Alzheimer-Behandlung mit Mikronährstoffmedizin unterstützen

Mit Vitaminen, Fettsäuren und Pflanzenstoffen die Symptome bei Alzheimer verringern und das Voranschreiten unterstützend verlangsamen

Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, die sich durch zunehmende Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Orientierungslosigkeit zeigt. Die Erkrankung beginnt oft nach dem 65. Lebensjahr und ist bislang nicht heilbar. Durch Medikamente kann das Fortschreiten jedoch verlangsamt werden. Zahlreiche Mikronährstoffe unterstützen die Behandlung und können helfen, die Symptome bei Alzheimer zu lindern und das Voranschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Erfahren Sie, welche Mikronährstoffe das sind und wie sie richtig eingesetzt werden.

Illustration eines Gehirns das auseinander bricht
Durch Schädigungen der Nervenzellen nehmen bei Alzheimer die geistigen Fähigkeiten ab. Ein typisches Symptom ist Vergesslichkeit. Bild: wildpixel/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter Alzheimer?

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Deshalb wird auch von Alzheimer-Demenz gesprochen. Demenz ist dagegen der Oberbegriff für eine Reihe von Erkrankungen des Gehirns, die alle mit einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit einhergehen.

Bei Alzheimer sterben Nervenzellen im Gehirn ab und das Gehirn schrumpft. Für Betroffene wird es zunehmend schwer, den Alltag zu bewältigen. Im Laufe der Krankheit kommt es zu immer mehr Gedächtnisausfällen. Meist tritt die Erkrankung ab einem Alter von 65 Jahren oder später auf.

Tipp

Mit einem gesunden Lebensstil, regelmäßiger Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung kann man vermutlich Alzheimer vorbeugen. Wichtig ist es auch, soziale Kontakte zu pflegen und einem Hobby nachzugehen: Bekommt das Gehirn neue Reize und Eindrücke, bleibt es leistungsfähiger.

Was sind die Ursachen für Alzheimer?

Illustration von beschädigten Nervenzellen
Eine Mitursache von Alzheimer sind fehlgefaltete Eiweiße im Gehirn. Sie verklumpen, lagern sich als Plaque in und außerhalb der Nervenzelle ab und schädigen sie. Bild: selvanegra/iStock/Getty Images Plus

Die Ursachen für Alzheimer sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber Veränderungen im Gehirn und einige Risikofaktoren, die die Erkrankung begünstigen – zum Beispiel:

  • Eiweißablagerungen: Bei Alzheimer gibt es zwei fehlerhafte Eiweiße − das Beta-Amyloid und das Tau-Eiweiß. Beta-Amyloid kann falsch abgebaut werden; dann verklumpt es und lagert sich als Plaque außerhalb der Nervenzellen ab. Von dort aus breitet es sich im ganzen Gehirn aus, schädigt es und kann auch die Blutgefäße zerstören. Die Energie- und Sauerstoffversorgung wird eingeschränkt, was die Zellen zusätzlich schädigt. Die Tau-Eiweiße sind innerhalb der Nervenzelle: Sie töten die Nervenzellen von innen heraus ab. Warum die Eiweiße entstehen, ist noch unklar.
  • Botenstoffe: Botenstoffe, die für den Austausch von Informationen zwischen den Nervenzellen gebraucht werden, nehmen ab – besonders der Botenstoff Acetylcholin.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Es muss aber nicht zwangsläufig Alzheimer entstehen.
  • Vererbung: Alzheimer ist selten vererbbar. Nur ein Prozent leidet an einer eindeutig erblich bedingten Form. Allerdings ist ein bestimmter genetischer Typ des Eiweißes Apolipoprotein E (ApoE) ein Risikofaktor: Träger des Gens ApoE4 erkranken häufiger als Träger von ApoE2 oder ApoE3. Die Krankheit muss bei Betroffenen aber nicht zwangsläufig ausbrechen.
  • Stoffwechselkrankheiten und ungesunder Lebensstil: Ein hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, schlecht eingestellte Blutzuckerwerte bei Diabetes und Arteriosklerose begünstigen die Entstehung. Auch ungesunde Ernährung, Schlafmangel, wenig körperliche Bewegung und mangelnde geistige Aktivität können das Risiko für Alzheimer erhöhen.
  • Hoher Homocysteinwert: Das Zellgift Homocystein im Blut ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer.
  • Oxidativer Stress und Entzündungen: Freie Radikale tragen zur Bildung der Eiweißablagerungen im Gehirn und zu Nervenschäden bei. Ob Entzündungen im Gehirn eine natürliche Abwehrreaktion gegen die Veränderungen sind oder ob die Gehirnzellen durch die Entzündung ursächlich beschädigt werden, wird derzeit untersucht.
  • Schwermetallbelastung: Im Gehirn von verstorbenen Alzheimer-Patienten wird oft zu viel Aluminium gefunden. Ob Aluminium Alzheimer verursacht, wird zurzeit erforscht. Es wird auch untersucht, ob die übermäßige Anreicherung von Eisen und Kupfer im Körper Alzheimer auslösen kann.

Woran erkennt man die Alzheimer-Krankheit?

Alzheimer verläuft schleichend. Die Alzheimer-Symptome zeigen sich oft erst Jahrzehnte, nachdem die ersten Veränderungen im Gehirn entstanden sind.

In der frühen Phase kommt es zu kleinen Gedächtnislücken. Betroffen ist meist das Kurzzeitgedächtnis. Einige Menschen reagieren darauf mit Ängstlichkeit, Aggressivität, Depression und sie ziehen sich zurück. Auch Wortfindungsstörungen, leichte Orientierungsschwierigkeiten und verlangsamtes Sprechen und Denken sind erste Alzheimer-Anzeichen. Meistens kann der Alltag aber noch mit kleinen Einschränkungen bewältigt werden.

In der mittleren Phase nimmt das Vergessen zu und die Langzeiterinnerungen verblassen. Auch bekannte Personen werden seltener erkannt. Oft können Betroffene auch keine ganzen Sätze mehr bilden. Gleichzeitig wird die Fähigkeit, sich zu orientieren schwächer. Das erschwert ein selbstständiges Leben. Zudem kommt es im Alzheimer-Verlauf zu innerer Unruhe und einem ausgeprägten Bewegungsdrang.

