Mitochondriopathien mit Mikronährstoffen behandeln

Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe stärken und schützen die Mitochondrien

Abbildung einer Mitochondrie
Die Energie des Körpers wird in den Zellkraftwerken produziert, den Mitochondrien. Wenn sie nicht richtig funktionieren spricht man von einer Mitochondriopathie. Bildnachweise: wir0man/iStock/Getty Images Plu / corbac40/iStock/Getty Images Plus

Die Energie des Körpers wird in den Zellkraftwerken produziert, den Mitochondrien. Wenn sie nicht richtig funktionieren spricht man von einer Mitochondriopathie. Das Krankheitsbild ist sehr uneinheitlich und es können mehrere Organe betroffen sein. Die Symptome reichen von Müdigkeit über Herzschwäche bis hin zu epileptischen Anfällen. Lesen Sie hier, wie Sie mit Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren und pflanzlichen Wirkstoffen die Beschwerden der Mitochondriopathie behandeln und Folgeerkrankungen vorbeugen.

Ursachen und Symptome

Arten und Ursachen von Mitochondriopathien

Nur gesunde Mitochondrien liefern Energie: Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen und für die Energieproduktion verantwortlich. Werden Teile der Mitochondrien geschädigt und funktionieren dadurch nicht mehr einwandfrei, kommt es zu einem Energiemangel und zu einer abnormen Ansammlung von Stoffwechselzwischenprodukten. Die Zellen und Organe können dann ihre Funktion nicht mehr korrekt ausführen. Besonders betroffen sind Gewebe mit hohem Energieverbrauch wie Herz und Nerven. Diese krankhaften Veränderungen nennen Mediziner Mitochondriopathien oder mitochondriale Erkrankungen.

Info

Energiegewinnung in den Mitochondrien: Innerhalb der Mitochondrien laufen wichtige Stoffwechselprozesse ab, wie der Citratzyklus. Er ist dafür verantwortlich, dass Fette, Zucker und Aminosäuren abgebaut und in Energie umgewandelt werden. Der wesentliche Teil des Energiestoffwechsels, die Atmungskette, findet in den Membranen der Mitochondrien statt. Hier wird mithilfe von Sauerstoff die universelle Energiewährung des Körpers hergestellt, das ATP (Adenosintriphosphat). Diese ist für alle energieverbrauchenden Lebensvorgänge notwendig, zum Beispiel für Muskelbewegungen.

Man unterscheidet zwischen vererbten und erworbenen Mitochondriopathien:

Bei vererbten (primären) Mitochondriopathien ist die Erbsubstanz (DNA) geschädigt oder verändert, sodass wichtige Enzyme der Mitochondrien nicht richtig gebildet werden. Diese Gendefekte werden von den Eltern an die Nachkommen weitergegeben. Daher werden primäre Mitochondriopathien meist früh in der Kindheit sichtbar.

Erworbene (sekundäre) Mitochondriopathien werden im Laufe des Lebens durch zellschädigende Stoffe hervorgerufen. Sie werden mit zunehmendem Alter und andauernder Belastung der Stoffe sichtbar. Auslöser dafür können sein:

  • Medikamente
  • Schwermetall- und Chemikalienbelastung
  • chronische Entzündungen und Infektionen
  • Sauerstoffmangel (zum Beispiel bei Störungen der Durchblutung)
  • Belastungen des Körpers durch körperlichen oder seelischen Stress (Burn-out, Stress)

Mitochondrien-schädigende Medikamente sind zum Beispiel:

  • Antibiotika wie Tetracyclin, Doxorubicin und Epirubicin
  • Medikamente gegen Diabetes wie Metformin
  • Antiepileptika wie Valproinsäure 
  • Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen
  • Statine gegen hohe Cholesterinwerte wie Simvastatin
  • Medikamente gegen Krebs wie Cisplatin

Durch solche Auslöser entstehen im Körper chemisch sehr reaktive Verbindungen, die andere Moleküle zerstören können. Man unterscheitet dabei:

  • oxidativen Stress (Überproduktion von reaktiven Sauerstoff-Verbindungen und Mangel an Antioxidantien)
  • nitrosativen Stress (Überproduktion von reaktiven Stickstoff-Verbindungen und Mangel an Antioxidantien)

Symptome und Folgeerkrankungen von Mitochondriopathien

Silhouette eines Körpers
Das Krankheitsbild der Mitochondriopathie ist nicht einheitlich, sondern zeichnet sich durch unterschiedliche Symptome aus. Bild: chombosan /iStock/Getty Images Plus

Das Krankheitsbild der Mitochondriopathie ist nicht einheitlich, sondern zeichnet sich durch unterschiedliche Symptome aus. In der Regel sind mehrere Organe und Gewebe betroffen, vor allem diejenigen, die einen hohen Energiebedarf haben. Dazu zählen alle Muskeln (die Skelett- und Herzmuskulatur), das zentrale Nervensystem, die Netzhaut des Auges, die Leber und die Nieren.

