Morbus Basedow: Therapie unterstützen

Wie Vitamine und Co. die Behandlung der autoimmunen Schilddrüsenüberfunktion unterstützen

Morbus Basedow ist eine chronische Autoimmunerkrankung. Das körpereigene Immunsystem bildet Antikörper gegen das Gewebe der Schilddrüse. Dadurch wird die Schilddrüse überaktiv und gibt vermehrt Schilddrüsenhormone ab. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit Herzrasen, Nervosität und Schlafstörungen. Lesen Sie, wie Mikronährstoffe die Schilddrüse bei Morbus Basedow schützen und die Symptome lindern können.

Modell einer Schilddrüse und Medikamente
Morbus Basedow äußert sich durch eine Überfunktion der Schilddrüse. Die Schilddrüse ist überaktiv und produziert zu viele Hormone. Bild: Shidlovski/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Wie entsteht ein Morbus Basedow?

Bei Morbus Basedow bildet das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen das Gewebe der Schilddrüse. Man spricht von einer Autoimmunerkrankung. Die Antiköper binden an die Schilddrüse und aktivieren sie. Dadurch werden vermehrt Schilddrüsenhormone gebildet. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

Warum das eigene Immunsystem gesundes Gewebe zerstört, ist noch unklar. Man vermutet aber äußere Einflüsse wie Stress, Schwangerschaft, Rauchen oder Viruserkrankungen als Auslöser. Auch eine genetische Veranlagung wird diskutiert.

Welche Symptome treten bei einem Morbus Basedow auf?

Grafische Darstellung der Symptome von Hyperthyreose
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) äußert sich durch verschiedene Symptome. Bild: medicalstocks/iStock/Getty Images Plus

Beim Morbus Basedow treten zu Beginn häufig nur wenige oder keine Symptome auf. Beim Fortschreiten der Erkrankung kann es aber zu unterschiedlichen Beschwerden kommen. Die Schilddrüse ist das Gaspedal des Körpers. Daher werden verschiedene Funktionen überstimuliert. Es treten auf:

  • Herzrasen, Herzrhythmusstörungen und hoher Blutdruck
  • Nervosität, Schlafstörungen
  • Durchfall, Gewichtsverlust
  • Erschöpfung
  • Schwitzen und Unverträglichkeit für Wärme
  • Haarausfall
  • Zittern der Hände
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Aggressivität
  • Zyklusstörungen bei der Frau, Impotenz beim Mann

Bei mehr als der Hälfte aller Erkrankten treten sichtbar die Augen hervor. Umgangssprachlich spricht man dabei von Glupschaugen. Durch Entzündungen in der Augenhöhle und Veränderungen am Bindegewebe und Fettkörper werden die Augen aus dem Schädel gedrückt. Das führt vermehrt zu Sehstörungen und Augenbeschwerden. Man nennt dies eine endokrine Orbitopathie. In schweren Fällen kommt es auch zu einer Schwellung der Unterschenkel, Hände und Füße.

Bei manchen Patienten kommt es zusätzlich zum Wachstum der Schilddrüse. Die Folge ist eine Schilddrüsenvergrößerung (Kropf oder Struma). Das kann zu Enge- oder Druckgefühlen im Halsbereich und beim Schlucken und Atmen führen.

Je länger der Morbus Basedow besteht, desto stärker sind die Symptome. In schweren Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Schilddrüsenhormonvergiftung kommen.

Info

Autoimmunerkrankungen treten oft gehäuft auf. Auch bei Morbus Basedow ist das Risiko für weitere Immunerkrankungen erhöht. Darunter sind Zöliakie, Diabetes mellitus Typ 1, die Weißfleckenkrankheit der Haut, autoimmune Gastritis oder eine Nebennierenunterfunktion (Morbus Addison).

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Ziele der Behandlung

Wie wird Morbus Basedow klassisch behandelt?

