Mikronährstoffe bei Diabetes mellitus

Mit Vitaminen und Mineralstoffen die Blutzuckerwerte senken

Bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist die Insulinwirkung im Körper gestört. Folge sind zu hohe Blutzuckerspiegel. Ziel der Mikronährstoffmedizin ist es, den Blutzucker zu senken. Diabetiker profitieren zum Beispiel von Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Zudem verringern einige Nährstoffe das Risiko für Folgeerkrankungen, indem sie die Blutgefäße schützen. Lesen Sie, welche Mineralstoffe und Vitamine bei Diabetes besonders wichtig sind und wie Sie die Therapie wirksam unterstützen können.

Blutzuckermessung durch Arzt mit einem Messgerät
Um den Blutzuckerwert zu bestimmen, wird mit einer Lanzette ein Tropfen Blut aus der Fingerspitze entnommen und auf ein Teststreifen aufgetragen. Bild: Maya23K/iStock/Getty Images Plus

Ursachen und Symptome

Diabetes mellitus: Wie entsteht er und welche Arten gibt es?

Diabetes mellitus ist laut Definition eine Störung der Insulinfreisetzung, der Insulinwirkung oder eine Kombination aus beidem. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie). Insulin ist ein Hormon, das in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es sorgt normalerweise dafür, dass der Zucker im Blut (Glukose) zur Energiegewinnung in die Zellen gelangt und der Blutzuckerspiegel sinkt.

Bei der Diagnose werden verschiedene Typen unterschieden:

Typ 1: Beim Typ-1-Diabetes (auch Diabetes mellitus Typ 1) herrscht Insulinmangel, da die insulinproduzierenden Zellen zerstört wurden – und zwar durch körpereigene Antikörper (Autoimmunerkrankung). Typ-1-Diabetes kann erblich bedingt sein. Aber auch Infektionskrankheiten durch Viren können verantwortlich sein. Die Erkrankung tritt bereits bei Kindern und Jugendlichen auf und ist nicht heilbar.

Typ 2: Typ-2-Diabetes (auch Diabetes mellitus Typ 2) betrifft Erwachsene. Auslöser ist meist eine ungesunde Lebensweise mit Bewegungsmangel. Bei dieser Diabetesform sprechen die Körperzellen nicht mehr auf Insulin an (Insulinresistenz). Dann nehmen sie den Zucker im Blut nicht auf und die Zuckerwerte fallen nicht. Der Körper gleicht die Insulinresistenz aus, indem er mehr Insulin bildet, – so lange, bis die Bauchspeicheldrüse erschöpft ist und die Insulinproduktion einstellt. In diesem Stadium herrscht Insulinmangel. Manchmal unterscheiden Ärzte noch zwischen Typ 2a und Typ 2b: Bei Typ-2b-Diabetes leiden Betroffene unter Fettleibigkeit (Adipositas), bei Typ 2a nicht.

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Früher wurde Diabetes Typ 2 auch Alterszucker genannt, da er überwiegend bei älteren Menschen auftrat. Bedingt durch die Lebensweise trifft es inzwischen auch vermehrt Kinder.

Typ 3: Genetische Defekte sind beim Typ-3-Diabetes (auch Diabetes mellitus Typ 3) dafür verantwortlich, dass zu wenig Insulin gebildet wird. Dieser Diabetestyp ist selten.

Typ 4: Typ 4 ist der Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). In der Schwangerschaft steigt der Insulinbedarf. Kann die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion nicht steigern, kommt es zu einem Diabetes.

Info

Um die Diagnose Diabetes zu stellen, ermittelt der Arzt unter anderem den Nüchtern- sowie den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c). Außerdem wird ein Zuckertoleranztest durchgeführt.

Anzeichen und Symptome von Diabetes

Erhöhte Blutzuckerspiegel sind auf den ersten Blick nicht sichtbar und können nur durch Untersuchung der Blutwerte festgestellt werden. Allerdings treten bei einem Diabetes folgende Symptome auf – vor allem, wenn er unerkannt bleibt oder entgleist:

  • vermehrter Harndrang und Durst
  • Übelkeit und Gewichtsverlust
  • Übergewicht
  • Schwindel, Schwäche und Müdigkeit
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum diabetischen Koma

Auswirkungen und Folgen

Wichtig ist eine frühe Diagnose, damit Folgekrankheiten vermieden werden. Ein hoher Zuckergehalt im Blut schädigt auf Dauer die Blutgefäße und Nerven. Häufige Komplikationen sind:

  • Gefäßschäden (Angiopathie) wie Arteriosklerose
  • Nervenerkrankungen (Polyneuropathie)
  • Schäden an der Netzhaut in den Augen (Retinopathie)
  • Nierenerkrankungen (Nephropathie)

Demenz und Depressionen können auch Folgeerkrankungen sein: Diabetiker leiden häufiger an Depressionen und einer durch Gefäßschäden bedingten Demenz.

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Ziele der Behandlung

Wie wird Diabetes klassisch behandelt?

Spritze wird in eine Hautfalte eingeführt
Wenn sich der Blutzuckerspiegel nicht durch Antidiabetika einstellen lässt, verschreiben Ärzte Insulin-Spritzen. Bild: AndreyPopov/iStock/Getty Images Plus

Die Basis der Therapie ist eine Lebensstiländerung: Eine Gewichtsreduktion, körperliche Bewegung, nur mäßiger Alkoholkonsum und eine ausgewogene Ernährung führen oft zu einer Besserung. Gelingt dies dauerhaft, ist eine medikamentöse Therapie oft nicht nötig.

Medikamente, die in der konventionellen Diabetesbehandlung eingesetzt werden, sind:

Antidiabetika: Man unterscheidet zwischen Wirkstoffen, die die Insulinfreisetzung fördern (Sulfonylharnstoffe) und Wirkstoffe, die über andere Mechanismen wirken (Metformin, Gliflozine, Glitazone):

  • Metformin verlangsamt die Aufnahme von Glukose im Darm und fördert die Aufnahme in die Körperzellen.
  • SGLT-2-Hemmer (Gliflozine) verhindern, dass Glukose in der Niere bei der „Reinigung“ des Blutes wieder in das Blut gelangt. Das heißt, Glukose wird ausgeschieden.
  • Glitazone sorgen dafür, dass die Zellen besser auf Insulin ansprechen. Diese Medikamente, wie Pioglitazon, werden allerdings wegen Ihrer Nebenwirkungen selten verschrieben.
  • Sulfonylharnstoffe fördern die Abgabe von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Beispielwirkstoff ist Glibenclamid.

