Die Schilddrüse bei Hashimoto-Thyreoiditis unterstützen

Wie Vitamine und Spurenelemente bei der Behandlung der Autoimmunerkrankung helfen können

Die Hashimoto-Thyreoiditis, oft nur „Hashimoto“ genannt, ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Sie wird durch das körpereigene Immunsystem hervorgerufen, das irrtümlich das eigene Schilddrüsengewebe angreift. Hashimoto zählt damit zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Die Krankheit führt letztlich zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen und somit zur Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Lesen Sie hier, wie Sie mit Vitaminen und Spurenelementen eine gesunde Funktion der Schilddrüse unterstützen können.

Ursachen und Symptome

Wie entsteht eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Antikörper greifen die Schilddrüse an
Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis ist ein Angriff des körpereigenen Immunsystems auf das Gewebe der Schilddrüse. Normalerweise greift das Immunsystem nur dann ein, wenn Viren oder Bakterien den Körper schwächen und bekämpft werden müssen. Bildnachweis: Dr_Microbe/iStock/Getty Images Plus

Die Schilddrüse ist das Gaspedal des Körpers: Sie steuert wichtige Stoffwechselprozesse. Wird sie zerstört, hat das starke Folgen für den Energiehaushalt.

Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis ist ein Angriff des körpereigenen Immunsystems auf das Gewebe der Schilddrüse. Normalerweise reagiert das Immunsystem nur dann, wenn Viren oder Bakterien den Körper schwächen und bekämpft werden müssen. Warum das Immunsystem auch gesundes, körpereigenes Gewebe zerstören kann, ist noch nicht genau bekannt. Die falsche Reaktion des Immunsystems nennt man auch Autoimmunreaktion, in diesem Fall auch Autoimmunthyreoiditis.

Bei Hashimoto-Thyreoiditis werden bestimmte Antikörper gebildet, also Eiweiße, welche die Schilddrüse angreifen. Je nachdem, welche Strukturen die Antikörper bekämpfen, lassen sich verschiedene Thyreoiditis-Typen unterscheiden:

  • TPOAK steht für Thyreoperoxidase-Antikörper (man nennt sie auch MAK). TPO ist ein Enzym, das Jod in die Schilddrüsenhormone einbaut.
  • TGAK steht für Thyreoglobulin-Antikörper (man nennt sie auch Tg-AK oder TAK). Mithilfe des Enzyms TG werden die Schilddrüsenhormone T3 und T4 hergestellt.
  • TRAK steht für TSHRezeptor-Antikörper. Sie greifen die Andockstellen für das Hormon TSH an, das die Schilddrüse anregt. Diese Spezialform der Schilddrüsenentzündung nennt man auch Morbus Basedow.

Bei der Diagnose wird bestimmt, wie hoch die Menge dieser Antikörper im Blut ist. Anhand der Menge kann die Krankheitsaktivität beurteilt werden.

Betroffen von Hashimoto sind meist Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Auch Frauen nach einer Entbindung können vorübergehend erkranken. Bei anderen Frauen tritt die Hashimoto-Thyreoiditis häufig erstmals zu den Wechseljahren auf. Das führt mitunter dazu, dass die Symptome der Autoimmunerkrankung mit Wechseljahresbeschwerden verwechselt werden.

Info

Die Hashimoto-Thyreoiditis gilt nicht direkt als erblich, es gibt aber eine genetische Häufung. Verwandte von Betroffenen erkranken öfter als der Durchschnitt der Bevölkerung. Ob große Mengen Jod die Krankheit verschlechtern oder vorzeitig zum Ausbruch bringen, ist strittig. Es wird vermutet, dass Hashimoto-Thyreoiditis heute nur aufgrund der verbesserten Diagnose häufiger entdeckt wird.

Wie äußert sich eine Hashimoto-Thyreoiditis?

Mann fasst sich mit seinen Händen an den Hals
Im Verlauf der Krankheit wird nach und nach das Schilddrüsengewebe zerstört. Das Organ kann nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone herstellen, es kommt als Folgeerkrankung zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Bildnachweis: Koldunov/iStock/Getty Images Plus

Bei Hashimoto-Thyreoiditis verläuft die Entzündung dauernd oder schubweise. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, ob der Patient in der frühen oder späten Phase ist. Anfänglich kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kommen: Bei der Zerstörung der Zellen werden unkontrolliert große Mengen an Schilddüsenhormonen freigesetzt. Das macht sich durch Gewichtsverlust, Herzrasen, Nervosität, Schlaflosigkeit oder starkes Schwitzen bemerkbar.

