Komplexes regionales Schmerzsyndrom: Therapie mit Mikronährstoffmedizin unterstützen

Wie Vitamine, Mineralstoffe und Co. helfen, die Beschwerden bei CRPS oder Morbus Sudeck zu lindern

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom, auch CRPS genannt, ist eine Schmerzstörung nach Verletzungen. Brennende Schmerzen, Muskelschwäche und Bewegungseinschränkungen der Gelenke können die Folge sein. Die Ursache für diese Beschwerden dürften geschädigte oder gereizte Nerven sein. Lesen Sie hier, wie Sie mithilfe von Vitaminen, Mineralstoffen und Co. Ihre Schmerzen lindern und die klassische Behandlung des komplexen regionalen Schmerzsyndroms unterstützen.

Mann hält seine schmerzende Hand
CRPS (auch Morbus Sudeck) tritt nach Verletzungen oder Operationen auf. Es äußert sich vor allem durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Bild: Ruletka/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was versteht man unter dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom?

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (kurz CRPS) ist eine „Heilungsstörung“. Es tritt nach einer Verletzung oder einer Operation auf. Schmerzen und Schwellungen klingen dann mit der Zeit nicht ab, sondern verstärken sich sogar.

Ein CRPS kommt meist an den Extremitäten vor – also an Armen und Beinen. Die Ursache ist bis heute nicht geklärt. Diskutiert wird unter anderem, dass Nerven entzündet oder geschädigt sind. Das komplexe regionale Schmerzsyndrom wird auch Morbus Sudeck genannt.

Info

Der Begriff „Morbus Sudeck“ (oder Sudecksche Krankheit) stammt von seinem Entdecker Paul Sudeck. Er beschrieb die Symptome am Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal. Die Bezeichnung Morbus Sudeck wird heute jedoch immer weniger verwendet. Die internationale Bezeichnung komplexes regionales Schmerzsyndrom (Englisch: complex regional pain syndrome) soll Morbus Sudeck ablösen.

Symptome des komplexen regionalen Schmerzsyndroms

Symptome sind immer anhaltende Schmerzen und eine erhöhte Empfindlichkeit auf Berührungen im Umkreis der betroffenen Extremität. Typisch sind Störungen der Durchblutung mit Rötungen und Überwärmung (häufig) oder Unterkühlung (selten). Es kommt oft zu einer Schwellung und reduzierten Beweglichkeit des betroffenen Arms oder Beins. Auch Symptome wie Schwäche, Zittern und Zucken sind häufig. Charakteristisch ist zunächst ein verstärktes Nagel- und Haarwachstum mit glänzend gespannter Haut. Später ist das Gebiet schlecht versorgt. Es folgen Muskelabbau und eine Verdrehung sowie Versteifung von Gelenken.

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Ziele der Behandlung

Wie wird das komplexe regionale Schmerzsyndrom klassisch behandelt?

Eine Physiotherapie
Physiotherapie ist eine der Therapiemaßnahmen beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom. Bild: SARINYAPINNGAM/iStock/Getty Images Plus

Zurzeit gibt es keinen einheitlichen Therapieansatz für CRPS. Als Behandlung kommen verschiedene Maßnahmen infrage. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Es werden meist nicht medikamentöse und medikamentöse Maßnahmen kombiniert, zum Beispiel:

  • Ergo und Physiotherapie gegen Schmerzen und Bewegungseinschränkung (inklusive Spiegeltherapie)
  • psychotherapeutische Begleitung zur Stabilisierung
  • Bisphosphonate gegen die Knochenentkalkung (zum Beispiel Alendronsäure wie Alendromed®, Alendronat acis®)
  • Glucocorticoide (Cortison) gegen die Entzündung (zum Beispiel Prednisolon wie Blephamide® oder Pred Forte®)
  • Schmerzmittel (zum Beispiel nicht steroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure (zum Beispiel Aspirin®), Gabapentin (wie Gabagamma®) oder Ketamin (als Infusion wie Ketamin Inresa®)
  • rückenmarksnahe Anwendung von Muskelrelaxantien gegen Verspannungen (Baclofen wie Baclofen Meduna Intrathekal)

