Antidepressiva mit Mikronährstoffmedizin unterstützen

Wie Vitamine und Mineralstoffe Mangelzuständen vorbeugen und die Wirksamkeit der Medikamente verbessern

Bei der Einnahme von Antidepressiva kann es zu einer Mangelversorgung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kommen. Mithilfe der Mikronährstoffmedizin lässt sich eine solche Unterversorgung nicht nur vermeiden, sondern auch die Wirksamkeit der Therapie steigern sowie bestimmte Nebenwirkungen lindern. Erfahren Sie hier, welche Mikronährstoffe dabei eine besonders wichtige Rolle spielen.

Tipp

Wie Sie mit Mikronährstoffen Depressionen lindern können, erfahren Sie im Artikel zur depressiven Verstimmung.

Tabletten mit glücklichen und traurigen Gesichtern
Antidepressiva helfen gegen Depressionen, können aber langfristig zu einer Unterversorgung mit bestimmten Mikronährstoffen führen. Dies kann wiederum die Wirkung der Antidepressiva beeinträchtigen. Bild: TanyaJoy/iStock/Getty Images Plus

Antidepressiva: Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen

Wie wirken Antidepressiva?

Verschiedene, Tabletten und Pillen in Blisterpackungen
Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die auf unterschiedliche Weise auf den Haushalt der Neurotransmitter wirken. Bild: Oleg Elkov/iStock/Getty Images Plus

Antidepressiva zählen zu den Psychopharmaka und werden bei Depressionen eingesetzt. Bei Depressionen ist der Stoffwechsel bestimmter Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter) gestört. Hierzu zählen Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Neurotransmitter steuern die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. Meist ist ihre Aktivität bei Menschen mit Depressionen verändert.

Die Wirkung von Antidepressiva beruht darauf, dass sie die Neurotransmitter wieder ins Gleichgewicht bringen – zum Beispiel, indem sie die Wiederaufnahme der Neurotransmitter in die Nervenzellen hemmen. Neurotransmitter werden für die Kommunikation der Zellen normalerweise von einer Nervenzelle freigesetzt und von einer anderen Nervenzelle wiederaufgenommen. Dies wird durch einige Antidepressiva verhindert und dadurch wird die Verfügbarkeit der Neurotransmitter am Wirkort verbessert. Andere Antidepressiva erleichtern dagegen die Freisetzung von Neurotransmittern oder hemmen ihren Abbau.

Je nach Wirkweise unterscheidet man bei Antidepressiva zwischen verschiedenen Wirkstoffklassen:

  • Trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, Clomipramin oder Doxepin
  • Tetrazyklische Antidepressiva wie Maprotilin, Mianserin und Mirtazapin
  • Selektive Wiederaufnahmehemmer
    • Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Citalopram, Fluvoxamin, Fluoxetin, Paroxetin und Sertralin
    • Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NARI) wie Reboxetin
    • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Venlafaxin und Duloxetin
  • Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) wie Tranylcyclopromin und Moclobemid
  • Sonstige:
    • Noradrenerge und spezifische serotonerge Antidepressiva (NaSSA) wie Mirtazapin und Mianserin
    • Noradrenalin-Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (NDRI) Bupropion

Antidepressiva sind in der Regel als Tabletten erhältlich – manchmal auch als Injektionslösung oder als Lösung zum Einnehmen.

Einsatzgebiete von Antidepressiva

Antidepressiva werden vor allem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche Anwendungsgebiete, zum Beispiel:

  • Angststörungen und Panikerkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • soziale Phobien
  • Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
  • posttraumatische Belastungsstörung
  • chronische und neuropathische Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Migränevorbeugung
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Nebenwirkungen: Antidepressiva verursachen oft Mangelerscheinungen

Generell sind Antidepressiva relativ gut verträglich. Es kann unter der Einnahme von Antidepressiva jedoch zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen kommen. Dies kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen.

Mithilfe der Mikronährstoffmedizin lassen sich nicht nur Mangelerscheinungen vermeiden, auch die Wirkung des Medikaments lässt sich sicherstellen. Bestimmte Mikronährstoffe unterstützen die Regulation der Botenstoffe, schützen die Nervenzellen vor freien Radikalen (oxidativen Stress) oder sorgen für ausreichend Energie der Nervenzellen. Auch einige Nebenwirkungen von Antidepressiva, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme, lassen sich unter Umständen durch die Einnahme bestimmter Mikronährstoffe abschwächen.

