Halswirbelsäulentrauma mit Mikronährstoffmedizin lindern

Wie bestimmte Vitamine und Fettsäuren bei einem Schleudertrauma helfen und die medikamentöse Behandlung unterstützen

Nackensteifheit, Schwindel, Kopfschmerzen – wenn Sie nach einem Autounfall unter diesen Symptomen leiden, könnte ein Halswirbelsäulentrauma (Schleudertrauma) dahinterstecken. In der klassischen Medizin gibt es verschiedene Therapieansätze. Diese können mithilfe von Vitaminen, Fettsäuren sowie anderen Stoffen unterstützt werden. Lesen Sie, wie die Stoffe in der Mikronährstoffmedizin eingesetzt werden und worauf bei der Einnahme zu achten ist.

Ursachen und Symptome

Nach einem Autounfall klagen einige Unfallopfer über einen steifen Nacken, Nackenschmerzen sowie Kopfschmerzen. Das sind typische Symptome eines Halswirbelsäulentraumas (auch HWS-Trauma, Schleuder- oder Beschleunigungstrauma genannt).

Auftreten können auch Schwindel, Benommenheit, Schmerzen und Missempfindungen in den Armen, dem Gesicht oder dem Hinterkopf. Darüber hinaus kann es zu einem unsicheren Gang, Lähmungen und Störungen von Sehen und Hören kommen. Auch Schlafstörungen und Schwächegefühl sind häufige Begleiterscheinungen eines Halswirbelsäulentraumas.

In der Regel treten die Symptome innerhalb von 72 Stunden nach dem Unfall auf. Je nach Schwere halten sie unterschiedlich lange an. Bei einem leichten Trauma (Grad 1) entwickeln sich die Symptome innerhalb eines Monats zurück. Bei stärkeren Traumen (Grad 3) können die körperlichen Einschränkungen auch chronisch werden („Schleudertrauma-Krankheit“).

Ursachen für ein HWS-Trauma sind meist Unfälle, bei denen durch Beschleunigen und Abbremsen heftige Kräfte auf die Halswirbelsäule einwirken. Infrage kommen auch Schläge gegen den Kopf (zum Beispiel im Kampfsport oder Fußball) oder ein Sprung ins Wasser. Meist kann man im Röntgenbild keine Veränderungen feststellen, trotzdem leiden die Betroffenen. Man geht davon aus, dass die Beschwerden durch eine Verletzung von Nerven, Bändern, Muskeln oder Gelenken sowie durch eine Entzündung und oxidativen Stress entstehen. Daneben spielt die Psyche eine Rolle (Depression oder posttraumatische Belastung).

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Ziele der Behandlung

Wie wird ein Halswirbelsäulentrauma klassisch behandelt?

Patienten mit einem Halswirbelsäulentrauma werden heute nur noch kurz immobilisiert (zum Beispiel durch Tragen einer Halskrause). Aktive Behandlungsmethoden scheinen für den Heilungsprozess förderlicher zu sein. Meist werden verschiedene Therapieansätze kombiniert:

  • Zur Schmerzlinderung werden vorübergehend Schmerzmittel eingesetzt (nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) Diclofenac (Voltaren®, Diclac®, Diclophlogont®) oder Ibuprofen (Aktren®, Brufen®, Ibuhexal®) sowie Paracetamol (zum Beispiel Paracetamol-ratiopharm®, Paracetamol STADA®, Paracetamol beta®). Bei länger anhaltenden (chronischen) Schmerzen werden darüber hinaus Antidepressiva wie Amitriptylin (Beispiele: Saroten®, Tryptizol®) verordnet.
  • Zur Muskelentspannung können Muskelrelaxanzien wie Tetrazepan (Mobiforton®, Musaril®, Rilex®) verwendet werden.
  • Wärme- oder Kältetherapien, Massagen, eine Elektrotherapie sowie Bewegungs- und Lockerungsübungen unterstützen die medikamentöse Behandlung.

Wenn Verletzungen des zentralen Nervensystems und/oder des Bewegungsapparates vorliegen, müssen entsprechende Fachärzte (Neurologen, Orthopäden) hinzugezogen werden. Insbesondere bei schwerem oder chronischem Verlauf eines HWS-Traumas werden die Betroffenen auch psychotherapeutisch begleitet.