Im Verlauf der Krankheit wird nach und nach das Schilddrüsengewebe zerstört. Das Organ kann nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone herstellen, es kommt als Folgeerkrankung zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) mit ganz anderen Symptomen:

  • Müdigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Verstopfung
  • Muskelkrämpfe
  • Gewichtszunahme
  • trockene Haut, brüchige Haare und Nägel
  • Kälteempfindlichkeit oder schnelles Frieren
  • Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Blutarmut (Anämie)

Bei Hashimoto-Thyreoiditis ist das Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen erhöht wie Zöliakie, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis oder Diabetes Typ 1.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Hashimoto-Thyreoiditis klassisch behandelt?

Solange die Schilddrüse noch normal funktioniert, muss die Hashimoto-Thyreoiditis nicht behandelt werden. Erst wenn das Organ nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone herstellen kann und eine Unterfunktion besteht, ist eine Therapie notwendig.

Zur Entscheidung, ob eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt werden soll, wird der sogenannte TSH-Wert im Blut herangezogen. Das Hormon TSH steuert die Bildung der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Werden zu wenig Hormone (T3 und T4) hergestellt, steigt das TSH. Dadurch soll die Schilddrüse stärker angeregt werden. Bei der Schilddrüsenunterfunktion ist der TSH-Wert im Blut deshalb erhöht.

Ziel der Behandlung ist es, den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen. Meist wird schon eingegriffen, bevor die Hormonproduktion von T4 absinkt. Die Schilddrüse wird durch die Medikamente mit dem Schilddrüsenhormon T4 inaktiv. Damit wird die Schilddrüse vom Körper weniger stark angegriffen.

Das Schilddrüsenhormon gibt es als Tabletten mit dem Wirkstoff Levothyroxin (L-Thyroxin). Dieses Ersatzhormon ist mit dem natürlichen Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4) identisch. Das Medikament muss lebenslang eingenommen werden. Vor allem am Anfang sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, um die erforderliche Dosis zu finden.

Ergebnisse eines TSH-Tests
Ziel der Behandlung ist es, den Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen. Dazu gibt es Tabletten mit dem Wirkstoff Levothyroxin (L-Thyroxin). Dieses Ersatzhormon ist mit dem natürlichen Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4) identisch. Bildnachweis: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Neben der klassischen Behandlung mit Levothyroxin kann auch die Mikronährstoffmedizin bei Hashimoto-Thyreoiditis hilfreich sein. Es gibt immunmodulierende und antioxidative Vitamine und Spurenelemente, die Entzündungen der Schilddrüse verringern und dadurch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können:

  • Selen dämpft den Angriff des Immunsystems auf die Schilddrüse.
  • Vitamin D reguliert das überaktive Immunsystem.
  • Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress, der von der Schilddrüse ausgelöst wird.
  • Omega-3-Fettsäuren fördern das Abklingen der Entzündung.
  • Vitamin B12 beugt einer Blutarmut (Anämie) durch Schilddrüsenunterfunktion vor.
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Behandlung mit Mikronährstoffen

Selen unterstützt die Schilddrüse gegen Angriffe des Immunsystems

Wirkweise von Selen

Selen dämpft den Angriff des Immunsystems auf die Schilddrüse. Die genauen Mechanismen sind allerdings noch nicht bekannt. In der Schilddrüse laufen außerdem gefährliche Stoffwechselreaktionen ab. Dabei entstehen besonders viele aggressive Verbindungen und oxidativer Stress. Bei Hashimoto-Thyreoiditis kommen diese Verbindungen vermehrt auch in die Blutbahn. Selen hilft bei der Entgiftung dieser gefährlichen Verbindungen und schützt das Schilddrüsengewebe so vor Schäden. Selenhaltige Enzyme werden daneben benötigt, um Schilddrüsenhormone auf- und abzubauen. Selen ist insgesamt für die Schilddrüse ein unentbehrliches Spurenelement.