Einige Betroffene haben nur leichte Beschwerden wie Muskelschwäche bei körperlicher Anstrengung, andere leiden an schweren Nervenschäden. Zunehmend wächst die Erkenntnis, dass Mitochondriopathien an der Entstehung zahlreicher Erkrankungen beteiligt sein könnten. Organabhängige Symptome und vermutete Folgen sind zum Beispiel:

Organ

Symptom

Vermutete Folgeerkrankungen

Herz

-

Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen

Gehirn und Nerven

epileptische Anfälle, geistige Behinderung, Schlaganfall-ähnliche Zustände

Alzheimer, Migräne, amyotrophe Lateralsklerose
(ALS), Multiple Sklerose,
Parkinson, Aufmerksamkeitsdefizit-
Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), Depressionen,
chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS),
Restless-Legs-Syndrom

Muskeln

unwillkürliche Muskelzuckungen, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Bewegungsstörungen

mitochondriale Myopathien (Muskelerkrankungen),
Fibromyalgie

Leber und Bauchspeicheldrüse

-

Fettleber, Leberinsuffizienz, Leberversagen,
Diabetes mellitus

Niere

Wassereinlagerungen (Ödeme), Übersäuerung und Eiweißverlust über den Urin-

Augen

Sehstörungen durch Netzhautdefekte, Schädigung des Sehnervs, Lähmung der Augenmuskeln, Augenzittern

altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Ohren

Hörverlust, Schwerhörigkeit, Tinnitus-

Nase

Verlust des Geruchsinns-
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Ziele der Behandlung

Wie wird Mitochondriopathie klassisch behandelt?

Älterer Mann mit einer Gehilfe
Bisher gibt es keine Therapie, welche Mitochondriopathien heilen kann. Die Behandlungsmöglichkeiten sind insgesamt sehr begrenzt. Bild: Jacob Wackerhausen /iStock/Getty Images Plus

Bisher gibt es keine Therapie, die eine Mitochondriopathie heilen kann. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Ziel ist es, die Symptome zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Um eine Verschlechterung der Beschwerden zu verhindern, sollten bestimmte Medikamente wie einige Antibiotika (Tetrazykline), Medikamente gegen Epilepsie (Valproinsäure) oder Cholesterinsenker (Statine) in Rücksprache mit dem Arzt nicht eingenommen werden.

Experten empfehlen Betroffenen, starke Reize wie Hitze, Kälte sowie Aufenthalte in großen Höhen zu vermeiden. Zudem sollte eine ausgewogene Ernährung mit mehreren kleinen Mahlzeiten pro Tag eingehalten werden. Zwei- bis dreimal wöchentlich ist ein kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining sinnvoll – allerdings ohne die maximale Leistungsgrenze zu erreichen.

Nur für wenige Substanzen gibt es bisher wissenschaftliche Belege, dass sie zur Therapie von Mitochondriopathien eingesetzt werden können. Die klassische Medizin greift deshalb meist erst dann ein, wenn tatsächlich herausgefunden worden ist, welcher Stoff fehlt. Dazu gehören Mikronährstoffe wie Vitamin B1, Vitamin B2, Folsäure, Vitamin E, Coenzym Q10, Kreatin, Arginin, Alpha-Liponsäure oder L-Carnitin.

Wie der Arzt bei der Therapie vorgeht, bleibt immer eine Einzelfallentscheidung, die vom individuellen Krankheitsbefund abhängt. Zunächst sollte ein Behandlungsversuch über sechs Monate erfolgen, um zu prüfen, ob die Präparate wirksam sind. Die Folgeerkrankungen werden fachgerecht behandelt (wie etwa Diabetesmedikamente bei Diabetes oder Sehhilfen bei Augenerkrankungen).

Ziele der Mikronährstoff-Medizin

Die Mikronährstoff-Medizin stützt sich bei der Behandlung von Mitochondriopathien auf drei Säulen:

  1. Gifte beseitigen, welche die Mitochondrien schädigen,
  2. Entzündungen lindern und
  3. Mitochondrien vor freien Radikalen und anderen Stressoren schützen.