Insulin: Wenn sich der Blutzuckerspiegel nicht durch Antidiabetika einstellen lässt, verschreiben Ärzte Insulin, das gespritzt wird. Da Typ-1-Diabetiker gar kein Insulin mehr bilden, erhalten sie immer eine Insulintherapie. Es kann heute bereits mit einer Insulinpumpe zugeführt werden.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Bei Diabetes können bestimmte Vitamine, Mineral- und Pflanzenstoffe sowie Fettsäuren zur Unterstützung der klassischen Therapie eingesetzt werden. Ziel der Mikronährstoffmedizin in der Diabetologie ist es, den Krankheitsverlauf zu bremsen.

Bestimmte Mikronährstoffe wie Chrom, Vitamin DMagnesium und Extrakte aus Bittermelone, Ingwer und Zimt unterstützen und verbessern die Wirkung des Insulins. Dadurch können sie den Blutzuckerspiegel senken. Ballaststoffe als Bestandteil einer Mahlzeit sorgen darüber hinaus für einen langsamen Blutzuckeranstieg. Damit kann die Bauchspeicheldrüse leichter umgehen, weil weniger Insulin benötigt wird. Dadurch kann der Einsatz von Medikamenten hinausgezögert werden.

Zudem minimieren Mikronährstoffe das Risiko für Folgeerkrankungen: Ein Vitamin-D-Mangel steigert zum Beispiel das Risiko für Nerven- und Gefäßschäden. Antioxidantien fangen freie Radikale ab, die durch zu hohe Blutzuckerspiegel entstehen können und die Gefäße schädigen. Dies führt zu Entzündungen, die durch Omega-3-Fettsäuren gelindert werden können.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

Ohne Chrom ist Insulin wirkungslos

Wirkweise von Chrom

Das Spurenelement Chrom und Diabetes hängen eng zusammen: Chrom reguliert den Glukosestoffwechsel und verstärkt die Insulinwirkung. Allerdings ist die genaue Wirkweise noch nicht geklärt: Chrom aktiviert vermutlich ein Signalmolekül, das an den Insulinrezeptor bindet und dadurch ermöglicht, dass der Zucker aus dem Blut besser in die Zellen gelangt.

Metastudien zeigen, dass Chrom bei Diabetikern den Nüchtern- und Langzeitblutzucker (HbA1c) deutlich senkt. Metastudien sind Studien, in denen viele Studien gemeinsam ausgewertet werden, um einen Überblick zu erhalten. Dabei zeigen viele, aber nicht alle Metastudien diesen Effekt.

Gründe für die widersprüchlichen Studienergebnisse: Möglich ist, dass einige Patienten einen Chrommangel hatten und andere nicht. Bisher gibt es keine zuverlässige Methode, um die Chromversorgung zu untersuchen. In einigen Studien verbesserte sich der Blutzucker auch mit dem Scheinmedikament. Das kann darauf hindeuten, dass die Teilnehmer ihr Verhalten während der Studie geändert haben.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Chrom

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Diabetes Typ 2 mindestens 200 Mikrogramm Chrom am Tag, um die Wirkung des Insulins zu unterstützen. Ideal ist die Verbindung Chrompicolinat: Sie wird im Vergleich zu anderen Chromverbindungen gut aufgenommen. Sinnvoll ist die Einnahme von Chrom über den Tag verteilt, zum Beispiel morgens und abends jeweils 100 Mikrogramm.

Ob Chrom bei Diabetes Typ 1 hilfreich ist, ist noch nicht klar. Es liegen zu wenige Studien vor. Schwangere sollten auf eine Zufuhr von 30 Mikrogramm Chrom am Tag achten.

Wird Chrom mit Diabetes-Medikamenten (Antidiabetika) kombiniert, sollte der Blutzucker besonders am Anfang engmaschig kontrolliert werden. Sprechen Sie bei einer Unterzuckerung mit Ihrem Arzt über eine Anpassung der Dosis.

Chrom: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenten

Chrom ist wahrscheinlich für Schwangere und Stillende sicher. Dennoch sollte die Einnahme von hoch dosierten Chrompräparaten (über 50 Mikrogramm) nur nach kritischer Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Personen mit einer Kontaktallergie gegenüber Chrom sollten keine Chrompräparate einnehmen. Sie könnten auf das enthaltene Chrom reagieren. Betroffen sind meist Personen aus der Stahlindustrie oder Arbeiter, die täglich mit Chrom oder Zement umgehen.

Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Indometacin förderten in Tierstudien die Aufnahme von Chrom ins Blut, wodurch die Blutspiegel stärker anstiegen. Ein solcher Effekt ist auch bei Menschen denkbar. Chrom sollte nicht gleichzeitig mit diesen Medikamenten eingenommen werden, damit es nicht zu einer Überdosierung kommt.

Extrakte aus Bittermelone, Zimt und Ingwer zur Senkung des Blutzuckerspiegels

Wirkweise von Extrakten aus Bittermelone, Zimt und Ingwer

Die Inhaltsstoffe aus Bittermelone (auch Bittergurke), Zimt und Ingwer können positiv auf den Blutzucker wirken. Dabei wurden viele Mechanismen beschrieben, zum Beispiel:

  • Bittermelone und Zimt bremsen die Zuckeraufnahme im Darm. Der Blutzucker steigt langsamer an.
  • Bittermelone und Ingwer steigern die Insulinabgabe.
  • Zimt-Polyphenole ahmen Insulin nach und helfen so, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Pflanzenstoffe aus Bittermelone, Zimt und Ingwerbewirken, dass mehr Zuckertransporter (GLUT4) auf der Zelloberfläche sitzen. So wird der Zucker besser in die Zelle geschleust.

In einigen Übersichtsarbeiten zeigten sich durch Bittermelone, Zimt und Ingwer positive Auswirkungen auf den Blutzucker: Je nach Studie wurde der Nüchternblutzucker, Langzeitblutzucker (HbA1c) oder die Insulinresistenz (HOMA-Index) bei Typ-2-Diabetes gesenkt. Für Bittermelone ist die Datenlage jedoch weniger klar: In einer weiteren Übersicht konnte keine Verbesserung der Blutzuckerkontrolle nachgewiesen werden. Interessant wären zukünftige Untersuchungen im Hinblick darauf, wie gut sich die Stoffe ergänzen.

Fazit: Pflanzenstoffe aus Bittermelone, Ingwer und Zimt können den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern positiv beeinflussen. Theoretisch beeinflussen sie verschiedene Mechanismen einer Zuckerkrankheit. Eine Einnahme ist daher einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung für Extrakte aus Bittermelone, Zimt und Ingwer

In Studien wurden folgende Einzel-Dosierungen pro Tag eingesetzt: 1.000 bis 2.000 Milligramm Bittermelonen-Extrakt und 130 bis 360 Milligramm Zimt-Extrakt. Ein Extrakt enthält die wirksamen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form. Bei Ingwer wurden 1.000 bis 2.000 Milligramm Ingwer-Pulver verwendet. Es wird getrocknetem und pulverisiertem Ingwer hergestellt.