Drei große Aufarbeitungen der Studienlage haben eine dämpfende Wirkung von Selen auf die Krankheitsaktivität bestätigt. Die Menge der angreifenden Antikörper sank im Blut. Dabei sprachen bestimmte Hashimoto-Typen an:

  • Antikörper vom Typ TPOAK (Thyreoperoxidase-Antikörper)
  • TGAK (Thyreoglobulin-Antikörper)

Die Antikörper-Werte im Blut fielen drei bis zwölf Monate nach der Einnahme von Selen als Selenomethionin deutlich. Sinken diese Antikörper-Werte im Blut, ist das ein Zeichen für eine Linderung der Krankheitsaktivität. Gebessert hatten sich häufig auch die Befindlichkeit und Stimmung der Patienten.

Allerdings gab es auch Studien ohne eine Wirkung. Daher ist die klinische Bedeutung von Selen für die Symptome der Erkrankung noch unklar. Unsicher ist auch, wie lange die Wirkung anhält, da große Studien zur längeren Einnahme (über drei Monate) fehlen. Insgesamt liegen damit positive und neutrale Ergebnisse hinsichtlich der Einnahme von Selen bei Hashimoto vor. Da die Schilddrüse Selen aber auch für ihr normales Funktionieren braucht, sollte kein Selenmangel vorliegen.

 

 

Info

Möglicherweise ist Selen bei einem vorliegenden Jodmangel nicht wirksam, darum sollte auch an eine ausreichende Jodzufuhr gedacht werden. Ein Jodüberschuss sollte jedoch vermieden werden.

Selen: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Kann der Selenbedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden, sollte gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem Arzt zusätzlich Selen eingenommen werden. Die empfohlene Dosis im Rahmen der Mikronährstoffmedizin liegt für Hashimoto bei 200 Mikrogramm.

Selen sollte am besten zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit für den Magen.

Selen in Form von Natriumselenit sollte nicht gleichzeitig mit Vitamin C eingenommen werden: Durch Vitamin C wird Natriumselenit in eine Form umgewandelt, die der Körper nicht aufnehmen kann. Zwischen der Einnahme von Vitamin C und Selen als Natriumselenit sollte ein Abstand von ein bis zwei Stunden liegen.

Expertenwissen

Die ideale Selenverbindung bei Hashimoto: Die meisten Studien  bei Hashimoto wurden mit Selenomethionin durchgeführt und nicht mit Natriumselenit. Es wird vermutet, dass Selenomethionin besser wirkt, da es besser im Darm aufgenommen wird. Allerdings ist Selenomethionin nicht immer die ideale Verbindung: Die Gefahr einer Überdosierung ab 100 Mikrogramm (µg) Selen aus Selenomethionin ist groß, da die Aufnahme nicht reguliert wird. Es wird als Aminosäure (Methionin) in Proteine eingelagert. Bisher ist nicht genau bekannt, ob dies Folgen für die Funktion von Enzymen hat. Erst nach Abbau der Proteine steht Selen dem Körper zur Verfügung. Erste Hinweise liegen vor, dass auch Natriumselenit bei Hashimoto die TPO-AK-Werte senken kann.

Achtung: Die TPO-AK-Werte sanken nur bei Patienten, die bereits mit Levothyroxin behandelt wurden. Daher sollten die Patienten erst Levothyroxin erhalten.

Selen: Laboruntersuchungen

Optimalerweise sollten vor der Behandlung mit Selen die Blutwerte überprüft werden. Die Messung von Selen kann sowohl aus dem Blutserum als auch aus dem Vollblut erfolgen. Der Serumwert gibt die aktuelle Selenversorgung an, der Vollblutwert zeigt die Langzeitversorgung. Die Messung im Vollblut ist sicherer, da die Werte weniger stark schwanken. Normal sind dabei Werte von 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter.

Info

Jod: Der Jodstatus lässt sich am besten über die Ausscheidung im Urin messen. Bei einem Erwachsenen sollte diese bei 100 bis 200 Mikrogramm pro Liter liegen: Wird zu wenig Jod ausgeschieden, ist dies ein Hinweis auf einen Jodmangel.

