Tinnitus und Hörsturz natürlich behandeln

Wie bestimmte Mikronährstoffe Ohrgeräusche und Hörminderungen lindern können

Als Tinnitus bezeichnet man anhaltende oder wiederkehrende Ohrgeräusche, ohne dass äußere Schallquellen vorhanden sind. In vielen Fällen treten Ohrgeräusche im Rahmen eines Hörsturzes auf. Hierbei handelt es sich um eine plötzliche, meist einseitig auftretende Innenohrschwerhörigkeit. Bestimmte Mikronährstoffe können die Ohrgeräusche vermindern und das Hörvermögen verbessern helfen: Sie fördern die Durchblutung des Ohrs und schützen die empfindlichen Hörsinneszellen. Lesen Sie hier, welche Nährstoffe das sind.

Frau mit Ohrenschmerzen greift sich ans Ohr
Ohrgeräusche können im Rahmen eines Hörsturzes oder anhaltend und wiederkehrend als Tinnitus auftreten. Bild: Aleksej Sarifulin/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Symptome von Tinnitus und Hörsturz

Tinnitus: Beim Tinnitus, auch Tinnitus aurium oder Tinnitus auris genannt, empfindet der Betroffene anhaltende oder wiederkehrende Ohrgeräusche, ohne dass äußere Schallquellen vorhanden sind. Die Geräusche können sehr unterschiedlich sein: Sie werden als Pfeifen, Klingeln, Rauschen, Brummen oder Sägen wahrgenommen.

Die häufigste Form ist der subjektive oder eigentliche Tinnitus. Hierbei nimmt nur der Betroffene die Geräusche wahr. Von einem objektiven Tinnitus spricht man, wenn eine körpereigene Schallquelle im Ohr vorliegt – etwa durch Rauschen des Blutes in einer in der Nähe gelegenen Arterie.

Ein Tinnitus kann akut oder chronisch auftreten. Bei der akuten Form bestehen die Beschwerden für bis zu drei Monate. Von einem chronischen Tinnitus spricht man ab einer Dauer von drei Monaten.

Ohrgeräusche können die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen und zahlreiche Beschwerden wie Ängste, Depressionen oder Schlafstörungen nach sich ziehen.

 

Hörsturz: Als Hörsturz bezeichnet man eine plötzlich eintretende Innenohrschwerhörigkeit. Hierbei funktioniert der erste Teil dieses Hörvorgangs noch problemlos: Die Schallwellen erreichen das Innenohr ohne Störungen. Doch im Innenohr werden die Sinneseindrücke nicht mehr richtig weiterverarbeitet.

Meist ist ein Ohr betroffen. Der Hörverlust kann alle Frequenzen betreffen oder auf wenige Frequenzbereiche begrenzt sein. In etwa 80 bis 90 Prozent der Fälle treten zusätzlich Ohrgeräusche (Tinnitus) auf, die meist hochfrequent sind. Häufige Begleiterscheinungen sind ein Druckgefühl im Ohr sowie Schwindel. In vielen Fällen klingen die Symptome von alleine wieder ab. Allerdings bleibt oft ein Ohrgeräusch oder eine Hörminderung zurück.

Ursache von Tinnitus und Hörsturz

Weder für einen Tinnitus noch für einen Hörsturz sind die Entstehungsmechanismen bislang genau geklärt. Es kommen verschiedene Ursachen infrage:

  • Lärm, Knalltrauma
  • emotionale Belastung (Stress, Burnout, Überforderung, Angst)
  • Verstopfung des Gehörgangs mit Ohrenschmalz oder Fremdkörper wie Watte
  • chronische Mittelohrentzündung
  • geplatztes Trommelfell
  • Otosklerose: eine Knochenerkrankung im Mittel- und Innenohr
  • Menière-Krankheit: anfallsartig auftretender Drehschwindel
  • Altersschwerhörigkeit
  • Durchblutungsstörungen
  • Probleme mit den Kiefermuskeln oder dem Kiefergelenk
  • Veränderungen und Blockierungen der Halswirbelsäule
  • gutartiger Tumor des Hörnervs (Akustikusneurinom)

Darüber hinaus können Ohrgeräusche auftreten im Zusammenhang mit: Bluthochdruck (Hypertonie), zu niedrigem Blutdruck (Hypotonie), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose) sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, erhöhten Blutfettwerten, Blutarmut (Anämie), einem Schädel-Hirn-Trauma oder Narkosemitteln.