In der späten Phase von Alzheimer sind die Betroffenen pflegebedürftig: Oft sind sie bettlägerig oder auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch die Fähigkeit, die Harnblase und den Darm zu kontrollieren, geht verloren. Im Alzheimer-Endstadium sind Schluckstörungen sowie Probleme beim Kauen und Atmen häufig.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Alzheimer klassisch behandelt?

Alzheimer Patient und Pflegerin
Eine Mitursache von Alzheimer sind fehlgefaltete Eiweiße im Gehirn. Sie verklumpen, lagern sich als Plaque in und außerhalb der Nervenzelle ab und schädigen sie. Bild: selvanegra/iStock/Getty Images Plus

Eine Heilung von Alzheimer ist nicht möglich. Aber das Fortschreiten kann verlangsamt werden. Dazu gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • Medikamente: In der führen und mittleren Phase werden sogenannte Acetylcholinesterase-Hemmer eingesetzt. Sie verhindern den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin und verbessern dadurch die Gehirnfunktion. Wirkstoffe sind: Donepezil (zum Beispiel Aricept®, Yasnal®), Galantamin (zum Beispiel Galnora®, Reminyl®) und Rivastigmin (zum Beispiel Exelon®, Miestigacin®). In der mittleren und späten Alzheimer-Phase wird der Wirkstoff Memantin (zum Beispiel Axura®, Ebixa®, Memando®) eingesetzt.
  • Medikamente bei psychischen Symptomen: Bei Alzheimer kann es zu Aggressivität oder Ängstlichkeit kommen. Der Arzt kann Neuroleptika wie Haloperidol (zum Beispiel Haldol®) verordnen. Bei Depressionen können Antidepressiva eingesetzt werden, etwa die Wirkstoffe Fluoxetin (zum Beispiel Fluxet®) oder Amitryptilin (zum Beispiel Tryptizol®). Die Medikamente werden oft nur vorübergehend angewendet, da sie vermutlich das Risiko für eine Verschlechterung erhöhen.
  • Verhaltenstherapie und psychosoziale Unterstützung: Bei Depressionen, Ängsten oder Aggressionen kann eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeuten helfen. Durch eine psychosoziale Unterstützung können soziale Fähigkeiten gestärkt werden. Auch sollen Betroffene dadurch möglichst lange am gewohnten Leben teilhalben – zum Beispiel durch einen geregelten Tagesablauf, Bewegung und Sport.
  • Ernährung: Eine mediterrane Ernährung kann möglicherweise zu einem längeren Erhalt der geistigen Fähigkeiten beitragen. Eine solche Ernährung ist reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen.
  • Weitere Therapien: Trainings zur Orientierung und geistige Übungen sind hilfreich, um die geistigen Fähigkeiten beizubehalten. Ergotherapie kann dabei helfen, die Fähigkeiten des Alltags aufrechtzuerhalten, etwa Ankleiden und Kämmen. Weitere Therapieverfahren zur Unterstützung sind Physiotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie und Aromatherapie.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin zielt darauf ab, den Krankheitsverlauf von Alzheimer zu verlangsamen und damit die klassische Behandlung seitens der Ernährung zu unterstützen. Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe reduzieren oxidativen Stress und mildern Entzündungen. Dadurch können die Nervenzellen im Gehirn geschützt und deren Absterben verlangsamt werden.

Zudem ist es Ziel der Mikronährstoffmedizin, Mängel auszugleichen: Alzheimer-Betroffene sind durch die nachlassenden geistigen Fähigkeiten häufig schlecht mit Mikronährstoffen versorgt. Andere Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren und Pflanzenstoffe fördern die Durchblutung und können so ebenfalls den Krankheitsverlauf verbessern.

Besonders bewährt haben sich die Folgenden:

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Behandlung mit Mikronährstoffen

B-Vitamine fördern den Abbau des Nervenzellgifts Homocystein

Wirkweise von B-Vitaminen

Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure spielen eine wichtige Rolle für das Nervensystem und werden dafür gebraucht, das Zellgift Homocystein abzubauen. Ist der Homocysteinspiegel erhöht, ist oft von einem Mangel an B-Vitaminen auszugehen. Ein hoher Homocystein-Wert stellt einen Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer dar. Zudem fördert er unter anderem oxidativen Stress und Arteriosklerose.

Auffällig ist, dass Personen mit Alzheimer oft einen erniedrigten Vitamin-B12-Spiegel im Blut haben. Außerdem sind sie öfters von einem Gendefekt betroffen, der dazu führt, dass Folsäure nicht aktiviert werden kann. Ein Mangel an B-Vitaminen kann den geistigen Verfall fördern und den Krankheitsprozess bei Alzheimer beschleunigen.

Die Einnahme von B-Vitaminen scheint vor allem in der frühen Alzheimer-Phase wirksam zu sein. Patienten in späteren Krankheitsstadien scheinen demgegenüber nicht zu profitierten – so die Auswertung einer Übersichtsarbeit mehrerer Studien. Die Wirksamkeit einer Einnahme von B-Vitaminen ist auch abhängig vom Homocysteinspiegel der Patienten vor der Einnahme der Vitamine: Patienten mit hohen Werten zeigten einen Rückgang der Gehirnverkleinerung um über die Hälfte. Wissenschaftler vermuten, dass bis zu einem Drittel aller Fälle von Demenz – inklusive der Alzheimer-Demenz – durch die Senkung erhöhter Homocysteinspiegel vermieden werden könnten. Die Vermutung braucht aber weitere Überprüfung.

Bei ersten Gedächtnisschwierigkeiten sollte eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen immer sichergestellt sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Mikronährstoff-Mediziner empfehlen, B-Vitamine kombiniert einzunehmen, da die einzelnen Vitamine zusammenwirken. Sinnvoll sind täglich 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6, bis 500 Mikrogramm Vitamin B12 und 500 bis 800 Mikrogramm Folsäure. Die Verträglichkeit ist am besten, wenn das Präparat zu den Mahlzeiten eingenommen wird.