Das CRPS ist oft eine langwierige Erkrankung. Die Behandlung schlägt umso besser an, je früher sie begonnen wird. Bei Kindern ist die Heilungschance sehr hoch.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin kann die klassische Behandlung des CRPS unterstützen. Es kommen vor allem antientzündliche Mikronährstoffe zum Einsatz sowie solche, die Nerven und Gelenke schützen. Darüber hinaus gibt es natürliche Substanzen, die Schmerzen lindern. Bewährt haben sich im Besonderen:

Darüber hinaus können bestimmte Mikronährstoffe die Wirkung von klassischen Schmerzmitteln unterstützen oder die Nebenwirkungen bestimmter Medikamente verringern.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Vitamin C senkt oxidativen Stress beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom

Wirkweise von Vitamin C

Oxidativer Stress wird durch reaktive Sauerstoffspezies (freie Radikale) verursacht, die bei Entzündungen entstehen. Dies führt wiederum zu Zellschäden. Oxidativer Stress kann deshalb die Nerven schädigen und Entzündungen aufrechterhalten. Das kann zu einem höheren Schmerzempfinden bei unterschiedlichen Erkrankungen beitragen wie Fibromyalgie oder CRPS.

Studien zeigen: Im Vergleich zu Gesunden haben CRPS-Patienten höhere Werte an oxidativem Stress im Blut (Malondialdehyd). Gleichzeitig ist das körpereigene antioxidative Schutzsystem vermehrt aktiv. Da der Körper stark antioxidativ reagiert und trotzdem Marker für oxidativen Stress aufweist, ist ein Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und der Entstehung von CRPS möglich.

Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans aus der Ernährung, das die Zellen schützt. Forscher vermuten: Die Einnahme von Vitamin C senkt das Risiko, nach einer Operation oder einem Knochenbruch am CRPS zu erkranken. Das bestätigt auch eine Übersichtsarbeit. Hier senkte Vitamin C das Risiko für CRPS.

Insgesamt herrscht bei den Wissenschaftlern aber noch keine Einigkeit über die Wirksamkeit. Vitamin C könnte dennoch die CRPS-Behandlung unterstützen. Es bietet dabei viele Vorteile: Vitamin C ist arm an Nebenwirkungen, einfach anzuwenden und preiswert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C

Mikronährstoff-Experten empfehlen eine tägliche Dosis von 500 bis 1.000 Milligramm Vitamin C zur Begleitung einer CRPS-Behandlung. Die Dosis sollte dabei über den Tag verteilt eingenommen werden, damit Vitamin C besser im Darm aufgenommen wird – zum Beispiel dreimal 200 Milligramm.

Menschen mit empfindlichem Magen nehmen Vitamin C am besten zu einer Mahlzeit ein. Dadurch wird die Verträglichkeit erhöht.

Grundsätzlich können Kombinationspräparate mit anderen Antioxidantien sinnvoll sein. Die einzelnen Inhaltstoffe unterstützen sich in ihrer Wirkung. Sie sind dann niedriger dosiert.

Antioxidativen Status im Labor bestimmen lassen

Um die Belastung durch oxidativen Stress festzustellen, kann es ratsam sein, den antioxidativen Status im Blut zu messen. Dann kann bei der Behandlung des CRPS eventuell gezielter vorgegangen werden.

Für die Messung gibt es verschiedene Methoden: Entweder werden Marker für oxidativen Stress bestimmt (wie Malondialdehyd) oder die antioxidative Kapazität wird gemessen. Je nach Labor unterscheiden sich die Verfahren.

Vitamin C: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten Menschen mit einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht ergänzen.

Vitamin C sollte bei Nierenschwäche nicht in Dosierungen von über 500 Milligramm pro Tag eingenommen werden. Schwache Nieren können damit nicht umgehen. Bei Nierensteinen sollte die Dosis unter 1.000 Milligramm pro Tag bleiben. Vitamin C wird im Körper teilweise zu Oxalsäure abgebaut. Diese Verbindung bildet mit Calcium sogenannte Calciumoxalat-Steine.

