Polyneuropathie: mit Mikronährstoffen die Nerven schützen und Beschwerden lindern

Welche Vitamine und andere Stoffe für gesunde Nerven wichtig sind und wie sie helfen, Schmerzen und Kribbeln zu lindern

Eine Polyneuropathie ist eine Schädigung von Nerven. Sie löst Schmerzen, Brennen oder Kribbeln aus. Oft wird die Krankheit durch Diabetes oder Alkoholabhängigkeit hervorgerufen, aber auch andere Ursachen können zu einer Polyneuropathie führen. Neben klassischen Behandlungsmöglichkeiten mildern bestimmte Mikronährstoffe die Beschwerden der Polyneuropathie. Hier erfahren Sie, welche Mikronährstoffe die Behandlung der Polyneuropathie unterstützen und die Nebenwirkungen der Therapie mit Medikamenten abschwächen können.

Stethoskop und das Wort Neuropathie durch Buchstaben auf Holzblöcken dargestellt
Durch zu hohe oder schlecht eingestellte und häufig schwankende Blutzuckerwerte werden die Nerven langfristig geschädigt. Bild: airdone/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist eine Polyneuropathie und welche Ursachen hat sie?

Eine Polyneuropathie ist eine Krankheit, bei der die peripheren Nerven geschädigt werden. Dies sind Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Sie versorgen den ganzen Körper. Häufig betroffen sind Hände und Füße.

Ursache der Nervenschädigung sind zum Beispiel Schadstoffe, Krankheitserreger oder Störungen des Stoffwechsels. Geschädigte Nerven können die Signale nicht korrekt empfangen oder weiterleiten. Das führt zu einer gestörten Empfindlichkeit (Sensibilität), so kann man beispielsweise Temperaturen oder Druck schlechter wahrnehmen. Daneben entsteht meist eine fehlerhafte Wahrnehmung wie Kribbeln oder Brennen der Haut. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Muskeln beeinträchtigt.

Am häufigsten tritt eine Polyneuropathie bei Diabetes (Zuckerkrankheit) auf. Sie wird dann als diabetische Polyneuropathie bezeichnet. Dabei schädigen hohe Blutzuckerspiegel die Nerven. Doch auch Alkoholabhängigkeit ist oft der Auslöser der Erkrankung. Zudem gibt es zahlreiche andere Polyneuropathie-Ursachen, zum Beispiel:

  • Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen
  • oxidativer Stress im Gewebe
  • Mangel an Mikronährstoffen wie Vitamin B1, B3, B6, B12, Folsäure und Vitamin E
  • Leber-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen
  • Infektionskrankheiten wie Herpes, Masern, Borreliose oder AIDS
  • Nebenwirkungen einer Chemotherapie (Krebstherapie), beispielsweise mit dem Wirkstoff Cisplatin
  • Medikamente, zum Beispiel virenhemmende Medikamente (Lopinavir wie Kaletra®) und Medikamente gegen erhöhte Blutfettwerte (Cholesterinsenker wie Fluvastatin zum Beispiel LOCOL®)
  • Vergiftungen durch Schwermetalle wie Quecksilber, Blei oder Arsen

Welche Symptome treten bei einer Polyneuropathie auf?

Illustration von Fußkribbeln
Erste Anzeichen einer Polyneuropathie sind meist Empfindungsstörungen in den Füßen. Bild: spukkato/iStock/Getty Images Plus

Die ersten Polyneuropathie-Symptome zeigen sich meist durch Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühle. Die Betroffenen fühlen Reize wie durch einen Strumpf oder Handschuh. Häufig tritt eine Polyneuropathie zuerst an Händen (Fingern) und Füßen in Erscheinung; Später steigen die Beschwerden in Arme und Beine auf. In der Regel treten die Symptome beidseitig auf.

Neben brennenden und stechenden Schmerzen kommt es auch zu Taubheit gegenüber Berührungen und Temperaturen. Betroffene spüren ihre Füße nicht und haben das Gefühl, auf Watte zu gehen. Sie bewegen sich unsicher, schwanken und stürzen leicht. In schweren Fällen folgen Zuckungen und Krämpfe, später auch Muskelschwäche oder Lähmungen.

Eine Polyneuropathie kann neben den Muskeln auch die Verdauung oder die Atmung betreffen: Langfristig sind Störungen der Magen-, Darm- oder Blasenentleerung die Folge. Manchmal folgt ein Gewichtsverlust. Bei Männern treten mitunter Potenzprobleme auf. Manche Betroffene entwickeln auch eine Depression. Mit der Zeit lässt das Schmerzempfinden nach, wodurch Verletzungen häufig erst spät bemerkt werden. Oft ist außerdem die Wundheilung gestört, zum Beispiel bei Diabetes. In diesem Fall drohen Infektionen.

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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Polyneuropathie klassisch behandelt?

Eine Polyneuropathie-Heilung ist möglich, wenn die Krankheit früh erkannt wird. Der Verlauf der Polyneuropathie kann zudem positiv beeinflusst und die Beschwerden gemildert werden. Eine vollständige Erholung ist jedoch nicht möglich, wenn der Nerv stark geschädigt ist.

Die klassische Behandlung einer Polyneuropathie zielt auf die Ursache der Nervenschädigung ab. Besteht die Polyneuropathie zum Beispiel wegen eines schlecht eingestellten Diabetes, muss der Blutzucker richtig eingestellt werden. Bei Alkoholmissbrauch sollte Alkoholentzug erfolgen.

