wie sie angewendet werden können.

Unterleib einer Frau mit Händen im Schoß und Kennzeichnung der Nieren und Blase
Bei einer Harnwegsinfektion können die Bakterien durch die Harnröhre bis in die Nieren oder Blase gelangen. Bild: Tharakorn/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist ein Harnwegsinfekt?

Arzt macht bei einem Patienten einen Ultraschall
Neben der Urin- und Blutuntersuchung kann auch ein Ultraschall der Nieren und Blase gemacht werden. Bild: kadmy/iStock/Getty Images Plus

Ein Harnwegsinfekt ist eine Infektion der ableitenden Harnwege, die häufig von Darmbakterien (zum Beispiel Escherichia coli) ausgelöst wird. Sie können von der Harnröhre in die Blase und über den Harnleiter (Ureter) bis zu den Nieren wandern. Unter Umständen verursachen sie eine Entzündung des Nierenbeckens (einem Teil der Niere). In der Medizin unterscheidet man zwischen einem unteren Harnwegsinfekt (Blasenentzündung oder Zystitis) und einem oberen Harnwegsinfekt (Nierenbeckenentzündung oder Pyelonephritis).

Bei ansonsten gesunden Menschen verläuft der Harnwegsinfekt meist unkompliziert. Bei Menschen mit Vorerkrankungen, Nierenschäden oder organischen Veränderungen von Harnleiter, Niere oder Blase stuft man den Infekt als komplizierten Harnwegsinfekt ein.

Ursachen und Risiken

Die Erreger sind meist eigene Darmkeime. Sie gelangen durch Schmierinfektion zur äußeren Harnröhrenöffnung und steigen dann die Harnröhre auf. Das Infektionsrisiko erhöht sich bei mechanischen Störungen der Region. Problematisch sind zum Beispiel medizinische Eingriffe wie ein Blasenkatheter, eine Blasenspiegelung oder Blasenspülungen, bei denen manchmal Keime eingeschleppt werden.

Auch Geschlechtsverkehr (Honeymoon-Zystitis), Verhütung mit Diaphragma, Kondom oder Spermizide kommen als Auslöser infrage. Daneben machen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, eine Schwangerschaft oder eine Querschnittslähmung anfällig dafür.  

Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer, da ihr Harnleiter kürzer ist. Erkrankt ein Mann an einem Harnwegsinfekt, liegt bei ihm meist eine Engstelle der Harnröhre (Urethraobstruktion) vor.

Symptome

Bei einer Blasenentzündung hat man Probleme beim Wasserlassen (Miktion): Es kommt zu Schmerzen oder Brennen, häufigem Wasserlassen oder Harndrang ohne Urinentleerung. Der Urin kann vermehrt rote (Hämaturie) und weiße Blutkörperchen (Leukozyturie) sowie Bakterien (Bakteriurie) enthalten. Oft liegt eine Kombination der Symptome vor. In seltenen Fällen kann ein Harnwegsinfekt auch nur ein einziges Symptom zeigen oder ohne Symptome verlaufen.

Kommen Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerzen oder Nierenschmerzen dazu, geht man von einer Nierenbeckenentzündung aus. Schwere Harnwegsinfektionen lösen Übelkeit und Erbrechen aus.

Komplikationen

Ein komplizierter Verlauf bedeutet, dass es zu schweren Krankheitsverläufen und Folgeschäden kommen kann. Hinweise auf Komplikationen sind Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl. Meist sind dann die Nieren beteiligt.

Ein komplizierter Verlauf tritt in bestimmten Lebenssituationen oder bei bestimmten Personengruppen häufiger auf. Gefährdet sind Männer, Kinder und Schwangere. Ebenso leiden Diabetiker oder Menschen mit schwachem Immunsystem häufiger an Komplikationen. Weitere Risikofaktoren für komplizierte Harnwegsinfektionen sind:

  • Infektionsrisiken: zum Beispiel durch Katheter oder Harnleiterschienen
  • antibiotikaresistente Keime: Besonders schwierig ist die Behandlung, wenn die Keime resistent gegen Antibiotika geworden sind. Das ist besonders häufig der Fall, wenn der Infekt während eines Krankenhausaufenthaltes begonnen hat.
  • Harnabflussbehinderungen: zum Beispiel durch Harnsteine, Erkrankungen der Prostata, Blasensenkung, Vernarbungen, Tumore, Harnleiterverengungen oder Missbildungen

Wenn Harnsteine die Harnleiter verengen, kann dies zu einer schmerzhaften Nierenkolik führen. Steigt die Entzündung die Harnleiter bis zum Nierenbecken, drohen Nierenschäden und dadurch Nierenschwäche oder Nierenversagen.