Bei einer Krebstherapie sollte die Einnahme mit dem Arzt besprochen werden: Vitamin C setzte im Tierversuch die Wirkung des Blutkrebs-Medikaments Bortezomib (zum Beispiel Velcade®) herab.

N-Acetylcystein kann Beschwerden des komplexen regionalen Schmerzsyndroms lindern

Wirkweise von N-Acetylcystein

Die chemische Formel für N-Acetylcystein
Da N-Acetylcystein antioxidativ und entzündungshemmend wirkt, wird es bei der Behandlung von CRPS empfohlen. Bild: Health One Media GmbH

N-Acetylcystein (NAC) ist ein Abkömmling der Aminosäure Cystein. Es wirkt antioxidativ und kann die Zellen vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützen. Darüber hinaus reduziert N-Acetylcystein das Entzündungsgeschehen. Ein Nutzen ist deshalb bei Erkrankungen der Nerven möglich. Es liegt eine erste hochwertige Studie an CRPS-Patienten vor: Durch die täglich dreimalige Einnahme von 600 Milligramm N-Acetylcystein konnte eine Linderung der Symptome festgestellt werden. Die Behandlung erfolgte zusammen mit der Standardtherapie.

Zwar müssen noch weitere Studien folgen, um die Wirkung besser zu belegen, N-Acetylcystein wird jedoch in offiziellen Leitlinien für das CRPS als mögliche Behandlungsmöglichkeit erwähnt  Vor allem beim „kalten“ CRPS scheint N-Acetylcystein vielversprechend zu sein. Bei der kalten Form kommt es zu einer Unterkühlung der betroffenen Arme oder Beine.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von N-Acetylcystein

Beim CRPS können pro Tag 600 bis 1.200 Milligramm N-Acetylcystein hilfreich sein. In einer Dosierung von über 600 Milligramm pro Tag sollte die Einnahme mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten abgesprochen sein.

Die Einnahme von N-Acetylcystein erfolgt idealerweise nach dem Essen. Die Verträglichkeit ist am besten, wenn es über den Tag verteilt eingenommen wird – zum Beispiel dreimal 200 bis 600 Milligramm.

N-Acetylcystein: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Ob N-Acetylcystein in der Schwangerschaft und Stillzeit geeignet ist, sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Asthmatiker sollten die Einnahme von N-Acetylcystein ebenfalls mit dem Arzt besprechen: Selten kann es zu allergischen Reaktionen mit einer Verengung der Atemwege kommen. Auch Personen mit einem Magen- oder Darmgeschwür sollten die Einnahme abklären: N-Acetylcystein könnte Blutungen auslösen.

N-Acetylcystein ist bei einer Histaminintoleranz nicht geeignet. Es blockiert das Enzym, das Histamin abbaut.

Die zeitgleiche Einnahme von N-Acetylcystein und Antibiotika kann die Wirkung einiger Antibiotika verringern. Daher wird ein Mindestabstand von zwei Stunden empfohlen. Betroffen sind Tetracyclin (Tetracyclin Wolff®), Streptomycin (Strepto-Fatol®), Amikacin (Amikacin®, Amikin®) und Penicillin (Penicillin Sandoz®).

N-Acetylcystein sollte nicht mit Hustenstillern eingenommen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Schleim in den Atemwegen nicht abgehustet werden kann. Zu Hustenstillern gehören zum Beispiel Codein (Codicaps®), Noscapin (Capval®) und Dextromethorphan (Dextro Bolder®, Silomat®).

N-Acetylcystein kann die gefäßerweiternde Wirkung von Medikamenten bei Herzerkrankungen verstärken. Das gilt für Nitroglycerin (wie Corangin®, Nitrangin). Diese Kombination sollte deshalb nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

B-Vitamine tragen zur Regeneration der Nerven bei

Wirkweise von B-Vitaminen

Vitamin B1, B6 und B12 sind für die normale Nervenfunktion wichtig. Vor allem Vitamin B12 spielt eine tragende Rolle bei der Regeneration von Nervenzellen. Da vermutet wird, dass ein CRPS aufgrund entzündeter Nerven entsteht, könnten nervenstärkende B-Vitamine helfen.