Der Nervenfacharzt (Neurologe) kann folgende Medikamente verordnen:

  • Schmerzmittel: Wirkstoffe wie Paracetamol (Azur®, Ben-u-ron®, Gelonida®) und Metamizol (zum Beispiel Berlonsin®, Novalgin®) werden vor allem bei leichten Schmerzen zeitlich begrenzt eingesetzt.
  • Stimmungsaufhellende Medikamente: Zur Linderung von Nervenschmerzen tragen auch Antidepressiva bei, denn sie wirken überdies schmerzlindernd. Eingesetzt werden trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin (zum Beispiel Amineurin®, Saroten®) oder Duloxetin (wie Yentreve®, Cymbalta®).
  • Krampflösende Mittel: Medikamente zur Behandlung von Epilepsie können ebenfalls schmerzstillend wirken. Dazu zählen Gabapentin (zum Beispiel Gabagamma®, Neurontin®) und Pregabalin (Lyrica®, PregaTab®).
  • Opioide: Leidet der Patient an starken Schmerzen oder kann er andere Arzneimittel nicht einnehmen, kommen Opioide zum Einsatz – zum Beispiel Wirkstoffe wie Tramadol (zum Beispiel T-long®, Tramabian®), Morphin (zum Beispiel Capros®, Dropiol®, M-beta®) und Oxycodon (zum Beispiel Carenoxal®, Oxycaloxon®).

Weitere Maßnahmen unterstützen die klassische Therapie, zum Beispiel:

  • Krankengymnastik (Physiotherapie) erhält die Beweglichkeit und ist bei Schwindel und Gangstörung sinnvoll.
  • Verhaltens- oder Psychotherapien unterstützen die Krankheitsbewältigung.
  • Wechselbäder und Elektrotherapie fördern die Durchblutung. Sie tragen zur Schmerzlinderung und Erholung (Regeneration) bei.
  • Akupunktur soll die Schmerzverarbeitung anstoßen und das Kälte- und Wärmeempfinden verbessern.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin hat wie die klassische Medizin das Ziel, die Ursachen der Polyneuropathie zu behandeln, die Symptome zu mildern und die Nervenzellen vor weiteren Schäden zu schützen.

Bewährt haben sich folgende Mikronährstoffe:

Die Mikronährstoffmedizin unterstützt zudem die medikamentöse Behandlung: Vitamine und Mineralstoffe können die Wirkung der Medikamente verbessern, Nebenwirkungen mildern und möglichen Mangelzuständen vorbeugen.

Illustration von Neuropathie
Mikronährstoffe werden gebraucht, damit die Myelinschicht gebildet werden kann. Die Myelinschicht ist eine Mantel-Schicht, die die Nervenfortsätze umgibt und sie schützt. Bild: TefiM/iStock/Getty Images Plus

Behandlung mit Mikronährstoffen

Geschützte Nerven und weniger Schmerzen durch B-Vitamine

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine sind wichtig für den Stoffwechsel der Nervenzellen: Der Körper benötigt sie, damit die schützende Mantelschicht der Nervenzellen (Myelin) gebildet werden kann. Fehlen bestimmte B-Vitamine, steigt zudem der Homocysteinspiegel: Der Körper braucht die Vitamine, um Homocystein zu entgiften. Ein hoher Homocysteinspiegel und ein Mangel an B-Vitaminen können zu Nervenschmerzen führen. Dies ist besonders bei Diabetes der Fall.

Die Einnahme von B-Vitaminen kann die schmerzlindernde Wirkung von Medikamenten verstärken. Studien verdeutlichen zudem, dass B-Vitamine bei Diabetes zur Linderung einer Polyneuropathie beitragen: Eine kleine hochwertige Studie zeigt, dass die Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin zusammen mit Vitamin B6 und B12 nach zwölfwöchiger Ergänzung die Nervenfunktion verbesserte. Auch Benfotiamin allein führte in teils hochwertigen Studien zu einer Schmerzlinderung.

Der Einsatz anderer B-Vitamine ist ebenfalls vielversprechend: So linderte Vitamin B12 in einer kleinen hochwertigen Studie die Symptome der diabetischen Polyneuropathie. Auch Vitamin B6 mit Vitamin B1 dämmte die Nervenbeschwerden bei knapp der Hälfte der Diabetiker ein. Dies zeigt eine erste Studie. Kleine hochwertige Studien, in denen Vitamin B6 allein getestet wurde, waren jedoch nicht erfolgreich. Fallberichte geben zudem Hinweise auf eine Wirkung von Biotin.

Info

Bei Diabetes mellitus Typ 2 wird oft der Medikamentenwirkstoff Metformin (Diabesin®, Eucreas®) eingesetzt. Jedoch kann Metformin einen Vitamin-B12-Mangel verursachen. Daher empfiehlt es sich, bei der Einnahme von Metformin den Vitamin-B12-Spiegel überprüfen zu lassen.

Besonders bei einer Alkoholabhängigkeit kommt es oft zu einem Mangel an B-Vitaminen: Ist die Leber geschädigt, können B-Vitamine nicht richtig verstoffwechselt werden. Die Einnahme von Vitamin B1, B2, B6 und B12 (mit oder ohne Folsäure) führte in einer hochwertigen Studie bei Betroffenen zu einer verbesserten Gefühlswahrnehmung in der großen Zehe. Eine andere hochwertige Studie und eine Vorstudie zeigen, dass Vitamin B1 die Schmerzintensität und die Taubheitsgefühle besserte.

