
Ungesunde Lebensgewohnheiten – insbesondere eine unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel – können starkes Übergewicht (Adipositas) und auch Typ-2-Diabetes begünstigen. Diese wiederum sind entscheidende Risikofaktoren für leichte kognitive Beeinträchtigungen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit aus Brasilien hat untersucht, wie sich der Konsum Anthocyan-reicher Beeren auf Fettleibigkeit und leichte kognitive Beeinträchtigungen auswirkt.
Wie wirken Beeren auf die Kognition?
Insbesondere rote beziehungsweise dunkle Beerenfrüchte – wie zum Beispiel
- rote und schwarze Johannisbeeren (Ribes rubrum und R. nigrum),
- schwarze Himbeeren (Rubus occidentalis),
- Wildheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) oder
- die Früchte des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra)
enthalten im reifen Zustand reichlich sekundäre Pflanzenstoffe in Form von Polyphenolen. Vor allem die rot, blau und schwarz färbenden Anthocyane kommen in großer Menge vor.
Verschiedene Studien legen nahe, dass die Polyphenole geistige Fähigkeiten wie Kognition, Stimmung, Sehvermögen, Sprache und verbales Gedächtnis verbessern können. Und dies oft auch bei Personen, bei denen bereits kognitive Einschränkungen bestehen. Diese schützenden (neuroprotektiven) Effekte gehen oft Hand in Hand mit vorteilhaften Auswirkungen auf den Stoffwechsel.
So zeigte eine Studie, dass übergewichtige ältere Erwachsenen mit leichter Demenz vom Verzehr schwarzer Himbeeren mehrfach profitieren können: Neben einem reduziertem Body-Mass-Index verringerten sich auch entzündliche Eiweiße, die mit einem Fortschreiten der Demenz in Verbindung stehen. Zudem kam es zu messbaren kognitiven Verbesserungen.
Verbessern Heidel- & Holunderbeeren die kognitive Leistungsfähigkeit?
Es wurde beispielsweise untersucht, welche Effekte Wildheidelbeeren auf die geistige Verfassung von Schulkindern, aber auch auf die von älteren Erwachsenen – teilweise mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI) – haben. Dabei stellte sich heraus, dass die kleinen blauen Früchte vielfach Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeit verbessern und sogar einen beginnenden Verlust geistiger Fähigkeiten abmildern konnten.

Eine Übersichtsarbeit, die elf Studien einschloss, fand in acht dieser Studien Belege dafür, dass der Verzehr von Blaubeeren oder die Einnahme von Blaubeerextrakten die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern kann. Davon waren besonders Kurzzeit-, Langzeit- und räumliches Gedächtnis betroffen.
Eine neuere Studie setzt auf Schwarze Holunderbeeren: Die Forschenden untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Holundersaft und Entzündungen sowie der Kognition bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Sie ermittelte einen Trend zur verbesserten visuell-räumlichen Flexibilität bei den Holundersaft-Konsumenten gegenüber Placebo. Eine weitere Veröffentlichung zu der Studie zeigt, dass der Holundersaft – im Vergleich zur Placebo-Kontrollgruppe – auch die allgemeine kognitive Flexibilität bei MCI verbessern kann.
Schwarzer Holunder punktet mit Anthocyanen und Mehrfachzuckern
Die Früchte des in Mitteleuropa weit verbreiteten Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) enthalten sowohl reichlich sekundäre Pflanzenstoffe in Form von Anthocyanen, die zu den Polyphenolen gehören, als auch Polysaccharide (Mehrfachzucker). Die Polysaccharide können zum Beispiel das Immunsystem modulieren und so Einfluss auf Entzündungswerte nehmen, wie eine Studie mit einem Beerenextrakt gezeigt hat.
Beide Inhaltsstoffe – die Polyphenole als auch die Polysaccharide – können als sogenannte Präbiotika das Wachstum nützlicher Bakterien der Darmflora fördern.
Was sind Präbiotika?
Präbiotika sind definiert als unverdauliche Ballaststoffe, die als Nahrung für nützliche Darmbakterien (wie Bifidobakterien und Laktobazillen) dienen.