Darüber hinaus wirken B-Vitamine schmerzlindernd. Der Mechanismus dahinter ist noch nicht vollständig geklärt: Möglicherweise wird die Wirkung durch die erhöhte Bereitstellung des Botenstoffs Serotonin, einem Schmerzhemmer, herbeigeführt. Auch eine verbesserte Nervenleitung oder Geweberegeneration durch B-Vitamine ist denkbar.

Studien zum CRPS und B-Vitaminen gibt es noch nicht. Allerdings wurden B-Vitamine schon zur Behandlung verschiedener Schmerzarten erfolgreich eingesetzt.

Tipp

B-Vitamine können auch die Wirkung von entzündungslindernden Schmerzmitteln verstärken. Dies wurde in verschiedenen Studien gezeigt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Illustration von Nervenzellen
B-Vitamine sind für die Regeneration von Nervenzellen unverzichtbar. Da beim CRPS vermutlich Nerven geschädigt sind, sollten B-Vitamine Bestandteil der Therapie sein.

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist ein Präparat, das alle B-Vitamine zur Basisabsicherung enthält. Geeignete tägliche Dosierungen sind:

B-Vitamine werden am besten zum Essen eingenommen. So verbessert sich die Verträglichkeit.

B-Vitamine: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie hoch dosierte B-Vitamine nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem Frauenarzt einnehmen.

Nierenpatienten müssen besonders umsichtig sein: Sie sollten Vitamin B12 nicht in Form von Cyanocobalamin einsetzen, sondern als Methylcobalamin. Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten hoch dosiert vermutlich schädlich.

Eine gute Folsäureversorgung kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen kann dauerhaft hoch dosierte Folsäure jedoch auch das Fortschreiten von Krebs begünstigen oder bei Krebsvorstufen die Entwicklung von Krebs fördern. Daher sollte bei Krebs die Ergänzung von Folsäure in einer Dosis von über 200 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein. Eine Rücksprache gilt bei Krebs auch für Vitamin B12.

Folsäure vermindert die Wirkung bestimmter Medikamente gegen Infektionskrankheiten mit den Wirkstoffen Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®).

Magnesium kann die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen

Wirkweise von Magnesium

Magnesiumhaltige Lebensmittel
In Lebensmitteln kommt Magnesium vor allem in Getreide, Nüssen und Kernen vor. Aber auch Kakaopulver und dunkle Schokolade sind gute Magnesiumlieferanten. Bild: beats3/iStock/Getty Images Plus

Magnesium könnte Schmerzen abschwächen. Der Mineralstoff ist der Gegenspieler eines bestimmten Rezeptors, der Schmerzreize vermittelt (NMDA-Rezeptor). Magnesium wird deshalb häufig als unterstützender Schmerzhemmer eingesetzt.

Die bisherigen Studienergebnisse zu Magnesium bei einem CRPS sind uneinheitlich: In einer Vorstudie verminderte über die Vene verabreichtes Magnesium Schmerzen sowie körperliche Einschränkungen. Die Lebensqualität der Patienten verbesserte sich ebenfalls. In einer kleinen hochwertigen Studie bei Patienten mit gestörter Muskelfunktion (Versteifung) senkte in die Vene verabreichtes Magnesium die Muskelspannung jedoch nicht. Auch in anderen Vorstudien wurde keine Überlegenheit von Magnesium im Vergleich zu einem Scheinmedikament festgestellt.

Noch ist nicht bewiesen, dass Magnesium bei einem CRPS hilft. Unklar ist auch, ob eingenommenes Magnesium ebenso wirkt wie in die Vene verabreichtes. Da Magnesium oft bei verschiedenen Schmerzarten eingesetzt wird – zum Beispiel bei Rückenschmerzen – ist die Einnahme bei CRPS aber einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einem CRPS die Einnahme von 300 bis 600 Milligramm Magnesium pro Tag. Wenn Sie längerfristig mehr als 250 Milligramm Magnesium einnehmen, sollten Sie dies mit dem Mikronährstoff-Experten besprechen, der die Laborwerte kontrollieren kann. Die Präparate werden am besten mit etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten eingenommen.