Diagnose

Der Arzt wird den Patienten körperlich untersuchen und die Temperatur messen.

Urinuntersuchung: Mit einem Teststreifen wird der Urin auf bakterielle Stoffwechselprodukte wie Nitrit und Entzündungszeichen wie weiße Blutkörperchen getestet. Zudem wird im Labor oft eine Urinkultur angelegt, um die Art, Anzahl, eventuell auch antibiotische Resistenzen der Bakterien zu ermitteln.
Nieren und Blasenuntersuchung: Um Niere und Blase besser beurteilen zu können, empfiehlt sich eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Dabei wird auch der Restharn gemessen. Der Restharn ist die Urinmenge, die direkt nach dem Wasserlassen noch in der Harnblase verbleibt. Eine gesunde Blase weist keinen Restharn auf.
Blutanalyse: Leidet der Patient unter Fieber, werden weitere Untersuchungen notwendig. Dazu gehören das Erstellen eines Blutbildes und einer Blutkultur sowie das Ermitteln der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit. Daran erkennt man, ob eine schwere Entzündung vorliegt.

Im Blut können auch Nierenwerte erhoben werden. Besonders wichtig ist das Kreatinin. Anhand des Kreatininwertes kann der Arzt sehen, ob die Niere geschädigt ist. Dabei wird bestimmt, wie schnell die Niere bestimmte Stoffe aus dem Blut herausfiltert („Clearance“).

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Harnwegsinfektion klassisch behandelt?

Bei einer akuten unkomplizierten Harnwegsinfektion kann eine kurzzeitige antibiotische Therapie erwogen werden. Haben die Patienten nur leichte bis mittelgradige Beschwerden, werden auch nur die Symptome behandelt. Bei starken Schmerzen (zum Beispiel bei Nierenbeckenentzündungen) setzt man Schmerzmittel ein.
Bei einer unkomplizierten Nierenbeckenentzündung beginnt man meist sehr früh mit einer Antibiotikatherapie. Antibiotika sollten immer konsequent bis zum Ende eingenommen werden, um zu verhindern, dass es zu einem Rückfall kommt oder die Erkrankung chronisch wird.

Verhaltensmaßnahmen: Die Behandlung kann man mit dem richtigen Verhalten unterstützen: Eine hohe tägliche Trinkmenge empfiehlt sich, zum Beispiel eineinhalb bis zwei Liter Nieren- und Blasentee. Diese Tees enthalten Wirkstoffe, welche die Wasserausscheidung der Nieren aktivieren. So spült man die Bakterien aus dem Harntrakt aus. Wohltuend kann auch Wärme sein, zum Beispiel ein warmes Kirschkernsäckchen auf dem Bauch. Vermeiden Sie Kälte und kalte Sitzflächen. Das macht Rückfälle häufiger. Bei Auskühlungsgefahr wärmt ein Nierengurt die entsprechende Region.

Ernähren Sie sich außerdem harnansäuernd, da Erreger einer Harnwegsinfektion schlecht in leicht saurer Umgebung wachsen. Harnansäuernde Lebensmittel sind unter anderem Fleisch, Fisch, Käse, Eier und Hülsenfrüchte. Während einer Blasenentzündung sollte kein Alkohol getrunken werden, da dies die Nieren reizt und das Abwehrsystem schwächt.

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Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstofftherapie nutzt die natürlichen Möglichkeiten, einen Infekt zu bekämpfen. Es gibt verschiedene Mikronährstoffe, die die Immunabwehr unterstützen und Bakterien direkt oder indirekt abwehren.

Mikronährstoffe verfolgen ganz unterschiedliche Prinzipien:

  • Anheftung der Erreger an die Blasenwand verhindern (Cranberry-Extrakt , Mannose)
  • Wachstum der Krankheitskeime unterdrücken (Methionin, Probiotika)
  • Keime mit natürlichen Antibiotika töten (Senföle)
  • Immunsystem stärken und Entzündung kontrollieren (Selen, Vitamin C und Vitamin D)
  • Rückfällen vorbeugen (alle genannten Stoffe, vor allem Zink und Selen, Vitamin C und Vitamin D)

Antibiotika verändern die Scheiden- und Darmflora und können zur Resistenz der Erreger führen. Im letzteren Fall vermehren sich dann die „schlechten“ Bakterien und verdrängen die „gesunden“. Dieses Risiko lässt sich mit der Einnahme von Probiotika verringern.