Ziele der Mikronährstoffmedizin

Die Mikronährstoffmedizin kann die klassische Behandlung eines HWS-Traumas unterstützen. Bei einer Nerven- schädigung kann es durch ein Schleudertrauma zu einer Entzündung mit einem Anstieg von nitrosativem Stress kommen. Dieser entsteht, wenn zu viel des Botenstoffs Stickstoffmonooxid (NO) produziert wird. Durch eine erhöhte NO-Belastung wiederum werden die Kraftwerke der Zellen (Mitochondrien) gestört und die Energieproduktion kann beeinträchtigt sein.

Die Mikronährstoffmedizin schützt sowohl vor oxidativem (durch freie Sauerstoffradikale) und nitrosativem Stress. Auch schmerzlindernde und entzündungshemmende Substanzen können helfen. Besonders bewährt haben sich:

Darüber hinaus unterstützt die Mikronährstoffmedizin einige Medikamenten. Lesen Sie hier mehr.

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Behandlung mit Mikronährstoffen

B-Vitamine für gesunde Nerven

Wirkweise von B-Vitaminen

B-Vitamine wie B2, B6, B12 und Folsäure übernehmen viele Funktionen im Körper, die auch bei einem Halswirbelsäulentrauma wichtig sind: Sie fangen oxidativen Stress ab, unterstützen den Energiestoffwechsel der Mitochondrien und lindern Schmerzen.

Vitamin B12 bindet außerdem NO, den Botenstoff, der bei einem HWS-Trauma und Rückenmarksverletzungen aufgrund der Entzündung anfallen kann. NO im Übermaß verursacht nitrosativen Stress, der mit einer zusätzlichen Schädigung der Nerven verbunden ist. Vitamin B12 kann daher nitrosativen Stress abfangen, wird dabei aber verbraucht. Ein Tierversuch zeigt, dass die Vitamin-B12-Werte bei Nervenverletzungen fallen.

Die Ergänzung von Vitamin B12 zusammen mit anderen B-Vitaminen könnte dagegen die Nerven bei Verletzungen schützen. Untersucht wurde dies bei Menschen mit Stoffwechselerkrankungen. Zu B-Vitaminen bei einem HWS-Traumata liegen derzeit keine Studien vor. Einzelne Fallberichte gibt es für andere Erkrankungen der Halswirbelsäure (zervikale Myelopathie): Die Patienten berichteten von einer Linderung der Symptome durch Vitamin B12.

Auch wenn der Einsatz von B-Vitaminen bei einem HWS-Trauma noch weiterer Untersuchungen bedarf, wird angenommen, dass Vitamin B12 nitrosativen Stress bekämpft. Bei allen Verletzungen ist eine ausreichende Versorgung notwendig – auch mit anderen B-Vitaminen.

Info

Vitamin B1, B2, B6, B12, Biotin und Niacin werden auch für den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien gebraucht, der durch nitrosativen Stress beeinträchtigt wird. Nitrosativer Stress führt außerdem zu einem erhöhten Homocysteinspiegel. Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt, das entgiftet werden muss. Auch daran sind B-Vitamine beteiligt.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von B-Vitaminen

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einem Halswirbelsäulentrauma ein Kombinationspräparat von B-Vitaminen, denn sie wirken im Stoffwechsel zusammen. Sinnvoll ist eine tägliche Dosierung von:

  • 2 bis 4 Milligramm Vitamin B1
  • 3 bis 5 Milligramm Vitamin B2
  • 3 bis 5 Milligramm Vitamin B6
  • 10 bis 15 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin)
  • 150 bis 180 Mikrogramm Biotin
  • 200 bis 400 Mikrogramm Folsäure (als 5-Methyltetrahydrofolsäure (5-MTHF))
  • 40 bis 60 Milligramm Niacin

B-Vitamine werden am besten mit etwas Flüssigkeit zum Essen eingenommen, das verbessert die Verträglichkeit.

Info

Manchmal empfehlen Mikronährstoff-Experten unter regelmäßiger Kontrolle bei einem Halswirbelsäulentrauma für einige Monate auch eine höhere Menge an Vitamin B12 – zum Beispiel 250 bis 500 Mikrogramm pro Tag. Dadurch kann nitrosativer Stress abgefangen werden.

