Depressive Verstimmung mit Mikronährstoffen behandeln

Wie Mikronährstoffe die Behandlung von depressiver Verstimmung unterstützen können

Eine depressive Verstimmung ist eine psychische Erkrankung. Sie wird durch Lebensumstände oder körperliche Erkrankungen ausgelöst. Daneben schlagen Mangelzustände an Mikronährstoffen auf die Psyche. Gekennzeichnet sind depressive Verstimmungen durch einen gestörten Botenstoffhaushalt im Gehirn. Lesen Sie hier, mit welchen Mikronährstoffen Sie die Bildung und Funktion der Botenstoffe unterstützen und wie Sie eine Behandlung mit Antidepressiva verbessern können.

Frau lehnt an Fenster mit geschlossenem Rollladen
Die häufigsten Ursachen für eine depressive Verstimmung sind gewisse Lebensumstände, Stress, genetische Veranlagung und hormonelle oder körperliche Ursachen. Bild: MarinaZg/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Ursachen einer depressiven Verstimmung

Eine Depression ist ein länger anhaltendes Stimmungstief. In der Medizin wird bei Depressionen zwischen verschiedenen Schweregraden unterschieden. Man kann sie anhand der Symptome einteilen. Es gibt leichte, mittelschwere und schwere Depressionen. Bei leichten Formen spricht man auch von „depressiver Verstimmung“. Davon abzugrenzen ist das Burn-out-Syndrom aufgrund von dauerhafter Überlastung und Stress sowie Erschöpfung und chronische Müdigkeit.

Depressive Verstimmungen haben oft mehr als eine Ursache: Körperliche und genetische Faktoren sowie psychische Einflüsse verstärken sich gegenseitig. Diese Faktoren lösen ein Ungleichgewicht von Überträgersubstanzen im Gehirn aus, wie Serotonin (dem Glückshormon), Noradrenalin und Dopamin. Dadurch verändern sich die Gehirnaktivitäten. Das hat Folgen auf das Denken und die Gefühle.

Die häufigsten Ursachen für Depressionen oder depressive Verstimmungen sind:

Lebensumstände: Belastende Lebensereignisse können Auslöser depressiver Verstimmungen sein. Etwa Liebeskummer, der Verlust eines nahestehenden Menschen oder Einsamkeit. Auch eine problematische Kindheit kann lebenslang das Risiko für eine Depression erhöhen.

Stress: In Stresssituationen wird im Gehirn die Produktion von Serotonin gehemmt. Hält der Stress über mehrere Jahre an, besteht die Gefahr, dass sich die Serotoninproduktion nicht mehr normalisiert. Der Serotoninspiegel bleibt niedrig, was zu depressiven Verstimmungen führt.

Genetische Veranlagung: Studien haben nachgewiesen, dass eine genetische Ursache bei depressiven Verstimmungen wahrscheinlich ist. Angehörige ersten Grades (Eltern oder Kinder) haben ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Hormonelle Ursachen: Eine Umstellung der Hormone in der Frühschwangerschaft sowie während Pubertät oder Wechseljahren kann eine Ursache sein. Ebenso treten Verstimmungen während der Periode oder kurz davor auf (PMS). Auch der Einfluss hormoneller Verhütungsmittel (Pille) hängt offensichtlich mit depressiven Verstimmungen zusammen.

Körperliche Ursachen: Das Gehirn reagiert sensibel auf den Stoffwechsel des Körpers.

  • Schilddrüsenunterfunktion (zum Beispiel bei Hashimoto): Erkrankungen der Schilddrüse können depressive Verstimmungen auslösen. Schilddrüse und Psyche stehen in einem engen Zusammenhang.
  • Diabetes: Gestörte Blutzuckerwerte beeinflussen den gesamten Stoffwechsel, auch den der Nerven. Zudem hängen depressive Verstimmungen mit einer gestörten Zuckerverwertung zusammen: Bei Depressiven ist das Stresshormon Cortisol erhöht. Cortisol wiederum verringert die Wirkung des blutzuckersenkenden Insulins.
  • Fruktoseintoleranz: Es gibt Hinweise darauf, dass bei Fruktoseintoleranz zu wenig Tryptophan aufgenommen wird. Dies ist der Grundstoff für das Glückshormon Serotonin.

Schwere Erkrankungen: Körperliche Einschränkungen durch Krankheiten, dauerhafte Versehrtheit, Schmerzen oder Pflegebedürftigkeit machen Menschen anfälliger für Depressionen.

Symptome: So macht sich eine depressive Verstimmung bemerkbar

Die Symptome werden nach den geltenden Richtlinien (ICD10-Klassifikation oder „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“) in Haupt- und Nebensymptome aufgeteilt.

Von dendrei Hauptsymptomen treten bei einer Depression mindestens zwei auf. Bei einer depressiven Verstimmung nur eine:

  • Es wird oft ein Stimmungstief oder Traurigkeit erlebt.
  • Depressive verlieren das Interesse am Leben. Sie regieren weder auf Trauer noch Freude oder Zuspruch. Es können auch Gefühllosigkeit und innere Leere vorliegen.
  • Antriebslosigkeit: Die Betroffenen haben nicht die Kraft, etwas in Angriff zu nehmen. Das führt auch dazu, dass sie sich selbst, den Haushalt oder menschliche Kontakte vernachlässigen.