Schutz und Stärkung der Mitochondrien kann durch die Einnahme bestimmter Mikronährstoffe erreicht werden. Diese bezeichnet man als mitotrope Nährstoffe – sie sind für die Energieproduktion in den Mitochondrien unabdingbar. Dazu zählen:

  • Coenzym Q10 wird für die Energieproduktion gebraucht.
  • L-Carnitin ist wichtig für das Einschleusen von Fett in den Energiestoffwechsel.
  • B-Vitamine sind unentbehrlich für verschiedene Stoffwechselprozesse in den Mitochondrien.
  • Magnesium sorgt für die Speicherung und Freisetzung von Energie.
  • Antioxidantien und Pflanzenstoffe schützen Mitochondrien vor oxidativem Stress, der bei der Energieproduktion entsteht.
  • Omega-3-Fettsäuren wirken dämpfend auf Entzündungen.
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Behandlung mit Mikronährstoffen

Coenzym Q10 schützt die Mitochondrien

Wirkweise von Coenzym Q10

Chemische Formel für Coenzym Q10
Coenzym Q10 ist ein vitaminähnlicher Stoff. Da er einen wichtigen Bestandteil der Atmungskette darstellt, ist er für den letzten Schritt in der Energieproduktion in den Mitochondrien unabdingbar. Bild: Ekaterina79 /iStock/Getty Images Plus

Coenzym Q10 ist Bestandteil der Atmungskette und für den letzten Schritt der Energieproduktion in den Mitochondrien unabdingbar. Zudem hat Coenzym Q10 antioxidative Wirkungen: Als Radikalfänger schützt es Mitochondrien vor schädlichen freien Radikalen (oxidativen Stress). Bei einem Mangel an Coenzym Q10 kommt es zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Muskelschwäche.

Einige Studien zeigen eine bessere Muskelstärke durch Coenzym Q10: In einer kleinen, aber hochwertigen Studie erhielten Mitochondriopathie-Patienten täglich 1.200 Milligramm Coenzym Q10 für 60 Tage. Teilnehmer, die Coenzym Q10 einnahmen, erzielten bei einem Belastungstest mit dem Fahrradergometer etwas bessere Ergebnisse in puncto Ausdauer als Teilnehmer ohne Coenzym Q10. Weitere Studien müssen folgen, um festzustellen, ob alle Patienten davon profitieren.

Nervenerkrankungen: Bei Nervenerkrankungen wurden in Studien häufig niedrige Coenzym-Q10-Werte festgestellt. Es ist zwar noch nicht abschließend geklärt, ob durch die Coenzym-Q10-Einnahme Nervenkrankheiten tatsächlich behandelt werden können; erste Studien zeigen aber, dass sich Coenzym Q10 günstig auswirkt:

  • Alzheimer: In Tierversuchen bremste Coenzym Q10 die Bildung von Beta-Amyloid und Tau-Protein. Beides sind Eiweiße, die sich bei Alzheimer in und zwischen Nervenzellen als Plaques ablagern und zum Absterben von Gehirnzellen beitragen. In einer hochwertigen Studie an Alzheimer-Patienten verminderte die kombinierte Gabe von Coenzym Q10, Vitamin C und E sowie Alpha-Liponsäure deutlich den oxidativen Stress im Gehirn. Das Präparat wurde für 16 Wochen eingenommen. Ein positiver Einfluss auf Beta-Amyloid und das Tau-Protein blieb aber aus.
  • Parkinson: Bei Parkinsonkann Coenzym Q10 als Ubiquinol vermutlich die Parkinson-Beschwerden senken. Das zeigen erste Vorversuche. Insbesondere in Kombination mit L-Carnitin verlangsamte Coenzym Q10 den Verlust der geistigen Fähigkeiten im Vergleich zu einem Scheinmedikament.
  • amyotrophe Lateralsklerose (ALS): Hingegen konnte Coenzym Q10 den voranschreitenden Muskelabbau (Muskelatrophie) bei amyotropher Lateralsklerose nicht stoppen.
  • Fibromyalgie: In ersten kleinen Studien an Menschen und Tieren reduzierte Coenzym Q10 Entzündungen, die zur Entstehung von Fibromyalgie beitragen. Auch Schmerzen, Erschöpfungszustände und Müdigkeit traten durch die Einnahme weniger auf. Zudem verbesserte sich der Energiezustand der Zellen. Hochwertige Studien müssen das allerdings noch weiter prüfen.
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS): Wissenschaftler vermuten, dass ein Mangel an Coenzym Q10 das Auftreten von Symptomen wie schwere körperliche Schwäche, extreme Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen begünstigt. In einer kleinen Studie zeigte sich: Je niedriger die Coenzym-Q10-Werte, desto stärker die Beschwerden. Ob die Patienten von Coenzym Q10 profitieren, muss noch gezeigt werden.
  • Depressionen: Forscher fanden heraus, dass der Gehalt an Coenzym Q10 im Blut von Betroffenen niedriger ist als bei Gesunden. Insbesondere bei denen, die bisher auf keine Behandlung ansprachen oder zusätzlich an einem chronischen Erschöpfungssyndrom litten, waren die Coenzym-Q10-Spiegel besonders niedrig. Eine zusätzliche Einnahme von Coenzym Q10 könnte sinnvoll sein.
  • Migräne: Forscher vermuten, dass bei Migräne der Energiestoffwechsel im Gehirn beeinträchtigt ist. Eine kleine, aber hochwertige Studie zeigt, dass Coenzym Q10 bei Migräne hilft: Es reduzierte die Häufigkeit, die Schwere und die Dauer von Migränekopfschmerzen. Größere Studien müssen nun zeigen, ob alle Migränepatienten davon profitieren.