Vitamin B12 im Labor bestimmen lassen

Bei einem HWS-Trauma kann es sinnvoll sein, den Vitamin-B12-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine aussagekräftige Methode ist die Bestimmung von Holotranscobalamin (HoloTC) im Blutserum (Flüssigkeit des Blutes ohne die Blutzellen). Normalwerte im Serum liegen über 54 Pikomol pro Liter.

B-Vitamine: zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Hoch dosierte B-Vitamine sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei einem nachgewiesenen Mangel und in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Personen mit Nierenerkrankungen dürfen Vitamin B12 hoch dosiert nur in Form von Methylcobalamin einnehmen und nicht als Cyanocobalamin. Es gibt Hinweise, dass Cyanocobalamin in hohen Dosen für Nierenpatienten schädlich ist.

Eine gute Folsäureversorgung kann vor Krebs schützen. Unter bestimmten Bedingungen könnte dauerhaft hoch dosierte Folsäure jedoch das Fortschreiten begünstigen. Daher sollte die Ergänzung von Folsäure bei Krebs über 200 Mikrogramm pro Tag mit dem Arzt abgesprochen sein. Eine Rücksprache gilt auch für Vitamin B12.

Nach dem Setzen von Gefäßstützen (Stents) und nach einem Herzinfarkt ist die Gabe hoch dosierter B-Vitamine noch nicht ausreichend erforscht. Möglicherweise wirken sie negativ. Dies gilt für mehr als 60 Mikrogramm Vitamin B12 in Kombination mit 40 Milligramm Vitamin B6.

Folsäure kann die Wirkung von bestimmten Medikamenten gegen Infektionskrankheiten vermindern. Dazu gehören die Wirkstoffe Trimethoprim (Infectotrimet®), Proguanil (Paludrine®) und Pyrimethamin (Daraprim®).

Coenzym Q10 lindert oxidativen Stress

Wirkweise von Coenzym Q10

Coenzym Q10 könnte bei einem Halswirbelsäulentrauma auf zwei Wegen helfen: Es fängt freie Radikale ab und senkt so oxidativen Stress. Außerdem wird es bei der Energieproduktion in den Mitochondrien gebraucht.

Durch ein Trauma kann kurzfristig die Blutversorgung unterbrochen werden. Dabei entsteht oxidativer Stress, der zum Absterben der Nerven führt. Eine erste Untersuchung an Ratten mit einem Hirntrauma zeigt: Eine durch oxidativen Stress vermittelte Schädigung des Gehirns konnte durch Coenzym Q10 vermindert werden.

Studien am Menschen gibt es zwar noch nicht – aufgrund der förderlichen Wirkungen von Coenzym Q10 auf die Energieversorgung und oxidativen Stress kann die Einnahme bei einem HWS-Trauma jedoch einen Versuch wert sein.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Coenzym Q10

Mikronährstoff-Experten empfehlen bei einem Halswirbelsäulentrauma die Einnahme von 50 bis 100 Milligramm Coenzym Q10 täglich. Empfehlenswert ist die Einnahme zum Essen, da das Fett aus der Nahrung die Aufnahme von Coenzym Q10 verbessert.

Info

Es gibt verschiedene Formen von Coenzym Q10: Ubiquinol und Ubiquinon. Ubiquinol ist besonders gut geeignet: Es ist direkt aktiv und muss nicht erst im Körper aktiviert werden. Auch wird es im Darm besser aufgenommen. Erste Studien zeigen, dass sich mit Ubiquinol höhere Werte im Blut erzielen lassen als mit Ubiquinon. Es ist allerdings teurer in der Herstellung.

Coenzym Q10: zu beachten bei Diabetes und Medikamenteneinnahme

Coenzym Q10 kann den Blutzuckerspiegel senken. Deshalb sind bei Diabetes engmaschige Blutzuckermessungen notwendig, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

Coenzym Q10 kann die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern (Vitamin-K-Antagonisten) herabsetzen. Hierzu zählen unter anderem die Wirkstoffe Phenprocoumon (zum Beispiel Marcumar®, Falithrom® und Marcuphen®) und Warfarin (Coumadin®). Diese Wechselwirkung wurde bereits für Dosierungen zwischen 30 und 100 Milligramm Coenzym Q10 beobachtet. Der behandelnde Arzt sollte deshalb den sogenannten Quick-Wert (Prothrombinzeit) im Blut kontrollieren und beurteilen, ob man Coenzym Q10 einnehmen kann.