Vitamin B12 sollte als Methylcobalamin eingenommen werden. Es ist die aktive Form und kann dem Körper schnell zur Verfügung stehen. Die aktive Wirkform von Folsäure (Folat) ist 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF). Viele Alzheimer-Patienten können durch einen genetischen Defekt Folsäure schlecht aktivieren. Sie sollten deshalb Folsäure als 5-MTHF ergänzen.

Tipp

Um die Wirksamkeit der B-Vitamine zu verbessern, ist die Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren sinnvoll: In einer ersten Studie profitierten nur Patienten von B-Vitaminen, die auch ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren versorgt waren.

Homocystein im Labor bestimmen lassen

Chemische Formel von Homocystein
Der Homocysteinspiegel gibt auch Aufschluss über die Versorgung mit B-Vitaminen. Fehlen Vitamin B6, B12 und Folsäure, kann Homocystein nicht abgebaut werden und es reichert sich im Blut an. Bild: Zerbor/iStock/Getty Images Plus

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Alzheimer, den Homocysteinspiegel überprüfen zu lassen, damit ein erhöhter Wert gesenkt werden kann. Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Die Normalwerte liegen zwischen 5 und 9 Mikromol pro Liter. Ein erhöhtes Risiko für Alzheimer besteht, wenn der Homocysteinspiegel über einen längeren Zeitraum über 14 Mikromol pro Liter liegt.

B-Vitamine: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Nach einem Herzinfarkt und nach dem Einsetzen von Stents (Gefäßstützen) könnten B-Vitamine in hohen Dosierungen negative Wirkungen haben. Hohe Dosen an Vitamin B6 (40 bis 50 Milligramm pro Tag), Vitamin B12 (60 bis 400 Mikrogramm pro Tag) und Folsäure (800 bis 1.200 Mikrogramm pro Tag) sollten dann vermieden werden.

Personen mit Nierenerkrankungen und Diabetiker mit kranken Nieren sollten Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin einsetzen. Die Vitamin-B12-Form Cyanocobalamin ist wahrscheinlich schädlich bei Nierenkrankheiten.

In Dosierungen über 5 Milligramm schwächt Vitamin B6 die Wirkungen von Epilepsie-Medikamenten wie Phenobarbital (Luminal®) und Phenytoin (Phenhydan®, Zentropil®). Das gilt auch für Parkinson-Medikamente wie Levodopa (L-Dopa). Diese Medikamente sollten nicht zusammen mit hoch dosiertem Vitamin B6 eingenommen werden.

Ginkgo unterstützt das Gedächtnis durch eine bessere Durchblutung

Wirkweise von Ginkgo

Die aktiven Inhaltstoffe aus Ginkgo-Blättern sind Bilobalid und verschiedene Ginkgolide. Vermutlich reduzieren sie die Ablagerung von krankmachenden Eiweißen im Gehirn. Außerdem werden Entzündungen der Nervenzellen gehemmt und die Gedächtnisleistung durch eine erhöhte Blutversorgung verbessert, wie Tierversuche zeigen. Dadurch erhalten die Zellen im Gehirn mehr Energie. So könnte Ginkgo das Absterben von Nervenzellen reduzieren.

In mehreren hochwertigen Studien besserten sich die Symptome von Alzheimer nach einer Einnahme von Ginkgo-Extrakt im Vergleich zu denjenigen, die ein Scheinmedikament einnahmen. Entscheidend für die Wirksamkeit sind mindestens 240 Milligramm Ginkgo-Extrakt. Geringere Dosierungen zeigten keine Wirkung – so das Ergebnis einer Übersichtsarbeit. Ginkgo war dabei gut verträglich.

Auch Begleitsymptome wie Schwindel und Kopfschmerzen gingen zurück. Psychische Symptome wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen konnten durch Ginkgo jedoch nicht gelindert werden. Unklar ist, ob durch Ginkgo-Extrakt Alzheimer oder einem Verlust der geistigen Fähigkeiten grundsätzlich vorgebeugt werden kann.

Die Einnahme von Ginkgo-Extrakt ist besonders bei leichtem bis mittelschwerem Alzheimer vielversprechend. Auch offizielle Expertengremien raten zu standardisierten Ginkgo-Präparaten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Ginkgo

Ginkgobaum
Ginkgo-Extrakt ist laut Studien besonders bei leichtem bis mittelschwerem Alzheimer vielversprechend, um den weiteren Verlauf zu verlangsamen. Bild: Istvan Balogh/iStock/Getty Images Plus

Täglich sollten 240 Milligramm Ginkgo-Extrakt eingenommen werden. Ärzte empfehlen immer einen Extrakt im Gegensatz zu Ginkgopulver und Tee. Im Extrakt liegen die aktiven Inhaltstoffe (Ginkgolide und Bilobalid) in höheren Mengen vor. Ein guter Extrakt sollte bei 240 Milligramm 7 bis 8 Milligramm Ginkgolide A, B und C enthalten sowie 6 bis 8 Milligramm Bilobalid. Diese Mengen waren auch in Studien wirksam.

Ginkgo-Extrakt benötigt oft mehrere Wochen, bis er die gewünschte Wirkung zeigt. Die Einnahme sollte daher mindestens acht Wochen am Stück betragen. Nach drei Monaten sollte der Arzt prüfen, ob die Einnahme fortgesetzt werden kann. Ginkgo-Extrakte sollten mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit.

Tipp

Achten Sie auf hochwertige Präparate mit einem geringen Anteil der schädlichen Ginkgolsäure von unter 0,0005 Prozent. Tees sollten nicht verwendet werden: Sie enthalten oft hohe Mengen an Ginkgolsäure.

Ginkgo: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Möglicherweise verstärkt Ginkgo-Extrakt die Wirkung von Blutverdünnern (Antikoagulanzien). Betroffen sind Medikamentenwirkstoffe wie Warfarin (Coumadin®), Clopidogrel (Plavix®) und Acetylsalicylsäure (Aspirin®). Bei kombinierter Einnahme besteht die Möglichkeit, dass es zu einer erhöhten Blutungsneigung kommt. Auch sollte Ginkgo-Extrakt wegen einer erhöhten Blutungsneigung vor einer geplanten Operation oder Zahnbehandlung abgesetzt werden.