Selen: zu beachten bei Erkrankungen

Menschen mit Nierenerkrankungen sollten ohne vorherige Kontrolle des Selenspiegels keine Selenpräparate einnehmen. Eine eingeschränkte Nierenfunktion kann die Selenausscheidung vermindern. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung.

Es besteht der Verdacht, dass eine Selenüberversorgung das Risiko für Diabetes beeinflussen könnte. Zu hohe und zu niedrige Selenwerte sollten deshalb vermieden werden. Ohne Blutkontrolle sollten bei hohem Diabetesrisiko nur Selenmengen von 50 bis 100 Mikrogramm eingenommen werden.

Vitamin D unterstützt die Regulierung des Immunsystems

Wirkweise von Vitamin D

Vitamin D hat eine regulierende Wirkung auf die Immunzellen: Bei schwacher Aktivität stärkt es das Immunsystem, bei Überaktivität hat es eine beruhigende Wirkung. Vermutlich ist ein Vitamin-D-Mangel auch bei Entgleisungen des Immunsystems beteiligt, wie bei Entzündungen und Autoimmunerkrankungen. Tatsächlich zeigen viele (aber nicht alle) Beobachtungsstudien, dass die meisten Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen zu niedrige Vitamin-D-Spiegel haben.  

Vor allem Studien, die die Werte von Antikörper- und Vitamin-D-Spiegeln untersuchten, zeigten einen Zusammenhang: Die TPO-AK-Spiegel waren bei Patienten mit Vitamin-D-Mangel höher als bei Patienten mit gutem Vitamin-D-Status. Nach viermonatiger Vitamin-D-Einnahme sank bei den Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel der TPO-AK-Spiegel um 20 bis 50 Prozent. Ähnliche Studien liegen zu TG-Antikörpern vor, wobei hier der Effekt geringer war.

Auch wenn nicht alle Studien einen Zusammenhang bestätigen, so ist ein Vitamin-D-Mangel bei Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten häufig anzutreffen. Die bestätigenden Studien deuten darauf hin, dass die Behandlung mit Vitamin D die Entwicklung einer Schilddrüsenunterfunktion verlangsamen könnte. Vitamin D hat noch viele andere positive Wirkungen auf den Körper, weshalb es nicht fehlen darf.

Vitamin D: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Eine Packung mit Vitamin D Pillen

Bei Hashimoto werden 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D pro Tag empfohlen. Die genaue Dosierung hängt vom aktuellen Vitamin-D-Spiegel ab, der vom Arzt bestimmt werden kann.

Vitamin D ist fettlöslich. Deshalb sollte es gemeinsam mit dem Essen eingenommen werden, denn das Fett aus der Mahlzeit steigert die Aufnahme im Darm. Bildnachweis: ayo888/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D: Laboruntersuchungen

Um den Vitamin-D-Spiegel zu kontrollieren, bestimmt man die Transportform im Blut – das sogenannte 25(OH)-Vitamin D. Es wird idealerweise im Blutserum gemessen, die Optimalwerte liegen bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter.

Vitamin D: zu beachten bei Medikamenteneinnahme, Nierenerkrankung und Sarkoidose

Entwässerungsmedikamente mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Thiazide senken die Calciumausscheidung über die Nieren, was den Calciumspiegel im Blut erhöht. Auch Vitamin D erhöht den Calciumspiegel im Blut. Deshalb sollte bei der Einnahme von Vitamin D und Thiaziden der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert werden. Betroffen sind die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid, Indapamid und Xipamid.

Patienten mit Nierenerkrankungen haben häufig einen Vitamin-D-Mangel. Dennoch sollten sie Vitamin D nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen: Vitamin D steigert über eine erhöhte Aufnahme im Darm die Calciumspiegel im Blut. Kranke Nieren können überschüssiges Calcium nicht gut ausscheiden, sodass es zu einer Überdosierung kommen kann. Auch Betroffene mit calciumhaltigen Nierensteinen müssen aufpassen.

Bei der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) sollte Vitamin D nicht eingenommen werden: Sarkoidose-Patienten haben häufig hohe Calciumspiegel im Blut, sodass es auch bei ihnen zu einer Überdosierung von Calcium kommen kann, wenn sie Vitamin D einnehmen.