Tipp

Speziell bei einer Mikronährstofftherapie sollte nicht mehr als eineinhalb Liter täglich getrunken werden, um die antibakteriellen Wirkstoffe im Urin nicht zu stark zu verdünnen.

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Schale mit Preiselbeeren
Wirkstoffe, die in Cranberries enthalten sind, verhindern das Festsetzen von Krankheitserregern an der Schleimhaut. Bild: gaus-nataliya/iStock/Getty Images Plus

Behandlung mit Mikronährstoffen

Cranberry verhindert das Anheften der Bakterien

Wirkweise von Cranberry

Die Cranberry (Großfrüchtige Moosbeere, Kranbeere) ist mit der Preiselbeere verwandt. Stoffe aus der Cranberry (die Proanthocyanidine) binden an die Klebestrukturen der Bakterien und verhindern damit, dass sich Krankheitserreger an die Schleimhaut der Harnwege heften. So können Bakterien leichter mit dem Urin ausgespült werden.

In einer Übersichtsarbeit, die Studien mit Daten von etwa 1.500 Personen auswertete, zeigte sich ein vorbeugender Effekt von Cranberry-Produkten auf das Auftreten von Harnwegsinfektionen. Vor allem bestimmte Personengruppen profitieren von dieser präventiven Maßnahme:

  • Personen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen (vor allem Frauen)
  • Kinder

In einer Übersichtsarbeit fand man die geringste Wirkung bei älteren Frauen und Männern sowie Personen, die einen Blasenkatheter benötigten. 

Die größten Aufarbeitungen der verfügbaren Daten kommen zu dem Schluss, dass die Wirkung von Cranberry nicht bewiesen ist. Jedoch zeigt sich im Vergleich mit einem Antibiotikum, dass Cranberrysaft eine ähnliche vorbeugende Wirkung bei Harnwegsinfekten hat.  

Problem beim Saft ist der saure Geschmack, sodass viele Probanden die Therapie nicht durchhalten. Produkte mit Cranberry-Extrakt (zum Beispiel in Kapselform) muss man in Zukunft noch genauer bewerten.


Dosierung und Einnahmeempfehlung von Cranberry

Die Inhaltsstoffe der Cranberry sind im Cranberrysaft enthalten. Er ist als Muttersaft oder Direktsaft im Handel. In Studien wurde zur Vorbeugung eine Menge von 125 bis 300 Millilitern Cranberry-Direktsaft pro Tag eingesetzt.

Tipp

Um den herb-sauren Geschmack von Cranberrysaft zu umgehen, kann man auf Kapseln mit Cranberry-Extrakt zurückgreifen. Vorteil: Der Extrakt lässt sich exakter dosieren. Zudem kann der Gehalt der Wirkstoffe im Cranberrysaft stark schwanken, während er in einem Extrakt normiert ist.

Der Extrakt wird genau auf die wirksamen Inhaltsstoffe, die Proanthocyanidine, eingestellt. Pro Tag sollte man 30 bis 70 Milligramm Proanthocyanidine einnehmen.

Zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Cranberry-Extrakt verstärkt die Wirkung einiger Medikamente, beispielsweise des Blutverdünners Warfarin (Coumadin®). Erfahren Sie alles über Wechselwirkungen hier.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cranberry-Extrakten in der Schwangerschaft wurde durch einige hochwertige Studien nachgewiesen. Besprechen Sie die Einnahme trotzdem mit Ihrem Arzt. Gerade in der Schwangerschaft kann ein Antibiotikum notwendig sein.

Wer den Wirkstoff Acetylsalicylsäure nicht verträgt, sollte keine größeren Mengen an Cranberry-Produkten aufnehmen, denn die Beeren enthalten große Mengen an Salicylsäure.

Für Personen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, ist Cranberry nicht geeignet. Die Beeren enthalten Oxalsäure, die in der Niere Steine bilden kann.

Mannose fördert Ausscheidung von Bakterien

Wirkweise von Mannose

Löffel und Glasschälchen mit Backpulver
D-Mannose hilft bei der Heilung und senkt die Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten eines Harnwegsinfektes. Bild: bdspn/iStock/Getty Images Plus

Der Zucker D-Mannose wird im Körper kaum verstoffwechselt und zum größten Teil über die Blase wieder ausgeschieden. Sehr wahrscheinlich verhindert D-Mannose das Anheften der Bakterien an die Blasenwand. So werden sie mit dem Urin leichter ausgeschwemmt. D-Mannose hilft so bei der Heilung und senkt die Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten eines Harnwegsinfektes.  

