Hypertriglyceridämie mit Mikronährstoffmedizin natürlich behandeln

Wie ausgewählte Vitamine und Omega-3-Fettsäuren erhöhte Triglyceridwerte senken und die Entstehung von Folgeerkrankungen vermeiden

Erhöhte Triglyceridwerte im Blut tragen dazu bei, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigt. Die Mikronährstoffmedizin kann helfen, erhöhte Triglyceridwerte zu senken. In einigen Fällen lässt sich so auch die Medikamentendosis reduzieren oder der Einsatz von Medikamenten vermeiden. Zudem können Vitamine und Mineralstoffe das Risiko für Folgeerkrankungen senken. Erfahren Sie hier mehr zu den Mikronährstoffen, die Ihnen bei erhöhten Triglyceridwertenim Blut und der Therapie begleitend zur Verfügung stehen.

Abbildung des Inneren einer Vene
Erhöhte Triglyceridwerte im Blut tragen dazu bei, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigt. Die Mikronährstoffmedizin kann Medikamente zur Senkung erhöhter Triglyceride unterstützen. Bild: Naeblys/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Was ist eine Hypertriglyceridämie?

Erhöhten Triglyceridwerten liegt eine Störung des Fettstoffwechsels zugrunde. Triglyceride werden auch Neutralfette genannt. Sie kommen in der Nahrung vor und der Körper produziert sie im Stoffwechsel. Hohe Werte dieser Fette im Blut werden Hypertriglyceridämie genannt. Neben den Triglyceriden gibt es weitere Blutfette, wie zum Beispiel das Cholesterin.

Unter den Blutfetten sind zwar vor allem hohe Werte an Cholesterin gefährlich, insbesondere das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Erhöhte Triglyceridwerte verschlimmern aber die Situation.

Ursachen erhöhter Triglyceridwerte

Für eine Hypertriglyceridämie gibt es eine Reihe verschiedener Ursachen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Vererbung (genetische Veranlagung: primäre Hypertriglyceridämie)
  • starkes Übergewicht (Adipositas) und ungesunde Ernährung (hoher Anteil von Einfachzuckern)  
  • Stoffwechselerkrankungen, zum Beispiel ein Diabetes mellitus und die Vorform mit gestörter Zuckerverwertung (metabolisches Syndrom)
  • Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Schwangerschaft (Während des ersten Drittels verdoppelt sich der ursprüngliche Triglyceridspiegel natürlicherweise; dies ist allerdings meist nicht behandlungsbedürftig.)
  • bestimmte Medikamente (zum Beispiel Corticosteroide, Antihypertensiva, Beta-Blocker, Anionenaustauscher, Antiöstrogene, Ciclosporin)
  • Alkohol

Symptome von erhöhten Triglyceriden und Begleiterkrankungen

Erhöhte Triglyceridwerte verursachen nicht sofort klar erkennbare Symptome und bleiben deshalb oft unbemerkt. Auf die Dauer tragen sie aber zur Schädigung der Blutgefäße bei. Das erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und koronare Herzkrankheit.

Hohe Fettwerte treten häufig beim sogenannten metabolischen Syndrom auf. Das metabolische Syndrom gilt als Vorform von Typ-2-Diabetes. Es ist gekennzeichnet durch:

  • starkes Übergewicht
  • hohe Fettwerte (Triglyceridwerte)
  • Bluthochdruck
  • gelegentlich erhöhten Blutzuckerspiegel (beginnende Insulinresistenz)
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Ziele der Behandlung

Wie wird eine Hypertriglyceridämie behandelt?

Die Therapie erhöhter Triglyceride hat das Ziel, die Triglyceridspiegel im Blut zu senken und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern. Ein erster Behandlungsansatz dazu ist die Veränderung des Lebensstils:

  • Verzicht auf Alkohol und Rauchen
  • weniger Transfette und gesättigte Fettsäuren in der Nahrung, vor allem weniger Fette aus tierischen Lebensmitteln
  • maßvoller Verzehr von schnell verdaulichen Kohlenhydraten (Zucker und Stärke)

Schnell verdauliche Kohlenhydrate sind als Zucker in Süßigkeiten, Soft Drinks, Säften oder Smoothies, Kuchen und im Haushaltszucker enthalten. Kohlenhydrate werden auch mit stärkehaltigen Produkten aufgenommen, wie Weißbrot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Mit weniger Kohlenhydraten in der Nahrung kann der Anteil an Triglyceriden im Blut teilweise um mehr als 50 Prozent gesenkt werden. Zu empfehlen ist eine ausgewogene Vollwerternährung mit frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten (Ballaststoffe) und Fisch.