Je mehr Nebensymptome zutreffen, desto schlimmer ist die Depression. Hierzu zählen Anzeichen wie ein gestörtes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und eine negative Zukunftserwartung. Darüber hinaus können viele allgemeine Beschwerden hinzutreten wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe, Gedächtnisstörungen und Angstzustände. Die Erkrankung zeigt sich mitunter auch körperlich: Kopfschmerzen, Übelkeit und Probleme mit dem Kreislauf können Anzeichen sein. Unter depressiven Verstimmungen kann es sowohl zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust kommen als auch zu Heißhunger.

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Ziele der Behandlung

Wie wird depressive Verstimmung klassisch behandelt?

Frau sitzt vor einer Lichttherapie-Lampe
Depressive Verstimmungen werden unterschiedlich behandelt: zum einen psychotherapeutisch und zum anderen medikamentös. Bild: Rocky89/iStock

Depressive Verstimmungen werden psychotherapeutisch und medikamentös behandelt. In der Psychotherapie geht es darum, die auslösenden Denkmuster zu erkennen und zu verändern, die kognitive Verhaltenstherapie gibt Anregungen zu neuen Verhaltensweisen. Lichttherapie sowie Sport- und Bewegungstherapie mit Entspannungsübungen ergänzen die Möglichkeiten. Bei leichteren Formen kommt die individuelle Selbsthilfe infrage.

Für die medikamentöse Therapie gibt es verschiedene Mittel: Sie wirken, indem sie verhindern, dass ausgeschüttetes Stimmungshormon Serotonin wieder aufgenommen wird. Damit verlängert sich die stimmungsaufhellende Wirkung des Hormons.

  • Serotonin Wiederaufnahmehemmer mit Wirkstoffen wie Fluoxetin (Fluxet®, Mutan®) und Escitalopram (Cipralex®)
  • Trizyklische Antidepressiva mit Wirkstoffen wie Doxepin (Aponal®), Amitryptilin (Tryptizol®) oder Clomipramin (Anafranil®)
  • Tetrazyklische Antidepressiva mit Wirkstoffen wie Mirtazapin (Remergil®)

Info

Manche Antidepressiva verstärken die Handlungsbereitschaft. Dann besteht die Gefahr, dass die Erkrankten Selbstmordabsichten in die Tat umsetzen. Schwerere Depressionen sollten daher immer vom Arzt behandelt werden. Bei einer Depression ist der Hausarzt die erste Anlaufadresse. Er kann zu einem Psychotherapeuten oder Psychiater überweisen

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für den Stoffwechsel im Gehirn: Lebensmittel wie Fisch, Gemüse, Olivenöl und Getreide können depressive Verstimmungen mildern. Studien belegen, dass die gezielte Verwendung von Mikronährstoffen die klassische Therapie unterstützen kann. Dazu zählen:

Er reguliert die Bauchnerven sowie die Stoffe, die Blut und Gehirn erreichen.

Gesunde Lebensmittel wie Lachs, Granatapfel, Brokkoli, Avocado, Grapefruit auf einer Fläche liegend
Depressive Verstimmungen können durch eine ausgewogene Ernährung abgeschwächt werden. Bild: Lisovskaya/iStock/Getty Images Plus

Info

Eine Selbstmedikation ist nur bei depressiver Verstimmung angebracht. Bei schwereren Depressionen sollte die Mikronährstofftherapie unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Der Arzt kann auch bestimmen, welche Mittel kombiniert werden können.

Einige Mikronährstoffe eignen sich sehr gut, um eine Therapie mit Antidepressiva zu unterstützen. Mittel, die den Serotoninspiegel erhöhen, sollten allerdings nicht kombiniert werden. Dazu zählen S-Adenosyl-Methionin, Tryptophan, Griffonia (5-HTP), Johanniskraut und die meisten Antidepressiva.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

S-Adenosyl-Methionin unterstützt den Gehirnstoffwechsel

Wirkweise von S-Adenosyl-Methionin

Anatomisch dargestellter Kopf mit aktivem Nervensystem im Gehirn
Der Aminosäurenabkömmling S-Adenosyl-Methionin beeinflusst das Gehirn und wirkt bei depressiven Verstimmungen. Bild: yodiyim /iStock/Getty Images Plus

S-Adenosyl-Methionin (SAM) ist ein Aminosäureabkömmling, der natürlich in den Zellen des Körpers vorkommt. Es beeinflusst den Stoffwechsel im Gehirn an vielen Stellen, zum Beispiel die Genaktivitäten und Botenstoffe, darunter auch den Serotoninstoffwechsel. Es verändert die Membranen der Nervenzellen und damit auch ihre Empfindlichkeit für Botenstoffe.

Die Mehrzahl der hochwertigen Studien belegt die Wirkung von SAM bei depressiven Verstimmungen im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Weitere hochwertige Untersuchungen zeigen sogar, dass SAM vergleichbar gut wie ein Antidepressivum wirkt. Angesprochen hatten nicht nur die depressiven Symptome, sondern der gesamte gesundheitliche Zustand mit Beschwerden wie Schmerzstörungen oder Gedächtnisproblemen.

Eine Auswertung über alle verfügbaren Studien kommt zu dem Schluss, dass es viele positive und vielversprechende Belege für die Wirksamkeit und Sicherheit von SAM gibt. Es eignet sich als alleinige Therapie oder als Ergänzung zu einer klassischen Behandlung der Depression. SAM zeigt dabei weniger Nebenwirkungen und Arzneimittelwechselwirkungen als viele Antidepressiva.