Mikronährstoff-Experten empfehlen oft Kombinationspräparate mit Extrakten. Darin sind die Extrakte aufeinander abgestimmt und können daher niedriger dosiert werden – zum Beispiel täglich 50 bis 100 Milligramm Bittermelonen-Extrakt, 150 bis 300 Milligramm Zimt-Extrakt und 50 bis 100 Milligramm Ingwer-Extrakt. Vor allem Zimt-Extrakt darf nicht überdosiert werden.

Werden die Extrakte in Kombination mit Diabetes-Medikamenten eingenommen, sollte dies in Rücksprache mit dem Mikronährstoff-Experten erfolgen. Es könnte zu einer Unterzuckerung kommen.

Tipp

Zimt oder Zimt-Extrakt enthalten den Inhaltsstoff Cumarin. Man soll den Stoff nicht dauerhaft einnehmen: Es gilt in Europa eine offizielle Höchstgrenze von 2 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht in Lebensmitteln und Getränken. Cumarin steht im Verdacht, negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben. Man sollte daher auf cumarinarme Zimtsorten ausweichen oder die Präparate nicht dauerhaft einnehmen. Nutzen Sie zum Beispiel Präparate, die Ceylon-Zimt oder sri-lankischen Zimt enthalten, anstatt Cassia-Zimt. Schon über 2.000 Milligramm Cassia-Zimt pro Tag sind für einen Erwachsenen kritisch.

Extrakte aus Bittermelone, Zimt und Ingwer: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen und Medikamenten

Extrakte aus Bittermelone, Zimt und Ingwer sollte man in der Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden. Die Sicherheit kann nicht garantiert werden.

Patienten mit Lebererkrankungen sollten die Einnahme von Zimt vermeiden: Zimtaldehyd baut möglicherweise die Aminosäure Glutathion ab, die in der Leber neu gebildet werden muss. Zimt sollte auch nicht bei Fieber unbekannter Herkunft sowie bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren angewendet werden. Wegen des Gehaltes an Cumarin sollte Zimt ohne ärztlichen Rat nicht dauerhaft genommen werden.

Ingwer hat eine galletreibende Wirkung und sollte deshalb bei Gallensteinen nicht eingenommen werden. Andernfalls kann es zu einer Kolik führen. Darüber hinaus hat Ingwer einen blutverdünnenden Effekt. Deshalb sollte der Extrakt nicht zusammen mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten eingenommen werden, ohne dass der Blutgerinnungswert kontrolliert wird. Betroffen sind Wirkstoffe wie Warfarin, Phenprocoumon oder Acetylsalicylsäure.

Möglicherweise wird die Wirkung von Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline durch Zimt abgeschwächt. Eine zeitgleiche Einnahme sollte deshalb nicht erfolgen. Bestimmte Inhaltstoffe aus Cassia-Rinde könnten die Aufnahme der Wirkstoffe herabsetzen.

Vitamin D für die Insulinproduktion

Wirkweise von Vitamin D

Frau steht bei einem Sonnenuntergang auf dem Balkon
Um Insulin aus den Zellen der Bauchspeicheldrüse abgeben zu können, benötigt der Körper Vitamin D. Bild: AntonioGuillem/iStock/Getty Images Plus

Blutzuckerkontrolle

Der Körper benötigt Vitamin D, damit Insulin aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse abgegeben wird. Im Vergleich zu Scheinmedikamenten verbesserte Vitamin D Nüchtern- und Langzeitblutzucker (HbA1c) sowie eine Insulinresistenz (HOMA-Index). Dies zeigen mehrere Metastudien, in denen klinische Studien betrachtet wurden.

Allerdings fanden Forscher auch keine oder nur eine geringe Wirkung auf den Blutzucker. Dies kann daran liegen, dass die Dauer und Dosierungen variierten, die Teilnehmer unterschiedliche Vitamin-D-Blutwerte zu Beginn der Studien hatten oder einen höheren Body-Mass-Index: Übergewichtige Personen benötigen mehr Vitamin D, da sich Vitamin D im Fettgewebe verteilt.

Bei allen Diabetesformen empfiehlt sich, einen Mangel auszugleichen.

Folgeerkrankungen

Vitamin D hemmt bei Diabetikern die Bildung von Entzündungsbotenstoffen. Diabetes wird mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht. Diese „stillen“ Entzündungen sind mitbeteiligt an Folgekrankheiten. Ein Vitamin-D-Mangel steigert bei Diabetes das Risiko für Nierenerkrankungen, Schäden an der Netzhaut im Auge und Nervenschäden.

Wie weit die Einnahme von Vitamin D die Erkrankungen allerdings verhindern oder bessern kann, muss noch genauer untersucht werden. Bei Nervenschäden zeigte sich Vitamin D in einer ersten Studie als wirkungsvoll: Die Gabe direkt in den Muskel verbesserte die Lebensqualität.

Dosierung und Einnahmeempfehlung

Bei Diabetes sind zwischen 1.000 und 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag wirksam. Idealerweise sollte aber der Vitamin-D-Status im Labor gemessen werden: Bei einem Mangel sind höhere Dosierungen nötig, um ihn auszugleichen und eine Wirkung zu erreichen. Je nach Stärke des Vitamin-D-Mangels empfehlen Ärzte für wenige Wochen auch 10.000 Internationale Einheiten am Tag.

Kennt man seinen Vitamin-D-Spiegel nicht, können täglich bis zu 2.000 Internationale Einheiten ergänzt werden. Vitamin D sollte immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden: Es ist ein fettlösliches Vitamin und benötigt zur Aufnahme Fett.

Expertenwissen

Faustregel zur langsamen Steigerung des Vitamin-D-Spiegels: Dauerhaft 1.000 Internationale Einheiten (IE) am Tag, zusätzlich zur körpereigenen Bildung von ungefähr 4.500 Internationalen Einheiten, erhöhen den Spiegel um 10 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml). Die Faustregel zur schnellen Erhöhung lesen Sie hier.

Vitamin-D-Spiegel im Labor bestimmen

Vitamin D wird im Blutserum bestimmt. Das ist die Flüssigkeit des Blutes ohne Blutzellen. Optimale Werte sollten zwischen 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter liegen. Der Grenzwert für einen Mangel liegt bei weniger als 20 Nanogramm pro Milliliter.