Expertenwissen

Aus Zucker wird Fett: Der Körper wandelt überschüssigen Zucker (Glucose) in der Leber in Fette um. Folge ist bei einer sehr kohlenhydrathaltigen Ernährung, dass die Triglyceride im Blut ansteigen. Besonders bei schnell verdaulichen Kohlenhydraten (Zucker) muss die Leber schnell große Mengen verstoffwechseln. Das kann zu Problemen führen.

Die Werte der Triglyceride im Blut verbessern sich zudem durch gesteigerte körperliche Aktivität im Alltag.

Allerdings reichen die Veränderungen des Lebensstils manchmal nicht aus und die Triglyceridwerte sind trotz gesunder Ernährung erhöht. Dann erhalten Hochrisikopatienten (mit Triglyceridwerten von mehr als 2,3 Millimol pro Liter beziehungsweise 200 Milligramm pro Deziliter Blut) ein fettsenkendes Medikament – ein sogenanntes Statin. Beispiel für Statine sind: Atorvastatin (zum Beispiel Sortis®), Fluvastatin (Cranoc® oder Locol®), Lovaststin (Mevinacor®), Pravastatin (beispielsweise Mevalotin® sowie Pravagamma®), Rosuvastatin (Crestor®) oder Simvastatin (Zocor®).

Liegen auch erhöhte Cholesterinwerte vor, werden Statine zum Teil auch mit Fibraten kombiniert (zum Beispiel Cedur®, Lipathyl®, Trilipix®).

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Es stehen verschiedene Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung, um die klassische Behandlung erhöhter Triglyceride im Blut sinnvoll zu unterstützen und um das Risiko für Folgeerkrankungen weiter zu verringern:

  • Omega3-Fettsäuren senken Triglyceridwerte und schützen das Herz.
  • Magnesium verbessert den Fettstoffwechsel und kann das Herz-Kreislauf-System schützen.
  • Vitamin C unterstützt den Triglyceridabbau.
  • Niacin kann die Herstellung von Triglyceriden in der Leber hemmen.
  • Carnitin ist wichtig für die körpereigene Energiegewinnung über den Abbau von Fettsäuren.
  • Vitamin D schützt das HerzKreislauf-System.
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Behandlung mit Mikronährstoffen

Omega-3-Fettsäuren senken Triglyceride und schützen das Herz

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Unter Einfluss von Omega-3-Fettsäuren werden weniger triglyceridreiche Fettverbindungen im Körper gebildet. Zudem gibt es Hinweise, dass Triglyceride durch Omega-3-Fettsäuren verstärkt abgebaut werden. In der Folge sinkt der Triglyceridspiegel im Blut und das gute Cholesterin (HDL-Cholesterin) steigt an. HDL-Cholesterin hat im Gegensatz zum schlechten LDL-Cholesterin eine gefäßschützende Wirkung.

Insgesamt ist die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei erhöhten Triglyceriden gut belegt. Eine große Aufarbeitung von 20 hochwertigen Studien mit Diabetikern zeigt im Durchschnitt eine leichte Senkung der Werte. Die Senkung ist dabei abhängig von den Ausgangswerten und der Dosierung an Omega-3-Fettsäuren.

Zudem tragen Omega-3-Fettsäuren zum Herzschutz bei: Vor allem Eicosapentaensäure (EPA) aus Fischöl wirkt entzündungshemmend und schützt deshalb vor Folgeerkrankungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) empfiehlt 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren am Tag bei zu hohen Blutfettwerten. Auch die European Heart Association macht eine allgemeine Empfehlung: Wenn die Fettwerte zu hoch sind (über 200 Milligramm pro Deziliter Blut) und Fibrate nicht eingesetzt werden können, sind Omega-3-Fettsäuren eine weitere Behandlungsmöglichkeit.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Zur unterstützenden Behandlung bei einer Hypertriglyceridämie können Omega-3-Fettsäuren in einer Dosierung von 1.000 bis 2.000 Milligramm pro Tag eingesetzt werden. Sinnvoll sind Omega-3-Präparate aus Fischöl, die reich sind an der Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA). Sie wirkt stark entzündungshemmend und ist daher auch zum Schutz vor Folgeerkrankungen empfehlenswert. Bei stark erhöhten Triglyceridspiegeln empfehlen Experten in Einzelfällen auch eine Dosierung von bis zu 4.000 Milligramm pro Tag.