Zum Einsatz kommen:

  • Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 senken zu hohe Homocysteinspiegel, die Depressionen begünstigen können.
  • Omega3-Fettsäuren verbessern möglicherweise die Wirksamkeit von Antidepressiva.
  • Vitamin D beugt Mangelerscheinungen vor und könnte die Wirkung von Antidepressiva steigern.
  • Coenzym Q10 versorgt die Nervenzellen mit ausreichend Energie.
  • Vitamin B2 verhindert eine Unterversorgung.
  • Magnesium beugt einer Mangelversorgung vor und kann Herzrhythmusstörungen regulieren.

Weitere Nebenwirkungen von Antidepressiva sind: Verstopfungen, Übelkeit, Probleme beim Wasserlassen, Mundtrockenheit, niedriger Blutdruck oder Schlafstörungen. Nicht alle diese Nebenwirkungen lassen sich jedoch mit Mikronährstoffen lindern.

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Nebenwirkungen vermeiden und Wirkung sicherstellen

Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 unterstützen die Wirkung von Antidepressiva

Hintergrund und Wirkweise von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12

Die chemische Formel für das Vitamin B9
Depressive Personen mit einem Folsäuremangel sprechen oft schlechter auf Antidepressiva an. Nehmen sie dagegen Folsäure in Kombination mit Vitamin B12 ein, kann sich die Wirkung der Medikamente verbessern. Bild: Ekaterina79/iStock/Getty Images Plus

Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 sind für die Funktion des Nervensystems unerlässlich, da sie für die Herstellung von Neurotransmittern benötigt werden. Ein Mangel an B-Vitaminen steht mit Depressionen in Verbindung. Experten gehen davon aus, dass dafür auch ein Anstieg der Homocysteinspiegel verantwortlich ist: Folsäure, Vitamin B6 und B12 werden gebraucht, um das Zellgift Homocystein abzubauen.

Jeder dritte Mensch mit Depressionen ist zum Beispiel unzureichend mit Folsäure versorgt, wie eine Beobachtungsstudie zeigt. Patienten mit einem Folsäuremangel sprechen zudem oft nicht gut auf eine Therapie mit Antidepressiva an. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass die Einnahme von Folsäure und Vitamin B12 die Wirkung von Antidepressiva verbessern kann. Unter diesen Studien waren eine Übersichtsarbeit sowie teils hochwertige Studien. Vor allem für Folsäure sind zahlreiche Daten vorhanden, die den Nutzen einer Einnahme bei depressiven Erkrankungen belegen.

Folsäure und Vitamin B12 könnten auch vor allem zusammen mit Vitamin B6 wirksam sein: In einer hochwertigen Studie wurde nach einem Jahr eine gesteigerte antidepressive Wirkung durch die Einnahme der drei Vitamine zusammen mit dem Antidepressivum Citalopram festgestellt.

Insgesamt sind viele Daten zur Wirkung von B-Vitaminen mit Antidepressiva verfügbar, zum Beispiel zu Fluoxetin, Venlafaxin, Paroxetin und Citalopram. Ob sich die Wirkung aller Antidepressiva durch die B-Vitamine verbessern lässt, ist jedoch nicht abschließend geklärt. Ein Mangel an B-Vitaminen sollte aber in jedem Fall vermieden werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12

Mikronährstoff-Experten empfehlen pro Tag die Einnahme von 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure (als direkt verwertbares 5-Methyltetrahydrofolat) und 250 bis 500 Mikrogramm Vitamin B12. In diesen Dosierungen können die Vitamine eine Therapie mit Antidepressiva unterstützen. Außerdem ist es ratsam, eine Grundversorgung mit Vitamin B6 sicherzustellen. Hierfür empfiehlt sich eine Dosis von 2 bis 5 Milligramm pro Tag.

Nehmen Sie Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 am besten zusammen mit einer Mahlzeit ein, da dies die Verträglichkeit erhöht. B-Vitamine arbeiten im Stoffwechsel eng zusammen. Im Idealfall sollten Sie deshalb ein Kombinationspräparat einnehmen, das auch alle anderen B-Vitamine enthält.

Tipp

Manche Menschen können Folsäure nur schlecht verstoffwechseln. Folsäure wird im Körper zu 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) aktiviert. Es gibt verschiedene genetische Varianten, die diese Aktivierung beeinträchtigen und vermutlich das Risiko für Depressionen erhöhen. Daher sollten Personen mit Depressionen Folsäure direkt als 5-MTHF aufnehmen.