Antioxidantien gegen oxidativen Stress

Wirkweise von Antioxidantien

Darstellung einer Zelle mit oxidativem Stress
In der Mikronährstoffmedizin werden Antioxidantien gezielt eingesetzt, um den oxidativen Stress zu bekämpfen. Bildnachweis: FancyTapis / iStock / Getty Images Plus

Die Schilddrüse hat einen gefährlichen Stoffwechsel, da laufend freie Radikale entstehen, die durch Antioxidantien entgiftet werden müssen. Bei Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis können diese Radikale nicht mehr abgefangen werden, weil sie unkontrolliert freigesetzt werden. Oxidativer Stress ist die Folge. Dieser schädigt wiederum die Schilddrüse selbst, aber auch andere Gewebe und Zellen. Das lässt sich im Blut nachweisen: Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Hashimoto-Patienten die schädlichen Radikale im Blut erhöht und die Antioxidantien verringert sind.

In der Mikronährstoffmedizin werden Antioxidantien gezielt eingesetzt, um den oxidativen Stress zu bekämpfen. Zu diesen Antioxidantien gehören Vitamine (Vitamin C und E), aber auch Mineralstoffe wie Zink und Selen sowie Carotinoide.

In einer vorläufigen Studie wurden die Auswirkungen einer Kombination von Antioxidantien (Vitamin C und E, Beta-Carotin und Selen) bei Patienten mit Morbus Basedow untersucht. Morbus Basedow ist − wie Hashimoto-Thyreoiditis − ebenfalls eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Zwar führt Morbus Basedow zu einer Schilddrüsenüberfunktion, dennoch zeigen beide Krankheitsbilder ähnliche Problemlagen. In der Studie erfolgte die Antioxidantiengabe parallel zu einem Medikament gegen die Überfunktion. Die Patienten, die eine antioxidative Supplementierung zusammen mit dem Medikament erhielten, erreichten schneller eine normale Schilddrüsenfunktion als Patienten, die nur mit dem Medikament behandelt wurden.

Auch gibt es Hinweise aus einer kleinen, aber hochwertigen Studie, dass die Einnahme von Zink oder Zink in Kombination mit Selen vermutlich die Hormonproduktion bei Schilddrüsenunterfunktion unterstützen kann. Das ist besonders relevant, wenn sich bereits eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt hat. Ein Zinkmangel sollte vermieden werden, um den Körper vor Schäden zu schützen.

Antioxidantien: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Schilddrüsenerkrankungen werden 200 bis 1.000 Milligramm Vitamin C empfohlen, 50 Milligramm Vitamin E sowie 5 bis 15 Milligramm Carotinoide und 5 bis 15 Milligramm Zink. Sinnvoll ist die Einnahme zum Essen. Dadurch verbessert sich die Verträglichkeit und die Aufnahme fettlöslicher Antioxidantien (Vitamin E, Carotinoide) wird durch Fett aus der Mahlzeit verbessert.

Wer Antioxidantien einnehmen will, sollte auf Kombinationspräparate zurückgreifen, statt einzelne Nährstoffe einzunehmen. In Kombinationspräparaten sind die Wirkstoffe aufeinander abgestimmt und die Einzelsubstanzen niedriger dosiert.

Vitamin C kann die Aufnahme von Selen als Natriumselenit hemmen. Deshalb sollte ein Einnahmeabstand von ein bis zwei Stunden zwischen beiden Nährstoffen eingehalten werden. Achten Sie bei Kombinationspräparaten auf die Verbindung Natriumselenat: Die Aufnahme wird nicht durch Vitamin C gehemmt.

Antioxidantien: Laboruntersuchungen

Hoch dosierte Antioxidantien empfehlen sich immer dann, wenn tatsächlich ein Mangel herrscht. Um die Belastung mit schädlichen Radikalen festzustellen, ist es ratsam, den antioxidativen Status im Blut zu messen. Die Labore bieten verschiedene Tests an, darum gelten die jeweils dort angegebenen Werte.

Antioxidantien: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Zink kann bestimmte Medikamente binden, was sie unwirksam macht: Dazu gehören Antibiotika (Gyrasehemmer und Tetrazykline) und Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate). Es sollte ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sollte Vitamin C nicht in hohen Dosen (mehr als 500 Milligramm pro Tag) eingenommen werden. Damit kann die kranke Niere nicht umgehen, es kann zu Harnsteinen und Oxalat-Ablagerungen im Gewebe kommen.