Nehmen Sie Omega-3-Fettsäuren immer im Rahmen einer fetthaltigen Mahlzeit zu sich, damit diese gut vom Darm ins Blut aufgenommen werden können.

Lebensmittel die Omega-3-Fettsäure beinhalten
Nehmen Sie die Omega-3-Fettsäuren immer im Rahmen einer fetthaltigen Mahlzeit zu sich, damit diese gut vom Darm ins Blut aufgenommen werden können. Bild: kireewongfoto /iStock/Getty Images Plus

Tipp

Fisch und pflanzliche Öle, wie zum Beispiel Leinöl, sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren; dabei scheinen aber die Fischöle zur Senkung der Triglyceridwerte besser zu wirken. Achten Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln, die Fischöl enthalten, besonders auf eine gute Qualität. Minderwertige, nicht gereinigte Präparate enthalten häufig Rückstände, die für den Menschen schädlich sind.

Der Omega-3-Index: Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Der Omega-3-Index gibt an, wie gut Ihr Körper mit Omega-3-Fettsäuren versorgt ist. Der Arzt lässt hierzu im Labor bestimmen, wie hoch der Anteil an Omega-3-Fettsäuren in den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten, ist. Da der Omega-3-Index in Prozent angegeben wird, bedeutet ein Ergebnis von beispielsweise acht, dass in den roten Blutkörperchen acht von 100 Fettsäuren Omega-3-Fettsäuren sind.

Werte von fünf bis acht Prozent sind Durchschnittswerte. Idealerweise sollte der Omega-3-Index bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aber zwischen acht und elf Prozent liegen.

Zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Omega-3-Fettsäuren wirken blutverdünnend und können Blutverdünner verstärken. Bei Einnahme solcher Medikamente wie zum Beispiel Aspirin®, Clexane®, Marcumar®, Pradaxa®, Rivaroxaban® oder Coumadin® ist ab einer Dosis von 1.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren Vorsicht geboten. Sprechen Sie deshalb vor der Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt und lassen Sie während der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren Ihre Blutgerinnungszeit regelmäßig kontrollieren.

Auch vor einer geplanten Operation sollten Sie aufgrund der verlängerten Blutgerinnungszeiten mit Ihrem Arzt besprechen, ob es sinnvoll ist, die Omega-3-Fettsäuren abzusetzen oder niedriger zu dosieren. Nach einer Operation bestehen hingegen keine Bedenken, zumal Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken und die Wundheilung fördern können. Bei einer Blutgerinnungsstörung, wie zum Beispiel der Bluterkrankheit (Hämophilie), ist es ratsam, vor der Einnahme einen Arzt zurate zu ziehen.

Menschen, die an einer akuten Leber- oder Nierenerkrankung, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer akuten Gallenblasenentzündung leiden, sollten keine Omega-3-Präparate zu sich nehmen.

Magnesium reguliert den Fettstoffwechsel und kann das Herz-Kreislauf-System schützen

Wirkweise von Magnesium

Magnesiumkapseln
Als Regulator von mehr als 300 Enzymsystemen im Organismus beeinflusst Magnesium auch den Fettstoffwechsel. Es wirkt in der Theorie in etwa wie ein Statin. Bild: Dmitrii Khvan /iStock/Getty Images Plus

Als Regulator von mehr als 300 Enzymsystemen im Körper beeinflusst Magnesium auch den Fettstoffwechsel. Magnesium wirkt unter anderem an derselben Stelle wie ein Statin, nämlich dem ersten Schritt der Cholesterinherstellung. Zudem wird Magnesium für ein weiteres Enzym benötigt, das LDL-Cholesterin und Triglyceride im Blut senkt und das gute HDL-Cholesterin erhöht (Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase).

Eine systematische Aufarbeitung der kontrollierten Studien bei Diabetikern zeigt, dass eine Ergänzung von Magnesium neben den Blutzuckerwerten auch die Werte von Triglyceriden günstig beeinflussen kann. Das betrifft sehr wahrscheinlich nur Diabetespatienten, die zu niedrige Magnesiumwerte haben. Wurden die Magnesiumwerte vorher nicht bestimmt, war in hochwertigen Studien kein Effekt nachzuweisen. Dies lässt darauf schließen, dass Magnesium nur bei einem Mangel wirkt.