Dosierungen über 250 Milligramm können bei empfindlichen Menschen zu Durchfall führen. Für eine bessere Verträglichkeit sollte Magnesium in mehreren Dosen über den Tag verteilt eingenommen werden, zum Beispiel zweimal täglich 150 Milligramm.

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Bei einer längeren Einnahme von mehr als 250 Milligramm Magnesium pro Tag empfiehlt sich eine Blutkontrolle. Magnesium sollte im Vollblut bestimmt werden, da der Wert aussagkräftiger ist als im Serum. Der optimale Wert liegt im Vollblut bei 1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter.

Magnesium: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht über Präparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Magnesium nicht gut ausscheiden: Es könnte sich im Blut anreichern.

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet. Deshalb sollte Magnesium zu folgenden Medikamenten im Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden:

  • Antibiotika: Gyrasehemmer wie Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay®), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®) oder Levofloxacin (zum Beispiel Tavanic®)
  • Antibiotika: Tetrazykline wie Tetracyclin (Achromycin®, Supramycin®, Tefilin®) und Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®, Vibramycin®)
  • OsteoporoseMedikamente: Bisphosphonate wie Alendronat (Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (zum Beispiel Bonefos®) und Etidronat (zum Beispiel Didronel®)

Omega-3-Fettsäuren lindern Entzündungen der Nerven

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind lebenswichtig. Sie werden für die Membranen der Nerven gebraucht. Der Körper stellt daraus außerdem antientzündliche Botenstoffe her, um Entzündungen aktiv zu beenden. So wird vermieden, dass die Entzündung chronisch wird. Möglicherweise können Omega-3-Fettsäuren auch bei einem CRPS helfen, da Entzündungen als Ursache angenommen werden.

Darüber hinaus verändern Omega-3-Fettsäuren in den Membranen sehr wahrscheinlich die Aktivität bestimmter Kanäle (Ionenkanäle). Sie regulieren die elektrischen Nervensignale und damit die Schmerzverarbeitung. Auf diese Weise könnten Omega-3-Fettsäuren auch schmerzlindernd wirken.

Laut einer Beobachtungsstudie haben CRPS-Patienten wahrscheinlich eine ungünstige Versorgung mit Fettsäuren: Sie hatten mehr entzündliche Omega-6- und schlechte Trans-Fettsäuren im Blut als Gesunde. Auch gibt es erste positive Ergebnisse zum Einsatz von Omega-3-Fettsäuren bei Schmerzen, zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden. Studien bei Personen mit dem CRPS stehen aber noch aus.

Omega-3-Fettsäuren werden bei zahlreichen schmerzhaften Zuständen erfolgreich eingesetzt. Auch CRPS-Patienten könnten von ihrer Wirkung profitieren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Kapseln
EPA und DHA kommen vor allem in Fischöl vor. Präparate aus Fischöl mit einem festgelegten Omega-3-Gehalt lassen sich besser Dosierung im Vergleich zu Fisch als Lebensmittel. Bild: dolgachov/iStock/Getty Images Plus

Mikronährstoff-Experten empfehlen zur unterstützenden Behandlung des CRPS eine Dosierung von 1.000 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag. Vor allem ein hoher Gehalt an EPA könnte sinnvoll sein, da EPA stark entzündungshemmend wirkt. EPA kommt in Fisch- oder Algenöl vor.

Nehmen Sie Omega-3-Fettsäuren immer zum Essen ein: Um vom Körper aufgenommen zu werden, braucht es das Fett aus der Mahlzeit.

Tipp

Vor allem bei Präparaten mit Fischöl ist eine gute Qualität wichtig. Fisch enthält häufig Schwermetalle und andere Rückstände. Kaufen Sie deshalb nur speziell gereinigte Fischölkapseln.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei einem CRPS kann es sinnvoll sein, die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren messen zu lassen. Dazu eignet sich der Omega-3-Index. Das Labor misst den prozentualen Anteil der Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) in den roten Blutzellen (Erythrozyten). Der optimale Wert liegt bei über 8 Prozent.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei akuten Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden.

Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten vor der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren ihren Arzt zurate ziehen, da die Fettsäuren blutverdünnend wirken können. Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch vor einer Operation mit einem Arzt besprechen, ob Sie Omega-3-Fettsäuren absetzen oder die Dosierung reduzieren sollten.

Omega-3-Fettsäuren können ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken. Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt, wenn Sie diese Medikamente einnehmen: Phenprocoumon (Marcumar®), Warfarin (Coumadin®), Acetylsalicylsäure (ASS®, Aspirin®), Heparin (Clexane®) sowie neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®).

MSM für gesunde Gelenkknorpel und gegen Schmerzen

Wirkweise von MSM

Methylsulfonylmethan (MSM) ist eine natürliche Schwefelverbindung, die unter anderem wichtig für den Aufbau und Erhalt von Gelenkknorpeln ist. Zudem weist es eine antientzündliche, schmerzlindernde und abschwellende Wirkung auf. MSM ist auch ein Abbauprodukt von Dimethylsulfoxid (DMSO). Vermutlich hemmen MSM und DMSO die Schmerzweiterleitung in den Nervenfasern.

In hochwertigen Studien wurde bereits gezeigt, dass eine MSM-Einnahme bei Arthrose Schmerzen und Schwellungen lindern kann. Die Kombination mit dem Knorpelnährstoff Glucosamin konnte die Beschwerden im Vergleich zu einem Scheinmedikament sogar noch stärker verbessern. Darüber hinaus verbesserte sich die Kniefunktion leicht. Insgesamt sind sich die Forscher aber noch nicht einig: In einer Studienauswertung fanden sie keinen deutlichen Effekt.

Die Datenlage lässt noch einige Fragen offen, sodass nicht klar ist, ob MSM beim CRPS hilft. Dennoch gibt es einige Studien, die auf eine schmerzlindernde Wirkung hinweisen. Die Einnahme kann in Kombination mit anderen Maßnahmen versucht werden.

Info

DMSO wird in einigen Ländern wie in den Niederlanden in der klassischen Behandlung des CRPS äußerlich als Creme angewendet. Dadurch konnte bei CRPS-Patienten, die vorher mit Schmerzmitteln behandelt wurden, eine nahezu vollständige Schmerzfreiheit erreicht werden. Das zeigt eine erste Studie.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von MSM

Frau hält ihr schmerzendes Handgelenk
MSM wird im Rahmen der Mikronährstoffmedizin bei Schmerzen häufig empfohlen. Es wirkt schmerzlindernd. Bild: Anut21ng/iStock/Getty Images Plus

Mikronährstoff-Experten empfehlen zur unterstützenden Behandlung des CRPS 1.500 bis 2.000 Milligramm MSM pro Tag. MSM sollte über den Tag verteilt zum Essen mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Kombiniert mit Vitamin C kann MSM besser vom Körper aufgenommen werden.

Vitamin D für gesunde Knochen beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom

Wirkweise von Vitamin D

Beim CRPS schonen die Menschen die betroffenen Arme oder Beine. Dann droht eine Knochenentkalkung, denn die Belastung der Knochen und Gelenke ist Voraussetzung für eine gute Mineralisation. Hinzu kommt: Schmerzen können den Bewegungsdrang stark einschränken. Man hält sich weniger im Freien auf, was sich nachteilig auf die Vitamin-D-Versorgung auswirkt. Vitamin D wird durch Sonnenstrahlen in der Haut gebildet.

Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel: Es sorgt dafür, dass Calcium im Darm aufgenommen und in die Knochen eingelagert wird. Fehlt es, kann die Knochendichte darunter leiden. Das kann man bei CRPS häufig beobachten.