Insgesamt liefern die Studien vielversprechende Ergebnisse, dass B-Vitamine und ein normaler Homocysteinspiegel Nervenbeschwerden bei Polyneuropathie lindern können. Ein Mangel an B-Vitaminen sollte deshalb bei einer Polyneuropathie auf alle Fälle vermieden werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Bei einer Polyneuropathie empfehlen Mikronährstoff-Experten meist ein Kombinationspräparat, das alle B-Vitamine enthält. B-Vitamine arbeiten im Stoffwechsel meist zusammen und ein Mangel eines einzelnen B-Vitamins liegt selten allein vor. Für eine gute Versorgung sind folgende Dosierungen pro Tag sinnvoll:

  • 2 bis 4 Milligramm Vitamin B1
  • 2 bis 3 Milligramm Vitamin B2
  • 2 bis 3 Milligramm Vitamin B6 (als Pyridoxal-Phosphat)
  • 3 bis 6 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin)
  • 200 bis 400 Mikrogramm Folsäure (als direkt verwertbares 5-Methyltetrahydrofolat)

Wenn die Beschwerden nicht darauf ansprechen, können in Rücksprache mit dem Arzt täglich 250 Mikrogramm Vitamin B12, 10 Milligramm Vitamin B6 und 1.000 Mikrogramm Folsäure versucht werden. Unter anderem begünstigt Vitamin B6 in zu hoher Dosierung auch Polyneuropathien. Für Vitamin B1 empfehlen Ärzte bei Polyneuropathie entweder 200 Milligramm der Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin oder eine B-Vitamin-Kombination mit 10 Milligramm Vitamin B1.

Nehmen Sie B-Vitamine am besten zu den Mahlzeiten ein. Dies verbessert die Verträglichkeit für den Magen.

Expertenwissen

Eine längere Anwendung hoher Vitamin-B6-Dosierungen kann ebenfalls Neuropathien verursachen. In der Regel ist dies aber erst bei Dosierungen von mehr als 50 Milligramm täglich der Fall. Mitunter kommt dies auch bei geringen Dosierungen vor.

Homocystein im Labor bestimmen lassen

Der Homocysteinspiegel liefert Anhaltspunkte darüber, ob ein Mangel an B-Vitaminen vorliegt. Bei einer Polyneuropathie ist es daher sinnvoll, den Wert zu kontrollieren. Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Der Normalwert liegt zwischen 5 und 9 Mikromol pro Liter.

Außerdem sollten die Vitamin-B12-Werte bestimmt werden. Einerseits kann man so einen Mangel frühzeitig erkennen, bevor es zu Nervenproblemen kommt. Andererseits lässt sich dadurch eine Überversorgung verhindern – vor allem, wenn Vitamin B12 für längere Zeit in hohen Dosierungen eingenommen wird (über 55 Mikrogramm). Bei Vitamin B12 wird am besten das sogenannte Holotranscobalamin bestimmt. Normal ist ein Wert von über 54 Pikomol pro Liter im Blutserum.

B-Vitamine: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwangere und Stillende sollten hoch dosierte B-Vitamine nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Hoch dosierte B-Vitamine könnten bei Nierenschädigungen die Nierenfunktion weiter verschlechtern. Wissenschaftler nehmen an, dass die Vitamin-B12-Form Cyanocobalamin in hohen Dosierungen schädlich für Nierenpatienten ist. Hier sollte Methylcobalamin eingesetzt werden.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt ist die Gabe kombinierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken sie hier negativ. Hohe tägliche Dosen an Vitamin B6 (ab 40 Milligramm), Vitamin B12 (ab 60 Mikrogramm) und Folsäure (ab 800 Mikrogramm) sollten dann vermieden werden. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ab einer Menge von 800 Milligramm Folsäure eine Blutkontrolle ratsam.

Eine gute Folsäureversorgung schützt wahrscheinlich vor Krebs. Unter bestimmten Bedingungen können dauerhaft hoch dosierte Folsäure sowie Vitamin B12 das Fortschreiten der Krebserkrankung jedoch begünstigen oder bei Krebsvorstufen die Entwicklung fördern. Daher sollte eine Menge von über 500 Mikrogramm Folsäure und 55 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein.

Vitamin B6 kann in einer Dosis von 5 Milligramm die Wirksamkeit von Epilepsie-Medikamenten wie Phenobarbital (Luminal®) und Phenytoin (Phenhydan®) sowie von Parkinson-Medikamenten wie L-Dopa (Levodopa) (etwa Levopar® und Madopar®) abschwächen. Eine Absprache der Dosierung mit dem Arzt ist daher notwendig.

Folsäure mindert die Wirksamkeit einiger Antibiotika. Dazu gehören beispielsweise Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®). Bei einer Krebstherapie sollte die Einnahme von Folsäure mit dem Arzt abgesprochen werden: Folsäure könnte einige Nebenwirkungen von 5-Fluorouracil (Actikerall®, Benda 5 FU®) und Capecitabin (Xeloda®) verstärken.

Alpha-Liponsäure lindert Schmerzen und Taubheitsgefühle bei Diabetikern

Wirkweise von Alpha-Liponsäure

Illustration von oxidativem Stress
Freie Radikale können die Zellen schädigen und Nervenschäden begünstigen. Liegen zu viele freie Radikale vor, spricht man von oxidativem Stress. Durch Antioxidantien wie Alpha-Liponsäure werden freie Radikale abgefangen. Bild: FancyTapis/iStock/Getty Images Plus

Alpha-Liponsäure ist eine vitaminähnliche Substanz mit entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. Freie Radikale (oxidativer Stress) können eine Ursache für Polyneuropathie sein, da sie zur Schädigung der Nerven beitragen. Außerdem hat Alpha-Liponsäure eine blutzuckersenkende Wirkung. Da erhöhte Zuckerwerte bei Diabetes langfristig zu Polyneuropathien führen, kann Alpha-Liponsäure also auf zwei Wegen helfen.

Die Wirksamkeit von Alpha-Liponsäure wurde unter anderem in einer Übersichtsarbeit positiv bewertet: Die teils hochwertigen Studien ergaben, dass Alpha-Liponsäure messbare Verbesserungen der Nervenbeschwerden bei Diabetes bewirkte. Dazu gehören Symptome wie brennender Schmerz, Taubheit und Kribbeln.