Augenerkrankungen: Forscher vermuten, dass die Entstehung von grünem und grauem Star, altersbedingter Makuladegeneration (AMD) oder Netzhautschädigungen bei Diabetes durch freie Radikale und oxidativen Stress gefördert wird. Als Antioxidans konnte die Einnahme von Coenzym Q10 in ersten Studien die Sehfunktion verbessern.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Coenzym Q10

Bei Mitochondriopathien empfehlen Mikronährstoff-Experten pro Tag zwischen 100 und 300 Milligramm Coenzym Q10. Am besten sollte es zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da das Fett aus Lebensmitteln die Coenzym-Q10-Aufnahme im Darm verbessert.

Tipp

Coenzym Q10 nimmt der Körper in Form von Ubiquinol besser auf als Ubichinon. Studien zeigen, dass sich mit Ubiquinol höhere Werte im Blut erzielen lassen als mit Ubichinon. Zudem muss Ubiquinol nicht erst aktiviert werden, da es bereits die aktive Form ist.

Zu beachten bei Einnahme von Blutgerinnungshemmern

Coenzym Q10 kann die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern herabsetzen. Hierzu zählen die Wirkstoffe Phenprocoumon und Warfarin. Dies kann bereits für Dosierungen zwischen 30 und 100 Milligramm Coenzym Q10 auftreten. Deshalb sollte die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden.

L-Carnitin: Fette in Energie umwandeln

Wirkweise von L-Carnitin

L-Carnitin ist unerlässlich für die Energiegewinnung aus Fett: Die Bausteine der Fette, die Fettsäuren, können nur in die Mitochondrien transportiert werden, wenn sie an L-Carnitin gebunden sind. L-Carnitin trägt zudem zur Entgiftung der Mitochondrien bei, indem es überschüssige mittel- und langkettige Fettsäuren abtransportiert. Bei einer unzureichenden Versorgung mit L-Carnitin sammeln sich giftige Stoffwechselzwischenprodukte in der Zelle an und es kommt zur Störung des Energiestoffwechsels.

Ein L-Carnitin-Mangel wird mit dem chronischen Erschöpfungssyndroms in Zusammenhang gebracht: In einer kleinen Studie an 38 Betroffenen zeigten diejenigen mit höheren L-Carnitin-Werten weniger ausgeprägte Beschwerden als diejenigen mit niedrigem Gehalt im Blut. Auch bei Teilnehmer einer ersten klinischen Studie, die L-Carnitin einnahmen, schnitt es gut ab: L-Carnitin war deutlich besser verträglich und wirksamer als ein Kontrollwirkstoff (Amantadin), der versuchsweise beim chronischen Erschöpfungssyndrom eingesetzt wird. Beide Stoffe erhielten die Teilnehmer zwei Monate lang. Die größten Verbesserungen durch L-Carnitin traten zwischen der vierten und achten Studienwoche auf.

Mitochondriale Myopathien sind eine Gruppe von seltenen angeborenen Muskelerkrankungen. In einer kleinen, aber hochwertigen Studie steigerte die zweimonatige Einnahme von 3.000 Milligramm L-Carnitin die Leistungsfähigkeit bei Ausdauerbelastungen deutlich stärker als die Einnahme eines Scheinmedikaments.

L-Carnitin: Dosierung und Einnahmeempfehlung

Mikronährstoff-Mediziner raten bei Mitochondriopathien zu 2.000 bis 4.000 Milligramm L-Carnitin täglich. Es wird empfohlen die Carnitin-Gesamtdosis über den Tag zu verteilen, zum Beispiel dreimal 1.000 Milligramm. Carnitin kann entweder zu den Mahlzeiten eingenommen werden oder unabhängig davon – die Einnahme zu einer Mahlzeit erhöht allerdings die Verträglichkeit für den Magen.