Ginkgo-Extrakt kann die Wirkungen und Nebenwirkungen einiger Medikamente verstärken. Er sollte nicht mit den Wirkstoffen Ibuprofen (Dolobene®, Aktren®), Diazepam (Stesolid®) oder Diclofenac (Diclac®, Voltaren®) eingenommen werden. Ebenso sollte der Extrakt nicht mit Antibiotika, Antidepressiva oder Immunsuppressiva kombiniert werden. Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie Ihr Medikament zusammen mit Ginkgo einnehmen können.

Ginkgo sollte bei bekanntem Krampfleiden (Epilepsie) nicht angewandt werden.

Vitamin D für starke Knochen bei Alzheimer

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D ist wichtig für starke Knochen und hat nervenzellschützende Wirkungen. Zudem erhält Vitamin D die Gesundheit von Blutgefäßen, reguliert Botenstoffe und hemmt Entzündungen. Bei einem Mangel an Vitamin D können die geistigen Fähigkeiten abnehmen. Ein Vitamin-D-Mangel kommt gerade im höheren Lebensalter oft vor: Etwa 70 Prozent der über 75-Jährigen sind unzureichend versorgt. Vitamin D kann vom Körper selbst gebildet werden. Die Produktion nimmt aber mit zunehmendem Alter ab.  

Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Demenzerkrankungen wie Alzheimer: Personen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben häufiger Gedächtnisprobleme als solche, die ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Auch wenn diese Ergebnisse einen Einfluss von Vitamin D auf Alzheimer andeuten: Ob die Einnahme von Vitamin D Patienten helfen kann, ist bisher nicht in hochwertigen Studien untersucht worden.

Laut einer ersten Studie zeigte eine Vitamin-D-Gabe von 6.000 Internationalen Einheiten bei Alzheimer-Patienten keine Wirkung. In dieser Studie wurde die Unterform D2 eingesetzt. Die meisten Ärzte empfehlen jedoch Vitamin D3. Um den Einfluss von Vitamin D – speziell D3 – zur Vorbeugung und Linderung von Alzheimer zu erforschen, sind weitere Studien geplant.

Ein Vitamin-D-Mangel sollte bei Alzheimer trotz der noch unklaren Situation in jedem Fall vermieden werden: Vitamin D hat viele positive Wirkungen im Körper. Zum Beispiel begünstigt ein Vitamin-D-Mangel Osteoporose (Knochenschwund). Besonders Alzheimer-Betroffene haben durch den gesteigerten Bewegungsdrang ein höheres Sturzrisiko. Sind die Knochen infolge der Osteoporose porös, können Knochen leichter brechen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Frau sonnt sich auf einer Hängematte
Vitamin D kann der Körper durch Sonnenstrahlen zwar selbst bilden, im Alter nimmt diese Fähigkeit jedoch ab. Deshalb empfehlen Mikronährstoff-Experten meist ein Vitamin-D-Präparat, um die ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten. Bild: Wavebreakmedia/iStock/Getty Images Plus

Die Vitamin-D-Einnahme sollte sich im Idealfall nach den Blutwerten richten. Bei einem Mangel sind meist höhere Dosierungen nötig, um optimale Blutwerte zu erreichen. Ist der Vitamin-D-Spiegel nicht bekannt, empfehlen Mikronährstoff-Experten eine tägliche Einnahme von 1.000 (im Sommer) und 2.000 (im Winter) Internationalen Einheiten.

Da Vitamin D fettlöslich ist, sollte es immer mit den Mahlzeiten eingenommen werden. So kann es gut über den Darm in den Körper gelangen. Sinnvoll sind Präparate, die Vitamin D3 enthalten. Diese Form wird auch in der Haut gebildet und kann vermutlich länger im Blut bleiben als Vitamin D2.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Bei Alzheimer sollte in jedem Fall der Vitamin-D-Spiegel überprüft werden. Sinnvoll ist die Kontrolle zweimal im Jahr. Die Vitamin-D-Versorgung wird anhand von Calcidiol (Transportform von Vitamin D) gemessen. Der Wert wird im Blutserum, dem flüssigen Teil des Blutes, bestimmt. Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter liegen.

Vitamin D: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Thiazide sind Entwässerungsmittel (Diuretika), die die Calciumausscheidung über die Nieren hemmen, sodass es im Blut bleibt. Betroffen sind die Medikamentenwirkstoffe Hydrochlorothiazid (Esidrix®), Indapamid (Sicco®) und Xipamid (Aquaphor®). Auch Vitamin D erhöht die Calciumaufnahme ins Blut. Durch die kombinierte Einnahme können die Calciumwerte zu stark ansteigen. Daher sollte Vitamin D nur mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumwert im Blut vom Arzt regelmäßig überwacht wird.

Vitamin D sollte bei einer Nierenkrankheit oder bei Nierensteinen nur nach vorangegangener Untersuchung durch einen Arzt ergänzt werden. Erkrankte Nieren können Calcium schlechter ausscheiden, dadurch wird ein Anstieg des Calciumspiegels begünstigt.

Die Bindegewebserkrankung Morbus Boeck (Sarkoidose) führt oft zu überhöhten Calciumwerten im Blut. Deshalb sollten Patienten, die an der Krankheit leiden, kein Vitamin D einnehmen.

Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10 schützen die Nervenzellen

Wirkweise von Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10

Antioxidantien schützen Zellen vor freien Radialen (oxidativer Stress). Eine oxidative Schädigung ist im Gehirn bei Alzheimer weit verbreitet. Der oxidative Stress führt unter anderem zum Funktionsverlust und zu einem beschleunigten Absterben der Nervenzellen. Verursacht wird oxidativer Stress durch Entzündungen, Eiweißablagerungen und durch die Anreicherung von Eisen und Kupfer. Zellversuche zeigen, dass Antioxidantien wie Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10 den zellschädigen Prozess hemmen. Auch Ergebnisse aus Beobachtungsstudien lassen vermuten, dass eine antioxidantienreiche Ernährung das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, senken kann.