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Ziele der Behandlung

Wie werden Tinnitus und Hörsturz klassisch behandelt?

Ohr einer Frau mit Hörgerät
Besteht die Hörminderung bei einem Hörsturz dauerhaft, ist ein Hörgerät erforderlich. Bild: AlexRaths/iStock/Getty Images Plus

Die oft unklaren Ursachen und die hohe Spontanheilungsrate machen die Therapie bei Tinnitus und Hörsturz schwierig. Es werden verschiedene Behandlungsverfahren eingesetzt:

In der Akutphase verabreichen Ärzte in der Regel hoch dosiertes Kortison (zum Beispiel Prednisolon). Dieses wird als Infusionslösung oder in Tablettenform verabreicht. Ziel ist es, durch Medikamente Entzündungszeichen zu reduzieren und gleichzeitig Schädigungen der Haar- und Nervenzellen im Innenohr zu hemmen.

Bei einem Knalltrauma und Innenohrschäden kommt auch eine Sauerstofftherapie infrage. Ausgehend von der Annahme, dass Sauerstoffmangel im Innenohr Ursache ist, atmet der Tinnituspatient in einer Sauerstoffüberdruckkammer reinen Sauerstoff ein. Die Wirksamkeit ist jedoch umstritten.

Liegt dem Tinnitus ein Problem an der Halswirbelsäule zugrunde, sind physiotherapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik und Chirotherapie sinnvoll.

Gegen dauerhafte Ohrgeräusche werden auch kleine Rauschgeräte – sogenannte Noiser oder Masker – eingesetzt. Diese sollen vom eigenen Tinnitus ablenken.

Besteht die Hörminderung bei einem Hörsturz dauerhaft, ist ein Hörgerät erforderlich und im seltenen Fall einer Ertaubung ein künstliches Innenohr, ein sogenanntes Cochlea-Implantat.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstofftherapie kann die Behandlung eines Tinnitus oder Hörsturzes auf natürliche Weise unterstützen. Bestimmte Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe können über ihre nervenschützende, antioxidative, gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Wirkung Schädigungen im Innenohr verhindern, Ohrgeräusche und Hörverlust mindern und den Verlauf positiv beeinflussen:          

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Magnesium erweitert die Gefäße und schützt die Nervenzellen

Wirkweise von Magnesium
Magnesiumpräparate auf einer Stelle
Durch Magnesium wird die Spannung der Blutgefäße reguliert, wodurch beim Hörprozess die Nerven und Signalübertragung richtig funktionieren. Bild: mtphoto19/iStock/Getty Images Plus

Magnesium reguliert die Spannung der Blutgefäße und sorgt dafür, dass beim Hörprozess Nerven und Signalübertragung richtig funktionieren.

Magnesiummangel kann die Ohren schädigen und Lärmschäden durch eine Übererregung der Nerven begünstigen. Er kann auch bewirken, dass Giftstoffe oder Medikamente (Aminoglycosid-Antibiotika wie Gentamycin und das Krebsmittel Cisplatin) die Ohrnerven vermehrt schädigen. Auch eine dauerhafte und vorübergehende Hörminderung sowie eine verminderte Durchblutung werden mit Magnesiummangel in Verbindung gebracht.

Ein Magnesiummangel steht im Zusammenhang mit Tinnitus: In einer Studie wiesen 76 Patienten mit einem schweren beidseitigen subjektiven Tinnitus deutlich häufiger einen Magnesiummangel auf als die gesunden Kontrollpersonen.

Der Mineralstoff besitzt die Fähigkeit, die Barriere zwischen der Blutbahn und der Cochlearflüssigkeit in der Hörschnecke zu überwinden. Daher kann Magnesium bei Tinnitus oder zur Vorbeugung eines Hörsturzes eingesetzt werden.

Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Gabe von Magnesium sowohl den Hörverlust als auch die Tinnitusschwere mindern kann: In einer Studie wurden Patienten mit plötzlichem Hörverlust ohne erkennbare Ursache in zwei Gruppen geteilt. Sie erhielten entweder Kortison und Magnesium oder Kortison und ein Scheinpräparat (Placebo). Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es in der Magnesium-Gruppe zu einer deutlich häufigeren Verbesserung des Hörvermögens.  

Zudem gilt Magnesium als hilfreich, wenn der Tinnitus stressbedingt ist: Es wirkt dem Stresshormon Cortisol entgegen und wirkt entspannend auf die Muskulatur und Blutgefäße, sodass sich am Ohr infolge einer schlechteren Durchblutung keine Nervenschäden bilden, die einen Hörverlust zur Folge haben.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoffmediziner empfehlen bei Tinnitus und Hörsturz eine Dosierung zwischen 300 und 600 Milligramm Magnesium am Tag – idealerweise aufgeteilt auf mehrere Portionen, zum Beispiel zweimal täglich 150 bis 300 Milligramm.

Je nach individueller Empfindlichkeit kann bereits bei geringen Mengen an Magnesium (250 Milligramm) Durchfall kommen. Dann teilt man die Dosierung auf mehrere Portionen auf.

Magnesium sollte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit ein Mangel behoben wird. Bei dauerhafter Einnahme über 250 Milligramm pro Tag soll der Magnesiumspiegel kontrolliert werden.


Labor: Magnesiumspiegel bestimmen

Magnesium kommt im Körper vor allem in den roten Blutzellen vor. Es sollte daher am besten im Vollblut bestimmt werden, um einen Mangel festzustellen. Vollblut enthält alle roten Blutzellen. Der Magnesiumspiegel im Vollblut liegt im Normalfall zwischen 1,38 und 1,50 Millimol pro Liter.

Bei Ohrproblemen sind auch Magnesiumwerte im Serum aussagekräftig: Blutserum steht in Verbindung mit der Lymphflüssigkeit und diese wiederum mit dem Ohr. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen den Magnesiumwerten im Serum und Tinnitus sowie Hörsturz. Normale Werte im Serum liegen zwischen 0,8 und 1,1 Millimol pro Liter.

Am besten lässt man den Arzt den Magnesiumspiegel nach drei bis vier Monaten erneut kontrollieren.

Zu beachten bei Einnahme von Medikamenten und Erkrankungen

Magnesium ist im Allgemeinen gut verträglich. Allerdings kann der Mineralstoff mit einigen Medikamenten unlösliche Komplexe bilden und so deren Wirkung herabsetzen. Hierzu zählen Antibiotika, vor allem Gyrasehemmer und Tetracycline, sowie Medikamente gegen Osteoporose (Bisphosphonate wie Alendronat, Clodronat und Etidronat).

Bei gleichzeitiger Einnahme dieser Medikamente und Magnesium sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Bei chronischen Nierenerkrankungen sollte Magnesium nicht zusätzlich über Mineralstoffpräparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden. Das Magnesium aus Mineralstoffpräparaten würde sich daher im Blut anreichern.

Ginkgo biloba wirkt gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd

Wirkweise von Ginkgo biloba

Illustration roter Blutkörperchen
Ginkgo fördert die Durchblutung und das Zusammenhaften der Blutplättchen. Dadurch wird der Verstopfung der Gefäße und damit einem möglichen Hörverlust vorgebeugt. Bild: Anikbananik/iStock/Getty Images Plus

Der Extrakt aus den Blättern des Ginkgobaumes wird bei Durchblutungsstörungen und Schwindel eingesetzt. Seine Wirkstoffe – allen voran Flavonoide und Terpene (Ginkgolide und Bilobalide) – fördern die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen im Innenohr. Dadurch werden Zellen und Nerven besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und können sich leichter von ihren Schäden erholen.

Außerdem hemmt Ginkgo das Zusammenhaften der Blutplättchen und beugt so der Verstopfung der feinen Gefäße vor und damit einem möglichen Hörverlust.