Möglicherweise kann die begleitende Behandlung mit Magnesium aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetes verringern: Eine Einnahme von Magnesium hat positive Effekte bei Arteriosklerose, koronarer Herzerkrankung und Bluthochdruck.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Für die dauerhafte tägliche Einnahme sind 250 Milligramm Magnesium geeignet. Liegen erhöhte Triglyceridwerte und Magnesiummangel vor, raten Mikronährstoffmediziner dazu, vorübergehend täglich bis zu 600 Milligramm Magnesium einzunehmen.

Bei Magnesiummengen über 300 Milligramm kann es zu leichtem Durchfall kommen. Dann sollte die Dosis auf mehrere Portionen pro Tag verteilt werden.

Magnesium wird zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen. So wird es besser aufgenommen und die Verträglichkeit für den Magen ist größer.

Magnesium im Labor bestimmen lassen

Die Bestimmung von Magnesium erfolgt im Vollblut, in dem alle roten Blutzellen enthalten sind. Dies ist aussagekräftiger als die Bestimmung im Serum (Blutflüssigkeit ohne Zellen), da Magnesium im Blut hauptsächlich in den roten Blutzellen zu finden ist. Der Normwert für Magnesium im Vollblut liegt bei 1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter. Ein Wert von unter 1,38 Millimol Magnesium pro Liter Vollblut weist auf einen Magnesiummangel hin.

Zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

Wenn Sie bestimmte Antibiotika oder Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate) einnehmen, sollten Sie mindestens zwei Stunden warten, bevor Sie ein Magnesiumpräparat zu sich nehmen. Magnesium kann sich sonst im Magen-Darm-Trakt an die Wirkstoffe anlagern und sie dadurch unwirksam machen. Vorsicht gilt unter anderem bei diesen Medikamenten:

  • Gyrasehemmer: Ciprofloxacin (zum Beispiel Ciloxan®, Ciprobay), Enoxacin (zum Beispiel Enoxor®), Levofloxacin (zum Beispiel Tavanic®), Moxifloxacin (zum Beispiel Avalox®), Norfloxacin (zum Beispiel Bactracid®, Norfluxx®) und Ofloxacin (zum Beispiel Floxal®, Tarivid®)
  • Tetrazykline: Tetracyclin (zum Beispiel Achromycin®, Supramycin®, Tefilin®), Doxycyclin (zum Beispiel Supracyclin®, Vibramycin®) und Minocyclin (zum Beispiel Aknosan®, Skinocyclin®)
  • Bisphosphonate: Alendronat (zum Beispiel Fosamax®, Tevanate®), Clodronat (zum Beispiel Bonefos®), Etidronat (zum Beispiel Didronel®), Ibandronat (zum Beispiel Bondronat®), Pamidronat (zum Beispiel Aredia®), Risedronat (zum Beispiel Actonel®) und Tiludronat (zum Beispiel Skelid®)

Menschen, die an einer Nierenerkrankung leiden, können überschüssiges Magnesium nicht ausreichend über die Nieren ausscheiden. Damit sich Magnesium nicht im Blut anreichert, sollten Betroffene keine Magnesiumpräparate zu sich nehmen.

Vitamin C unterstützt den Triglyceridabbau

Wirkweise von Vitamin C

Vitamin C macht es unter anderem möglich, dass Fett transportierende Teilchen (VLDL) verstärkt aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Vitamin C ist außerdem an Stoffwechselprozessen beteiligt, bei denen Fettsäuren in Energie umgewandelt werden, sodass die Konzentrationen der Fette im Blut sinken kann.

Im Tierversuch führte ein Vitamin-C-Mangel zu erhöhten Triglyceridwerten und verstärkter Ablagerung von Triglyceriden in der Leber. Eine Aufarbeitung kontrollierter Studien zeigt auf, dass eine Einnahme von Vitamin C generell bei allen Probanden zusammengenommen (darunter auch gesunde) keinen deutlichen Einfluss auf die Konzentrationen von Blutfetten wie den Triglyceriden hat. Bestimmten Patienten half die Behandlung aber:

  • Patienten mit Fettstoffwechselstörungen
  • Diabetikern
  • Personen mit Vitamin-C-Mangel

Eine Reihe kontrollierter Studien belegt, dass Vitamin C in einer Dosierung von mindestens 500 Milligramm pro Tag über vier Wochen eingesetzt werden muss, um bei Patienten mit hohen Cholesterinwerten eine deutliche Verringerung des Cholesterin- und Triglyceridspiegels zu bewirken. Kontrollierte Studie bedeutet eine gute Studienqualität, da es eine Vergleichsgruppe mit einem Scheinmedikament gibt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin C

Eine tägliche Dosierung von 500 bis 1.000 Milligramm Vitamin C über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen kann versuchsweise eingesetzt werden, um den Fettstoffwechsel zu verbessern. Um die Verträglichkeit zu steigern, ist eine Einnahme von Vitamin C mit etwas Flüssigkeit zum Essen empfehlenswert. Verteilen Sie die Gesamtmenge am besten über den Tag: Mit steigender Dosierung (200 Milligramm) nimmt die Aufnahmefähigkeit des Darms für Vitamin C ab.

