Multitalent Vitamin D: für Knochen, Immunsystem und Botenstoffe

Wie man einen Mangel richtig ausgleicht und bei welchen Erkrankungen das unbedingt notwendig ist

Hand vor aufgehender Sonne
Vitamin D ist an vielen wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. Vitamin D wird über die Nahrung aufgenommen und durch Sonneneinstrahlungen vom Körper gebildet, Bild: LFO62/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D ist nicht nur wichtig für gesunde Knochen, auch die Zellteilung, das Immunsystem und Botenstoffe benötigen Vitamin D. Der Körper kann Vitamin D zwar selbst herstellen, ein Mangel ist jedoch weit verbreitet. Erfahren Sie, bei welchen Erkrankungen ein Vitamin-D-Mangel unbedingt ausgeglichen werden sollte und wann man Vitamin D am besten einnimmt.

Eigenschaften und Vorkommen in Lebensmitteln

Eigenschaften und Formen von Vitamin D

Vitamin D kann über die Nahrung aufgenommen und unter Sonneneinstrahlung vom Körper gebildet werden. Es wird zwar zu den fettlöslichen Vitaminen gezählt, aber da der Körper es selbst bilden kann, ist es streng genommen eine Hormonvorstufe.

Man unterscheidet zwischen zwei Unterformen: Vitamin D2 und D3. Vitamin D2 ist die Form, die in Pflanzen vorkommt. Vitamin D3 – sogenanntes Cholecalciferol – ist dagegen die Form, die vom Körper selbst gebildet wird und auch in tierischen Lebensmitteln zu finden ist.

Vorkommen von Vitamin D in Lebensmitteln

Für Vitamin D gibt es nur sehr wenige gute Quellen. Zu den besten Quellen gehört fettreicher Fisch. In geringen Mengen kommt Vitamin D in Avocado, Pilzen und Hühnerei vor (2 bis 5 Mikrogramm pro 100 Gramm). Die fünf besten Vitamin-D-Lieferanten sind:

Die fünf besten Vitamin-D-LieferantenMikrogramm (µg) pro 100 Kalorien (kcal)Mikrogramm pro 100 Gramm (g)
Lebertran34300
Hering (Atlantik)11,627
Sardine9,311
Lachs7,9 16
Aal7,120

Hinweis: Werte können schwanken. 

Lebensmittel auf Tisch
Es gibt nur wenige Lebensmittel, in denen Vitamin D vorkommt. Zu den besten Quellen gehört fettreicher Fisch, aber auch Hühnerei enthält Vitamin D. Bild: happy_lark/iStock/Getty Images Plus
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Bedarf und Funktionen im Körper

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin D?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gab bis zum Jahr 2012 an, dass man am Tag 200 Internationale Einheiten Vitamin D über Lebensmittel zu sich nehmen soll. Insgesamt 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen erreichten die empfohlene Menge allerdings nicht. Inzwischen schätzt die DGE, dass man pro Tag 800 Internationale Einheiten Vitamin D aufnehmen sollte, wenn kein Vitamin D in der Haut gebildet wird.

Täglicher Vitamin-D-Bedarf in Internationalen Einheiten (IE)
Jugendliche und Erwachsene 800
Senioren800
Schwangere800
Stillende Mütter800

 

Info

Der Vitamin-D-Bedarf wird häufig auch in Mikrogramm angegeben. Eine Internationale Einheit Vitamin D entspricht 0,025 Mikrogramm. Möchte man wissen, wie viel 800 Internationale Einheiten in Mikrogramm sind, muss man 0,025 mit 800 malnehmen. 800 Internationale Einheiten sind also 20 Mikrogramm.

Viele Experten sagen allerdings, dass diese Empfehlung nicht ausreicht, um einen gesundheitsfördernden Vitamin-D-Spiegel im Blut zu erreichen. Zwar wird Vitamin D durch Sonnenstrahlung in der Haut gebildet und muss theoretisch nicht über die Ernährung aufgenommen werden; die Praxis zeigt aber, dass dies oft nicht erreicht wird.

Eine internationale Fachgesellschaft, die Endocrine Society, rät Erwachsenen, am Tag 1.500 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D aufzunehmen, also das Doppelte der DGE-Empfehlung.

Andere Experten sagen, dass man pro Kilogramm Körpergewicht 40 bis 60 Internationale Einheiten einnehmen sollte – bei 60 Kilogramm sind dies 2.400 bis 3.600 Internationale Einheiten.

Vitamin D: Aufnahme, körpereigene Bildung und Speicherung

Ungefähr die Hälfte des Vitamin D aus der Nahrung wird im Dünndarm aufgenommen. Vitamin D kann jedoch auch selbst produziert werden: Hierzu ist Sonnenstrahlung nötig, die eine Vitamin-D-Vorstufe in der Haut zu Vitamin D umwandelt.