Homocystein im Labor bestimmen lassen

Der Homocysteinspiegel im Blut gibt indirekt Auskunft über die Versorgung der B-Vitamine: Ist er erhöht, liegt wahrscheinlich ein Mangel an Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 vor. Bei Depressionen empfiehlt es sich, den Homocysteinwert zu überprüfen.

Homocystein wird im Blutplasma gemessen. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normalwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie hohe Dosen von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt einnehmen.

Folsäure kann die Wirkung bestimmter Antibiotika abschwächen, die zur Behandlung von Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Hierzu zählen die Wirkstoffe Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin.

Diabetiker mit Nierenschaden und Nierenpatienten müssen besonders umsichtig sein: Vitamin B12 sollten Nierenpatienten nicht in Form von Cyanocobalamin, sondern als Methylcobalamin einsetzen. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten vermutlich hoch dosiert schädlich.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt ist die Gabe kombinierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken B-Vitamine hier negativ. Hohe Dosen an Vitamin B12 (60 bis 400 Mikrogramm pro Tag) und Folsäure (800 bis 1.200 Mikrogramm pro Tag) sollten dann vermieden werden.

Omega-3-Fettsäuren schützen die Nervenzellen

Hintergrund und Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Der Wirkmechanismus von Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) bei Depressionen ist noch nicht endgültig geklärt. Experten gehen davon aus, dass vor allem entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften für die antidepressive Wirkung verantwortlich sein können. Darüber hinaus beeinflussen Omega-3-Fettsäuren möglicherweise auch den Stoffwechsel von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin und verbessern die Stabilität der Nervenzellmembranen.

Zwei Übersichtsarbeiten, in denen Forscher die Daten aus teils hochwertigen Studien auswerteten, zeigen: Omega-3-Fettsäuren können möglicherweise die Wirkung von Antidepressiva unterstützen und zur Linderung der Depressionen beitragen. Davon scheinen besonders Patienten zu profitieren, die an einer schweren Depression leiden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Begleitend zu Antidepressiva empfehlen Mikronährstoff-Mediziner 1.000 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag. Sinnvoll ist ein Präparat mit einem höheren Anteil an EPA, da EPA stark entzündungshemmend wirkt und vermutlich einen deutlich stärkeren stimmungsaufhellenden Effekt hat. EPA kommt zum Beispiel in Fischöl vor.

Omega-3-Präparate sollten immer zu einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, da die Fette aus der Nahrung die Aufnahme aus dem Darm fördern. Achten Sie bei Fischölkapseln auf eine gute Qualität und kaufen Sie nur speziell gereinigtes Fischöl.

Lebensmittel die reich an Omega 3 sind
EPA kommt vor allem in Fisch vor, weshalb Experten bei Depressionen eine fischreiche Ernährung oder entsprechende Präparate empfehlen. EPA wirkt entzündungshemmend und kann vermutlich den Stoffwechsel der Neurotransmitter regulieren. Bild: JulijaDmitrijeva/iStock/Getty Images Plus

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei Depressionen kann es hilfreich sein, die Omega-3-Versorgung zu überprüfen. Omega-3-Fettsäuren können im Blut durch den Omega-3-Index erfasst werden. Dabei misst das Labor den Anteil der Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der Omega-3-Index wird in Prozent angegeben und sollte optimalerweise über 8 liegen. Dies würde bedeuten, dass 8 von 100 Fettsäuren in den roten Blutzellen hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind.

Omega-3-Fettsäuen: zu beachten bei der Einnahme von Blutverdünnern, bei Erkrankungen sowie vor Operationen

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, können sie ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt: Er kann die Blutgerinnungszeit (Quick-Wert) regelmäßig kontrollieren und die Dosis der Medikamente bei Bedarf senken. Zu den Blutverdünnern zählen Cumarin-Derivate wie Phenprocoumon oder Warfarin sowie Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.

Aufgrund der blutverdünnenden Wirkung sollten Sie vor einer Operation mit einem Arzt besprechen, ob Sie die Omega-3-Fettsäuren absetzen oder die Dosierung reduzieren sollten. Einige Ärzte empfehlen, ein bis zwei Wochen vor der Operation auf Omega-3-Präparate zu verzichten.

Bei akuten Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zuvor mit dem Arzt abklären.

Vitamin D verbessert die Verfügbarkeit von Neurotransmittern

Hintergrund und Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D ist für die Funktion von Nervenzellen unerlässlich. Beispielsweise trägt es zur Produktion von Neurotransmittern bei und reguliert Nervensignale. Zudem lindert Vitamin D Entzündungsprozesse. Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei Personen mit Depressionen Entzündungen im Gehirn auftreten können. Beobachtungsstudien zufolge haben Betroffene zudem häufig einen Vitamin-D-Mangel.