Vitamin D: zu beachten bei Entwässerungsmedikamenten und Erkrankungen

Personen mit Nierenerkrankungen sollten Vitamin D nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen: Nierenpatienten haben einen gestörten Mineralstoffhaushalt. Sie haben manchmal zu hohe Calciumspiegel. Da Vitamin D die Calciumaufnahme im Darm fördert, können die Calciumspiegel im Blut zu stark ansteigen. Auch Personen mit Nierensteinen (calciumhaltige Steine) müssen aufpassen.

Auch Patienten mit der entzündlichen Bindegewebserkrankung Sarkoidose (Morbus Boeck) haben häufig erhöhte Calciumspiegel. Sie sollten Vitamin D nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Entwässerungsmedikamente (Diuretika) aus der Gruppe der Thiazide mit den Wirkstoffen Hydrochlorothiazid, Xipamid und Indapamid senken die Ausscheidung von Calcium über die Nieren – der Calciumspiegel im Blut ist erhöht. Da auch Vitamin D den Calciumspiegel hochtreibt, darf Vitamin D zusammen mit Thiaziden nur eingenommen werden, wenn der Calciumspiegel regelmäßig überprüft wird.

Zink bei Diabetes: für die Insulinspeicherung und Wundheilung

Wirkweise von Zink

Zink spielt eine bedeutende Rolle bei der Bildung und Speicherung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Zudem ist Zink wichtig, damit Insulin an den Zellen wirken kann und damit sie den Zucker aus dem Blut aufnehmen. Eine Auswertung von 52 Beobachtungsstudien zeigt, dass Diabetiker schlechter mit Zink versorgt sind als gesunde Kontrollpersonen. Ein Grund ist: Diabetiker scheiden häufig mehr Zink über die Nieren aus und haben dadurch ein erhöhtes Risiko für einen Mangel. Ein Zinkmangel stört wiederum die Speicherung und Wirkung von Insulin und damit auch den Zuckerstoffwechsel.

Die Einnahme von Zinkpräparaten wirkte sich günstig auf den Nüchternblutzucker aus: Im Gegensatz zu einem Scheinmedikament konnte Zink die Blutzuckerwerte um durchschnittlich 18,13 Milligramm pro Deziliter senken. Die Zuckerwerte direkt nach dem Essen und der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) verbesserten sich ebenfalls durch Zink. Das zeigt eine Auswertung von 25 hochwertigen Studien mit Typ-1- und Typ-2-Diabetikern.

Auch bei Schwangeren wirkte sich die Einnahme von Zink (30 Milligramm am Tag) in einer hochwertigen Studie positiv aus: Zink senkte die Blutzuckerwerte und die Insulinwerte bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes im Vergleich zu einem Scheinmedikament.

Zinkverbessert die Wundheilung: Der Körper benötigt Zink für die Zellteilung und für Reparaturprozesse. Bei Diabetikern heilen Wunden oft schlechter. Schäden an den Blutgefäßen und Nerven sowie eine verminderte Immunfunktion werden dafür verantwortlich gemacht. Zink verbesserte in einer hochwertigen Studie nicht nur die Blutzuckerkontrolle, sondern auch die Heilung vom „diabetischen Fuß“ – einer typischen Folgeerkrankung, die durch schlecht heilende Wunden am Fuß gekennzeichnet ist.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Zink

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei Diabetes Typ 1 und 2 täglich zwischen 15 und 30 Milligramm Zink. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes ist eine tägliche Dosis von 5 bis 10 Milligramm Zink sinnvoll. Höhere Dosierungen sollten in der Schwangerschaft mit dem Arzt oder Mikronährstoff-Experten abgesprochen werden.

Zur unterstützenden Behandlung von Diabetes sollte Zink zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden: Dies verbessert die Verträglichkeit für den Magen und die Zinkaufnahme im Darm. Aminosäuren aus Nahrungseiweißen fördern die Aufnahme.

Zink: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Nierenerkrankungen

Zink vermindert die Wirkung bestimmter Antibiotika mit der Wirkstoffgruppe der Tetrazykline. Auch Osteoporose-Medikamente (Bisphosphonate) werden durch Zink gebunden und dadurch unwirksam. Dazu gehören Alendronat oder Clodronat. Zwischen der Einnahme der Medikamente und Zink sollten deshalb mindestens zwei Stunden liegen.

Bei Nierenerkrankungen sollte Zink nicht zusätzlich über Präparate eingenommen werden. Geschwächte Nieren können Zink nicht vollständig ausscheiden, sodass die Zinkspiegel im Blut steigen würden.

Magnesiummangel ist bei Diabetes häufig

Wirkweise von Magnesium

Buchstaben für Magnesium aus hölzernen Würfeln und Mg geformt aus Tabletten
Magnesium reguliert die Freisetzung von Hormonen und somit auch von Insulin. Demnach haben viele Diabetiker einen Magnesiummangel. Bild: tihomir_todorov/iStock/Getty Images Plus

Magnesium reguliert die Freisetzung von Hormonen, so auch von Insulin. Fehlt es, sinkt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse. Eine höhere Zufuhr von Magnesium senkt das Diabetesrisiko (Typ 2). Viele Diabetiker haben zudem einen Magnesiummangel, da Insulin umgekehrt auch den Magnesiumhaushalt steuert. Der Magnesiummangel wird wiederum mit dem Fortschreiten des Diabetes in Verbindung gebracht.

Nahmen Typ-2-Diabetiker Magnesium ein, sank der Nüchternblutzucker um durchschnittlich 4,6 Milligramm pro Deziliter. Dies ist ein gesicherter Effekt, da er übereinstimmend in den ausgewerteten Studien gefunden wurde (Metaanalyse). Auch bei Diabetes Typ 1 und Schwangerschaftsdiabetes verbesserte sich durch Magnesium die Blutzuckerkontrolle des Körpers (zum Beispiel Nüchternblutzucker, Insulinwerte, HOMA-Index).

Magnesium wirkt entspannend auf die Blutgefäße und senkt so bei Diabetikern Bluthochdruck. Zudem ist eine bessere Magnesiumversorgung mit weniger Diabeteskomplikationen wie koronare Herzkrankheit oder Gefäßerkrankungen und Arteriosklerose assoziiert.

Info

Ein Mangel an Magnesium äußert sich durch Symptome wie Konzentrationsstörungen und Muskelkrämpfe. Auch Schlaflosigkeit kann auftreten.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Magnesium

Bei Diabetes empfehlen Mikronährstoff-Experten mindestens 250 Milligramm Magnesium am Tag. Bei bereits bestehenden Folgeerkrankungen werden auch höhere Dosierungen empfohlen, zum Beispiel bis zu 700 Milligramm bei erhöhtem Blutdruck.