B-Vitamine sind essentiell für den Energiestoffwechsel

Wirkweise von B-Vitaminen

Lebensmittel mit Vitamin B2
Energiemangel könnten dazu beitragen, dass Migräne-Attacken leichter ausgelöst werden, indem die Erregbarkeitsschwelle für Krankheitsauslöser erniedrigt wird. Bild: bit245 /iStock/Getty Images Plus

B-Vitamine sind an mehreren Stellen der Energiegewinnung wichtig:

  • Vitamin B1 schleust Kohlenhydrate zur Energiegewinnung in den Citratzyklus. Ein Mangel verursacht eine verminderte Aktivität von VitaminB1-abhängigen Enzymen. Folgen sind eine gedrosselte Energieproduktion und unumkehrbare Schäden der Mitochondrien.
  • Die Wirkformen von Vitamin B2 sind Teil von Enzymen, die beim letzten Schritt der Energieherstellung gebraucht werden. Zudem hilft Vitamin B2, oxidativen Stress zu vermeiden: Es ist bei der Regeneration eines Schutzstoffs (Glutathion) beteiligt. Dieser Stoff wird verbraucht, wenn aggressive Verbindungen abgefangen werden. Daneben ist Vitamin B2 zusammen mit Niacin (Vitamin B3)am Fettsäureabbau beteiligt.
  • Vitamin B12 wird benötigt, damit Fette und Kohlenhydrate zu Energie umgewandelt werden. Zudem trägt es zum Schutz der Nervenzellen bei, weshalb Vitamin B12 besonders bei Nervenbeschwerden eingesetzt wird. Vitamin B12 ist ebenfalls effektiv bei der Senkung vonnitrosativem Stress, da es reaktive StickstoffVerbindungen abfangen kann, die durch die Zellen des Immunsystems bei Entzündungen produziert werden.

Bei Migräne tragenvermutlich oxidativer Stress, Fehlfunktionen bei der Energieproduktion sowie Entzündungen zur Entstehung von Migräneattacken bei. Daher erwägen Wissenschaftler und Ärzte den Einsatz von Vitamin B2. Die Mehrheit der bisherigen Studien deutet darauf hin, dass Vitamin B2 die Energieproduktion der Zellen verbessert und Migräneattacken vorbeugt. Zudem treten unter Vitamin-B2-Einnahme die Attacken seltener auf, sind kürzer und weniger stark ausgeprägt.

Auch bei Autismus spielen vermutlich Mitochondriopathien eine Rolle. Aus ersten Untersuchungen ist bekannt, dass Kinder mit Autismus häufig defekte Mitochondrien aufweisen. Obwohl die Studienlage begrenzt ist, zeigten erste Versuche mit B-Vitaminen bei Betroffenen positive Effekte – besonders Vitamin B12 und Folsäure in Kombination mit Coenzym Q10 und Carnitin. Zukünftig sind weitere Studien notwendig, um die bisherigen Beobachtungen zu bestätigen.

 

Bei der Erbkrankheit Leigh-Syndrom liegt ein Defekt des Energiestoffwechsels durch geschädigte Mitochondrien vor. Neben Krampfanfällen leiden Patienten häufig an obstruktiver Schlafapnoe. Diese Atmungsstörung führt während des Schlafes zu einem Zusammenbruch des Rachenraumes. Dadurch werden die oberen Atemwege blockiert und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt. Erste Erfahrungsberichte zeigen, dass die hoch dosierte Gabe von Vitamin B1 in Kombination mit Coenzym Q10, L-Carnitin sowie den Vitaminen C und E die Beschwerden der Schlafapnoe bei Leigh-Syndrom-Patienten lindern kann.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Da B-Vitamine im Stoffwechsel und bei der Energiegewinnung eng zusammenarbeiten, ist die Ergänzung des gesamten Vitamin-B-Komplexes im Rahmen der Mikronährstoff-Medizin empfehlenswert. Folgende Dosierungen sind bei Mitochondriopathien sinnvoll:

  • Vitamin B1: 100 bis 300 Milligramm
  • Vitamin B2: 50 bis 400 Milligramm
  • Vitamin B12: 100 bis 1.000 Mikrogramm
  • Folsäure: 400 Mikrogramm
  • Niacin: 50 bis 75 Milligramm

B-Vitamine: zu beachten bei Schwangerschaft und Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Schwangere und stillende Frauen sollten hoch dosierte B-Vitamine nur bei einem nachgewiesenen Mangel und in Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Nierenpatienten sollten Vitamin B12 nicht in Form von Cyanocobalamin einnehmen, sondern als Methylcobalamin, da hoch dosiertes Cyanocobalamin für sie vermutlich schädlich ist.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt ist die Gabe hoch dosierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Hohe Dosen an Vitamin B12 (60 bis 400 Mikrogramm pro Tag) und Folsäure (800 bis 1.200 Mikrogramm pro Tag) sollten dann vermieden werden.