Vitamin C in Form der Ascorbinsäure ist sauer. Wenn Sie zu Problemen mit dem Magen oder zu Sodbrennen neigen, sollten Sie besser auf die magenschonende Form von basischen Vitamin-C-Verbindungen wie Calciumascorbat zurückgreifen.

Zu beachten bei Erkrankungen

Bei Nierenschwäche sollten Dosierungen von 500 Milligramm Vitamin C pro Tag nicht überschritten werden, um die Nieren nicht zusätzlich zu belasten und Harnsteine sowie Oxalatablagerungen im Gewebe zu vermeiden.

Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen ins Blut. Wenn Sie von krankhafter Eisenüberladung (Hämochromatose) betroffen sind, sollten Sie sich von Ihrem Arzt zu einer möglichen Dosierung von Vitamin C beraten lassen.

Niacin hemmt vermutlich die Herstellung von Triglyceriden

Wirkweise von Niacin

Der Mechanismus wie Niacin (Vitamin B3) erhöhte Triglyceridwerte senken kann, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich hemmt es in der Leber Enzyme, die Triglyceride herstellen. Dadurch kann Niacin die Triglyceridwerte senken, da aus der Leber weniger Triglyceride in das Blut abgegeben werden. Zudem kann Niacin das gute HDL-Cholesterin im Blut erhöhen, das eine gefäßschützende Wirkung hat.

In einer kleinen Vorstudie senkte bereits die kurzzeitige Niacineinnahme von einer Woche die Triglyceridwerte im Blut leicht (Senkung um 4 Prozent). Eine längere Einnahme von insgesamt zwei Jahren führte dagegen zu einer etwas stärkeren Triglyceridsenkung (Senkung um 8 Prozent) im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Dies zeigt eine weitere Vorstudie, an der knapp 3.500 Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen teilnahmen. Eingesetzt wurde in beiden Studien eine spezielle Niacinform, die langsam ins Blut abgegeben wird (zeitverzögerte Nicotinsäure).

Durch die Triglycerid-senkende Wirkung könnte sich Niacin auf bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken. Es liegen Hinweise aus einer großen Studie vor, dass Niacin das Auftreten eines Herzinfarktes nach sechs Jahren sowie die Gesamtsterblichkeit nach 15 Jahren reduzieren kann. Verglichen wurde die Einnahme von Niacin mit einem Scheinmedikament. Die knapp 4.000 Teilnehmer hatten in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt erlitten. Allerdings gibt es auch Studien, in denen eine solche Wirkung nicht nachgewiesen wurde. Deshalb ist die Frage, ob Niacin einen Einfluss auf bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, noch nicht abschließend geklärt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Niacin

Mikronährstoff-Mediziner empfehlen bei erhöhten Triglyceridwerten täglich 1.000 bis 2.000 Milligramm Niacin als Nicotinamid. Dabei sollte Niacin über den Tag verteilt eingenommen werden – zum Beispiel dreimal 400 Milligramm. Eine einzelne Dosis sollte 500 Milligramm nicht übersteigen. Niacin sollte zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

Achten Sie auf Niacinpräparate, die die Verbindung Nicotinamid enthalten. Sie ist besser verträglich, da sie langsamer ins Blut abgegeben wird. Bei Niacin als Nicotinsäure kann es zu einem Flush kommen. Dies ist zwar harmlos, jedoch sehr unangenehm. Zu den typischen Beschwerden zählen Hautrötungen, Hitzegefühl, Juckreiz und Kribbeln.

Zu beachten bei Schwangerschaft und Stillzeit, Medikamenteneinnahme und Erkrankungen

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte hoch dosiertes Niacin nur bei einem nachgewiesenen Mangel und in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Niacin hemmt die Aufnahme bestimmter Antibiotika im Darm und sollte deshalb nur mit einem Abstand von zwei bis drei Stunden eingenommen werden. Dazu zählen Tetrazykline wie Fluorex Plus® oder Mysteclin®.