Alpha-Liponsäure kann demnach Symptome bei diabetischer Polyneuropathie lindern. Erste Studien waren vielversprechend. Weitere hochwertige Studien sind nötig, um zu prüfen, ob die Wirksamkeit von Alpha-Liponsäure auch auf andere Ursachen einer Polyneuropathie übertragen werden kann.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Alpha-Liponsäure

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei diabetischer Polyneuropathie die tägliche Einnahme von 600 bis 1.200 Milligramm Alpha-Liponsäure. Die Einnahme von Alpha-Liponsäure sollte nüchtern und nicht zusammen mit Mineralstoffpräparaten erfolgen – zum Beispiel etwa eine Stunde vor einer Mahlzeit. Mineralstoffe aus der Nahrung hemmen die Aufnahme von Alpha-Liponsäure im Darm.

Info

Bei Einnahme über einen langen Zeitraum muss auch Biotin ergänzt werden: Alpha-Liponsäure hemmt die Wirkung von Biotin. Gute Präparate enthalten bereits Biotin. Zudem könnte Alpha-Liponsäure das Eisen im Blut senken. Dies zeigt eine Studie, bei der 600 Milligramm Alpha-Liponsäure über 12 Wochen verabreicht wurden. Zur Sicherheit sollten deshalb bei regelmäßiger Einnahme die Eisenwerte bestimmt werden.

Alpha-Liponsäure: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Eisenmangel sowie bei Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Alpha-Liponsäure nur nach Rücksprache mit dem Arzt ergänzt werden.

Bei der Einnahme von Diabetes-Medikamenten (wie Metformin zum Beispiel Diabesin® oder Janumet®) sowie Insulin kann es in Einzelfällen durch Alpha-Liponsäure zu einer Unterzuckerung kommen. Deshalb sollte der Blutzuckerspiegel zu Beginn der Alpha-Liponsäure-Therapie engmaschig überwacht werden. Möglicherweise ist in Rücksprache mit dem Arzt eine Anpassung der Medikamentendosis nötig.

Personen, die Schilddrüsenhormone (wie L-Thyroxin Winthrop®, L-Thyroxin beta®) einnehmen, sollten die Ergänzung von Alpha-Liponsäure mit dem Arzt absprechen. Die Wirkung des Medikaments könnte gebremst werden. Der Arzt kann begleitend die Schilddrüsenwerte engmaschig überwachen.

Auch eine Krebstherapie mit Cisplatin könnte durch Alpha-Liponsäure beeinträchtigt werden. Gleichzeitig liegen aber Hinweise vor, dass Alpha-Liponsäure die Nebenwirkungen des Wirkstoffs auf die Ohren verringert. Daher sollte Alpha-Liponsäure bei Krebs nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden: Er kann die Vor- und Nachteile abwägen.

L-Carnitin für die Energieproduktion der Nervenzellen

Wirkweise von L-Carnitin

Chemische Formel von Carnitin
Carnitin kann der Körper selbst bilden. Es kommt jedoch auch in Lebensmitteln vor, vor allem in Fleisch. Bei einer Polyneuropathie empfehlen Mikronährstoff-Experten jedoch Carnitin-Präparate, die gezielt dosiert werden. Bild: Zerbor/iStock/Getty Images Plus

L-Carnitin kommt natürlicherweise in Nervenzellen vor und trägt zum Erhalt des Nervensystems bei. Die wichtigste Funktion ist die Energieproduktion: L-Carnitin wird benötigt, damit langkettige Fettsäuren in die Zellkraftwerke eingeschleust werden. Daneben wirkt es antioxidativ, schützt Nervenzellen und fördert deren Regeneration sowie die Produktion der Zellhüllen (Membranen). Außerdem hemmt L-Carnitin das Absterben der Nervenzellen und lindert Nervenschmerzen. Gezeigt wurden diese Effekte vor allem bei Diabetikern, die von einer Polyneuropathie betroffen waren.

Die wichtigste L-Carnitin-Verbindung für das Nervensystem ist Acetyl-L-Carnitin. Forscher untersuchten durch eine Auswertung teils hochwertiger Studien die Wirkung von Acetyl-L-Carnitin bei Polyneuropathie. Vor allem bei einer diabetischen Polyneuropathie zeigte Acetyl-L-Carnitin einen schmerzstillenden Effekt. Dieser Effekt scheint besonders deutlich zu sein, wenn Acetyl-L-Carnitin in einem frühen Stadium der Polyneuropathie eingenommen wird. Eine hochwertige Studie belegt außerdem, dass die Einnahme von Acetyl-L-Carnitin zu einem Rückgang der Nervenbeschwerden bei diabetischer Neuropathie führte – ähnlich wie die Einnahme von Vitamin B12 als Methylcobalamin.

In der Summe zeigt die Studienlage, dass Acetyl-L-Carnitin bei Diabetikern Schmerzen lindert, die durch Polyneuropathie ausgelöst werden. Wissenschaftler fordern jedoch noch größere Studien, die über lange Zeiträume durchgeführt werden, um die Wirkung von Acetyl-L-Carnitin endgültig zu beweisen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Carnitin

Zur Linderung von Nervenbeschwerden empfehlen Mikronährstoff-Experten die tägliche Einnahme von 1.000 bis 2.000 Milligramm L-Carnitin als Acetyl-L-Carnitin. Um eine möglichst gleichmäßige Wirksamkeit zu erzielen, sollte Acetyl-L-Carnitin über den Tag verteilt eingenommen werden – zum Beispiel dreimal täglich 500 Milligramm.

Sinnvoll ist die Einnahme zur Mahlzeit. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit.