Die Einnahme hoher Dosen Niacin kann eine bestehende Gicht verschlechtern und die Wirkung des Medikaments Allopurinol beeinträchtigen. Wer an Gicht leidet, sollte daher eine Einnahme von Niacin mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Niacin sollte nicht gemeinsam mit bestimmten Antibiotika, den Tetracyclinen, eingenommen werden, da es deren Aufnahme in den Körper behindert. Empfohlen wird ein Einnahmeabstand von zwei bis drei Stunden. Auch Folsäure vermindert die Wirkung von Antibiotika mit den Wirkstoffen Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin.

Niacin in Form von hoch dosierter Nicotinsäure steigert die Wirkung von Blutverdünnern (zum Beispiel Phenprocoumon) und Blutdrucksenkern (zum Beispiel Ramipril). Eine Einnahme sollte daher mit dem Arzt besprochen werden.

Magnesium schützt vor Energiemangel

Wirkweise von Magnesium

Magnesium hat vielfältige Aufgaben im Energiehaushalt: Es ist zum Beispiel an der Speicherung und Freisetzung der Energie beteiligt. Fehlt Magnesium, kommt es zu einem Energiemangel. Zudem treten bei Magnesiummangel vermehrt Muskelkrämpfe oder Kopfschmerzen auf. Eine weitere Folge ist die Entstehung von nitrosativem Stress, der eine Ursache von Defekten in Mitochondrien ist. Häufig steht ein Magnesiummangel mit Mitochondriopathien in Zusammenhang.

Chronisches Erschöpfungssyndrom: In einer ersten Studie an 138 Patienten wies ein Großteil einen Magnesiummangel auf. Gleichzeitig wurde bei ihnen eine mitochondriale Fehlfunktion diagnostiziert. Je ausgeprägter diese Fehlfunktion war, desto ausgeprägter waren die Beschwerden der Krankheit. Das zusätzliche Spritzen von Magnesium in die Muskulatur verbesserte dagegen in einer hochwertigen Studie die Symptome des chronischen Erschöpfungssyndroms sowie das emotionale Befinden. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob alle Patienten darauf ansprechen.

Nervenerkrankungen: Da Magnesium wichtig für die Weiterleitung von Nervensignalen ist, wird derzeit der Einsatz bei verschiedenen Nervenerkrankungen diskutiert. Mögliche Anwendungsgebiete sind Migräne, Epilepsie, Depressionen, Parkinson und Alzheimer. Inwiefern Magnesium bei diesen Erkrankungen wirksam ist, muss zukünftig durch Studien geprüft werden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Bei Mitochondriopathien und damit einhergehenden Erkrankungen ist es empfehlenswert, täglich 200 bis 900 Milligramm Magnesium einzunehmen. Bei einer dauerhaften Einnahme höherer Dosierungen (über 250 Milligramm) ist es sinnvoll, wenn ein Arzt die Blutwerte überwacht.

Da Magnesium in Dosierungen von über 300 Milligramm bei empfindlichen Menschen Durchfall auslösen kann, sollte es bei höheren Mengen auf den ganzen Tag aufgeteilt werden.

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Magnesium kommt hauptsächlich in roten Blutzellen vor. Deshalb sollte es am besten im Vollblut gemessen werden. Dieses enthält alle roten Blutzellen und eine Messung ist daher aussagekräftiger als eine Bestimmung im Serum (Blutflüssigkeit ohne rote Blutzellen). Normalwerte liegen zwischen 1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter. Mikronährstoff-Mediziner empfehlen Patienten, ihre Magnesiumwerte ein- bis zweimal im Jahr überprüfen zu lassen.

Magnesium: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Magnesium kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Arzneimitteln die Wirkung herabsetzen, da es sich an sie bindet. Daher sollten Arzneimittel mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden eingenommen werden. Dazu zählen:

  • bestimmte Antibiotika wie Ciprofloxacin, Enoxacin, Levofloxacin und Doxycyclin
  • Osteoporose-Wirkstoffe (Bisphosphonate) wie Alendronat, Clodronat oder Etidronat

Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen sollten Magnesium nicht zusätzlich einnehmen. Geschädigte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht gut ausscheiden. Das Magnesium aus Mineralstoffpräparaten würde sich daher im Blut anreichern.