Wie eine Auswertung von acht hochwertigen Studien ergab, konnte die Einnahme von Ginkgo-biloba-Extrakt die Ohrgeräusche deutlich mindern und die Lebensqualität der Patienten spürbar verbessern. Insgesamt ist die Beweislage bei Ginkgo aber nicht zweifelsfrei: Einigen Betroffenen half Ginkgo-Extrakt nicht. Dies kann mit den unterschiedlichen Tinnitusursachen zusammenhängen.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Ohrgeräuschen und Hörsturz ist eine Einnahme von 120 bis 240 Milligramm Ginkgo-Extrakt mit mindestens 3,3 Milligramm Ginkgoloiden am Tag empfehlenswert. In Untersuchungen zeigten diese Dosierungen eine gute Wirksamkeit und Sicherheit. Ginkgo sollte zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Tipp

Achten Sie auf ein Präparat, dass wenig Ginkgolsäure enthält. Ginkgolsäure wirkt bei großen Mengen zellschädigend. Ginkgo-Tees sind weniger geeignet: Zum einen können sie mehr Ginkgolsäure enthalten als spezielle Präparate, zum anderen schwankt der Wirkstoffgehalt. Deshalb können Tees nicht gut dosiert werden.

Zu beachten bei Einnahme von Gerinnungshemmern und in der Schwangerschaft

Ginkgo kann die Wirkung von gerinnungshemmenden Mitteln (Antikoagulanzien) verstärken und dadurch die Blutungsneigung erhöhen. Daher sollten diese Wirkstoffe wie zum Beispiel Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt zusammen mit Ginkgo angewendet werden. Der Arzt kann den Gerinnungswert (INR-Wert) regelmäßig und engmaschig kontrollieren.

Zudem sollte ausgeschlossen werden, dass eine Gerinnungsstörung vorliegt.

Zur Anwendung von Ginkgo biloba in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sind Nutzen und mögliche Risiken einer Behandlung durch einen Arzt sorgfältig abzuwägen.

Tannenzweig, Tannenzapfen und ein Extrakt im Glas
Studien ergaben, dass das Pinienrinden-Extrakt die Durchblutung im Ohr verbessern kann. Bild: rusak/iStock/Getty Images Plus

Pinienrinden-Extrakt verbessert den Blutstrom und die Gefäßfunktion

Wirkweise von Pinienrinden-Extrakt

Der Extrakt der Pinienrinde weist einen hohen Anteil an oligomeren Procyanidinen (OPC) auf. Diese hochwirksamen Pflanzenwirkstoffe besitzen starke antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Das heißt: Sie sind in der Lage, Zellschäden durch freie Radikale zu verhindern. Oxidativer Stress wird mit dem Hörverlust beim Tinnitus in Verbindung gebracht. Er kann die Nervenzellen schädigen und absterben lassen.

Zudem wirkt Pinienrinden-Extrakt der Gefäßverengung entgegen und ist an der Regeneration sowie am Schutz von antioxidativem Vitamin C und E beteiligt. Erste Studien liegen zu Tinnitus und Hörsturz vor:

Eine Studie ergab, dass die Einnahme von Pinienrinden-Extrakt für die Dauer von durchschnittlich fünf Wochen Tinnitussymptome wirksam lindern kann, indem es den Blutfluss im Innenohr verbessert.

An einer weiteren Studie nahmen rund 120 Patienten mit Schwindel, Hörverlust, Ohrgeräuschen, Ohrdruck und infolgedessen einem unsicheren Gang teil. Eine Gruppe erhielt die Standardbehandlung, die andere Pinienrinden-Extrakt. Nach sechs Monaten hatte sich durch Pinienrinden-Extrakt die Durchblutung im Innenohr deutlich stärker verbessert als mit der Standardbehandlung: Unter Pinienrinden-Extrakt waren etwa 88 Prozent der Patienten beschwerdefrei, in der Kontrollgruppe nur etwa 35 Prozent.