Die richtige Dosierung zum Ausgleich eines Mangels können Sie anhand der Stuhlkonsistenz herausfinden: Dosieren Sie Magnesium so hoch, dass sich die Stuhlkonsistenz verändert und weicher wird. Ein weicher Stuhl ist ein Anzeichen dafür, dass der Darm kein Magnesium mehr aufnehmen kann und der Körper ausreichend versorgt ist. Ist dies der Fall, reduzieren Sie die Dosis und nehmen eine Kapsel oder Tablette weniger.

Zur besseren Verträglichkeit empfiehlt sich die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit.

Tipp

Ideal sind basische Magnesiumverbindungen wie Citrat, Taurat oder Gluconat. Sie können einer Übersäuerung (Azidose) entgegenwirken, die bei Diabetes vorkommen kann.

Labor

Bei regelmäßiger Einnahme von hoch dosiertem Magnesium (über 250 Milligramm) sollte der Magnesiumspiegel überprüft werden.

Die Messung im Vollblut ist die beste Methode, da Magnesium überwiegend in den roten Blutzellen vorkommt. Vollblut enthält alle roten Blutzellen. Normale Werte liegen zwischen 1,38 und 1,50 Millimol pro Liter Vollbut.

Magnesium: zu beachten bei Nierenerkrankungen und Einnahme von Medikamenten

Magnesium kann die Wirkung einiger Medikamente herabsetzen, da es sich mit ihnen verbindet und sie so unwirksam macht. Ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden ist dann nötig. Hierzu zählen Antibiotika, vor allem sogenannte Gyrasehemmer und Tetrazykline, und Medikamente bei Osteoporose (Bisphosphonate):

  • Gyrasehemmer: Ciprofloxacin, Enoxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin
  • Tetrazykline: Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin
  • Bisphosphonate: Alendronat, Clodronat, Etidronat, Ibandronat, Pamidronat, Risedronat und Tiludronat

Geschwächte Nieren können überschüssiges Magnesium nicht richtig ausscheiden. Deshalb sollten Personen mit chronischen Nierenerkrankungen kein zusätzliches Magnesium über Präparate einnehmen oder dies mit dem Arzt besprechen.

Verschiedene Früchte auf Haferflocken
Ballaststoffe führen dazu, dass der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt. Bild: Vitalina Rybakova/iStock/Getty Images Plus

Ballaststoffe schwächen den Anstieg des Blutzuckers ab

Wirkweise von Ballaststoffen

Ballaststoffe führen dazu, dass Kohlenhydrate aus der Nahrung langsamer verdaut werden und so der Blutzuckerspiegel auch langsamer ansteigt. Bei Diabetes werden deshalb grundsätzlich komplexe Kohlenhydrate empfohlen, anstelle von Einfachzuckern wie Haushaltszucker.

Tipp

Als alternativer Zucker ist Galactose empfehlenswert. Galactose wird ohne Insulin in die Zellen aufgenommen. Sie können Galactose zum Süßen von Tee oder Kaffee verwenden.

Beta-Glucan aus Hafer

Besonders gut geeignet sind Ballaststoffe aus Hafer (Beta-Glucane), da sie gut quellen. Das heißt, sie binden im Verdauungstrakt Wasser, sorgen so für eine langsame Magenentleerung und einen langsamen Kohlenhydratabbau zu Zucker. Zudem scheinen Beta-Glucane die Aufnahme von Zucker im Darm zu hemmen. Ergänzen Typ-2-Diabetiker ihre Ernährung mit Beta-Glucan aus Hafer, bessert sich ihr Nüchtern- sowie ihr Langzeitblutzucker, wie eine Sichtung verschiedener Übersichtsstudien zeigt.


Info

Beta-Glucan senkt zudem Cholesterin, was bei Diabetikern häufig erhöht ist und ein Risiko für Folgeerkrankungen bedeutet.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Ballaststoffen

Diabetiker sollten täglich mindestens 40 Gramm Ballaststoffe essen –  besser mehr. Ideal sind Hülsenfrüchte und Getreideprodukte aus Vollkorn.

In den meisten Studien führten 2,5 bis 6 Gramm Beta-Glucan am Tag, zu einer Mahlzeit eingenommen, zu einer besseren Blutzuckerkontrolle. 3 Gramm Beta-Glucan stecken ungefähr in 80 Gramm Haferflocken oder in 40 Gramm Haferkleie. Wer nicht jeden Tag Hafer essen möchte, kann spezielle Beta-Glucan-Präparate kaufen. Sie können in Joghurt oder Getränke eingerührt werden.

Ballaststoffe: zu beachten bei Medikamenteneinnahme und Glutenunverträglichkeit

Lösliche Ballaststoffe wie Hafer-Beta-Glucane können die Aufnahme von Medikamenten herabsetzen, da sie im Darm ein Gel bilden. Dies kann die Aufnahme verlangsamen, sodass geringere Wirkstoffmengen im Blut ankommen. Deshalb wird ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden empfohlen.

Zöliakie-Patienten müssen bei Hafer-Beta-Glucanen aufpassen. Hafer enthält geringe Mengen Gluten. Einige Betroffene vertragen Hafer problemlos, bei anderen verursacht er jedoch Beschwerden. Wenn Sie an Zöliakie leiden und Hafer-Beta-Glucane einnehmen möchten, sprechen Sie vorher zur Sicherheit mit ihrem Arzt.

Alpha-Liponsäure senkt den Blutzucker und schützt vor Nervenerkrankungen

Wirkweise von Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure kann die Zuckerwerte senken: Bei Diabetikern verbesserte sie nach acht Wochen mehrere Erkennungszeichen eines Diabetes, darunter Nüchternblutzucker, hohe Blutzuckerwerte direkt nach dem Essen oder mangelndes Ansprechen auf Insulin. Die Wirkung ist dosisabhängig: 1.200 Milligramm senkten den Blutzucker stärker als 300 Milligramm.

Zudem ist Alpha-Liponsäure ein Antioxidans: Sie macht freie Radikale unschädlich, sodass kein oxidativer Stress entsteht. Oxidativer Stress ist mitverantwortlich für Folgeerkrankungen bei Diabetes.

Besonders Beschwerden durch Nervenschädigungen (Polyneuropathie) lassen sich durch Alpha-Liponsäure lindern: In mehreren Studien zeigte sich eine Verbesserung, die Wissenschaftler anhand verschiedener Symptomfragebögen untersuchten – zum Beispiel Schmerzen und Kribbeln auf der Haut. Auch die Lebensqualität stieg an: Die Hälfte der Patienten fühlte sich durch Alpha-Liponsäure besser und nahm wieder mehr am Leben teil.

Die Einnahme von Alpha-Liponsäure wurde in Studien bis zu vier Jahre lang getestet und war gut verträglich. Auch die Gabe direkt über die Vene (intravenös) erzielte gute Effekte, wie Wissenschaftler in einer Metastudie über acht medizinische Studien herausfanden.