Vitamin E, Vitamin C und Alpha-Liponsäure: Eine hochwertige Studie ergab, dass die Einnahme von Vitamin E bei leichtem bis mittelschwerem Alzheimer die Abnahme der Gehirnfunktion etwas verlangsamt. Zudem gibt eine Vorstudie Hinweise, dass Vitamin E das Auftreten von Alzheimer verzögern könnte. Als gesichert gilt dies aber nicht: Es gibt auch Studien, die den Einfluss von Vitamin E nicht bestätigen. Eine andere Vorstudie kam zu dem Ergebnis, dass Vitamin E zusammen mit Vitamin C den oxidativen Stress effektiver hemmen kann als Vitamin E allein. Zudem wurden Vitamin E und C in einer hochwertigen Studie mit Alpha-Liponsäure kombiniert: In der Vitamin-Gruppe war ein Marker für oxidativen Stress leicht geringer.

Selen: Ein niedriger Selenspiegel im Blut könnte das Risiko für Alzheimer erhöhen. Allerdings ist die Rolle von Selen insgesamt noch unklar: Die Einnahme von Selen zusammen mit einem Probiotikum führte in einer hochwertigen Studie zu einer Verbesserung der geistigen Funktion bei Alzheimer-Patienten. Es gibt aber auch Wissenschaftler, die einen nervenzellschädigenden Effekt von Selen nicht ausschließen: Große Mengen von Selen im Gehirn könnten ein Risikofaktor für Alzheimer sein. Dabei kann bisher aber nicht beurteilt werden, ob die erhöhten Selenspiegel Ursache oder Folge von krankhaften Veränderungen im Gehirn sind.

Info

Die erhöhte Selenkonzentration könnte auch durch hohe Quecksilbermengen erklärt werden: Selen bindet Quecksilber und macht es unschädlich. Trifft dies zu, hätte Selen einen schützenden Effekt und ist deshalb erhöht.

Coenzym Q10: Coenzym Q10 schützt insbesondere die Energiekraftwerke des Körpers (Mitochondrien) und wird für die Energiegewinnung benötigt. Es könnte Eiweißablagerungen reduzieren: Das zeigen Tierversuche. Da Alzheimer-Betroffene oft zu niedrige Coenzym-Q10-Spiegel haben, könnte die Einnahme von Coenzym Q10 beim Menschen vielversprechend sein. Bislang wurde die Wirkung aber noch nicht bestätigt.

Es gibt zahlreiche Studien mit verschiedenen Antioxidantien-Kombinationen. Die Ergebnisse sind jedoch unterschiedlich: Es liegen viele Hinweise dafür vor, dass Antioxidantien wichtig für den Nervenschutz bei Alzheimer sind. Hochwertige Studien, die dies beweisen, fehlen bislang aber. Generell gilt bei Alzheimer aber die Empfehlung, sich antioxidantienreich zu ernähren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10

Obst und Gemüse
Obst und Gemüse sind reich an Antioxidantien und sollten bei der unterstützenden Behandlung von Alzheimer nicht fehlen. ist eine ausgewogene Ernährung nicht möglich, können Mikronährstoffpräparate die Versorgung mit Antioxidantien unterstützen. Bild: monticelllo/iStock/Getty Images Plus

Zur unterstützenden Behandlung kann bei Alzheimer ein Präparat mit Antioxidantien hilfreich sein. Antioxidantien sollten idealerweise miteinander kombiniert werden, da sie sich in ihrer Wirkung unterstützen. Sinnvoll sind zum Beispiel:

  • Vitamin E: 20 bis 50 Milligramm
  • Vitamin C: 500 Milligramm
  • Coenzym Q10: 90 bis 200 Milligramm
  • Selen: 50 bis 100 Mikrogramm

Antioxidantien sollten mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch steigt die Verträglichkeit.

Tipp

Achten Sie bei Kombinationspräparaten mit Vitamin C und Selen auf die richtige Selenverbindung: Vitamin C kann die Aufnahme von Natriumselenit reduzieren. Greifen Sie auf die Form Natriumselenat zurück. Sie wird durch Vitamin C nicht beeinflusst.

Antioxidanten und Selen im Labor bestimmen lassen

Bei Alzheimer kann es sinnvoll sein, den Antioxidantien-Status überprüfen zu lassen. Dies kann durch verschiedene Untersuchungen im Labor mithilfe einer Blut- oder Urinuntersuchung durchgeführt werden. Diese Werte sagen aus, wie hoch die Schädigungen durch freie Radikale sind. Je nach Labor werden für die Messung unterschiedliche Methoden eingesetzt. Deshalb gilt immer der Normalwert des jeweiligen Labors.

Da Selen (über 100 Mikrogramm) auch überdosiert werden kann, sollte der Selenwert bei regelmäßiger Einnahme überprüft werden. Der Langzeitwert für die Selen-Versorgung wird im Vollblut gemessen. Der optimale Selenwert liegt zwischen 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter Vollblut.

Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Vitamin E und Coenzym Q10 können die Blutgerinnung beeinflussen. Wenn Blutgerinnungshemmer eingenommen werden, sollte die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Wirkstoffe Phenprocoumon (wie Marcumar®), Acetylsalicylsäure wie Aspirin® und Dabigatran (Pradaxa®).

Bei der Krankheit Hämochromatose (Eisenüberladung) sollte Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, da es die Eisenaufnahme fördert. Auch bei einer Krebstherapie sollte die Einnahme von Vitamin C mit dem Arzt abgesprochen werden.

Selen sollte bei Nierenkrankheiten nur nach der Untersuchung des Selenwertes im Blut ergänzt werden. Bei reduzierter Nierenfunktion kann Selen schlechter ausgeschieden werden und könnte sich im Körper ansammeln.

Grüntee und Curcumin: Pflanzenstoffe gegen Alzheimer?

Wirkweise von Grüntee und Curcumin

Die Inhaltstoffe aus grünem Tee (hauptsächlich Epigallocatechingallat) sowie Curcumin wirken antioxidativ und können daher die Zellen schützen.