Erste Ergebnisse einer kleinen hochwertigen Studie zeigen, dass die Einnahme von Vitamin D die Wirkung des Antidepressivums Fluoxetin verbessern könnte. Grundsätzlich ist die Frage, ob Vitamin D die Wirkung von Antidepressiva steigern und depressive Beschwerden lindern kann, allerdings noch nicht abschließend geklärt. Dennoch sollte ein Vitamin-D-Mangel bei Depressionen vermieden werden – nicht zuletzt auch wegen der zahlreichen anderen positiven Wirkungen von Vitamin D.

Insbesondere Menschen, die an einer jahreszeitbedingten Depression leiden, sollten ihren Vitamin-D-Spiegel überprüfen lassen: Aufgrund eines Mangels an Sonnenlicht kann der Körper im Winter nicht ausreichend Vitamin D produzieren. Die Einnahme von Vitamin D könnte besonders dann dabei helfen, die Symptome der Betroffenen zu mildern.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Die Einnahme von Vitamin D ist abhängig von der aktuellen Versorgung: Bei einem starken Mangel sind für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum höhere Dosierungen erforderlich als bei einem weniger ausgeprägten Mangel. Je nach Vitamin-D-Spiegel empfehlen Mikronährstoff-Experten bei Depressionen die Einnahme von 1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Als Faustregel gilt: Täglich 1.000 Internationale Einheiten zusätzlich zur körpereigenen Bildung erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter.

Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, sollte es gemeinsam mit dem Essen eingenommen werden: Das Fett aus der Mahlzeit steigert die Aufnahme im Darm.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Bei Depressionen raten Vitamin-Experten dazu, den Vitamin-D-Spiegel regelmäßig zu überprüfen, zum Beispiel zweimal im Jahr (Frühjahr und Herbst). So wird ein Mangel früh erkannt und kann ausgeglichen werden.

Ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt, lässt sich mit einer Blutuntersuchung ermitteln. Dabei wird die Transportform von Vitamin D, das sogenannte Calcidiol (25-OH-Vitamin-D), im Blutserum gemessen. Optimale Werte liegen zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter.

Eine Frau steht mit einer Tasse an einem Fenster
Vitamin D kann zwar in der Haut durch Sonnenstrahlen selbst gebildet werden, im Winter reicht die Sonne dazu aber nicht aus. Besonders Menschen, die an einer Herbst- oder Winterdepression leiden, sollten ihre Vitamin-D-Werte überprüfen lassen und einen Mangel ausgleichen. Bild: stevanovicigor/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D: zu beachten bei der Einnahme von Entwässerungsmitteln und Erkrankungen

Entwässerungsmedikamente aus der Gruppe der Thiazide senken die Calciumausscheidung über die Nieren und erhöhen dadurch den Calciumspiegel im Blut. Da Vitamin D den Calciumspiegel ebenfalls erhöht, sollte es nur gemeinsam mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird. Dazu gehören die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (HCT), Indapamid und Xipamid.

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Vitamin D steigert den Calciumspiegel im Blut. Kranke Nieren können Calcium nicht gut ausscheiden, weshalb der Arzt den Calciumspiegel überwachen muss.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht eingenommen werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut, die unter Vitamin-D-Zufuhr weiter steigen könnten.

Coenzym Q10 liefert Energie für die Nervenzellen

Hintergrund und Wirkweise von Coenzym Q10

Besonders das Antidepressivum Amitriptylin reduziert die Herstellung von Coenzym Q10. Coenzym Q10 ist für die Bereitstellung von Energie für die Nervenzellen notwendig und übt antioxidative Funktionen aus. Amitriptylin verursacht durch einen Mangel an Coenzym Q10 eine Abnahme des Energiesubstrates (Adenosintriphosphat, ATP) sowie Schäden an den Energiekraftwerken der Zellen (Mitochondrien) durch oxidativen Stress. Dies belegen Tier- und Zellstudien.

Eine beobachtende Untersuchung hat gezeigt, dass depressive Patienten im Vergleich zu Gesunden vermehrt Reaktionsprodukte durch oxidativen Stress im Blut haben sowie geringere Coenzym-Q10- und ATP-Werte. Die Einnahme von Amitriptylin verschlimmerte dies weiter.