In der Regel handelt es sich dabei um (komplexe) Kohlenhydrate wie beispielsweise Inulin oder resistente Stärke. Der menschliche Körper kann sie nicht verdauen, daher gelangen sie unverändert in den Dickdarm. Dort werden sie von den nützlichen Darmbakterien verstoffwechselt. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren – Buttersäure (Butyrat), Essigsäure (Acetat) und Propionsäure (Propionat), die als gesundheitsfördernd gelten.
Neuerdings werden auch Polyphenole als Präbiotika oder ähnlich wirkende Substanzen angesehen. Denn sie können von den Darmbakterien ebenso als Ausgangsstoffe für die Herstellung der kurzkettigen Fettsäuren genutzt werden.
Zudem können bestimmte Darmbakterien Polyphenole in bioaktive Verbindungen (Metaboliten) umwandeln.

Wie eine Studie mit Frauen und Männern im Alter von 18 bis 50 Jahren belegt hat, können Holunderbeeren die Darmflora dank der sekundären Pflanzenstoffe positiv beeinflussen: Bereits eine nur dreiwöchige Einnahme eines gereinigten Extrakts aus europäischen schwarzen Holunderbeeren mit einem standardisierten hohen Gehalt an Polyphenolen und Anthocyanen veränderte die Zusammensetzung der Darmflora: Insbesondere Akkermansia – eine als gesundheitsförderlich angesehene Bakteriengattung – nahm bei den Teilnehmenden der Studie zu.
Unsere Darmflora kann wiederum weitreichende Auswirkungen auf den ganzen Körper haben – dies wird über verschiedene Achsen beschrieben. Insbesondere die Darm-Hirn-Achse steht im Fokus in Bezug auf neurodegenerative Erkrankungen. Hier können Polyphenole vorteilhafte Effekte haben, wobei die genauen Wirkmechanismen noch unklar sind.
Polyphenole haben antioxidative und antientzündliche Eigenschaften
Wenn die Entwicklung und das Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen durch oxidativen Stress und Entzündungen beschleunigt werden, könnte der verstärkte Verzehr von Antioxidantien und entzündungshemmenden Nahrungsmitteln hilfreich sein, um das Risiko für kognitive Beeinträchtigungen zu senken oder die Progression zu bremsen.
Verschiedene pflanzliche Nahrungsbestandteile – insbesondere zahlreiche Polyphenole – gelten als bioaktive Substanzen, die antioxidativ und antientzündlich wirken können. So können sie schützende Effekte auf den Stoffwechsel und auch auf Gehirnfunktionen ausüben. Dabei ist allerdings noch unklar, in welchem Maße die Substanzen die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Bei Polyphenolen und ihren Abbauprodukten (Metaboliten) könnte die Fettlöslichkeit eine Rolle dabei spielen, ob sie die Schranke passieren können.
Generell besteht ein gewisses Paradoxon: Polyphenole haben eine geringe Bioverfügbarkeit, das heißt, sie werden nur in kleinen Mengen vom menschlichen Körper aufgenommen. Trotzdem hat ihr Verzehr nachgewiesenermaßen vorteilhafte biologische Effekte. Zum Teil könnte Ihre positive Wirkung auch auf eine Funktion als Signalgeber zurückzuführen sein – wie durch Förderung einer vorteilhaften Darmflora, die kurzkettige Fettsäuren produziert.
Wie unterscheiden sich leichte kognitive Beeinträchtigung und Demenz?
Der Begriff der leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment, kurz MCI) beschreibt einen (Übergangs)-Zustand zwischen dem normalen altersbedingten kognitiven Abbau und einer Demenz. Wie die brasilianische Übersichtsarbeit betont, ist es dafür typisch, dass die Aktivitäten des täglichen Lebens noch nicht wesentlich beeinträchtigt sind, aber bei anderen kognitiven Fähigkeiten Defizite auftreten können. Dazu zählen die Bereiche Aufmerksamkeit, ausführende Funktionen, Gedächtnis, soziale Kognition, Sprache oder visuell-räumliche Fähigkeiten. Generell nehmen insbesondere abstraktes Denken, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit mit dem Alter ab – bei Personen mit MCI jedoch deutlich stärker.
Bei etwa 40–75 Prozent der Betroffenen mit MCI entwickelt sich mit der Zeit eine Alzheimer-Demenz, bei anderen bleibt der Zustand stabil. Eine Minderheit erlangt sogar ihre normale kognitive Funktion wieder.