L-Carnitin: zu beachten bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

Bei einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sollte die Einnahme von L-Carnitin mit dem Arzt abgesprochen werden. Wie sich die Langzeiteinnahme von mehr als 1.000 Milligramm bei Nierenpatienten auswirkt, wurde noch nicht hinreichend untersucht.

Aus hoch dosiertem L-Carnitin entsteht bei einer gestörten Darmflora ein Stoff (Trimethylamin-N-oxid (TMAO)), der negativ sein könnte. Man vermutet dies für Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- (wie Diabetes) und Lebererkrankungen (etwa Fettleber). Eine regelmäßige L-Carnitin-Einnahme sollte bei diesen Erkrankungen oder einem erhöhten Risiko dafür ärztlich begleitet werden. Wird Carnitin bei einem Herzinfarkt plötzlich abgesetzt, könnten sich die Schäden am Herzen verschlimmern. Daher sollte der Arzt über die L-Carnitin-Einnahme informiert werden.

Sprechen Sie bei Krebserkrankungen die Einnahme von L-Carnitin mit dem Arzt ab: Bei einigen Krebsarten kommt es zu einem überschießenden Fettstoffwechsel – zum Beispiel bei Prostata- oder Blasenkrebs. Dann könnte hoch dosiertes L-Carnitin das Krebswachstum fördern. Auch ist noch nicht klar, wie sich eine langfristige L-Carnitin-Einnahme auf Darmkrebs auswirkt.

L-Carnitin kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Bei Diabetikern, die gleichzeitig blutzuckersenkende Medikamente einnehmen, könnte es zu einer Unterzuckerung kommen. Dazu zählen Wirkstoffe wie Metformin (Diabesin®, Glucophage®) und Sulfonylharnstoffe (Euglucon®, Semi-Euglucon®). Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und eine Absprache mit dem Arzt sind empfehlenswert.

In seltenen Fällen verstärkt L-Carnitin die Wirkung von Blutgerinnungshemmern. Betroffen sind Vitamin-K-Gegenspieler wie Ethylbiscoumacetat (Tromexan®), Phenprocoumon (Marcuphen®, Falithrom®) und Warfarin (Coumadin®). Eine kombinierte Einnahme sollte deshalb mit dem Arzt abgesprochen werden. Dieser kann die Blutgerinnung (INR- oder Quick-Wert) kontrollieren.

Können Omega-3-Fettsäuren vor Nervenschäden schützen?

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wirken antientzündlich und sind für die Bildung und den Erhalt der Nerven notwendig. Besonders wichtig sind die Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und möglicherweise auch Docosapentaensäure (DPA). Diabetiker weisen vermutlich Störungen im Fettstoffwechsel auf, was mit niedrigen DHA-Spiegeln verbunden ist. Vor allem DHA ist Bestandteil von Nervenzellen.

Omega-3-Fettsäuren werden bereits erfolgreich bei der Behandlung von Entzündungen eingesetzt – unter anderem bei Gelenkentzündungen. Omega-3-Fettsäuren haben zudem schmerzlindernde Eigenschaften. Daher könnten sie auch bei einer Polyneuropathie wirksam sein.

Eine Vorstudie liefert erste positive Ergebnisse: Die Ergänzung von 1.800 Milligramm EPA täglich milderte Symptome wie Taubheits- und Kältegefühle bei Diabetikern. Auch die Durchblutung wurde gefördert. Mit ausreichend DHA könnten sich zudem die Nervenzellen des Rückenmarks und der Hornhaut schneller regenerieren. Das ergaben Tierstudien. Hornhautnerven kommen zum Beispiel im Auge vor und sind wichtig für gutes Sehen. Darüber hinaus kann sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Blutzuckerkontrolle auswirken – so das Ergebnis einer vorläufigen Studie.

Noch gibt es kaum Studien zum Thema Omega-3-Fettsäuren und Polyneuropathie. Es müssen daher noch weitere hochwertige Studien durchgeführt werden, um die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren bei Polyneuropathie besser zu verstehen und zu beurteilen. Die ersten Ergebnisse sind jedoch vielversprechend.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Als Dosierung bei Polyneuropathie empfehlen Mikronährstoff-Experten, täglich 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren einzunehmen. Noch ist nicht klar, ob ein höherer Gehalt an EPA oder DHA besser ist. In Studien wurden 1.800 Milligramm EPA bereits mit Erfolg eingesetzt.

Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren muss zu einer fetthaltigen Mahlzeit erfolgen. Ohne Fett aus der Nahrung nimmt der Körper die Fettsäuren nicht richtig auf.

Tipp

Achten Sie beim Kauf von Omega-3-Fettsäure-Kapseln aus Fischöl darauf, dass es sich um gereinigte Fischöle handelt. Es könnten sonst Verunreinigungen und Schadstoffe enthalten sein. Alternativ gibt es Präparate mit Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl. Die Algen werden meist unter kontrollierten Bedingungen angebaut und sind dadurch reiner. Außerdem ist Algenöl für Vegetarier und Veganer geeignet.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Bei einer Polyneuropathie kann es sinnvoll sein, den Versorgungsstatus mit Omega-3-Fettsäuren zu kontrollieren. Der Status kann durch den Omega-3-Index ermittelt werden. Dazu wird der Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gemessen. Der Anteil wird in Prozent angegeben. Idealerweise liegt der Omega-3-Index über acht Prozent.

Lebensmittel die reichhaltig an Omega-3 sind
Omega-3-Fettsäuren kommen zum Beispiel in Fisch oder Nüssen vor. EPA- und DHA-Lieferant ist jedoch ausschließlich Fisch. Für Vegetarier und Veganer gibt es Algenöl. Bild: autumnhoverter/iStock/Getty Images Plus

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

Bei akuten Lebererkrankungen sowie einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme mit dem Arzt abklären.