Eine Behandlung mit Coenzym Q10 könnte daher die Situation unter Amitriptylin verbessern. Hochwertige Studien gibt es aber noch nicht. Es wird zudem vermutet, dass Coenzym Q10 selbst eine antidepressive Wirkung hat. Daher ist die Einnahme einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Coenzym Q10

Pro Tag können begleitend zu Antidepressiva 100 Milligramm Coenzym Q10 sinnvoll sein. Coenzym Q10 sollte zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da das Fett aus Lebensmitteln die Aufnahme im Darm unterstützt.

Coenzym Q10: zu beachten bei Einnahme von Blutgerinnungshemmern und Diabetes

Coenzym Q10 kann bereits bei geringen Dosen von 30 bis 100 Milligramm die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Betroffen sind sogenannte Cumarine mit den Wirkstoffen Warfarin und Phenprocoumon. Die Einnahme sollte daher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Coenzym Q10 kann den Blutzuckerspiegel verringern. Deshalb sind bei Diabetes engmaschige Blutzuckermessungen notwendig, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Einen Vitamin-B2-Mangel verhindern

Hintergrund und Wirkweise von Vitamin B2

Vitamin B2 übernimmt im Körper zahlreiche Aufgaben. Es ist zum Beispiel am Energiestoffwechsel beteiligt und schützt die Körperzellen vor einer Schädigung durch freie Radikale. Vorstudien und Tierversuche weisen darauf hin, dass einige trizyklische Antidepressiva (zum Beispiel Amitriptylin) den Vitamin-B2-Stoffwechsel beeinflussen und die Ausscheidung von Vitamin B2 über den Urin erhöhen können. Hierdurch kann es unter Umständen bei der Einnahme von Antidepressiva zu einem Vitamin-B2-Mangel kommen.

Ein Mangel an Vitamin B2 kann zum Beispiel zu Müdigkeit führen und in sehr schweren Fällen die Nerven schädigen. Die Einnahme von Vitamin B2 kann einen Mangel ausgleichen und Folgeerkrankungen vermeiden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin B2

Mikronährstoff-Experten empfehlen, die Einnahme von Antidepressiva mit 5 bis 10 Milligramm Vitamin B2 pro Tag zu unterstützen. Vitamin-B2-Präparate können zwischen oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden, wobei die Einnahme zu einer Mahlzeit die Verträglichkeit verbessert.

Tipp

Es gibt auch Präparate, die Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 enthalten. B-Vitamine arbeiten im Stoffwechsel eng zusammen, sodass die Einnahme eines Kombinationspräparats meist sinnvoll ist.

Vitamin B2: zu beachten bei Medikamenten gegen Sodbrennen

Aluminiumhaltige Medikamente gegen Sodbrennen bilden zusammen mit Vitamin B2 bestimmte Verbindungen, die der Körper nur schwer trennen kann. Deshalb behindern sie die Aufnahme von Vitamin B2 im Darm. Halten Sie daher einen Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden ein.

Kann Magnesium Menschen helfen, die nicht gut auf Antidepressiva ansprechen?

Hintergrund und Wirkweise von Magnesium

Illustration von Neurotransmittern
Magnesium wird für die richtige Funktion der Neurotransmitter gebraucht. Neurotransmitter übertragen Signale von einer Nervenzelle auf die andere. Bei einer Depression ist die Aktivität der Neurotransmitter meist verändert. Bild: image_jungle/iStock/Getty Images Plus

Magnesium schützt vor Nervenschäden, reguliert den Energiestoffwechsel der Nervenzellen und verbessert die Verfügbarkeit bestimmter Neurotransmitter. Insbesondere bei Menschen, die nicht gut auf eine Therapie mit Antidepressiva ansprechen, ist das Gehirn oft schlecht mit Magnesium versorgt. Darüber hinaus weisen erste Patientendaten darauf hin, dass die Behandlung mit dem Antidepressivum Venlafaxin zu einem Magnesiummangel führen kann. Ob auch andere Antidepressiva den Magnesiumhaushalt beeinflussen, ist bisher noch nicht untersucht worden.

Einzelnen Übersichtsarbeiten zufolge kann eine Unterversorgung mit Magnesium die Entstehung von Depressionen begünstigen. Erste Studienergebnisse zeigen außerdem, dass die Einnahme von Magnesium möglicherweise therapieresistente Depressionen lindern kann. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um dies zu bestätigen.