Auch Zink und Selen sollten bei chronischer Nierenschwäche nicht als Mineralstoffpräparat eingenommen werden. Schwache Nieren können diese Mineralstoffe nicht richtig ausscheiden, die Spiegel im Blut könnten zu stark ansteigen.

Omega-3-Fettsäuren helfen bei Entzündungen

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis kommt es zu Entzündungsprozessen in der Schilddrüse. Hochwertige Untersuchungen haben gezeigt, dass das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren bei Entzündungen im Körper eine Rolle spielt: Während Omega-3-Fettsäuren Entzündungen lindern und aktiv beenden, wirken Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernd. Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei Entzündungen ist bereits gut belegt.

Ersten kleineren Untersuchungen zufolge können Omega-3-Fettsäuren Entzündungen auch im Zusammenhang mit bestimmten Autoimmunerkrankungen reduzieren. Derzeit liegen jedoch keine hochwertigen Studien zur Hashimoto-Thyreoiditis und der Einnahme von Omega-3-Präparaten vor. In Bezug auf Lebensmittel wurde aber schon berichtet, dass bei Schwangeren der Verzehr von Omega-3-Fettsäure-haltigen Fischen Autoimmunkrankheiten bei ihren Kindern vorbeugen könnte. Zudem minderte sich die häufig nach der Geburt einsetzende Verschlechterung der Schilddrüsenentzündung bei den Müttern.

Nahrungsmittel mit Omega 3 und 6
Ersten kleineren Untersuchungen zufolge können Omega-3-Fettsäuren Entzündungen auch im Zusammenhang mit bestimmten Autoimmunerkrankungen reduzieren. Derzeit liegen jedoch keine hochwertigen Studien zur Hashimoto-Thyreoiditis vor. Bildnachweis: photka/iStock/Getty Images Plus

Info

Manche Frauen entwickeln nach der Schwangerschaft eine Entzündung der Schilddrüse. Die postpartale Thyreoiditis ist eine spezielle Form der Hashimoto-Thyreoiditis. Sie kann sich wieder spontan zurückbilden, in einigen Fällen bleibt die Erkrankung jedoch dauerhaft bestehen.

Obwohl klinische Studien zu Hashimoto fehlen, ist der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren vielversprechend. Omega-3-Fettsäuren sollten in Zukunft als mögliche Behandlung für Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse genauer untersucht werden.

Omega-3-Fettsäuren: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Zur Vorbeugung von Entzündungen bei Autoimmunkrankheiten werden 1.000 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren empfohlen.

Der Bedarf an Omega-3-Fettsäuren kann entweder durch eine fischreiche Ernährung gedeckt werden oder durch gereinigtes Fischöl in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Wichtig ist dabei ein hoher Gehalt an Eicosapentaensäure (EPA), da sie stark entzündungshemmend wirkt.

Nehmen Sie Omega-3-Fettsäuren immer zusammen mit einer Mahlzeit ein. Das Fett aus der Mahlzeit verbessert die Aufnahme im Darm.

Omega-3-Fettsäuren: Laboruntersuchung

Omega-3-Fettsäuren können im Blut durch den Omega-3-Index erfasst werden. Dafür wird der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutzellen gemessen. Dieser Index wird in Prozent angegeben und sollte bei mehr als acht Prozent liegen. Die Durchschnittswerte liegen jedoch eher bei fünf bis acht Prozent.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei akuten Leber- oder Nierenerkrankungen sollte auf die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren verzichtet werden.

Bei Blutgerinnungsstörungen sollten nicht mehr als 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren ohne ärztliche Absprache eingenommen werden. Omega-3-Fettsäuren können die Blutgerinnung herabsetzen. Daher sind Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. Betroffen sind Wirkstoffe wie Warfarin, Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin, Apixaban oder Rivaroxaban.