S-Adenosyl-Methionin: Dosierung und Einnahmeempfehlung

In den klinischen Studien erhielten die Probanden unterschiedliche Mengen SAM. Die Bandbreite reichte von 45 bis 1.600 Milligramm pro Tag. Mikronährstoffmediziner empfehlen meist 200 bis 400 Milligramm am Tag. Die Einnahme von SAM sollte bei Depressionen unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Tipp

Die Vitamine Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 sind für den Stoffwechsel von SAM von Bedeutung. Darum sollte man bei Depressionen für eine ausreichende Versorgung mit diesen Vitaminen sorgen.

S-Adenosyl-Methionin: zu beachten bei Erkrankungen, in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Medikamenten

Hände halten Ampullen mit Blut
Der Homocysteinwert wird im Blutplasma bestimmt. Ist dieser zu hoch, können dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden. Bild: Fly_dragonfly /iStock/Getty Images Plus

Personen, die unter bipolaren Störungen leiden, können unter der Einnahme von SAM manische Symptome ausbilden. Sie sollten auf diese Behandlung verzichten.

Die Wirkung von SAM in Schwangerschaft oder Stillzeit ist nicht ausreichend erforscht. Eine Einnahme sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

SAM erhöht die Serotoninkonzentration in bestimmten Hirnregionen. Sicherheitshalber sollte es nicht mit anderen gleichwirkenden Substanzen eingesetzt werden wie Griffonia (5-HTP), Johanniskraut, Tryptophan oder Antidepressiva, welche die Serotoninmenge im Gehirn erhöhen (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie Fluoxetin und Escitalopram).

Expertenwissen

In einer Studie wurde SAM erfolgreich zusammen mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern getestet. Die beiden Wirkstoffe waren über einen Zeitraum von sechs Wochen verträglich. Depressive, die auf die Medikamente nicht ansprachen, reagierten häufiger auf die Kombination SAM plus Antidepressivum. Der Patient sollte dabei aber immer auf die Entwicklung eines Serotoninsyndroms überwacht werden.

Menschen mit hohen Homocysteinwerten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten den Homocysteinspiegel kontrollieren lassen, wenn sie SAM länger als vier Wochen einnehmen. Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt, das Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Homocystein kann über B-Vitamine gesenkt werden. Der Wert wird im Blutplasma bestimmt. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

Tryptophan: Vorstufe der Glückshormone

Wirkweise von Tryptophan: Standard bei der Behandlung depressiver Verstimmungen

Die Aminosäure Tryptophan ist Vorstufe des Glückshormons Serotonin und des Melatonins. Melatonin regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Erholsamer Schlaf ist eine Voraussetzung für eine stabile Stimmungslage. Der Tryptophanspiegel im Blut depressiver Patienten ist oft niedriger als bei Gesunden.

Die positive Wirkung von Tryptophan bei depressiven Verstimmungen wurde in kleineren Studien nachgewiesen. Tryptophan führte zu einer verbesserten Stimmung bereits 60 Minuten nach Einnahme, bei Scheinmedikamenten dagegen zeigte sich keine Wirkung. Noch fehlen allerdings hochwertige Studien.


Tryptophan: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Der typische Dosisbereich in Depressions-Studien liegt bei 1.000 bis 3.000 Milligramm täglich. Mikronährstoffmediziner empfehlen deshalb mindestens 1.000 Milligramm Tryptophan pro Tag.

Tryptophan sollte nicht zusammen mit Eiweiß wie Fleisch und Eier eingenommen werden, da Aminosäurebausteine aus dem Eiweiß dieselben Transporter ins Gehirn nutzen. Damit würde Tryptophan nur wenig effektiv vom Blut ins Gehirn gelangen.

Zudem ist es wichtig, dass ein Abstand von bis zu zwei Stunden von einer kohlehydrathaltigen Mahlzeit eingehalten wird: Ist der Blutzucker und damit der Insulinspiegel noch leicht erhöht, gelangt Tryptophan am besten in das Gehirn.

Nach drei bis vier Wochen einer Tryptophaneinnahme sollte ein Arzt den Zustand kontrollieren und festlegen, ob der Wirkstoff länger genommen werden soll.

Tryptophan: zu beachten in der Schwangerschaft und bei Medikamenten

Personen mit Lebererkrankungen (Leberzirrhose)sollten Tryptophan nicht einnehmen, es kann dann nur schwer abgebaut werden. Vorsicht geboten ist auch bei Erkrankungen der Niere oder Bluthochdruck.

Zur Sicherheit von L-Tryptophan in Schwangerschaft und Stillzeit liegen derzeit keine Studien vor. Auch für Kinder und Jugendliche sind keine Daten verfügbar.

Tryptophan erhöht das Serotoninlevel. Es sollte daher nicht mit Medikamenten kombiniert werden, die ebenfalls in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen (wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmer gegen Depressionen). Dazu zählen auch S-Adenosyl-Methionin (SAM), 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) oder Johanniskraut. Diese Kombination könnte das Risiko eines Serotoninsyndroms erhöhen. Dieses tritt auf, wenn zu viel Serotonin im Körper vorhanden ist.