In einer Studie wurden Patienten mit Harnwegsinfektion nach Akutbehandlung mit Antibiotika in drei Gruppen aufgeteilt:

  • Die erste erhielt zur Vorbeugung täglich 2 Gramm D-Mannose für sechs Monate,
  • die zweite bekam weiterhin niedrig dosiert Antibiotika und
  • bei der dritten Gruppe wurde keine vorbeugende Behandlung durchgeführt.

In der D-Mannose-Gruppe trat bei 15 Prozent der Behandelten ein Rückfall auf, bei den Patienten mit der Antibiotikaprophylaxe bei 20 Prozent und in der Gruppe ohne vorbeugende Behandlung bei 60 Prozent. Die Patienten in der D-Mannose-Gruppe hatten weniger Nebenwirkungen als die mit Antibiotikabehandlung. Die Autoren der Studie schließen aus dem Ergebnis, dass die Einnahme von D-Mannose eine effektive Prophylaxe für wiederkehrende Harnwegsinfekte sein kann.

Insgesamt sind bereits mehrere kleine Studien zum Thema Mannose bei Blasenentzündung erschienen. Sie schnitten erfolgreich ab. Die Wirkung von D-Mannose ist aber noch nicht ganz gesichert, dazu wären größere Untersuchungen nötig.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von D-Mannose

D-Mannose kann man als Kapseln oder Pulver erwerben. Vorbeugend gegen Harnwegsinfekte können täglich 2 Gramm D-Mannose mit 200 Milliliter Wasser über sechs Monate eingenommen werden. Bei einer akuten Infektion sollte die Dosierung bis zum Abklingen der Symptome auf 3 Gramm Mannose pro Tag erhöht werden.

Senföle wirken als natürliche Antibiotika

Wirkweise von Senföl

Senföle greifen Eiweiße auf der Oberfläche von Bakterien an. Daher gelten Senföle als natürliche Antibiotika. Allerdings werden nicht alle Bakterien gleichermaßen angegriffen: Empfindlich ist beispielsweise das Bakterium Klebsiella pneumoniae, der zu Blasenentzündung führen kann. Andere Bakterien, beispielsweise Darmkeime wie Streptococcen und Enterococcen, sind resistenter gegen Senföle. Daher hängt die Wirksamkeit von Senföl auch davon ab, welches Bakterium hinter der Erkrankung steckt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Senföl

Gute Quellen für Senföle sind unter anderem Meerrettich und Kapuzinerkressekraut. Zur Behandlung einer Harnwegsinfektion eignen sich 1.000 bis 2.000 Milligramm Meerrettichwurzel und 2.400 bis 5.000 Milligramm Kapuzinerkressekraut. Man nimmt sie bis zur Beschwerdefreiheit (etwa sieben bis 14 Tage).

Auch Extrakte aus den Pflanzen sind verfügbar. In Extrakten liegt die Konzentration des Wirkstoffes im Vergleich zu Pflanzenpulvern höher, sodass weniger Tabletten oder Kapseln davon eingenommen werden müssen.

Dosierempfehlung:

  • 50 bis 500 Milligramm Extrakt pro Tag aus Meerrettich
  • 250 bis 2.500 Milligramm Extrakt pro Tag aus Kapuzinerkresse

Die Dosierung ist stark abhängig vom jeweiligen Extrakt. Bislang existieren keine klinischen Studien zu Extrakten. Zur Sicherheit sollte man isolierte Senföle nicht dauerhaft in hohen Dosen einnehmen.

Zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme.

Für die Anwendung von Kapuzinerkresse und Meerrettich in der Schwangerschaft gibt es noch keine ausreichenden Daten. Die Einnahme sollte mit einem Arzt abgestimmt werden.

Vitamin C verringert Entzündungen

Wirkweise von Vitamin C

Vitamin C regt das Immunsystem an und verstärkt die Barrierefunktion der abschließenden Gewebe, sodass Krankheitserreger schlechter eindringen können. Vitamin C begrenzt auch Schäden durch entzündliche Reaktionen. Zudem säuert es den Harn an. Im sauren Harn können Bakterien schlechter überleben. Es gibt Belege dafür, dass täglich eingenommenes Vitamin C das Risiko für eine Harnwegsinfektion verringert. Die tägliche Einnahme hat sich auch bei schwangeren Frauen als sicher erwiesen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C: am besten kombinieren

Um einem Harnwegsinfekt vorzubeugen, können Sie drei Monate lang täglich 100 Milligramm Vitamin C einnehmen.