Die Einnahme hoher Mengen Niacin kann eine bestehende Gicht verschlechtern und die Wirkung des Gichtmedikaments Allopurinol (zum Beispiel Zyloric®, Allobeta®) beeinträchtigen. Wer an Gicht leidet, sollte daher eine Einnahme von Niacin mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Die Wirkung von Blutverdünnern mit dem Wirkstoff Phenprocoumon (Marcumar®, Falithrom®) und Blutdrucksenkern mit Ramipril (Delix®, Ramiclaire®) kann durch hoch dosiertes Niacin in Form von Nicotinsäure gesteigert werden. Sprechen Sie eine Nicotinsäureeinnahme vorher mit Ihrem Arzt ab.

Carnitin reguliert die körpereigene Energiegewinnung über den Abbau von Fettsäuren

Wirkweise von Carnitin

Carnitin spielt im Energiestoffwechsel des Körpers eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten Aufgaben von Carnitin ist der Transport von Fettsäuren in die Energiekraftwerke des Körpers (Mitochondrien). Hier wird aus den Fettsäuren Energie gewonnen. Weiterhin hat Carnitin die Aufgabe, Abfallprodukte aus den Mitochondrien abzutransportieren und diese zu entgiften.  

Im Tierversuch wurde gezeigt, dass zugeführtes Carnitin bei Diabetes unter anderem die Konzentrationen von Triglyceriden und Cholesterin im Blut wieder normalisieren konnte. Übersichtsarbeiten, die mit einem Scheinmedikament kontrollierte Studien auswerten, zeigen unterschiedliche Ergebnisse: Carnitin war in einigen guten Studien wirksam, in anderen nicht. Positiv waren zwei kleinere kontrollierte Studien bei Diabetespatienten oder Patienten mit koronarer Herzkrankheit. Es sind weitere Untersuchungen notwendig, um herauszufinden, ob und wem die Behandlung mit Carnitin hilft. Aufgrund geringer Nebenwirkungen ist Carnitin bei erhöhten Triglyceridwerten allerdings einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Carnitin

Zur Senkung der Triyglyceridwerte werden 500 bis 2.000 Milligramm Carnitin täglich empfohlen, zum Beispiel als L-Carnitin-Tartrat. Vor allem Vegetarier und Veganer weisen häufig niedrige Carnitinspiegel auf, da Carnitin vorwiegend in Fleisch enthalten ist. Die Einnahme erfolgt idealerweise zu den Mahlzeiten, da Carnitin so magenverträglicher ist. Zudem sollte die Gesamtmenge über den Tag verteilt werden, zum Beispiel zweimal 500 Milligramm.

Vitamin-D-Mangel vermeiden

Wirkweise von Vitamin D

Frau schaut sich einen Sonnenuntergang an
Infolge der unterschiedlichen Tageslichtlängen während der verschiedenen Jahreszeiten reicht das Sonnenlicht vor allem in Herbst und Winter nicht aus , um ausreichend Vitamin D zu produzieren. Bild: nicoletaionescu/iStock/Getty Images Plus

Vitamin D ist das Vitamin für die Knochen, erfüllt aber bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch wichtige Funktionen: Es stärkt nämlich nicht nur die Skelettmuskulatur, sondern auch den Herzmuskel. Außerdem wirkt Vitamin D blutdrucksenkend. Vitamin D trägt ebenfalls dazu bei, dass die Blutzuckerregulation funktioniert. Deshalb ist Vitamin D aus vielen Gesichtspunkten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig.

Vitamin D könnte darüber hinaus zu einer Senkung von Triglyceriden im Blut führen: Ein Überblick über die Studiensituation lässt jedoch keine grundsätzlichen Schlüsse zu, ob Vitamin D eindeutig eine positive regulierende Wirkung auf die Blutfette hat oder nicht. Auch wenn diese Wirkung nicht eindeutig erwiesen ist, sollte ein Vitamin-D-Mangel unbedingt vermieden werden. Ein Mangel kann zur Vermeidung von vielen Alterserkrankungen entscheidend beitragen.