Da Morbus Basedow zu einer Schilddrüsenüberfunktion führt, wird die Bildung der Schilddrüsenhormone mit Medikamenten blockiert (sogenannte Thyreostatika mit den Wirkstoffen Carbimazol wie Carbimazol - 1 A Pharma®, Carbistad®, Thiamazol wie Favistan®, Methizol® und Thyrozol®, Propylthiouracil wie Propycil®und Perchlorat wie Irenat®). In der Hälfte aller Fälle ist Morbus Basedow nach dem Absetzen ausgeheilt.

Sollten die Medikamente nicht helfen, kann die Schilddrüsenfunktion durch eine Radiojodtherapie oder eine Schilddrüsenoperation ausgeschaltet werden. Das überaktive Schilddrüsengewebe wird bei der Radiojodtherapie zerstört und bei einer Operation entfernt. Danach sind Betroffene lebenslang auf die Einnahme von Schilddrüsenhormonen angewiesen, um eine Schilddrüsenunterfunktion zu vermeiden. Diese sind jedoch verträglicher als eine dauernde Einnahme von Thyreostatika.

Augensymptome (Orbitopathie) können ebenfalls gelindert werden: Trockene Augen werden oft mit Augentropfen, Salben und Gelen behandelt. Sie enthalten befeuchtende Wirkstoffe wie Povidon oder Hydroxypropylmethylcellulose. Bei hervortretenden Augen und Schwellungen wird Cortison als Entzündungshemmer eingesetzt. Auch bei den seltenen Schwellungen der Unterschenkel, Hände und Füße wird in schweren Fällen Cortison angewendet. Übliche Wirkstoffe sind beispielsweise Prednison (wie Decortin®, Lodotra®), Prednisolon (wie Alpicort®) und Methylprednisolon (wie Medrol®, Generika).

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die klassische Behandlung von Morbus Basedow kann durch Mikronährstoffe ergänzt werden. Durch die Schilddrüsenüberfunktion kann es zu oxidativem Stress kommen. Dieser kann durch Antioxidantien gelindert werden. Antioxidative Vitamine und Mineralstoffe verringern auch Entzündungen des Gewebes und verlangsamen dadurch das Fortschreiten der Erkrankung.

Folgende Stoffe werden in der Mikronährstoffmedizin hauptsächlich eingesetzt:

Darüber hinaus können bestimmte Mikronährstoffe die Wirkung der klassischen Medikamente verstärken oder deren Nebenwirkungen abschwächen.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Antioxidantien reduzieren oxidativen Stress

Wirkweise von Antioxidantien

Menschliches Auge
Antioxidantien könnten Augensymptome bei Morbus Basedow lindern. Bild: monkeybusinessimages/iStock/Getty Images Plus

Die Schilddrüse hat einen gefährlichen Stoffwechsel, bei dem freie Radikale oxidativen Stress auslösen. Oxidativer Stress verändert körpereigene Eiweiße, sodass sie vom Immunsystem als „Fremdstoffe“ angegriffen werden. Das kann eine Ursache von autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen sein und die Erkrankung verschlimmern. Daher müssen freie Radikale laufend durch Antioxidantien entgiftet werden.   

Laut Beobachtungsstudien haben Personen mit einer Schilddrüsenüberfunktion erhöhten oxidativen Stress. Dagegen sind typische Antioxidantien wie Vitamin E und Coenzym Q10 im Blut verringert. Eine erste kleine Studie zur Einnahme von Antioxidantien zeigt positive Effekte: Ein Präparat mit Vitamin E, C, Beta-Carotin, Kupfer, Zink, Mangan und Selen senkte den oxidativen Stress bei Morbus Basedow. Diese Wirkung war vergleichbar mit einem Thyreostatikum (Methimazol). Die Patienten hatten zudem weniger Symptome, wenn der oxidative Stress abnahm (gemessen im Urin).

Viele Basedow-Patienten haben Augenbeschwerden. Laborversuche zeigen, dass oxidativer Stress und Entzündungen an diesen Prozessen beteiligt sind. Antioxidantien hemmen beide Zustände. Hinweise liegen aus Untersuchungen im Labor vor für Beta-Carotin, Vitamin C, Quercetin, Curcumin, Resveratrol, Grüntee-EGCG und zum Teil für N-Acetylcystein (NAC).