Grüntee: Regelmäßiger Grüntee-Konsum senkt das Risiko für geistige Erkrankungen. Das bestätigt eine Übersichtsarbeit von 26 Studien. Daneben gibt es jedoch auch Beobachtungsstudien, in denen kein positiver Effekt festgestellt werden konnte. Eine Vorstudie zeigt jedoch, dass die Einnahme von Grüntee-Pulver zu einer Abnahme von oxidativem Stress bei schwerem Alzheimer führte. Durch die Reduktion von oxidativem Stress ließen sich wiederum die geistigen Fähigkeiten verbessern.

Curcumin: Hochwertige Studien zeigen, dass die Einnahme von Curcumin die Aufmerksamkeit und das Erinnerungsvermögen bei gesunden Menschen verbessert. Diese Effekte werden auf die entzündungslindernden und antioxidativen Eigenschaften zurückgeführt. Curcumin könnte daher auch zur Vorbeugung von Krankheiten hilfreich sein, bei denen die Nervenzellen abgebaut werden – dies zeigen Tierversuche. Ob Curcumin zur Linderung der Symptome bei Alzheimer eingesetzt werden kann, muss noch gezeigt werden. Ergebnisse einer Übersichtsarbeit zeigen bisher widersprüchliche Effekte bei Menschen mit Alzheimer.

Neben Vitamin C, E, Selen und Coenzym Q10 können auch pflanzliche Antioxidantien dazu beitragen, die Nervenzellen zu schützen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Grüntee und Curcumin

Curcumin in Roh- und Pulverform
Pflanzenstoffe wie Curcumin konnten in hochwertigen Studien bei gesunden das Erinnerungsvermögen verbessern. Ob dies bei Alzheimer-Patienten zutrifft, ist noch nicht klar.Pflanzenstoffe können jedoch zum antioxidativen Schutz der Zellen beitragen. Bild: AnnaPustynnikova/iStock/Getty Images Plus

Eine antioxidantienreiche Ernährung umfasst neben Vitaminen auch Pflanzenstoffe. Folgende Dosierungen an pflanzlichen Antioxidantien könnten hilfreich sein:

  • Grüntee-Extrakt: 500 Milligramm (mit 250 Milligramm EGCG)
  • Curcumin: 400 bis 1.500 Milligramm

Präparate sollten für eine bessere Verträglichkeit zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Grüntee und Curcumin: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Grüntee kann die Aufnahme von Betablockern und Blutdruckmedikamenten im Darm hemmen. Betroffen sind beispielsweise die Wirkstoffe Bisoprolol (zum Beispiel Concor®) und Nifedipin (zum Beispiel Aprical®, Nifical®). Zwischen der Einnahme sollten mindestens vier Stunden liegen.

Auch Wechselwirkungen von Curcumin mit Medikamenten sind möglich, aber bislang nicht eindeutig in Studien an Menschen nachgewiesen. In Laborstudien hemmte Curcumin Enzyme der Leber, die normalerweise Medikamente verstoffwechseln. Bei Ratten beeinflusste Curcumin die Verfügbarkeit von Warfarin und Clopidogrel. Ein Einfluss auf die Blutgerinnung konnte allerdings nicht festgestellt werden. Besprechen Sie die Einnahme von Curcumin mit dem Arzt, wenn sie grundsätzlich Medikamente einnehmen.

Nicht angewendet werden soll Curcumin bei Gallensteinen: Curcumin fördert die Bildung von Gallensaft. Bei Leberproblemen sollte vor der Einnahme von Grüntee-Extrakt mit einem Arzt gesprochen werden: Grüntee könnte die Leberwerte erhöhen.

Verbessern Omega-3-Fettsäuren die geistigen Fähigkeiten?

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) wirken entzündungshemmend. Sie haben zudem antioxidative und nervenzellschützende Eigenschaften. Gleichzeitig können sie zu einer verbesserten Nährstoffversorgung der Nervenzellen beitragen, da sie die Durchblutung fördern. Diese Effekte könnten sich positiv in der frühen Alzheimer-Phase auswirken. Tierversuche weisen darauf hin, dass sich die Belastung durch Eiweißablagerungen und die Funktion des Gehirns durch Omega-3-Fettsäuren bessern könnten.

Eine besondere Rolle könnte DHA spielen: Eine Beobachtungsstudie an Gesunden zeigt, dass zu wenig DHA im Gehirn zu einem Rückgang der geistigen Fähigkeiten führte. Die Veränderung der DHA-Menge zeigte sich besonders in Bereichen des Gehirns, die in der frühen Phase der Alzheimer-Entstehung betroffen sind. Mehrere Beobachtungstudien belegen zudem, dass Personen mit einer guten Omega-3-Versorgung und einem regelmäßigen Fischverzehr ein geringeres Risiko für Demenzerkrankungen haben: Es könnte sogar um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.

Generell konnte bei verschiedenen Demenz-Formen ein positiver Effekt von Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden. Die Wirkung bei Alzheimer ist jedoch weniger klar: Die bisherigen Studienergebnisse sind nicht einheitlich. Möglicherweise können Omega-3-Fettsäuren nur in der sehr frühen Alzheimer-Phase eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit bewirken. Dies zeigen die Ergebnisse teils hochwertiger Studien. Bei fortgeschrittenem Alzheimer konnten diese Effekte nicht beobachtet werden.

Expertenwissen

Für die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren spielen auch genetische Faktoren eine Rolle. Vor allem Menschen mit einem Gendefekt (ApoE4-Trägern) haben vermutlich einen veränderten DHA-Stoffwechsel im Gehirn. Nach Schätzungen sind etwa 40 bis 50 Prozent der Alzheimer-Patienten vom ApoE4-Defekt betroffen. Allerdings belegen zwei Studien keinen Nutzen von Omega-3-Fettsäuren. Forscher vermuten, dass bei ihnen DHA schneller abgebaut wird. Demnach hätten Betroffene einen höheren DHA-Bedarf und einen geringeren DHA-Nutzen.