Außerdem darf Tryptophan nicht kombiniert werden mit

  • Monoaminoxidasehemmern wie Selegilin (Antiparkin®, Jutagilin®) gegen Parkinson
  • Medikamenten gegen psychische Erkrankungen mit Phenothiazinen (zum Beispiel Chlorpromazin mit Fenactil®, Thorazine®) sowie Benzodiazepinen (wie Bromazepam (Lexotanil®), Alprazolam (Tafil®) oder (Frisium®))
  • Procarbazin (Arzneimittel gegen Krebs; Natulan®)
  • Dextromethorphan (zum Beispiel in Hustenstillerratiopharm®)

Griffonia: Heilpflanze mit Serotoninvorstufe

Wirkweise von Griffonia

Chemische Formel für Serotonin mit Stift gezeichnet
Die Einnahme von 5-HTP (Serotonin-Vorstufe), das aus Griffonia gewonnen wird, kann depressive Verstimmungen lindern. Bild: Ekaterina79 /iStock/Getty Images Plus

5-Hydroxytryptophan (5-HTP) aus Griffonia simplicifolia (afrikanische Schwarzbohne) hat eine ähnliche Wirkweise wie Tryptophan. Es ist die Zwischenstufe zwischen Tryptophan und Serotonin. 5-HTP überwindet leicht die Blut-Hirn-Schranke und gelangt so in das Gehirn. Dort erhöht es die Bildung von Serotonin. Auf diese Weise ist 5-HTP eine Alternative zu Tryptophan, zum Beispiel immer dann, wenn Tryptophan keine Wirkung zeigt.

Einige Studien bestätigen, dass die Einnahme von 5-HTP depressive Verstimmungen lindert. Von elf hochwertigen Studien lieferten fünf ein überzeugend positives Ergebnis. Die Ergebnisse können als Hinweis für die Wirkung von Griffonia gesehen werden. Weitere Studien sind wünschenswert.

Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis sind ebenfalls ermutigend: Griffonia wird seit 30 Jahren bei Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen eingesetzt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Griffonia

Mikronährstoffmediziner empfehlen für zwei Monate zwischen 150 und 300 Milligramm 5-HTP am Tag.

Die Tabletten sollten nicht mit eiweißreicher Kost geschluckt werden, um die Aufnahme von 5-HTP ins Gehirn sicherzustellen.

Tipp

Zur Umwandlung von 5-HTP zu Serotonin sind Vitamin B6 und Magnesium notwendig. Darum sollte man auf eine ausreichende Versorgung mit diesen Mikronährstoffen achten.

5-HTP sollte unter ärztlicher Kontrolle und nicht dauerhaft eingenommen werden. Es ist nicht ganz geklärt, ob der Wirkstoff zur Suchterscheinungen führen kann. In Studien wurde Griffonia etwa zwei Monate getestet. Langzeituntersuchungen fehlen.

Zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Medikamenten

Der Einsatz von 5-HTP in Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht ausreichend erforscht. Schwangere und Stillende sollten daher auf die Einnahme verzichten.

Der kombinierte Einsatz mit Antidepressiva oder anderen Mikronährstoffen, die in den Serotoninstoffwechsel eingreifen, sollte vermieden werden. Dazu zählen Tryptophan oder SAM. Bei gleichzeitiger Einnahme droht möglicherweise ein Serotoninüberschuss (Serontoninsyndrom).

B-Vitamine für den Gehirnstoffwechsel

Wirkweise von Vitaminen der B-Gruppe

Vitamine der B-Gruppe sind wichtig für die optimale Funktion des Gehirns:

  • Vitamin B6  ist am Aufbau wichtiger Botenstoffe (Neurotransmitter) wie Serotonin und des Schlafhormons Melatonin beteiligt. Vitamin-B6-Mangel und depressive Verstimmungen werden oft zusammen festgestellt.
  • Folsäure und Vitamin B12 sind wichtig für den Abbau von Homocystein. Depressive Menschen haben häufig einen Mangel an Folsäure und Vitamin B12 sowie einen erhöhten Homocysteinspiegel. Zu hohe Homocysteinwerte werden mit Depressionen in Verbindung gebracht.
  • Vitamin B1 hat als Coenzym des Kohlenhydratstoffwechsels eine hohe Bedeutung für die Energiegewinnung im Gehirn.
  • Vitamin B2 wird für die Aktivierung von Vitamin B6 und im Folsäurestoffwechsel benötigt.

Eine kleine, aber hochwertige Studie untersuchte die Wirkung eines Multivitaminpräparates auf die Stimmungslage. Enthalten waren B-Vitamine (B1, B2, B6, B12, Folsäure, Biotin, Niacin, Pantothensäure), Vitamin C und die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Zink. Nach vier Wochen wurde bereits eine Verringerung der depressiven Verstimmung beobachtet. Da Studien mit einzelnen Vitaminen oft nicht erfolgreich abschnitten, schließen die Autoren daraus, dass eine breite Mischung für die Wirkung wichtig ist.

B-Vitamine: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei depressiven Verstimmungen empfiehlt es sich, einen Vitamin-B-Komplex mit Vitamin B1 (10 Milligramm), B2 (12 Milligramm), B6 (10 bis 25 Milligramm), B12 (250 bis 500 Mikrogramm) und Folsäure (400 bis 2.000 Mikrogramm) einzunehmen, da die Vitamine nur zusammen optimal wirken.