Tipp

Vitamin C kann besonders gut mit anderen Mikronährstoffen (Cranberry, Methionin, Probiotika) kombiniert werden. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem gegen wiederkehrende Infekte.

Dann greift man zum Beispiel zu:

  • Cranberry-Produkten (mit mindestens 32 Milligramm Proanthocyanidingehalt pro Tagesportion),
  • Milchsäurebakterien der Art Lactobacillus rhamnosus (ein bis zehn Milliarden Keime pro Tag) und
  • Vitamin C (750 Milligramm pro Tag).

Man nimmt diese Stoffe über einen Zeitraum von 20 Tagen. Anschließend erfolgt eine Einnahmepause von zehn Tagen. Dann ist der Turnus beendet. Dieses Schema wird zur Vorbeugung dreimal hintereinander durchgeführt.

Methionin wirkt harnansäuernd

Wirkweise von Methionin

Die Aminosäure L-Methionin ist bei Blasenentzündungen eine Alternative zu Antibiotika. Sie säuert den Harn an; in leicht saurer Umgebung können krankheitserregende Bakterien schlechter wachsen. Dabei verhindert L-Methionin auch, dass sich Bakterien an die Blasenwand heften können. L-Methionin soll die Rate der Rückfälle senken.

Menschen mit Nervenstörungen oder Querschnittslähmungen leiden besonders häufig an Harnwegsinfekten. Methionin kann die Situation bessern, was eine Studie mit 89 Probanden zeigt. Vor der Studie hatten die Teilnehmer etwa zweieinhalb Blasenentzündungen im Jahr. Nach einer rund 256-tägigen Behandlung mit Methionin sank die Zahl der jährlichen Entzündungen:

  • Es traten im Durchschnitt nur 0,75 Infektionen in der MethioninGruppe auf. Die Hälfte der Teilnehmer hatte gar keinen Infekt.
  • Die Kontrollgruppe litt mit 1,45 Blasenentzündungen deutlich häufiger an Blaseninfektionen. In dieser Gruppe erlitten insgesamt 63,6 Prozent der Teilnehmer eine Blasenentzündung.

Dosiert wurde Methionin mit 1.000 bis 1.500 Milligramm pro Tag.

Zur Wirkung von Methionin liegen insgesamt nur wenige Studien vor. Dennoch wird Methionin in den Leitlinien der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie erwähnt (Paraplegie bedeutet Querschnittslähmung). Das Institut für Wirtschaftlichkeitsprüfung im Gesundheitswesen stellt aber fest, dass die Wirkung von Methionin bei Blasenentzündung nicht abschließend bewertet werden kann. Daher soll der Verlauf ärztlich überwacht werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Methionin

Methionin gibt es in Form von Tabletten. Die empfohlene Zufuhr für Erwachsene ist etwa 13 Milligramm Methionin pro Kilogramm Körpergewicht. Für eine Person mit 60 Kilogramm sind das versuchsweise 780 Milligramm pro Tag. Höhere Mengen können sinnvoll sein:

  • Um eine akute Blasenentzündung zu kurieren, raten Mikronährstoffmediziner zur Einnahme von bis zu 3.000 Milligramm Methionin am Tag.
  • Gegen wiederkehrende Infekte der unteren Harnwege empfiehlt man bis zu 1.500 Milligramm Methionin.

Tipp

Am besten wird Methionin aufgenommen, wenn es über den Tag verteilt und zwischen den Mahlzeiten eingenommen wird, beispielsweise dreimal täglich 500 bis 1.000 Milligramm (das entspricht einer Tagesdosis von 1.500 bis 3.000 Milligramm).

Methionin kann auch mit Cranberry kombiniert werden.

Zu beachten bei Methionineinnahme

In hoher Dosierung sollte Methionin nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da der Homocysteinspiegel steigt. Dies wird mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht, zum Beispiel mit Atherosklerose (Arterienverkalkung). 

Wird Methionin dennoch langfristig eingenommen, sollte der Homocysteinspiegel regelmäßig von einem Arzt kontrolliert werden. Auch die ausreichende Zufuhr von Folsäure, Vitamin B2, B6 und B12 ist wichtig: Bei einem Mangel an einem dieser Vitamine reichert sich Homocystein an.