Ob Omega-3-Fettsäuren bei der Behandlung von Alzheimer helfen, ist derzeit nicht eindeutig zu beantworten. Es wird ein möglichst früher Einsatz befürwortet. Omega-3-Fettsäuren haben daneben viele positive Wirkungen auf die Gesundheit. Eine Anwendung könnte sich daher lohnen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Im Rahmen der Mikronährstoffmedizin werden bei Alzheimer täglich 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Wichtig ist, dass das Präparat einen möglichst hohen Anteil an der Fettsäure DHA hat. Vor allem DHA ist Bestandteil von Nervenzellen. Pro Tag sind 1.700 Milligramm DHA sinnvoll. Niedrigere Dosierungen mit DHA zeigten keine Wirkung. DHA kommt in Fisch- oder Algenöl vor.

Präparate mit Omega-3-Fettsäuren sollten mit den Mahlzeiten eingenommen werden: Die Fettsäuren können ohne Fett aus den Mahlzeiten im Darm nicht gut aufgenommen werden.

Omega-3 Kapseln
Besonders die Omega-3-Fettsäure DHA könnte bei Alzheimer in der sehr frühen Phase helfen, die Krankheit zu verlangsamen. DHA kommt vor allem in fettreichem Fisch wie Lachs vor. Bild: iammotos/iStock/Getty Images Plus

Tipp

Achten Sie besonders bei Fischölkapseln auf eine gute Qualität und kaufen Sie nur speziell gereinigte Präparate. Sie sind frei von Rückständen wie Schwermetallen, die bei Alzheimer vermieden werden sollten.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei Alzheimer kann es sinnvoll sein, die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu ermitteln. Dies wird im Blut über den Omega-3-Index ermittelt. Er gibt an, wie groß die Menge an DHA und EPA in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist, und wird in Prozent angegeben. Idealerweise sollte dieser Wert über 8 Prozent liegen.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Medikamenteneinnahme, vor Operationen und Erkrankungen

Omega-3-Fettsäuren können ab 1.000 Milligramm pro Tag die Wirksamkeit von Blutgerinnungshemmern verstärken, weil sie selbst blutverdünnend wirken. Betroffene Medikamente sind zum Beispiel Cumarin-Derivate wie die Wirkstoffe Phenprocoumon (Marcumar®) und Warfarin (Coumadin®) sowie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) oder Apixaban (Eliquis®). Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren sollte daher mit dem Arzt besprochen werden. Das gilt auch, wenn eine Blutgerinnungsstörung besteht. Der Arzt sollte auch gefragt werden, wenn eine Operation bevorsteht. Möglicherweise muss das Präparat vorübergehend niedriger dosiert oder abgesetzt werden.

Bei akuten Leber- und Nierenkrankheiten sowie akuten Bauchspeicheldrüsen- und Gallenblasenentzündungen sollte auf die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren verzichtet werden.

Alpha-Liponsäure für die Energieproduktion in den Nervenzellen

Wirkweise von Alpha-Liponsäure

Chemische Formel Alpha- Liponsäure
Alpha-Liponsäure kann die Nervenzellen schützen. Es ist ein wichtiges Antioxidans im Gehirn, das freie Radikale abfängt Freie Radikale tragen zur Bildung der Eiweißablagerungen im Gehirn bei Alzheimer bei. Bild: Brandpepper GmbH

Alpha-Liponsäure ist wichtig für die Energieproduktion der Zellen und hat entzündungslindernde Wirkungen. Als Antioxidans schützt Alpha-Liponsäure die Nervenzellen außerdem vor oxidativem Stress. Sowohl oxidativer Stress als auch eine Abnahme der Energieversorgung von Nervenzellen sind typisch für Alzheimer. Alpha-Liponsäure könnte also auf zwei verschiedenen Wegen dazu beitragen, die Behandlung von Alzheimer zu unterstützen.

Erste Studienergebnisse verdeutlichen dies: In einer vorläufigen Studie nahmen Alzheimer-Patienten in unterschiedlichen Krankheitsstadien Alpha-Liponsäure ein. Dadurch konnte – insbesondere in frühen Phasen – das Fortschreiten der Erkrankung stark verlangsamt werden. Aber auch Patienten mit mittelschwerem Alzheimer könnten von der Einnahme von Alpha-Liponsäure profitierten – besonders zusammen mit Omega-3-Fettsäuren: Die zwölfmonatige Einnahme beider Stoffe führte bei Teilnehmern einer Vorstudie dazu, dass die geistigen Fähigkeiten weniger stark nachließen als bei Alzheimer-Erkrankten, die ein Scheinmedikament eingenommen hatten. 

Die ersten Studienergebnisse zum Einsatz von Alpha-Liponsäure bei Alzheimer sind vielversprechend. Weitere hochwertige Studien werden zeigen, ob sich der Nutzen einer Einnahme bei Alzheimer bestätigen lässt. Die Einnahme ist einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Alpha-Liponsäure

In der Mikronährstoffmedizin wird empfohlen, bei Alzheimer täglich 600 Milligramm Alpha-Liponsäure einzunehmen. Die Wirksamkeit von Alpha-Liponsäure ist am besten, wenn sie nüchtern eingenommen wird: Dann wird sie optimal vom Körper aufgenommen. Mineralstoffe hemmen die Aufnahme im Darm.

Tipp

Hochwertige Präparate mit Alpha-Liponsäure enthalten zusätzlich Biotin. Bei regelmäßiger Einnahme von Alpha-Liponsäure kann es zu einer Unterversorgung mit Biotin kommen.

Alpha-Liponsäure: zu beachten bei Medikamenteneinnahme

Alpha-Liponsäure kann die Wirkung von Medikamenten bei Diabetes erhöhen und eine Unterzuckerung bewirken. Betroffen sind Diabetesmedikamente wie Glibenclamid (zum Beispiel Euglucon®), Glimepirid (zum Beispiel Amaryl®, Glimmegama®) und Metformin (zum Beispiel Competact®, Diabesin®). Am Anfang der Alpha-Liponsäure-Therapie sollte daher der Blutzuckerspiegel öfter als sonst kontrolliert werden.