Vitamin D wird in der Muskulatur und im Fettgewebe gespeichert. Geringe Mengen sind auch in der Leber zu finden.

Welche Wirkung hat Vitamin D?

Illustration Wirkweise Vitamin D
Vitamin D ist im Körper an vielen wichtigen Prozessen beteiligt. Bild: kowalska-art/iStock/Getty Images Plus

Es ist schon lange bekannt, dass Vitamin D notwendig ist für gesunde Knochen. Heute weiß man, dass Vitamin D auch noch viele andere Funktionen übernimmt:

Immunsystem: Vitamin D fördert das Immunsystem, indem es dafür sorgt, dass sich die Abwehrzellen im Fall einer Infektion vermehren. Zudem wirkt es entzündungshemmend.

Muskeln: Für die Funktion der Muskeln wird Vitamin D benötigt: Es sorgt für starke Muskeln.

Botenstoffe: Damit bestimmte Botenstoffe gebildet und in das Blut abgegeben werden können, ist Vitamin D notwendig – zum Beispiel für Schilddrüsenhormone oder das Blutzuckerhormon Insulin.

Herz-Kreislauf-System: Vitamin D regelt den Blutdruck und wird benötigt, damit der Herzmuskel richtig funktioniert.

Zellteilung: Vitamin D ist wichtig für die Zellteilung und sorgt dafür, dass nicht funktionsfähige oder entartete Zellen absterben. Deshalb forschen Wissenschaftler an den Zusammenhängen zwischen Vitamin D und Krebs.

Knochen: Vitamin D ist notwendig für stabile Knochen: Es erhöht im Darm die Aufnahme von Calcium und stellt dem Knochen so das benötigte Calcium zur Verfügung.

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Erschöpfte Frau am Arbeitsplatz im Büro
Für einen Vitamin D Mangel gibt es verschiedene Anzeichen wie zum Beispiel Müdigkeit und Schwäche oder erhöhte Infektanfälligkeit. Bild: AntonioGuillem /iStock/Getty Images Plus

Mangel erkennen und beheben

Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels

Die Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels sind sehr vielfältig. Dazu gehören zum Beispiel:

  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Depressionen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Schlafstörungen
  • erhöhtes Risiko für Knochenbrüche

Bei einem schweren Vitamin-D-Mangel kommen Knochenfehlbildungen hinzu, wie eine sogenannte Rachitis bei Kindern (verformbare Knochen) oder Osteomalazie bei Erwachsenen (Aufweichen der Knochen).

Wird Vitamin D ergänzt, verschwinden die Anzeichen eines Mangels wieder. Knochenerkrankungen lassen sich allerdings nur aufhalten, wenn ein schwerer Vitamin-D-Mangel frühzeitig erkannt und ausgeglichen wird.


Wer hat ein erhöhtes Mangelrisiko?

Frau schaut müde aus dem Fenster
Wegen der fehlenden Sonnenstrahlung haben viele Menschen im Winter einen Vitamin-D-Mangel. Bild: StephM2506 /iStock/Getty Images Plus

Problemzeit Winter: Die Sonnenstrahlung ist in unseren Breiten nur zwischen Mai und September ausreichend stark, um Vitamin D in der Haut zu bilden. Zwar kann im Sommer gespeichertes Vitamin D den Körper über den Winter theoretisch versorgen – allerdings muss dazu im Sommer genügend Vitamin D gebildet werden: Sonnenschutzmittel oder Make-up mit einem hohen Lichtschutzfaktor (ab LSF 20), Wolken oder der Aufenthalt in geschlossenen Räumen schränken die Produktion massiv ein. Daher haben die meisten Menschen im Winter einen Vitamin-D-Mangel.

Info

Auch der Hauttyp hat Einfluss auf die Vitamin-D-Bildung: Menschen mit einer dunklen Hautfarbe bilden weniger Vitamin D.

Daneben gibt es bestimmte Personengruppen, die ein erhöhtes Mangel-Risiko haben:

Senioren: Mit dem Alter sinkt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden. Zudem ernähren sich ältere Menschen oft sehr einseitig oder haben einen verminderten Appetit, zum Beispiel aufgrund von Zahnproblemen.

Schwangere, stillende Frauen und Neugeborene: Viele Studien weisen darauf hin, dass schwangere und stillende Frauen einen Vitamin-D-Mangel haben. Da der Vitamin-D-Gehalt der Muttermilch dadurch gering ist, hat auch das Neugeborene ein erhöhtes Mangelrisiko.

Übergewichtige: Man hat festgestellt, dass stark Übergewichtige geringe Vitamin-D-Werte haben. Der Grund ist, dass sich Vitamin D im Fettgewebe verteilt: Bei viel Fettgewebe ist auch viel Vitamin D im Fettgewebe eingelagert und steht dem Körper nicht zur Verfügung.