Zudem liegen Hinweise vor, dass Magnesium Einfluss auf Nebenwirkungen nehmen könnte: Manchmal treten unter dem Einfluss trizyklischer Antidepressiva Herzrhythmusstörungen auf, die sich durch Magnesium wirksam kontrollieren lassen. Magnesium benötigt der Körper für einen gesunden Herzrhythmus. Vergiftungserscheinungen durch eine zu hohe Dosierung an trizyklischen Antidepressiva lassen sich unter Umständen ebenfalls mit Magnesium behandeln.

Auch wenn der Nutzen von Magnesium im Rahmen einer Therapie mit Antidepressiva noch nicht abschließend geklärt ist, sprechen diese Ergebnisse dafür, dass ein Magnesiummangel auf jeden Fall vermieden werden sollte.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Mikronährstoff-Experten empfehlen während der Einnahme von Antidepressiva die Zufuhr von 100 bis 250 Milligramm Magnesium pro Tag, um einen Mangel zu verhindern.

Magnesium sollte am besten zur Mahlzeit eingenommen werden: Eiweiße und Vitamin D fördern die Aufnahme im Darm. Auch kann es zu Magen- oder Darmbeschwerden kommen, wenn Kapseln oder Tabletten zu hoch dosiert auf leeren Magen eingenommen werden.

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Um zu erkennen, ob die Versorgung mit Magnesium ausreichend ist, kann eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Magnesium liegt im Körper hauptsächlich in der Zelle vor: Rote Blutzellen enthalten dreimal so viel Magnesium wie die Blutflüssigkeit (Blutserum). Magnesium sollte daher beim Arzt am besten im Vollblut bestimmt werden, das alle roten Blutzellen enthält. Dies ist aussagekräftiger. Der Normalwert im Vollblut beträgt 1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet und sie so unwirksam macht. Hierzu zählen Antibiotika, vor allem Gyrasehemmer und Tetrazykline, sowie Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate). Magnesium sollte zu diesen Medikamenten im Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden.

  • Zu den Gyrasehemmern zählen beispielsweise Ciprofloxacin, Enoxacin oder Levofloxacin.
  • Zu den Tetrazyklinen zählen zum Beispiel Tetracyclin und Doxycyclin.
  • Zu den Bisphosphonaten zählen zum Beispiel Alendronat, Clodronat und Etidronat.

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden. Magnesium würde sich daher im Blut anreichern.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung während der Antidepressiva-Einnahme am Tag

 

Vitamine

Folsäure

400 bis 800 Mikrogramm (µg)

Vitamin B12

250 bis 500 Mikrogramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm (mg)

Vitamin B2

5 bis 10 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

100 bis 250 Milligramm

  
 

Sonstige

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm

Coenzym Q10

100 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Antidepressiva-Einnahme

Homocystein

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Omega-3-Index

8 bis 11 Prozent (%)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Magnesium (Vollblut)

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

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Zusammenfassung

Bei der Behandlung von Depressionen kommen Antidepressiva zum Einsatz. Grundsätzlich sind Antidepressiva zwar gut verträglich, auf Dauer kann es allerdings zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen kommen: Einige Antidepressiva greifen in den Stoffwechsel von Mikronährstoffen ein. Auch können bestimmte Mikronährstoffe die Wirkung der Medikamente unterstützen, weshalb Experten die begleitende Ergänzung empfehlen.

Durch die Einnahme von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 lässt sich der Homocysteinspiegel senken. Ein erhöhter Homocysteinspiegel trägt vermutlich zur Entstehung von Depressionen bei. Durch die ausreichende Versorgung mit diesen B-Vitaminen kann zudem die Wirksamkeit einiger Antidepressiva verbessert werden. Auch Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Therapie, wahrscheinlich durch ihre entzündungshemmende und antioxidative Wirkung. Bei Personen mit Depressionen haben Forscher vermehrt Entzündungen festgestellt. Viele Patienten mit Depressionen leiden zudem an einem Mangel an Vitamin D. Vitamin D benötigt der Körper unter anderem für die Verfügbarkeit von Neurotransmittern.

Besonders der Wirkstoff Amitriptylin stört die Versorgung mit Coenzym Q10 und kann zu einem Mangel führen. Coenzym Q10 benötigen die Nervenzellen für die Energiegewinnung. Auch auf die Versorgung mit Vitamin B2 und Magnesium sollte bei der Einnahme von Antidepressiva geachtet werden: In Tierstudien führten einige Antidepressiva zu einer gesteigerten Ausscheidung von Vitamin B2. Magnesium wird dagegen für die Funktion der Neurotransmitter gebraucht.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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