Info

Alpha-Liponsäure kann eine Diät unterstützen. Sie führte bei Diabetikern zu einem stärkeren Gewichtsverlust als in der Kontrollgruppe ohne Alpha-Liponsäure.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Alpha-Liponsäure

Zur Senkung des Blutzuckers sind täglich mindestens 300 Milligramm Alpha-Liponsäure notwendig. Bei Nervenbeschwerden ausgelöst durch Diabetes Typ 1 und 2 empfehlen Mikronährstoff-Experten 600 bis 1.200 Milligramm am Tag.

Alpha-Liponsäure sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden – zum Beispiel eine Stunde vor dem Essen. Mineralstoffe aus der Nahrung hemmen die Aufnahme im Darm. Gleiches gilt für Mineralstoffe aus Präparaten.

Hoch dosierte Alpha-Liponsäure (1.200 Milligramm) kann in Einzelfällen zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen, wenn sie mit Diabetes-Medikamenten (wie Metformin) und Insulin kombiniert wird. Deshalb sollte besonders am Anfang der Blutzucker engmaschig kontrolliert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Dosisanpassung.

Tipp

Biotin ergänzen. Wird Alpha-Liponsäure über mehrere Wochen eingenommen, sollten täglich 100 bis 500 Mikrogramm Biotin ergänzt werden. Alpha-Liponsäure hemmt die Wirkung von Biotin.

Alpha-Liponsäure: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Einnahme von Medikamenten

Schwangere und Stillende sollten sich einer Behandlung mit Alpha-Liponsäure nur nach Empfehlung und Überwachung durch den Arzt unterziehen. Es gibt bisher keine ausreichenden Studien.

Personen, die Schilddrüsenhormone einnehmen, sollten die Einnahme von Alpha-Liponsäure mit dem Arzt absprechen. Die Aktivierung des Schilddrüsenhormons Thyroxin könnte gebremst werden und dadurch die Wirkung des Medikaments. Der Arzt kann begleitend die Schilddrüsenwerte engmaschig überwachen.

Bei Krebs sollte Alpha-Liponsäure nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Omega-3-Fettsäuren hemmen Entzündungen und senken Blutzuckerwerte

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Aus Omega-3-Fettsäuren stellt der Körper Botenstoffe her, die Entzündungen hemmen. Mikronährstoff-Experten empfehlen Omega-3-Fettsäuren deshalb immer bei chronischen Erkrankungen, die mit Entzündungsprozessen in Zusammenhang stehen, so auch Diabetes. Sie senken bei Diabetikern nachweislich Entzündungswerte im Blut.

Umhüllungen der Zellen (Zellmembranen) sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Auf diese Weise tragen sie zum Schutz der Nervenzellen bei: Nahmen Typ-1-Diabetiker ein Jahr lang Omega-3-Präparate (mit hohem DHA-Anteil), besserten sich die Anzeichen einer Neuropathie.

Auch scheinen Omega-3-Fettsäuren einen direkten Einfluss auf den Blutzucker zu haben: Die Einnahme der Omega-3-Fettsäure EPA besserte im Vergleich zu einem Scheinmedikament Nüchtern- und Langzeitblutzuckerwerte.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Fischöl in einer Schüssel und ein Löffel mit Kapseln darüber
Omega-3-Fettsäuren sollten immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden, da der Körper sie so am besten aufnimmt. Bild: titinsumartini/iStock/Getty Images Plus

Bei Diabetes sind täglich zwischen 700 und 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren aus Fisch-, Krill- oder Algenöl sinnvoll, idealerweise mit einem hohen EPA-Anteil, da EPA entzündungshemmend wirkt.

Bei Nervenerkrankungen empfehlen Mikronährstoff-Experten oft die Omega-3-Fettsäure DHA. Sie wird auch als die „Nervenfettsäure“ bezeichnet, da Zellumhüllungen der Nerven reich an DHA sind. Es gibt spezielle Präparate mit einem hohen DHA-Anteil. Sinnvoll sind bis zu 1.000 Milligramm DHA am Tag.

Omega-3-Fettsäuren sollten immer zu einer Mahlzeit eingenommen werden, da der Körper sie so am besten aufnimmt.

Tipp

 Achten Sie bei Fischöl auf eine gute Qualität. Kaufen Sie nur Präparate, die gereinigt wurden und somit frei von Schadstoffen und anderen Verunreinigungen sind.

Der Omega-3-Index zeigt die Versorgung an

Um die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu untersuchen, ist der Omega-3-Index das ideale Maß. Er gibt an, wie viel Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) in den roten Blutzellen vorhanden sind. Optimalerweise sollte der Omega-3-Index über acht Prozent liegen.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Einnahme von Blutverdünnern

Omega-3-Fettsäuren können ab einer Dosis von 1.000 Milligramm pro Tag die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Medikamenten (Blutverdünnern) verstärken. Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt. Gegebenenfalls kann er die Dosierung anpassen.

Zu diesen Medikamenten zählen Cumarin-Derivate, Warfarin, Acetylsalicylsäure (ASS), Heparin und neue orale Antikoagulanzien: Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.

Bei plötzlich auftretenden Lebererkrankungen, einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einer Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren in jedem Fall zuvor mit dem Arzt abklären. Gleiches gilt für eine geplante Operation.

Antioxidantien verringern das Risiko für Folgeerkrankungen

Wirkweise von Antioxidantien

Bei Diabetes herrscht meist ein Ungleichgewicht aus freien Radikalen durch zu hohe Blutzuckerwerte und Stoffen, die freie Radikale unschädlich machen (Antioxidantien). Man spricht dann von oxidativem Stress, der Zellen schädigt, zu Entzündungen führt und an der Entstehung von anderen Erkrankungen beteiligt ist.

In der Mikronährstoffmedizin werden deshalb Antioxidantien empfohlen, um den Krankheitsverlauf zu bremsen. Dazu zählen zum Beispiel Vitamin C und E, Zink, Selen und Coenzym Q10 – aber auch Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Curcumin oder Grüntee-Catechine.

Einige Antioxidantien wirken sich aber auch positiv auf die Blutzuckerkontrolle aus: Das wurde für Vitamin C, Zink, Coenzym Q10, Curcumin und Grüntee-Catechine berichtet. Je nach Studie verbesserten diese Antioxidantien den Nüchternblutzucker, Langzeitblutzucker (HbA1c) oder die Insulinresistenz (HOMA-Index). In einer kleinen hochwertigen Studie schwächte Curcumin auch den Blutzucker- und Insulinanstieg nach dem Essen ab.