Personen mit Darmerkrankungen: Bei Darmerkrankungen kann die Aufnahme von Vitamin D im Darm verringert sein – zum Beispiel bei Morbus Crohn.

Vitamin-D-Mangel im Labor feststellen

Um einen Vitamin-D-Mangel festzustellen, bestimmt man die Transportform im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D (Calcidiol). Es wird am besten im Blutserum gemessen. Das Blutserum ist die Flüssigkeit des Blutes ohne die Blutzellen.

Expertenwissen

Für einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen sollten Vitamin-D-Spiegel im Blut zwischen 40 bis 60 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) liegen.

 Vitamin D im Blutserum in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)Vitamin D im Blutserum in Nanomol pro Liter (nmol/l)
Mangel unter 20unter 50
Normalwerteüber 20über 50
Optimalwerte40 bis 60100 bis 150

Es kann vorkommen, dass sich die Vitamin-D-Werte im Blut je nach Labor unterscheiden. Deshalb empfiehlt es sich zur Kontrolle des Verlaufs, Vitamin D immer im selben Labor untersuchen zu lassen. Idealerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel mindestens zweimal im Jahr kontrolliert werden.

Vitamin D: einen Mangel beheben

Durch Lebensmittel ist es nicht möglich, einen Vitamin-D-Mangel auszugleichen. Im Sommer kann ein Mangel durch genügend Sonnenstrahlung behoben werden: Berechnungen zufolge benötigt man von Juni bis August und zwischen 11 und 15 Uhr mit einem mitteleuropäischen Hauttyp 15 bis 20 Minuten, um ausreichend Vitamin D zu bilden (4.000 bis 10.000 Internationale Einheiten). Dabei sollte ungefähr ein Viertel der Körperoberfläche unbedeckt sein, zum Beispiel Gesicht, Hände und Teile von Armen und Beinen. Nach Feierabend müsste man allerdings schon 25 bis 40 Minuten in der Sonne verbringen.

Im Winter ist der Ausgleich des Mangels durch Sonne unmöglich – dann müssen Vitamin-D-Präparate eingesetzt werden. Dabei wählt der Arzt zwischen der täglichen Einnahme einer geringeren Dosierung oder einer hohen Dosierung einmal pro Woche. Es gibt bestimmte Faustregeln, die bei einem Vitamin-D-Mangel gelten:

Dosierungsempfehlung von Vitamin D bei einem Mangel
Faustregel für die kurzfristige schnelle Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels10 Tage lang 10.000 Internationale Einheiten (IE) am Tag, zusätzlich zur körpereigenen Bildung von ungefähr 4.500 Internationalen Einheiten, erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml).
Faustregel für die langsame dauerhafte Erhöhung des Vitamin-D-SpiegelsDauerhaft 1.000 Internationale Einheiten am Tag, zusätzlich zur körpereigenen Bildung von ungefähr 4.500 Internationalen Einheiten, erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter.

 


Info

Bildet man keine 4.500 Internationale Einheiten Vitamin D über die Haut, zum Beispiel im Winter, können auch 5.000 bis 7.000 Internationale Einheiten am Tag nötig sein. Genaue Dosierungen legt am besten immer der Arzt fest, und zwar unter Kontrolle der Blutspiegel.

Ist der Mangel ausgeglichen, empfiehlt es sich, sehr häufig fetten Fisch zu essen oder Vitamin D in einer geringeren Dosierung weiter einzunehmen, damit ein erneuter Mangel verhindert wird – zum Beispiel 1.500 bis 2.000 Internationale Einheiten am Tag oder je nach Körpergewicht 40 bis 60 Internationale Einheiten pro Kilogramm.

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Einsatz bei Krankheiten, in der Schwangerschaft und im Alter

Erkältungen und Blasenentzündungen: Vitamin D erhöht die Wahrscheinlichkeit, gesund zu bleiben

Körperillustration Frau mit Nieren und Blase
Vitamin D stabilisiert das Immunsystem und senkt so das Erkältungsrisiko um 12 Prozent, wie eine Metatstudie belegt. Ähnliche Wirkungen wurden auch bei Harnwegsinfekten wie Blasenentzündungen nachgewiesen. Bild: Tharakorn/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D stabilisiert das Immunsystem und schützt vor Erkältungen: Die Vitamin-D-Einnahme senkt nachweislich das Risiko, eine Erkältung zu bekommen, um 12 Prozent. Dies zeigt eine hochwertige Metastudie, in der mehr als 10.000 Probanden aus 25 unterschiedlichen Studien betrachtet wurden. Die Wirkung war bei einem schweren Mangel am größten: Hier profitierte eine von vier Personen von Vitamin D.