Vitamin B12 zur Vorbeugung von Blutarmut (Anämie)

Wirkweise von Vitamin B12

Werte eines Vitamin B12 Labortests
Die Auswertung mehrerer Studien (Meta-Analyse) kommt zu dem Schluss, dass bei einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung grundsätzlich an eine Anämie und oder Vitamin-B12-Mangel gedacht werden muss. Ein Vitamin-B12-Screening ist vermutlich ab der ersten Diagnose mit Hashimoto-Thyreoiditis und dann regelmäßig sinnvoll. Bildnachweis: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Parallel zu Hashimoto-Thyreoiditis können noch weitere Autoimmunerkrankungen auftreten, meist betreffen sie Drüsen. Zum Beispiel kann es zu einer autoimmun-bedingten Magenerkrankung kommen, die zu einem Verlust der Säureproduktion und damit der Vitamin-B12-Aufnahme führt. Daraus entsteht ein Vitamin-B12-Mangel, der im Verlauf zu einer Blutarmut (perniziöse Anämie) sowie Nervenbeschwerden führen kann.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren entwickelte ein Viertel der Patienten mit Autoimmun-Schilddrüsenerkrankungen (wie Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow) auch Antikörper, die Zellen des Magens angreifen. Ebenfalls bei einem Viertel aller Patienten lag ein Vitamin-B12-Mangel vor. Dieser Zustand ist also sehr häufig. Die Auswertung mehrerer vorläufiger Studien kommt zu dem Schluss, dass bei einer autoimmunen Schilddrüsenerkrankung grundsätzlich an einen Vitamin-B12-Mangel und eine Anämie gedacht werden muss.

Hochwertige Studien, die den Zusammenhang zwischen Hashimoto-Thyreoiditis und Magenproblemen noch detaillierter untersuchen, wären wünschenswert. Noch ist nicht klar, wie gut die Einnahme von Vitamin B12 bei Hashimoto hilft. Ein regelmäßiges Vitamin-B12-Screening ab der Diagnose mit Hashimoto-Thyreoiditis ist vermutlich sinnvoll, um einen Mangel zu vermeiden.

Vitamin B12: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Magenerkrankungen sind große Mengen Vitamin B12 notwendig, um die gestörte Aufnahme auszugleichen. Empfohlen werden Dosierungen zwischen 100 und 500 Mikrogramm täglich. Die genaue Dosierung sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

Bei einem massiven Mangel kann Vitamin B12 auch in den Muskel gespritzt werden. Bei Aufnahmestörungen durch Magenerkrankungen ist Vitamin B12 in Form von Lutschtabletten ideal, da es auch über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann.

Vitamin B12 in Kapsel- oder Tablettenform sollte am besten zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Auf nüchternen Magen kann es zu Magenschmerzen kommen.

Vitamin B12: Laboruntersuchungen

Wenn sich Hashimoto-Patienten trotz guter medikamentöser Einstellung oft abgeschlagen fühlen, sollte der Arzt den Vitamin-B12-Status überprüfen.

Um den Vitamin-B12-Spiegel im Blut zu bestimmen, gibt es verschiedene Methoden. Die beste ist die Bestimmung von Holotranscobalamin (HoloTC) im Blutserum. Diese Messung ist genauer als die direkte Bestimmung von Vitamin B12. Die Normalwerte liegen bei über 54 Pikomol pro Liter.

Vitamin B12: zu beachten in der Schwangerschaft

Vitamin B12 sollte in der Schwangerschaft und in der Stillzeit ausschließlich bei einem nachgewiesenen Mangel in höherer Dosis eingenommen werden. Zur Sicherheit einer langfristigen hoch dosierten Einnahme liegen keine ausreichenden Nachweise vor.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Hashimoto-Thyreoiditis

 

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) gegebenenfalls auch je nach Spiegel

Vitamin C

200 bis 1.000 Milligramm (mg)

Vitamin E

50 Milligramm

Vitamin B12

100 bis 500 Mikrogramm (µg)

  
 

Mineralstoffe

Zink

5 bis 15 Milligramm

Selen

200 Mikrogramm

  
 

Pflanzenstoffe

Carotinoide

5 bis 15 Milligramm

  
 

Sonstige Nährstoffe

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Laboruntersuchungen bei Schilddrüsenunterfunktion

 

Normalwerte

Selen

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Jod

100 bis 200 Mikrogramm pro Liter (im Urin)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent (besser über 8 Prozent)

Vitamin B12

54 Pikomol pro Liter (pmol/l)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Selen unterstützt die Aktivierung von L-Thyroxin

Das Spurenelement Selen unterstützt die Wirksamkeit von Arzneimitteln mit L-Thyroxin. Dabei handelt es sich um die wenig aktive Form des Schilddrüsenhormons. Sie kann nur mithilfe eines selenabhängigen Enzyms aktiviert werden. Gegebenenfalls kann durch die zusätzliche Einnahme von Selen die Tagesdosis an L-Thyroxin verringert werden.