Der Stoffwechsel der Schilddrüse ist gefährlich, vor allem bei einer Überfunktion: Dann können oxidativer Stress und Entzündungen entstehen. Erhöhter oxidativer Stress bei Morbus Basedow wird durch die Medikamente gesenkt. Antioxidantien könnten die Behandlung unterstützen und Beschwerden zusätzlich lindern. Es liegen bereits ermutigende Studien vor. Für endgültige Beweise ist es noch zu früh. Fest steht aber, dass die Ernährung reich an Antioxidantien sein sollte.

Antioxidantien: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Zur Unterstützung der Behandlung von Morbus Basedow empfehlen Mikronährstoff-Experten fast immer ein niedrig dosiertes Kombinationspräparat. Dadurch ergänzen sich die Wirkungen der Antioxidantien. Neben Vitaminen und Mineralstoffen sollten auch sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sein. Antioxidantien kommen in Lebensmitteln auch immer in Kombination vor.

Folgende Dosierungen und Kombinationen sind vorgeschlagen:

  • Vitamin C: 200 bis 300 Milligramm
  • Vitamin E: 20 bis 40 Milligramm
  • Coenzym Q10: 50 bis 100 Milligramm
  • Curcumin: 15 bis 30 Milligramm
  • Grüntee-Extrakt: 60 bis 130 Milligramm (mit 50 bis 100 Milligramm Catechinen)

Die Präparate sollten zum Essen eingenommen werden, damit sich die Verträglichkeit verbessert. Zudem hilft das Fett aus der Mahlzeit die fettlöslichen Wirkstoffe optimal aufzunehmen.

Verschiedene Lebensmittel
Präparate mit Antioxidantien sollten immer möglichst viele verschiedene Stoffe enthalten. Auch in Lebensmitteln kommen sie immer in Kombination vor. Bild: Bogdan Kurylo/iStock/Getty Images Plus

Info

Einige Studien liefern Hinweise, dass bei der Einnahme von Antioxidantien das Gesamt- und das LDL-Cholesterin von Basedow-Patienten ansteigen könnten. Personen mit bereits erhöhten Cholesterinspiegeln sollten daher ihre Werte regelmäßig überprüfen lassen.

Antioxidantien im Labor bestimmen lassen

Antioxidantien und freie Radikale (Oxidantien) müssen im Gleichgewicht sein. Vor allem bei der Einnahme von hoch dosierten Antioxidantien empfiehlt es sich, den antioxidativen Status im Labor bestimmen zu lassen. Er gibt Aufschluss darüber, ob das Verhältnis zwischen freien Radikalen und Antioxidantien ausgeglichen ist.

Normalwerte des Gesamt-Antioxidantienstatus im Blut liegen zwischen 1,13 und 1,57 Millimol pro Liter. Es gibt aber auch viele andere Untersuchungsmethoden, aus denen sich andere Normalwerte ergeben. Im Zweifelsfall zählen deshalb die Werte, die das Labor vorgibt. 

Antioxidantien: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen oder bei Medikamenten

Die Studienlage zu Pflanzenstoffen ist nicht ausreichend, um eine Einnahme von Präparaten bei Schwangeren oder Stillenden bedenkenlos empfehlen zu können.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten Menschen mit einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht ergänzen.

Curcumin sollte nicht bei vorhandenen Gallensteinen angewendet werden, da es die Produktion von Gallensäuren anregt. Es könnte zu einem verstopften Gallengang mit starken Schmerzen (Kolik) kommen. Ein „Zuviel“ an Galle kann auch Durchfälle verursachen. Menschen mit akuten Durchfallerkrankungen sollten daher ebenfalls auf Curcumin verzichten.