Möglicherweise senken Omega-3-Fettsäuren den Blutzucker. Daher sollten Diabetiker, die Medikamente einnehmen, ihre Blutzuckerwerte zu Beginn der Einnahme häufiger kontrollieren, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Eventuell ist eine Anpassung der Medikamente nötig.

Omega-3-Fettsäuren können blutverdünnend wirken. Sprechen Sie daher die Einnahme auch vor einer Operation mit Ihrem Arzt ab. Eventuell muss die Dosis reduziert oder die Einnahme ausgesetzt werden. Eine Rücksprache ist auch bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) angeraten. Hier sollten Omega-3-Fettsäuren unter 1.000 Milligramm dosiert werden.

Die Einnahme von mehr als 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag kann die Wirksamkeit von blutverdünnenden Medikamenten (Blutgerinnungshemmer) erhöhen. Betroffen sind Wirkstoffe vom Cumarin-Typ wie Ethylbiscoumacetat (Tromexan®), Phenprocoumon (Marcumar®, Marcuphen®, Falithrom®) und Warfarin (Coumadin®). Auch Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) und neue Gerinnungshemmer sind betroffen, zum Beispiel Dabigatran (Pradaxa®) und Edoxaban (Lixiana®). Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren sollte daher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Antioxidantien: Hoffnungsträger für angegriffene Nerven

Wirkweise von Antioxidantien

Antioxidantien wehren freie Radikale ab und schützen so die Körperzellen vor oxidativem Stress. Beispiele für Antioxidantien sind neben Alpha-Liponsäure auch Vitamin E, Zink, der Pflanzenstoff Curcumin oder Coenzym Q10. Bei Diabetes kommt es durch hohe Blutzuckerwerte besonders häufig zu oxidativem Stress und zu Schädigungen der Nerven.

Vitamin E: Eine vorläufige Studie zeigt, dass Diabetiker mit einer Polyneuropathie nach zwölf Wochen weniger Schmerzen hatten, wenn sie zusätzlich zu den klassischen Medikamenten Vitamin E einnahmen. Erhielten sie dagegen nur die Medikamente, kam es nicht zu einer Linderung der Schmerzen. Eine kleine hochwertige Studie belegt zudem, dass die Einnahme von Vitamin E eine Verbesserung der Nervenfunktion bewirkte.

Zink: In einem Tierversuch wurde gezeigt, dass an Diabetes erkrankte Ratten von der Zinkeinnahme profitierten: Ihre Nerven waren besser geschützt und der oxidative Stress konnte vermindert werden.

Curcumin: Durch die Einnahme von Curcumin könnten Nervenschmerzen gelindert werden. Im Tierversuch verhinderte Curcumin Schmerzen, verursacht durch eine Verletzung am Ischiasnerv im Rücken. Bedingung hierfür scheint zu sein, dass Curcumin frühzeitig eingenommen wird.

Coenzym Q10: Die Ergänzung von Coenzym Q10 könnte durch die Hemmung von oxidativem Stress dazu beitragen, dass Nervenzellen nicht geschädigt werden. Das ergab ein weiterer Tierversuch an Mäusen mit Diabetes.

Obwohl freie Radikale zu Schädigungen der Nerven führen können, ist der Einfluss von Antioxidantien noch nicht vollständig geklärt. Es sind hochwertige Studien nötig, in denen Forscher untersuchen, welche Antioxidantien die Schädigungen der Nerven bei einer Polyneuropathie verhindern sowie die Symptome lindern können. Oxidativer Stress sollte bei Polyneuropathie in jedem Fall vermieden werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

In der Mikronährstoffmedizin wird meist eine Kombination verschiedener Antioxidantien empfohlen. Die Präparate können aufeinander abgestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe enthalten. Sinnvoll sind zum Beispiel:

  • Vitamin E: 20 bis 40 Milligramm
  • Zink: 10 bis 15 Milligramm
  • Curcumin: 50 Milligramm
  • Coenzym Q10: 30 Milligramm

Liegt ein nachgewiesener Mangel vor, empfehlen Experten für eine festgelegte Zeit auch manchmal eine höhere Dosierung.

Vitamin E, Curcumin und Coenzym Q10 sind fettlöslich und sollten mit den Mahlzeiten eingenommen werden: Nur so können sie optimal vom Körper aufgenommen werden. Zink sollte aufgrund der besseren Verträglichkeit ebenfalls zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden.

Antioxidantien im Labor bestimmen lassen

Bei einer Polyneuropathie kann es hilfreich sein, den antioxidativen Status durch den Arzt prüfen zu lassen. Das Ergebnis gibt Auskunft darüber, ob aufgrund von oxidativem Stress ein Antioxidantien-Mangel besteht. Der Status wird mithilfe von Blut- oder Urinproben bestimmt. Oft wenden Labore unterschiedliche Messmethoden an. Deshalb gelten die Angaben des entsprechenden Labors.

Zudem könnte es bei Polyneuropathie sinnvoll sein, wenn der Arzt prüft, ob nitrosativer Stress vorliegt (Nitrotyrosin). Alles darüber erfahren Sie hier.

Vitamin E, Zink, Curcumin und Coenzym Q10: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen sowie Medikamenteneinnahme

Die Studienlage ist nicht ausreichend, um Curcumin für Schwangere oder Stillende empfehlen zu können.

Bei einer Nierenschwäche sollte Zink nicht eingenommen werden: Geschwächte Nieren scheiden es nicht richtig aus, wodurch die Blutspiegel zu hoch werden könnte.

Curcumin sollte nicht bei Gallensteinen angewendet werden, da es die Produktion von Gallensäure anregt: Behindert ein Stein den Gallenfluss, kann es eine Gallenkolik auslösen.