Wie hängen Adipositas und Diabetes mit MCI zusammen?

Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Zustand, bei dem der Körper übermäßig Fett ansammelt. Dazu tragen angeborene (genetische), umwelt- und verhaltensbedingte Faktoren bei. Kommt es zu Gewebe- oder Organfunktionsstörungen sowie unterschwelligen systemischen (den ganzen Körper betreffenden) Entzündungen – sogenannten stillen Entzündungen, sprechen Fachleute von einer klinischen Adipositas.
Adipositas – beziehungsweise damit zusammenhängende Faktoren wie zum Beispiel erhöhte Werte für Blutdruck und Nüchternblutzucker – gehen bei Älteren oft mit leichter kognitiver Beeinträchtigung einher. Überschüssiges Fett(gewebe) stört das Stoffwechselgleichgewicht des Körpers und kann auch das Nervensystem und das Gehirn negativ beeinflussen. Die Folgen sind zum Beispiel
- erhöhter oxidativer Stress,
- eine fehlerhafte Funktion der Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen),
- Fehlfaltung und Ansammlung von Eiweißen,
- entzündliche Veränderungen im Gehirn (Neuroinflammation),
- eine aus dem Gleichgewicht gebrachte hormonelle Regulation,
- verstärkte Durchlässigkeit der wichtigen Blut-Hirn-Schranke.
Insbesondere die chronische niedrigschwellige Entzündung bei (krankhafter) Fettleibigkeit verbindet Adipositas mit neurodegenerativen Erkrankungen. Mittlerweile ist bekannt, dass negative Veränderungen in der Zusammensetzung und Funktion der Darmflora beispielsweise zum Fortschreiten einer Alzheimer-Krankheit (AD) beitragen können.
Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Eine Gewichtsabnahme kann bei der Vorbeugung von kognitiven Beeinträchtigungen hilfreich sein.
Können Polyphenole eine Adipositas beeinflussen?
Der Verzehr von sekundären Pflanzenstoffen kann sich laut zahlreicher Untersuchungen vielfach positiv auf den menschlichen Stoffwechsel auswirken. Zum Beispiel können durch Polyphenole Appetit-regulierende Mechanismen angeregt werden, wie eine Studie gezeigt hat. Die Polyphenole dienen als Ausgangsmaterial für kurzkettige Fettsäuren, die ihrerseits die Freisetzung von Sättigungshormonen stimulieren können. Wer schneller satt ist, nimmt in der Regel weniger Kalorien auf – ein wichtiger Schritt zur Vorbeugung und Behandlung der Adipositas.
Einen nicht unerheblichen Effekt haben zudem die antientzündlichen Mechanismen, die durch Polyphenole und Anthocyane angeregt werden: So kommt eine Übersichtsarbeit zu dem Schluss, dass Anthocyane in der Nahrung als potenzielle Regulatoren der durch Adipositas bedingten Entzündungen und damit verbundenen chronischen Erkrankungen vielfach positiv auf die Stoffwechsellage wirken können.
So können Beereninhaltsstoffe auch auf einen Diabetes positive Effekte haben, beispielsweise durch ein verbessertes Ansprechen des Körpers auf Insulin (verbesserte Insulinsensitivität). Das kann sich auch vorteilhaft auf die Fettleibigkeit auswirken. Denn durch das verbesserte Ansprechen muss der Körper weniger Insulin ausschütten. Viel Insulin im Blut fördert eine Gewichtszunahme, da das Hormon die Fettverbrennung hemmt.
Fazit: Gesünder essen für bessere Kognition

Die brasilianische Übersichtsarbeit betont, dass generell mehrere Lebensstilfaktoren zu einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter führen – nicht eine einzelne Maßnahme. Dabei spielt eine gesündere Ernährung im Laufe des Lebens allerdings eine besonders wichtige Rolle. Diese sollte reichlich Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte umfassen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn polyphenolreiche Beeren beziehungsweise Extrakte daraus regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. In Extrakten liegen die Polyphenole und Anthocyane stark konzentriert vor.
Unsere Ernährung kann die kognitive Funktion zum einen direkt, aber auch indirekt über die Darm-Hirn-Achse beeinflussen.