In unseren Breiten ist ein Vitamin-D-Mangel sehr häufig, da der Körper auf Sonnenstrahlung angewiesen ist, um es in der Haut zu produzieren. Vor allem im Herbst und Winter reicht das Sonnenlicht nicht aus, um ausreichend Vitamin D zu produzieren.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Vitamin D

In der Mikronährstoffmedizin werden meist 1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag zusammen mit einer Mahlzeit empfohlen. Idealerweise sollte aber immer der Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmt werden, da sich nur so die richtige Dosierung finden lässt: Bei einem schweren Mangel sind manchmal höhere Dosierungen notwendig. Der Arzt legt anhand der Laborwerte die geeignete Dosierung fest und überwacht die Vitamin-D-Werte. Eine Faustregel zur Auffüllung der Vitamin-D-Speicher finden Sie hier.

Vitamin D im Labor bestimmen lassen

Vitamin-D-Test
Normalwerte für Vitamin D im Blutserum gemessen in liegen bei über 20 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) und gemessen bei über 50 in Nanomol pro Liter (nmol/l). Bild: jarun011/iStock/Getty Images Plus

Um einen Vitamin-D-Mangel festzustellen, bestimmen Ärzte die Transportform des Vitamins im Blutserum, das sogenannte 25(OH)-Vitamin-D (Calcidiol). Blutserum ist die Blutflüssigkeit ohne die Blutzellen.

Achtung: Für Vitamin D im Blutserum werden zwei verschiedene Maßeinheiten genutzt, nämlich Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) oder Nanomol pro Liter (nmol/l). Optimalerweise sollte der Vitamin-D-Gehalt bei 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter liegen oder bei 100 bis 150 Nanomol pro Liter.

Zu beachten bei Erkrankungen

Patienten mit Nierenerkrankungen sollten sich bei ihrem behandelnden Arzt informieren, ob für sie eine Behandlung mit Vitamin D infrage kommt. Bei Nierenerkrankungen, wie zum Beispiel einer chronischen Nierenschwäche, kommt ein Vitamin-D-Mangel häufig vor. Jedoch steigert Vitamin D die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und lässt so die Calciumwerte im Blut ansteigen. Da geschwächte Nieren Calcium nur schlecht aus dem Blut beseitigen können, würde es sich dort anreichern, womit das Risiko für eine Überdosierung steigt. Auch wer unter Nierensteinen leidet, sollte vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen.

Wenn Sie von der Sarkoidose, einer entzündlichen Bindegewebserkrankung, betroffen sind, ist Vitamin D ebenfalls nicht zu empfehlen. Die Sarkoidose hat häufig gesteigerte Calciumwerte im Blut zur Folge. Vitamin D kann diesen Zustand noch verstärken, da das Vitamin die Aufnahme von Calcium aus dem Darm fördert.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei erhöhten Triglyceridwerten

Vitamine

 

Vitamin C

500 bis 1.000 Milligramm (mg)

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE) pro Tag; oder je nach Spiegel

Niacin (als Nicotinamid)

1.000 bis 2.000 Milligramm (über den Tag verteilt)

  

Mineralstoffe

 

Magnesium

250 bis 600 Milligramm

  

Sonstige

 

Omega-3-Fettsäuren (besonders EPA

1.000 bis 2.000 Milligramm

Carnitin

500 bis 2.000 Milligramm

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei erhöhten Triglyceridwerten

 

Normalwerte

Omega-3-Fettsäuren-Index

8 bis 11 Prozent (%)

Magnesium

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Vitamin D

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

25(OH)-Vitamin D (Calcidiol)

oder 100 bis 150 Nanomol pro Liter (nmol/l)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Unerwünschte Effekte von Statinen mit Coenzym Q10 und Vitamin D verringern

Statine werden hauptsächlich in der Behandlung von erhöhten Cholesterinwerten eingesetzt. Sie können aber ebenso bei Patienten mit erhöhten Triglyceridwerten im Blut gegeben werden. Als Nebenwirkung treten häufig Muskelschmerzen und Ermüdungserscheinungen in der Muskulatur auf. Es wird vermutet, dass Statine die Kraftwerke innerhalb der Muskelzellen (Mitochondrien) zerstören und so die Energieversorgung dieser Zellen unterbrechen.

Die direkte Folge von Statinen sind sinkende Coenzym-Q10-Spiegel. Mit Coenzym Q10 kann die Mikronährstoffmedizin helfen, Muskelschmerzen bei Statineinnahme zu lindern. Bei vielen Patienten können die Nebenwirkungen um die Hälfte verringert werden. Empfohlen werden 100 bis 300 Milligramm pro Tag.