Pflanzenextrakte können die Wirkung einiger Medikamente verstärken oder abschwächen:

  • Bestimmte Stoffe in grünem Tee blockieren die Medikamentenaufnahme im Darm. Dazu gehören Betablocker wie der Wirkstoff Bisoprolol (zum Beispiel Bisoprolol®, Concor®) oder der Blutdrucksenker Nifedipin (etwa Adalat®, Aprical®, Nifical®). Zwischen den Einnahmen sollten deshalb mindestens vier Stunden liegen.
  • Es gibt Hinweise aus Tierstudien zu Wechselwirkungen von Curcumin mit Blutverdünnern und Blutgerinnungshemmern (Cumarin-Derivate). In Studien an Menschen wurde dies zwar noch nicht gezeigt, dennoch empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Arzt. Dazu gehören Warfarin (Coumadin®), Clopidogrel (Iscover®, Plavix®), Phenprocoumon (Marcumar®), Acetylsalicylsäure ASS, Aspirin®) oder Heparin (Clexane®). Vorsicht gilt auch bei Coenzym Q10.
  • Antioxidantien wie Vitamin C und Grüntee-Extrakt können die Wirkung von Krebsmedikamenten herabsenken. Sie sollten deshalb während einer solchen Behandlung nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Selen schützt die Schilddrüse

Wirkweise von Selen

Selen-Kapseln
Mikronährstoff-Experten empfehlen bei vielen Schilddrüsenerkrankungen die Ergänzung von Selen. Bild: digicomphoto/iStock/Getty Images Plus

Bei Morbus Basedow entsteht oxidativer Stress bei der Überproduktion der Schilddrüsenhormone. Selen ist ein unverzichtbarer Bestandteil von körpereigenen antioxidativen Enzymen, die oxidativen Stress abwehren. Darüber hinaus ist Selen Bestandteil von Enzymen zum Auf- und Abbau von Schilddrüsenhormonen. Erst durch eine gute Selenversorgung kann die Schilddrüsenfunktion optimal ablaufen. Nebenbei braucht der Körper Selen, um Entzündungen zu dämpfen.

In mehreren Beobachtungsstudien trat ein niedriger Selenspiegel bei Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow häufig auf. Zum gezielten Einsatz von Selen bei Morbus Basedow gibt es bereits erste Übersichtsstudien: Selen senkte die Konzentration der Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe. Ebenso wurden die Symptome an den Augen gelindert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. Auch eine schnellere Normalisierung der Schilddrüsenfunktion wurde durch eine Ergänzung der medikamentösen Behandlung mit Selen erzielt.

Da Selen oxidativen Stress mildert, wird angenommen, dass es positive Auswirkungen auf Morbus Basedow haben kann. Die verfügbaren Studien liefern ermutigende Ergebnisse. In Leitlinien anerkannt ist die Selengabe vorerst aber nur bei Augensymptomen des Morbus Basedow. Bisher wurden jedoch keine negativen Auswirkungen beobachtet. Darum ist die Ergänzung von Selen bei Schilddrüsenerkrankungen einen Versuch wert.

Info

Andere Mineralstoffe wie Zink, Mangan und Kupfer sind ebenfalls für die körpereigenen Entgiftungssysteme wichtig. Diese Systeme greifen ineinander. Darum sollten diese Mineralstoffe grundsätzlich immer gleichzeitig zur Verfügung stehen. Ob bei Basedow häufig ein Mangel dieser Mineralstoffe vorliegt oder eine Störung der antioxidativen Entgiftung, ist aber noch nicht geklärt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Selen

Für Selen wird in der Mikronährstofftherapie bei Schilddrüsenerkrankungen eine Einnahme von 100 bis 200 Mikrogramm pro Tag empfohlen – idealerweise in Rücksprache mit dem Mikronährstoff-Experten, da Selen auf Dauer überdosiert werden kann. Selen sollte am besten zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen.

Tipp

Selen sollte vorzugsweise als anorganische Verbindungen wie Natriumselenat oder -selenit zugeführt werden. Bei organischem Selen, wie Selen-Hefe und Selenomethionin, ist die Gefahr einer Überdosierung deutlich höher. Diese Verbindungen können sich im Körper anreichern. Daher sollten organische Verbindungen auf Dauer deutlich niedriger dosiert werden.

Achten Sie bei Multivitaminpräparaten mit Vitamin C darauf, dass die Verbindung Natriumselenat enthalten ist. Die Aufnahme von Natriumselenit wird durch Vitamin C gehemmt.