Zusammenfassung
Sekundäre Pflanzenstoffe aus (roten und dunklen) Beeren – insbesondere Polyphenole wie Anthocyane – werden mit potenziell positiven Effekten auf Entzündungen und Stoffwechsel, aber auch auf Kognition und Stimmung in Zusammenhang gebracht. Bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI) – einem (Übergangs)-Zustand zwischen normalem altersbedingtem kognitivem Abbau und einer Demenz – hat sich der regelmäßige Verzehr polyphenolreicher Beeren als vorteilhaft herausgestellt: Dunkle Himbeeren, Wildheidebeeren oder Holunderbeeren konnten überzeugen. Vor allem verbesserte Gedächtnisleistungen und ein verlangsamter kognitiver Abbau dank des Verzehrs von Beeren oder der Einnahme von Beerenextrakten werden durch viele Studien belegt.
Nicht immer sind die Wirkmechanismen bekannt. Allerdings haben viele sekundäre Pflanzenstoffe wie insbesondere die Polyphenole antioxidative und antientzündliche Effekte. Diese können auch über die Darm-Hirn-Achse vermittelt werden. Denn Polyphenole können – ähnlich wie Ballaststoffe – präbiotisch wirken. Das bedeutet, sie fördern eine vorteilhafte Zusammensetzung der Darmflora, die vermehrt gesundheitsfördernde kurzkettige Fettsäuren produzieren kann.
Adipositas (krankhafte Fettleibigkeit) und Typ-2-Diabetes sind Hauptrisikofaktoren für kognitive Beeinträchtigungen im Alter. Auch hier können polyphenolreiche Beeren mit positiven Effekten punkten – zum Teil ebenfalls über ihre antientzündliche Wirkung.
FAQ
Wie ist leichte kognitive Beeinträchtigung definiert?
Bei einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment, kurz MCI) handelt es sich um einen (Übergangs)-Zustand, der zwischen einem normalen altersbedingten kognitiven Abbau und einer Demenz steht. Typischerweise funktionieren die Aktivitäten des täglichen Lebens noch, während andere kognitive Fähigkeiten bereits Defizite aufweisen. Insbesondere Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit leiden stärker als bei einer normalen altersbedingten Abnahme der Kognition.
Welche Risikofaktoren für eine leichte kognitive Beeinträchtigung gibt es?
Zu den wichtigen Risikofaktoren für eine leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) gehören das Alter, Erkrankungen aus dem Bereich des metabolischen Syndroms – vor allem Fettleibigkeit (Adipositas) und Typ-2-Diabetes – sowie Lebensstilfaktoren. Neben einem Mangel an körperlicher Aktivität steht insbesondere eine ungesunde Ernährung im Fokus. Dagegen kann eine gesündere Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten und der Verzehr von Polyphenolen dazu beitragen, das Risiko für eine MCI zu senken.
Können Beeren leichte kognitive Beeinträchtigungen beeinflussen?
In zahlreichen Studien gibt es Hinweise, dass bioaktive Inhaltsstoffe aus Beeren, insbesondere Polyphenole, positive Effekte auf die kognitive Funktion ausüben können. So wurde insbesondere der Verzehr von Wildheidelbeeren mit einer verbesserten Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeit sowie mit besseren Gedächtnisleistungen in Verbindung gebracht. Die Einnahme von Saft aus Schwarzen Holunderbeeren führte bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen zu einer besseren kognitiven Flexibilität.
Worauf beruhen die positiven Wirkungen von Beeren?
Beeren enthalten in der Regel reichlich sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole. Dazu gehören auch die Anthocyane: Dabei handelt es sich um Farbstoffe, die für die rote, blaue und schwarze Färbung der Früchte verantwortlich sind. Sie wirken vielfach antioxidativ und antientzündlich sowie präbiotisch. Das bedeutet, sie fördern nützliche Darmbakterien, die wiederum positive Effekte über die sogenannte Darm-Hirn-Achse entfalten können. Polyphenole und Anthocyane können sich auch vorteilhaft auf den Stoffwechsel auswirken und so Adipositas und Diabetes vorbeugen oder abmildern – zwei wichtige Risikofaktoren für leichte kognitive Beeinträchtigungen.
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