Ähnliche Wirkungen wurden für Harnwegsinfekte wie Blasenentzündungen nachgewiesen: Vitamin D kann vermutlich Harnwegsinfekte verhindern und die Beschwerden lindern. In der Mikronährstoffmedizin werden zur Stärkung des Immunsystems je nach Vitamin-D-Spiegel im Blut zwischen 1.000 und 4.000 Internationalen Einheiten am Tag empfohlen.

Vitamin D kann vermutlich Depressionen lindern

Personen mit Depressionen haben häufig einen Vitamin-D-Mangel. Allerdings ist die Frage nicht abschließend geklärt, ob die Einnahme von Vitamin D tatsächlich Depressionen reduziert: Bei einigen Personen linderte Vitamin D die Beschwerden im Vergleich zu einem Scheinmedikament, bei anderen dagegen nicht. Vitamin D reguliert wahrscheinlich verschiedene Botenstoffe im Gehirn.

Fest steht aber, dass Personen mit einem Vitamin-D-Mangel den Mangel ausgleichen sollten: Studien zeigen, dass ein schwerer Vitamin-D-Mangel auch mit starken Depressionen in Verbindung gebracht wird. Je nach Vitamin-D-Spiegel werden 1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten am Tag bei Depressionen empfohlen.

Multiple Sklerose: Vitamin D kann den Verlauf verlangsamen

Arzt schaut Bilder eines CT-Scans
Verschiedene Studien zeigen, dass Vitamin D positiv bei der Behandlung von Multipler Sklerose helfen kann. Bild: sudok1/iStock/Getty Images Plus

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung, bei der Teile der Nervenzellen zerstört werden. Da Vitamin D Entzündungsprozesse reguliert, senkt Vitamin D das Entstehungsrisiko einer Multiplen Sklerose und bessert den Verlauf einer bestehenden Erkrankung.

Vitamin D reduzierte in Studien die Produktion von Entzündungsbotenstoffen, die am Fortschreiten der Multiple Sklerose beteiligt sind. Zudem verringerte es die Wahrscheinlichkeit für neue Nervenschäden um fast ein Drittel. Auch gibt es Hinweise, dass Vitamin D die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Schub zwischen 50 und 70 Prozent verringern kann.  

Bei Multipler Sklerose wird empfohlen, einen Vitamin-D-Mangel mit 2.000 bis 3.500 Internationalen Einheiten pro Tag auszugleichen.

Vitamin D senkt hohe Blutzuckerspiegel bei Diabetes Typ 2

Vitamin D reguliert die Freisetzung des Blutzuckerhormons Insulin. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht deshalb das Risiko für einen Typ-2-Diabetes. Diabetiker profitieren besonders davon, wenn ein Mangel ausgeglichen wird: Mehrere hochwertige Studien zeigen, dass sich Erkennungszeichen eines Diabetes durch Vitamin D verbessern lassen – darunter der Blutzuckerspiegel und die Insulinwerte.

Zudem schwächt Vitamin D vermutlich Diabetes-Folgen ab: Die Vitamin-D-Einnahme unterstützte in einer medizinischen Studie die Wundheilung bei einem sogenannten diabetischen Fuß, einer Wunde am Fuß infolge der zu hohen Blutzuckerwerte.

Pro Tag sind je nach Vitamin-D-Spiegel zwischen 2.000 und 3.500 Internationale Einheiten Vitamin D bei Diabetes sinnvoll.

Vitamin D unterstützt bei Herzschwäche und Bluthochdruck

Erste hochwertige medizinische Studien zeigen, dass Vitamin D zusätzlich zu den Medikamenten die Herzfunktion bei einer Herzschwäche verbessert sowie die körperliche Verfassung der Patienten steigert: Die zurückgelegte Wegstrecke verbesserte sich bei einem bestimmten Test von 210 Meter auf 225 Meter, nachdem die Teilnehmer drei Monate lang Vitamin D eingenommen hatten.

Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen einem Mangel und dem Blutdruck: Haben Personen mit Bluthochdruck einen Vitamin-D-Mangel, ist auch ihr Blutdruck leicht höher. Glichen sie allerdings den Mangel aus, sank der Blutdruck (systolischer Wert). Vitamin D reguliert Hormone, die den Blutdruck kontrollieren.

Personen mit Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes Typ 2 haben ein fast 70 Prozent geringeres Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, wenn sie keinen Vitamin-D-Mangel haben. Deshalb sollte ein Mangel unbedingt ausgeglichen werden: Sinnvoll sind zwischen 2.000 und 3.500 Internationale Einheiten am Tag.