Dosierung und Einnahmeempfehlung

In Studien wurden Dosierungen zwischen 100 und 150 Milligramm Pinienrinden-Extrakt (mindestens 70 Milligramm Procyanidine) am Tag erfolgreich getestet, wobei eine höhere Dosierung einen größeren Effekt erzielte. Mikronährstoffmediziner empfehlen meist, erst einmal mit 100 Milligramm zu beginnen.

Idealerweise sollte Pinienrinden-Extrakt zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Zu beachten bei Einnahme von Blutverdünnern, in der Schwangerschaft und Stillzeit

Studien zeigen, dass Pinienrinden-Extrakt die Blutgerinnung leicht hemmen kann. Allerdings scheint er die gerinnungshemmende Wirkung des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS) nicht zu beeinflussen. Dennoch sollten Patienten, die Pinienrinden-Extrakt und gleichzeitig ASS einnehmen, dies sicherheitshalber mit dem Arzt besprechen.

Zur Anwendung von Pinienrinden-Extrakt in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Daher sollte die Einnahme durch den Arzt kritisch abgewogen werden.

Antioxidativer Schutz der Hörzellen durch Vitamin A, C, E und Zink

Wirkweise von Antioxidantien

Verschiedene herzförmige Schalen mit unterschiedlichen Früchten und Gemüse
Die Vitamine A, C und E können das Risiko eines Hörverlustes verringern. Bild: marilyna/iStock/Getty Images Plus

Die Bildung zellschädigender freier Radikale spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer lärmbedingten Hörminderung. Eine Folge ist eine Minderdurchblutung im Innenohr. Antioxidative Mikronährstoffe wie Vitamin A, C und E können zusammen mit dem Mineralstoff Zink diesem Prozess entgegenwirken.

Eine US-Ernährungsstudie mit mehr als 2.500 Teilnehmern zeigt: Diejenigen, die viel antioxidative Vitamine wie Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Vitamin C sowie Magnesium zu sich nahmen, hatten ein geringeres Risiko für Hörverlust als diejenigen mit einer geringen Zufuhr an diesen Nährstoffen.

Auch die Gabe von Antioxidanzien wirkt positiv: Vitamin E und C konnten bei einem plötzlichen Hörverlust unklarer Ursache das Hörvermögen um etwa 63 Prozent beziehungsweise 29 Dezibel verbessern. In einer Vergleichsgruppe betrug die Verbesserung nur etwa 44 Prozent oder 19 Dezibel.

Tipp

Magnesium ergänzt die Wirkung: Bei alleiniger Verabreichung reduzierten weder die Antioxidantien noch das Magnesium zuverlässig die lärmbedingte Hörminderung oder Zellschäden. In Kombination waren sie jedoch sehr effektiv, selbst wenn die Behandlung nur eine Stunde vor der Lärmbelastung eingeleitet worden war.

Bei Stress, der ein möglicher Auslöser von Tinnitus und Hörsturz ist, besteht ein erhöhter Bedarf an Zink. Eine Studie mit 100 Tinnituspatienten ergab einen engen Zusammenhang zwischen dem Zinkspiegel und dem Schweregrad und der Lautstärke des Tinnitus. Ein Zinkmangel war zudem mit einer Beeinträchtigung der Hörschwellen verbunden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Tinnitus und Hörsturz sollten Antioxidanzien in Kombination miteinander eingenommen werden: Sie unterstützen sich in ihrer Wirkung gegenseitig und werden untereinander für die Regeneration benötigt, wenn sie oxidativen Stress unschädlich gemacht haben.

Folgende Dosierungen sind empfehlenswert:

  • bis zu 800 Mikrogramm Vitamin A
  • mindestens 200 Milligramm Vitamin C
  • 60 Milligramm VitaminE-Komplex (aus Tocopherolen und -trienolen)
  • bis zu 25 Milligramm Zink (bei einem Zinkmangel auch mehr)

Fettlösliche Antioxidantien wie Vitamin A und E müssen zur Mahlzeit eingenommen werden: Nur mit etwas Fett aus der Nahrung gelangen sie aus dem Darm auch in das Blut. Grundsätzlich ist die Einnahme zur Mahlzeit auch verträglicher für den Magen, zum Beispiel bei Zink.