L-Carnitin kurbelt die Energieproduktion an

Wirkweise von L-Carnitin

L-Carnitin unterstützt die Funktion der Mitochondrien, indem es langkettige Fettsäuren in sie hinein transportiert. Die Fette können dann in Energie umgewandelt werden. Darüber hinaus entgiftet L-Carnitin die Mitochondrien, indem es Abfallstoffe hinaustransportiert. Anschließend können sie entsorgt werden.

Tierstudien weisen außerdem auf nervenschützende Eigenschaften hin: L-Carnitin könnte sowohl bei Verletzungen des Rückenmarks helfen als auch vor einer Gehirnschädigung bewahren. Das verdeutlicht auch eine vorläufige Studie: Bei Patienten mit einer traumatischen Kopfverletzung konnte L-Carnitin die Nervenfunktion erhalten.

Die nervenschützenden Eigenschaften von L-Carnitin können andere Behandlungsmaßnahmen des HWS-Traumas versuchsweise ergänzen. Hochwertige Studien stehen jedoch noch aus.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von L-Carnitin

In der Mikronährstoffmedizin werden zur unterstützenden Behandlung eines HWS-Traumas täglich 1.000 bis 2.000 Milligramm L-Carnitin empfohlen. Die Einnahme sollte über den Tag verteilt werden – zum Beispiel dreimal 500 Milligramm. Mit hohen Mengen auf einmal kann der Darm nicht gut umgehen.

Am besten sollte L-Carnitin zum Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Verträglichkeit für den Magen verbessert. Besonders geeignet sind Mahlzeiten mit Obst und Gemüse: Ballaststoffe und Pflanzenstoffe vermindern vermutlich die Bildung bestimmter ungünstiger Stoffwechselprodukte, die aus L-Carnitin entstehen können (Trimethylamin-N-oxid, TMAO).

L-Carnitin: zu beachten bei Schwangerschaft, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

In der Schwangerschaft sollten Dosierungen über 1.000 Milligramm L-Carnitin pro Tag zur Sicherheit mit dem Arzt abgesprochen werden. Dies gilt auch bei Funktionsstörungen der Niere (chronische Niereninsuffizienz). Zwar zeigen Nierenpatienten häufig einen Mangel, die Langzeiteinnahme wurde allerdings noch nicht ausreichend untersucht.

Aus hohen Mengen L-Carnitin können im Darm bestimmte Stoffwechselprodukte (TMAO) gebildet werden, die in größeren Mengen das Risiko für Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine regelmäßige L-Carnitin-Einnahme sollte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ärztlich begleitet werden. Dies gilt auch bei Lebererkrankungen, Diabetes, Vorformen von Diabetes (metabolischem Syndrom) oder einem Herzinfarkt.

Bei Krebs sollte die Einnahme von L-Carnitin ebenfalls mit dem Arzt besprochen werden. Das gilt insbesondere für Krebsarten mit aktiviertem Fettstoffwechsel wie Blasen- und Prostatakrebs oder für Darmkrebs.

L-Carnitin kann bei Diabetikern die Zuckerwerte beeinflussen. Wird es gleichzeitig mit blutzuckersenkenden Medikamenten wie Metformin (Diabesin®, Siofor® und Glucophage®) eingenommen, muss eventuell die Dosierung angepasst werden. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels und eine Absprache mit dem Arzt sind empfehlenswert.

In sehr seltenen Fällen kann L-Carnitin die Wirkung von bestimmten Blutgerinnungshemmern (Vitamin-K-Antagonisten) verstärken. Dazu zählen Phenprocoumon (Marcuphen®, Falithrom®, Marcumar®), Ethylbiscoumacetat (Tromexan®) und Warfarin (Coumadin®). Deshalb sollte die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden. Er kann gegebenenfalls die Blutgerinnungswerte kontrollieren und die Dosis anpassen.