Phosphatidylserin für die Membranen von Nervenzellen

Wirkweise von Phosphatidylserin

Illustration von einer Zellmembran
Phosphatidylserin ist Bestandteil von Zellmembranen. Es sorgt dafür, dass die Membranen flexibel sind. Erste Tierstudien zeigen, dass Phosphatidylserin das Gedächtnis verbessert. Bild: markusblanke/iStock/Getty Images Plus

Phosphatidylserin (PS) ist eine bestimmte Fettverbindung und ein Bestandteil der Zellhüllen (Membranen) im Gehirn. Sie fördert die Flexibilität der Zellhüllen, was wiederum wichtig für deren Funktion ist. Darüber hinaus könnte Phosphatidylserin oxidativen Stress im Gehirn mildern und zu einer Verbesserung des Gedächtnisses beitragen. Das zeigen erste Tierversuche.

Eine kleine hochwertige Studie und mehrere Vorstudien zeigen, dass die Einnahme von Phosphatidylserin generell eine Verbesserung von Gedächtnisproblemen im hohen Lebensalter bewirken kann. In einer weiteren Vorstudie konnte jedoch keine Verbesserung nachgewiesen werden. Dabei wurde allerdings nicht geprüft, ob die Probanden Alzheimer hatten oder eine andere Demenzerkrankung.

Die Wirkung bei Alzheimer ist bisher wenig untersucht. Leidglich eine kleine hochwertige Studie liefert erste positive Ergebnisse: Bei Alzheimer-Patienten, die ein Kombinationspräparat aus Phosphatidylserin und Phosphatidsäure für zwei Monate einnahmen, blieben in dieser Zeit die Fähigkeiten, den Alltag zu bewältigen, stabil. Bei Betroffenen, die ein Scheinmedikament eingenommen hatten, ließen diese Fähigkeiten dagegen nach. Die Kombination von Phosphatidylserin und Phosphatidsäure hatte darüber hinaus positive Wirkung auf das Gedächtnis und die Stimmungslage der Teilnehmer.

Expertenwissen

Bei Alzheimer verändert sich der Fettstoffwechsel im Gehirn: Der Spiegel an bestimmten Fetten ist bei Alzheimer-Patienten deutlich höher als bei Gesunden – zum Beispiel von Phosphatidylethanolamin (PE). PE könnte dafür verantwortlich sein, dass sich Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten bilden und die Erkrankung fördern. PE häuft sich durch den gesteigerten Abbau der Nervenzellen an. Es kann aber auch aus Phosphatidylserin gebildet werden. Bislang fehlen Studien, die eine endgültige Beurteilung zulassen, ob der PE-Vorläufer Phosphatidylserin positiv oder negativ wirkt. Ein Einsatz von Phosphatidylserin sollte daher in jedem Fall unter Verlaufskontrolle erfolgen.

Derzeit kann noch nicht abschließend beurteilt werden, ob Phosphatidylserin Alzheimer positiv beeinflussen kann. Phosphatidylserin sollte deshalb in Rücksprache mit einem Mikronährstoff-Mediziner eingenommen werden, der den Verlauf der Erkrankung kontrolliert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Phosphatidylserin

Unter ärztlicher Kontrolle können bei Demenzerkankungen täglich 100 Milligramm Phosphatidylserin sinnvoll sein. Präparate sollten zum Essen eingenommen werden: Dies verbessert die Magenverträglichkeit.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Alzheimer

 

Vitamine

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm (mg)

Vitamin B12

bis 500 Mikrogramm (µg)

Folsäure

500 bis 800 Mikrogramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin C

500 Milligramm

Vitamin E

20 bis 50 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Selen

50 bis 100 Mikrogramm

  
 

Pflanzenstoffe

Ginkgo-Extrakt

240Milligramm

Grüntee-Extrakt

500 Milligramm (mit 250 Milligramm EGCG)

Curcumin

400 bis 1.500 Milligramm

  
 

Sonstige Stoffe

Coenzym Q10

90 bis 200 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

2.000 Milligramm mit 1.700 Milligramm DHA

Alpha-Liponsäure

600 Milligramm

Phosphatidylserin

100 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Alzheimer

 

Normalwerte

Homocystein

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Selen (Vollblut)

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Omega-3-Index

über 8 Prozent (%)

Antioxidativer Status

Werte schwanken je nach Messmethode und Labor.

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Zusammenfassung

Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der die geistigen Fähigkeiten und die Gehirnfunktionen zunehmend nachlassen: Es kommt zu Gedächtnisverlust und dem Verlust der Orientierung und der Sprache. Bei Gedächtnisproblemen sollte immer der Homocysteinspiegel bestimmt werden. Ist dieser erhöht, kann mit den B-Vitaminen B6, B12 und Folsäure entgegengesteuert werden. Alzheimer-Patienten sind oft schlecht mit B-Vitaminen versorgt und haben erhöhte Homocysteinwerte.

Bei leichtem bis mittelschwerem Alzheimer fördert Ginkgo-Extrakt das Gedächtnis und die Gehirndurchblutung. Ein Vitamin-D-Mangel sollte unbedingt bei Alzheimer behoben werden: Vitamin D ist nicht nur wichtig für stabile Knochen, es hat auch nervenzellschützende Wirkungen. Verschiedene Antioxidantien wie Vitamine, Selen, Coenzym Q10 und einige Pflanzenstoffe wie EGCG aus Grüntee-Extrakt und Curcumin lindern oxidativen Stress und können dazu beitragen, die Nervenzellen zu schützen.

Um Entzündungen entgegenzuwirken, empfehlen Mikronährstoff-Experten bei Alzheimer Omega-3-Fettsäuren: Besonders DHA könnte nützlich sein. Nervenzellen sind reich an DHA. Auch Alpha-Liponsäure könnte bei Alzheimer positiv wirken: Es wird für die Energiegewinnung der Nervenzellen gebraucht und wirkt als Antioxidans. Oxidativer Stress und die Abnahme der Energieversorgung von Nervenzellen sind typisch für Alzheimer. Zudem wird getestet, ob Phosphatidylserin das Voranschreiten der Krankheit verlangsamen kann. Phosphatidylserin ist Bestandteil von Umhüllungen der Nervenzellen.

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