Darüber hinaus trägt Vitamin D zu einer gesunden Muskelfunktion bei und hat antientzündliche Wirkungen. Deshalb vermuten Forscher, dass Vitamin D schmerzlindernd wirkt. Einer Beobachtungsstudie zufolge weisen 80 Prozent der CRPS-Patienten einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf. Geringere Vitamin-D-Spiegel zeigen sich auch im Vergleich zu Gesunden.

Es gibt bereits einige positive Hinweise zur Einnahme bei anderen Schmerzursachen:

  • Vitamin D reduzierte entzündungs und schmerzfördernde Stoffe im Blut.
  • Vitamin D linderte chronische Schmerzen von FibromyalgiePatienten.
  • Vitamin D verbesserte die Lebensqualität bei Muskel und Skelett-Beschwerden.

Vermutlich profitieren aber nur Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel. In einer Vorstudie wurde bei einem ausreichend hohen Spiegel kein Effekt auf Muskelschmerzen festgestellt.

Auch wenn noch keine Studien zur Vitamin-D-Einnahme beim CRPS vorliegen, könnten auch Betroffene mit einem Mangel profitieren. In jedem Fall sollte einem Mangel vorgebeugt werden, für den Betroffene besonders anfällig sind.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

Mikronährstoff-Experten empfehlen beim CRPS 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Im Idealfall wird der Vitamin-D-Spiegel im Vorfeld bei einem Arzt gemessen und die Dosierung entsprechend angepasst. Bei einem Mangel ist für einige Wochen fast immer eine höhere Menge nötig.

Vitamin D ist fettlöslich und wird am besten im Darm aufgenommen, wenn die Einnahme zum Essen erfolgt.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Spiegel zweimal im Jahr kontrolliert werden, damit man einen Mangel frühzeitig erkennen kann. Im Labor wird der Spiegel an 25(OH)-Vitamin D, der Transportform, im Blutserum gemessen. Der optimale Wert liegt bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter.

Ein Vitamin-D-Bluttest
Da sich die richtige Vitamin-D-Dosierung nach den Blutwerten richtet, sollte der Status überprüft werden. Bild: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Sie haben oft einen gestörten Mineralstoffhaushalt und manchmal zu hohe Calciumspiegel. Da Vitamin D die Calciumaufnahme im Darm fördert, können die Calciumspiegel im Blut zu stark ansteigen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht ohne ärztliche Kontrolle eingenommen werden: Auch Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut.

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Vitamin D darf nur zusammen mit Thiaziden eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird. Dazu gehören die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (Esidrix®), Xipamid (Aquaphor®) und Indapamid (Natrilix®).

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei CRPS

 

Vitamine

Vitamin C

500 bis 1.000 Milligramm (mg)

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin B1

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

Vitamin B12

10 bis 50 Mikrogramm (µg)

Folsäure

200 bis 400 Mikrogramm

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

300 bis 600 Milligramm

  
 

Sonstige Stoffe

N-Acetylcystein

600 bis 1.200 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm

MSM

1.500 bis 2.000 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei CRPS

 

Normalwerte

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Omega-3-Index

über 8 Prozent (%)

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

B-Vitamine verbessern die Wirkung von Schmerzmitteln

Verschiedene Tablettenblister
Mikronährstoffe können die Wirkung von Schmerzmitteln verbessern und Nebenwirkungen einiger Medikamente verringern. Bild: mthipsorn/iStock/Getty Images Plus

B-Vitamine haben einen schmerzlindernden Effekt und können die Behandlung von Schmerzmitteln unterstützen.

Gabapentin: Erste Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass die Vitamine B1, B6 und B12 den Bedarf am Schmerzmittel Gabapentin (wie Gabagamma®) nach Operationen lindern. Durch die Kombination klagten Studienteilnehmer auch weniger über Schwindelgefühle.

Nicht steroidale Antirheumatika: Auch die Einnahme nicht steroidaler Antirheumatika (NSAR) kann durch die Einnahme kombinierter B-Vitamine optimal ergänzt werden. Verschiedene, teils hochwertige Studien zeigen, dass B-Vitamine die schmerzlindernde Wirkung verbessern können – vor allem die von Diclofenac (Diclac®, Voltaren®).