Asthma: Vitamin D senkt das Risiko für einen Asthmaanfall

Frau nimmt Asthmaspray
Studien belegen, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko eines Anfalls erhöht. Bild: Remains/iStock/Getty Images Plus

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht bei Asthmatikern das Risiko für einen Asthmaanfall um 25 Prozent. Vermutlich schwächt Vitamin D Entzündungsprozesse in der Lunge ab.

Eine Metastudie zeigt außerdem: Vitamin D reduzierte im Vergleich zu verschiedenen Scheinmedikamenten das Risiko für einen Asthmaanfall, der mit Cortison behandelt werden musste, um mehr als ein Drittel. In dieser Untersuchung betrachteten Forscher über 1.000 Teilnehmer (Kinder und Erwachsene) aus neun unterschiedlichen Studien. Bei Asthma werden in der Mikronährstoffmedizin je nach Vitamin-D-Spiegel zwischen 1.000 und 3.500 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag empfohlen.

Vitamin D in der Schwangerschaft und Stillzeit für Mutter und Kind

Frau stillt Baby
Besondern in, aber auch nach der Schwangerschaft, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D für Mutter und Baby wichtig. Bild: NataliaDeriabina/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D verringert das Risiko für Komplikationen in und nach der Schwangerschaft wie Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) oder eine Wochenbettdepression nach der Geburt.

Nicht nur die werdende Mutter, auch das ungeborene Kind ist auf Vitamin D angewiesen: Wachstumsstörungen oder Knochenerkrankungen können spätere Folgen eines Mangels sein. Vitamin D wird zudem benötigt für die Entwicklung des Nervensystems im Mutterleib und die Reifung des Immunsystems. Bei einem Vitamin-D-Mangel ist zum Beispiel das Neurodermitis-Risiko erhöht.

Pro Tag werden 1.500 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D für Schwangere empfohlen. Schwangere und stillende Frauen sollten ohne Rücksprache mit dem Arzt 4.000 Internationale Einheiten nicht überschreiten.

Info

Nimmt die stillende Mutter am Tag zwischen 4.000 und 6.000 Internationale Einheiten Vitamin D ein, erreicht man in der Muttermilch einen Vitamin-D-Gehalt von 800 Internationalen Einheiten – die empfohlene Menge für einen Säugling.

Bekommt der Säugling allerdings schon Vitamin D, sollte die Mutter für ihre eigene Versorgung nur zwischen 1.000 und 1.500 Internationale Einheiten zusätzlich einnehmen.

Vitamin D im Alter: Verringerung von Knochenschwund und Senkung der Sturzrate

Vitamin D sorgt für stabile Knochen. In verschiedenen medizinischen Studien senkte die tägliche Einnahme von 700 Internationalen Einheiten Vitamin D das Risiko für Knochenbrüche und den Verlust an Knochenmasse, der mit zunehmendem Alter auftritt. Für gesunde Knochen im Alter wird Vitamin D zusammen mit Calcium und Vitamin K2 empfohlen.

Zudem senkt Vitamin D die Sturzrate: Nahmen Senioren am Tag zwischen 700 und 1.000 Internationale Einheiten ein, verringerte sich das Sturzrisiko um knapp ein Fünftel. Dies belegt eine sogenannte Metastudie, in der acht medizinische Studien betrachtet und ausgewertet wurden.

Expertenwissen

Einige Studien zeigen allerdings auch, dass Vitamin D die Sturzrate erhöht. Hierfür wird die monatliche Hochdosistherapie verantwortlich gemacht: Forscher diskutieren aktuell, dass dadurch die Vitamin-D-Spiegel stark schwanken und die Wirkung an den Vitamin-D-Rezeptoren der Muskulatur negativ beeinflusst wird. Die hoch dosierte Vitamin-D-Einnahme sollte deshalb immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Im Zweifelsfall ist eine tägliche, niedrigere Einnahme empfehlenswerter.

Vitamin D steigert die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Krebs

Vitamin D ist wichtig für die Zellteilung und das Immunsystem. Bei einigen Krebserkrankungen wie Lungenkrebs geht eine gute Versorgung einher mit einer höheren Überlebensrate. Dies zeigen hochwertige Metastudien, in denen zahlreiche andere medizinische Studien betrachtet wurden, um eine verlässliche Aussage zu treffen. Bei einer Krebserkrankung empfiehlt es sich in jedem Fall, den Vitamin-D-Spiegel von Ihrem Arzt überprüfen zu lassen und einen Mangel möglichst schnell auszugleichen.

Wie weit Vitamin D Krebs vorbeugt, muss noch genauer untersucht werden. Einige Studien liefern aber schon Hinweise: In einer großen amerikanischen Beobachtungsstudie hatten Frauen mit einer guten Vitamin-D-Versorgung ein um ein Fünftel geringes Risiko, innerhalb der nächsten fünf Jahre Brustkrebs zu bekommen. Eine Studie aus Deutschland belegt dies ebenfalls.