Expertenwissen

Einige Menschen verwerten Folsäure nur eingeschränkt. Grund ist ein defektes Enzym, welches die aktive Wirkform 5-Methyltetrahydrofolat aus Folsäure nur unzureichend herstellt. Daher sollte die Zufuhr von Folsäure direkt in Form von 5-Methyltetrahydrofolat erfolgen.

Homocystein-, Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel im Labor bestimmen lassen

Bei depressiven Verstimmungen sollten die Risikofaktoren hoher Homocysteinspiegel, Folsäure- sowie der Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Blutkontrolle.

Um den Folsäurestatus festzustellen, bestimmt der Arzt Folat in den roten Blutzellen (Vollblut). Dieser Wert ist aussagekräftiger als der Serumwert (Blutflüssigkeit ohne rote Blutzellen). Die Normwerte liegen bei 250 bis 400 Mikrogramm pro Liter. Besteht ein Folsäuremangel, sollte auch der Vitamin-B12-Status überprüft werden: Die Anzeichen für Folsäure- und Vitamin-B12-Mangel ähneln sich und können sich gegenseitig „unsichtbar“ machen.

Vitamin B12 wird im Blutserum ermittelt (ohne rote Blutzellen). Die beste Methode ist die Bestimmung von Holotranscobalamin (HoloTC), die genauer ist als die Vitamin-B12-Bestimmung. Die Werte sollten für Holotranscobalamin über 54 Pikomol pro Liter liegen und für Vitamin B12 über 300 Pikogramm pro Milliliter.

Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Als Normwerte gelten 5 bis 9 Mikromol pro Liter.

Zu beachten bei Folsäureeinnahme

Wird Folsäure in großen Mengen von mehr als 1.000 Mikrogramm eingenommen, kann ein Vitamin-B12-Mangel nicht mehr nachgewiesen werden. Vitamin-B12- und Folatmangel verursachen die gleichen Ergebnisse im Blutbild. Hoch dosierte Folsäure sollte daher immer kombiniert mit Vitamin B12 genommen werden.

Bei älteren Patienten muss vor der Folsäureeinnahme ein Vitamin-B12-Mangel ausgeschlossen werden.

Vitamin D ist essenziell fürs Gemüt

Wirkweise von Vitamin D

Frau steht am Meer und streckt Hand zur Sonne aus
Menschen mit depressiven Verstimmungen weisen oftmals einen Vitamin-D Mangel auf. Bild: francescoch /iStock/Getty Images Plus

Vitamin D wird mithilfe von Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. Im Sommer reicht bereits eine geringe Menge Tageslicht aus, um die nötige Vitamin-D-Menge zu produzieren. Im Winter kommt es wegen Lichtmangels bei einigen Menschen zur sogenannten Winterdepression. Menschen mit depressiven Verstimmungen weisen häufig niedrige Vitamin-D-Spiegel auf.

Schwangerschaftsdepression: Eine klinische Studie an mehr als 100 schwangeren Frauen zeigte, dass die tägliche Einnahme von 2.000 Internationalen Einheiten Vitamin D3 während der Schwangerschaft die Depressionen nach der Geburt senken konnte.

PMS-Syndrom: Vor und während der Periode kann es zu depressiven Verstimmungen kommen. Ebenso nach Absetzen der Pille. Studien geben Hinweise darauf, dass die Einnahme von Vitamin D eine sichere Methode zur Verbesserung von Stimmungsschwankungen im Zusammenhang mit PMS ist.

Ältere Menschen: Depressive Verstimmungen im Alter können auf einen Vitamin-D-Mangel zurückgehen. Im Alter nimmt die körpereigene Vitamin-D-Produktion ab. Studien zeigen, dass ältere Personen mit einem geringen Vitamin-D-Spiegel ein höheres Risiko für Depressionen haben.

Weiteren Studien zeigten positive Auswirkungen von Vitamin D bei depressiven Verstimmungen. Einigen Studien fehlt es jedoch an Qualität, sodass die Wirkung nicht endgültig bewiesen ist. In jedem Fall sollte bei Depressionen ein bestehender Vitamin-D-Mangel ausgeglichen werden.

Zwei ältere Menschen am Strand
Im Alter nimmt die körpereigene Vitamin-D-Produktion ab. Dadurch können depressive Verstimmungen im Alter darauf zurückzuführen sein. Bild: Jacob Ammentorp Lund /iStock/Getty Images Plus

Vitamin D: Dosierung und Einnahmeempfehlung


Die Einnahme von Vitamin D ist abhängig von der aktuellen Versorgung: Bei einem starken Mangel sind für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum höhere Dosierungen notwendig, um einen Mangel auszugleichen.

Je nach Vitamin-D-Spiegel werden bei depressiven Verstimmungen 1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten pro Tag empfohlen.

Als Faustregel gilt: Täglich 1.000 Internationale Einheiten zusätzlich zur körpereigenen Bildung erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter.


Vitamin-D-Spiegel im Labor bestimmen lassen

Ein Vitamin-D-Mangel kann bei einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Bestimmt wird die Transportform im Blutserum (25-OH-Vitamin-D). Optimale Werte liegen zwischen 40 und 60 Nanogramm pro Milliliter.