Zink bindet bestimmte Medikamente, was sie unwirksam macht. Deshalb empfiehlt sich ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden. Dazu gehören:

  • Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer, etwa Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®) und Tetrazykline wie Minocyclin (zum Beispiel Aknosan®)
  • Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate) wie Alendronat (zum Beispiel Fosamax®)
  • Chelatbildner wie Penicillamin (Metalcaptase®)

Coenzym Q10 kann den Blutzucker und Blutdruck senken. Menschen, die Medikamente gegen Diabetes oder Bluthochdruck einnehmen, sollten ihre Werte kontrollieren, damit sie nicht zu stark abfallen.

Asthmatiker, die Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin nehmen (wie Tromphyllin®), sollten kein Coenzym Q10 ergänzen. Es verzögert den Abbau des Medikaments.

Darüber hinaus kann Coenzym Q10 die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verringern. Dies wurde bereits bei Dosen ab 30 Milligramm festgestellt. Betroffen sind Cumarin-Derivate wie Ethylbiscoumacetat (Tromexan®), Phenprocoumon (Marcuphen®) und Warfarin (Coumadin®). Andere Blutverdünner wie Acetylsalicylsäure (Aspirin®) könnten theoretisch durch Curcumin beeinflusst werden. Ein solcher Effekt wurde in der Praxis allerdings nicht festgestellt. Zur Sicherheit sollte mit dem Arzt gesprochen werden.

Während einer Chemotherapie sollten Antioxidantien nicht ohne Wissen des Arztes genommen werden. Sie könnten die Wirkung beeinträchtigen.

L-Glutathion fördert den Abbau nervenschädigender Stoffwechselprodukte

Wirkweise von L-Glutathion

L-Glutathion ist ein wichtiges Antioxidans, das der Körper selbst bilden kann. Außerdem hat es eine Entgiftungsfunktion für Stoffwechselprodukte und Gifte. Bei Diabetikern mit Polyneuropathie ist der Glutathionspiegel oft zu niedrig – das ergaben mehrere Beobachtungsstudien. Als Folge davon könnte vermehrt oxidativer Stress entstehen, welcher das Nervengewebe schädigt und die Entstehung einer Polyneuropathie begünstigt. Gleichzeitig wird vermutet, dass der Abbau giftiger Stoffwechselprodukte durch einen Mangel an L-Glutathion gestört ist und es so zu Nervenschädigungen kommen kann.

In einer Tierstudie wurde die Wirksamkeit von L-Glutathion und Alpha-Liponsäure getestet. Im Vergleich zu den an Diabetes erkrankten Tieren, die ein Scheinpräparat erhielten, konnte allerdings nur in der Alpha-Liponsäure-Gruppe ein leicht positiver Effekt auf oxidativen Stress verzeichnet werden. Ob auch L-Glutathion bei Diabetes wirksam ist, die Nerven zu schützen, muss noch gezeigt werden. Es liegt bereits eine erste hochwertige Studie vor, die zeigt, dass die Einnahme von L-Glutathion die körpereigenen Glutathionspeicher von Erwachsenen ohne Polyneuropathie verbessern kann. Aufgrund der entgiftenden Eigenschaften ist die Einnahme daher einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Glutathion

Zur unterstützenden Behandlung einer Polyneuropathie können 200 bis 600 Milligramm L-Glutathion sinnvoll sein. L-Glutathion sollte zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden, damit es optimal vom Körper aufgenommen werden kann. Bestandteile der Nahrung können die Aufnahme von L-Glutathion hemmen.

Tipp

Um auch die körpereigene Bildung von L-Glutathion anzukurbeln, sind Präparate sinnvoll, die zudem Glutathion-Vorstufen enthalten. Dazu zählen Glutamin, Cystein und Glycin.

L-Glutathion: zu beachten bei Medikamenteneinnahme

L-Glutathion kann möglicherweise die Wirksamkeit von Krebsmedikamenten herabsetzen. Es sollte daher bei einer Krebstherapie nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Polyneuropathie

 

Vitamine

Vitamin B1

2 bis 4 Milligramm (mg)

(in Rücksprache mit dem Arzt 10 Milligramm oder 200 Milligramm Benfotiamin)

Vitamin B2

2 bis 3 Milligramm

Vitamin B6 (als Pyridoxal-Phosphat)

2 bis 3 Milligramm

(in Rücksprache mit dem Arzt 10 Milligramm)

Vitamin B12 (als Methylcobalamin)

3 bis 6 Mikrogramm (µg) (in Rücksprache mit dem Arzt 250 Mikrogramm)

Folsäure (als 5-Methyltetrahydrofolat)

200 bis 400 Mikrogramm (in Rücksprache mit dem Arzt 1.000 Mikrogramm)

Vitamin E

20 bis 40 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Zink

10 bis 15 Milligramm

  
 

Sonstige Stoffe

Alpha-Liponsäure

600 bis 1.200 Milligramm

L-Carnitin (als Acetyl-L-Carnitin)

1.000 bis 2.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

2.000 Milligramm

Curcumin

50 Milligramm

Coenzym Q10

30 Milligramm

L-Glutathion

200 bis 600 Milligramm

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Polyneuropathie

 

Normalwerte

Homocystein

5 und 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Vitamin B12 (Holotranscobalamin)

über 54 Pikomol pro Liter (pmol/l)

Omega-3-Index

über 8 Prozent (%)

Antioxidantien-Status

Messwerte je nach Labor

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Schmerzmittel: Nebenwirkungen abmildern

Paracetamol (Azur®, Ben-u-ron®, Gelonida®) kann die Leber belasten, weswegen es niedrig dosiert eingesetzt werden sollte. Besonders bei regelmäßiger Einnahme von Paracetamol empfehlen Mikronährstoff-Experten, die Leber mit N-Acetylcystein zu unterstützen. N-Acetylcystein sorgt dafür, dass giftige Abbauprodukte von Paracetamol besser neutralisiert werden können. Pro Tag sind 150 Milligramm N-Acetylcystein sinnvoll.