Achten Sie daher auf Ihre Vitamin-D-Versorgung: Mindestens 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten pro Tag werden empfohlen.

Illustration einer Zellteilung
Vitamin D kann die Behandlung zum Beispiel von Lungenkrebs positiv unterstützen. Bild: Dr_Microbe /iStock/Getty Images Plus

Vitamin D: Dosierungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Vitamin D am Tag in Internationalen Einheiten (IE)
Erkältungen1.000 bis 4.000
Blasenentzündung1.000 bis 4.000
Depressionen1.000 bis 4.000
Multiple Sklerose2.000 bis 3.500
Diabetes 2.000 und 3.500
Herzschwäche und Herzinfakt2.000 und 3.500
Bluthochdruck 2.000 und 3.500
Asthma 1.000 bis 3.500
Schwangerschaft 1.500 bis 2.000
Alter bis zu 1.000
Krebsmindestens 1.000 bis 2.000

 

Info

Die Einnahmeempfehlung von Vitamin D richtet sich in erster Linie nach dem Vitamin-D-Spiegel im Blut. Ziel ist immer, einen vorhandenen Vitamin-D-Mangel auszugleichen. Bei einem Mangel kann die Vitamin-D-Dosierung auch höher liegen.

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Einsatz bei Medikamenten

Vitamin D: Voraussetzung für die Wirkung von Cholesterinsenkern (Statinen)

Cholesterinsenker, sogenannte Statine, senken erhöhte Cholesterinspiegel wirksamer, wenn begleitend Vitamin D eingenommen wird: Gemeinsam mit Vitamin D senkte das Medikament die Cholesterinwerte um bis zu 22 Milligramm pro Deziliter stärker als alleine. In einer anderen Studie war das Statin sogar wirkungslos, wenn die Teilnehmer einen Vitamin-D-Mangel hatten.

Bei einem Vitamin-D-Mangel kommt es zudem häufiger zu Muskelschmerzen durch Statine – wie eine hochwertige Review-Studie zeigt. Eine Review-Studie ist eine hochwertige wissenschaftliche Veröffentlichung, in der Forscher mehrere Studien zu einem Thema kritisch begutachten.

Zu den Statinen zählen die Medikamentenwirkstoffe Atorvastatin (zum Beispiel Sortis®), Fluvastatin (Cranoc® und Locol®), Lovastatin (Mevinacor®), Pravastatin (zum Beispiel Mevalotin® und Pravagamma®), Rosuvastatin (Crestor®) oder Simvastatin (Zocor®).

Pro Tag werden zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D empfohlen.

Einige Cholesterinsenker (Anionenaustauscherharze) verursachen einen Vitamin-D-Mangel

Bei der Einnahme bestimmter Cholesterinsenker sollte auf eine ausreichende Vitamin D Zufuhr geachtet werden. Bild:Sumin_Daddy/iStock/Getty Images Plus

Anionenaustauscherharze senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Fettverdauung stören. Insbesondere bei dauerhafter Einnahme dieser Cholesterinsenker kann es zu einem Mangel an Vitamin D und anderen fettlöslichen Nährstoffen kommen. Zu diesen Medikamenten zählt Colestyramin (zum Beispiel Quantalan® oder Lipocol®).

Um einen Mangel zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, mindestens eine Zufuhr von 1.000 bis 2.000 Internationalen Einheiten Vitamin D am Tag zu erreichen.

Info

Das Mikronährstoff-Präparat sollte entweder eine Stunde vor oder vier Stunden nach den Medikamenten eingenommen werden, damit es die Vitamin-D-Aufnahme nicht direkt herabsetzt.

Vitamin D zur Vermeidung von Cortison-Nebenwirkungen

Cortison-Präparate, sogenannte Corticoide, stören den Knochenstoffwechsel und können eine Osteoporose (Knochenschwund) verursachen. Gerade wenn Cortison über mehrere Jahre eingenommen wird, steigt das Risiko für Knochenbrüche stark.

Vitamin D steigert die Calciumaufnahme im Darm und liefert den Knochen so das für ihre Stabilität benötigte Calcium. Empfehlenswert sind zur Verringerung des Osteoporose-Risikos bei der Einnahme von Cortison 2.000 bis 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag. In der Mikronährstoffmedizin wird Vitamin D meist zusammen mit Calcium und Vitamin K2 für gesunde Knochen empfohlen.

Zu den Corticoiden zählen zum Beispiel die Medikamentenwirkstoffe Prednison (wie Decortin® und Rectodelt®), Cloprednol (Syntestan®), Fludrocortison (Astonin H®), Betamethason und Dexamethason.