Zu beachten bei Entwässerungsmedikamenten (Thiazide)

Vitamin D erhöht die Calciumaufnahme. Entwässerungsmedikamente aus der Gruppe der Thiazide bremsen jedoch die Calciumausscheidung, sodass in der Summe zu hohe Calciumspiegel im Blut entstehen können. Nehmen Sie Thiazide, sollte Vitamin D nur genommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig kontrolliert wird. Zu den Thiaziden gehören die Wirkstoffe Hydrochlorothiazid (Disalunil®, Esidrix®), Xipamid (zum Beispiel Aquaphor®, Neotri®) oder Indapamid (zum Beispiel Inda Puren®, Sicco®).

Omega-3-Fettsäuren: Fette für die Nervenzellmembran

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil von Zellmembranen im Gehirn. Die Fettsäuren beeinflussen deren Eigenschaften positiv und regulieren die Übertragung von Nervensignalen durch Botenstoffe. Menschen mit depressiven Verstimmungen haben eine andere Membranzusammensetzung und deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren im Blut. Der Körper nutzt Omega-3-Fettsäuren darüber hinaus, um antientzündliche Botenstoffe herzustellen. Verborgene Entzündungen werden mit depressiven Verstimmungen in Verbindung gebracht.

Eine Auswertung der verfügbaren Studien kommt zu dem Schluss, dass die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf Depression relativ schwach ist. Bei einem direkten Vergleich der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA zeigte sich ein deutlich stärkerer stimmungsaufhellender Effekt für EPA. Daneben vermutet man, dass die Kombination mit klassischen Antidepressiva das Ansprechen auf die Medikamente verbessert. Insgesamt werden die Ergebnisse als erste hoffnungsvolle Hinweise gewertet.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Verschiedene Nüsse, Avocado, Fisch drapiert auf einem Brett
Bei depressiven Verstimmungen wird die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Diese können durch die Ernährung und durch Nahrungsergänzungsmittel abgedeckt werden. Bild: JulijaDmitrijeva /iStock/Getty Images Plus

Bei depressiven Verstimmungen werden therapiebegleitend zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag empfohlen. Der Bedarf kann durch die Ernährung mit viel Fisch gedeckt werden oder durch gereinigtes Fischöl in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Sie zum Beispiel keinen Fisch mögen oder aufgrund der Schadstoffbelastung keinen Fisch essen möchten.

Besonders wichtig dabei ist ein hoher Gehalt an EPA, der aber nur bei Präparaten mit definierter Zusammensetzung garantiert werden kann.

Zu beachten bei Erkrankungen und bei Medikamenten

Bei akuten Leber- oder Nierenerkrankungen sollten keine Omega-3-Fettsäuren eingenommen werden. Auch bei Blutgerinnungsstörungen sollte die Einnahme mit dem Arzt abgeklärt werden. Omega-3-Fettsäuren können die Blutgerinnung herabsetzen. Daher sind Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. Omega-3-Fettsäuren können deren Wirkung verstärken. Immer dann müssen die Blutgerinnungswerte überwacht werden.

Probiotika für ein gutes Bauchgefühl

So wirken Probiotika

Illustration menschlicher Bakterien
Probiotika können eine positive Wirkung auf das Verhalten und die Stimmung haben. Bild: ClaudioVentrella/iStock/Getty Images Plus

Probiotika enthalten Mikroorganismen für den Darm. Sie sollen eine Fehlbesiedelung mit schlechten Darmkeimen verhindern. Stress und Krankheiten, aber auch ungesunde Ernährung können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Die Darmflora ist mitverantwortlich dafür, wie wir uns fühlen: Sie gibt vermutlich Substanzen ab und reguliert gleichzeitig die Durchlässigkeit des Darms und der Bluthirnschranke für bestimmte Stoffe. Damit beeinflussen sie, welche Substanzen das Blut und das Gehirn erreichen. Darüber hinaus senden die Darmnerven Signale an das Gehirn, die bei einer gestörten Darmflora verändert sein können.

Die Wirkung von Probiotika auf das Verhalten und die Stimmung ist bisher belegt durch viele Tierversuche und erste erfolgreiche Studien am Menschen. Groß angelegte und gut konzipierte klinische Studien werden die genauen Zusammenhänge in naher Zukunft klären.

Dosierung und Einnahmeempfehlung für Probiotika


Eine Wirkung der Probiotika ist ab einer bis zehn Milliarden KBE pro Tagesdosis zu erwarten. KBE bedeutet „koloniebildende Einheit“ und bezeichnet die Menge an enthaltenen Bakterien. Als wirksam haben sich Präparate mit Bifidobakterien und Laktobazilllen erwiesen.

Probiotische Bakterien sind auch in fermentierten Nahrungsmitteln enthalten wie Joghurt oder Sauerkraut. Hier ist die Bakterienzahl aber häufig deutlich geringer als bei hoch dosierten Präparaten. Darüber hinaus werden Lebensmittel häufig hitzebehandelt, sodass die Keime tot sind.


Nerven brauchen Mineralstoffe wie Magnesium, Selen, Zink und Eisen

So wirken Mineralstoffe

Mineralstoffe sind zum einen für die Nervenleitung zuständig (wie Magnesium), zum anderen fangen sie nervenschädigende Radikale ab (Selen und Zink). Daneben haben sie verschiedene Funktionen im Gesamtstoffwechsel der Nerven und werden für die Bildung von Nervenbotenstoffen benötigt:

Magnesium: Es ist bekannt, dass Magnesiummangel Nervenschäden und damit auch Depressionen verursacht. Eine Auswertung von elf Studien zeigt, dass eine geringe Magnesiumzufuhr mit einem erhöhten Risiko für Depressionen in Zusammenhang steht.