Selen im Labor bestimmen lassen

Bei der regelmäßigen Einnahme von Selen sollte die Selenversorgung bestimmt werden, damit es nicht überdosiert wird. Selen sollte idealerweise im Vollblut (mit allen Blutzellen) gemessen werden. Dies ist aussagekräftiger als die Bestimmung im Serum (Blutflüssigkeit). Normale Werte liegen zwischen 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter.

Selen: zu beachten bei Erkrankungen

Selen sollte bei chronischer Nierenschwäche nicht ohne Blutkontrolle über Präparate eingenommen werden. Schwache Nieren können überschüssiges Selen nicht richtig ausscheiden und die Konzentration im Blut könnte zu stark ansteigen.

Es besteht der Verdacht, dass eine Selenüberversorgung das Risiko für Diabetes erhöhen könnte. Zu hohe und zu niedrige Selenwerte sollten deshalb vermieden werden. Ohne Blutkontrolle sind bei hohem Diabetesrisiko nur Selenmengen von 50 bis 100 Mikrogramm ratsam.

Vitamin D reguliert das Immunsystem

Wirkweise von Vitamin D

Sonnenschein
Vitamin D wird normalerweise mithilfe Sonnenstrahlen in der Haut gebildet. Doch oft reicht die Strahlung nicht aus – vor allem in Winter. Bild: Xurzon/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D reguliert das Immunsystem, spielt eine Rolle im Calciumstoffwechsel und beim Auf- und Abbau der Knochen. Bei Morbus Basedow tritt häufig ein verringerter Vitamin-D-Spiegel auf und es kommt öfter als bei Gesunden zu einem Mangel. Forscher identifizierten in mehreren Beobachtungsstudien einen Vitamin-D-Mangel als Risikofaktor für Morbus Basedow. Außerdem liefern Beobachtungsstudien Hinweise, dass Vitamin D vor Rückfällen schützen könnte.

In einer ersten Studie zur gezielten Einnahme senkte Vitamin D Antikörper, welche die Schilddrüse zu sehr anregen. Daher wird vermutet, dass Vitamin D bei Morbus Basedow eine wichtige Rolle spielt. Auch konnte in einer anderen ersten Studieeine günstige Wirkung auf die Schilddrüsengröße und die Augensymptome beobachtet werden.

Bei etwa der Hälfte aller Patienten mit Morbus Basedow kommt es nach einer operativen Entfernung der Schilddrüse zu einem krankhaft verminderten Calciumspiegel. Grund ist die Schädigung der Nebenschilddrüse. Sie ist für einen ausgeglichenen Calciumspiegel verantwortlich. Forscher stellten durch eine Übersichtsarbeit fest, dass der Vitamin-D-Spiegel vor der Operation entscheidend ist: Wer schon einen Mangel hatte, wies nach der OP häufiger einen verminderten Calciumspiegel auf. Allerdings konnte die Behandlung mit Vitamin D in einer hochwertigen Studie die Calciumwerte nicht normalisieren.

Es gibt viele Daten, die einen Vitamin-D-Mangel bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen verdeutlichen. Vitamin D könnte auch Symptome bei Morbus Basedow verbessern und Rückfälle vermeiden. Weitere Studien sind allerdings noch nötig. Da ein Vitamin-D-Mangel bei uns aber sehr häufig ist, kann sich die Einnahme lohnen.

Expertenwissen

Wie gut Vitamin D hilft, könnte auch von der Genetik abhängen. Es gibt viele Varianten des Vitamin-D-Rezeptors (Andockstellen). So wurde ein Zusammenhang zwischen bestimmten Genotypen des Rezeptors und einer Orbitopathie bei Morbus Basedow beobachtet.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Um einem Mangel vorzubeugen, wird empfohlen, 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D einzunehmen. Die genaue Dosierung hängt vom aktuellen Vitamin-D-Spiegel ab, der im Labor bestimmt werden kann.