Alpha-Liponsäure: ein wirksames Antioxidans

Wirkweise von Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure ist eine körpereigene Substanz. Sie ist am Abbau von Fetten und Kohlenhydraten für die Energiegewinnung beteiligt. Darüber hinaus macht Alpha-Liponsäure freie Radikale unschädlich und kann im Vergleich zu anderen Antioxidantien auch direkt die Nervenzellen im Gehirn erreichen. Sie regeneriert außerdem andere antioxidativ wirksame Stoffe wie Coenzym Q10 oder Vitamin C und E.

Nach Durchblutungsstörungen bei einem Trauma und durch den folgenden oxidativen Stress werden die Mitochondrien geschädigt, sodass die Energieversorgung der Nerven geschwächt ist. Tierversuche deuten auf eine positive Wirkung von Alpha-Liponsäure bei diesen traumatischen Nervenverletzungen hin.

Studien zur Behandlung eines HWS-Traumas mit Alpha-Liponsäure gibt es zwar nicht, allerdings wurde sie erfolgreich bei anderen Nervenerkrankungen eingesetzt. Eine Übersichtsarbeit weist auf positive Effekte bei Rückenmarksverletzungen hin. Bei Patienten mit einem Karpaltunnelsyndrom zeigte Alpha-Liponsäure (zum Teil zusammen mit anderen Stoffen) darüber hinaus eine schmerzlindernde Wirkung. Bei einem Karpaltunnelsyndrom ist ein bestimmter Nerv im Handgelenk eingeengt.

Die nervenschützenden und antioxidativen Funktionen von Alpha-Liponsäure sind gut untersucht. Deshalb kann die Einnahme zusammen mit anderen Maßnahmen bei einem HWS-Trauma sinnvoll sein, auch wenn dazu noch keine Studien durchgeführt wurden.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Alpha-Liponsäure

In der Mikronährstoffmedizin werden bei einem HWS-Trauma täglich 200 bis 600 Milligramm Alpha-Liponsäure empfohlen. Alternativ kann auch ein niedrig dosiertes Kombinationspräparat mit anderen für die Mitochondrien-Funktion wichtigen Substanzen sinnvoll sein wie Coenzym Q10 und L-Carnitin sowie pflanzliche Antioxidantien wie Curcumin und Ginkgo.

Alpha-Liponsäure sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden, da Mineralstoffe aus der Nahrung die Aufnahme einschränken.

Tipp

Wird Alpha-Liponsäure langfristig eingenommen, muss man zusätzlich auf die Biotinversorgung achten. Alpha-Liponsäure hemmt die Wirkung von Biotin, das unter anderem wichtig ist für den Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel. In der Mikronährstoffmedizin wird dann eine Einnahme von 100 bis 500 Mikrogramm Biotin pro Tag befürwortet.

Oxidativen Stress im Labor bestimmen lassen

Bei einem HWS-Trauma kann es sinnvoll sein zu prüfen, ob oxidativer Stress herrscht. So kann gezielter dagegen vorgegangen werden. Freie Radikale (Oxidantien) und Antioxidantien müssen immer ausgeglichen sein.

Der antioxidative Status kann mithilfe von Blut- oder Urinproben bestimmt werden. Oft wenden Labore unterschiedliche Messmethoden an. Deshalb gelten die Angaben des entsprechenden Labors.

Alpha-Liponsäure: zu beachten bei Schwangerschaft/Stillzeit und Medikamenteneinnahme

Schwangere und stillende Frauen sollten Alpha-Liponsäure nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen, da große Studien, die die Sicherheit belegen, noch fehlen. Erste Untersuchungen zeigen jedoch, dass 600 Milligramm Alpha-Liponsäure pro Tag keine negativen Auswirkungen hatten.

Alpha-Liponsäure kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin und anderen Diabetes-Medikamenten verstärken und so eine Unterzuckerung begünstigen. Zu den betroffenen Wirkstoffen gehören zum Beispiel Glibenclamid (wie Euglucon®, Glib-rationpharm® und Maninil®) und Metformin (wie Competact®, Diabesin® und Janumet®). Vor allem zu Beginn der Einnahme sollte der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert werden.

Personen, die das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin (Winthrop®, L-Thyroxin beta®) einnehmen, sollten die Anwendung von Alpha-Liponsäure mit dem Arzt absprechen. Alpha-Liponsäure könnte die Aktivierung des Schilddrüsenhormons Thyroxin bremsen. Dadurch wird die Wirkung des Medikaments abgeschwächt. Der Arzt kann die Schilddrüsenwerte engmaschig überwachen.