Grüner Tee in Pulverform in einer Schale und Blätter
Um den Krankheitsverlauf von Diabetes zu bremsen, werden Antioxidanzien empfohlen. Bild: DeeNida/iStock/Getty Images Plus

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Antioxidantien

Mikronährstoff-Experten empfehlen meist eine Kombination verschiedener niedrig dosierter Antioxidantien in Form eines Multivitaminpräparats. Sie unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung und sind für die Regeneration untereinander wichtig: Vitamin C wird zum Beispiel benötigt, damit sich Vitamin E wieder erholen kann, nachdem es ein freies Radikal unschädlich gemacht hat.

Für eine zusätzliche blutzuckersenkende Wirkung sind folgende Dosierungen sinnvoll: 500 bis 1.000 Milligramm Vitamin C, 100 bis 200 Milligramm Coenzym Q10, 250 bis 500 Milligramm Curcumin und 100 bis 150 Milligramm Grüntee-Catechine.

Fettlösliche Antioxidantien wie Coenzym Q10 oder Vitamin E müssen zum Essen eingenommen werden, damit sie der Körper aufnimmt. Dadurch verbessert sich außerdem die Verträglichkeit von Zink, Curcumin und Grüntee-Extrakt. Da Curcumin vom Körper sehr schnell verstoffwechselt wird, sollte man die Einnahme über den Tag verteilen.

Antioxidantien: zu beachten in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Krankheiten und bei Einnahme von Medikamenten

Die aktuelle Studienlage ist nicht ausreichend, um eine Einnahme von Curcumin und Grüntee-Catechinen in der Schwangerschaft und Stillzeit empfehlen zu können.

Vitamin C sollte bei Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) nicht in hohen Dosierungen (über 500 Milligramm pro Tag) eingenommen werden. Die kranke Niere kann damit nicht umgehen. Bei Nierensteinen sollte die Dosis von Vitamin C unter 1.000 Milligramm pro Tag bleiben. Vitamin C wird im Körper teilweise zu Oxalsäure abgebaut. Diese Verbindung bildet mit Calcium sogenannte Calciumoxalat-Steine.

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, sollten Menschen mit einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) Vitamin C nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Curcumin regt die Bildung von Gallensaft an. Es sollte daher bei Gallensteinen nicht angewandt werden. Auch Personen, die zu einer Überproduktion an Gallensaft neigen, sollten auf Curcumin verzichten. Es kann zu Durchfall kommen.

Bei schweren Lebererkrankungen sollte ein Arzt gefragt werden, ob Grüntee-Catechine eingenommen werden dürfen. In seltenen Fällen können bei einer hohen Dosierung die Leberwerte ansteigen.

Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten finden Sie hier: Vitamin C, Coenzym Q10, Grüntee und Curcumin.

B-Vitamine für den Zuckerstoffwechsel und gegen hohes Homocystein

Wirkweise der B-Vitamine

B-Vitamine sind unverzichtbar für den Zuckerstoffwechsel, um aus Zucker Energie zu gewinnen. Die ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen ist für Diabetiker besonders wichtig: Personen mit Diabetes Typ 1 und 2 haben geringere Werte an Vitamin B1 im Blut als Gesunde. Außerdem scheiden sie vermehrt Vitamin B1 über die Nieren aus. In einer weiteren Studie stellten Forscher bei Typ-2-Diabetikern einen Mangel an Vitamin B6 fest.

Die gezielte Einnahme von B-Vitaminen linderte in einer Studie an 75 Typ-2-Diabetikern die Beschwerden einer Nervenschädigung. Zudem benötigt der Körper die Vitamine B6, B12 und Folsäure zum Abbau von Homocystein. Herrscht ein Vitaminmangel, kann es nicht abgebaut werden und schädigt die Gefäße. Bei Diabetikern können die Homocysteinspiegel erhöht sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei allen Diabetestypen ein Präparat, das alle B-Vitamine enthält – insbesondere bei Typ 1 und 2 mit 10 bis 15 Milligramm Vitamin B1 und 200 bis 300 Mikrogramm Biotin. Sprechen Sie ab einer Dosis von 180 Mikrogramm Biotin pro Tag mit Ihrem Mikronährstoff-Experten.

Damit der Abbau von Homocystein gewährleistet ist, sind außerdem folgende tägliche Dosierungen ratsam: 2 bis 5 Milligramm Vitamin B6, 30 bis 50 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin) und 200 bis 300 Mikrogramm Folsäure (als direkt verwertbares 5-Methyltetrahydrofolat).

B-Vitamine sollten zum Essen eingenommen werden.

Info

Knapp die Hälfte der Menschen kann Folsäure nicht richtig verwerten: Sie bilden die aktive Wirkform 5-Methyltetrahydrofolat nicht ausreichend, da das hierzu benötigte Enzym nicht richtig funktioniert.

Homocysteinwerte überprüfen lassen

Diabetiker sollten ihre Homocysteinwerte im Blut überprüfen lassen, damit die Blutgefäße nicht zusätzlich durch Homocystein geschädigt werden.

Homocystein wird im Blutplasma bestimmt. Das ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutzellen. Normale Werte liegen unter 10 Mikromol pro Liter.

B-Vitamine und Homocystein: zu beachten in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Nierenerkrankungen und bei Medikamenteneinnahme

B-Vitamine sollten in hoher Dosierung in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel und nach Absprache mit dem Frauenarzt eingenommen werden.

Bei Diabetikern mit Nierenschaden ist besondere Vorsicht geboten: Die Form Cyanocobalamin ist für Nierenpatienten vermutlich hoch dosiert schädlich. Vitamin B12 sollte nicht in Form von Cyanocobalamin eingesetzt werden, sondern als Methylcobalamin.

Folsäure kann die Wirkung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten verringern. Das gilt für die Wirkstoffe Trimethoprim, Proguanil und Pyrimethamin.