Epilepsie-Medikamente bauen Vitamin D ab

Medikamente, die bei Epilepsie eingesetzt werden, sogenannte Antiepileptika, erhöhen im Körper den Abbau von Vitamin D – ein Vitamin-D-Mangel ist die Folge. Ein solcher Mangel ist wiederum mitbeteiligt an der Entstehung von Knochenschwund als Nebenwirkung der Epilepsie-Medikamente.

Zu den Antiepileptika, die Vitamin D abbauen, zählen die Barbiturate Phenobarbital (Luminal®) und Primidon (Mylepsinum®) oder die Wirkstoffe Carbamazepin (Tegretal®, Carbaflux®) und Phenytoin (Phenhydan®, Zentropil®).

Bei Einnahme dieser Medikamente wird empfohlen, mindestens 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D zu ergänzen. Zusätzlich sind Vitamin K2 und Calcium für die Knochen wichtig.

Fettblocker setzen die Vitamin-D-Aufnahme herab

Bestimmte Medikamente, die zur Behandlung von Übergewicht eingesetzt werden, verringern im Darm die Aufnahme von Fett. Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist und für seine Aufnahme Fett benötigt wird, schränken diese Medikamente auch die Aufnahme von Vitamin D ein. Hierzu zählt vor allem der Medikamentenwirkstoff Orlistat (Xenical®).

Um einen Vitamin-D-Mangel bei Orlistat-Einnahme zu vermeiden, ist es sinnvoll, am Tag zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten zu ergänzen. Zwischen der Einnahme von Vitamin D und Orlistat sollte dann ein Abstand von zwei bis drei Stunden eingehalten werden.

Vitamin D begleitend zu Medikamenten: Dosierungsempfehlungen auf einen Blick

Dosierungsempfehlung von Vitamin D am Tag in Internationalen Einheiten (IE)
Cholesterinsenker (Statine)1.000 bis 2.000
Cholesterinsenker (Anionenaustauscher)mindestens 1.000 bis 2.000
Cortison (Corticoide)2.000 bis 4.000
Epilepsie-Medikamente (Antiepileptika)mindestens 2.000
Fettblocker (Orlistat)1.000 bis 2.000

 

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Einnahmeempfehlung

Wann und wie sollte man Vitamin D einnehmen?

Die Vitamin-D-Aufnahme über Lebensmittel reicht meist nicht, um den Körper mit genügend Vitamin D zu versorgen: Um 50 Mikrogramm (2.000 Internationale Einheiten) zu erreichen, müsste man jeden Tag 200 Gramm atlantischen Hering essen – an sich kein Problem, allerdings steht Fisch nur selten auf dem Speiseplan. Daher ist der Körper auf die Bildung durch die Sonne angewiesen oder auf Vitamin-D-Präparate.

Im Winter sollte Vitamin D zusätzlich eingenommen werden – zum Beispiel 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten. Auch wird für bestimmte Personengruppen die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten empfohlen, zum Beispiel für Schwangere, ältere Menschen oder chronisch Kranke.

Idealerweise lässt man vorher seinen Vitamin-D-Spiegel bei einem Arzt bestimmen: Nur so kann die richtige Dosierung gefunden werden.

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, sollte es gemeinsam mit dem Essen eingenommen werden, zum Beispiel morgens oder abends: Fett aus der Mahlzeit steigert die Aufnahme im Darm.

Zeichnung Chemische Formel mit Kapseln
Über die richtige Form von Vitamin D sind sich die Experten nicht einig. Bild: Ekaterina79 /iStock/Getty Images Plus

Vitamin D2 oder D3: Welche Form ist am besten?

Welche Vitamin-D-Form die beste ist, diskutieren Experten aktuell. Es gibt Hinweise aus Studien, dass Vitamin D3 die Blutspiegel schneller und wirksamer erhöht als pflanzliches Vitamin D2. Allerdings zeigen einige Studien auch, dass sich mit beiden Formen die Vitamin-D-Spiegel gut erhöhen lassen.

Im Vergleich zu Vitamin D3 sind die Nachweismethoden schlechter für Vitamin D2. Viele Labore untersuchen daher nur Vitamin D3. Vermutlich bleibt Vitamin D3 auch länger im Blut als Vitamin D2: Dies liegt daran, dass Vitamin D3 wahrscheinlich besser im Blut transportiert und langsamer ausgeschieden wird.

Da Vitamin D3 die Form ist, die auch vom Körper selbst gebildet wird, empfehlen die meisten Ärzte Vitamin D3 anstelle von D2.

Tipp

Für Veganer: Vitamin D3 wird meist aus Schafwolle hergestellt. Achten Sie deshalb auf pflanzliches Vitamin D3: Man kann Vitamin D3 auch aus Flechten gewinnen.