Auch eine Krebstherapie mit Cisplatin könnte durch Alpha-Liponsäure beeinträchtigt werden. Gleichzeitig liegen aber auch Hinweise vor, dass Alpha-Liponsäure die schädigenden Nebenwirkungen des Wirkstoffs für die Nerven verringern könnte. In jedem Fall sollte Alpha-Liponsäure bei Krebs nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Probiotika für eine gesunde Darmflora

Wirkweise von Probiotika

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, meist Bakterien wie Laktobazillen. Kommen sie in ausreichender Menge im Darm an, entfalten sie gesundheitsförderliche Wirkungen, stärken die Darmbarriere und wirken sich günstig auf die Zusammensetzung der Darmbakterien (Darmflora) aus. Untersuchungen zeigen: Ein Hirntrauma führt zu einer Störung der Darmflora (Dysbiose), die sich wiederum ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt.

Erste Studien zeigen, dass Probiotika positive Wirkungen auf Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes bei Patienten mit einem Schädelhirntrauma haben können. Darüber hinaus verringerte sich die allgemeine Infektionsrate (zum Beispiel an Lungenentzündungen) sowie die Zeit, die Patienten auf einer Intensivstation verbringen mussten. Vermutlich kann dies auf die entzündungshemmende Wirkung zurückgeführt werden. Auch eine Übersichtsarbeit zeigt, dass Probiotika das Infektions- und Sterblichkeitsrisiko sowie Magen-Darm-Beschwerden reduzieren könnten. Es wurden 18 Studien einbezogen an Patienten mit schweren Kopfverletzungen, die künstlich ernährt wurden.

Die Einnahme von Probiotika bei einem Halswirbelsäulentrauma ist zwar nicht getestet, es liegen aber Daten zum Schädelhirntrauma vor. Anerkannt ist, dass die Zusammensetzung der Darmflora eine wichtige Rolle bei Entzündungen und bei der Nervengesundheit spielt. Probiotika könnten deshalb die Behandlung unterstützen. 

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Probiotika

Bei einem Halswirbelsäulentrauma empfehlen Mikronährstoff-Experten die tägliche Einnahme von einer Milliarde (109), besser 10 bis 20 Milliarden koloniebildende Einheiten (1 bis 20 x 109 KBE). Besonders vielversprechend sind Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien. Es sollte deshalb ein Kombinationspräparat bevorzugt werden.

Damit gesundheitsförderliche Effekte spürbar werden, müssen Probiotika über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen werden. Sobald man damit aufhört, nimmt auch die Zahl der probiotischen Bakterien im Darm wieder ab.

Probiotika: zu beachten bei Erkrankungen

Sehr geschwächte Personen mit stark unterdrücktem Immunsystem (zum Beispiel durch Chemotherapie), Personen mit zentralen Venenzugängen, Herzklappenerkrankungen oder dem Kurzdarmsyndrom sollten keine Probiotika bekommen.

Einige probiotische Bakterien bilden Histamin im Darm. Daher können sie bei einer Histaminintoleranz Beschwerden hervorrufen. Folgende Bakterienarten gehören wahrscheinlich dazu: Lactobacillus casei, Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus, Lactobacillus reuteri, Lactococcus lactis und Enterococcus faecium.

Omega-3-Fettsäuren können Schmerzen lindern

Wirkweise von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind nicht nur wichtige Nervenbestandteile, sie haben eine antientzündliche und antioxidative Wirkung. Damit reduzieren sie Schmerzen und verhindern, dass sie chronisch werden. Außerdem tragen Omega-3-Fettsäuren zur Regeneration verletzter Nerven bei: Im Tierversuch regten sie das Nervenwachstum bei Nervenschäden an. So könnten EPA und DHA also auf vielfache Weise die Behandlung eines HWS-Traumas unterstützen.

Ein weiterer Tierversuch zeigt, dass bei einer Rückenmarksverletzung Omega-3-Fettsäuren zusammen mit einer Rehabilitation einer alleinigen Rehabilitation überlegen sind. Möglicherweise können sie auch Schmerzen bei einem HWS-Trauma lindern. Untersucht ist dies zwar noch nicht – es gibt jedoch zahlreiche Studien zur Schmerzsenkung bei anderen Umständen wie bei rheumatoider Arthritis, Menstruationsbeschwerden, diabetischen Nervenschmerzen (Neuropathie) und Fibromyalgie.