Eine gute Versorgung mit B-Vitaminen kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen können dauerhaft hoch dosierte Folsäure und Vitamin B12 jedoch auch das Fortschreiten von Krebs begünstigen oder bei Krebsvorstufen die Entwicklung von Krebs fördern. Daher sollte bei Krebs die Ergänzung von Folsäure über 200 Mikrogramm und B12 über 55 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung bei Diabetes pro Tag

 

Diabetes Typ 1 und 2

Schwangerschaftsdiabetes

Vitamine

Vitamin D

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten (IE)

1.000 bis 4.000 Internationale Einheiten

Vitamin C

500 bis 1.000 Milligramm (mg)

110 Milligramm

Biotin

200 bis 300 Mikrogramm (µg)

30 bis 60 Mikrogramm

Vitamin B1

10 bis 15 Milligramm

1,2 Milligramm

Vitamin B6

2 bis 5 Milligramm

2 Milligramm

Vitamin B12

30 bis 50 Mikrogramm (als Methylcobalamin)

3 Mikrogramm (als Methylcobalamin)

Folsäure

200 bis 300 Mikrogramm (als 5-Methyltetrahydrofolat)

400 bis 800 Mikrogramm

(als 5-Methyltetrahydrofolat)

   

Mineralstoffe

Chrom

mindestens 200 Mikrogramm

30 Mikrogramm

Magnesium

mindestens 250 Milligramm

mindestens 250 Milligramm

Zink

bis zu 30 Milligramm

10 Milligramm

   

Sonstige Nährstoffe

Bittermelonen-Extrakt

50 bis 100 Milligramm

-

Zimt-Extrakt

150 bis 300 Milligramm

-

Ingwer-Extrakt

50 bis 100 Milligramm

-

Alpha-Liponsäure

600 bis 1.200 Milligramm

 

Ballaststoffe

Beta-Glucan

mindestens 40 Gramm (g)

2,5 bis 6 Gramm

mindestens 40 Gramm

2,5 bis 6 Gramm

Omega-3-Fettsäuren

700 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren mit hohem EPA-Anteil bei Nervenerkrankungen: bis zu 1.000 Milligramm DHA

700 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren

mit hohem EPA-Anteil

Coenzym Q10

100 bis 200 Milligramm

-

Curcumin

250 bis 500 Milligramm

-

Grüntee-Catechine

100 bis 150 Milligramm

-

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Diabetes

 

Normalwerte

Vitamin D (Serum)

40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)

Magnesium (Vollblut)

1,38 bis 1,50 Millimol pro Liter (mmol/l)

Omega-3-Index

über 8 Prozent

Homocystein (Plasma)

unter 10 Mikromol pro Liter (µmol/l)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

Metformin verursacht einen Vitamin-B12-Mangel

Der Medikamentenwirkstoff Metformin verlangsamt die Aufnahme von Zucker im Darm und verbessert so die Blutzuckerregulation. Allerdings hemmt Metformin auch die Aufnahme von Vitamin B12:

Viele Diabetiker haben mit Metformin zu geringe Vitamin-B12-Werte im Blut im Vergleich zu Diabetikern, die kein Metformin einnehmen oder ein Scheinmedikament. Besonders betroffen waren in einer Studie Diabetiker, die Metformin bereits länger als vier Jahre einnahmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Vitamin-B12-Mangel diabetische Nervenerkrankungen mit begünstigt.

Mikronährstoff-Experten empfehlen, die Vitamin-B12-Werte im Blut zu kontrollieren und einen Mangel auszugleichen – zum Beispiel mit täglich 500 bis 1.000 Mikrogramm. Zur Vorbeugung eines Mangels bei Metformineinnahme sind 250 Mikrogramm Vitamin B12 am Tag empfehlenswert.

Darüber hinaus könnte Metformin einen Magnesiummangel begünstigen. Deshalb empfehlen Experten begleitend auch 250 Milligramm Magnesium pro Tag.

In Studien erhöhte Metformin auch zellschädigendes Homocystein – besonders, wenn zusätzlich keine B-Vitamine ergänzt wurden. Deshalb sind auch Folsäure (mindestens 200 Mikrogramm) und Vitamin B6 (mindestens 5 Milligramm) empfehlenswert. Vitamin B6, B12 und Folsäure benötigt der Körper für den Abbau von Homocystein.

Glitazone mit Knochennährstoffen kombinieren

Glitazone wie der Wirkstoff Pioglitazon sorgen dafür, dass die Zellen besser auf Insulin ansprechen und der Zucker aus dem Blut aufgenommen wird. Sie werden heute allerdings eher selten von Ärzten bei Diabetes verschrieben, da sie Nebenwirkungen verursachen. Glitazone steigern das Risiko für Knochenbrüche – insbesondere bei Frauen, aber auch bei Männern. Mikronährstoffexperten empfehlen deshalb Knochennährstoffe:

  • Der Vitamin-D-Spiegel sollte unter Einnahme der Medikamente kontrolliert und ein Mangel ausgeglichen werden. Je nach Spiegel sind zwischen 1.000 und 4.000 Internationale Einheiten Vitamin D am Tag sinnvoll.
  • Zudem ist Calcium wichtig: Täglich 1.000 Milligramm sind für gesunde Knochen nötig. Glitazone steigerten in einer Studie die Ausscheidung von Calcium über die Nieren.
  • Vitamin K, vor allem die Unterform K2, benötigt der Körper, damit er Calcium in die Knochen einlagern kann. Zur Vorbeugung von Knochenschwund (Osteoporose) werden mindestens 80 Mikrogramm Vitamin K2 am Tag empfohlen.

 

Dosierungen auf einen Blick

Mikronährstoffempfehlung pro Tag bei Einnahme von

 

Metformin

Vitamin B6

5 bis 15 Milligramm (mg)

Vitamin B12

250 Mikrogramm (µg) (Methylcobalamin)

Folsäure

200 bis 500 Mikrogramm (als 5-Methyltetrahydrofolat)

Magnesium

250 Milligramm

  
 

Glitazone

Calcium

1.000 Milligramm

Vitamin D

1.000 und 4.000 Internationale Einheiten (IE)

Vitamin K2

mindestens 80 Mikrogramm

 

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Zusammenfassung

Bei Diabetes sprechen die Körperzellen entweder nicht mehr auf das Blutzuckerhormon Insulin an oder die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig Insulin. Die Folge sind zu hohe Blutzuckerspiegel. Chrom, Vitamin D und Magnesium sorgen dafür, dass Insulin richtig wirkt, während Ballaststoffe den Abbau von Kohlenhydraten zu Zucker verlangsamen. Dadurch lassen sie den Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigen. Auch Extrakte aus Bittermelone, Zimt und Ingwer unterstützen die Blutzuckerkontrolle.

Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien wie Vitamin C, Zink, Coenzym Q10, Curcumin und Grüntee-Catechine – aber auch Alpha-Liponsäure – sowie B-Vitamine schützen die Blutgefäße und damit vor Folgeerkrankungen. Folgeerkrankungen wie Nervenschäden werden ausgelöst durch zu hohe Blutzuckerwerte, oxidativen Stress und chronische Entzündungen.

Auch begleitend zur Medikamenteneinnahme sind Mikronährstoffe wichtig: Der Wirkstoff Metformin verursacht einen Mangel an Vitamin B12 und wahrscheinlich auch an Magnesium. Zur Vermeidung erhöhter Homocysteinwerte empfehlen Ärzte deshalb oft Vitamin B12, B6 und Folsäure. Bei einer Therapie mit Glitazone empfehlen Mikronährstoff-Experten begleitend Knochennährstoffe.

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