Selen: Selen ist Baustein für Gehirnbotenstoffe. Eine Studie liefert Hinweise, dass ein optimaler Selen-Serumspiegel zu einem verminderten Risiko für depressive Verstimmungen führt.

Zink: Zink wird für die Produktion und Funktion von Nervenbotenstoffen benötigt. Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme von Zink Zustände wie depressive Verstimmung, Ärger und Feinseligkeit lindern kann.

Eisen: Depressive Verstimmungen können durch Eisenmangel begünstigt werden. Eisen ist an der Bildung von Nervenbotenstoffen beteiligt, darunter Dopamin und Serotonin. Zu wenig Eisen beeinflusst die Stimmung unmittelbar: Die Einnahme von Eisen nach der Geburt verringerte bei Frauen Wochenbettdepressionen innerhalb der ersten sechs Wochen im Vergleich zu einem Scheinmedikament.

Erste Studien bescheinigen diesen Mineralstoffen in Form von Multivitaminpräparaten eine Wirkung bei Depressionen. Endgültige Beweise stehen zwar noch aus, dennoch sollte man bei depressiven Verstimmungen auf eine ausreichende Versorgung achten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung für die Mineralstoffe

Mineralstoffe sollten idealerweise zusammen mit anderen Stoffen wie Antioxidantien und Vitaminen durch eine gesunde Ernährung aufgenommen werden. Gelingt dies nicht, ist bei erhöhtem Bedarf ein Multivitaminpräparat sinnvoll mit 100 bis 250 Milligramm Magnesium, bis zu 60 Mikrogramm Selen und 10 bis 25 Milligramm Zink.

Bei Eisen richtet sich die Dosierung nach den Eisenwerten im Blut: Bei einem leichten Eisenmangel können 20 bis 40 Milligramm ausreichend sein, während bei einem starken Mangel zwischen 50 und 100 Milligramm Eisen nötig sind.

Wichtige Laborwerte: Selen und Eisen

Der Selenstatus kann im Serum oder im Vollblut gemessen werden. Der Serumwert gibt die aktuelle Versorgung mit Selen an. Der Wert aus dem Vollblut spiegelt die Langzeitversorgung wider. Dieser Wert ist daher besser, um auf die Selenversorgung zu schließen, da die Werte weniger schwanken. Normale Selenwerte im Vollblut liegen bei 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter, im Serum sind es 100 bis 120 Mikrogramm.

Für die Messung der Eisenversorgung gibt es zurzeit kein einheitliches Vorgehen. Für die Beurteilung zieht der Arzt deshalb mehrere Eisen-Laborwerte heran. Wird über lange Zeit zu wenig Eisen zugeführt, sinkt zunächst das Eisen im Blutserum. Dieser Wert sollte bei Männern zwischen 60 bis 160 Mikrogramm pro Deziliter betragen und bei Frauen zwischen 40 und 150 Mikrogramm pro Deziliter.

Zu beachten bei Medikamenten

Gichtmedikamente mit dem Wirkstoff Allopurinol (Zyloric®) können die Speicherung von Eisen in der Leber erhöhen. Das ist langfristig schädlich für den Körper. Dann soll zusätzlich kein Eisenpräparat genommen werden.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei depressiver Verstimmung

 

Vitamine

Vitamin B1

10 Milligramm (mg)

Vitamin B2

12 Milligramm

Vitamin B6

10 bis 25 Milligramm

Vitamin B12

250 bis 500 Mikrogramm (µg)

Folsäure

400 bis 2.000 Mikrogramm

 Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

  
 

Mineralstoffe

Zink

10 bis 25 Milligramm

Selen

bis 100 Mikrogramm, abhängig vom Selenspiegel

Magnesium

100 bis 250 Milligramm

Eisen

je nach Laborwert zwischen 20 und 100 Milligramm

  
 

Pflanzenstoffe

5-HTP aus Griffonia

150 bis 300 Milligramm

  
 

Sonstige Nährstoffe

S-Adenosyl-Methionin

200 bis 1.600 Milligramm

Tryptophan

1.000 bis 3.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm mit einem möglichst hohen EPA-Anteil

Probiotika

10 Milliarden koloniebildende Einheiten (KBE)

SAM, Tryptophan und 5-HTP dürfen nicht miteinander kombiniert werden: Die Substanzen erhöhen im Gehirn den Serotoninspiegel. Bei einer gemeinsamen Einnahme könnte es zu einem gefährlichen Serotoninüberschuss kommen.

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei depressiver Verstimmung

 

Normalwerte

Homocystein (Plasma)

5 bis 9 Mikromol pro Liter (µmol/l)

Folsäure

250 bis 400 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Vitamin B12

300 bis 900 Pikogramm pro Milliliter (pg/ml)

Holotranscobalamin

mehr als 54 Pikomol pro Liter (pmol/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder

100 bis 150 Nanomol pro Liter (nmol/l)

Selen

100 bis 120 Mikrogramm pro Liter (Serum) oder 120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (Vollblut)

Eisen

60 bis 160 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl) (Männer), 40 bis 150 Mikrogramm pro Deziliter (Frauen)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Vitamine und Mineralstoffe verbessern Ansprechen auf Antidepressiva

B-Vitamine: Vitamine der B-Gruppe können die Wirksamkeit von Antidepressiva verbessern. Darauf deuten klinische Studien hin. So erhielten Probanden ein Jahr lang das Antidepressivum Citalopram sowie die Vitamine B6, B12 und Folsäure, eine andere Gruppe nur das Antidepressivum. Bei den Teilnehmern der Vitamingruppe stellte sich eher eine Linderung ein. Empfohlen wird die Einnahme von 25 Milligramm Vitamin B6 sowie 500 Mikrogramm Vitamin B12.