Bei Einnahme von L-Thyroxin und verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen werden begleitend 100 bis 200 Mikrogramm Selen empfohlen, je nach Selenstatus im Blut.

Vitamin C fördert die Aufnahme von L-Thyroxin

Eine verminderte Aufnahme des Medikaments L-Thyroxin im Darm ist problematisch und erschwert die Kontrolle des Blutspiegels. Um den Wirkstoff ideal aufzunehmen, ist ein saurer pH-Wert im Magen notwendig. Bei Magenerkrankungen wie zum Beispiel einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist das nicht der Fall.

Kleine Studien haben gezeigt, dass durch die Einnahme von Vitamin C als Ascorbinsäure die Aufnahme und somit die Wirksamkeit von L-Thyroxin verbessert werden kann. Vitamin C als Ascorbinsäure säuert den Magen an. Empfohlen werden mindestens 500 Milligramm Vitamin C täglich. Als besonders wirksam erwies es sich, Vitamin C in Wasser aufzulösen und direkt mit dem L-Thyroxin einzunehmen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Medikamenten

Selen

100 bis 200 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

500 Milligramm (mg) (als Ascorbinsäure)

 

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Zusammenfassung

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem gegen das eigene Gewebe richtet. Aufgrund der Entzündung kommt es zunächst zu einer leichten Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Diese geht in eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) über, sobald die Schilddrüse aufgrund der Gewebezerstörung nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone herstellen kann. Hashimoto-Thyreoiditis wird mit dem Medikament Levothyroxin (L-Thyroxin) behandelt.

Auch die Mikronährstoffmedizin kann bei Hashimoto unterstützend wirken. So ist Selen ein für die Schilddrüse unentbehrliches Spurenelement. Es dämpft die Angriffe des Immunsystems und ist beim Aufbau von Schilddrüsenhormonen notwendig. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Selen gewisse Antikörper, die bei Hashimoto-Thyreoiditis das Schilddrüsengewebe angreifen, im Blut verringern kann. Nicht direkt auf die Schilddrüse, sondern auf das Immunsystem wirkt Vitamin D. Bei Hashimoto-Patienten liegt häufig ein Vitamin-D-Mangel vor. Erste Studien geben Anlass zu der Vermutung, dass die Einnahme von Vitamin D den Krankheitsverlauf verlangsamen kann.

Bei Entzündungsreaktionen im Körper entsteht oxidativer Stress. Antioxidantien helfen dem Körper, diesen Stress zu bekämpfen. Antioxidative Nährstoffkombinationen mit den Vitaminen C und E, Carotinoiden, Zink und Selen wirkten in kleineren Studien unterstützend auf die Normalisierung der Schilddrüsenfunktion. Um Entzündungsprozessen entgegenzuwirken, können Omega-3-Fettsäuren hilfreich sein.

Hashimoto-Thyreoiditis geht häufig mit einer autoimmun-bedingten Magenschleimhautentzündung einher, was zu einem Vitamin-B12-Mangel führen kann. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutspiegels und gegebenenfalls die Einnahme von Vitamin B12 sollte bei Hashimoto in Betracht gezogen werden.

Patienten, die aufgrund der Schilddrüsenunterfunktion Levothyroxin einnehmen, können die Wirkung des Medikamentes mithilfe der Mikronährstoffmedizin unterstützen. Selen hilft, das L-Thyroxin zu aktivieren, Vitamin C hingegen fördert die Aufnahme des Wirkstoffs.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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Biesalski, H.K. et al. (2010): Ernährungsmedizin. 4. Aufl. Georg Thieme Verlag Stuttgart.

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