Darüber hinaus wirken sich Omega-3-Fettsäuren auf das emotionale Befinden aus. Dies kann besonders wichtig sein, wenn das HWS-Trauma mit depressiven Verstimmungen einhergeht.

Fazit: Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren ist aufgrund der antientzündlichen und schmerzlindernden Wirkung bei einem HWS-Trauma einen Versuch wert.

Dosierung und Einnahmeempfehlung von Omega-3-Fettsäuren

Experten der Mikronährstoffmedizin empfehlen bei einem Halswirbelsäulentrauma täglich 1.000 bis 2.000 Milligramm Omega-3-Fettsäuren. Ideal ist, wenn das Präparat einen höheren Anteil an EPA enthält. EPA kommt zum Beispiel in Fischöl vor. Es gibt aber auch veganes Algenöl zu kaufen.

Die Einnahme sollte mit einer Mahlzeit erfolgen: Es wird Fett aus der Nahrung benötigt, damit der Körper EPA und DHA aufnehmen kann.

Tipp

Achten Sie bei Fischölen unbedingt auf die Qualität: Sie können Schwermetalle oder Pestizide enthalten. Kaufen Sie deshalb nur hochwertige Fischölpräparate von Herstellern, die das Öl speziell reinigen lassen.

Omega-3-Fettsäuren im Labor bestimmen lassen

Um die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu kontrollieren, wird am besten der sogenannte Omega-3-Index ermittelt. Dazu wird der Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gemessen. Der Anteil wird in Prozent angegeben. Idealerweise liegt der Omega-3-Index über 8 Prozent.

Omega-3-Fettsäuren: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme

Bei akuten Lebererkrankungen sowie einer akuten Bauchspeicheldrüsen- oder Gallenblasenentzündung sollten Omega-3-Fettsäuren nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, sollten Sie die Einnahme zuvor mit dem Arzt abklären.

Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, können sie ab einer Dosierung von 1.000 Milligramm die Wirkung von Blutgerinnungshemmern verstärken. Dies gilt zum Beispiel für Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Phenprocoumon (Marcumar®) oder Warfarin (Coumadin®). Besprechen Sie daher die Einnahme mit Ihrem Arzt: Er kann die Blutgerinnungszeit (Quick-Wert) regelmäßig kontrollieren und die Dosis der Medikamente senken, wenn nötig.

Aus dem gleichen Grund sollten Sie vor einer Operation Ihren Arzt fragen, ob sie Omega-3-Fettsäuren besser absetzen müssen, um die Blutungsneigung nicht zu erhöhen.

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei Halswirbelsäulentrauma

 

Vitamine

Vitamin B1

2 bis 4 Milligramm (mg)

Vitamin B2

3 bis 5 Milligramm

Vitamin B6

3 bis 5 Milligramm

Vitamin B12

10 bis 15 Mikrogramm (µg)

Biotin

150 bis 180 Mikrogramm

Folsäure

200 bis 400 Mikrogramm

Niacin

40 bis 60 Milligramm

  
 

Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren

1.000 bis 2.000 Milligramm

  
 

Sonstige Stoffe

Coenzym Q10

50 bis 100 Milligramm

L-Carnitin

1.000 bis 2.000 Milligramm

Alpha-Liponsäure

200 bis 600 Milligramm

Probiotika

1 bis 20 Milliarden (1 bis 20 x 109) koloniebildende Einheiten (KBE)

 

Sinnvolle Laboruntersuchungen auf einen Blick

Sinnvolle Blutuntersuchungen bei Halswirbelsäulentrauma

 

Normalwerte

Vitamin B12 Holotranscobalamin (HoloTC)

54 Pikomol pro Liter (pmol/l)

Oxidativer Status

Werte schwanken je nach Methode und Labor.