Antioxidantien und Pflanzenstoffe schützen Mitochondrien vor oxidativem Stress

Wirkweise von Antioxidantien und Pflanzenstoffen

Die Vitamine C und E sowie der Mineralstoff Selen und zahlreiche Pflanzenstoffe schützen Mitochondrien vor oxidativem Stress. Zudem können Vitamin C und Selen auch nitrosativem Stress vorbeugen, indem sie schädliche Stickstoff-Verbindungen neutralisieren. Erste kleine Studien zeigen, dass die Gabe von Vitamin C über Infusionen bei Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom zur Besserung der Symptome beitragen könnte. In einer Beobachtungsstudie wiesen Fibromyalgie-Patienten deutlich niedrigere Selenwerte als gesunde Teilnehmer auf. Daher sollten Betroffene auf eine ausreichende Selenversorgung achten. Größere Studien müssen die Ergebnisse noch bestätigen.

Auch die Einnahme von Anthocyanidinen, die zum Beispiel in roten Trauben oder Rotwein enthalten sind, kann bei Fibromyalgie hilfreich sein. In einer kleinen hochwertigen Studie linderten 80 Milligramm Anthocyanidine Schlafstörungen und Erschöpfungssymptome deutlich stärker als ein Scheinmedikament.

Aus Tier- und Laborstudien ist bekannt, dass Ginkgo biloba durch seine antioxidativen Eigenschaften einen schützenden Einfluss auf die Mitochondrien hat. So korrigierte die Einnahme von Ginkgo-Extrakt Fehlfunktionen der Mitochondrien und steigerte deren Energieausbeute. Forscher vermuten, dass Ginkgo deshalb auch bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer positiv wirkt.

Ebenso schützend auf die Mitochondrien wirken das im grünen Tee vorkommende Epigallocatechingallat (EGCG) und Curcumin aus Curcuma. In Tierversuchen verhinderten beide Stoffe oxidativen Stress und trugen dazu bei, dass der Energiestoffwechsel in den Mitochondrien störungsfrei ablaufen konnte.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien und Pflanzenstoffen

Bei Mitochondriopathien werden 1.000 bis 3.000 Milligramm Vitamin C, 100 Mikrogramm Selen und bis zu 50 Milligramm Vitamin E empfohlen. Als Basisabsicherung mit Antioxidantien sind Nährstoffpräparate mit allen acht Vitamin-E-Formen vorzuziehen (vollständiger Vitamin-E-Komplex). Bei Pflanzenstoffen wie Anthocyanidinen, Ginkgo, Epigallocatechingallat und Curcumin ist eine Mischung sinnvoll. In Kombinationspräparaten ist die Dosierung aufeinander abgestimmt.

Info

Vitamin C kann die Aufnahme von Selen aus der Verbindung Natriumselenit hemmen. Deshalb sollte ein Einnahmeabstand von ein bis zwei Stunden zwischen Vitamin C und Selen eingehalten werden. Achten Sie bei Kombinationspräparaten darauf, dass die Verbindung Natriumselenat enthalten ist. Selen aus der Nahrung wird nicht durch Vitamin C gehemmt.

Im Labor bestimmen lassen: oxidativer Stress und Selen

Um oxidativen Stress im Labor zu bestimmen, gibt es je nach Labor verschiedene Methoden – zum Beispiel der antioxidative Status (Normalwert 1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter). Die Normalwerte können je nach Messmethode schwanken. Es gelten die jeweils von den Labors angegebenen Normalwerte.

Auch können die geschädigten Zellbestandteile gemessen werden oder die Gehalte der Antioxidantien im Blut. Empfehlenswert ist die Bestimmung von Selen. Idealerweise wird Selen im Vollblut bestimmt. Vollblut enthält alle Blutzellen und zeigt die Langzeitversorgung mit Selen. Die Werte sollten zwischen 120 und 150 Mikrogramm pro Liter liegen.

Zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenten

Nierenerkrankungen: Bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sollten Sie nicht mehr als 500 Milligramm Vitamin C täglich einnehmen. Eine schwache Niere kann hohe Vitamin-C-Dosen nicht verarbeiten. Mögliche Folgen sind Harnsteine oder Oxalatablagerungen. Auch bei einer Neigung zu Nierensteinen sind hohe Vitamin-C-Mengen über 1.000 Milligramm zu vermeiden. Gleiches gilt für Selen bei Nierenerkrankungen: Selenpräparate sollten nur eingenommen werden, wenn der Selengehalt im Blut regelmäßig kontrolliert wird.

Eisenüberladung: Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten bei Menschen mit krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) höhere Vitamin-C-Gaben nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Omega-3-Fettsäuren halten Entzündungen in Schach

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wie die Eicosapentaensäure (EPA) aus Fischöl wirken entzündungshemmend, indem sie die Produktion von entzündungsfördernden Substanzen herabsetzen. Darüber hinaus besitzen Omega-3-Fettsäuren antioxidative Eigenschaften. Beides senkt den oxidativen Stress auf die Mitochondrien. Omega-3-Fettsäuren werden in die Membran der Mitochondrien von Muskelzellen eingebaut, also dort, wo sie direkt gebraucht werden. Omega-3-Fettsäuren könnten deshalb die Mitochondrien schützen.