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Methionin während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Bitte fragen sie in diesen Lebenssituationen ihren Arzt. Säuglinge sollten kein Methionin bekommen.

Zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Methionin verstärkt die Wirkung einiger Antibiotika wie Ampicillinen, Carbencillinen, Sulfonamiden, Nitrofurantoin und Nalidixinsäure.

Bei Übersäuerung (Azidose), erhöhtem Harnsäurespiegel (Hyperurikämie), Harnsäure-, Oxalat- und Cystinsteinen, bestimmten Stoffwechselerkrankungen (Homocysteinurie) oder Erkrankungen des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) und schweren Funktionsstörungen von Leber und Niere sollten Sie Methionin nicht einnehmen. Methionin kann die Wirksamkeit des Parkinsonmedikaments Levodopa verschlechtern.

Probiotika sorgen für gesunde Bakterienflora

Wirkweise von Probiotika

Drei Gläser Joghurt und in einem steckt ein Löffel
Probiotika beugen Bakterien vor und helfen bei Harnwegsinfektionen und wiederkehrenden Blasenentzündungen. Bild: Janna Danilova/iStock/Getty Images Plus

Bei Frauen, die nie an Blasenentzündungen litten, fand man in der Scheide vor allem Lactobazillen. Im Gegensatz dazu sind bei Patientinnen mit häufigen Blaseninfekten neben den Lactobazillen auch andere, schädliche Bakterienstämme (zum Beispiel Colibakterien) nachweisbar.
Lactobazillen erhöhen die Barrierefunktion und sorgen dafür, dass die Anzahl schädlicher Keime sinkt. Lactobazillen können bei wiederkehrenden Blasenentzündungen die gesunde Scheidenflora wiederherstellen. Das kann in manchen Fällen helfen.

Probiotika wirkten in einer Studie vergleichbar gut zu Antibiotika. Dabei wurden 252 ältere Frauen mit häufigen Harnwegsinfekten zwei Gruppen zugeteilt.

  • Die Probioitika-Gruppe erhielt zur Vorbeugung zwei Milliarden Bakterien pro Tag (Lactobacillus rhamnosus und Lactobacillus reuteri),
  • die Antibiotika-Gruppe eine Kombination aus Trimethoprim und Sulfamethoxazol (480 Milligramm pro Tag).

Vor der Behandlung hatten die Frauen etwa sieben Infektionen im Jahr, nach der Behandlung deutlich weniger (etwa 2,9 mit dem Antibiotikum und 3,3 mit der Bakterienmischung). Die Probiotika hatten zwar etwas schwächer als das Antibiotikum gewirkt, dafür stieg die Rate an antibiotikaresistenten Bakterien nicht an. Das ist ein entscheidender Vorteil der Probiotika.

Insgesamt gibt es viele Hinweise auf die Wirksamkeit einer probiotischen Therapie bei Harnwegsinfekten, sie ist aber noch nicht endgültig bewiesen. Die Behandlung ist im Vergleich zu einer antibiotischen Therapie sehr verträglich.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Um die bakterielle Besiedlung zu beeinflussen, nimmt man die Bakterienkulturen zweimal täglich ein. Verfügbar sind Kapseln oder Pulver. Die wirksame Dosis liegt bei etwa 10 Milliarden lebensfähigen Bakterien (1010). Es gibt auch Vaginalzäpfchen zum direkten Einführen.  

Erfolgreich getestet wurden Lactobazillenstämme wie Lactobacillus rhamnosus + Lactobacillus reuteri, Lactobacillus plantarum und Lactobacillus paracasei. Diese müssen über einen längeren Zeitpunkt eingenommen werden. Werden die Bakterien wieder abgesetzt, lässt die Wirkung nach.

Tipp

Die Therapie kann mit Cranberry-Extrakt und Vitamin C kombiniert werden.

Harnwegsinfekte vorbeugen mit Zink und Selen

Die Mineralstoffe Zink und Selen sind lebenswichtig: Beide Stoffe müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie helfen, Infektionen vorzubeugen, indem sie das Immunsystem stärken und Entzündungen verhindern. Der Schwerpunkt von Zink liegt auf der Vorbeugung von Infekten. Ob Zink bei akuten Harnwegsinfektionen hilft, ist zu wenig getestet.