So erkennen Sie ein gutes Präparat: Vitamin D3 mit K2 und Magnesium

Vitamin D ist in Kombination mit Vitamin K, vor allem K2 als MK-7, sinnvoll: Während Vitamin D den Calciumspiegel im Blut erhöht, sorgt Vitamin K2 dafür, dass das Calcium auch in die Knochen eingelagert wird und nicht im Blut bleibt – wo es zu Gefäßverkalkungen führen würde. Deshalb enthalten gute Präparate zusätzlich Vitamin K2.

Zudem ist die Kombination mit Magnesium empfehlenswert. Der Körper benötigtMagnesium für einen funktionierenden Vitamin-D-Stoffwechsel: Es steuert Enzyme, die eine bestimmte Vitamin-D-Vorstufe in aktives Vitamin D umwandeln, sodass es wirken kann.


Info

Zu beachten bei der Einnahme von Blutgerinnungshemmern: Vitamin K2 schwächt die Wirkung bestimmter blutverdünnender Medikamente ab, sogenannte Cumarine. Weitere Informationen darüber finden Sie im Artikel über Vitamin K.

Zudem sind gute Vitamin-D-Präparate frei von Zusatzstoffen wie Aroma- oder Geschmacksstoffe oder allergieauslösenden Substanzen – zum Beispiel Nüsse oder Soja.

Tipp

Sie können Vitamin D auch als flüssiges Öl in Tropfenform kaufen. Dies ist zum Beispiel sinnvoll für Kinder oder wenn Sie Kapseln oder Tabletten nicht gut schlucken können. 

Überdosierung, Wechselwirkungen und Hinweise bei Krankheiten

Kann Vitamin D überdosiert werden?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Vitamin D eine Höchstmenge von 4.000 Internationalen Einheiten oder umgerechnet 100 Mikrogramm am Tag festgelegt. Unter Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels im Labor, verordnen Ärzte auch manchmal mehr Vitamin D – zum Beispiel bei einem starken Mangel.

Expertenwissen

Der Vitamin-D-Spiegel im Blut sollte einen Wert von 88 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder 220 Millimol pro Liter (nmol/l) nicht überschreiten.

Anzeichen einer Vitamin-D-Überdosierung sind zu hohe Calciumwerte im Blut, die man allerdings nicht sofort spürt: Erst bei lang andauernden überhöhten Calciumspiegeln kann es zu einer Arterienverkalkung kommen. Deshalb sollten hohe Vitamin-D-Mengen nur auf Anraten eines Arztes eingenommen werden, wenn man seinen Vitamin-D-Spiegel kennt.

Zu beachten bei Entwässerungsmedikamenten (Thiazide)

Entwässerungsmedikamente aus der Wirkstoffgruppe der Thiazide senken die Calciumausscheidung über die Nieren. Das bedeutet, Calcium bleibt im Blut. Da Vitamin D den Calciumspiegel im Blut erhöht, sollte Vitamin D nur gemeinsam mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird.

Zu den Thiaziden gehört vor allem der Wirkstoff Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®). Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®) und Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®) sind weitere Thiazide.

Vitamin D und Nierenerkrankungen: Das sollten Sie wissen

Personen mit Nierenerkrankungen wie chronischer Nierenschwäche haben häufig einen Vitamin-D-Mangel. Allerdings sollten sie Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Vitamin D steigert die Calciumaufnahme im Darm, sodass die Blutwerte von Calcium ansteigen. Kranke Nieren können überschüssiges Calcium jedoch nicht gut ausscheiden. Es würde sich im Blut anreichern und zu einer Überdosierung führen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Deshalb sollten Nierenpatienten Vitamin D nur zusätzlich einnehmen, wenn bei ihnen ein Mangel nachgewiesen wurde und der Arzt gleichzeitig regelmäßig die Calciumwerte überprüft.

Zu beachten bei Sarkoidose

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht eingenommen werden: Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut. Da Vitamin D die Calciumaufnahme aus dem Darm steigert und Calcium im Blut erhöht, ist von der Vitamin-D-Einnahme bei Sarkoidose abzuraten.

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Zusammenfassung

Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet werden. Trotzdem haben viele Menschen einen Mangel, der sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann – vor allem im Winter, wenn die Sonnenstrahlung nicht ausreicht, um Vitamin D zu bilden. Besondere Risikogruppen sind ältere Menschen, Übergewichtige oder schwangere und stillende Frauen sowie Neugeborene.

Ein Vitamin-D-Mangel sollte unbedingt ausgeglichen werden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche oder Bluthochdruck, Diabetes, Depressionen, Asthma oder Multiple Sklerose. Zudem profitiert man in Erkältungszeiten von Vitamin D, da es das Immunsystem stärkt. Vitamin D kann die Nebenwirkungen einiger Medikamente verringern und ist Voraussetzung, damit Cholesterinsenker richtig wirken.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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