Generell ist es ratsam, die Einnahme von Vitamin D bei Morbus Basedow mit dem Arzt abzusprechen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann zu einem krankhaften Calciumanstieg führen.Da Vitamin D für den Calciumhaushalt wichtig ist, könnten die Calciumspiegel durch hoch dosiertes Vitamin D noch weiter steigen. Nach einer Schilddrüsenoperation kann auch die Ergänzung von Vitamin D zusammen mit Calcium sinnvoll sein. Dies sollte jedoch ein Arzt oder Mikronährstoff-Experte entscheiden.

Vitamin D ist fettlöslich. Es sollte daher für eine bessere Aufnahme im Darm immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Vitamin-D-Bluttest
Mit einem Bluttest kann man die Versorgung mit Vitamin D messen lassen. Bild: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Am besten lässt man seinen Vitamin-D-Spiegel zweimal im Jahr bestimmen. Im Labor wird dann die Transportform im Blut gemessen – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D. Für einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen sollte der Wert zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Es kann vorkommen, dass sich die Vitamin-D-Werte im Blut je nach Labor unterscheiden. Deshalb empfiehlt es sich zur Kontrolle des Verlaufs, Vitamin D immer im selben Labor untersuchen zu lassen.

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenten

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden: Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut. Da Vitamin D die Calciumaufnahme aus dem Darm steigert, könnte die Menge im Blut weiter ansteigen.

Nierenpatienten sollten Vitamin D nur einnehmen, wenn bei ihnen ein Mangel nachgewiesen wurde und der Arzt die Calciumwerte kontrolliert. Bei ihnen kann der Calciumhaushalt gestört sein. Zu hohe Calciumwerte sind möglich. Es würde zu einer Überdosierung führen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bestimmte Entwässerungsmedikamente (Thiazide) senken die Calciumausscheidung über die Nieren. Vitamin D sollte nur gemeinsam mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird. Dazu gehören Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®) und Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®).

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Morbus Basedow

 

Vitamine

Vitamin C

200 bis 300 Milligramm (mg)

Vitamin E

20 bis 40 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) oder je nach Blutspiegel

  
 

Mineralstoffe

Selen

(als Natriumselenat oder -selenit)

100 bis 200 Mikrogramm (µg)

  
 

Sonstige Nährstoffe und Pflanzenstoffe

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

Curcumin

15 bis 30 Milligramm

Grüntee-Extrakt

60 bis 130 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Morbus Basedow

 

Normalwerte

Antioxidantienstatus

1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter (mmol/l)

Selen

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Antioxidantien verbessern die Wirkung von Medikamenten bei Schilddrüsenüberfunktion

Grafische Darstellung der Schilddrüse
Mikronährstoffe können auch die Wirkung von Schilddrüsenmedikamenten (Thyreostatika) unterstützen und die Schilddrüse schützen. Bild: Mohammed Haneefa Nizamudeen/iStock/Getty Images Plus

Antioxidantien, wie Selen, unterstützen die Wirkung des Thyreostatikums Methimazol. In einer ersten Studie konnte die Ergänzung von Selen zu Methimazol die Schilddrüsenhormone und -antikörper stärker senken als Methimazol allein. Daher vermuten Forscher, dass diese Kombination die Schilddrüsenaktivität verbessern könnte.

In einer hochwertigen Studie senkte eine Mischung aus Antioxidantien den oxidativen Stress im Urin. Die erzielte Wirkung war ähnlich stark wie bei Methimazol. Eine Schilddrüsenüberfunktion bei Morbus Basedow hängt mit oxidativem Stress zusammen. Im Präparat enthalten waren Vitamin E und C, Beta-Carotin, Kupfer, Zink, Mangan und Selen.

Mikronährstoff-Experten empfehlen begleitend zu Thyreostatika meist ein Kombinationspräparat – zum Beispiel mit 100 bis 200 Mikrogramm Selen, 200 bis 300 Milligramm Vitamin C und 20 bis 40 Milligramm Vitamin E.