Kinder, die in einer Studie zusätzlich zur Routinebehandlung Zinksulfatsirup einnahmen, erholten sich schneller von Harnwegsinfekten als Kinder der Kontrollgruppe, die nur die Routinebehandlung bekamen. Jedoch verschlimmerten sich unter der Einnahme von Zink Bauchschmerzen und hielten länger an.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink und Selen

Um einer bakteriellen Infektion vorzubeugen, kann man fünf bis 30 Milligramm Zink täglich einnehmen. Bei akuten Infekten können 50 bis 200 Mikrogramm Selen eingenommen werden. Zink und Selen sollten zusammen mit den Mahlzeiten zugeführt werden, um eine gute Verträglichkeit für den Magen zu erreichen.

Info

Selen kann mit Vitamin C kombiniert werden, wenn die Selenverbindung Natriumselenat eingenommen wird. Natriumselenit darf nicht mit Vitamin C kombiniert werden: Es wird von Vitamin C gebunden und kann dann nicht mehr vom Darm aufgenommen werden. Alles über Selen erfahren Sie hier.

Selen im Labor bestimmen lassen

Beim Einsatz von Selen gegen wiederkehrende Infekte der Blase oder vor längerer Einnahme von hoch dosiertem Selen (200 Mikrogramm) sollte man die Selenwerte im Blut überprüfen lassen.

Die Bestimmung von Selen im Vollblut ist am aussagekräftigsten. Ein Selenmangel liegt bei Werten unter 100 Mikrogramm pro Liter Vollblut vor. Normalwerte für Selen liegen zwischen 121 bis 150 Mikrogramm pro Liter Vollblut.

Zu beachten bei der Einnahme von Medikamenten

Bei der Einnahme von Zink parallel zur Therapie mit einem Antibiotikum wie Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®) und Norfloxacin (zum Beispiel Zoroxin®, Norfluxx®) sowie mit Tetracyclinen (zum Beispiel Imex®, Tefilin®) sollte Zink im Abstand von drei bis vier Stunden versetzt eingenommen werden, da es die Wirkung des Medikaments herabsetzt.

Kind mit einer großen Sonnenbrille schaut in die Sonne
Vitamin D stimuliert die Immun- und Entzündungsantwort, wodurch die Harnwege vor Infektionen geschützt werden können. Bild: vvvita/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D stärkt das Immunsystem

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D stimuliert die Immunantwort und abwehrende Entzündungsantwort. Daneben verbessert es die Barrierefunktion der oberflächlichen Gewebe. In der Blase regt es die Bildung besonderer Eiweiße an, wie Cathelicidin oder Defensine. Diese Stoffe weisen eine antimikrobielle Eigenschaft auf und schützen die Harnwege vor Infektionen. Vitamin D wird auch vom Körper benötigt, um bestimmte Abwehrfaktoren im Urin zu produzieren, die verhindern, dass sich Bakterien an die Blasenwand heften können.

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Harnwegsinfekte. Untersuchungen zeigen, dass ältere Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten niedrigere Vitamin-D-Spiegel als gesunde Frauen haben. Bei Frauen vor der Menopause steht ein Vitamin-D-Spiegel von weniger als 15 Nanogramm pro Milliliter im Zusammenhang mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Ähnliche Untersuchungen gibt es zu Kindern mit häufigen Harnwegsinfekten.

Eine Gabe von Vitamin D dürfte das Risiko senken, an Harnwegsinfekten zu erkranken. Eine Studie an Patienten mit Prediabetes (Vorstufe von Diabetes) zeigte, dass die wöchentliche Einnahme von 20.000 Internationale Einheiten Vitamin D die Häufigkeit von Blasenentzündungen verringerte. Der Einnahmezeitraum lag dabei bei fünf Jahren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Zur Stärkung des Immunsystems dosiert man 1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Die individuelle Dosis sollte am besten nach einer Laboranalyse des Vitamin-D-Spiegels vorgenommen werden. Bei Mangel sollte der Arzt die richtige Dosis festlegen.

Für eine langsame und dauerhafte Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels gilt die Faustregel: Dauerhafte Zufuhr von 1.000 Internationalen Einheiten pro Tag führen zu einer Erhöhung des Spiegels um 10 Nanogramm pro Milliliter. Hier finden Sie mehr zur Dosierung von Vitamin D.

Vitamin D sollte man zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit aufnehmen. Besonders wichtig ist eine geregelte Vitamin-D-Versorgung im Winter. Vor allem bei häufigen Infekten ist die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels sinnvoll: Ein Vitamin-D-Mangel schwächt das Immunsystem.