Acetylsalicylsäure (Aspirin®, ASS-ratiopharm®, ASS Sandoz®) kann einen Mangel an antioxidativ wirkendem Vitamin C in der Magenschleimhaut verursachen. Die Einnahme von bis zu 1.000 Milligramm Vitamin C pro Tag schützt vor freien Radikalen und senkt das Risiko von Magenschleimhaut-Schäden.

Frau hält eine halbe Zitrone vor ihren Bauch
Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure kann zu einem Vitamin-C-Mangel in der Magenschleimhaut führen. Vitamin C schützt normalerweise den Magen vor oxidativem Stress. Bild: Wavebreakmedia/iStock/Getty Images Plus

Wirksamkeit von Opioiden verbessern und Nebenwirkungen abmildern

Opioide können einen Mangel an verschiedenen Mikronährstoffen auslösen. Betroffen sind Wirkstoffe wie Tramadol (wie T-long®, Tramabian®), Morphin (etwa Capros®, Dropiol®, M-beta®) und Oxycodon (etwa Carenoxal®, Oxycaloxon®).

Um einem Mangel vorzubeugen, empfehlen Mikronährstoff-Experten begleitend ein Kombinationspräparat mit allen wichtigen Nährstoffen – besonders mit:

  • Vitamin D: 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten
  • Vitamin C: bis zu 500 Milligramm
  • Vitamin E: 20 Milligramm
  • Zink: 10 bis 15 Milligramm
  • Magnesium: 200 Milligramm
  • Selen: bis zu 100 Mikrogramm
  • Kupfer: 500 Mikrogramm

Nebenwirkungen von Antiepileptika abschwächen

Krampflösende Mittel (Antiepileptika) können einen Mikronährstoffmangel verursachen. Es handelt sich um Arzneistoffe wie Gabapentin (Gabagamma®, Neurontin®) und Pregabalin (Lyrica®, PregaTab®).

Die tägliche Ergänzung von 4.000 Internationalen Einheiten Vitamin D gleicht einen Mangel aus, der durch Antiepileptika verursacht werden kann. Da Antiepileptika die Aufnahme und die Verwertung von Folsäure und Vitamin B12 stören, sollten 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure und 500 Mikrogramm Vitamin B12 ergänzt werden.

Um vor oxidativem Stress durch Antiepileptika zu schützen, können täglich bis 50 Milligramm Vitamin E ohne ärztlichen Rat und 270 Milligramm mit ärztlicher Begleitung eingenommen werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, 200 bis 500 Milligramm Vitamin C, 50 bis 100 Mikrogramm Selen und 15 Milligramm Zink zu ergänzen.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Medikamenten-Einnahme

 

Paracetamol

N-Acetylcystein

150 Milligramm (mg)

  
 

Acetylsalicylsäure

Vitamin C

1.000 Milligramm

  
 

Opioide

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin C

bis 500 Milligramm

Vitamin E

20 Milligramm

Zink

10 bis 15 Milligramm

Magnesium

200 Milligramm

Selen

bis zu 100 Mikrogramm (µg)

Kupfer

500 Mikrogramm

  
 

Antiepileptika

Vitamin D

4.000 Internationale Einheiten

Folsäure

400 bis 800 Mikrogramm

Vitamin B12

500 Mikrogramm

Vitamin E

50 Milligramm (ohne ärztlichen Rat)

270 Milligramm (mit ärztlichem Rat)

Vitamin C

200 bis 500 Milligramm

Selen

50 bis 100 Mikrogramm

Zink

15 Milligramm

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Zusammenfassung

Bei einer Polyneuropathie sind die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark geschädigt. Oft tritt eine Polyneuropathie infolge eines schlecht eingestellten Diabetes auf (diabetische Polyneuropathie). Die Erkrankung äußert sich beispielsweise durch Kribbeln in den Zehen und Fingern sowie durch Nervenschmerzen.

B-Vitamine benötigt der Körper, damit er einen Schutzmantel für die Nerven bilden kann. Ein Mangel sollte daher unbedingt vermieden werden. Die gezielte Einnahme von B-Vitaminen kann helfen, Nervenschmerzen zu lindern. Alpha-Liponsäure ist ein Antioxidans und schützt die Nervenzellen, indem sie freie Radikale abfängt. Freie Radikale und oxidativer Stress werden als Mitursache für eine Polyneuropathie angenommen. Zusätzlich lindert Alpha-Liponsäure Schmerz- und Taubheitsgefühle bei einer Polyneuropathie.

L-Carnitin (als Acetyl-L-Carnitin) und Omega-3-Fettsäuren sind ebenfalls für gesunde Nerven unerlässlich und haben einen schmerzlindernden Effekt. Acetyl-L-Carnitin unterstützt außerdem die Regeneration von Nervenzellen, während Omega-3-Fettsäuren zusätzlich entzündungshemmend wirken. Auch Antioxidantien wie Vitamin E, Curcumin, Zink, Coenzym Q10 und Glutathion können die Behandlung der Polyneuropathie unterstützen, indem sie oxidativen Stress senken.

Mikronährstoffe können außerdem Nebenwirkungen von Medikamenten bei einer Polyneuropathie abschwächen: Während N-Acetylcystein die Leber bei Paracetamol-Einnahme schützen kann, reduziert Vitamin C die Gefahr von Magenschäden bei Acetylsalicylsäure-Einnahme. Opioide und Antiepileptika können dagegen einen generellen Mikronährstoffmangel verursachen, dem durch die gezielte Ergänzung vorgebeugt werden kann.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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