Vitamin D könnte die Thyreostatika-Wirkung verbessern

Auch für Vitamin D gibt es Hinweise, dass eine Einnahme die Methimazol-Wirkung verbessern könnte. In einer hochwertigen Studie verringerte Vitamin D in Kombination mit dem Medikament die Schilddrüsengröße und linderte die Augenbeschwerden bei Morbus Basedow.Dabei wurde monatlich hoch dosiertes Vitamin D in den Muskel gespritzt. Die Behandlung erfolgte drei Monate und wurde mit einer alleinigen Therapie mit Methimazol verglichen.

Auf die Muskelfunktion hatte Vitamin D in einer weiteren hochwertigen Studie egleitend zu Medikamenten jedoch keinen Effekt. Im Gegenteil: Eine Verbesserung der Muskelfunktion wurde verhindert. Woran dies liegt, ist unklar.

Vitamin D könnte positiv auf die medikamentöse Behandlung des Morbus Basedow wirken.Aufgrund von möglichen Nebenwirkungen sollte die Vitamin-D-Dosierung jedoch zwischen 1.000 und 2.000 Internationalen Einheiten pro Tag liegen. Bei höheren Dosierungen ist bei Morbus Basedow die Rücksprache mit einem Mikronährstoff-Experten angeraten.

Calcium und Vitamin D lindern Nebenwirkungen von Cortison

Bei Schwellungen oder Symptomen der Augen durch Morbus Basedow wird Cortison eingesetzt. Die Medikamente unterdrücken das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Allerdings stört Cortison den Calciumstoffwechsel. Wenn es über längere Zeit eingenommen wird, kann es zu einem Calciummangel kommen: Cortison verursacht eine verminderte Calciumaufnahme über den Darm sowie eine vermehrte Ausscheidung über die Nieren.

Eine dauerhafte Cortisoneinnahme führt zu einem gestörten Knochenstoffwechsel. Dadurch steigt das Risiko für Osteoporose. Daher ist beim längeren Einsatz von Cortison eine Calciumeinnahme (1.000 Milligramm) zu empfehlen. Damit Calcium gut aufgenommen wird, sollte der Körper ausreichend mit Vitamin Dversorgt sein. Sinnvoll sind 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten pro Tag.

Tipp

Für gesunde Knochen ist außerdem Vitamin K wichtig – vor allem die Unterform K2. Es sorgt dafür, dass Calcium in die Knochen eingelagert wird.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Medikamenten

 

Methimazol

Selen

100 bis 200 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

200 bis 30 Milligramm (mg)

Vitamin E

20 bis 40 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) oder je nach Blutspiegel

  
 

Cortison

Calcium

1.000 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten oder je nach Blutspiegel

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Zusammenfassung

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen das Gewebe der Schilddrüse. Dadurch werden vermehrt Schilddrüsenhormone gebildet. Es kommt zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

Morbus Basedow kann medikamentös behandelt werden. Mikronährstoffe unterstützen dies: Bei der Erkrankung herrscht oxidativer Stress, den Antioxidantien lindern können. Wichtig sind Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10 und Pflanzenstoffe. Antioxidantien könnten außerdem Symptome von Morbus Basedow lindern – vor allem Beschwerden an den Augen. Auch Selen schützt die Schilddrüse vor Angriffen des Immunsystems und vor oxidativem Stress. Zudem ist Selen unentbehrlich für den Auf- und Abbau von Schilddrüsenhormonen.

Betroffene haben oft einen Vitamin-D-Mangel. Vitamin D ist wichtig zur Regulation des Immunsystems und des Calciumspiegels. Man vermutet, dass die Ergänzung von Vitamin D Morbus Basedow verbessern und Rückfälle vermeiden könnte.

Auch kann die Wirkung der Medikamente (Thyreostatika) bei Morbus Basedow durch Mikronährstoffe unterstützt werden. Antioxidantien, wie Selen, Vitamin C und E, verringern oxidativen Stress. Cortison wird zur Linderung der Augenbeschwerden eingesetzt – allerdings oft mit Nebenwirkungen: Auf Dauer stört Cortison den Knochenstoffwechsel. Calcium in Kombination mit Vitamin D kann diesen Nebenwirkungen entgegenwirken.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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