Folsäure: Studien belegen, dass ein Folsäuremangel die Wirksamkeit verschiedener Serotonin-Wiederaufnahmehemmer beeinträchtigt. Patienten mit niedrigem Folsäurestatus hatten einen verzögerten Wirkeintritt gegenüber denen mit normalem Folsäurestatus. Niedrige Serumfolatspiegel begünstigen nach einer Fluoxetin-Therapie einen Rückfall. Darüber hinaus belegt eine Studie, dass eine Folsäuregabe den Behandlungserfolg mit Fluoxetin verbessert. Die Dosis richtet sich nach den Folsäurewerten im Blut und liegt zwischen 400 und 2.000 Mikrogramm.

Vitamin D: Studien liefern Hinweise, dass sich Vitamin D positiv auf die Wirksamkeit von Antidepressiva auswirkt. In einer Studie wurde Vitamin D zu Fluoxetin gegeben. Die Kombination wirkte ab der vierten Behandlungswoche besser als das Antidepressivum allein. Als Dosis wird von 1.500 Internationalen Einheiten ausgegangen.

Zink: Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen, dass die Zinkeinnahme zusammen mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern die Wirksamkeit der Behandlung verbessert. Bei Patienten mit Scheinmedikament und Antidepressiva zeigte sich die Wirkung nicht. Als wirksam erwies sich eine Dosis von 25 Milligramm Zink.

Omega-3-Fettsäuren: Die Omega-3-Fettsäure EPA (Eicosapentaensäure) unterstützt die antidepressive Behandlung mit Medikamenten.

Antidepressiva können Mangelzustände auslösen

Vitamin B2: Trikzyklische Antidepressiva, zum Beispiel (Saroten®, Anafranil®, Tofranil®), können einen Vitamin-B2-Mangel mit Symptomen wie Müdigkeit und Neuropathien auslösen. 5 bis 10 Milligramm Vitamin B2 sollten bei Behandlung mit diesen Medikamenten zusätzlich eingenommen werden.

Folsäure: Einige selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer begünstigen einen Folsäuremangel. Darum sollte bei einer antidepressiven Therapie verstärkt auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure geachtet werden. Je nach Folsäurestatus sollten zwischen 400 und 2.000 Mikrogramm Folsäure eingenommen werden.

Coenzym Q10: Amitriptylin (Beispiele: Saroten®, Tryptizol®) zeigte in Studien negative Auswirkungen auf Coenzym Q10: Es kann zu einem Mangel kommen. Das Medikament beeinträchtigt die Mitochondrienfunktion und erhöht oxidativen Stress. Um nachteilige Auswirkungen zu verhindern, wird die Einnahme von 100 Milligramm Coenzym Q10 empfohlen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Antidepressiva

Vitamin B2

5 bis 10 Milligramm (mg)

Vitamin B6

25 Milligramm

Vitamin B12

500 Mikrogramm (µg)

Folsäure

400 bis 2.000 Mikrogramm

Vitamin D

1.500 Internationale Einheiten (IE)

Zink

25 Milligramm

Coenzym Q10

100 Milligramm

 

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Zusammenfassung

Depressive Verstimmungen sind eine leichte Form der Depression. Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebsmangel und Gefühllosigkeit sind typisch. Hinzu können körperliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Herzklopfen und Kreislaufprobleme kommen.

Neben den Lebensumständen begünstigen auch körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion und Diabetes depressive Verstimmungen. Die Medizin behandelt eine depressive Verstimmung mit Medikamenten, die den Botenstoff Serotonin im Gehirn erhöhen. Das Glückshormon Serotonin ist wichtig für die Stimmungslage.

Verschiedene Mikronährstoffe greifen ebenfalls in den Serotoninstoffwechsel ein und können depressive Verstimmungen lindern. S-Adenosyl-Methionin (SAM) wirkte in Studien vergleichbar gut wie ein Antidepressivum. Die Serotoninvorstufen Tryptophan und 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) aus Griffonia führten in Studien ebenfalls zu einer verbesserten Stimmungslage.

Vitamine (besonders Vitamine der B-Gruppe) und verschiedene Mineralstoffe (wie Zink, Selen und Magnesium) sind unerlässlich für eine optimale Funktion des Gehirns. Auch das Sonnenvitamin D darf nicht fehlen.

Erste Studien weisen darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren die Depressionsneigung senken. Daneben wirkt ein gesunder Darm positiv auf die Stimmung. Probiotika sind bei depressiver Verstimmung daher immer einen Versuch wert.

Bei der antidepressiven Therapie können verschiedene Stoffe optimal miteinander kombiniert werden. Dabei darf man aber keine Substanzen mischen, die gemeinsam den Stoffwechsel der Glückshormone steigern (zum Beispiel SAM, Tryptophan, Griffonia/5-HTP, Johanniskraut, Antidepressiva).

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