Zu beachten in der Schwangerschaft, bei Erkrankungen und Medikamenten

Bei einer Nierenschwäche ist der Abbau von Vitamin A sowie die Ausscheidung von Zink gestört. Das erhöht das Risiko für eine Überdosierung an Vitamin A oder Zink. Daher sollten Personen mit Nierenerkrankungen keine Vitamin-A-Präparate oder zusätzliches Zink einnehmen.

Eine Überdosierung von Vitamin A in der Schwangerschaft kann zu Wachstumsstörungen und Fehlbildungen des ungeborenen Kindes führen. Daher sollten Schwangere keine Vitamin-A-Präparate einnehmen.

Zink bildet mit manchen Medikamenten unlösliche Verbindungen, weshalb sie nicht mehr wirken. Hierzu gehören bestimmte Antibiotika (Tetracycline und Gyrasehemmer), Osteoporosemedikamente (Bisphosphonate wie Alendronat) sowie Rheumamittel (D-Penicillamin). Bei gleichzeitiger Einnahme sollte daher ein Abstand von mindestens drei Stunden eingehalten werden.

Coenzym Q10 fördert die Energieversorgung der Zellen

Wirkweise von Coenzym Q10

Illustration Mitochondrien
Das Coenzym Q10 ist an der Energieproduktion in den Mitochondrien beteiligt und sorgt somit für die Energie der Hörzellen. Bild: wir0man/iStock/Getty Images Plus

Coenzym Q10 ist an der Energieproduktion in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen, beteiligt. Es sorgt also dafür, dass die Hörzellen ausreichend mit Energie versorgt sind. Als Antioxidans schützt Coenzym Q10 zudem unsere Körperzellen vor zellschädigenden freien Radikalen (oxidativen Stress).

In einer kleinen Studie mit 20 Patienten mit chronischem Tinnitus und geringen Coenzym-Q10-Spiegeln im Blut besserten sich durch Einnahme von Coenzym Q10 die im Fragebogen angegebenen Beschwerden deutlich.

Eine weitere Untersuchung bestätigt die Wirkung nach einem plötzlichen Hörverlust: Hier führte die Gabe von Coenzym Q10 kombiniert mit einer Therapie mit Steroiden (Kortison) zu einer deutlich stärkeren Verbesserung des Sprachverständnisses im Vergleich zur Standardtherapie alleine.

Die Ergebnisse einer weiteren Studie zeigen, dass eine 30-tägige Behandlung mit Coenzym Q10 die Genesung nach einer Lärmbelastung beschleunigt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Tinnitus empfehlen Mikronährstoffmediziner 100 bis 300 Milligramm Coenzym Q10 am Tag.

Fett aus Lebensmitteln verbessert die Aufnahme von Coenzym Q10. Deshalb sollte es immer zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Zu beachten bei Einnahme von Gerinnungshemmern

Coenzym Q10 kann die Wirkung einiger Blutgerinnungshemmer herabsetzen. Dies betrifft Cumarine mit den Wirkstoffen Phenprocoumon und Warfarin. Eine solche Wechselwirkung kann bereits in Dosierungen zwischen 30 und 100 Milligramm Coenzym Q10 auftreten. Daher sollte die gleichzeitige Einnahme vorher mit dem Arzt besprochen werden. Wichtig ist in diesem Fall eine Kontrolle des sogenannten Quick-Werts (Prothrombinzeit) im Blut.

N-Acetylcystein wirkt Stoffwechselschäden entgegen

Wirkweise von N-Acetylcystein

N-Acetylcystein, kurz NAC, ist eine Aminosäure und die Vorstufe von Glutathion. Glutathion gilt als wichtiges Antioxidans im Körper. Das bedeutet: Es hilft, die Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Neben der zellschützenden Wirkung ist NAC für den Erhalt der antioxidativen Schutzkraft in der Zelle mitverantwortlich. Damit hilft es bei der Bekämpfung der Stoffwechselbelastung, der durch Tinnitus oder einen Hörsturz ausgelöst werden kann. Zudem fördert es die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO). Dieser Botenstoff sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern.