Vermutlich haben Omega-3-Fettsäuren bei Erkrankungen, die mit einer Fehlfunktion der Mitochondrien in Zusammenhang stehen, einen positiven Einfluss. Dazu gehören Parkinson, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Im Rahmen der Mikronährstoff-Medizin liegen die Dosierungen bei Mitochondriopathien meist zwischen 1.000 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag. Empfehlenswert ist ein Präparat, das EPA enthält. Omega-3-Fettsäuren sollten immer mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, da sie sonst im Darm nicht gut aufgenommen werden.

Tipp

Die Omega-3-Fettsäure EPA kommt in Fischöl vor. Achten Sie bei Fischölpräparaten auf die Qualität. Hochwertige Präparate sind speziell gereinigt, sodass keine unerwünschten Rückstände enthalten sind.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen: Omega-3-Index

Mithilfe eines Bluttests kann der Anteil der Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutkörperchen bestimmt werden – der sogenannte Omega-3-Index. Er wird in Prozent angegeben. Ein Ergebnis von fünf bis acht Prozent ist der Durchschnitt und bedeutet, dass fünf bis acht von 100 Fettsäuren in den roten Blutkörperchen wertvolle Omega-3-Fettsäuren sind. Als optimal gilt ein Wert von acht bis elf Prozent.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Blutverdünnern sowie Leber- und Nierenerkrankungen

Omega-3-Fettsäuren können blutverdünnend wirken. Ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm können sie deshalb die Wirkung der Blutgerinnungshemmer verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt. Zu den Blutverdünnern zählen die Wirkstoffe Phenprocoumon, Warfarin, Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin und neue orale Antikoagulanzien wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.

Bei plötzlich auftretenden Leber- oder Nierenerkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zuvor mit dem Arzt abklären.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag bei Mitochondriopathie

Vitamine

 

Vitamin B1

100 bis 300 Milligramm (mg)

Vitamin B2

50 bis 400 Milligramm

Vitamin B12

100 bis 1.000 Mikrogramm (µg)

Folsäure

400 Mikrogramm

Niacin

50 bis 75 Milligramm

Vitamin C

1.000 bis 3.000 Milligramm

Vitamin E

bis 50 Milligramm

  

Mineralstoffe

 

Magnesium

200 bis 900 Milligramm

Selen

100 Mikrogramm

  

Sonstige Nährstoffe

 

Coenzym Q10

100 und 300 Milligramm

L-Carnitin

2.000 und 4.000 Milligramm

Omega-3-Fettsäuren

1.000 und 2.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Mitochondriopathien

 

Normalwerte

Magnesium

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Antioxidativer Status

1,13 bis 1,57 Millimol pro Liter*

Selen

120 bis 150 Mikrogramm pro Liter (µg/l)

Omega-3-Index

5 bis 8 Prozent

*Werte und Einheiten sind je nach Labor und Methode sehr unterschiedlich.

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Zusammenfassung

Bei einer Mitochondriopathie ist der Energiestoffwechsel der Mitochondrien gestört oder fällt ganz aus. Man unterscheidet zwei Arten: primäre Mitochondriopathien, die vererbt werden, und sekundäre Mitochondriopathien, die im Laufe des Lebens durch zellschädigende Stoffe wie Arzneimittel oder Schwermetalle hervorgerufen werden.

Bei der Behandlung von Mitochondriopathien stützt sich die Mikronährstoff-Medizin auf mehrere Säulen. Eine davon ist, die Gifte zu beseitigen, welche die Mitochondrien schädigen. Daneben sollen Entzündungen gelindert und Mitochondrien vor freien Radikalen sowie anderen schädlichen Stoffen geschützt werden.

Bestimmte Mikronährstoffe, sogenannte mitotrope Nährstoffe, sind für die Energieproduktion in den Mitochondrien unentbehrlich. Sie können die Mitochondrien stärken – und dadurch den Verlauf von Mitochondriopathien positiv beeinflussen. Dazu zählen Coenzym Q10, L-Carnitin und die B-Vitamine wie Vitamin B1, B2, B12, Niacin und Folsäure. Auch der Mineralstoff Magnesium wird für die Energiegewinnung in den Mitochondrien benötigt.

Antioxidantien wie die Vitamine C und E, Selen sowie verschiedene Pflanzenstoffe – zum Beispiel Anthocyanidine, Epigallocatechingallat und Curcumin – schützen die Mitochondrien vor Schäden durch freie Radikale. Omega-3-Fettsäuren wirken dagegen entzündungshemmend und dämpfen dadurch Folgen von oxidativem Stress ab.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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