Vitamin-D-Werte im Labor bestimmen

Vitamin-D-Mangel wird im Labor anhand der Blutwerte festgestellt. Der optimale Vitamin-D-Wert liegt zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter. Nach zwei bis sechs Monaten sollte der Spiegel erneut kontrolliert werden.

Zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenten

Bei Nierensteinen oder Niereninsuffizienz darf Vitamin D nicht zugeführt werden, da es die Calciumausscheidung erhöht. Die kranke Niere kann mit den erhöhten Calciumwerten nicht umgehen.

Wenn Vitamin D zusammen mit Thiaziden eingenommen wird, sollte der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert werden, sonst kann es zu überhöhten Calciumwerten im Blut kommen. Zu den Thiaziden gehören vor allem Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®) und Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®).

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Harnwegsinfekten

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin C

100 Milligramm (mg)

Mineralstoffe

Zink

5 bis 30 Milligramm

Selen

50 bis 200 Mikrogramm (µg) in Abhängigkeit vom Selenspiegel

Sekundäre Pflanzenstoffe/anderes

Cranberrysaft

125 bis 300 Milliliter (ml) gegen wiederkehrende Blasenentzündungen

Cranberry-Extrakt

mit 30 bis 70 Milligramm Proanthocyanidinen

Meerrettichwurzel (Pulver)

Kapuzinerkressekraut (Pulver)

1.000 bis 2.000 Milligramm 

2.400 bis 5.000 Milligramm

Meerrettich-Extrakt

Kapuzinerkresse-Extrakt

50 bis 500 Milligramm

250 bis 2.500 Milligramm

Methionin

1.500 Milligramm

Probiotika

1 bis 20 Milliarden (1 bis 20 x 109)

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Harnwegsinfekten und Seleneinnahme

Normalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) Serum

Selen

121 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l) Vollblut

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Probiotika verringern Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika schädigen die natürliche Darmflora, sodass es zu Durchfällen kommen kann. Eine gleichzeitige Probiotikaeinnahme unterstützt das bakterielle Gleichgewicht des Darms und hemmt die Vermehrung von krankmachenden Darmkeimen. Das senkt das Risiko für Durchfall bei Antibiotikaeinnahme. Kommt es trotzdem zu Durchfall, ist er mit Probiotika schwächer und kürzer. Wirksam sind besonders Lactobazillen und die Hefe Saccharomyces boulardii.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Antibiotika

Probiotika

1 bis 20 Milliarden (1 bis 20 x 109)

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Zusammenfassung

Ein Harnwegsinfekt wird meist durch Bakterien verursacht. Die Mikronährstofftherapie greift auf verschiedenen Ebenen an: Die Anheftung von Erregern an der Blasenwand kann durch Cranberry-Extrakt und Mannose verhindert werden. Das Wachstum von Krankheitskeimen wird durch Methionin, Vitamin C und Probiotika unterdrückt. Der Grund: Methionin und Vitamin C wirken harnsäurend und Probiotika fördern eine gesunde Bakterienflora.

Auch natürliche Antibiotika wie Senföle aus Kapuzinerkresse oder Meerrettich wirken gegen Harnwegsinfektionen, indem sie eindringende Bakterien unschädlich machen.

Zu den Mikronährstoffen, die das Immunsystem stärken und die Entzündung kontrollieren, zählen Selen, Vitamin C und Vitamin D. Alle hier genannten Mikronährstoffe − insbesondere Vitamin C, Vitamin D, Selen und Zink − können wiederkehrenden Harnwegsinfekten vorbeugen, da sie das Immunsystem stärken und Entzündungen vermindern. 

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Verzeichnis der Studien und Quellen

Afshar, K. et al. (2012): Cranberry juice for the prevention of pediatric urinary tract infection: a randomized controlled trial. J Urol. 2012 Oct;188(4 Suppl):1584-7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22910239, abgerufen am: 29.02.2018.

Afshar, K. et al. (2012): Cranberry juice for the prevention of pediatric urinary tract infection: a randomized controlled trial. J Urol. 2012 Oct;188(4 Suppl):1584-7. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22910239, abgerufen am: 29.02.2018.

Altarac, S. et al. (2013): Use of d-mannose in prophylaxis of recurrent urinary tract infections (UTIs) in women. BJU Int. 2013, 113: 9–10. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bju.12492/full, abgerufen am: 12.02.2018

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