Studien zeigen, dass die Gabe von NAC einer zerstörerischen Wirkung von Aminoglycosidantibiotika auf das Innenohr vorbeugen kann.

In einer Untersuchung an 48 lärmbelasteten Textilarbeitern zeigte sich, dass die tägliche Gabe von NAC das Auftreten einer vorübergehenden Hörminderung verhinderte. Insgesamt weisen die Daten darauf hin, dass N-Acetylcystein bei lärmbelasteten Personen die Abnahme des Hörvermögens etwas dämpft.

Die Einnahme von NAC kann zudem bei einem Hörsturz den Erfolg einer Standardbehandlung mit einem Kortisonpräparat verbessern: Nach sechs Monaten hatte sich die Hörschwelle bei der Kombinationstherapie um 26 Dezibel gebessert und unter der alleinigen Kortisontherapie um 15 Dezibel. Besonders wirksam erwies sich die Hörverbesserung durch NAC in hohen Frequenzbereichen, wie zum Beispiel 4.000 Hertz.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Tinnitus und Hörsturz, vor allem wenn lärmbedingt, ist die Einnahme von 300 bis 1.200 Milligramm N-Acetylcystein am Tag sinnvoll, zum Beispiel dreimal täglich 100 bis 400 Milligramm.

Vereinzelt kann es bei der Einnahme zu Übelkeit, Durchfall oder Sodbrennen kommen.

Zu beachten bei Einnahme von Hustenblockern, Antibiotika, in der Schwangerschaft und Stillzeit

Bei gleichzeitiger Einnahme von NAC mit hustenreizlindernden Arzneimitteln (Antitussiva) kann es aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes zu einem gefährlichen Sekretstau kommen. Daher sollte bei der kombinierten Anwendung sicherheitshalber ein Arzt gefragt werden.

NAC kann die Wirkung von manchen Antibiotika wie Penicilline, Cefalosporine und Tetracycline beeinträchtigen. Wichtig ist daher ein Einnahmeabstand von zwei Stunden.

Zur Anwendung von N-Acetylcystein in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte die Einnahme kritisch abgewogen werden.

Vitamin B12 und Folsäure schützen vor Nervenschädigungen

Wirkweise von Vitamin B12

Chemische Formel von Vitamin B12 und daneben Kapseln
Ein Vitamin-B12-Mangel schädigt die Nervenschutzschicht im Innenohr-Nerv, wodurch ein Tinnitus oder ein Hörverlust begünstigt werden kann. Bild: Ekaterina79/iStock/Getty Images Plus

Vitamin B12 trägt wesentlich zum Stoffwechsel der Nervenzellen bei. Ein Vitamin-B12-Mangel kann zum Absterben von Nervenzellen beitragen. Er steht im Zusammenhang mit einer Schädigung der Nervenschutzschicht (Myelinscheide) im Innenohr-Nerv, was Tinnitus und Hörverlust begünstigen kann.

Die Funktion der Hörschnecke im Innenohr (Cochlea) ist abhängig von einer ausreichenden Gefäßversorgung. Folsäure und Vitamin B12 spielen bei der Funktion der Gefäße im Innenohr eine zentrale Rolle.

Die Gabe von Vitamin B12 kann Tinnitus bessern: In einer Studie wurden 40 Patienten einmal wöchentlich für sechs Wochen 2.500 Mikrogramm Vitamin B12 oder ein Scheinpräparat mit isotonischer Kochsalzlösung in den Muskel gespritzt. Bei Patienten mit einem Mangel führte Vitamin B12 zu einer deutlichen Verbesserung des mittleren Tinnitus-Schwere-Index.

Italienische Forscher fanden heraus, dass Patienten mit Hörsturz häufiger niedrige Folsäurewerte aufweisen als gesunde Kontrollpersonen. Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 benötigt der Körper, um Homocystein abzubauen. Ist der Abbau bei einem Vitaminmangel gestört, reichert es sich im Blut an und schädigt die Gefäßwände.