Beobachtende Studien belegen außerdem, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Einnahme von Statinen häufiger zu Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen führt. Aus diesem Grund wird eine Einnahme von Vitamin D begleitend zu Cholesterinsenkern empfohlen – je nach Vitamin-D-Spiegel oder zwischen 1.000 und 2.000 Internationale Einheiten.

Zu den Statinen zählen folgende Wirkstoffe: Atorvastatin (zum Beispiel Sortis®), Fluvastatin (Cranoc® oder Locol®), Lovastatin (Mevinacor®), Pravastatin (beispielsweise Mevalotin® sowie Pravagamma®), Rosuvastatin (Crestor®) oder Simvastatin (Zocor®).

Carnitin lässt Triglyceridwerte bei Einnahme von Simvastatin weiter sinken

Erste Studien zeigen, dass eine Einnahme von Carnitin begleitend zum Cholesterinsenker Simvastatin (Zocor®) positiven Einfluss auf den Fettstoffwechsel hat und so dessen Wirkung unterstützen kann: Bei gleichzeitiger Anwendung wurde eine deutliche Abnahme der Triglyceridwerte und weiterer Blutfette festgestellt. Empfohlen werden 2.000 Milligramm pro Tag.

Fibrate erhöhen den Homocysteinspiegel – B-Vitamine wirken dagegen

Bei Fettstoffwechselstörungen werden Fibrate häufig in Kombination mit Statinen angewendet. Fibrate können zu einer Erhöhung des Homocysteinspiegels führen, einer sogenannten Hyperhomocysteinämie. Homocystein ist ein schädliches Zwischenprodukt des Stoffwechsels. Eine anhaltende Hyperhomocysteinämie steigert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Thrombosen, Embolien und Arteriosklerose.

Zu der Wirkstoffgruppe der Fibrate gehören unter anderem Bezafibrat (Cedur®) und Fenofibrat (Lipanthyl®, Trilipix®).

Um Homocystein in unschädliche Verbindungen abbauen zu können, benötigt der Körper B-Vitamine. Eine Mikronährstofftherapie mit 5 bis 15 Milligramm Vitamin B6 (Pyridoxin), bis zu 500 Mikrogramm Vitamin B12 (Cobalamin) und 200 bis 500 Mikrogramm Folsäure pro Tag kann dabei helfen, die erhöhte Konzentration von Homocystein im Blut möglichst effektiv zu senken.

Da die Gefahr besteht, dass die Konzentration von Homocystein im Blut nach Absetzen der Vitamine wieder ansteigt, empfehlen Mikronährstoffexperten, B-Vitamine kombiniert und über einen längeren Zeitraum einzunehmen.

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung am Tag bei Einnahme von:

Statinen

 

Coenzym Q10

100 bis 300 Milligramm (mg)

Vitamin D

1.000 bis 2.000 Internationale Einheiten (IE)

Carnitin

2.000 Milligramm

  

Fibraten

 

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm

Vitamin B12 (als Methylcobalamin)

bis 500 Mikrogramm (µg)

Folsäure (als direkt verwertbares 5-Methyltetrahydrofolat)

200 bis 500 Mikrogramm

 

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Zusammenfassung

Erhöhte Triglyceridwerte haben verschiedene Ursachen, zum Beispiel ein ungesunder Lebensstil (zuckerhaltige Ernährung und Alkohol), starkes Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Auch können sie vererbt werden. Erhöhte Triglyceridwerte sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren können erhöhte Triglyceridwerte im Blut sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden. Magnesium reguliert den Fettstoffwechsel und unterstützt das Herz-Kreislauf-System. Auch Vitamin C hat einen positiven Effekt auf erhöhte Triglyceridwerte und kann dabei helfen, Blutfette und Blutzucker zu verringern und das Risiko für Folgeerkrankungen zu senken. Niacin hemmt vermutlich die Bildung der Triglyceride in der Leber. Carnitin fördert den Abbau von Fettsäuren und unterstützt so die körpereigene Energiegewinnung. Einen Vitamin-D-Mangel gilt es zu vermeiden, denn auch Vitamin D könnte den Triglyceridspiegel sinken lassen.

In der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen werden vor allem Statine und Fibrate eingesetzt. Mögliche Nebenwirkungen von Statinen und Fibraten können mithilfe der Mikronährstoffmedizin gelindert werden. Bei Statinen sind Vitamin D und Coenzym Q10 sinnvoll, um die Nebenwirkungen zu dämpfen. Carnitin unterstützt die Wirkung von Simvastatin und B-Vitamine senken hohe Homocysteinspiegel durch Fibrate.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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