Omega-3-Index

größer als 8 Prozent (%)

 

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Unterstützung von Medikamenten mit Mikronährstoffen

B-Vitamine verbessern die Wirksamkeit von Schmerzmitteln

In der Behandlung eines Halswirbelsäulentraumas kommen Schmerzmittel (NSAR) wie Diclofenac (Voltaren®, Diclac®, Diclophlogont®), Ibuprofen (Aktren®, Brufen®, Ibuhexal®) oder Paracetamol (zum Beispiel Paracetamol-ratiopharm®, Paracetamol STADA®) zum Einsatz. Ihre Wirkung kann durch Vitamin B1, B6 und B12 gefördert werden, da sie das Schmerzempfinden günstig beeinflussen: Die B-Vitamine verhindern eine überempfindliche Reaktion auf Reize und tragen zur Regeneration verletzter Nerven bei. So können sie verhindern, dass Schmerzen chronisch werden.

Es gibt positive Ergebnisse aus teils hochwertigen Studien. Sie zeigen, dass mit B-Vitaminen und Paracetamol eine stärkere Schmerzlinderung erreicht werden kann als mit Paracetamol allein. Vor allem in Verbindung mit Diclofenac scheinen B-Vitamine wirksam zu sein. Untersucht wurde dies unter anderem bei Arthrose- und Rückenschmerz-Patienten.

Zur Unterstützung der Schmerzmittel empfehlen Mikronährstoff-Experten vorübergehend täglich 50 Milligramm Vitamin B1 sowie Vitamin B6 und 250 bis 1.000 Mikrogramm Vitamin B12 (als Methylcobalamin).

Magenschutz bei Acetylsalicylsäure-Einnahme

Acetylsalicylsäure (ASS®, Aspirin®) greift die Magenschleimhaut an und erhöht das Risiko für eine Magenblutung. Vitamin C kann die Magenschleimhaut schützen, wird aber dabei verbraucht. Deshalb ist es sinnvoll, zusätzlich Vitamin C einzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher in einer ersten Studie.

Experten der Mikronährstoffmedizin empfehlen begleitend zu Acetylsalicylsäure bis zu 1.000 Milligramm Vitamin C täglich – vor allem, wenn die Schmerzmittel länger eingenommen werden. Empfehlenswert ist es, die Gesamtdosis über den Tag zu verteilen, zum Beispiel zweimal 500 Milligramm.

Info

Vitamin C wirkt darüber hinaus entzündungslindernd und ist dadurch auch selbst zur Behandlung von Schmerzen wirksam, wie zwei Übersichtsarbeiten zeigen. Möglicherweise ist diese Wirkung auch auf die Beeinflussung verschiedener Botenstoffe zurückzuführen, die Schmerzsignale lindern (Noradrenalin).

Dosierungen auf einen Blick

Empfehlung pro Tag bei NSAR und Paracetamol

Vitamin B1

50 Milligramm (mg)

Vitamin B6

50 Milligramm

Vitamin B12

250 bis 1.000 Mikrogramm (µg)

Vitamin C

1.000 Milligramm

 

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Zusammenfassung

Ein Halswirbelsäulentrauma (Schleudertrauma) ist meist die Folge eines Unfalls. Es äußert sich unter anderem durch Nackensteife sowie Nacken- und Kopfschmerzen. Je nach Schwere des Traumas halten die Beschwerden unterschiedlich lange an. Bei manchen Betroffenen können sie auch chronisch werden. Oxidativer Stress sowie eine Schädigung der Nerven und des Bewegungsapparates werden als Ursachen diskutiert.

Die klassische Behandlung des Halswirbelsäulentraumas kann durch den gezielten Einsatz der Mikronährstoffmedizin unterstützt werden: B-Vitamine sind wichtig, damit sich verletzte Nerven regenerieren können. Coenzym Q10 und L-Carnitin werden für eine ausreichende Energieversorgung der geschädigten Nerven gebraucht. Sie wirken, zusammen mit Alpha-Liponsäure, zudem gegen oxidativen Stress. Da der Darm bei einem Trauma oft in Mitleidenschaft gezogen ist, sorgen Probiotika für die Regeneration der Darmflora. Darüber hinaus lindern Omega-3-Fettsäuren Schmerzen und Gewebeentzündungen.

Vitamin B1, B6, B12 und Vitamin C können außerdem die medikamentöse Behandlung sinnvoll begleiten: B-Vitamine verstärken die Wirkung der Schmerzmittel. Vitamin C schützt den Magen vor schädlichen Nebenwirkungen.

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Verzeichnis der Studien und Quellen

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