Da erhöhte Homocysteinwerte im Blut wahrscheinlich mitverantwortlich sind für Tinnitus und Hörsturz, ist es Ziel der Mikronährstofftherapie, die erhöhten Werte durch B-Vitamine zu senken.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei einem Mangel muss Vitamin B12 auf Anraten eines Arztes hoch dosiert eingenommen werden. Je nach Stärke und Ursache des Mangels liegt die empfohlene Dosierung deshalb zwischen 250 und 1.000 Mikrogramm pro Tag. Besonders gefährdet sind zum Beispiel Senioren, Menschen mit Magen- und Darmerkrankungen sowie Veganer.

Bei Folsäure beträgt die empfohlene Tagesdosis 400 bis 600 Mikrogramm, bei Vitamin B6 beträgt sie 5 bis 15 Milligramm.

Tipp

Achten Sie auf hochwertige Nährstoffpräparate, bei denen Folsäure und Vitamin B12 in einer bioaktiven Form (5-Methyltetrahydrofolsäure, Methylcobalamin) vorliegen. Diese Formen können vom Körper direkt verwertet werden. Ein Teil der Menschen kann nämlich Folsäure nur schwer in die bioaktive Variante umwandeln.

Homocystein im Labor bestimmen

Patient mit Manschette um den Oberarm und Krankenschwester im Hintergrund
Da erhöhte Homocysteinwerte die Blutgefäße im Innenohr schädigen und mit zahlreichen Folgeerkrankungen einhergehen, ist es wichtig, die Werte bei Tinnitus und Hörsturz überprüfen zu lassen. Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter. Bild: YakobchukOlena/iStock/Getty Images Plus

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Tinnitus

 

Vitamine

Vitamin A

800 Mikrogramm (µg)

Vitamin B12

250 bis 1.000 Mikrogramm

Folsäure

400 bis 600 Mikrogramm

Vitamin C

mindestens 200 Milligramm (mg)

Vitamin E

60 Milligramm (aus Tocopherolen und
-trienolen)

Coenzym Q10

100 bis 300 Milligramm

  
 

Mineralstoffe

Magnesium

300 bis 600 Milligramm

Zink

bis zu 25 Milligramm

  
 

Pflanzenstoffe

Ginkgo biloba

120 bis 240 Milligramm

(mindestens 3,3 Milligramm Ginkgoloide)

Pycnogenol

150 Milligramm

(mindestens 70 Milligramm Procyanidine)

  
 

Sonstige Nährstoffe

N-Acetylcystein

300 bis 1.200 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Tinnitus

 

Normalwerte

Homocystein

<10 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Magnesium

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l) im Vollblut

0,73 bis 1,06 Millimol pro Liter im Serum

 

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Zusammenfassung

Bei einem Tinnitus kommt es zu anhaltenden oder wiederkehrenden Ohrgeräuschen, ohne dass hierfür äußere Schallquellen vorhanden sind. In vielen Fällen treten Ohrgeräusche im Rahmen eines Hörsturzes, einer plötzlichen, meist einseitigen Innenohrschwerhörigkeit, auf. Bestimmte Mikronährstoffe können Ohrgeräusche und Hörbeeinträchtigungen verringern helfen.

Magnesium erweitert die Gefäße, schützt die Hörsinneszellen und kann so Zellschädigungen infolge eines Tinnitus und Hörminderungen verhindern. Ginkgo-biloba- und Pinienrinden-Extrakt wirken ebenfalls gefäßerweiternd und verbessern die Durchblutung im Innenohr. Die Vitamine A, C und E sowie der Mineralstoff Zink wirken antioxidativ und wirken so Zellschädigungen entgegen – ebenso die Aminosäure N-Acetylcystein, welche die Vorstufe von Glutathion ist, dem wichtigsten körpereigenen Antioxidans.

Coenzym Q10 sorgt dafür, dass die Hörzellen ausreichend mit Energie versorgt werden. Vitamin B6, B12 und Folsäure schützen vor Nervenschädigungen und senken erhöhte Homocysteinwerte, die eine Rolle bei der Entstehung spielen können.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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