Die in der Mikronährstoffmedizin empfohlene Dosierung bei Schmerzmittel-Einnahme beträgt 50 bis 100 Milligramm Vitamin B1 und Vitamin B6 sowie 250 bis 1.000 Mikrogramm Vitamin B12.

Nebenwirkungen von Cortison abschwächen

Glucocorticoide (Cortison) werden gegen Entzündungen eingesetzt – zum Beispiel Prednisolon (wie Blephamide® oder Pred Forte®). Vor allem wenn die Medikamente für längere Zeit eingenommen werden, besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Sie stören den Calcium- und Vitamin-D-Haushalt.

Eine hochwertige Studie und eine Übersichtsarbeit belegen den Nutzen von Calcium und Vitamin D während der Glucocorticoide-Therapie: Die Einnahme der beiden Mikronährstoffe führte dazu, dass die Knochendichte besser war im Vergleich zu einem Scheinmedikament.

Daher sollte auf die Zufuhr von Calcium und Vitamin D geachtet werden. Sinnvoll sind bis zu 1.000 Milligramm Calcium und 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag. Außerdem empfehlen Mikronährstoff-Experten für gesunde Knochen immer Vitamin K2 (60 bis 150 Mikrogramm).

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Einnahme von:

Schmerzmitteln

 

Vitamin B1

50 bis 100 Milligramm (mg)

Vitamin B6

50 bis 100 Milligramm

Vitamin B12

250 bis 1.000 Mikrogramm (µg)

  

Glucocorticoiden

 

Calcium

bis zu 1.000 Milligramm

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K2

60 bis 150 Mikrogramm

 

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Zusammenfassung

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom tritt im Zusammenhang mit Verletzungen auf. Man nennt die Erkrankung auch Morbus Sudeck. Die Ursache konnte bislang noch nicht geklärt werden. Entzündliche Vorgänge und Nervenschäden werden aber vermutet. Die Beschwerden in Form von Schmerzen, Empfindungsstörungen, Gelenksteifigkeit und Schwellungen können mithilfe einer begleitenden Gabe von Mikronährstoffen gelindert werden.

Vitamin C und N-Acetylcystein senken oxidativen Stress bei Entzündungen und könnten Schmerzen lindern. Darüber hinaus fördern B-Vitamine die Regeneration der Nerven. Vor allem Magnesium wird häufig bei Schmerzen eingesetzt. Vitamin D braucht man gegen die Knochenentkalkung bei krankheitsbedingter Schonung. Es lindert möglicherweise auch Schmerzen. Omega-3-Fettsäuren sind das Standardmittel der Mikronährstoffmedizin gegen Entzündungen. MSM ernährt die Gelenkknorpel und könnte auch zur Schmerzlinderung beitragen.

Darüber hinaus lässt sich mit Mikronährstoffen die Wirkung von Schmerzmitteln unterstützen. Wichtig sind an dieser Stelle B-Vitamine. Bestimmte Medikamente (Glucocorticoide) reduzieren die Knochendichte. Calcium, Vitamin D und K2 können lindernd wirken.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

Aim, F. et al. (2017): Efficacy of vitamin C in preventing complex regional pain syndrome after wrist fracture: A systematic review and meta-analysis. Orthop Traumatol Surg Res. 2017 May;103(3):465-470. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28274883, abgerufen am 18.11.2019.

Altun, I. et al. (2016): Vitamin B complex and vitamin B12 levels after peripheral nerve injury, Neural Regen Res. 2016 May; 11(5): 842–845. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4904479/, abgerufen am 19.11.2019.

Alvarado, A. M. & Navarro S. A. (2016): Clinical Trial Assessing the Efficacy of Gabapentin Plus B Complex (B1/B12) versus Pregabalin for Treating Painful Diabetic Neuropathy. J Diabetes Res. 2016; 2016: 4078695. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4739211/, abgerufen am 19.11.2019.

Baykal, T. et al. (2014): Antioxidant profile in patients with complex regional pain syndrome type I. Int J Rheum Dis. 2014 Feb;17(2):156-8, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24576270, abgerufen am 18.11.2019.

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